Sonntag, 27. Oktober 2019

Unterhaltsamer Nachmittag an den Sander Tannen : Bergedorf und Glinde trennen sich 1:1


In seinem wirklich sehr lesenswertem Roman STADT DER GROßEN TRÄUME schreibt Fredrik Backmann:

„Eishockey ist nur ein lächerliches unbedeutendes Spiel, dem wir uns Jahr für Jahr hingeben, ohne darauf hoffen zu können, im Gegenzug irgendetwas zurückzubekommen. Wir opfern alles, was wir haben, brennen fürs Eishockey, bluten und weinen im vollen Bewusstsein darüber, das das absolut Größte, was uns dieser Sport geben kann, im besten Fall unbegreiflich klein und wertlos ist: Es sind nur paar vereinzelte Augenblicke. Das ist alles.“

Heute wurde an den Sander Tannen auf Rasen Fußball gespielt, doch so ein paar dieser Momente waren dabei...

Die ersten 45 Minuten rissen keinem der vielen Besucher – erfreulich viele Fans vom TSV Glinde wurden von unseren fleißigen Kassiererinnen begrüßt und „abkassiert“ - vom Hocker.
Glinde wirkte reifer in der Spielanlage. Die Elstern versuchten es shr viel simpler mit langen Bällen.
Die erste große Torchance hatte auch der TSV:
Wirklich ein wunderschöner Angriff brachte den Glinder Stürmer frei vor dem Bergedorfer Tor in beste Schußposition. 85-Keeper Björn Garvs zeigte in dieser 1:1 Situation wieder einmal seine Extraklasse und vereitelte.
Bergedorf 85 kam einmal auch gut vor das Tor der Gäste – doch auch ohne Erfolg.

Erfolg hatte Glinde kurz vor dem Halbzeitpfiff: Eine weite Flanke in den Strafstoß wurde per Kopf verwandelt. Jubel bei den Spielern, Trainer und Fans.
Doch dann kam zwar nicht der Videobeweis, aber ein Winken des Linienrichters, der ein Foul des Stürmers erkannt haben wollte. Treffer zählte nicht!

Bergedorf musste schon früh wechseln. Für den verletzten Abwehrchef Julian Bieber (der etatmäßige zentrale Abwehrspieler Pascal Assante-Sefa ist aufgrund seiner Gelb-Roten Karte aus dem letzten Spiel gesperrt gewesen) kam Thomas Herrmann bereits nach 20 Minuten.
Früh sah auch Philip Nennstiel eine gelbe Karte...

Die zweite Halbzeit begann ganz anders:
Die Elstern viel engagierter. Endlich wurde Fußball gespielt. Das sie auch Kurzpass können, haben sie doch schon oft gezeigt.
Die größeren Spielanteile jetzt bei 85. Glinde wirkte irgendwie ziellos.

Doch dann zeigte Schiedsrichter Tobias Lohmeier in der 67. Minute Philip Nennstiel zum zweiten Mal gelb. Konsequenz: Gelb-Rot!

Ob auch das große Schiedsrichterbeobachtungs-Team, das mit Kamera die 90 Minuten aufzeichnete, diese Szene nach der Partie mit dem Spielleiter analysierte?
Jedenfalls pfiff der Mann in Gelb recht kleinlich und reagierte fast 100 prozentig auf vermeintlich Schmerzschreie der Spieler.

Glinde ab sofort wieder Herr im fremden Hause. Sukzessive schnürte das Team vom Trainer Sören Deutsch Bergedorf mehr ein. Bergedorf kam zu wenigen Kontern.
Einer dieser wurde zu so einem wie eingangs beschriebenen Moment:
Mirko Dell mit einem 40 Meter Traumpass auf Benjamin Vermehren. Glindes Keeper Marco Reksidler kommt eine Minisekunde zu spät, so dass Benjamin Vermehren ins leere Tor einschieben kann.
Großer Jubel bricht unter den Fans der Elstern aus.
Paar Augenblicke später wäre der Jubel der Fans wohl noch größer ausgefallen. Ja, wenn Mirco Dell, der alleine auf das Tor zu lief, nicht zu spät in die Mitte gepasst hätte..

Da haben sich die ehemaligen Elstern-Idole Rainer „Ernie“ Schmidt und „Klaus „Buffi“ Muruszach , die zusammen mit dem Ex-Ligaobamm Detlef Schlottmann das Spiel sahen, auch die Haare gerauft haben.
Alle Drei sind übrigens im Freundeskreis der Elstern!

Also ging die Zitterpartie weiter. Glinde setzte alles auf eine Karte, aber der Ball wollte nicht ins Tor. Bis in der Nachspielzeit wieder eine hohe Flanke in den Strafraum segelte – Tormann Björn Garvs blieb erneut auf der Linie – Glindes Jacob Ernst gewann das Kopfballduell, Berhedorfs Spieler trat auf der Linie stehend über den Ball. Jetzt große Momente bei den Fans und Trainer und Spielern von Glinde.
Das Spiel sollte nach dem Ausgleich noch mehrere Minuten laufen. Der Tabellenzweite Glinde wollte mehr und sie hätten fast alles bekommen:
Sage und Schreibe vier Gästekicker liefen alleine in der 4. Minute der Nachspielzeit auf das Bergedorf Tor zu. Was dann kam war kläglich: der Ball wurde gut drei Meter neben das Tor geschossen.
Riesen Glück für die Elstern, die so mit dem Punkt gut leben dürften.



Sonntag, 15. September 2019

4:3 an der Fichtestraße – Elstern gewinnen glücklich gegen den SC Eilbek



Keine 15 Minuten noch zu spielen. Bergedorfs Julian Bieber wird eingewechselt. Er bringt noch einen großes Zettel mit auf dem Platz. Die Trainer stellen beim Spielstand von 2:3 die Mannschaft um. Auf den Zettel scheint einiges zu stehen.
Sofort ersichtlich: Abwehrchef Pascal Asante-Sefa wird nach vorne beordert, Bieber rückt in die Abwehr.
Zu diesem Zeitpunkt geben die wenigsten noch einen Pfifferling auf 85. Der Gastgeber lag völlig verdient mit 3:2 vorne und war klar die bessere Mannschaft.
Eilbek verkörperte die Tugenden, die Bergedorf eigentlich bisher ausmachte: Zweikampfstärke und schnelle Umschalten bei Ballgewinn.
Keine drei Minuten waren gespielt, als Roy Bannasch im Mittelfeld die Kugel verlor. Eilbek spielte sofort über Außen, von dort kam eine mustergültige Flanke und der Stürmer vollendete trocken zur Führung.
Bergedorf schien noch zu schlafen. Die linke Abwehrseite offen wie das berühmte Scheunentor.
Doch der Sportclub aus Elbek glänzte auch hinten nicht. So fand  sich Justin Gauger alleine vor den herauslaufenden Keeper. Justin umspielte den Torwart und schob ins leere Tor.
Kurz darauf Ecke für die Elstern.
Für Standards hat 85 einen Experten: Daniel Wagner! Auch diesmal ging sein Eckball ohne weitere Berührung eines anderen Spielers ins Netzt.
Doch hinten war man unsicher.
Wie schon beim ersten Gegentreffer wieder ein schlampiges Abspiel im Mittelfeld. Eilbek machte es gut und eher die Abwehr geordnet war, lag der Ball zum Ausgleich im Netz.
Eilbek setzte jetzt nach und hätte schon hier in Führung gehen müssen. Doch so ging es aus Sicht von 85 schmeichelhaft mit einem 2:2 in die Kabinen.
Dort kamen die 85-Kicker schnell wieder heraus.
Es schien in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff, dass die Trainer die richtigen Worte gefunden hätten. Es wurde jetzt früher „raufgegangen“. Doch es war nur ein Strohfeuer.
Eilbeks Filigran-Techniker  und Spielmacher Tim Aydin Bandahl konnte schalten und walten. Doch zunächst hatte 85 noch eine Doppelchance, die eigentlich reingemacht werden musste.
Doch Eilbek vergab danach noch eine viel größere Chance zur Führung, die dann aber doch gelang.
Bergedorf kam nicht ins Spiel. Eilbek war flinker , einfach wacher !
Bis dann Julian Bieber mit dem Zettel auf den Platz kam.
Fünf Minuten waren noch zu spielen. Jener Bieber mit einem „tödlichen“ Pass auf Alexander Felker, Der beste 85 Spieler heute passte in die Mitte, wo zum 3:3 vollendet wurde.
85 nutzte die Gunst der Stunde zum Doppelschlag:
Pacal Asante-Sefa blieb vorne und völlig unbehelligt. Ein weiter Pass nach vorne, Pascal eiskalt zur 4:3 Führung.
Danach versuchte Eilbek noch mal alles, aber es passierte nichts mehr.
„Die bessere Mannschaft hat heute verloren“
So ein enttäuschter Eilbeker Co-Trainer . Recht hat er.
Doch diese Erkenntnis hält die Elstern nicht davon ab, ausgelassen mit den Fans zu feiern. Wer solche Spiele gewinnt…

Schöne Fotogalerie bei fussifreunde.de !!!

