Sonntag, 24. Juli 2022

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Spielzeit 1999 / 00 (Autor: Hans-Martin Lippold)


Einige Feststellungen

Irgendwann sollte die Achterbahnfahrt der Elstern zu Ende sein. Lassen wir die letzten Jahre Revue passieren.

Fast drei Jahrzehnte in der Verbandsliga Hamburg mit vergeblichen Aufstiegsbemühungen. Zwei Spielzeiten in der AOL HH / SH endeten 1996 mit dem Abstieg in die Verbandsliga Hamburg. Am Ende der Saison 1996 / 97 Wiederaufstieg in die AOL HH / SH. Erneuter Abstieg in die VL Hamburg nach einer desaströsen Saison. Die Spielzeit 1998 / 99 in der Verbandsliga wurde mit dem 10. Tabellenplatz abgeschlossen.

Nach der Vorrunde übernahm Rüdiger Schwarz die Position des Cheftrainers. Die Zuschauerzahlen waren in den letzten Jahren rückläufig, vierstellige Besucherzahlen gehören längst der Vergangenheit an, aktuelle Zahlen pendeln so um die 300. Viele Skandale und Unregelmäßigkeiten haben Spuren hinterlassen.

Finanzielle Probleme und Wechsel in der Führung der Fußballabteilung sind an der Mannschaft nicht spurlos vorübergegangen. Ein Konzept zur Kaderplanung / Kaderzusammenstellung wurde entwickelt und stand fortwährend auf dem Prüfstand.

Nach dem Abschied von Werner Gorski war die Position des Obmannes vakant. Ursprünglich wollte der erste Vorsitzende Manfred Braasch diese Funktion mit übernehmen. Es kam anders. Hinter den Kulissen wurde daran gearbeitet, Rainer Wysotzki wieder ins Boot zu holen. So kam es auch, Rüdiger Schwarz hatte einen Mitstreiter an seiner Seite, mit dem er sich fußballerisch auf einer Wellenlänge bewegte.

Der Verlauf der Spielzeit 1998 / 99 konnte nicht zufrieden stellen, Tabellenplatz zehn entsprach nicht der Erwartung auch wenn im Laufe der Saison die Ziele herabgestuft wurden ( ... es war klar, dass es nur um den Klassenerhalt gehen konnte, so Trainer Rüdiger Schwarz ). Zwischen dem 22. und 24. Spieltag kam die Mannschaft in die Nähe der Abstiegsränge, aber mit elf Punkten aus den letzten sechs Spielen konnte sich die Mannschaft aus der kritischen Situation befreien. Mehr als ein Mittelfeldplatz in der Verbandsliga war mit der Mannschaft nicht zu erreichen.

Zusammenstellung des Spieleraufgebotes

 Sportliches Ziel ist es, die Mannschaft dauerhaft in der AOL zu etablieren. Zur Erreichung dieses Zieles ist erforderlich; die Mannschaft zu verstärken. Ein Spieleraufgebot bestehend aus jungen Spielern aus der Region – das war die Wunschvorstellung der Verantwortlichen. Identifikation mit dem Standort Bergedorf und finanzielle Machbarkeit, unter diesem Gesichtspunkt sollte idealerweise der Kader zusammengestellt werden. Da aber der Verlauf der vorigen Saison ( 98/99 ) deutlich gezeigt hat, daß unter diesen Bedingungen Oberliga - Fußball nicht machbar ist müssen die bis dato geltenden Planungsgrundsätze auf den Prüfstand gestellt werden.

Aus dem achtundzwanzig Spieler umfassenden Spielerkader der Saison 98 / 99 haben elf Spieler den ASV verlassen. Bahram Bahrami und Dirk Tietje zog es nach Barsbüttel, Sascha Huremovic und Gordon Wilkens schlugen ihre Zelte in Dassendorf auf. Der SV Börnsen war die neue sportliche Heimat von Christian Leverenz und Sven Pinz; während sich die TSV Reinbek auf den Torjäger Carsten Müller freuen konnte. Karstedt zog es zum SC Concordia, Thorsten Puder schloß sich dem USC Paloma an und Carsten Schuldt ging zu seinem früheren Verein Harburger TB zurück. Das neue Ziel von Norman Rusche war nicht bekannt.

Die neuen Elstern

Mit zweiundzwanzig Akteuren sollte nun ein neuer Anlauf in Richtung AOL unternommen werden.Hier nun die Namen der „Neuelstern“ und deren vorige Vereine. Sven Bagemiel stieß von Erzgebirge Aue zu den Elstern, TuS Güldenstern Stade war der vorige Verein von Stefan Gahr, Dennis Hagendorf wechselte vom TSV Auetal an die Bille. Der Weg von Torben Heide führte über den Lüneburger SK und den HSV an die Sander Tannen. Sein Gastspiel beim SC Concordia beendete Mathias Heidrich und kehrte zu den Elstern zurück. Auch Lukasz Kleinowski kehrte nach einem Zwischenspiel in Billstedt nach Bergedorf zurück. Im Spieleraufgebot des ASV war er ( Geburtsjahrgang 1981) der Jüngste. Mit Mike Kudling vom SC Willinghusen kam ein Spieler aus der näheren Umgebung nach Bergedorf. Einen längeren Weg zu den Elstern hatte Andreas Kunze hinter sich. Seine bisherigen Stationen waren der Lüneburger SK, SC Norderstedt, Altona 93, Hannover 96 und der SV / MTV Winsen. Mit vierunddreißig Jahren war er der älteste Neuzugang. Auch Paul Deron und Alexander Neubauer kamen aus der näheren Umgebung, Paul Deron trat zuletzt für den SV Nettelburg - Allermöhe gegen das Leder, Alexander Neubauer stand zuvor in den Diensten von V/W Billstedt. Vom Millerntor an die Sander Tannen zog es Ilja Pehar ebenso wie Philip Rebohl vom VfL Lohbrügge.

Weiterhin wurde die „Niedersachsenfraktion“ durch Andre Roth verstärkt, seine vorherigen Vereine waren der SV/MTV Winsen und der Lüneburger SK. Vervollständigt wird die Liste der Neuzugänge durch Florian Völker, vorher bei TuS Berne, Concordia und dem SC Langenhorn aktiv. Mit Oliver Grabolle steht nur ein Torhüter im Kader, im Bedarfsfall muß man dann auf den Kollegen aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen.

Blick in die Nachbarschaft

Die TSV Reinbek konnte die Spieler aus der Vorsaison nahezu komplett in die Saison 99 / 00 mitnehmen, nur drei Spieler haben den Verein verlassen. Verstärkt wurde das Aufgebot durch zehn Neuzugänge von denen Carsten Müller, vorher beim ASV, einen Ruf als Torjäger genießt.

Dem Barsbütteler SV muß man eine ganz schwere Saison voraussagen. Vom Kader der Vorsaison sind nur vier Spieler in Barsbüttel geblieben. Die meisten abgehenden Spieler haben sich dem SC Concordia angeschlossen. Dafür konnte Trainer Günther Rohrbach achtzehn Neuzugänge zum Trainingsauftakt begrüßen. Wie ein Trainer in dieser Situation eine homogene Mannschaft entwickeln soll ist nahezu undenkbar. Mit Friedhelm Mienert steht ein alter Bekannter im Kader der Barsbütteler.

Leider können in diesem Bericht nicht alle Spiele der Elstern kommentiert werden, fehlende Exemplare der BZ machten eine vollständige Berichterstattung nicht möglich.

Start in die neue Saison

Am 14/15.8.99 startete die Hamburger Fußball – Verbandsliga in die Spielzeit 1999/00. Diese begann für die Elstern mit einer großen Enttäuschung. In der ersten Pokalrunde unterlagen die Elstern auf dem Silberberg dem Düneberger SV mit 0:1. Fortan konnte sich die Mannschaft auf die Punktspiele konzentrieren.


Gelungener Auftakt

Wenn eine Mannschaft das Saison – Auftaktspiel beim Gegner gewinnt kann man durchaus von einem gelungenem Auftakt sprechen. Dies umso mehr wenn die eigenen Tore von den Neuzugängen erzielt worden sind. Der erste Durchgang verlief torlos, nach fünfzig Minuten zog Mathias Heidrich aus zwanzig Metern ab und ließ dem Torhüter des ETSV Altona keine Chance – es stand 1:0 für den ASV. Zwei Minuten später konnte die Mannschaft des ETSV ausgleichen. Höhepunkt aus Sicht des ASV war die 78. Spielminute. Alexander Neubauer ,Neuzugang aus Billstedt, ließ fünf Gegenspieler stehen und sorgte für den Führungstreffer zum 2:1. Auch für das 3:1 zeichnete eine Minute später ein Neuzugang verantwortlich, Mike Kudling nahm ein maßgerechtes Zuspiel von Joachim Daube auf und trug sich in die Torschützenliste ein. Die Elstern zeigten eine überzeugende Leistung, insbesondere die Neuzugänge wußten zu gefallen.

Der Nachbar hatte keine Chance


Der Nachbar, das war die Mannschaft des Barsbütteler SV, stand an den Sander Tannen auf verlorenem Posten. Das erste Tor der Elstern fiel in der 5. Minute der Abseitsregel zum Opfer, als aber Mathias Heidrich in der 20. Minute von Friedhelm Mienert im Strafraum zu Fall gebracht wurde, verwandelt Bernd Reinke den fälligen Strafstoß zum Führungstreffer. Ein sauberes Zuspiel von Mike Kudling verwandelte Markus Burmester in der 27. Minute zum 2:0. Einer der seltenen Patzer von Oliver Grabolle hatte Auswirkungen auf den Spielstand – ein Foul an Hülsmann ( Barsbüttel ) hatte einen Strafstoß zur Folge und der führte zum Anschlußtreffer zum 1:2. Danach folgte eine spielerische Flaute des ASV die jedoch in der 60. Minute ihr Ende fand. Einen Pfostenschuß von Sven Bagemiel nahm Heidrich auf und erhöhte auf 3:1, danach landete ein Freistoß von Bernd Reinke im Torwinkel des Gästetores und es stand 4:1 für den ASV. Mit diesem Resultat ging eine von den Elstern überlegen geführte Partie zu Ende. Bedingt durch zwei Gelb / Rote Karten verließen nach dem Abpfiff nur noch neun Gästespieler des Spielfeld. Gästetrainer Günter Rohrbach hatte einen Blick für die Realität: Meine Mannschaft ist über den Status eines Sparringspartners nicht hinausgekommen.


Erlösung nach dem Schlußpfiff

Das Derby in Hamburgs Osten zog dreihundertfünfzig Besucher an die Anlage am Reinbeker Mühlenredder. Die TSV Reinbek hatte die Elstern zu Gast. Nach neunzig Minuten war die Erleichterung auf Bergedorfer Seite groß. Die Reinbeker kamen nur schwer ins Spiel und mußten in der19. Minute das 0:1 hinnehmen, Markus Burmester spielte Mathias Heidrich frei und der konnte problemlos den TSV - Torhüter überwinden. Mit zunehmender Spieldauer legten die Reinbeker den Respekt vor den Gästen ab und machten der Hintermannschaft der Elstern das Leben schwer. Die Elstern wiederum verlegten sich aufs Kontern, scheiterten aber immer wieder an Markus Pukall, dem Reinbeker Torwart. Es blieb beim 1:0 für den ASV. Vor Allem die stabile Hintermannschaft hatte an diesem Erfolg ganz erheblichen Anteil. Aus drei Spielen neun Punkte sind eine makellose Ausbeute – ein gelungener Start in die neue Saison!

