Mittwoch, 8. Juli 2020

Nachruf Bernd Enge

Die Nachricht macht betroffen!
In der Nacht zum Sonnabend, dem 5. Juli, ist Bernd Enge im Alter von zweiundsiebzig Jahren einem Herzleiden erlegen.Der studierte Betriebswirt entdeckte seine Leidenschaft für den Fussballsport in den Jugendjahren beim HEBC.
Ins Rampenlicht trat er als treibende Kraft beim FC Süderelbe, den er bis in die oberste Hamburger Spielklasse führte.
Danach lenkte er über zwei Jahre - 1990 bis 1992 - die sportlichen Geschicke der Fußballer der ASV - Ligamannschaft. Höhepunkt seiner Tätigkeit bei den Elstern war der Pokalsieg gegen die Amateure des FC St. Pauli im Mai 1992 in einem mitreißenden Spiel. 
Neben seinen Tätigkeiten beim SC Concordia und später beim Hamburger Sportverein widmete er sich erfolgreich seinen Aufgaben als Geschäftsführer eines Lebensmittelkonzerns. 

Eine Devise hat ihn geprägt: Es gibt kein Eigentum sondern nur eine zeitlich begrenzte Nutzung.Diesem Motto folgend engagierte sich Bernd Enge bei Projekten von Schauspieler Karl Heinz Böhm für die Ätlhiopiemhilfe und für Hilfsmaßnahmen in der dritten Welt.Bernd Enge stand im Kreise seiner Kollegen in hohem Ansehen.In seiner Familie sowie im Freundes - und Bekanntenkreis hinterläßt er einenicht zu schließende Lücke

Samstag, 16. Mai 2020

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1987 / 88 (von Hans-Martin Lippold)


Rückblick auf die Vorsaison
Ein Rückblick auf die vergangene Saison 1986 / 87 soll den nun vorliegenden Bericht einleiten. Für den ASV war die Rückrunde der Serie 86 / 87 absolut unerfreulich. Sieben aufeinanderfolgende Niederlagen führten den ASV von einem aussichtsreichen vierten Tabellenplatz auf Rang dreizehn. Dreimal nacheinander wurde eine Saison mit einem negativen Punkteverhältnis abgeschlossen, damit konnte man die Elstern nicht mehr in den Kreis der Hamburger Spitzenmannschaften einreihen. Die Ursachen konnten in den vorangegangenen Berichten nicht eindeutig dargestellt werden auch wenn Hinweise auf eine Schwächung der Mannschaft durch den Einsatz von Ersatzspielern im Einzelfall plausibel erscheinen mögen. Bei anderen Vereinen wurde in solchen Fällen der Trainer zur Disposition gestellt. Nicht so bei den Elstern – Rainer Wysotzki wurde nicht in Frage gestellt.
Die Amateure des HSV verspielten am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde zur AOL den schon sicher geglaubten Aufstieg. Besser machte es der SC Norderstedt. Denen gelang am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde der Sprung in die Amateuroberliga. Bei den beiden Tabellenzweiten der Landesligen – Holsatia Elmshorn in der Hammoniastaffel und dem Bramfelder SV in der Hansastaffel kam Freude auf denn beide zweite Plätze berechtigten beide Vereine zum Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg. Sie begleiteten die Titelträger, den VfL Stade aus der Hammoniastaffel sowie den Glashütter SV aus der Hansastaffel in das Hamburger Oberhaus.

Vorstellung der Aufsteiger
Glashütter SV
1929 schlossen sich die Fußballer des 1924 gegründeten TSV Glashütte und der TSV Eintracht 1925 Friedrichsgabe einhergehend mit der Umbenennung in TG Eintracht Ochsenzoll 1925 zusammen. Vermutlich 1931 fusionierten dann der „Rest“ TSV Glashütte mit der TG Eintracht zur TG Eintracht Glashütte - Ochsenzoll. Diese Fusion wurde 1933 wieder aufgelöst. Bis zur Einstellung des Spielbetriebes im Jahre 1939 gab es mehrere Fusionen aus denen aus denen u.A. auch die TuS Alstertal-Langenhorn hervorging. Die Wiedergründung des SV Glashütte erfolgte am 11.4.1946 Nach Aufnahme des Spielbetriebs im HFV war der Glashütter SV Stammgast in den unteren Ligen. Insgesamt siebzehn Spielzeiten in der untersten Spiellasse wurden erstmals 1954 unterbrochen von in Summe vierzehn Spielzeiten in Hamburgs dritthöchster Klasse, damals Bezirksklasse / Bezirksliga / Verbandsliga genannt. 1972 erfolgte Rückkehr in die unterste Liga, diese wurde dauerhaft 1982 in Richtung Bezirksliga – dritte Hamburger Klasse – verlassen. 1984 erfolgte der Aufstieg in die Landesliga/Hansastaffel. Nach zwei Jahren Landesliga wurde 1987 der Titel errungen. Nach insgesamt sieben Aufstiegen und vier Abstiegen endete der Weg der Glashütter in der Verbandsliga Hamburg.