Mittwoch, 11. September 2019

Elstern-Round-Up 5/19 inkl. Interview mit Co-Trainer SC Eilbek



Diese Bilanz kann sich sehen lassen: Sieben Spiele, 21 Punkte und ein Torverhältnis von 46:11 !!!!
Im Schatten der erfolgreichen Liga und zuletzt dem Trubel um das Stadion Sander Tannen spielt unsere Zwote eine bisher überragende Saison.
Das Team von Trainer Mario Meier grüßt  von der Tabellenspitze der Kreisklasse A2 – und das als Aufsteiger.
Gibt es einen Zaubertrunk?
Nein, natürlich nicht und an den Sander Tannen gibt es auch keinen Druiden Miraculix. Das Erfolgsgeheimnis ist eine gute Kameradschaft, eine fast ideale Mischung von jungen Talenten und erfahrenen Spielern und eine vorbildliche Zusammenarbeit zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft. Das beste Beispiel ist das letzte Spiel gegen Grünhof Tesperhude. „Leuchtturm“ Stephan Funk (Goalgetter der Liga) sammelt nach langer Pause Spielpraxis in der Zweiten. Hingegen wiederum der Torjäger von 85II nach überragenden Leistungen jetzt bei den Elstern in der Bezirksliga sein Startelfdebut geben konnte.

Beim Bezirksligaderby gegen den SC Vier- und Marschlande war richtig guter Besuch. Über 200 Zuschauer sahen ein 2:0 Erfolg von Bergedorf. Unter den Zuschauern auch der Co-Trainer vom SC Eilbek, den nächsten Gegner des ASV.
Ingo Desombre machte sich viele Notizen auf seinem Spickzettel. Die „super Grundordnung“ und einen „überragenden Kapitän in der Innenverteidigung“ fiel ihm besonders auf.

85live sprach kurz mit Ingo Desombre:
(achtet ab Minute 1:35 auf das legendäre „Elstern-Echo“ im Hintergrund)



Also, Sonntag 10:45 Uhr Fichtestraße !!!
ASV Bergedorf 85 II spielt bereits am Freitag um 19:45 Uhr beim TSV Gülzow.  Dieses Team hat noch keine Punkte auf dem Konto und hatte leider zuletzt für negative Schlagzeilen gesorgt.
(Spiel wurde vom Verband abgesetzt)


Eine große Vorschau zu allen Spielen der Fußballabteilung des ASV Bergedorf 85 gibt es auf der Homepage der Fußballer.

Foto: Werner Heitmann

Dienstag, 10. September 2019

Happy Birthday, Klaus Vogel !!!

Ein großer Bergedorfer Fußballspieler hat Geburtstag. Am heutigen Dienstag wird Klaus Vogel siebzig Jahre alt.

Zu Beginn der Spielzeit 1971 / 72 wechselte Klaus Vogel vom SC Concordia – für den er zwischen 1968 und 1970 achtundfünfzig Spiele in der Regionalliga Nord bestritten hatte - an die Sander Tannen. Sein erstes Spiel für die Elstern war im August 1971 ein Pokalspiel gegen Göttingen 05, das letzte Spiel im Trikot der Elstern fand im August 1983 gegen den SV Lurup statt. Dazwischen lagen über fünfhundert Einsätze für den ASV Bergedorf 85.
Ein Pfeifkonzert begleitete ihn beim Spiel der Elstern beim SC Concordia im Mariental. Seine Antwort war eindeutig, per Kopf erzielte er das Führungstor für den ASV und die Pfiffe verstummten.

Technisch anspruchsvoller Fußball, Einsatzfreude, Fairneß und sportliches Auftreten waren seine Markenzeichen. Vereinstreue war für ihn kein Fremdwort und den Verlockungen
finanzkräftiger Sponsoren und Mäzene anderer Vereine widerstand er. Höhepunkt seiner Laufbahn war das legendäre Pokalspiel gegen den FC Bayern München. Drei Sekunden fehlten zur Sensation. Nach dem Ende seiner Laufbahn als Spieler gab Klaus Vogel als Trainer seine Erfahrungen weiter, letzte Trainerstation war der SC Willinghusen.

Jeder Jugendliche der sich Klaus Vogel zum Vorbild nimmt befindet sich auf einem guten Weg.

Die Leidenschaft für den Fußballsport wurde von der Begeisterung für den Golfsport abgelöst.
Die Fangemeinde des ASV wünscht Klaus Vogel eine Vielzahl von Birdies und zum Geburtstag alles erdenklich Gute.

Interview mit Klaus Vogel (Juli 2017)

Die Bergedorfer Zeitung zum Geburtstag von Klaus Vogel

Fotos: Archiv / HAB – Archiv vom 17.4.72

Sonntag, 8. September 2019

Alles andere wie ein Hühnerhaufen – Elstern gewinnen verdient 2:0 gegen gute Vier- und Marschländer


Man traute seinen Augen kaum.
Beim Einbiegen in die Krusestraße fallen sofort die parkenden Autos auf. Die wollen doch nicht alle zum Fußballspiel?
Doch!
Das dürfte heute die beste Kulisse seit dem Wiederbeginn in einem Punktspiel gewesen sein.
Gut 200 Fans – auch viele vom SCVM – sollten ein gutes Spiel sehen.

Alle Spieler des ASV Bergedorf 85 liefen mit einer grünen Armbinde auf. Grün, die Farbe der Hoffnung. In Sachen „Kampf um die Sander Tannen“ verdrängt Zuversicht die Wut und Fassungslosigkeit. Das Bezirksamt hat gemerkt, dass die Idee, ohne Not ein schönes Stadion platt zu machen, nicht so gut war und bindet jetzt den Verein in die Planungen der Stadionsanierung ein.
Gesichtet wurde an den Sander Tannen tatsächlich Ulli Hoenneß: Ein treuer Elstern-Fan hat die Presseschlagzeile mit samt Konterfei des Bayern-Granden auf ein T-Shirt bedruckt. Lustige Idee!

Mutig die Überlegung des 85-Coaches Patrick Paap. Er belohnte die starken und torreichen Auftritte von Benedikt Karsten in der 2. Mannschaft mit einem Startelfdebut in der Liga!
In der 18. Minute hätte Benedikt gleich auch in der Bezirksliga knipsen können – vielleicht sogar müssen. Ein mustergültiger Angriff mit letztem uneigennützigen Querpass von Justin Gauger. Benedikt zirkelte den Ball aber knapp am leeren Tor vorbei.
Kurz darauf eine gute Möglichkeit für den Gast:
Bergedorfs Malte Adden kommt einen Schritt zu spät. Gut, dass Schiedsrichter Tobias Lohmeier genau hingeschaut hat. Viele Unparteiische hätten dieses Foul sicherlich in den Strafraum gelegt und auf den Elfmeterpunkt gezeigt.
Eine muntere Partie. Bergedorf versuchte wirklich jeden Angriff schnell und überlegt -manchmal sogar mit One-Touch-Fußball - vorzutragen. Daraus ergaben sich viele gute Möglichkeiten.
SCVM-Trainer Thorsten Beyer konnte mit seinem sehr jungen Team zufrieden sein. Besonders fielen die Zwillingsbrüder Erik und Peer Wegner auf, die unter diesem Trainer sehr gut aufgehoben scheinen und sich sicherlich für Höheres qualifizieren werden.

Nach der Pause setzte 85 weiter auf durchdachtes Spiel. Wieder so ein Musterangriff und endlich trifft Benjamin Vermehren ins Schwarze!
Doch das noch mehr beruhigende 2:0 wollte nicht fallen. SCVM machte jetzt mehr Druck. Einmal musste auch Elstern-Keeper Lukas Stradins in einer 1:1 Situation retten.
Kurz vor dem Abfiff dann doch das 2:0. Aus halbrechter Position gut 35 Metern vor dem Tor zirkelte wiederum Benjamin Vermehren den Ball in den Winkel. Ein Tor, das zumindest für die engere Wahl des Tor des Monats in Frage kommen könnte.

Fazit: Bergedorf 85 auf sehr gutem Wege - Fußball, der Hoffnung macht !!!


Donnerstag, 5. September 2019

Kommentar zum geplanten „Rückbau“ des Stadions Sander Tannen


Vorweg:
Es ist toll und großartig, dass die Bergedorfer Schülerinnen und Schüler endlich eine richtige Leichtathletikanlage (mit fast allem Drum und Dran) bekommen werden!!!
In 99 Prozent aller Kommentare folgt nun ein ABER…
Denkste, ein ABER gibt es nicht!

Die Stehtraversen des Stadions beeinträchtigen in keiner Weise den Bau und den sportlichen Betrieb  der Leichtathletikanlagen.
Genau dieser Umstand lässt den geplanten Kahlschlag des Stadions so absurd erscheinen.

Seit Jahren gibt es ein finanzpolitisches Hin und Her zum Bau der Schulsportanlage.
Zeitweise schien dieses Vorhaben ganz zu scheitern. Dann gab es große und kleine Lösungen, je nachdem wie viel Geld der Bezirk locker machen konnte.
Der Durchbruch  kam mit RISE (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung) – ein Förderprogramm des Hamburger Senats zur Stadterneuerung und Stadtteilentwicklung.

Zusätzliche 250.000 EUR erhöhen das Budget auf eine halbe Millionen Euro.
Stolz verkündet Bezirksamtsleiter Arne Dornquast auf der offiziellen Internetseite des Bezirks den großen Wurf zur „Städtebaulichen Aufwertung des Bezirks“.
Zitat aus der Pressemitteilung:
„Im Fokus der Maßnahme stehen der Neubau der Leichtathletikanlage, die teilweise Sanierung der Tribünen sowie ein zusätzlicher Trainingsplatz mit zwei 5-Meter Toren.“

Das klingt in der Tat nach Aufwertung!
Und nun?
Statt teilweise Sanierung der Tribünen, komplette Vernichtung der Tribünen bzw. Stehtraversen!

Ist das eine Städtebauliche Aufwertung“ ????

Es stellen sich viele Fragen:
Warum der Sinneswandel? Ist der nicht jetzt komplett geplante Rückbau nicht sogar teurer? Muss nachher Geld einfach verausgabt werden, damit es nicht verfällt (Stichwort „Dezemberfieber“)?