Sieg nach Anlaufzeit

Die Elstern lieferten gegen BW 96 Schenefeld eine ganz starke Leistung ab auch wenn es nach dem 1:0 durch Burmester aus der 21. Minute auf dem Rasen einigermaßen ruhig blieb. Das sollte sich ändern. Ein Tritt gegen Ball und Rasen ergab einen Querschläger gegen den der Schenefelder Torhüter kein Mittel fand, das war das 2:0 in der 65. Minute. Es folgten in kurzen Abständen das 3:0 durch Bagemiel und das 4:0 durch Burmester. Hätten Burmester, Heidrich & Co ihre Chancen besser genutzt wäre ein höherer Sieg möglich gewesen, so blieb es beim 4: 0 – Sieg der Elstern über BW 96.


Eine neue Liga ??

Gegen den Glashütter SV passierte bei sengender Hitze im ersten Durchgang herzlich wenig, für dieses moderate Geschehen prägte Oliver Grabolle den Begriff „Grabsteinliga“. Im zweiten Durchgang kam Leben auf den Platz. Eine Flanke von Heidrich zu Kudling faustete der Glashütter Torhüter vor die Füße von Bernd Reinke, der fackelte nicht lange und machte das 1:0. Unmittelbar danach gelang Mathias Heidrich das 2:0. Mit fünfzehn Zählern aus fünf Spielen war den Elstern der erste Tabellenplatz nicht streitig zu machen. Dahinter mit zwölf Punkten Este 06 / 70.

Die TSV Reinbek hatte einen Punkt auf der Habenseite, betrüblich die Situation in Barsbüttel, die Mannschaft stand mit null Punkten am Tabellenende.


Fehlentscheidung mit Folgen

Den treffenden Kommentar lieferte nach neunzig Minuten Elsternstürmer Bernd Reinke ab: Wenn ich


Blankeneser Spieler wäre, wäre ich jetzt tierisch sauer! Nach Toren von Burmester und Albers stand es nach 20 Minuten 2:0 für den ASV. Der Anschlußtreffer zum 1:2 fiel in der 39. Spielminute durch Maik Weber. In der 70. Minute foulte Ilja Petar den Blankeneser Stürmer Tobias Dehne im Strafraum. Alle Anwesenden rechneten mit einem Strafstoß für Blankenese, nur der Schiedsrichter sah die Sache anders. Es gab Freistoß für die Elstern und Dehne wurde mit G / R vom Platz geschickt. So sehr sich die Gäste vom Elbufer auch bemühten, der Ausgleich wollte nicht fallen. Ein weiterer Gästespieler wurde in der 87. Minute wegen Meckerns mit G / R in die Kabine geschickt. Recht hat Rüdiger Schwarz mit seinem Schlußkommentar:

Wahrscheinlich gewinnt man solche Spiele nur wenn man vorne steht.


Das Hoch an den Sander Tannen

Aus sechs Spielen achtzehn Punkte untermauern überzeugend den Anspruch der Elstern auf einen Spitzenplatz. Dies taten die Elstern auch gegen den SC Langenhorn. Der 1:0 – Pausenführung ging eine mustergültige Kombination voraus die Markus Burmester mit dem 1:0 abschloß. Die Führung entsprach nicht dem Spielverlauf da von den Elstern zu viele Chancen vergeben wurden. In der 55.Minute kam Langenhorn durch Henrik Krause zum Ausgleich. Die Langenhorner witterten danach Morgenluft und erhöhten den Druck auf das Tor der Elstern. Dies schuf für die Elstern Platz für Konter – und die waren erfolgreich. Zunächst traf Mike Kudling in der 74. Minute zum 2:1, dem eingewechselten Alexander Neubauer gelang das 3:1. Nach sieben Spielen sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten ETSV Altona waren mehr als man zu Saisonbeginn erwarten durfte.


Der erste Punktverlust

Irgendwann ist es soweit – die Elstern gehen nicht als Sieger vom Platz. Das 1:1 gegen den SC Condor war ein leistungsgerechtes Ergebnis. Dreihundertsiebzig Besucher sahen in der 15. Minute einen mißglückten Flankenball von Alexander Neubauer, der Ball geriet zur „Bogenlampe“ und fand den Weg ins Tornetz. Weitere gute Gelegenheiten blieben ungenutzt. Nach und nach entglitt den Elstern die Partie und Condor drängte mit Macht auf den Ausgleich. In der 85. Minute hatten die Bemühungen Erfolg: Mathias Bub überwand mit einem Weitschuß Oliver Grabolle und es stand 1:1.Mit diesem Ergebnis endete ein gutes Verbandsligaspiel.


Alle Achtung

Zwischen zwei Punktspielen, an einem Mittwochabend fanden dreitausend Fußballfreunde den Weg zu den Sander Tannen um sich das Freundschaftsspiel der Elstern gegen den HSV anzusehen. Keiner der Besucher wurde enttäuscht.Natürlich war der Erstligist, der HSV, die überlegene Mannschaft aber das Team aus der fünften Liga, der ASV, verkaufte sich prächtig. Sven Bagemiel inszenierte etliche Konter und sorgte für Unruhe in der HSV – Abwehr, Mittelstürmer Grubac wurde trotz seines Tores von Paul Deron fast vollständig aus dem Spiel genommen. Die Führung des HSV erzielte Rodolfo Cardoso in der 29. Spielminute. Oliver Grabolle hatte alle Hände voll zu tun und hielt was zu halten war, aber ab der 60. Minute mußte er dem Ansturm des HSV Tribut zollen. Jacek Dembinski, Thomas Doll und Vanja Grubac schraubten das Ergebnis auf 4:0 ehe Sven Bagemiel auf 1:4 verkürzen konnte. Cardoso stellte den alten Abstand wieder her. In der 73. Minute wurde Mathias Heidrich vom Platz geholt und gegen Stefan Gahr eingewechselt. Der machte mit Nachdruck auf sich aufmerksam. Durch Tore in der 84. und 86. Minuite verbesserte er das Ergebnis auf 3:5.

Die Elstern haben sich sehr gut verkauft und eine Leistung abgeliefert die für den Rest der Saison einiges versprach.


Im alten Land gescheitert

Über das Spiel der Elstern bei Este 06/70 kann an dieser Stelle leider nicht berichtet werden. Die BZ vom 11.10.99 lag dem Verfasser nicht vor und im HAB wurde die entsprechende Seite nicht archiviert. Este 06 / 70 besiegte die Elstern mit 2:0, dies war die erste Niederlage in der laufenden Spielzeit.

Frühe Entscheidung

Die Mannschaft von BU, vom früheren Elsternspieler Roy Witte trainiert. war kaum auf dem Platz und mußte das 0:1 hinnehmen als Mike Kudling ein Zuspiel von Burmester aufnahm und für die Führung sorgte. Chancen für weitere Torerfolge wurden vergeben. BU kam in der Folgezeit besser ins Spiel, auch begünstigt durch G / R für Andreas Kunze. Kampf und Einsatz sorgten letztendlich für den 1:0 – Erfolg der Elstern über BU.

Fünfundzwanzig Punkte auf der Habenseite bedeuteten Platz eins in der Tabelle bei vier Punkten Vorsprung auf den SC Condor und den ETSV Altona. Für die TSV Reinbek standen sieben Punkte (vorletzter Platz) und mit einem Zähler stand Barsbüttel auf dem letzten Tabellenplatz.


Schwache Vorstellung

Das waren nicht die Elstern die man im Laufe der Saison schon gesehen hat. In der 10. und 30. Minute brachte Frank Ockers seine Mannschaft, den SV Halstenbek – Rellingen mit 2:0 in Front. Ein Oliver Grabolle in Bestform hätte allerdings beide Treffer verhindert. Als Steinmetz ( HR ) in der 44. Minute mit G / R vom Platz gestellt wurde machten sich die Elstern Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd. Mehr als des 1:2 durch Burmester aus der 47. Minute kam nicht zustande. Das änderte sich auch nicht als in der 82. Minute ein weiterer Spieler der Heimmannschaft mit G / R vom Platz ging. So blieb es beim 2:1 für H/R in einem Spiel das die Elstern nicht hätten verlieren dürfen.


Ein unverdienter Punkt

Der SC Victoria lieferte an den Sander Tannen eine bärenstarke Partie ab und hätte das Spiel eigentlich gewinnen müssen. Die Gäste von der Hoheluft gingen in der 23. Minute durch Mesele Zevikow in Führung und waren den Elstern in allen Belangen überlegen. Nur die mangelnde Chancenverwertung stand einer höheren Führung im Wege. Angetrieben von Michael Albers machte sich Bergedorfer Offensivgeist bemerkbar – Burmester und Albers machten innerhalb von drei Minuten aus einem 0:1 – Rückstand einen 2:1 Vorsprung. Daß dieses Spiel nicht gewonnen wurde hatten sich die Elstern selbst zuzuschreiben – Alexander Neubauer holte seinen Gegenspieler von den Beinen, den Freistoß verwandelte Chr. Müller zum 2:2 – Ausgleichstor. Trainer Rüdiger Schwarz konnte das Ergebnis richtig einordnen: Dieses Unentschieden ist für uns nicht verdient


Vom Thron gestoßen

Bis zu dem Spiel in Wedel waren die Elstern Dauergast an der Tabellenspitze, das hat sich geändert. Nach einem Fehlpaß in der ASV – Abwehr gingen die Hausherrn in der 3. Minute in Führung. Die Elstern stecken den Rückstand locker weg und kamen in der 15. Minute durch Mathias Heidrich zum Ausgleich. Auch das 2:1 ging auf seine Kappe. Als kurz nach Wiederanpfiff durch Markus Burmester das 3:1 fiel schien die Partie gelaufen zu sein. Als der Wedeler TSV auf 2:3 heran kam riss bei den Elstern der Faden und die Mannschaft mußte innerhalb von zehn Minuten noch zwei weitere Gegentore hinnehmen. Mit einer 3:4 – Niederlage mußten die Elstern die Heimfahrt antreten.


Schneller Rückstand in Schnelsen

Auf Konter lauern, das war die Marschroute von Trainer Schwarz, doch diese taktische Vorgabe war nach dreißig Sekunden hinfällig.

Gruttke ( Germ. Schnelsen ) traf per Freistoß zum 1:0. Die erste Spielhälfte gehörte den Germanen doch im zweiten Durchgang kamen die Elstern besser ins Spiel. In der 50. Minute gelang ihnen durch Burmester das 1:1. Weitere gute Gelegenheiten wurden vergeben. Durch Benjamin Collins ( Germania ) wurde in der 73. Minute die Drangperiode der Elstern beendet, nach einer mißglückten Abwehraktion fiel das Tor zum 2:1 für Schnelsen und leitete die vierte Saisonniederlage des ASV ein.