Holsatia Elmshorn
Die beiden nicht organisierten Fußballmannschaften FC Möwe und FC Zimbria taten sich 1907 zusammen und hoben den FC Holsatia aus der Taufe . Ein Jahr später wurde der SuSV1908 Elmshorn gegründet, im Jahr darauf schloß sich der FC Holsatia mit der SuSV v. 1908 zusammen, es entstand die “ Fußballabteilung Holsatia“ im Elmshorner MTV. 1921 kehrte die Holsatia dem Fusionsgebilde den Rücken und vereinigte sich mit dem SuSV 1909 Elmshorn zum SuSV Holsatia 1907 Elmshorn. In diesen Verein wurde 1926 die Elmshorner SpV 1921 integriert. Unübersichtliche Konfigurationen herrschten in der Zeit von 1927 bis 1945. Die“Fussballabteilung Holsatia“ im Elmshorner MTV entstand 1946 durch Anschluß des SuSV Holsatia an den Elmshorner TSV 1860 ( vormals MTV 1860 ) Unter dieser Bezeichnung nahm die Holsatia zu Beginn dr Spielzeit 1946 / 47 den Spielbetrieb in der zweiten Liga, damals 1. Klasse Hamburg genannt auf. 1950 erfolgte der Abstieg in Liga drei / Bezirksklasse / Verbandsliga wobei dieser Aufenthalt von 1958 bis 1960 unterbrochen wurde durch zwei Jahre in Liga vier / Bezirksklasse. 1960 gelang die Rückkehr in Hamburgs dritte Liga, Verbandsliga genannt. 1965 gelang der Aufstieg in Hamburgs Eliteliga. Diese mußte Holsatia im Jahre1971 wieder verlassen - die Rückkehr gelang 1974. Ein erneuter Abstieg verfrachtete die Holsatia für sechs Jahre in die Landesliga. Von dort stieg die Holsatia 1982 in die Bezirksliga / dritthöchste Spielklasse der Hansestadt ab. Nach zwei Jahren Bezirksliga ging es 1985 zurück in die Landesliga, nach weiteren zwei Jahren kam der Aufstieg in die Verbandsliga.

VfL Stade
Der VfL Stade ist einer der ältesten norddeutschen Fußballvereine, seine Existenz geht auf das Jahr 1850 zurück. Nach sieben Neugründungen bzw. Wiedergründungen und zwischenzeitlichen Abspaltungen vereinigten sich am 10.9.45 der TB 1850 Stade und der Stader SC 1923 zum VfL Stade.
Als im Jahre1946 die damalige zweigeteilte 1. Klasse Hamburg / höchste Hamburger Spielklasse um niedersächsische Vereine aus dem Hamburger Umland erweitert wurde, kam es zur Einrichtung einer dritten Staffel, der Südstaffel bestehend aus sieben Mannschaften In der Saison 1946 / 47 spielte Hamburgs höchste Spielklasse dann in drei Staffeln (Alsterstaffel, 12 Vereine – Elbestaffel, 10 Vereine und Südstaffel mit 7 Vereinen ). Fünfzehn Jahre, bis zur Saison 1959 / 60 hielt sich der VfL in dieser Liga, dann folgten drei Jahre in der Landesliga. Zur Saison 63 / 64 kehrte der VfL für ein Jahr in die oberste Spielklasse zurück. Es folgte der sofortige Abstieg und anschließend vierzehn Jahre Landesliga / zweithöchste Spielklasse im HFV. 1975 ging es für acht Jahre ( 1975 bis 1983 ) in die Hamburger Eliteliga zurück . Dem erneuten Abstieg folgte 1987 die Rückkehr in die Hamburger Verbandsliga.

Bramfelder SV

Der Bramfelder SV wurde im Vorspann zum Bericht über die Saison 1980 / 81 kurz vorgestellt. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga zum Ende der Saison 80 / 81 fand sich der BSV für die nächsten sechs Jahre, bis zum Ende der Saison 86 / 87 in der Landesliga / Hansastaffel wieder. Nach Tabellenplätzen zwischen 9 und 13 reichte am Ende der Spielzeit 86 / 87 der zweite Tabellenplatz zum Wiederaufstieg in die Verbandsliga.

Ausblick auf die kommende Saison
Am zweiten Augustwochenende startete die Verbandsliga Hamburg in ihre 43. Spielzeit. Eine erste Orientierung zur neuen Spielzeit lieferte das HAB - stellvertretend für die Verbandsligatrainer - durch Bernd Enge, dem Trainer und Vorsitzenden des FC Süderelbe. Fast einstimmig wurden den Amateuren des HSV und dem VfL Pinneberg die Favoritenrolle zuerkannt, allerdings werden auch leise Bedenken erhoben. Beim HSV wurde ein früherer Spieler – Lars Hauser – zum Trainer befördert mit der Zielsetzung , nach zehn Spielerabgängen und dreizehn Neuzugängen eine neue Mannschaft zu formen. Für den VfL Pinneberg gab man zu bedenken daß in dem Aufgebot von dreiundzwanzig Spielern acht Spieler die dreißig Jahre überschritten haben. Ebenso wie auch dem SC Sperber werden auch dem FC Süderelbe und auch dem Barsbüttler SV eine gute Rolle zugetraut. Düstere Zeiten werden für Holsatia Elmshorn, den Bramfelder SV und Komet Blankenese vorausgesagt. Komet mußte den Abgang von zwölf Akteuren verkraften wobei der neue Trainer Hubert Stapelfeld – kam für Bernd Kleingarn – aus vierzehn Neuzugängen nun eine neue Mannschaft bilden mußte. Auch in anderen Mannschaftsaufgeboten hat es zum Teil gravierende Änderungen gegeben. Komet Blankenese mit 14, der HSV mit 11, Süderelbe mit 13 und Meiendorf mit 11 Neuzugängen schickten zu Saisonbeginn praktisch neue Mannschaften aufs Feld, dagegen waren der VfL Stade und auch der SC Sperber mit jeweils einer Abwanderung und vier Neuzugängen wahre Muster an Zurückhaltung und Konstanz.