Wird der Bezirk aufgewertet, wenn er sein über die Stadtgrenzen von Hamburgs bekanntes und geschätztes Fußballstadion zerstört?
Ist das Stadion nicht vielleicht  ein Kulturdenkmal mit seinen in Norddeutschland  einzigartig zusammenhängenden hohen Stehtraversen?
Ist es nicht kurzsichtig, sich selber der Möglichkeit zu beschneiden, jemals wieder große Fußballspiele im Bezirk  austragen zu können?
Große Fußballspiele sind nicht nur DFB-Pokalspiele, Herr Dornquast!
Der HSV zog zu Freundschaftsspielen gegen TuS Dassendorf und Bergedorf 85 mehr als 4000 Zuschauer an die Sander Tannen. So lange ist es auch nicht her, dass der ASV Bergedorf 85 im Hamburger Oddsetpokal vierstellige Zuschauerzahlen verbuchen konnte (z.B. 2005 gegen St. Pauli ca. 5000).
Wer weiß schon, wie die sportliche Entwicklung der Heimatvereine in den nächsten 10-20 Jahren aussieht.
Dann hätte man nur noch einen Sportplatz Sander Tannen mit einem Fassungsvermögen von 200 Zuschauerplätzen.

Undenkbar !!!


Freitag, 30. August 2019

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Zahlen – Daten - Fakten (von Hans-Martin Lippold)


Nach fünf Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga Nord und sieben Jahren in der Regionalliga Nord, der damaligen zweiten Liga mußten die Elstern ins Amateurlager absteigen.
Dieser Abstieg war vermeidbar denn eine eklatante Fehlentscheidung bei der Besetzung der Torhüterposition kostete entscheidende Punkte. Das Experiment, einen Torwart mit der Erfahrung von über hundert Regionalligaeinsätzen gegen einen jungen Torwart aus der Bezirksliga zu ersetzen schlug gründlich fehl. Fünfzig Gegentore in der Hinrunde sprachen eine deutliche Sprache. Am Ende der Saison standen die Elstern auf dem vorletzten Tabellenplatz punktgleich mit Olympia Wilhelmshaven Die geringere Tordifferenz (-21 gegenüber -33 für den ASV) sicherte Wilhelmshaven den Klassenerhalt. Das Divisionsverfahren früherer Jahre hätte für die Elstern Klassenerhalt bedeutet.
Für den Chronisten bietet sich die Gelegenheit für einen komprimierten Rückblick auf fünfzehn Jahre Amateurfussball in Bergedorf. Dieser Zusammenfassung liegen die Berichte der einzelnen Spielzeiten von 1970 bis 1985 zugrunde.

Die sportliche Verantwortung für die Mannschaft lag in dieser Zeit in Händen von neun Trainern.
In der Endphase der Saison 69 / 70, also noch in der Regionalliga kehrte Heinz Werner auf die Trainerbank des ASV zurück. Auch in den Spielzeiten 70/71 und 71/72 betreute er die Mannschaft. Die Saison 71/72 endete mit dem Titelgewinn in der Landesliga Hamburg. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga scheiterten die Elstern am SV Meppen. Vollkommen unverständlich beendete der ASV die Zusammenarbeit mit Heinz Werner. Nachfolger von Heinz Werner wurde sein bisheriger Assistent Hans Knubbe. Nach zwei Spielzeiten, zum Ende der Saison 73/74 warf „Hansi“ Knubbe das Handtuch. Ständige Nörgeleien und Kritik aus dem Untergrund wollte er sich – zu Recht - nicht mehr bieten lassen. Die Qualifikation zur neugeschaffenen Amateuroberliga Nord wurde verpasst. Werner Thomsen wurde der neue Mann an der Seitenlinie, ein Mann von hohem Ansehen im Kollegenkreis. Nach drei Jahren mit den Platzierungen fünf, eins und drei verließ Werner Thomsen nach Ablauf der Saison 76/77 den ASV und wechselte zum Hummelsbüttler SV . Der frühere Spieler des SC Concordia – Manfred Juhnke – wurde zu Beginn der Saison 1977/78 Nachfolger von Werner Thomsen. Unter seiner Leitung wurde die Mannschaft zum Ende der Saison Meister der Verbandsliga Hamburg. Als am Ende der Saison 78/79 ein Entscheidungsspiel um den zweiten Tabellenplatz gegen den SC Victoria ausgetragen werden mußte, wurde Manfred Juhnke von seinen Aufgaben entbunden. Schon frühzeitig hatte er seinen Wechsel zu Victoria bekannt gegeben um einer Interessenkollision zu entgehen trennten sich die Wege vom ASV und Juhnke. Mit dem neuen Trainer Peter Rohrschneider ging es zum Ende der Spielzeit 79/80 in die Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga. Die Elstern scheiterten. Die Saison 80/81 beendeten die Elstern wieder auf dem zweiten Tabellenplatz, mußten aber in der Aufstiegsrunde dem Lüneburger SK den Vortritt lassen. Nächster Arbeitgeber von Peter Rohrschneider wurde dann der Hummelsbüttler SV. Vom Ligakonkurrenten VfL Stade kam Gerhard Mewes an die Sander Tannen. Die Saison 81/82 beendete die Mannschaft auf dem vierten Tabellenplatz, als „Trostpflaster“ gelang der Mannschaft der Pokalsieg und somit die Qualifikation zur ersten DFB – Hauptrunde. Als Gegner wurde dem ASV der FC Bayern München zugelost. In einem dramatischen Spiel unterlag der ASV nach Verlängerung dem FC Bayern mit 1:5. Noch vor diesem Spiel schied Gerhard Mewes beim ASV nach Kompetenzstreitigkeiten aus. Die Trainingsleitung wurde den Spielern Lutz Bendler und Klaus Vogel übertragen.
Nach acht Spieltagen wurde das Experiment mit zwei Spielertrainern beendet.
Während der laufenden Saison 82/83 kehrte Peter Rohrschneider auf die ASV – Trainerbank zurück. Die Saison wurde erstmals mit einem negativen Punktverhältnis auf dem elften Tabellenplatz beendet. Auch in die Spielzeit 83/84 startete der ASV mit Rohrschneider als Übungsleiter aber nach sechsundzwanzig Spieltagen beendete der ASV das Arbeitsverhältnis mit Peter Rohrschneider.
Am 27. Spieltag trat der Nachfolger Willi Kern seinen Dienst an den Sander Tannen an und führte die Mannschaft auf den vierten Tabellenplatz. Am Ende der Spielzeit84/85 standen für den ASV 28 : 32 Punkte und der 11. Tabellenplatz zu Buche.


In den vierhundertfünfzig Spielen im Amateurbereich ist der ASV auf insgesamt vierundvierzig verschiedene Gegner getroffen. Die Resultate sind in der Tabelle
Kumulierte Spielergebnisse Bergedorf 85zusammen getragen
(Zum Vergrößern bitte die Abbildung einfach anklicken)
Von den 225 Heimspielen wurden 131 Begegnungen gewonnen, dies entspricht einem Anteil von 58%;, von den Spielen auf gegnerischen Plätzen wurden 41% der Spiele siegreich gestaltet.
Als besonders hartnäckiger Gegner hat über einen Zeitraum von dreizehn Jahren sich der VfL Pinneberg erwiesen,von den sechsundzwanzig Spielen haben die Elstern nur zehn Partien gewinnen können.
Auch gegen Urania, den Hummelsbüttler SV und Holstein Quickborn zogen die Elstern unverhältnismäßig oft denKürzeren.
Auch gegen Komet Blankenese wurde kein Punkt gewonnen, da beide Mannschaften aber nur eine gemeinsame Saison in der Verbandsliga verbracht haben kann diese Einzelbilanz nicht als
systematisch gewertet werden.
Erstaunlich schwer taten sich die Elstern gegen die Konkurrenz aus der Nachbarschaft. Gegen Curslack und Reinbek gab es positive Heimbilanzen, Geesthacht und Börnsen nahmen die meisten Punkte von en Sander Tannen mit. Anders hingegen die Auswärtsbilanz des ASV gegen die erwähnten Gegner. In Börnsen wurden alle Spiele gewonnen, Curslack und Reinbek konnten sich für die Punktverluste an den Sander Tannen schadlos halten.



Die auffälligen Resultate sind in der entsprechenden Tabelle Zusammenfassung aller Spielergebnisse
gekennzeichnet worden.
Sechsmal bestand für den ASV die Möglichkeit, nach dem Abstieg die Klasse noch zu erhalten oder sich in der Aufstiegsrunde zu qualifizieren.
Erstmals am Ende der Saison 69 / 70 in einer Ausscheidungsrunde zwischen den Elstern, dem SV Meppen unddem Polizei SV Bremen. Am Ende der Runde hatten alle Mannschafte 2 : 2 Punkte, die günstigere Tordifferenz verhalf dem SV Meppen zum Aufstieg.
Am Ende der Saison 71/72 fuhr der ASV mit einem Punkt Vorsprung auf den SV Meppen zum letztenAufstiegsspiel nach Meppen. Ein Unentschieden hätte dem ASV zum Aufstieg gereicht. Der SV Meppen gewann mit 4:0 Toren.
Die Qualifikation zur neugeschaffenen Amateuroberliga Nord wurde nach der Saison 74/75 durch den vierten Platz in der Verbandsliga verpasst. Victoria und Poppenbüttel stiegen direkt auf, der Drittplatzierte Spvgg. Blankenese nahm an der Aufstiegsrunde teil, auf Platz vier die Elstern. Punktverlust am Ende der Saison verhinderten einen besseren Tabellenplatz.
Erneuter Titelgewinn am Ende der Saison 75/76, in der Aufstiegsrunde hatten die Amateure des SV Werder Bremen die Nase vorn.