Mit sechsundzwanzig Punkten lagen die Elstern zusammen mit dem ETSV Altona zwei Punkte hinter Tabellenführe Este 06 / 70.


Abschluß der Hinrunde


Die erste Halbzeit zwischen den Elstern und Altona 93 verlief an den Sander Tannen torlos. Ein alter Bekannter von Trainer Schwarz aus frühen Winsener Zeiten, Björn Hartmann, nun in Diensten des ACF, sorgte in der 55. Minute für das 1:0 für die Gäste aus Altona. Mit dem Treffer zum 1:1 zwei Minute später trug sich Stefan Gahr in die Torschützenliste ein. Das Spiel der Elstern wirkte zerfahren und man trauerte den vergebenen Chancen aus der ersten Halbzeit nach. Nach neunzig Minuten wurde das Spiel beim Stande von 1:1 beendet.


Die Hinrunde beendete der ASV auf dem dritten Tabellenplatz mit siebenundzwanzig Punkten. An der Spitze standen Germania Schnelsen und Este 06/ 70 mit achtundzwanzig Punkten. Der TSV Reinbek (zehn Punkte aus fünfzehn Spielen) fehlten fünf Punkte bis zum rettenden Ufer, die Plätze 14 und 15 wurden vom SC Langenhorn und BU belegt ( beide mit jeweils fünfzehn Zählern ). Nahezu aussichtslos war die Lage in Barsbüttel – noch kein Sieg, lediglich zwei Unentschieden geben wenig Anlaß an den Klassenerhalt zu glauben.


Die Elstern wieder da

Nach fünf Spielen ohne Sieg fanden die Elstern in die Erfolgsspur zurück. Gegen den ETSV Altona hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen aber Unsicherheiten im Abschluß verhinderten zunächst die Führung. Es dauerte bis zur 33. Minute, dann traf Sven Bagemiel zum 1:0. Der ETSV hielt gut mit und blieb gefährlich aber mit zunehmender Spieldauer bekamen die Elstern Oberwasser. Markus Burmester in der 72. und Bernd Reinke in der 78. Minute sorgten für einen verdienten 3:0 – Erfolg über den ETSV Altona. Da die ersten vier Mannschaften ihre Spiele auch gewinnen konnten blieb die Lage an der Tabellenspitze unverändert.


Spiel der verpassten Chancen

Es hätte gegen den Barsbütteler SV ein Schützenfest werden können aber die ASV – Stürmer überboten sich im Auslassen ihrer Torgelegenheiten. Zwei Ausnahmen gab es dennoch. Die erste gab es in der 37. Minute, da traf Markus Burmester zum 1:0. Die Zuschauer mußten dann bis zur 86. Minute warten bis Mathias Heidrich für die zweite Ausnahme sorgte und zum hochverdienten 2:0 traf. Die Chancen hätten problemlos für ein zweistelliges Resultat gereicht, aber auch dafür hätte es nur drei Punkte gegeben. Ein neuer Spieler im Trikot der Elstern machte einen Schritt ins Rampenlicht des Hamburger Amateurfußballs. Habimani Shabani kam ursprünglich aus Bujumbura, der Hauptstadt des ostafrikanischen Burundi. Über den Walddörfer SV und den SC Norderstedt stieß er zu den Elstern .

Habimani Shabani ist ein ganz exzellenter Techniker der am Ball alles kann und über viel Spielverständnis verfügt. Er allein ist schon das Eintrittsgeld wert, ihn spielen zu sehen ist eine Augenweide.


Glanzloser Sieg

Das Spiel der Elstern gegen die TSV Reinbek hat keinen der leider nur zweihundertfünfzig Besucher zufriedengestellt. Das lag unter Anderem daran, daß der Reinbeker Trainer Jörn Wilkens eine „Elsternvergangenheit“ hat und die Bergedorfer Mannschaft sehr gut kannte. Die Reinbeker Mannschaft war auf ihren Gegner gut eingestellt und so waren Torgelegenheiten Mangelware. Nur ein Kopfball von Shabani fand in der 7. Minute den Weg ins Reinbeker Tor. Bis zur 80. Minute herrschte Langeweile auf dem Rasen bis Markus Burmester einen Flankenball von Shabani zum 2:0 verarbeitete. Als in der 88. Minute Shabani gegen Dennis Hegendorf ausgewechselt wurde gab es für den Mann aus Burundi standing ovations!

Da sich Este 06 / 70 und der SC Condor 1.1 trennten kehrten die Elstern auf den ersten Tabellenplatz zurück.


Gelungene Rückkehr

Dreimal wurde Mathias Heidrich in den letzten Spielen eingewechselt, gegen den Glashütter SV kehrte er in die Startformation zurück. Und das mit Bravour! In der 44. brachte er die Elstern mit 1:0 in Führung und in der 52. Minute nickte er eine Flanke von Publikumsliebling Shabani zum 2:0 ins Netz. Das Spiel schien gelaufen aber die Gäste gaben sich noch längst nicht geschlagen und da die „Kreativabteilung“ des ASV nicht den besten Tag erwischt hatte zogen die Glashütter das Spiel an sich. Treibende Kraft war Andreas Steinberg, der einst mit Bernd Enge vom FC Süderelbe zu den Elstern stieß. Mit seinen Toren in der 70. und 87. Minute schien die Partie zu kippen. Frust und Unmut machte sich auf den Rängen breit, aber in der Schlußminute war es wiederum Heidrich der eine Flanke von Shabani im Tor der Gäste unterbrachte. Der ASV konnte einen glücklichen 3:2 – Sieg feiern und Mathias Heidrich die Dankesworte von Rüdiger Schwarz entgegen nehmen.


Leistungssteigerung ?

Wie soll man mit so einem Spiel umgehen ? Beim SV Blankenese lieferten die Elstern eine gute Partie ab, im Gegensatz zum Vorsonntag als die Elstern zwar phasenweise enttäuschten, aber immerhin die Punkte an den Sander Tannen behielten. Nach sechs Minuten ging die Heimmannschaft in Führung, Philip Rebohl gelang in der 15. Minute der Ausgleich. Die Umstellung im Abwehrblock der Elstern ( Andreas Kunze war erkrankt ) machte sich negativ bemerkbar und in der 20. und30. Minute brachte Oliver Wolf ( SVB ) seine Mannschaft mit 3:1 in Führung. Danach bestimmten die Bergedorfer das Geschehen auf dem Platz, aber hätten die Stürmer nicht kollektive Ladehemmung gehabt wäre mehr als nur der Anschlußtreffer zum 2:3 in der 87. Minute durch Burmester herausgekommen. Nach einem guten Spiel traten die Elstern die Heimfahrt mit leeren Händen an.

Mit neununddreißig Punkten aus zwanzig Spielen führten die Elstern vor Germania Schnelsen ( 38 ) und Este ( 36 ) die Tabelle an. Mit sechzehn Punkten konnten die Reinbeker den Abstand zur gesicherten Zone zwar verringern, schwebten aber immer noch in akuter Abstiegsgefahr. Mit fünf Punkten aus zwanzig Spielen ist die Lage für Barsbüttel hoffnungslos.


Wenn die Abwehr wackelt...

und wenn dann noch ein Spieler mit G / R vom Platz geschickt wird dann bahnt sich ein Mißerfolg an. Aber der Reihe nach. An den Sander Tannen war am 21. Spieltag der SC Langenhorn – tief in den Tabellenkeller gerutscht - zu Gast. In der 12. Minute gerieten die Gäste durch einen Strafstoß von Burmester ins Hintertreffen. In der Hintermannschaft der Elstern wurde Andreas Kunze vermißt und die Manndecker hatten ihre liebe Not mit ihren Gegenspielern. In dieser Phase ( 29. Minute ) fiel der Ausgleich durch Henrik Krause.

In der 58. Minute holte Philip Rebohl seinen Gegenspieler von den Beinen und wurde mit G / R aus dem Verkehr gezogen. Ein 1:1 wäre für die Elstern sicherlich ein enttäuschendes Ergebnis. Als sich aber zwei Langenhorner Abwehrspieler kurz vor dem Abpfiff gegenseitig behinderten stand Mathias Heidrich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und traf zur 2:1 – Führung des ASV 

Spannend beim SC Condor

 Diese Begegnung versprach ein hochklassiges Verbandsligaspiel zum werden und hielt was es versprach. Hätte Condor – Torhüter Olik nicht einen so guten Tag erwischt wären die Elstern als Sieger vom Platz gegangen, so blieb es beim torlosen Unentschieden. Die Rückkehr von Andreas Kunze ins Abwehrzentrum hat wesentlich zur Stabilisierung der Abwehr beigetragen. Die Sturmkollegen konnten sich nicht wie gewünscht in Szene setzen, daran hatte Olik großen Anteil. Da die direkten Verfolger des ASV, Este und Schnelsen auch nur unentschieden spielten blieb die Situation an der Tabellenspitze unverändert.


Erster gegen Zweiten

Das waren die Tabellenplätze der beiden Kontrahenten vor dem 23. Spieltag. Mit anderen Worten: der ASV hatte die Mannschaft von Este 06 / 70 zu Gast. Das erwartete Spitzenspiel wurde es nicht, dafür war die Überlegenheit des ASV zu groß. Die Gäste aus Neuenfelde waren dem ASV in allen Belangen unterlegen und waren mit dem Ergebnis von 0:2 noch gut bedient. Den vierhundert Besuchern wurde


eine Klasseleistung von Habimani Shabani und Sven Bagemiel geboten. Eine der hochkarätigen Gelegenheiten führte in der 32. Minute durch Shabani zum 1:0, dem folgte kurz vor dem Pausenpfiff das 2:0 durch Markus Burmester. Auch im zweiten Durchgang waren die Elstern die überlegene Mannschaft, scheiterten aber immer wieder an der unzureichenden Chancenausnutzung. Ein höherer Sieg wäre durchaus möglich gewesen. Bernd Reinke wollte eigentlich nicht mehr für den ASV auflaufen sondern zum SSV Güster wechseln, dort wäre er von seinem Bruder trainiert worden. Da aber Andreas Kunze erneut ausfiel stellte Reinke seine Wechselabsichten zurück und lieferte eine tadellose Leistung ab.


Klarer Sieg in Barmbek

Leider kann über dieses Spiel des ASV nichts berichtet werden. Der ASV gewann dieses Spiel mit 4:1 und blieb an der Tabellenspitze mit neunundvierzig Punkten aus vierundzwanzig. Mit fünf Punkten Rückstand folgte der SV Blankenese auf dem zweiten Tabellenplatz.