Änderungen beim ASV
Änderungen hat es natürlich auch beim ASV gegeben. Aus dem Aufgebot der vergangenen Saison verabschiedete sich Sven Meyer mit unbekanntem Ziel. Thomas Stoppel kam nach einer Rotsperre – die er auch auf die Trainingsbeteiligung ausdehnte - nicht mehr „in die Spur“ und verabschiedete sich in Richtung VfL Geesthacht. Andre Kassat, mit dreizehn Treffern der erfolgreichste Torschütze der Vorsaison, machte einen Sprung in die Amateuroberliga und wechselte zum SC Concordia. Zum Nachbarn SV Börnsen zog es Barth, Petersen und Rikkelmann. Wechsel nach Börnsen waren keine Einbahnstrasse, den umgekehrten Weg gingen Bozkurt, Strebel und Achim Wunder. Jenisch und Spreckelsen zog es vom VfL Lohbrügge an die Sander Tannen. Auch Hartmut Harlapp fand an den Sander Tannen eine neue sportliche Heimat, vorher spielte er für den ETSV Hamburg am Mittleren Landweg. Aus dem Elstern-Nachwuchs stießen Brudler und Schraub in das Aufgebot der Ligamannschaft. Einziger Neuzugang aus einer höheren Spielklasse war Mathias Rauls. 1984 kam er als Achtzehnjähriger aus dem Nachwuchs des SC Concordia in der Ligamannschaft zum Einsatz und erzielte in der Saison 84/85 achtzehn Treffer. Ähnlich erfolgreich war er in der Folgesaison, für den SV Lurup traf er fünfzehn Mal. in der darauf folgenden Saison war er für den Oberligisten Tennis Borussia Berlin zehnmal erfolgreich. Die Bergedorfer Fußballfreunde durften sich auf einen erfolgreichen Stürmer freuen.

Die neue Saison

Punkteteilung zum Auftakt

Erster Gegner in der neuen Saison war an den Sander Tannen der SC Sperber. Die dreihundert Besucher sahen zunächst ein zerfahrenes Spiel mit Feldüberlegenheit der Gäste. Denen gelang in der 34. Minute die Führung als Richter einen Foulelfmeter verwandeln konnte. Nach der Pause waren die Elstern die überlegene Mannschaft. In der 74. Minute fiel durch Sven Pinz der verdiente Ausgleich. Hätte ein Schuß aus aussichtsreicher Position kurz vor Spielende den Weg ins Sperber - Gehäuse gefunden wären die Elstern als Sieger vom Platz gegangen, so aber blieb es beim letztlich verdienten 1:1 – Unentschieden.

Am Stader Torwart gescheitert 
Sechshundertfünfzig Besucher wollten in Stade das erste Heimspiel “ihres“ Vfl nach dem Wiederaufstieg miterleben. An einem Dienstagabend konnten sie sich über den Führungstreffer in der 13. Minute freuen. Im ersten Spielabschnitt waren die Hausherrn den Elstern überlegen. Nicht so im zweiten Durchgang, den gestalteten die Elstern überlegen und drängten auf den Ausgleich. Immer wieder scheiterten die Elstern am glänzend aufgelegten Torhüter Jörg Seifert. In der 72. Minute vergab der VfL einen Handelfmeter, aber in der 89. Minute kam das endgültige Aus für den ASV durch Klinkmann – es stand 2:0 für den VfL Stade und die Elstern standen mit leeren Händen da.

Später Ausgleich
Als Nils Meyer die Elstern in der 84. Minute gegen den Meiendorfer SV in Führung brachte waren die dreihundert Besucher an den Sander Tannen von einem Sieg der Elstern überzeugt. Es kam aber anders, denn der Meiendorfer Torjäger Axel Radtke konnte zwei Minuten nach der Führung der Elstern ausgleichen. Den Besuchern wurde an diesem Nachmittag ein intensives Fußballspiel zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften geboten. Das Ergebnis gibt den Spielverlauf exakt wieder. In den Reihen der Elstern war Abwehrspieler Olaf Poschmann der beste Mann.

Desolate Abwehr
Das HAB machte sich Sorgen um Rainer Wysotzki und äußerte die Befürchtung, er könne von der Trainerbank fallen – so brüchig war die Abwehr der Elstern gegen den FC Süderelbe an diesem Tag. Die beiden Ex – Luruper Jäger und Ströh hatten keine Mühe in der 31. und 47. Minute den FCS mit 2:0 in Führung zu bringen. Das zwischenzeitliche 1:2 ging auf das Konto von Mathias Rauls. Vorübergehende Hoffnungen auf einen Punktgewinn beendete Kavocec (? ) mit dem 3:1 in der 81. Minute. Durch eine rote Karte wurde der Arbeitstag von Mathias Rauls vorzeitig beendet.