Eine 1:2 – Niederlage beim Bremer SV am vorletzten Spieltag der Aufstiegsrunde 77/78 beendete alle Aufstiegshoffnungen des ASV, der Sprung in die AOL gelang dem Bremer SV.
Eine große Chance wurde in der Aufstiegsrunde 78/79 verpasst. Die Tabellenzweiten der beiden Spielgruppen spielten um den dritten Aufstiegsplatz. Nach zwei Niederlagen gegen den späteren Aufsteiger MTV Gifhorn und dem SV Meppen belegte der ASV den dritten Platz in der Gruppe. Meppen wurde Zweiter und gewann das nachfolgende Qualifikationsspiel. Der zweite Platz am Ende der Saison 79/80 sicherte dem ASV die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur AOL. Bis zum letzten Spieltag war das Rennen offen, ein Sieg über den Lüneburger SK hätte Aufstieg bedeutet. Das letzte Spiel an den Sander Tannen wurde von Schiedsrichter Osmers entschieden. Einseitige Parteinahme gegen den ASV verbunden mit roten Karten und Aberkennung eines ASV – Tores entschieden das Spiel. Der Lüneburger SK stieg in die AOL auf.
Aufstiegsspiele haben Pokalcharakter, jeder Punktverlust kann eine Mannschaft entscheidend zurückwerfen, diese Punktverluste sind nur schwer aufzuholen. In allen vorgestellten Aufstiegsrunden hatten die Elstern nach vier Spieltagen gute Aussichten auf den Aufstieg, aber in den beiden letzten Spielen gab es keine Siege mehr. Die beigefügte Ergebnistabelle gibt diesen Sachverhalt wieder.



Zum Schluß ein Blick auf die Zuschauerzahlen. Im gesamten Betrachtungszeitraum waren die Zuschauerzahlen an den Sander Tannen dem Durchschnitt von Hamburgs höchster Klasse überlegen. Gesteigerte Mobilität, verändertes Freizeitverhalten und auch die Zuwendung zum „großen“ Fussball können den Rückgang der Besucherzahlen im HFV – Bereich erklären, drastisch hingegen die Entwicklung beim ASV. Der Tabellenstand kann dies nicht hinreichend erklären. In den ersten Jahren nach dem Abstieg strömten die Besucher in vierstelligen Zahlen an die Sander Tannen, zu Spitzenspielen kamen bis zu sechstausend Besucher. In den Jahren 1976 bis 1980 spielten die Elstern dreimal um den Aufstieg und die Besucherzahlen waren ( auch nur ) im oberen dreistelligen Bereich. Nach vergeblichen Anläufen in Richtung AOL haben sich Enttäuschung und Resignation breit gemacht und das in Bergedorf sehr kritische Publikum fand nicht mehr den Weg an die Sander Tannen. Die zu jedem Spiel zugehörigen Besucherzahlen sind in der Tabelle Zuschauerzahlen Bergedorf 85 bei Heimspielen niedergelegt und im Vergleich zu den Liga – Mittelwerten graphisch dargestellt.
Diese Notiz sollte einen kurzen Rückblick auf fünfzehn Jahre Fußball im Amateurbereich bieten. Die Vielzahl der Gegner, deren Aufenthaltsdauer in der Liga und deren Ergebnisse sollten abgebildet werden. Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht erhoben werden.

Sonntag, 25. August 2019

Hitzeschlacht - Elstern siegen 4:1 gegen den FSV Geesthacht und festigen guten Tabellenplatz!



Es mag komisch klingen: Das Spiel hätte 10:3 für den ASV Bergedorf 85 ausgehen können und doch heißt der Matchwinner Björn Garvs – seines Zeichen Keeper und Kapitän der Elstern.
Nachdem schon in den Anfangsminuten die 85-Stürmer Benjamin Vermehren, Justin Gauger und Luciano Filipe Dias beste (gut herausgespielte) Möglichkeiten viel zu unkonzentriert vergaben, war es in der 18. Spielminute eine Standardsituation, die die Elsternbrust löste.
Endlich hat der ASV Bergedorf 85 wieder einen Eck- und Freistoßspezialisten: Daniel Wagner – Neuzugang vom MSV Hamburg – hat solche Qualitäten. Seinen Eckball brauchte Malte Adden völlig freistehend aus 8 Metern „nur noch“ ins Netz zu wuchten.
85 mit besserer Raumaufteilung und viel mehr Laufbereitschaft bei dieser Hitze (das Thermometer zeigte 31 Grad im Schatten).
Doch kurz vor dem Führungstreffer kam ein Bruch in das Spiel der Heimelf. Der so wichtige und agile Mittelfeldspieler Patrick Drobik verletzte sich ohne erkennbare Gegnereinwirkung so schwer, dass er ausgewechselt werden musste.
Physiotherapeutin Sarah Scherer verarztete sofort. Hoffen wir, dass die Verletzung nicht so schlimm ist, wie der erste Anschein.
Und nun kommt unser Keeper ins Spiel. Plötzlich läuft ein Geesthachter mutterseelenallein auf Björn Garvs zu. Durch eine großartige Fußabwehr lenkt er den Ball um den Pfosten.
Beide Teams kämpften mit der unbarmherzigen Sonne. Kein Schatten, da wurde die Erfrischungspause nach 22,5 Minuten herbeigesehnt.
Bis zur regulären Halbzeitpause hätte 85 noch das ein oder andere Tor machen müssen. Entweder fehlte die „Torgeilheit“ oder der gute Schlussmann der Gäste (Jan Erike-Widdrat) vereiltete.
So ging es mit dem 1:0 in die Kabinen.
Die Zuschauer versorgten sich in der Pause mit frisch gezapfte Kaltgetränke, mussten aber dabei höllisch aufpassen, die Getränke nicht gänzlich zu verschütten. In Anbetracht der zugewachsenen Stehtraversen eine nicht ganz leichte und ungefährliche Angelegenheit.
Hierzu passend ein „trockener“ Kommentar eines Fans:
„ Hier kann bald RTL ihr Dschungelcamp drehen“
An den Sander Tannen lief das Drehbuch nach der Pause etwas anders ab, wie vor dem Seitenwechsel:
Geesthacht jetzt mutiger. Und nun kommt die zweite Szene, die vielleicht spielentscheidend war:
In der 56. wieder eine 1:1 Situation . Stürmer vs. Garvs. Der Torhüter blieb cool und lange stehen und im Gegenzug ein Konter, der besser und schneller nicht sein kann. Ein Zuckerpass von Daniel Wagner auf Benjamin Vermehren, der sich nun endlich auf das Wesentliche konzentrierte: Tor !!!
Danach legte 85 schnell nach. Ugur Karakas und Luciano Filipe Dias erhöhten auf 4:0.
Das insgesamt gute Schiedsrichtergespann machte es dann noch einmal spannend. Doch den ersten Elfmeter parierte Björn Garvs (er hat den Ball sogar festgehalten). Gegen den noch platzierter geschossenen Strafstoß kurz vor dem Abpfiff war aber selbst er machtlos.
So endete der Fußballnachmittag mit einem 4:1, der mit einer Schweigeminute vor dem Anpfiff zum Gedenken an eine langjährige Elstern-Anhängerin bewegend und würdevoll begann.



Montag, 5. August 2019

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1984 / 85 (von Hans-Martin Lippold)


Die Verbandsliga hat im Vergleich zur Saison 83 / 84 ihr Gesicht verändert. Dem Hummelsbüttler SV und Altona 93 gelang der Sprung in die Amateuroberliga und da die drei Regelabsteiger SV Börnsen, SC Condor und der Harburger TB sich in Richtung Landesliga verabschiedeten wurde Platz für fünf Aufsteiger frei. Folgende Mannschaften nahmen die freien Plätze ein: aus der Hansastaffel der TSV DuWo 08 und der SC Norderstedt sowie aus der Hammoniastaffel Blau Weiß 96 Schenefeld und die beiden Blankeneser Mannschaften FTSV Komet und die Spielvereinigung. Über die sportliche Vergangenheit dieser Vereine wird berichtet.

Vorstellung der Aufsteiger
Auf eine lange sportliche Vergangenheit in der Hamburger Eliteliga blickt der TSV DuWo 08 zurück. Der erste Aufenthalt in der damaligen 2. Liga geht auf die Spielzeit 1956 / 57 zurück. Nach dem Abstieg am Ende der Saison 56 / 57 dauerte es bis zum Jahr 1968 ehe der Aufstieg in die nun drittklassige höchste Spielklasse der Hansestadt gelang. In dieser Klasse spielte DuWo fünfzehn Jahre, nach dem Abstieg erfolgte der sofortige Wiederaufstieg am Ende der Saison 83 / 84. Der TSV DuWo 08 ist der dienstälteste Konkurrent der Elstern in der Hamburger Verbandsliga.

Die Gründung des 1 SC Norderstedt steht in einem engen zeitlichem Zusammenhang mit der Gründung der Stadt Norderstedt. Die zum Kreis Pinneberg gehörenden Gemeinden Garstedt und Friedrichsgabe schlossen sich mit den zum Kreis Stormarn zählenden Gemeinden Harksheide und Glashütte am 1.1.70 zur Stadt Norderstedt zusammen. Norderstedt wurde in den Kreis Segeberg eingegliedert. Als dann die klassenhöchste Fußballmannschaft aus den Teilgemeinden – Eintracht Garstedt, Zwölfter in der Hammoniastaffel - zum SC Norderstedt übertrat, konnte der SC Norderstedt mit Beginn der Saison 72 / 73 am Spielbetrieb der Hammoniastaffel teilnehmen. Nach fünf Jahren in der Hammonia / Hansastaffel schloss der 1. SCN die Saison als Tabellenerster ab und und verbrachte die beiden folgenden Spielzeiten in der viertklassigen Landesliga, dem Hamburger Oberhaus. Mit Ablauf der Saison 78 / 79 mußte der SCN diese Spielklasse wieder verlassen und verbrachte die nächsten fünf Spielzeiten in der fünftklassigen Hansastaffel. Mit dem zweiten Tabellenplatz in der Hansastaffel gelang am Ende der Saison 83 / 84 der Wiederaufstieg in die Hamburger Verbandsliga.