Punkteteilung in Schenefeld

Die Mannschaft von BW 96 hat sich wiederholt als sehr hartnäckiger und unbequemer Gegner erwiesen. Die erste Halbzeit ging ganz klar auf das Konto der Elstern wie es auch in einem deutlichen Chancenplus zum Ausdruck kam. Torhüter Marco Petersen ( BW 96 ) hatte alle Hände voll zu tun, allerdings war er in der 38. Minute bei einem Kopfball von Burmester machtlos. Mit einem 1:0 – Vorsprung für den ASV ging es in die Halbzeitpause. Ein von Dittmer ( BW ) getretener Eckball wurde in der 48. Minute von Jan Hildebrand an Grabolle vorbei zum 1:1 ins Elsterntor befördert. In der 75. Minute konnte Oliver Grabolle einen selbstverschuldeten Strafstoß abwehren und seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahren. Das 1:1 nach Ablauf der neunzig Minuten war ein gerechtes Ergebnis und entsprach dem Spielverlauf.


Nach fünfundzwanzig Spielen rangierten die Elstern nach wie vor auf dem ersten Tabellenplatz mit fünf Punkten Vorsprung auf den SV Blankenese und sechs Zählern vor Altona 93. Groß war das Gedränge im Tabellenkeller. Mit fünf Punkten war der Barsbütteler SV praktisch abgestiegen. Stark gefährdet waren BW 96 ( 29 ), TSV Reinbek ( 28 ), SC Langenhorn ( 27 ) sowie der Wedeler TSV mit 25 Punkten. Von den genannten Mannschaften müssen zwei Teams den Weg in die Landesliga antreten.


Keine Informationen vorhanden

Aus den schon mehrfach erwähnten Gründen kann über die Spiele der Elstern gegen den SV Halstenbek – Rellingen ( 4:1 ) und das Spiel beim SC Victoria ( 3:1 ) nichts berichtet werden. Bei drei noch ausstehenden Spielen betrug der Vorsprung gegenüber dem Tabellenzweiten Blankenese sieben Punkte, acht Punkte zurück lag Altona 93.

Die Meisterschaft ist greifbar nahe !


Meisterstück gegen Wedel

Im vorletzten Heimspiel der Saison hatten die Elstern den Wedeler TSV zu Gast. Die Gäste, von erhebliche Abstiegssorgen geplagt, gingen in der 8. Minute durch Heiko Barthel in Führung. Sonderlich beeindruckt waren die Elstern durch diesen Rückstand nicht, nachdem einige Chancen ungenutzt blieben gelang dem ASV nach einer halben Stunde der Ausgleich. Zwei weitere Tore von Andreas Kunze in der 42. und 74. Minute stellten den 3:1 – Erfolg der Elstern sicher.

Die Sorgen der Wedeler wurden noch größer und bei den Elstern knallten die Sektkorken. Nach zweiundzwanzig Jahren, letztmals am Ende der Saison 77 / 78, wurde der Titel an die SanderTannen geholt.

Glückwunsch an Mannschaft und Trainer !!


Seit Bestehen der Oberliga Hamburg / Schleswig-Holstein hatten die Meister der jeweiligen Verbandsligen das direkte Aufstiegsrecht, von dieser Regelung wurde zum Ende der Saison 1999 / 00 abgewichen.

Durch die Zusammenlegung von Regionalligastaffeln erhöhte sich zwangsläufig die Zahl der Absteiger in die Oberligen, d.h. Holstein Kiel, SC Norderstedt sowie die Amateurmannschaften des HSV und des FC St. Pauli wurden für die Saison 2000 / 01 in die Oberliga HH / SH zurückgestuft. Statt der bisherigen sechzehn traten nun achtzehn Mannschaften in der Oberliga an.

Der Aufsteiger in die Oberliga HH / SH wurde in zwei Entscheidungsspielen zwischen den Meistern der beiden Verbandsligen ermittelt.

Ein Meister der nicht aufsteigen kann, da wird die Arbeit einer ganzen Saison zunichte gemacht. Konnte man da nicht eine bessere Lösung finden ??


Die Spannung ist raus

Der Titel war unter Dach und Fach und im Spiel gegen Germania Schnelsen ging es um nichts mehr. Man konnte es ruhig angehen lassen. Experimente in der Mannschaftsaufstellung waren nicht mehr vorgesehen. Durch Sven Bagemiel fiel in der 20. Minute das 1:0; von den Germanen war bis dahin nicht viel zu sehen und so kam das 2:0 in der 32. durch Mathias Heidrich nicht überraschend. Ein Ergebnisverbesserung gelang den Germanen kurz nach Wiederbeginn. An dem Ergebnis von 2:1 für den ASV änderte sich nichts mehr. 

Schiedsrichter dieser Begegnung war Carsten Byernetzki der mit diesem Spiel sein letztes Verbandsligaspiel leitete. Zum Abschluß seiner Laufbahn wurde ihm die Leitung des Pokalendspieles übertragen.


Zum Abschluß eine Punkteteilung

Zum Saisonausklang empfingen die Elstern die Mannschaft von Altona 93. Es hätte ein Spitzenspiel werden können denn für Altona war der zweite Platz noch erreichbar – aber der war aus bekannten Gründen vollkommen bedeutungslos. Im Hinblick auf die Qualifikationsspiele war es für die Elstern ein „Härtetest“. Der Test wurde bestanden denn durch zwei Treffer von Heidrich stand es zur Halbzeit 2:0 für die Elstern. Durch Tore in der 55. und 58. Minute kam Altona noch zum 2:2 – Ausgleich. Bitter für den ASV waren die Verletzungen von Andreas Kunze und Markus Burmester. Angaben über die Schwere der Verletzungen konnten nicht gemacht werden. Da zwei Spieler mit G / R vom Platz geschickt wurden mußte Altona 93 das Spiel mit neun Mann beenden.















Erklärtes Ziel des ASV ist der Aufstieg in die Oberliga HH / SH. Der Gegner in den beiden Entscheidungsspielen ist der VfR Neumünster, Meister der Verbandsliga Schleswig / Holstein mit deutlichem Vorsprung vor Kilia Kiel.

Das erste Spiel um den Aufstieg fand in der Anlage an der Geerdtstraße in Neumünster statt.


Ein Dämpfer

Einhundertfünfzig Elstern – Anhänger fanden den Weg nach Neumünster und trugen zur beachtlichen Kulisse von Eintausenddreihundert Zuschauern bei. Die Bergedorfer Mannschaft startete mit Offensivfussball und erarbeitete sich eine Vielzahl zwingender Torgelegenheiten. Die VfR – Spitzen Lamce und Tufina waren von der Bergedorfer Hintermannschaft vollkommen abgemeldet. Die Elstern waren auf dem Platz die bessere Mannschaft auch wenn Shabani und Burmester angeschlagen in die Partie gegangen sind. Der erste Durchgang endete torlos.


Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Elstern die spielbestimmende Mannschaft und es war nur eine Frage der Zeit wann der Führungstreffer fällt. Es kam aber anders.

In der 71. Minute verlor Mathias Heidrich bei einem Zweikampf den Ball, Laas ( VfR ) kam in Ballbesitz und überwand Oliver Grabolle zum 1:0 für den VfR Neumünster. Die Schlußoffensive der Elstern blieb erfolglos, immer wieder scheiterten die Stürmer am VfR – Schlußmann Friedrichs und seinen Vorderleuten.

Nach neunzig Minuten mußte die bessere Mannschaft den Platz als Verlierer verlassen. Ein 0:1 ist ein Ergebnis welches man im Rückspiel noch korrigieren kann, darauf ruhten nun alle Hoffnungen. Treffende Worte fand Libero Bernd Reinke: Das 0:1 ist ein Scheißergebis.


Ein weiteres Jahr Verbandsliga

Bestürzung, Frust, Enttäuschung – das waren die Reaktionen im Lager der Elstern nach dem zweiten Qualifikationsspiel gegen den VfR Neumünster. Zweitausendzweihundert Zuschauer bildeten eine beeindruckende Kulisse für ein Fußballfest. Lange Zeit war die Partie ein Spiegelbild des Hinspiels. Die Bergedorfer Mannschaft beherrschte Ball und Gegner und ging nach zwei Toren von Mathias Heidrich in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung. das Tor zur Oberliga war weit geöffnet, die Mannschaft mußte nur noch hindurchgehen.

Dann kam die verhängnisvolle 60. Spielminute. Ein Mißverständnis in der Hintermannschaft an dem Torhüter Oliver Grabolle mit beteiligt war führte zum Ballverlust und Traore (VfR ) brachte per Kopf den VfR Iin Führung.


Da auswärts erzielte Tore höher bewertet wurden stand nun der VfR in der Oberliga. Die Elstern waren wie gelähmt und die spielerische Linie war dahin. Alle Bemühungen um eine Ergebniskorrektur blieben vergeblich. Neumünster hatte bedingt durch totale Offensive der Elstern Raum für Konter und einer dieser Angriffe führte in der Schlußminute zum 2:2 – Ausgleichstreffer.


Der VfR Neumünster war damit Aufsteiger in die Oberliga HH / SH. Da TuS Felde ( Meister der Oberliga HH / SH ) in der Qualifikationsrunde zur Regionalliga zur Regionalliga an Kickers Emden scheiterte mußten sich die Elstern auf ein weiteres Jahr Verbandsliga einrichten.

Die herzlichen Glückwünsche gehen nach Neumünster.


Die Elstern waren in beiden Qualifikationsspielen die bessere Mannschaft, konnten aber im entscheidenden Moment nicht reagieren, die Mannschaft war wie erstarrt. Neumünster wußte dies auszunutzen und ging in der Summe der Ergebnisse als Sieger vom Platz.


Rückblick auf die abgelaufene Spielzeit

Die Mannschaft von Rüdiger Schwarz hat eine Klassesaison gespielt und ist zu Recht Meister der Verbandsliga geworden. An vierundzwanzig Spieltagen stand die Mannschaft auf dem ersten Tabellenplatz, es wurde kein Heimspiel verloren.

Im Laufe der Spielzeit wurden zweiundzwanzig Spieler eingesetzt. Dauerbrenner waren mit jeweils dreißig Einsätzen Sven Bagemiel, Oliver Grabolle und Mathias Heidrich. Zehn Spieler erzielten insgesamt vierundsechzig Tore. An dieser Ausbeute waren Markus Burmester mit achtzehn, Mathias Heidrich mit sechzehn und Bernd Reinke mit sechs Toren beteiligt. Weiterhin trafen Sven Bagemiel, Mike Kudling und Habimani Shabani je viermal. Dreimal war Alexander Neubauer erfolgreich, jeweils zwei Tore gingen auf das Konto von Andreas Kunze und Christian Albers. Komplettiert wird die Liste durch ein Tor von Philip Rebohl.

Absteigen müssen der Barsbütteler SV, der SC Langenhorn und der Wedeler TSV. Die TSV Reinbek konnte sich am letzten Spieltag durch ein sensationelles 7:4 über den SV Halstenbek – Rellingen in Sicherheit bringen.

Statistik (Bitte Schaubild zum Vergrößern anklicken)




























Angabe der Informationsquellen Sowohl die Fotos als auch die Kurzkommentare zu den Verbandsligaspielen lehnen sich an die Berichterstattung der entsprechenden Ausgaben der Bergedorfer Zeitung an. Die NORDCHRONIK / VERBANDSLIGA HAMBURG des DSFS war Ursprung der Abschlußtabelle der Spielzeit 1999 / 2000. Herzlichen Dank für die Genehmigung.