Pleite kurz vor Spielende
In der 45. Minute war die Welt noch in Ordnung, denn Nils Meyer verwandelte vor 220 Zuschauern einen Strafstoß zum 1:0 für den ASV. Der Gegner aus Wilhelmsburg, die Viktoria, ließ sich dadurch nicht sonderlich beeindrucken und stellte in der 55. Minute durch Torsten Bettin den Ausgleich her. In der 88. Minute machte die Viktoria den Fehlstart der Elstern perfekt, Klein brachte die Viktoria erneut in Führung und sorgte für den 2:1 – Auswärtserfolg der Viktoria.

Kein Erfolg beim Neuling
Beim Gastspiel bei der Holsatia in Elmshorn erlitten die Elstern Schiffbruch. Zweihundertfünfzig Zuschauer sahen in der 42. Minute die Führung der Heimmannschaft durch Brandt. Als die durch zwei Zeitstrafen dezimierte Holsatia die Tore zum 3:0 durch Sievert ( 51. ) und Knaak ( 58. ) erzielten war es um die Elstern geschehen. Sowohl die Höhe als auch die Umstände unter denen diese Niederlage zustande gekommen ist sollten doch zu denken geben.

Blinder Eifer
Nur noch zweihundert Besucher wollten an den Sander Tannen das Spiel der Elstern gegen den SC Victoria sehen. Man kann getrost davon ausgehen, daß die schon angenehmere Nachmittage verbracht haben denn das Spiel bot aus Bergedorfer Sicht keinen Anlaß zur Freude. Die Gäste von der Hoheluft gingen in der 22. Minute durch Thiessen in Führung. In der zweiten Halbzeit setzten die Elstern alles daran diesen Rückstand auszugleichen. Ungestüm und planlos wurden die Angriffe vorgetragen. und so wurde der Victoria Raum zum kontern geboten. Der wurde ausgenutzt. Rickert (60.), Wiecorek (72.) und Polmann in der 80. Minute zerlegten die Elstern vor eigenem Publikum. Sieben Spiele nacheinander ohne Sieg, 2:12 Punkte und der letzte Tabellenplatz, das ist nicht das was sich die Bergedorfer Fußballfreunde von der neuen Saison erwartet hatten.

Wende in Reinbek?
2:12 Punkte gehen an der Mannschaft und dem nahen Umfeld nicht spurlos vorbei – am Ende trat der langjährige Ligaobmann Detlev Schlottmann von seinem Amt zurück. Nun stand das Punktspiel bei der TSV Reinbek vor der Tür. Erinnern wir uns kurz an den März 1983 – sieben Spieler kehrten damals nach internen Querele dem ASV den Rücken und eine Rumpfmannschaft stand gegen eben diese TSV auf dem Platz. Damals gelang einer bis dahin orientierungslosen Mannschaft, die aber gestützt durch Nachwuchsspieler Charakter zeigte, einen ganz wertvollen Punkt zu gewinnen. Vielleicht weniger für die Tabelle, auf alle Fälle aber wertvoll für das Selbstbewußtsein! Vierhundert
Besucher säumten das Spielfeld am Mühlenredder und mußten in der 19. Minute den Führungstreffer des ASV zur Kenntnis nehmen. Der Torschütze war Dirk Sauerland, der einen abgewehrten Freistoß im Reinbeker Tor unterbringen konnte. Unmittelbar nach Wiederbeginn überwand Andreas Krienke Elstern -Torhüter Achim Wunder mit einem Schuß der von der Unterkante der Latte im Tor landete. Mit einer Schrecksekunde für Hans-Jörg Uwihs endete die Partie. Nach einem Foulspiel in der 82. Minute zeigte der Schiedsrichter ihm die rote Karte, als aber der Schiedsrichter das entsetzte Gesicht des „Rotsündrs“ sah, bemerkte er seinen Irrrtum, entschuldigte sich und zeigte Gelb anstelle von Rot. Mit dem Spielstand von 1:1 endete diese Partie. Die TSV war die überlegene Mannschaf aber der gewonnene Auswärtspunkt war ungemein wichtig für Moral und Selbstbewußtsein der Bergedorfer Mannschaft.

Niederlage kurz vor Toresschluß
Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Diese immerwährende Erfahrung traf für die Elstern im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg in aller Klarheit zu. Das 0:1 durch Fricke fiel erst zwei Minuten vor dem Abpfiff und als Jürgen Stars im Tor des VfL im Gegenzug einen Kopfball von Olaf Poschmann unschädlich machte war es um die Elstern geschehen. Die alte Weisheit ( s.o. ) wurde bestätigt. Der VfL nahm die Punkte mit und die Elstern fristeten mit 3:15 Punkten ein trübes Dasein auf dem letzten Tabellenplatz.

Tristesse in Barsbüttel
Früh nahm das Unheil seinen Lauf, die Platzherrn, der Barsbüttler SV ging in der 3. Minute durch Meyer in Führung. Rüsch erhöhte in der 62. und 65. Minute auf 3:0. Mit dieser 0:3 – Schlappe wurden die Elstern auf die Heimfahrt geschickt. 3:17 Punkte nach zehn Spielen weisen den Weg in die Landesliga.