1907 als FT Blankenese gegründet entstand 1912 eine Fußballabteilung. Eine Fusion mit dem SV Komet 09 führte zur Bildung der FREIEN TURN – UND SPORTVEREINIGUNG „KOMET“ Blankenese. Die Arbeitersportbewegung, der auch KOMET angehörte, wurde 1933 verboten und das Vereinsvermögen eingezogen. Als 1945 der organisierte Spielbetrieb in der Hansestadt wieder aufgenommen wurde war KOMET in der zweiten Liga, dem Hamburger Oberhaus mit dabei und hielt diesen Level bis 1947. Daran anschließend folgten drei Spielzeiten in Liga drei und endeten 1950 mit dem Abstieg in untere Ligen - bis 1976 ging es bis in die 7. Liga abwärts. Eine Phase der Konsolidierung endete 1977 mit dem Aufstieg in Liga 6 und im Jahr 1978 in die fünfte Liga. Nach fünf Jahren in der Hansastaffel ( 5. Liga ) gelang der Sprung in die Hamburger Verbandsliga.

Die Spvgg. Blankenese wurde zunächst als Blankeneser FC v. 1903 am 1. Oktober des genannten Jahres gegründet, bald danach erfolgte ein Zusammenschluß mit dem Blankeneser MTV. Eine Abspaltung vom MTV und Neugründung als Spvgg. erfolgte 1904. 1933 wechselten etliche Fußballspieler vom zwangsaufgelösten FTSV KOMET zur Spvgg. Blankenese. Später kam es zur Einrichtung der Kriegssportgemeinschaft Blankenese – Wedel. Die Spvgg. blickt auf achtzehn Jahre in der Hamburger Eliteliga zurück. Nach zwei Spielzeiten im einst zweigeteilten ( in der Saison 46 / 47 sogar dreigeteilt ) Hamburger Oberhaus wurde die Qualifikation für die eingleisige Liga verpasst, diese erfolgte ein Jahr später. Zum Ende der Saison erfolgte der Abstieg in die 3. Liga, damals die Bezirksklasse Hamburg. Mit der Saison 63 / 64 kam der Wiederaufstieg in die Landesliga Hamburg, oberste Spielklasse der Hansestadt – inzwischen Liga drei geworden. Dem Abstieg im Jahr 1978 folgte der sechsjährige Aufenthalt in der Hammoniastaffel in der am Ende der Spielzeit 83 / 84 wurde der zweite Tabellenplatz verbunden mit dem Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg erreicht.

Nach Fusionen und Abspaltungen wurde aus dem 1896 gegründeten MTV 1896 Schenefeld im Jahr 1936 der TSV Schenefeld 1920. Nach dessen Zwangsauflösung 1933 entstand der FC Blau Weiß 1933 Schenefeld. 1936 ging aus der Fusion des MTV und dem FC Blau – Weiß der Verein TURA BLAU – WEISS 1986 IN SCHENEFELD UND OSDORF hervor. Weitere interne Umstrukturierungen führten dann zur jetzigen Vereinsbezeichnung Spvgg. 1896 Blau – Weiß Schenefeld – im nachfolgendem Text kurz BW 96 genannt. In der Nachkriegsorganisation des HFV taucht BW 96 erstmals 1946 in der B – Klasse, der untersten Spielklasse auf, 1948 führte der Weg von BW 96 für zwei Spielzeiten in die Germaniastaffel – gleichrangig mit Hansa / Hammoniastaffel. Abstiege in Ligen vier und fünf und Wiederaufstiege fanden 1971 ihr vorläufiges Ende in der damaligen Landesliga ( Level 3 ). Bis 1977 ging es wieder zurück bis in Liga sechs. Die Talfahrt fand 1982 ein Ende mit der Rückehr in die Hammoniastaffel in der 1984 der erste Tabellenplatz und somit der Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg erreicht wurde.

Es war dem Verfasser leider nicht möglich aus dem Archiv des HAB, der Hauptinformationsquelle, Hinweise über Spielerwanderungen, Kaderzusammenstellungen, Transferaktivitäten und Trainerzuordnungen zu entnehmen. Von einem Neuzugang kann trotzdem berichtet werden: Anläßlich eines Hallenturnieres von Vorwärts Billstedt wurde von Peter Rohrschneider der Spieler Dimitrios Panagiotidis für die Elstern entdeckt. Zunächst mit einem Stammplatz auf der Reservebank ausgestattet bekam er von Rohrschneiders Nachfolger Willy Kern die Gelegenheit, seine Qualitäten zu zeigen. Das tat er mit Nachdruck, wie in den folgenden Abschnitten vorgetragen wird. Einige andere Spielernamen tauchten in der Berichterstattung des HAB nicht mehr auf, es muß offen bleiben ob diese Spieler die Elstern verlassen haben oder vom Trainer nicht mehr berücksichtigt wurden. Gemeint sind hier Carsten Mertens, Andreas Roloff, Lutz Schönberner, Thomas Freitag, Frank Cybulski sowie Heiko Fetkenheuer. Über deren weiteren Werdegang kann an dieser Stelle nicht berichtet werden.

Die neue Spielzeit beginnt. Der Start in die 41. Saison der obersten Hamburger Spielklasse begann am zweiten Augustwochenende 1984. Aus dem näheren Heimatgebiet waren neben den Elstern der VfL Geesthacht und die TSV Reinbek am Start.

Niederlage zum Auftakt 
Als ersten Gegner der Saison 1984 / 85 durften die Elstern den VfL Pinneberg an den Sander Tannen begrüßen. Sechshundert Besucher – bester Besuch am ersten Spieltag – wollten sich die Begrüßung nicht entgehen lassen, aber die Besucher machten sich nach dem Abpfiff enttäuscht auf den Heimweg. Ein Treffer von Ellerbrock aus der 18. Minute sicherte dem VfL zum Auftakt der Punkterunde einen 1 : 0 – Auswärtssieg an den Sander Tannen. Den Nachbarn aus Hamburgs Osten erging es nicht besser: Reinbek kam in Quickborn mit 0 : 5 unter die Räder und der VfL Geesthacht unterlag in Wilhelmsburg mit 0 : 1.

Keine Wiedergutmachung
Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung ließen die Elstern ungenutzt verstreichen. Beim Aufsteiger Komet Blankenese gab es eine deutliche 0 : 4 – Niederlage. Der Schütze des 1 : 0 für Komet ( Puls in der 18. Minute ) erhöhte in der 53. Minute auf 2 : 0. Zwei weitere Tore in der Endphase ( Schütt in der 88. und 89. Minute ) machten das Debakel komplett, der Mitfavorit Bergedorf 85 fand sich auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Das erste Lebenszeichen 
Zum zweiten Heimspiel der noch jungen Saison empfingen die Elstern einen weiteren Aufsteiger, den SC Norderstedt. Gegen den Aufsteiger mußte ein Sieg her damit der letzte Platz verlassen werden kann. Dafür sorgten Dettmann in der 20. und Neuzugang Hassselfeld – kam vom SV Börnsen - in der 40. Minute. Mit diesem 2 : 0 Vorsprung ging es in die Halbzeitpause. Der Norderstedter Hennings sorgte mit seinem Anschlußtreffer für Hoffnung bei den Gästen, doch in der Schlußminute machte Jan Spingler mit dem 3 : 1 „den Sack zu“ Der erste Saisonsieg beförderte die Elstern vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz.

Erfolgloser Auftritt
Den „Rückenwind“aus dem siegreich gestaltetem Spiel gegen Norderstedt konnten die Elstern nicht mitnehmen. Durch ein Tor von Pape aus der 80. Minute unterlagen die Elstern bei den Amateuren des HSV mit 0 : 1 Toren. Mit 2 : 6 Punkten und 3:7 Toren blieb den Elstern der vorletzte Tabellenplatz erhalten. Die TSV Reinbek belegte den 4. Tabellenplatz, für den VfL Geesthacht standen 4 : 4 Punkte zu Buche, dies bedeutete Platz neun in der Tabelle. Mit jeweils 7:1 Punkten standen Quickborn, Urania und Meiendorf auf den drei ersten Plätzen.

Teilerfolg gegen DuWo 08
Die Zeiten, in denen DuWo den Elstern Schrecken einflößte, gehören der Vergangenheit an, die letzte Niederlage bereitete DuWo den Elstern in der Saison 77 / 78. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Das aktuelle Spiel kann dies nur bestätigen. In der 53.Minute brachte Schott ( DuWo ) seine Mannschaft in Führung und Erinnerungen an frühere Spiele kamen auf. Als dann noch Thomas Meyer mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde schwanden alle Hoffnungen. Zwei Minuten vor dem Schlußpfiff änderte sich die Stimmungslage unter den vierhundert Besuchern – Jan Spingler überwand den DuWo – Torwart zum 1 : 1 – Ausgleich.

