Samstag, 15. November 2008

Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey !!!!

Zur Halbzeit lagen die Elstern noch mit 0:1 hinten,vergaben sogar einen Elfer. Nach dem Pausentee war 85 aber wie ausgewechselt und schon nach drei Minuten war der Ausgleich perfekt (Sobczyk). Die Elstern-Fans konnten ihr Glück noch garnicht so recht fassen, da schoß Sascha de la Cuesta nach Nadj-Pass die Führung heraus. Im weiteren Verlauf hätten die Elstern sogar noch erhöhen müssen aber Nadj und Toksöz vergeben. Und so war es keine Überraschung, dass Concordia in den letzten Mintuen nochmals richtig Gas gab und für Gefahr sorgten. Die junge 85-Abwehr hielt aber wacker stand. In die Karten speilten den Elstern die Nachbarn aus Curslack, die Ex-Spitzenreiter Meiendorf besiegten. Somit kann sich 85 im grauen November zumindest für eine Woche am Sonnenplatz der Tabelle erfreuen.

Spielbericht:
Irgendwie war es ein Spiel mit verschiedenen Halbzeiten und irgendwie auch nicht. Bergedorf war von Beginn bis ungefähr zur 85. Minute die spielbestimmende Mannschaft. Obwohl Concordia die letzten Wochen so erfolgreich spielte, kam man heute so gut wie gar nicht vor das Tor von Keeper Mirco Langen. Wenn überhaupt wurde es durch hohe in den Strafraum geschlagene Bälle für 85 brenzlig. Aus Bergedorfer Sicht war der Unterschied der beiden Halbzeiten an der Intensität ihres Spiels auszumachen. Während in den ersten 45. Minuten ein Freundschaftsspiel bestritten wurde, zeigte man anschließend endlich Biss und Siegeswillen. Doch nun von vorne:
Bergedorf zog zunächst recht schöne Angriffe über die linke Seite vor. Immer wieder wich der ehemalige Concorde „Matte“ Reincke (Bernd Enge holte ihn vor langer Zeit vom Billstedter Hein-Klink-Stadion ins Wandsbeker Marienthal) auf den Flügel aus. So auch in der 10 Minute. Eine butterweiche Flanke segelte in den Strafraum und der einkopfbereite Partick Papke wurde recht unbeholfen von einem Concorden in der Luft weg geschoben. Klarer Elfmeter !
Und wenn Tibor Nadj sich den Ball zurecht legt, ist das eigentlich auch ein klares Tor. Doch diesmal: Denkste. Sein harter aber nur in die Mitte gezielter Strafstoß wurde durch eine linke empor schnellende Hand des Torwarts Voß pariert. So ein frühes Tor währe so wichtig gewesen. So dominierte 85 zwar weiter aber zwingende Torchancen blieben aus. Auffällig, dass die in den letzten Spielen auffälligste Elster, Deran Toksöz, vom Cordi Mittelfeld in der ersten Halbzeit fast aus dem Spiel genommen wurde. Und dann aus dem Nichts das 1:0 für den Gast. Natürlich eine hohe Flanke. Mirco Langen, dem heute irgendwie das richtige Timing beim Herauslaufen fehlte, versuchte im Stile eines Oliver Grabolle oder Thorsten Schönsee den Ball am 16ener zu fischen. Doch vor ihm kam Cordi an den Ball und dieser segelte über Mirco hinweg ins verlassene Tor.
Danach spielte Bergedorf weiter ihren schön ansehnlichen aber verhaltenen Stiefel herunter.
Zum Wiederanpfiff kamen die Elstern entschlossen aus der Kabine. Keine zwei Minuten später zappelte der Ball im Netz. Sascha de la Cuesta setze sich entschlossen an der Grundlinie durch, spielte zurück und der aufgerückte Martin Sobczyk schoß direkt . Der Flachschuss sprang vom Pfosten ins Tor. Jetzt war Bergedorf da!
Eine Angriffslawine rollte auf das Tor der Wandsbeker. Schon nach weiteren zehn Minuten zappelte die Kugel wieder im Netz. Ein „tödlicher“ Pass auf de la Cuesta, der nicht lange fackelte und ins kurze Eck traf. Wütende Cordi-Akteure liefen auf die sehr gute Schieri-Assistentin zu, ihr Chef, der Hauptschiedsrichter warf sich sozusagen heldenhaft dazwischen und beruhigte die Gemüter und viel wichtiger, er gab das Tor.
Bergedorf hat das Spiel gedreht. In der Folge versäumten die Elstern den Sack zuzumachen. Eine Traumkombination (Matte ließ perfekt den Ball für Deran durch) hätte das 3:1 sein müssen. Doch der Ball wurde auf der Linie gerettet. Dann liefen die Oldies Reincke und Nadj alleine auf das Tor zu. Doch sie machten es zu kompliziert. Und es folgten noch mehrere solcher Chancen. Erst kurz vor dem Ende wollte Cordi dann doch noch mal...
Jetzt wurde es plötzlich für Bergedorf eng. Mehrere Freistöße segelten gefährlich vor das Tor. Der Ball konnte nie ausreichend geklärt werden. Doch gottseidank warf man sich noch in die Schussbahn. Als dann der letzte Freistoß eines Concorden hoch über das Tor flog, ließ sich der sehr gute Schiedsrichter den Ball in die Hand geben – das Spiel war aus.
Sehr gut heute die Jungen aus der A-Jugend vom SCVM : Pettersson, de la Cuesta und besonders auch Ioannou auf der linken Seite und natürlich Savelsberg da hinten, der ja wohl jeden Zweikampf gewinnt.
Nach den erfreulichen anderen Ergebnissen ist nun tatsächlich wieder der Gipfel der Oberliga Hamburg erklommen. Doch nun muss der Berg (um im Bild des Editorials der heutigen Stadionzeitung zu bleiben) vor anderen Gipfelstürmern verteidigt werden.

Übrigens, kaum zu glauben, dass Bergedorf heute mit 211 zahlenden Zuschauern der Zuschauerkrösus war. Curslack konnte heute im Spitzenspiel 210 Fans begrüßen, Pauli noch drei weniger und in Norderstedt kamen wohl nur 140 Unentwegte.


Tolle Fotos aller spielentscheidender Szenen hat der Fotograf Gerd Krause auf www.sport-nord.de gestellt. Zu den Fotos hier klicken !

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