Endlich der erste Sieg
Jubelgesänge in der Kabine nach dem Schlußpfiff deuten unabweisbar auf ein erfolgreiches Spiel hin. Über den letzten Sieg der Elstern ( 4:0 über Meiendorf ) konnte am 13.4.87 berichtet werden, nun schrieb man den 12.10.87. Was war geschehen? Zehn Tage zuvor wurde Dirk Klenke verpflichtet. Unstimmigkeiten zwischen dem Norderstedter Trainer Gerhard Mewes – in Bergedorf kein Unbekannter – führten zur Trennung von einigen Spielern. Dirk Klenke und Hauke Müller waren dabei und schlossen sich den Elstern an. Gegen den Gegner Rasensport Elmshorn stand Klenke als Libero in der Startelf. Klenke erwies sich als stabilisierender Faktor in der Bergedorfer Mannschaft. Wo bislang Hektik und Nervosität vorherrschten wurde mit Umsicht die Abwehrarbeit organisiert. Das erlösende Tor erzielte Hartmut Harlapp in der 48. Minute. Das war der erste Sieg nach sechs Monaten. Die Verbesserung des Punktekontos auf 5:17 Zähler konnte den ASV in der Tabelle nicht voran bringen, aber die positiven Ansätze machten Hoffnung auf bessere Zeiten.

Die Elstern hielten lange mit
Man mußte beim Gastgeber der nächsten Partie, den Amateuren des HSV, eine Niederlage einkalkulieren. Nur ein Sieg in den letzten elf Spielen berechtigt nicht zu einer optimistischen Einschätzung. Der Aufrtritt der Elstern überraschte aber die dreihundert Besucher. Bis zur 39. Minute lagen die Elstern nach Toren von Harlapp (9. ) und Jacobsen (39.) und dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Fricke ( 15. ) mit 2:1 in Führung. Der Ausgleich kam durch einen von Pape verwandelten Foulelfmeter in der 40. Minute zustande. In der zweiten Halbzeit setzte sich die technische Überlegenheit des HSV durch und die Rothosen gingen durch Bub ( 68. ) und Marin ( 81. ) mit 4:2 in Führung. Trotz der Niederlage zeigten sich die Elstern im Vergleich zu den letzten Wochen stark verbessert und konnten beweisen daß sie mit den „Schwergewichten“ der Liga mithalten können.

Die Talfahrt gestoppt
Das nächste Heimspiel bot Gelegenheit den Formanstieg unter Beweis zu stellen. Dies sollte gegen Komet Blankenese, den Tabellendreizehnten eigentlich gelingen. Vor dreihundertdreißig Zuschauern brachten Stefan Schraub (15. ) und Hartmut Harlapp ( 38. ) den ASV mit 2:0 in Führung und hätten die Elstern nicht versäumt im zweiten Durchgang ihre Chancen zu nutzen, wäre der Sieg deutlicher ausgefallen. So konnte der ASV aber immerhin den Abstand zu den Tabellennachbarn verringern.

Zwei Punkte beim Aufsteiger
Die Elstern sind mit der Verpflichtung von Dirk Klenke stabiler geworden. Dies war auch beim Neuling Bramfeld erkennbar. Ein Tor von Stefan Schraub aus der 16. Minute reichte aus um die Punkte mit nach Bergedorf zu nehmen. Der Weg aus dem Tabellenkeller ist lang und beschwerlich aber immerhin waren die Elstern nun punktgleich mit Komet Blankenese und konnten den letzten Tabellenplatz verlassen.

Versöhnlicher Abschluß
Zum Abschluß der Vorrunde gastierte der Glashütter SV an den Sander Tannen. Die vom Ex – HSV er Erwin Piechowiak trainierten Glashütter haben bisher eine sehr gute Runde gespielt und belegten mit 17:11 Punkten den fünften Tabellenplatz. Den dreihundert Zuschauern wurde zunächst eine torlose erste Halbzeit präsentiert. Das änderte sich in der 51. Minute als Mathias Rauls zum 1:0 für den ASV traf. Vier Minuten später konnten die Gäste durch Grewe ausgleichen. Als Stefan Schraub in der 60. Minute elfmeterreif gefoult wurde ließ sich Hauke Müller, Neuzugang aus Norderstedt, die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte zum 2:1. Dieses Resultat hatte bis zum Schlußpfiff Bestand. Da die Tabellennachbarn der Elstern ihre Spiele verloren hatten verbesserten sich die Elstern auf den 14. Tabellenplatz.

Rückschau auf die Vorrunde
An der Tabellenspitze der Verbandsliga machte der Meiendorfer SV Anstalten, der Konkurrenz zu enteilen. Vier Punkte Vorsprung vor dem VfL Pinneberg, fünf Zähler vor dem Tabellendritten, dem FC Süderelbe bei bisher nur einer Niederlage nähren die Hoffnung auf den Titelgewinn. Die hoch gehandelten Amateure des HSV haben bereits fünf Niederlagen hinnehmen müssen, das macht die Titelverteidigung fraglich. Unterschiedlich ist die Situation bei den vier Aufsteigern. Stade und Glashütte sind im Mittelfeld der Tabelle beheimatet, für Holsatia und Bramfeld scheinen sich die zu Anfang der Saison erstellten Prognosen zu bestätigen, gleiches gilt für Komet Blankenese. Auch der ASV fand sich nach einem deftigen Fehlstart tief im Tabellenkeller wieder, aber nach personellen Verstärkungen war ein Formanstieg unverkennbar. Auch die TSV Reinbek blieb in den Startblöcken sitzen, 0:6 Punkte waren für den Rest der Vorrunde eine schwere Bürde. Am 19.11.87 begann für den ASV die Rückrunde der Saison 1987 / 88

Gelungener Rückrundenstart

Zu Beginn der Rückrunde durften die Elstern den VfL Stade vor dreihundertundzwanzig Zuschauern an den Sander Tannen begrüßen. Die erlebten einen Auftakt nach Maß, denn Achim Spreckelsen brachte den ASV in der 10. Minute in Führung. Das 1:0 war gleichzeitig der Pausenstand. Hauke Müller blieb es vorbehalten in der 81. und 85. Minute den Spielstand auf 3:0 zu erhöhen. Nach weiteren zwei Minutensorgte Frank Jacobsen mit dem Tor zum 4:0 für einen gelungenen Start in die Rückrunde. Mit nun 13:19 Punkten konnten die Elstern die Abstiegsplätze verlassen.