Auswärtserfolg im Derby 
Auch bei Spielen gegen Mannschaften aus der näheren Nachbarschaft ist höchste Wachsamkeit geboten, zu oft behielt der Gegner die Oberhand. Diesmal ließen sich die Elstern nicht überraschen und gingen mit einem 1 : 0 – Vorsprung beim VfL Geesthacht in die Halbzeitpause. Torschütze war in der 43. Minute Thomas Stoppel. Das Tor zum 2:0 – Sieg ging auf das Konto von Fred Keller. Ungeschlagen an der Tabellenspitze thronte die Mannschaft vom TuS Holstein Quickborn ( 10:2 Punkte ) gefolgt vom Meiendorfer SV und den Amateuren des HSV sowie der TSV Reinbek und dem SC Urania mit jeweils 8:4 Punkten.

Ein neuer Torjäger 
Spiele gegen Mannschaften aus der Nachbarschaft stehen bei den Fans hoch im Kurs, bringen die Gastmannschaften doch immer einige Schlachtenbummler mit. Das merkte der Kassierer auch an den Sander Tannen – gegen die TSV Reinbek säumten achthundert Besucher das Spielfeld. Den anwesenden Bergedorfer Besuchern wurde zunächst eine kalte Dusche serviert: Güclü brachte die Gäste in der 16. Minute in Führung. Deren Freude wurde fünf Minuten später getrübt, Dimitrios Panagiotidis glich die Reinbeker Führung aus. Den Halbzeitstand von 1 : 2 markierte der Reinbeker Eschenburg in der 37. Minute. Nach Wiederbeginn schlug die Stunde von Panagiotidis! Seine Tore in der 52. – 81. – und 89. Minute machten aus einem 1 : 2 – Rückstand einen 4 : 2 – Erfolg. Dieser Erfolg hatte Auswirkungen auf den Tabellenstand, mit 7:7 Punkten und 10:10 Toren war der ASV im Mittelfeld der Tabelle angekommen.

Die Elstern im Aufwind 
Konnten die Elstern die gute Form aus dem Reinbek – Spiel konservieren ? Das war die Frage vor dem Spiel gegen den SC Victoria. Die Mannschaft blieb die Antwort nicht schuldig . Tore von Thomas Stoppel (25.) und Mike Mumme (31.) stellten an der Hoheluft den 2 : 0 - Pausenstand her. Den Rest erledigte Jan Spingler – der Mann der späten Tore - mit seinem Treffer zum 3 : 0 für den ASV in der 88. Minute. Erstmals in dieser Saison verfügten die Elstern mit 9 :7 Zählern über ein positives Punktekonto und rückten den vorderen Tabellenplätzen wieder näher.

So geht Fußball 
Erneut stand den Elstern ein schweres Auswärtsspiel bevor. Ziel ihrer Dienstreise war die Sportanlage in Meiendorf. Hier erwiesen sich die Elstern als Publikumsmagnet und lockten mehr als neunhundert Besucher auf die Meiendorfer Spielstätte. Der MSV zeigte sich zunächst als die überlegene Mannschaft und ging bis zum Pausenpfiff durch Tore von Frische (11.) und ein Strafstoßtor von Hohn (44.) in Führung. Hätten die Meiendorfer ihre Chancen besser genutzt wäre die Führung noch höher ausgefallen. Ab der 70. Minute ließen die Kräfte der MSV – Mannschaft nach und als Trainer Willy Kern dann Marek Mackiewicz auf das Feld schickte, kippte die Partie. In der 83. Minute verkürzte Fred Keller auf 1 : 2. Die Versuche vom Meiendorfer Trainer Bert Ehm, die Abwehr zu verstärken, gingen schief, denn in der 87. Minute unterlief Hartmut Gigar ein Eigentor – es stand nun 2 : 2. Damit nicht genug, unmittelbar vor dem Schlußpfiff brachte Marek Mackiewicz den ASV mit 3 : 2 in Führung. Der Meiendorfer Trainer Bert Ehm war nach Spielende restlos bedient und die Elstern hatten allen Grund zur Freude: 11:7 Punkte bedeuteten Platz fünf nach drei Siegen in Folge , der Kontakt zur Tabellenspitze war hergestellt.

Schwerstarbeit gegen Urania 
In den bisherigen acht gemeinsamen Spielzeiten konnten die Elstern nur viermal gegen die Uranen gewinnen, stets waren die Punkte hart umkämpft. Das sollte auch am zehnten Spieltag nicht anders sein. Die Führung der Uranen durch Yilmaz (18.) konnte Jan Spingler in der 25. Minute ausgleichen. Zu diesem Zeitpunkt war Michael Dettmann mit Verdacht auf Bruch des Mittelfußknochens schon nicht mehr im Spiel. In der 41. Minute gelang Marek Mackiewicz die 2:1 – Führung des ASV. Durch das 2 : 2 von Clasen ( SCU ) in der 53. Minute war die Partie wieder offen. Dikussionen gab es um eine strittige Schiedsrichterentscheidung von SR Diekert als dieser ein vermeintliches Foul an Panagiotidis anders als die Bergedorfer Trainerbank bewertete. Ein temperamentvolles und spannendes Spiel zwischen dem ASV und dem SC Urania endete leistungsgerecht 2 : 2 unentschieden.
Die Tabelle lügt nicht und so wird erkennbar, daß der TuS Holstein Quickborn mit 16:4 Punkten dabei war, sich vom übrigen Feld abzusetzen. Drei Punkte dahinter die Amateure des HSV gefolgt vom SC Urania, Vikt. Wb.-Veddel und dem ASV mit jeweils 12:8 Zählern. In den unteren Regionen sind Geesthacht, Sperber und DuWo mit 7:13 Punkten zu finden, die 4:16 Punkte für BW 96 und 3:17 Zähler für den SV Blankenese lassen für die Zukunft nichts Gutes erahnen.

Ein mühevoller Sieg 
Die sind ja nur hinten drin gestanden. Mit diesen Worten kommentierte Willy Kern die Leistung von BW 96 an den Sander Tannen. In kleinen Schritten haben sich die Elstern nach einem verpatzten Saisonstart an die vorderen Ränge herangearbeitet, hierbei sollte auch das aktuelle Heimspiel gegen den Klassenneuling hilfreich sein. Die dazu erforderlichen Tore erzielten Jan Spingler in der 25. und Dimitrios Panagiotidis in der 87. Minute. 14:8 Punkte, Platz fünf und nur noch zwei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Quickborn waren Lohn für die erfolgreiche Arbeit der letzten Wochen.

Punktverlust beim SC Sperber 
In den bisherigen zwölf Auswärtsspielen ( seit 1974 ) in Alsterdorf gingen fünf Spiele verloren, ebenso oft gingen die Elstern als Sieger vom Platz. Ein Favorit für dieses Spiel war also nicht erkennbar. So konnte es auch keinen der 500 Besucher überraschen, das auch dieses Spiel torlos endete.

Kein Sieg an der Landesgrenze 
Gemeint ist die Spielstätte des TSC Viktoria Wilhelmsburg – Veddel. Dort sahen die Zuschauer ein Spiel das nur einen Sieger hätte haben dürfen, nämlich die Elstern aus Bergedorf. Nach einem Foul an Thomas Stoppel sah Gerd Schau (Wb- Veddel )in der 42. Minute die rote Karte. Aus dieser zahlenmäßigen Überlegenheit konnte der ASV jedoch keine Vorteile ziehen. Als dann auch noch Panagiotidis mit einem Strafstoß am Wilhelmsburger Torsteher Jens Fette scheiterte mußten sich die Elstern mit einem Punkt zufrieden geben.

Punktgewinn gegen den Tabellenführer 
Vor neunhundert Besuchern hatten die Elstern ein „Tabellarisches Schwergewicht“ zu Gast, nämlich den TuS Holstein aus Quickborn. Leider war dem HAB dieses Spiel keinen Kommentar wert, nur über Spielergebnis, Schiedsrichter und Zuschauerzahl wurde informiert. Das Spiel endete vor neunhundert Besuchern 0:0. Punktgleich mit Meiendorf blieb TuS Holstein auf dem ersten Tabellenplatz, die Elstern rutschten auf den sechsten Platz ab.

Enttäuschung in Blankenese 
Am letzten Spieltag der Hinrunde stand für den ASV das Spiel bei dem noch sieglosen Tabellenschlußlicht SV Blankenese auf dem Spielplan. Der SVB hatte nach bisher vierzehn Spielen drei Punkte auf seinem Konto, der eindeutige Favorit war somit der ASV. Auch dieses Spiel fand im HAB keine Berücksichtigung, es endete 0 : 0, für den ASV eine herbe Enttäuschung. Die letzten vier Spiele des ASV endeten torlos 0 : 0, das sind Ergebnisse, die die Mannschaft nicht voranbringen. Hier ein Auszug aus der Tabelle 1. Meiendorf 21:9 2. HSV(A) 20:10 3. Quickborn 20:10 4. Pinneberg 18:8 / zwei Spiele Rückstand 5. Urania 18:12 6. ASV 18:12
In den unteren Regionen sind Norderstedt mit 13:17 und DuWo stark gefährdet. Nur ein Sieg aus den bisherigen fünfzehn Spielen stehen für den VfL Geesthacht zu Buche. Mit zusätzlich sieben unentschiedenen Spielen reichten die 9:21 Punkte nur zum14. Platz, dem ersten Abstiegsplatz. Ein Platz dahinter steht BW 96 mit 7:23 Zählern. der SV Blankenese kann bei 4:26 Punkten für die Landesliga planen

Start in die Rückrunde 
Wer ganz oben mitspielen will. für den gibt es keine leichten Spiele mehr, wie auch die letzten Begegnungen des ASV aufgezeigt haben. Unter diesem Vorzeichen steht auch das Spiel der Elstern beim VfL Pinneberg, einem der schwersten Gegner der letzten Jahre. Es begann gut für den ASV denn Ingo Pinnau brachte seine Mannschaft in der 21. Minute in Führung. Dies Ergebnis hatte bis zur 60. Minute Bestand, dann drehte der VfL das Spiel durch Tore von Plüschau (61.) und Schuster (64.) um. Die ganz große Gelegenheit zum Ausgleich machte VfL – Torhüter Burow zunichte als er einen Schuß von Panagiotidis mit einer Glazparade abwehrte.