Alle Folgen der Elstern-Chronik !!!

Freitag, 20. Mai 2022

Weiterhin Stadioncharakter! Einweihung der neugestalteten Sportanlage Sander Tannen




„Hiermit ist die Sportanlage eröffnet“ Kaum hatte der Leiter des Sportreferats des Bezirksamts Bergedorf diese Worte ausgesprochen, liefen die Schüler der Gesamtschule Bergedorf auf den Rasenplatz und zu den Leichtathletik-Anlagen. 

Dies war ein toller Moment, der die offizielle kleine Feierstunde auflöste. Während die Kinder Sport trieben, bewegten sich die Behördenmitarbeiter , die Vereinsvertreter, Fans und andere Gäste zum Kuchen- und Würstchenstand.



Um es vorweg zu sagen: Es ist gut geworden! Wir Fans des ASV Bergedorf 85 können weiterhin im besonderen Flair des Stadions Sander Tannen Fußballspiele sehen. Der Stadioncharakter bleibt bestehen.



Dieses positive Ergebnis war alles andere als selbstverständlich und Folge langer Verhandlungen. Dies betonte der Vorsitzende des ASV Bergedorf 85, Klaus Hinz in seiner Ansprache. Er erinnerte an die lange Tradition des Stadions und an die ersten Pläne für die Neugestaltung: Die sahen einen vollständigen Rückbau des Stadions vor. Keine Traversen waren vorgesehen. Das berührte die Elstern-Seele. Über die Medien wurde mobilisiert. Selbst Uli Hoeneß wurde eingespannt, um die Sander Tannen zu erhalten. Bezirkspolitiker unterstützen. Die ersten Pläne waren weg vom Tisch. Es begann ein vorbildlicher Dialog mit dem Bezirksamt.  Auch wenn nicht alle Vorstellungen des Vereins verwirklicht werden konnten, ist man zufrieden.


Zuvor hat die Bergedorfer Bezirksamtsleiterin Frau Schmidt-Hoffmann in ihrer Rede auch die finanziellen Aspekte des Sportanlagen-Neubaus dargelegt: 750.000 EUR hat es gekostet. Verschiedene „Töpfe“ wie die Haushälter die unterschiedlichen Finanzquellen bezeichnen, wurden angezapft.

Wichtig sei auch, dass jetzt die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Gesamtschule Bergedorf ideale Rahmenbedingungen haben, Sportunterricht auszuüben. Eine Sprintanlage mit vier Laufbahnen, eine Hoch- und Weitsprunganlage und Kugelstoß-Kreise!

An die Fußballfans dachte die Bezirksamtleiterin auch, als sie zurecht an die maroden Stufen der Ränge erinnerte. Jetzt könne man wieder beruhigt ohne Verletzungsgefahr jubeln!


Ein Rundgang bestätigte das gute Gefühl: Ein kleines Schmuckstück, das noch durch einige Überraschungen aufgewertet werden wird.


Die Elstern haben weiterhin ein schönes Nest!












Samstag, 14. Mai 2022

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Spielzeit 1998 / 99 (Autor: Hans-Martin Lippold)


Es wurde versucht, das Konzept junge, hungrige Spieler aus der Region umzusetzen und die Mannschaft in der Oberliga HH / SH zu etablieren. Der Versuch ist gescheitert, die Mannschaft des ASV wurde Tabellenletzter und stieg in die Verbandsliga ab. Die Leistungen waren teilweise deprimierend und machten einen Neuaufbau erforderlich.

Optimierung des Spieleraufgebotes Der Spielerkader umfasste in der vergangenen Saison ( 1997 / 98 ) fünfundzwanzig Spieler, am Ende der Saison kehrten sechzehn Spieler dem ASV den Rücken. Die beiden Torhüter Oliver Grabolle und Gordon Wilkens sowie die Feldspieler Hartmut Harlapp, Christian Leverenz, Carsten Müller, Sven Pinz, Bernd Reinke, Norman Rusche, Henning Schlottmann und Klaus Meixner standen für die Spielzeit 98 / 99 weiterhin zur Verfügung. Es war dem Verfasser nicht möglich bei allen Spielerabgängen den neuen Verein anzugeben, einige seien aber hier genannt. Mathias Heidrich vollzog einen Aufstieg in höhere Regionen, er wechselte in die Regionalliga zum SC Concordia. Andreas Krienke und Mathias Stuhlmacher kehrten zu ihrem früheren Verein, der TSV Reinbek zurück. Lars Gawel fand in Dassendorf ein neues Betätigungsfeld und traf dort auf frühere Elstern. Das Aufgebot für die Spielzeit 1998 / 99 umfasste 28 Spieler, Rainer Wysotzki konnte zum Trainingsauftakt etliche Neuzugänge begrüssen. Es war leider nicht in allen Fällen möglich die Herkunft der Neulinge zu ermitteln. Aufzeichnungen über Spielerwechsel in der Verbandsliga waren im HAB nicht abgebildet, entsprechende Aufzeichnungen aus der BZ lagen dem Verfasser nicht vor.

Christian Albers kam vom Barsbüttler SV an die Sander Tannen, Markus Burmester zog es vom Lüneburger SK zu den Elstern. Interessant mag hier folgender Hinweis sein: Als möglicher zukünftiger Arbeitgeber für Burmester war auch der SC Norderstedt im Gespräch. Eine Ablösesumme von 15000 DM war den Norderstedtern zu hoch und so landete Burmester in Bergedorf. Der Wechsel lief nicht ohne Komplikationen ab, erst im Frühjahr 1999 wurde Markus Burmester spielberechtigt. Zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft konnten auf sich aufmerksam machen, dies waren Joachim Daube und Marc Franke. Der Reinmüllerplatz, genauer gesagt der HEBC, war bisher sportliche Heimat von Sascha Enodien, über ein Reservistendasein kam er aber nicht hinaus. Ein Spieler der sich im Hamburger Amateurfussball einen guten Namen gemacht hat war Sascha Huremovic, er kam zusammen mit Carsten Schuldt vom HTB. Bevor Andre Liem zu den Elstern wechselte war er für den VfL Lohbrügge, FC St. Pauli und den SV Bergedorf – West aktiv. Thorsten Puder spielte vor seinem Wechsel zu den Elstern beim SC Victoria. Dirk Tietje war mit Kurzeinsätzen in Hoisdorf nicht zufrieden und zog einen Wechsel an die Sander Tannen vor.

Von nachfolgend genannten Spielern konnte das sportliche Vorleben nicht ermittelt werden, dies waren Bahram Bahrami, Zlatko Bezbradica, Frank Christianus, Christian Karstedt, Antonio Lima Verissimo, Ralf Möller, Ayhan Portakal, Isaac Quaicoe sowie Ingo Prüfer.

Die Leitung des Trainings war weiterhin in Händen von Rainer Wysotzki unterstützt von Hartmut Harlapp und Horst Friedrich, ein alter Kämpe aus früheren Regionalligazeiten.


Pokalspiele

Vor dem Start in die Punktspielsaison standen Spiele um den Verbandspokal auf dem Programm. Inter Osdorf konnte in der ersten Runde den Elstern keinen nennenswerten Widerstand entgegensetzen und unterlag deutlich mit 1:14 Toren. In der zweiten Runde war der SV St. Georg Gastgeber für den ASV. Mit einem 7:1 wurde auch diese Hürde übersprungen.

Es gibt Vorkommnisse, da kann man nur den Kopf schütteln. Vor dem Pokalspiel des ETV gegen Norderstedt wurde beim ETV eingebrochen und sämtliche Fußballstiefel gestohlen.

Die vierte Pokalrunde führte die Elstern und den Kreisligisten Kummerfelder SV in Kummerfeld zusammen. Nach Toren von Rusche, Portakal und zwei Toren von Reinke siegten die Elstern mi 4:1. Ein Eigentor von Rusche führte zum Ehrentreffer für die Kummerfelder.

Im Viertelfinale war für den ASV Endstation. Beim ETSV Hamburg unterlagen die Elstern mit 1:2. Die Führung durch Burmester aus der 33. Minute wurde fünf Minuten später ausgeglichen. In der 85. Minute kam der K.O. für die Elstern – Leinroth traf zum 2:1 für den ETSV.

Mit jungen. hungrigen Spielern aus der Region konnte der Klassenerhalt in der Oberligasaison 97 / 98 nicht realisiert werden. Die sportliche Herkunft einiger Spieler des aktuellen Aufgebotes legt hingegen die Vermutung nahe dass die finanziellen Möglichkeiten bis an die Grenze ausgeschöpft wenn nicht sogar überschritten wurden.

Der kommenden Saison durfte man erwartungsvoll entgegensehen.


Verregneter Auftakt

Eigentlich stand der Saisonauftakt bei den Elstern in der Publikumsgunst hoch im Kurs aber diesmal war der erste Spieltag total verregnet – es kamen nur 195 wasserfeste Besucher an die Sander Tannen. Die taten gut daran denn gegen den Wedeler TSV wurde ihnen eine unterhaltsame Partie geboten. Mann des Tages wurde Carsten Müller mit einem lupenreinen Hattrick. Es begann in der dritten Minute – eine Unaufmerksamkeit in der Wedeler Hintermannschaft wurde mit dem 0:1 bestraft. Vier Minuten später gelang Müller das 2:0. In der 33. Minute erlief er einen Steilpass von Christian Leverenz, überlief die Abwehr und erhöhte auf 3:0. Zwischendurch hatten die Wedeler gute Möglichkeiten aber mehr als ein Lattentreffer kam nicht zustande. Der Wedeler Anschlusstreffer fiel in der 48. Spielminute. Nach diesem gelungenem Saisonstart traten die Zuschauer zufrieden den Heimweg an.


Da war mehr drin

Der VfL 93 steht vor einer ganz schweren Saison. Die letzte Saison in der Regionalliga wurde immerhin mit dem 11. Tabellenplatz abgeschlossen. Als Sponsor Günter Wolf dann den Geldhahn zudrehte löste sich die Mannschaft auf und der Verein musste sich in die Verbandsliga zurückziehen. Mit Spielern aus der zweiten Mannschaft und aus unterklassigen Vereinen trat der VfL 93 dann zum Spielbetrieb in der Verbandsliga an. Die Ablösesummen vom Transfer der abgewanderten Spieler wurden zur Begleichung der Forderungen der Berufsgenossenschaft verwendet. Der Etat der Verbandsligafussballer betrug nur noch 5% von dem der Vorsaison. Trainer Jürgen Domzalski war um seine Aufgabe nicht zu beneiden!!

Am zweiten Spieltag war der VfL 93 Gastgeber für den ASV. Der VfL ging engagiert in das Spiel, musste aber das 0:1 durch Sascha Huremovic hinnehmen. Die Mittelfeldakteure der Elstern blieben ohne Wirkung und so war das 1:1 aus der 83. Minute – von Ex – Elster Erbarth erzielt – nach Ablauf der neunzig Minuten ein gerechtes Ergebnis.