Ohne Chance in Meiendorf 

Insgeheim hatten die Elstern gehofft aus Meiendorf etwas Zählbares mitzunehmen aber auf dem Platz hatten sie keine Chance. Die Meiendorfer zeigten ihr bis dato bestes Saisonspiel und Torjäger Axel Radtke hatte zudem einen Glanztag. Nach der Meiendorfer Führung durch Fisera ( 7. ) traf er in der 27. und 32. Minute zum 3:0, in der 38. Minute verwandelte er noch einen Strafstoß zum Pausenstand von 4:0. Das 5:0 ging auf das Konto von Stefan Schraub, ihm unterlief in der 56. Minute ein Eigentor. Die Einkaufspolitik der Elstern – Verantwortlichen fand nicht die ungeteilte Zustimmung. Detlef Wulff-Holdt war damit nicht einverstanden und kehrte den Elstern den Rücken.

Das Spiel von Frank Jacobsen
Zur prägenden Figur des Spieles gegen den FC Süderelbe wurde Abwehrspieler Frank Jacobsen. Nicht nur das 1:0 ( Foulelfmeter ) aus der 24. Minute konnte er sich gutschreiben, sondern auch das 2:0 aus der 72. Minute ging auf sein Konto. Dazwischen lag der vorübergehend Ausgleich durch Pohl in der 70. Minute. Dreihundertzwanzig Besucher konnten sich nach dem Schlußpfiff zufrieden auf den Heimweg machen.

Keine Offenbarung
Der Kommentar im HAB war denkbar kurz. Beide Teams boten nur enttäuschende Leistungen. Gemeint waren der Gastgeber Bergedorfer 85 und der Gast, die Holsatia aus Elmshorn. Zweihundertsiebenundvierzig Zuschauer sahen in der 14.Minute die Elsternführung durch Harlapp und in der 70. Minute den Ausgleich durch Sievert. Ein Spiel welches keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Siegreich gegen Reinbek
Der nächste Gegner an den Sander Tannen war die TSV Reinbek. Vierhundertfünfzig Besucher ( man ist ja bescheiden geworden ) freuten sich in der 25. Minute über das 1:0 durch Spreckelsen. Die Freude war nur von kurzer Dauer denn drei Minute später konnte Winzer für die TSV ausgleichen. Neuzugang Dieter Kawohl – kam von Altona 93 – meldete sich in der 53. Minute mit dem Führungstreffer zu Worte. Mit dem 3:1 in der 85. Minute beseitigte Harlapp alle Zweifel am Spielausgang. Mit 18:22 Punkten war der Kontakt zum Tabellenmittelfeld hergestellt.

Sieg in Alsterdorf
Der Karfreitag wird in Teilen der Republik als stiller Feiertag begangen und der Fußball ist kein Thema. An eben diesem Karfreitag stand in Alsterdorf das Spiel gegen Bergedorf 85 auf dem Programm. Der SC Sperber wurde vor Saisonbeginn hoch eingeschätzt, konnte aber den hohen Erwartungen nicht standhalten. Die mit vier Mann Ersatz angetretenen Alsterdorfer mußten eine Minute vor dem Pausenpfiff das 0:1 hinnehmen als Jacobsen einen Strafstoß verwandelte. In der 55. Minute kam beim SC Sperber Hoffnung auf einen günstigen Spielausgang auf als Block den Ausgleichstreffer erzielte. Das Tor zum 2:1 in der 85. Minute durch Dirk Sauerland beendete die Hoffnungen des SC Sperber.

Auch an der Hoheluft siegreich
Ostern wurde den Elstern das volle Programm zuteil. Karfreitag beim SC Sperber, für Ostermontag war das Gastspiel bei der Victoria angesagt. Im Hinspiel an den Sander Tannen gingen die Elstern mit 0:4 unter, nun war die Gelegenheit zur Wiedergutmachung gegeben. Die Elstern nutzten diese Gelegenheit und siegten nach torloser erster Halbzeit vor vierhundertfünfzig Besuchern mit 2:0. Beide Tore waren das Werk von Stefan Schraub. Bühnenreif war der zweite Treffer in der 85. Minute. Von der Mittellinie schlug er den Ball hoch in den Strafraum, dort sprang der Ball auf und segelte über Torwart Wolfgang Kayser hinweg ins Victoria – Tor. Ein Tor des Monats! Nach zweiundzwanzig Spielen hatten die Elstern erstmals in dieser Saison ein ausgeglichenes Punktverhältnis.