Gestoppter Trend 
Es kamen nur 380 Zuschauer an die Sander Tannen und die gingen nach dem Spiel enttäuscht nach Hause. Durch ein Tor von Schütt aus der 5. Minute nahm Neuling Komet Blankenese beide Punkte von den Sander Tannen mit und setzte der Aufholjagd der Elstern ein Ende. Nach diesem Spiel fanden sich die Elstern auf dem neunten Tabellenplatz wieder

Fortsetzung der Talfahrt 
Auch in Norderstedt war für die Elstern nichts zu holen. Nach torloser erster Halbzeit gelang Dimitrios Panagiotidis in der 55. Minute der Führungstreffer für den ASV. Die Freude über die Führung dauerte zehn Minuten, dann traf Kulka ( SCN ) zum 1 : 1. In der 78. Minute fiel dann das spielentscheidende Tor – Hennings (SCN ) traf für seine Mannschaft und stellte damit den 2 : 1 – Erfolg über die Elstern sicher. Für den ASV war dies die dritte Niederlage in Folge.
Über den 19. Spieltag der Hamburger Verbandsliga wurde im HAB nichts berichtet, das Ergebnis des Spieles Bergedorf 85 vs. Vfl Geesthacht wurde über den Vergleich der Tabellen des 18. und 20. Spieltages ermittelt. Der VfL Geesthacht war an den Sander Tannen mit 3 : 1 über den ASV erfolgreich

Eine Halbzeit reicht nicht 
Im ersten Spielabschnitt waren die Elstern gegen den Gast, die Amateurmannschaft des HSV ein ebenbürtiger Gegner und boten eine gute Leistung. Direkt nach Wiederbeginn gingen die Gäste durch Rüsch in Führung. Von diesem Rückstand konnten sich die Elstern nicht mehr erholen und mußten in der 75. Minute das 0 : 2 durch Hauser hinnehmen. Der neue Mann im Tor der Elstern – Leibold, kam von Holstein Quickborn – zeigte einige gute Paraden. Die fünfte Niederlage in Folge wollten nur noch 250 Zuschauer miterleben.

Pleite im Derby 
Auch in Reinbek ging es schief! Dreihundert Zuschauer sahen an der Anlage am Mühlenredder einen 3 : 1 – Erfolg der TSV gegen die Bergedorfer Elstern. Spieler des Tages in Reihen der Reinbeker war einmal mehr Walter Dobberkau mit seinen Toren 1:0 in der 33. und zum 2:0 in der 66. Minute. Nach dem 3:0 durch Zeller war das Spiel zu Gunsten der TSV entschieden. Nur noch kosmetische Bedeutung hatte das 1:3 in der 79. Minute durch Panagiotidis
An der Tabellenspitze hatte sich ein Trio bestehend aus Pinneberg, Quickborn und den HSV – Amateuren abgesetzt gefolgt von Wb.-Veddel, Sperber und Meiendorf mit jeweils 24:16 Punkten. Eine Vorentscheidung ist in der Abstiegszone gefallen: mit 7 Pluspunkten sind BW 96 und der SCV Blankenese kaum noch zu retten. Die beiden Mannschaften mit 18 Punkten - der ASV, DuWo 08 sowie der VfL Geesthacht mit 16 Zählern sind ebenfalls stark abstiegsgefährdet.

Ende der Talfahrt? 
Gegen den Meiendorfer SV fand die Niederlagenserie ein Ende. Wolfgang Schmidt leitet mit seinem Tor zum 1 : 0 in der 29. Minute das Ende einer langen Durststrecke ein. Zu einem Sieg reichte es nicht denn Schrader (MSV) machte den Elstern mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 36. Minute einen dicken Strich durch die Rechnung. Immerhin: nach 0:12 Punkten mußten die Elstern diesmal den Platz nicht als Verlierer verlassen.

Ein positives Zeichen 
Der letzte Sieg gegen den SC Urania stammt aus dem Jahr 1980 und bei der derzeitigen Verfassung der Elstern kann man nicht davon ausgehen, daß die Mannschaft vom Schützenhof beide Punkte mitnimmt. Sechshundert Besucher mußten zunächst die Führung des ASV in der 21. Minute durch Panagiotidis zur Kenntnis nehmen, dieses 0:1 war auch der Spielstand nach fünfundvierzig Minuten. Der Ausgleichstreffer durch Yilmaz fiel nach fünfzig Minuten. Den Punktgewinn beim SC Urania muß man als Achtungserfolg einstufen, zeigt er doch, daß die Mannschaft gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte durchaus mithalten kann. Tabellenplatz elf bei 20:26 Punkten ist nach wie vor besorgniserregend

Endlich ein Sieg 
Zwölf Spiele ohne Sieg, der letzte doppelte Punktgewinn geschah am 13.10.84 mit einem 2:0 – Erfolg gegen BW 96. Gegen eben diesen Gegner hatten die Elstern am 1.4.85 das nächste Auswärtsspiel auszutragen. Eine Wiederholung dieses Resultates würde in Bergedorf kollektives Aufatmen hervorrufen ! Es wurde kein 2 : 0 aber das 1 : 0 von Marek Mackiewicz aus der 65. Minute bescherte den Elstern zwei Punkte und sorgte für Linderung der größten Abstiegsängste.

Ein Rückschlag 
Seit dem Abstieg aus der Regionalliga ist der TSV DuWo 08 der dienstälteste Konkurrent der Elstern. Der letzte DuWo – Sieg über den ASV stammte aus der Salson 77 / 78, die Elstern unterlagen damals in Duvenstedt mit 0 : 1. Durften die Elstern in diesen Zeiten noch von der AOL träumen war nun Kampf um den Klassenerhalt angesagt. Dem HAB waren zu diesem Spiel lediglich die „Elementardaten“ wert, übermittelt zu werden. Die Torfolge deutet auf eine abwechslungsreiche Begegnung hin. Der erste Durchgang wurde von den Elstern bestimmt. Thomas Meyer sorgte in der 19. Minute für die Führung der Elstern. Der Ausgleich fiel in der 35. Minute durch Aden ( DuWo ) aber zwei Minuten später gingen die Elstern durch ein Tor von Panagiotidis erneut in Führung. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Kaum auf dem Platz fiel durch Hümpel das Tor zum 2 : 2, ein Ergebnis mit dem die Elstern durchaus hätten leben können. Doch das Glück war nicht auf ihrer Seite, in der 85. Minute verwandelte Brück einen Stafstoß zum Siegtreffer für DuWo 08. Diese Niederlage wog doppelt schwer, da die Punkte beim direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg geblieben sind.

Ein Blick auf die Tabelle veranschaulicht die Situation: Platz zehn für den ASV , aber 22:28 Punkte geben Anlaß zu großer Sorge, 21:29 Zähler für DuWo lassen ebenfalls die Alarmglocken läuten. Die Plätze 12, 13 und 14 werden von der TSV Reinbek ( 20 : 26 ), dem SC Norderstedt (19 : 27 ) und dem VfL Geesthacht ( 18 : 28 ) belegt. Die drei letztgenannten Mannschaften haben zwei Spiele Rückstand, sollten diese Mannschaften die Nachholspiele gewinnen könnte dies für die Elstern schwerwiegende Folgen haben.
Mit 34 : 14 Punkten belegten die HSV – Amateure den ersten Tabellenplatz vor Holstein Quickborn mit 33 : 13 Punkten, dahinter der VfL Pinneberg mit 32 : 14 Zählern. Sowohl im Tabellenkeller als auch an der Spitze stehen noch spannende Spiele bevor. Weitere Klärung brachten einige Nachholspiele. Quickborn büßte in Norderstedt einen Punkt ein und Pinneberg unterlag Sperber auf eigenem Platz mit 0 : 3, Reinbek mußte sich bei BW 96 mit 0 : 2 geschlagen geben.

Ein wichtiger Schritt 
Es standen für den ASV noch fünf Spiele auf dem Plan, vier davon an den Sander Tannen. In diesen Spielen müssen die für den Klassenerhalt erforderlichen Punkte erkämpft werden. DIese Punkte muß die Mannschaft selbst erkämpfen, wenn man sich auf die Ergebnisse anderer verläßt, kann man am Ende mit leeren Händen dastehen. Der Anfang sollte schon gegen den SC Victoria gemacht werden. Das tat zunächst Dimitrios Panagiotidis, sein Tor in der 22. Minute beruhigte die Nerven des Bergedorfer Anhangs, mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang nahm die Partie so richtig Fahrt auf denn in der 71. Minute traf Mackiewicz zum 2 : 0 und nur drei Minuten später war es Panagiotidis der mit seinem zweiten Tor das 3 : 0 erzielte. Wer aber nun gedacht hatte, das Spiel sei gelaufen sah sich getäuscht, Krüger und Rühmann brachten Victoria in den letzten zehn Minuten auf 2 : 3 heran. Die Latte des Victoria – Tores stand in der 87. Minute dem vierten Elsterntor im Wege.
Aufatmen in Bergedorf nach dem Spiel beim Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz. Geesthacht unterlag in Meiendorf 0 : 2 und DuWo kam in Wilhelmsburg über ein 0 : 0 nicht hinaus. Reinbek konnte sich mit dem 8 : 2 beim SV Blankenese etwas Luft verschaffen.