Mehrfach Grund zur Freude


Die Gefühlsregungen an diesem Tag waren vielfältig. Zunächst hatte Hein Häring, langjähriger Betreuer und Platzwart, Grund zur Freude. Für 1250 Einsätze in den letzten dreißig Jahren wurde er vom Vorsitzenden Manfred Braasch mit einem kleinen Geschenk geehrt. Nach neunzig Minuten hatten Mannschaft und Zuschauer auch Grund zur Freude denn die Elstern blieben mit einem 2:0 Sieger über Altona 93. Die Gäste präsentierten sich als kampfstarke Mannschaft und boten dem ASV lange Zeit Paroli.

Anders als bei den Elstern ließ bei den Gästen die Chancenverwertung doch viele Wünsche offen. Das hatte Folgen, denn in der 20. Minute fiel durch Carsten Müller das 1:0 für den ASV. Das 2:0 für den ASV hätte einen Schönheitspreis verdient. Leverenz konnte sich in der 86. Minute auf der rechten Seite durchsetzen und das Leder zu Bahrami spielen. Der leitete den Ball artistisch mit der Hacke zu Huremovic und der hatte keine Mühe das 2:0 zu erzielen. Keine Freude hatte Henning Schlottmann an diesem Tag. In der 20. Minute eingewechselt wurde er in der 59. Minute wieder vom Platz geholt – für einen Fußballspieler die Höchststrafe. Durch ein Gespräch mit dem Trainer sollte diese Angelegenheit bereinigt werden. Dies bleibt abzuwarten.


Beschränkter Durchblick

Im September Spiele um 19:00 anzusetzen birgt das Risiko dass ein Spiel in der Endphase unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet.


So geschehen in Schenefeld bei BW 96. Das dortige Flutlicht trug nur sehr wenig zur Erhelleung des Geschehens bei. Nach Toren von Huremovic ( 43. ) und Müller ( 60. ) nahmen die Elstern mit einem 2:2 einen Punkt nach Bergedorf mit. Ein in der Dunkelheit nicht erkennbares Foulspiel an NormanRusche und ein Lattentreffer von Carsten Müller verhinderten einen Sieg des ASV.




Leider keine Infos

Über das Heimspiel der Elstern gegen den Barsbütteler SV lagen dem Verfasser leider keine Informationen vor. Der ASV verlor das Spiel mit 0:2.


Eine ganz starke Vorstellung

Manchmal gibt es ja Tage da klappt einfach alles. So einen Tag erwischten die Elstern beim Spiel gegen den Meiendorfer SV am Rahlstedter Weg. Die 14. Spielminute löste zunächst bei allen Beteiligten einen Schock aus. Markus Hasenpusch ( Babü ) und Christian Albers prallten unglücklich zusammen und mußten mit blutenden Platzwunden ins Krankenhaus gebracht werden.

Der erste Durchgang blieb torlos aber dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Zwischen der 51. und 87. Minute wurden die Meiendorfer auseinandergenommen. Marcus Franke, Hartmut Harlapp, Christian Leverenz, Christian Karstedt, Carsten Schuldt und der kurz zuvor eingewechselte Antonio Lima-Verissimo erzielten die Treffer zum überzeugenden 6:0 für die Bergedorfer Mannschaft. Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonverlauf kam auf, aber die Saison war noch lang.


Erfolg beim Aufsteiger

Die nächste Dienstreise führte die Mannschaft des ASV zum bislang noch sieglosen TuS Holstein Quickborn. Wenn vier Stammspieler ersetzt werden müssen, bietet sich für Spieler aus der zweiten Reihe eine gute Gelegenheit auf sich aufmerksam zu machen. Diese Gelegenheiten wurden kaum wahrgenommen. In der 38. Minute köpfte Harlapp das Leder zur 1:0 – Führung ins Quickborner Netz. Das sechste Saisontor von Carsten Müller führte in der 68. Minute zum Zwischenstand von 2:0, Ayhan Portakal zeichnete in der 79. Minute für den Endstand von 3:0 verantwortlich. Den Elstern reichte eine durchschnittliche Leistung um die Punkte mit nach Bergedorf zu nehmen. Immerhin führte dieses Ergebnis den ASV auf den ersten Tabellenplatz.


Chancen nicht genutzt

Dreihundert Besucher kamen an die Sander Tannen und sahen eine famose erste Halbzeit gegen den SC Victoria. Die Elstern spielten ihre Gäste in Grund und Boden – aber der Erfolg blieb ihnen versagt. Von der Victoria war nichts zu sehen und Oliver Grabolle hatte einen ruhigen Nachmittag. In der 55. Minute gab es eine rote Karte gegen den SC Victoria und das Spiel nahm eine unerwartete Wendung. Statt die
personelle Überlegenheit auszunutzen ergingen sich die Elstern im planlosen Ballgeschiebe und blindem anstürmen des Victoria – Tores. Alle wollten nur noch stürmen und vernachlässigten sträflich die Abwehrarbeit. Die Victoria konterte geschickt und ging in der 60. Minute durch Tomic in Führung. Die nun konfusen Elstern konnten nichts mehr zusetzen und mußten nach neunzig Minuten geschlagen den Platz verlassen. Eine Niederlage die man nach dem Verlauf der ersten Halbzeit nicht erwarten konnte.


Selbstverschuldete Schwächung

Das Spiel der Elstern bei der Spvg. Blankenese endete torlos. Zunächst waren die Elstern die tonangebende Mannschaft auf dem Feld, konnten aber gute Gelegenheiten nicht in Torerfolge umsetzen. Der Knackpunkt kam in der 30. Minute: Carsten Müller war wegen Meckerns bereits verwarnt worden und wurde danach mit G / R wegen eines Foulspiels vom Platz gestellt.

Die Heimmannschaft erlangte Feldüberlegenheit ohne daraus Kapital schlagen zu können. Die Elstern zeigten eine von Kampf geprägte gute Leistung, mußten sich aber mit dem 0:0 zufrieden geben.


Niederlage gegen Schnelsen

Das Spiel der Elstern gegen Germania Schnelsen kann nicht kommentiert werden, dem Verfasser lagen zu diesem Spiel keine Informationen vor. Die Elstern unterlagen den Gästen aus Schnelsen mit 1:3. Das war im fünften Heimspiel die dritte Niederlage, eine Bilanz die Ansprüche auf höhere Tabellenregionen nicht rechtfertigen kann.

Aus den bisherigen zehn Spielen hatten die Elstern fünfzehn Punkte auf dem Konto, für den Tabellenführer ETV standen inzwischen zweiundzwanzig Zähler zu Buche.


Gelungene Wiedergutmachung

Nur ein Sieg zählt, egal wie! So oder so ähnlich müssen die Worte von Rainer Wysotzki vor dem Spiel des ASV gegen den SC Langenhorn gelautet haben. Der Rasen an den Sander Tannen war gesperrt, so mußte dieses Spiel auf Grandbelag ausgetragen werden. Es entwickelte sich eine offene Partie in der die Gäste aus Langenhorn durchaus ihre Möglichkeiten hatten. Das 1:0 für den ASV fiel in der 5. Minute aus kurzer Distanz durch Sascha Huremovic. Durch einen Kopfball von Hartmut Harlapp in der 25. Minute fiel das zweite Tor für den ASV. Eine „Bogenlampe“ von Kai Schulze brachte den SCL in der
33. Minute auf 1:2 heran. Im zweiten Durchgang erhöhten die Elstern die Schlagzahl und kamen in der 58. Minute durch Harlapp zum 3:1. Der SCL gab sich nicht geschlagen und verkürzte in der 80. Minute auf 2:3. Die endgültige Entscheidung führte Carsten Müller mit seinem Tor zum 4:2 in der 87. Minute herbei. Mit entspannten Minen verließen die Spieler den Platz und die Zuschauer gingen mit guter Laune nach Hause.


Kalt erwischt

Die Elstern waren kaum auf dem Platz da lagen sie beim SC Condor mit 0:2 im Hintertreffen. Bub und Roschlaub waren die Torschützen. Damit nicht genug, in der 29. Minute traf Roschlaub zum 3:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Nach der Pause kamen die Elstern deutlich besser ins Spiel. Zwei Tore von Huremovic in der 58. und 63. Minute brachten den ASV zurück ins Spiel. Der Ausgleich lag in der Luft aber als Norman Rusche einen Flankenball unterlief ging Condor mit 4:2 in Führung. In der 79. Minute erhöhte Condor auf 5:2, damit war das Spiel natürlich entschieden. Daran änderte das dritte Tor von Huremovic nichts mehr, der ASV mußte eine deutliche 3:5 – Niederlage hinnehmen.

Für Mannschaft und Trainer gab es eine Erkenntnis – der Weg zur Verbandsligaspitze ist noch weit.


Eine neue Nummer eins ?

Fünfhundertzehn Zuschauer mußten an den Sander Tannen miterleben wie die Mannschaft des ASV vom TuS Dassendorf als neue Nummer eins im Heimatgebiet abgelöst wurde.

Engagiert und einsatzfreudig übernahmen die Elstern das Kommando auf dem Platz und drückten die Gäste aus dem Sachsenwald in die Defensive. Im zweiten Durchgang konnten sich die Gäste aus der Umklammerung befreien, vergaben aber ihre Tormöglichkeiten. Ausgerechnet einer der besten Bergedorfer an diesem Tag, Marc Franke, leitete in der letzten Minute die Niederlage ein. Nach einem Zweikampf mit Mathias Rauls blieb dem Schiedsrichter keine andere Möglichkeit als auf den ominösen Punkt zu deuten. Mathias Rauls ließ sich diese Chance nicht entgehen und schickte die Elstern ins Tal der Tränen.

Mit diesem 1:0 - Erfolg untermauerten die Dassendorfer ihre Ansprüche auf einen oberen Tabellenplatz.


Leider kein Bericht

Auch in diesem Fall kann der Verfasser über das Spiel der Elstern beim ETV nichts berichten. Außer der Tabelle und dem Spielergebnis waren dem HAB keine Informationen zu entnehmen. Da auch die Bergedorfer Zeitung nicht zur Verfügung stand kann an dieser Stelle nur das Ergebnis genannt werden. Am 14. Spieltag schlug der ETV die Elstern mit 2:1. Achtzehn Punkte aus vierzehn Spielen reichten für den 7. Tabellenplatz.


Torlos vor Minuskulisse

Gegen den VfL 93 gab es an den Sander Tannen ein Spiel welches besser nicht stattgefunden hätte. Trübes Wetter, schneebedeckter Boden und eine zu diesen Bedingungen passende Kulisse – neunundneunzig Besucher verloren sich auf den Rängen.

Rainer Wysotzki schickte junge Spieler aus der zweiten Reihe in diese Partie aber keiner konnte sich für die erste Auswahl aufdrängen. Viele Spielsituationen wurden von den äußeren Bedingungen beeinflußt. Ein geordneter Spielfluß war nicht erkennbar. Das Spiel endete torlos und hatte keinen Sieger verdient.