Pinneberg war zu stark
Schon allein der Tabellensituation konnte man entnehmen daß der VfL Pinneberg auf eigenem Geläuf den Elstern das Leben schwer machen würde. So kam es auch. Udo Goldenstein – in der Vorsaison noch in Quickborn tätig – traf in der 20. Minute zum 1:0 für den VfL, den Endstand von 2:0 erledigte Kock fünf Minuten vor dem Schlußpfiff. Mathias Rauls wurde mit einer roten Karte vorzeitig in die Kabine geschickt. An der Tabellenspitze zogen die Meiendorfer einsam ihre Kreise mit sieben Punkten Vorsprung vor den Pinnebergern und dem FC Süderelbe.

Dämpfer gegen Barsbüttel 
Das HAB fand vermutlich nichts Berichtenswertes zum Heimspiel der Elstern gegen den Barsbüttler SV. Nur soviel: Dreihundertzwanzig Zuschauer verteilten sich auf den Rängen der Sander Tannen und mußten in der 30. Minute mit ansehen wie Hennings die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. An diesem Ergebnis änderte sich nichts mehr und die Elstern mußten geschlagen den Platz verlassen.

Rasensport blieb Sieger
Die Elmshorner Rasensportler erwischten einen Blitzstart und gingen durch Krupski in der 3. Minute in Führung. Derselbe Spieler erhöhte in der 30. Spielminute auf 2:0. Nach der Pause gelang Neuzugang Dieter Kawohl der Anschlußtreffer zum 1:2. Da aber Hartmut Harlapp und Frank Jacobsen klarste Torchancen nicht verwerten konnten, blieb es beim 1:2 und den Elstern wurden zwei Minuspunkte gutgeschrieben. Das Punktekonto betrug nun 22:28 Zähler, gleichbedeutend mit dem 11. Tabellenplatz.

Zwei Punkte an der Landesgrenze
Eine abwechslungsreiche Partie wurde den zweihundertundsechzig Zuschauern an der Landesgrenze, der Spielstätte der Viktoria Wilhelmsburg – Veddel geboten. Den Anfang machte Torsten Bettin mit dem 1:0 in der 15. Minute. Die Reaktion der Elstern ließ nicht lange auf sich warten, in der 18.
Minute machten Harlapp und Rauls aus dem 0:1 ein 2:1. Damit nicht genug: nach weiteren zehn Minuten erhöhte Harlapp auf 3:1. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeitpause. Nach der Pause, in der 75. Minute erhöhte Stefan Schraub auf 4:1 für den ASV. In der 80. Minute gelang Torsten Bettin eine Ergebniskorrektur zum 2:4.

Teilerfolg am Rothenbaum

Auch wenn die Amateure des HSV gegen den FC Süderelbe beide Punkte eingebüßt hatten durfte man den HSV im Rennen um den zweiten Tabellenplatz nicht abschreiben. Die Elstern mußten also mit einem hochmotivierten Gegner rechnen. Nach torloser erster Halbzeit wurde beim HSV Jens Fischer eingewechselt und der bedankte sich dafür mit dem Tor zum 1:0 für den HSV. Drei Minuten später gelag Dirk Klenke das Ausgleichstor. Es blieb bei diesem Ergebnis, aber die Elstern konnten zeigen, daß sie besser sind als Tabellenplatz 11 mit 25:29 Punkten aussagt.

Harte Arbeit bei Komet

Der designierte Absteiger Komet Blankenese, erst drei Siege in den bisherigen sechsundzwanzig Spielen bereitete den Elstern einen arbeitsreichen Nachmittag. Die erste Halbzeit verlief torlos, aber kaum wieder auf dem Platz nahm die Partie Fahrt auf. Zunächst war es Habicht ( Komet ) der mit seinen Toren in der 50. und 63. Minute seine Mannschaft mit 2:0 in Führung brachte. Die Elstern konnten aber dagegenhalten, denn in der 68. und 73. Minute stellte Frank Jacobsen den Gleichstand her. Für einen versöhnlichen Abschluß aus Sicht des ASV sorgte in der Schlußminute Hartmut Harlapp mit dem Tor zum 3:2. Über eine Punkteteilung hätte sich vermutlich niemand beklagt, aber späte Siege sind die schönsten.

Spiel ohne Höhepunkte
Im letzten Heimspiel der Saison kamen nur noch einhundertfünfzig Besucher an die Sander Tannen um das Spiel gegen Neuling und Absteiger Bramfelder SV zu verfolgen. Das HAB gab zu diesem Spiel nur das Resultat bekannt – das Spiel zwischen Bergedorf 85 und dem Bramfelder SV endete 0:0.

Versöhnlicher Saisonabschluß
Die Gelegenheit zu einem versöhnlichen Saisonabschluß nahmen die Elstern in Glashütte wahr. Olaf Poschmann machte in der 6. Minute mit dem 1:0 den Anfang, die Fortsetzung lieferte Dieter Kawohl mit dem Tor zum 2:0 in der 18. Minute. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeitpause. Die Glashütter hatten sich aber noch nicht aufgegeben, denn Beginski verkürzte auf 1:2 in der 65. Minute. Als dann noch in der 85. Minute durch Lüdemann der Ausgleich fiel. deutete alles auf eine Punkteteilung hin. aber eine Minute vor Spielende schlug Mathias Rauls zu und sorgte mit seinem Tor zum 3:2 für ein ausgeglichenes Punkteverhältnis.