Schwerstarbeit gegen Sperber 
Der SC Sperber war für den ASV stets ein ganz harter Brocken, so war man auch für dieses Spiel auf eine intensive Begegnung vorbereitet. In der 23. Minute besorgte Panagiotidis das 1 : 0 für seine Mannschaft aber noch vor der Pause mußten die Elstern durch Holtorf den Ausgleich hinnehmen. Das war noch nicht alles, in der 61. Minute brachte Herrnann Pape den SC Sperber in Führung. Fortan drängten die Elstern auf den Ausgleich und in der 83. Minute stellte sich der Erfolg ein – Wolfgang Schmidt brachte das Leder zum 2 : 2 – Ausgleich über die Linie. Der Siegtreffer blieb den Elstern versagt – in der Schlußminute traf Ingo Pinnau nur die Querlatte des Sperbertores. So blieb es bei einem leistungsgerechte 2 : 2 zwischen den alten Rivalen

Nach einer 1 : 3 – Heimniederlage gegen Komet Blankenes blickt der VfL Geesthacht tief in den Abgrund. Trotz eines 1 : 1 gegen den SC Victoria behauptete der HSV den ersten Tabellenplatz mit einem Punkt Vorsprung vor Holstein Quickborn ( 36 : 16 ) und dem VfL Pinneberg ( 33 : 19 )

Teilerfolg gegen Wilhelmsburg 
Wenn man unten steht können sich Pechsträhnen häufen, die Elstern können darüber berichten: Holztreffer von Mackiewicz gegen Victoria, Lattentreffer gegen Sperber / Ingo Pinnau. Um die letzten Abstiegsängste zu verscheuchen würde ein Sieg gegen Vikt. Wb.-Veddel gut tun. Aber wenn man unten steht kommen fast nur noch Gegner die in der Tabelle besser platziert sind. Dies galt auch für die Gäste aus Wilhelmsburg, eine starke Truppe die zu Recht auf dem vierten Tabellenplatz steht. Dies gab der Spielverlauf zu erkennen denn Hammeley brachte in der12. Minute die Elstern 0 : 1 in Rückstand. Drei Zeigerumdrehungen später kam der Konter; Wolfgang Schmidt traf zum 1 : 1. Dieser Spielstand hatte bis zur Halbzeit Bestand. Das 2 : 1 für den ASV besorgte Thomas Meyer nach einer Stunde. Alles schien auf den Gewinn zweier Punkte hinauszulaufen, dann wurde die erste Zeile dieser Notiz Realität. Vier Minuten vor Spielende fiel der erneute Ausgleich für die Gäste durch Evert und sorgte für lange Gesichter bei den dreihundert Besuchern.

Für den VfL Geesthacht wurde die Lage nach dem 1 : 3 beim VfL Pinneberg immer bedrohlicher, auch für DuWo war die Lage nach dem 0 : 1 bei Komet Blankenese noch sehr kritisch. Der VfL konnte seine Lage nach einem 2 : 2 im Nachholspiel gegen Urania nicht verbessern wie der Tabellenausschnitt zu erkennen gibt.
11. ASV 26 : 30 Punkte 12. Norderstedt 25 : 31 13. DuWo 23 : 33 14.VfL Geesthacht 19 : 35 / ein Spiel im Rückstand 15. BW 96 11 : 45 16. SV Blankenese 9 : 45 Die HSV – Amateure mußten nach einem 1 : 1 in Norderstedt den Platz an der Sonne mit dem punktgleichen TuS Holstein Quickborn teilen – beide mit 38:16 Punkten. Da die Rothosen auch das Nachholspiel in Meiendorf verloren hatten und der VfL Pinneberg und Quickborn sich die Punkte teilten lag der TuS Holstein nun einen Zähler vor dem HSV. Es waren noch zwei Spiele auszutragen.

Dramatik in den letzten Spielen 
Sowohl in der Frage der Meisterschaft als auch in der Abstiegsfrage standen Entscheidungen vor der Tür. Für die Elstern war der Abstieg kein Thema mehr. Vier Punkte aus den letzten drei Spielen haben den Verbleib in der Verbandsliga gesichert. Ohne Druck konnten die Elstern die Fahrt nach Quickborn antreten. Um sehr viel ging es dagegen für den TuS Holsterin, galt es doch, die Tabellenführung zu verteidigen. Dies taten die Hausherrn mit Erfolg, Biester ( 46. ) und Udo Goldenstein ( 79. ) stellten die Weichen auf Sieg. Daran konnte das Anschlußtor durch Panagiotidis aus der 80. Minute nichts mehr ändern. Als dann noch bekannt wurde, daß der HSV völlig überraschend auf eigenem Gelände gegen Komet Blankenese mit 0 : 1 verloren hatte, war die Meisterschaft der Verbandsliga Hamburg entschieden. Herzlichen Glückwunsch nach Quickborn!! Die Entscheidung über den zweiten Tabellenplatz und über Platz 14 mußte also am letzten Spieltag fallen.

Tore satt an den Sander Tannen 
Zum Saisonkehraus fanden nur noch 160 Besucher den Weg an die Sander Tannen. Zu Gast war der designierte Absteiger und immer noch sieglose SV Blankenese. Den Besuchern wurde eine vollkommen einseitige Begegnung vorgeführt. Die Gäste hatten nicht den Hauch einer Chance und mußten zwischen der 16. und 35. Minute vier Tore hinnehmen. Meyer, Panagiotidis, Mackiewicz und Spingler sorgten für den 4 : 0 - Halbzeitstand. Der zweite Durchgang begann so wie der erste endete: mit Toren für den ASV: Mike Mumme, Marek Mackewicz mit zwei Treffern und nochmals Dimitrios Pangiotidis schraubten das Ergebnis auf 8 : 0 ehe dem SV Blankenese durch Rothenstein das Ehrentor gelang. Mit diesem 1 : 8 verabschiedeten sich die Gäste in die Landesliga.

In einem Nachholspiel besiegte der VfL Geesthacht den SC Victoria mit 5 : 1, damit erhielt sich der VfL die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Nach neunundzwanzig Spielen hatte DuWo einen Punktestand von 25 : 33 Zählern während für den VfL 23 : 35 Punkte notiert wurden.
Am letzten Spieltag verlor DuWo 08 bei Victoria mit 0 : 1, die Chance zum Gleichstand mit DuWo vergab der VfL durch ein 0 : 0 in Norderstedt. Am Ende fehlte ein Punkt zum Klassenerhalt.
Endspielcharakter hatte das Spiel um den zweiten Tabellenplatz. Der Spielplan führte am letzten Spieltag den VfL Pinneberg und die HSV – Amateure in Pinneberg zusammen. Vor 1500 Besuchern besiegte der VfL die Amateure des HSV mit 2 : 0 durch ein Elfmetertor von Dittmar in der 55. und das Tor zum 2 : 0 durch Bliemeister in der 57. Spielminute. Mit diesem Ergebnis konnte sich der VfL Pinneberg die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga sichern.


Der ASV ist als einer der Mitfavoriten in diese Saison gestartet und fand sich nach einem verpatzten Saisonstart mit 2 : 6 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Bis zum Ende der Hinrunde wurde kein Spiel mehr verloren und die Mannschaft bekam „Sichtkontakt“ zu den vorderen Tabellenplätzen. Der Start in die Rückrunde war verheerend. Acht Spiele ohne Sieg bei sechs aufeinanderfolgenden Niederlagen brachten die Mannschaft vorübergehend in Abstiegsgefahr. Nur drei Siege in der Rückrunde sind ohne Beispiel. Auch in der Zuschauergunst sind die Elstern zurückgefallen. Kamen in der Vorrunde noch durchschnittlich 607 Besucher blieb ein großer Teil von ihnen in der Rückrunde zu Hause, nur 315 Zuschauer säumten die Sander Tannen. Die Spiele der Verbandsliga Hamburg wurden von durchschnittlich 345 Besuchern gesehen.
Auf jeder ASV – Mannschaft und auf jedem Trainer des ASV lastet schon seit Jahren ein enormer Erwartungsdruck. Das Publikum ist außerordentlich kritisch und setzt regelmäßig vordere Tabellenplätze voraus, der Aufstieg in die AOL ist nahezu Pflicht. Die Zeiten sind schnelllebiger geworden und Spielerwechsel während der Saison sind erleichtert worden. Ein systematischer Aufbau einer Mannschaft wird dadurch nicht erleichtert. Eines muß aber klar sein: Rückrunden wie die abgelaufene führen den ASV dauerhaft in die Mittelmäßigkeit.

Nachweis der Informationsquellen Die Kurzfassung der Spielberichte lehnt sich an die Berichterstattung im HAB an. Bei der Vorstellung der Aufsteiger aus Schenefeld und Blankenese wurde auf entsprechende Beiträge aus dem FUSSBALL LEXIKON HAMBURG der Autoren Andreas Meyer, Volker Stahl und Uwe Wetzner zurückgegriffen. Dem Internetlexikon Wikipedia wurden Hinweise zur Entstehungsgeschichte des 1. SC Norderstedt entnommen Die Saisonabschlußtabelle wurde dem DEUTSCHEN FUSSBALLARCHIV entnommen. Das Lichtwarkheft 1984 war Quelle des Manschaftsfotos der 1984er - Ligamannschaft, leider ohne Nennung der Spielernamen. Aus einem Interview bei 85 live wurde das Portrait des Spielers Dimitrios Panagiotidis herauskopiert. Der Verfasser bedankt sich bei Rene Martens für Hinweise betreffend des Berichtes über die Saison 83/84 zur Landesligazugehörigkeit von Altona 93 in den Spielzeiten 81/82 und 82/83 ( Hammoniastaffel anstelle der Hansastaffel).

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