Ernüchternde Zwischenbilanz

Der Verlauf der Hinrunde war aus Sicht das ASV enttäuschend. Aus fünfzehn Spielen neunzehn Punkte sind einfach zu wenig um vorne mitzuspielen. Tabellenplatz sieben mit elf Punkten Rückstand auf Tabellenführer SC Condor spiegelt die Kräfteverhältnisse in der Verbandsliga korrekt wider.


Einen der Gründe für das enttäuschende Abschneiden der Mannschaft benannte Rainer Wysotzki in einem Interview mit der Bergedorfer Zeitung nach dem 12. Spieltag – es fehlen Spieler, die sich auf dem Platz zerreißen, Spieler wie Sven Pinz, Spieler wie Hartmut Harlapp, die auf dem Platz Verantwortung übernehmen. Die Reservebank ist nicht so besetzt dass ein echter Konkurrenzkampf um die Stammplätze entbrennt, die Mannschaft stellte sich häufig von selbst auf.

Auch dem erweiterten Vorstand war diese Situation nicht verborgen geblieben und nach Abwägung aller Fakten kam man zu dem Ergebnis, den Vertrag mit Rainer Wysotzki nicht vorzeitig zu verlängern.

Trainer Rainer Wysotzki legte darauf hin sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder.


Die Trainersuche

Fußball – Chef Werner Gorski nusste sich also auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben. Erster Kandidat war Marc Fascher, bislang Co – Trainer von Wolfgang Rolff beim SV Meppen. Einigung über die Vertragsbedingungen wurde nicht erzielt und so mußte die Suche weitergehen.

Zur gleichen Zeit musste in Norderstedt der Rotstift angesetzt werden und diesem Schreibgerät sollte wohl auch der Posten des Co – Trainers zum Opfer fallen.

Co-Trainer war Rüdiger Schwarz, der vor knapp dreißig Jahren vom TV Jahn Wilhelmsburg zu den Elstern stieß. Eine seiner Trainerstationen war der Horner TV. Werner Gorski und Rüdiger Schwarz wurden sich einig und so konnte Rüdiger Schwarz zu Beginn der Rückrunde als neuer Elsterntrainer vorgestellt werden.


Der Start in die Rückrunde.

Am ersten Märzwochenende 1999 startete die Hamburger Verbandsliga in die Rückrunde.


Ein knapper Sieg zum Einstand

Das erste Punktspiel unter der Regie des neuen Trainers Rüdiger Schwarz führte den ASV in die nähere Nachbarschaft nach Barsbüttel.

Das Hinspiel an den Sander Tannen verloren die Elstern mit 0:2.

Das Tor des Tages fiel schon nach sechs Minuten. Christian Karstedt, bisher als Torschütze nicht in Erscheinung getreten, hielt aus zwanzig Metern einfach drauf und es stand 1:0 für den ASV. Die Barsbütteler übernahmen nun die Initiative und bestimmten das Geschehen auf dem Platz. In dieser Phase war Torhüter Grabolle ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft und bewahrte die Elstern vor einem Rückstand. Diese blieben aber mit ihren Kontern stets gefährlich, konnten den Vorsprung abernicht mehr ausbauen. Am Ende hieß es 1:0 für Bergedorf 85 und Trainer Schwarz hatte einen gelungenen Einstand.


Kein Vergleich zum Hinspiel

Nein. diesen Vergleich sollte man lieber nicht anstellen.

Im Hinspiel in Meiendorf wurde der MSV mit einem 6:0 aus den Angeln gehoben. So ein Resultat läßt sich nicht auf Kommando reproduzieren und den Besuchern wurde ein schwaches Spiel geboten. Die
Elstern begannen zwar stark, konnten ihre Tormöglichkeiten aber nicht in Zählbares umwandeln. Nach dem Seitenwechsel war der MSV die überlegene Mannschaft und hielt Grabolle im Bergedorfer Tor in Atem. Am Ende waren die Elstern froh wenigstens einen Punkt an den Sander Tannen zu behalten zu haben. Ein Schwachpunkt wird wohl Gegenstand der Trainingsarbeit der nächsten Wochen werden: es wurden viele Sprintduelle verloren, aber daran kann man ja arbeiten.


Der Mann des Tages kam von der Bank.

Thorsten Puder – Neuzugang vom SC Victoria – kam bisher über sporadische Kurzeinsätze nicht hinaus – avancierte zum Mann des Tages. Statt auf der Reservebank zu sitzen lief er mit der Mannschaft auf und entschied das Spiel des ASV gegen Holstein Quickborn. In der 36. Minute – Torhüter Cohrs ( Qickborn ) konnte einen Ball von Huremovic nur abklatschen – war Puder zur Stelle und traf zum 1:0. In der zweiten Halbzeit offenbarte Oliver Grabolle einige Unsicherheiten. Sven Peters ( Quickborn ) nahm eine diese Gelegenheiten wahr und glich in der 64. Minute die Elsternführung aus.


Dies konnte die Elstern nicht aus dem Konzept bringen, im Gegenteil. Huremovic überlistete den Quickborner Torhüter mit einem Heber zum 2:1 für den ASV. Der Tatendrang der Elstern war noch nicht gebändigt. In der 72. Minute, drei Minuten nach dem 2:1, bekam Puder den Ball vor die Füße, der fackelte nicht lange und ließ Torwart Cohrs keine Chance – es stand 3:1 für den ASV.Nach einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Meiendorfspiel siegten die Elstern verdient mit 3:1.


Rückschlag an der Hoheluft

Um es gleich vorweg zu nehmen, der SC Victoria war die bessere Mannschaft und gewann verdient mit 3:0 über Bergedorf 85.Früh gerieten die Elstern in Rückstand. Als in der 7. Minute alle mit einer Flanke von Christian Müller ( SCV ) rechneten schoß dieser an Freund und Feind vorbei den Ball zum 1:0 ins Tor der Elstern. Als der Schiedsrichter eine Behinderung von Victoriatorwart Hinz erkannte wurde das vermeintliche Ausgleichstor von Thorsten Puder nicht anerkannt. Das Spiel der Victoria wurde von Sascha Tomic geprägt. in einer Drangperiode der Elstern gelang ihm in der 65. Minute das 2:0, in der 78. Minute legte er nach und erhöhte auf 3:0.


Schlappe gegen Blankenese

Leider lagen dem Verfasser zu dieser Begegnung an den Sander Tannen keine Informationen vor. Die Elstern unterlagen der Spvg. Blankenese mit 1:5 Toren.

In der Tabelle sind Rang neun mit 26 Punkten aus zwanzig Spielen niedergelegt. 


Die Schlappe gut verdaut

Die 1:5 – Pleite vom Vorsonntag haben die Elstern gut weggesteckt und gingen gegen den ETV engagiert zu Werke. In der 14. Minute spielte Dirk Tietje das Leder zu Markus Burmester und der traf in seinem zweiten Spiel für die Elstern zur 1:0 – Führung. Vom ETV war nichts zu sehen. Als in der 62. Minute die Elsternabwehr die Übersicht verloren hatte kam der ETV zum 1:1. Weitere Chancen wurden vergeben. In der 85. Minute konnte Carsten Müller nur durch ein rüdes Foul gestoppt werden. Für den Sünder gab es die rote Karte und für den ASV einen direkten Freistoß. Dirk Tietje nahm sich der Sache an und verwandelte zum 2:1 für seine Farben. In der Schlußphase dieser Partie wurde er mit G/ R vom Platz gestellt. Die „Leihgabe“ aus der zweiten Mannschaft, Joachim Daube, fügte sich gut ein und empfahl sich für weitere Einsätze.


Bessere Elf ohne Punkte

Die Frage ob der Fußball gerecht ist wird oft gestellt und nach dem Spiel der Elstern gegen den Wedeler TSV von Trainer Rüdiger Schwarz eindeutig verneint.

Auslösender Moment war die 73. Minute, es stand 0:0. Bahrami klärte eine Situation im Strafraum, der Gegenspieler fiel um und der Schiedsrichter gab Elfmeter. Jäger (Wedel ) verwandelte zum 1:0. Es folgten stürmische Angriffe auf das Wedeler Tor, der Erfolg blieb aus. Wer stürmt schafft Raum für Konterangriffe. Die Gäste wußten dies auszunutzen und erhöhten in der 85. Minute auf 2:0. Der Anschlußtreffer zum 1:2 fiel durch Elfmeter in der 87. Minute , Bernd Reinke war der Torschütze. Die verbleibende Spielzeit reichte nicht mehr für eine weitere Ergebnisverbesserung aus, so mußten die Elstern als die bessere Mannschaft geschlagen den Platz verlassen.


Angekommen im Abstiegskampf

Bei Germania Schnelsen mußten die Elstern mit 0:2 die Segel streichen. In der ersten Halbzeit blieben die Elstern so ziemlich alles schuldig was eine gute Verbandsligamanschaft ausmacht. in der 22. und 30. Minute brachten Theissen und Hessmann die Germania mit 2:0 in Führung. Konzentrationsmängel in der Hintermannschaft hatten es den Germanen leicht gemacht die Elstern auf Distanz zu halten. In der zweiten Halbzeit kamen die Elstern besser ins Spiel ohne jedoch entscheidende Akzente zu setzen, das 2:0 für Germania Schnelsen hatte bis zum Abpfiff Bestand.

Neuundzwanzig Punkte, Platz 10 und drei Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz. Dieser wird von Altona 93, dem nächsten Gegner der Elstern, eingenommen.


Die Lage wird ernst

Dem Spiel der Elstern bei Altona 93 wurde das Prädikat „Abstiegsendspiel“ verliehen und wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft kann man sich diese Formulierung zu Eigen machen:

Bergedorf 85 – Platz 10 – 29 Punkte

Altona 93 – Platz 14 – 26 Punkte

Für beide Mannschaften ging es um viel und der Verlierer würde harten Zeiten entgegensehen. Die Elstern lieferten eine enttäuschende Leistung ab, von Kampf und Einsatz war nicht viel zu sehen, nur in der Schlußphase der Begegnung bäumte sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage auf. Marius Jendrzej in der 24. und der erst siebzehnjährige Serolar Sinik in der 85. Minute sorgten für den 2:0 – Erfolg von Altona 93 über die Elstern.

Die Leistung der Elstern war indiskutabel, nur Carsten Müller und Joachim Daube erreichten Normalform.


Nach vier Monaten war die Zusammenarbeit von Werner Gorski und Rüdiger Schwarz beendet. Beide erklärten dass, es eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr geben könnte. Zu groß waren die Differenzen hinsichtlich der sportlichen Konzeption und so entschied sich der Vorstand schwerenHerzens, die Zusammenarbeit mit Gorski zu beenden.

Ironie der Geschichte – es war Werner Gorski der Rüdiger Schwarz an die Sander Tannen holte.


Tiefes Durchatmen

Endlich mal wieder Elstern auf dem Platz wie man sie sehen wollte: Strukturiertes Spiel, Einsatzfreude und Kampfgeist – das waren Merkmale mit denen man dem Gast, dem Glashütter SV begegnen wollte. Diese Einstellung fand man auch im Spielergebnis wieder. Nach drei Niederlagen in Folge wurde der Gast aus Glashütte mit einer 4:2 – Niederlage auf den Heimweg geschickt. Die gesamte Bergedorfer Mannschaft hat sich ein Lob verdient, kein Zweikampf wurde verloren, um jeden Ball wurde gekämpft. Besonders Christian Leverenz darf positiv hervorgehobenwerden.


Die Tore gingen auf das Konto von Sascha Huremovic und Markus Burmester. Den Auftakt lieferte Huremovic in der 18. Minute mit dem 1:0, in der 42. Minute ließ Burmester das 2:0 folgen. Nach einem im Nachschuß verwandelten Foulelfmeter ( Norman Rusche war der „Übeltäter“ ) verkürzte Glashütte auf 1:2. In der 48. Minute wurde durch Huremovic der alte Zweitoreabstand wieder hergestellt, aber postwendend verkürzte Andres Steinberg auf 2:3. Ein Kopfball von Burmester in der 75. Minute sorgte mit dem 4:2 für das Endergebnis.

Die ebenfalls bedrohten Mannschaften in den unteren Tabellenregionen mußten Federn lassen, Meiendorf unterlag in Langenhorn mit 0:3, Quickborn holte einen Zähler in Blankenese und Altona unterlag in der AJK dem ETV mit 1:6. Nur Wedel konnte beim abgeschlagenem VfL 93 dreifach punkten. Mit ihrem 4:2 über Glashütte haben die Elstern einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan


Schnelles Wiedersehen

Nur eine Woche nach dem überzeugenden 4:2 – Erfolg standen sich die Kontrahenten erneut gegenüber, diesmal in Glashütte.

Die spielentscheidenden Akteure aus der Vorwoche, Huremovic und Burmester, blieben in dieser Partie ohne Wirkung, es fehlten die Flankenbälle und so blieben Tore Mangelware. In der stabilen Abwehr der Elstern ragte Andre Liem heraus. Der unentschiedene Spielausgang entsprach den Spielanteilen.


Turbulent und torreich

Das Thema war nicht neu und wurde im Spiel gegen BW 96 mitentscheidend für den Spielausgang. Schon im Rückspiel gegen Meiendorf wurden Probleme in der Schnelligkeit erkannt, dies sollte sich auch in diesem Spiel bemerkbar machen. Letztendlich war es Markus Burmester zu verdanken dass der ASV zumindest einen Punkt retten konnte.

In der 14. Minute ging BW 96 in Führung, Bernd Reinke und Andre Liem wurden einfach überlaufen und mußten zusehen wie durch Arne Barez das 0:1 fiel. Wenig später, in der 23. Minute gelang Burmester per Kopf der Ausgleich. Dieses Ergebnis hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Auch beim Führungstreffer des ASV hatte Burmester seine Hände. genauer gesagt: Füße im Spiel, sein Zuspiel


nahm Huremovic auf und vollendete zum 2:1 in der 62. Minute. Ein Aussetzer von Grabolle führte zum Ausgleich. Grabolle hielt einen BW – Angreifer im Strafraum fest fest und der Schiedsrichter gab natürlich einen Strafstoß, der wurde zum 2:2 verwandelt. Als die aufgerückte Hintermannschaft nach einem abgewehrten Angriff nicht schnell genug zurücklief nutze BW die Situation und ging in der 80. Minute mit 3:2 in Führung. Turbulent war die Schlußphase. Burmester wurde im Strafraum zu Boden gerissen und es gab erneut Strafstoß, den verwandelte Bernd Reinke in der 87. Minute zum 3:3 – Ausgleich. Barez ( BW ) verlor daraufhin die Nerven und riß Leverenz um – die Quittung war die rote Karte.

Den Zuschauern wurde eine abwechslungsreiche Partie geboten die mit dem 3:3 einen gerechten Ausgang hatte.


Drei Punkte für ein gutes Spiel

Das Gastspiel beim SC Langenhorn entschieden die Elstern anz eindeutig zu ihren Gunsten. Auch wenn der erste Durchgang torlos endete ließen die Elstern keine Zweifel am Spielausgang aufkommen. Überragender Spieler bei den Elstern war Sascha Huremovic. Unmittelbar nach der Halbzeitpause traf Huremovic zum 1:0, durch einen Strafstoß fiel in der 56. Minute der Ausgleich. Die Elstern blieben am Drücker und gingen in der 67. Minute nach einem filigranen Zuspiel von Bernd Reinke durch Sascha Huremovic mit 2:1 in Führung. Den Endstand von 3:1 markierte wiederum Huremovic mit seinem dritten Treffer in der 77. Minute.

Nach diesem Spiel wurde bekannt, dass Huremovic in der nächsten Saison seine Stiefel für den TuS Dassendorf schnüren wird.


Pleite gegen den SC Condor

Wie schon in einigen früheren Situationen lagen dem Verfasser keine Informationen zum Spiel der Elstern gegen den SC Condor vor.

Das letzte Heimspiel der Saison verloren die Elstern mit 0:4.

Der ASV fiel damit auf den 11. Tabellenplatz zurück.


Versöhnlicher Abschluß

Frei von nervlicher Anspannung traten die Elstern zum Saisonabschluß in Dassendorf an. Mit 55 Punkten führten die Dassendorfer nach neunundzwanzig Spieltagen die Tabelle mit einem Zähler Vorsprung auf Germania Schnelsen und drei Zählern vor dem ETV an. Um die Meisterschaft sicherzustellen mußten die Dassendorfer den ASV besiegen.

Die Elstern machten der Heimmannschaft einen ganz dicken Strich durch die Rechnung.

Die Spieler des TuS konnten ihre nervliche Anspannung nicht verbergen, die Mannschaft wirkte verkrampft und gehemmt, kein Spieler präsentierte sich in Normalform. In der 27. Minute spazierte Joachim Daube ungehindert durch die Dassendorfer Hintermannschaft und brachte den ASV in Führung. Die Verunsicherung beim Meisterschaftsaspiranten stieg und es kamen keine planvollen Spielzüge zustande. Als in der 45. Minute die TuS – Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte war Christian Leverenz zur Stelle und überwand Torhüter Kühn mit einem gefühlvollen Heber zum 2:0 für den ASV. Noch in der gleichen Spielminute kam der Ball zu Carsten Müller, der zog von der Strafraumgrenze ab, das Leder prallte an die Unterkante der Latte und von dort ins Tor. Es stand 3:0 für den ASV. Das Spiel war gelaufen und die Dassendorfer konnten das Blatt nicht mehr wenden, lediglich Adrian Blaut konnte mit einem Pfostentreffer Aufmerksamkeit erzielen.


Der ASV blieb die spielbestimmende Mannschaft auf dem Platz und kam durch Christian Leverenz in der 75. Minute zum 4:0. Dies war der Endstand einer denkwürdigen Partie.

Die Dassendorfer hatten nach dem Abpfiff bange Minuten zu überstehen, aber dann fiel die Spannung von ihnen ab.

Germania Schnelsen unterlag in Glashütte mit 1:3 und blieb hinter dem TuS zurück. Der ETV besiegte den Meiendorfer SV mit 6:1 und zog auch noch an Germania Schnelsen vorbei.


Dassendorf und der ETV waren am Ende der Saison mit 55 Zählern punktgleich wobei die Tordifferenz den Ausschlag zu Gunsten der Dassendorfer gab ( Dassendorf +34 und der ETV +28 ). Germania Schnelsen mußte mit dem undankbaren Tabellenplatz drei vorlieb nehmen.


Der TuS Dassendorf sowie der ETV werden in der nächsten Saison in der Oberliga HH / SH antreten.

Herzlichen Glückwunsch an beide Vereine.

Auch die Abstiegsfrage war geklärt. Der Meiendorfer SV; TuS Holstein Quickborn und der VfL 93 müssen den Weg in die Landesliga antreten.














Ein Rückblick auf die Saison

Das Konzept junge, hungrige Spieler aus der Region muß hinterfragt werden. Im Kader der Saison1998 / 99 standen Spieler, die in höheren Klassen unterwegs waren. Huremovic kam vom HTB, Markus Burmester ( vorher Lüneburger SK ) konnte allerdings erst in der Rückrunde eingesetzt werden und traf in neun Spielen fünfmal. Ob alle Spieler dem ausgerufenem Konzept entsprachen darf dahingestellt bleiben. Spieler mit Regionalligaerfahrung bekommt man nicht zum Nulltarif.


Nach Ende der Hinrunde legte Trainer Rainer Wysotzki sein Amt nieder und wurde von Rüdiger Schwarz abgelöst. Unter der Trainingsleitung von Wysotzki holte die Mannschaft neunzehn Punkte, die Ausbeute unter Rüdiger Schwarz betrug einundzwanzig Zähler. Diese geringfügige Differenz kann als zufällig angesehen werden und gibt keinerlei Auskunft über die Art, Aufbau und Intensität des Trainingsbetriebs.


Die Mannschaft, die die Verbandsligasaison 98 / 99 auf dem 10. Tabellenplatz abschloß, blieb hinterden Erwartungen zurück.

Von Rainer Wysotzki / Rüdiger Schwarz wurden in der Saison 1998 / 99 achtundzwanzig Spieler eingesetzt von denen sich fünfzehn Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Dies waren Sascha Huremovic mit fünfzehn Treffern, ihm folgte Carsten Müller mit neun Torerfolgen. Markus Burmester konnte nur an neun Spielen mitwirken in denen er fünfmal erfolgreich war. Vier Tore gingen auf das Konto von Hartmut Harlapp. Je zweimal waren Christian Albers, Thorsten Puder und Christian Leverenz erfolgreich. Ergänzt wird diese Aufstellung durch jeweils ein Tor von Joachim Daube, Marc Franke, Christan Karstedt, Antonio Lima Verissimo, Ayhan Portakal, Bernd Reinke und Dirk Tietje.


Losgelöst von der Aktualität hier noch eine kurze Notiz aus dem HAB vom November 1999. Der erwähnte Schiedsrichter Patrick Ittrich ist inzwischen in der Bundesliga angekommen und erfreut sich allgemeiner Anerkennung. Kompliment für diesen Werdegang .Die Zeitungsnotiz ist Bestandteil dieses Berichtes.

Wenn aus dem Verlauf der Saison 1998 / 99 die passenden Schlüsse gezogen werden, wird man bei den Elstern auch wieder besseren Zeiten entgegensehen.


Statistik (Bitte auf die Abbildungen klicken, um zu vergrößern!)


























Informationsquellen Sowohl die Fotos als auch die Kurzberichte zu den ASV – Spielen sind den entsprechenden Ausgaben der Bergedorfer Zeitung entnommen. Der Zeitungsartikel über den Schiedsrichter Patrick Ittrich sowie die Notiz über den Einbruch beim ETV stammen aus dem HAB. Die NORDCHRONIK / VERBANDSLIGA HAMBURG des DSFS war Quelle der Abschlußtabelle und Ergebnisaufstellung zur Saison 98/99. Für deren Verwendung bedankt sich der Verfasser ausdrücklich.