Zusammenfassung und Rückschau

Der ASV Mit dem Sieg in Glashütte beendeten die Elstern die Saison 1987 / 88 mit einem ausgeglichenen Punktverhältnis auf dem 6. Tabellenplatz. Der Verlauf des ersten Saisondrittels ließ Schlimmes erahnen noch kein Sieg 3:17 Punkte letzter Tabellenplatz Saisonübergreifend mußten Mannschaft und Fans eine Leidenszeit von sechs Monaten bzw. siebzehn aufeinanderfolgenden Spielen ohne Sieg über sich ergehen lassen.
Die Verstärkung der Mannschaft durch die Neuzugänge Dirk Klenke, Hauke Müller und Dieter Kawohl hat sich als wirkungsvolle Maßnahme herausgestellt. Die Mannschaft hat deutlich an Stabilität gewonnen und konnte den Kontakt zum Tabellenmittelfeld wieder herstellen. In einer „Rückrundentabelle“ wäre der ASV hinter Pinneberg(21 Punkte) und Meiendorf (20 Punkte) zusammen mit dem FC Süderelbe und den HSV-Amateuren mit 19 Punkten auf dem dritten Platz eingelaufen.
Die neununddreißig Tore des ASV gingen auf das Konto von Harlapp (8), Jacobsen (7), Rauls (4), Schraub (4), Müller (3). Kawohl (3). Klenke, Spreckelsen, Meyer und Sauerland trafen je zweimal,jeweils einen Treffer steuerten Olaf Poschmann und Sven Pinz bei. Nicht nur in der Punktetabelle, sondern in der Zuschauergunst haben die Elstern ihren Spitzenplatz eingebüßt. Im Durchschnitt kamen 288 Zuschauer zu den Heimspielen an den Sander Tannen, dies entspricht nahezu dem Verbandsligadurchschnitt. Zuschauerkrösus wurden die Rasensportler aus Elmshorn mit einem Schnitt von 484 Besuchern, es folgten Meiendorf mit 437 und der VfL Stade mit 407 Besuchern.


Meisterschaft und Abstieg
Meister der Verbandsliga wurde der Meiendorfer SV mit drei Punkten Vorsprung vor dem VfL Pinneberg. Zwei Niederlagen in den beiden letzten Spielen verhinderten einen größeren Vorsprung. Die favorisierten Amateure des HSV mußten während der Runde neun Niederlagen hinnehmen und konnten in den Kampf um die „Plätze an der Sonne“ nicht eingreifen. Auch ein Trainerwechsel – Gerd Volker Schock löste während der Runde seinen Nachfolger ab – brachte nicht den erhofften Umschwung. Ein herzlicher Glückwunsch geht nach Meiendorf! In der Aufstiegsrunde konnten weder Meiendorf noch Pinneberg überzeugen. Die Meiendorfer gewannen nur das letzte Spiel, der VfL Pinneberg vergab im letzten Spiel die Möglichkeit, sich über den zweiten Platz in der Spielgruppe für das Ausscheidungsspiel der beiden Tabellenzweiten zu qualifizieren. Sowohl Komet Blankenese als auch der Bramfelder SV standen vor dem letzten Spieltag als Absteiger fest, der dritte Absteiger wurde am letzten Spieltag zwischen Vikt. Wb.-Veddel und Holsatia Elmshorn in Wihelmsburg ermittelt. Mit einem 2:0 – Erfolg vor fünfhundertdreißig Zuschauern schickte die Viktoria den Gast aus Elmshorn in die Landesliga.

Statistik: (Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken)










Quellenmachweis Die Kurzkommentare zu den Spielen lehnen sich – wie schon in den vorangegangenen Berichten – an die Berichterstattung im HAB an. Entsprechendes gilt für die Fotos und die Saisonabschlußtabelle. Die Vorstellung der Aufsteiger VfL Stade, Glashütter SV und Holsatia Elmshorn hat sich an entsprechenden Passagen des Buches Fussball – Lexikon Hamburg / Verlag Die Werkstatt orientiert.

Sonntag, 29. März 2020

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1986 / 87 (von Hans-Martin Lippold)


Die Spielzeit 1985 / 86 nahm für die Vertreter des HFV kein gutes Ende.
Die Amateure des HSV schlossen die Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga mit einem Punkteverhältnis von 5:7 Zählern hinter der Spvg. Göttingen und dem Bremer SV auf dem dritten Rang ab. Nicht besser erging es Vizemeister SC Norderstedt . Hinter dem SV Atlas Delmenhorst und dem VfR Osterode reichten 5:7 Punkte auch nur zum dritten Platz in der Gruppe. So blieben beide Vertreter der Verbandsliga Hamburg erhalten.

Vorstellung der Neulinge
Da zu allem Überfluß mit dem SV Lurup ein Hamburger Verein die Amateuroberliga verlassen mußte gab es für die Spielzeit 86 / 87 nur zwei Aufsteiger aus den Landesligen. Dies waren der FTSV Rasensport Elmshorn und der Barsbütteler SV.
Keimzelle der Elmshorner Rasensportler ist der 1860 gegründete Elmshorner MTV. Unzufriedene Mitglieder gründeten daraufhin im Jahre 1890 die Fußballabteilung im Arbeiterbildungsverein Elmshorn. Hieraus entstand 1895 die FREIE TURNERSCHAFT ELMSHORN. Im Jahre 1920 ging daraus der eigenständige VfR Elmshorn hervor. Eine Fusion mit der FREIEN TURNERSCHAFT ELMSHORN führte 1923 zur Freien TSVg 1890 Elmshorn. Diese wurde 1933 wie auch andere der Arbeiterbewegung entstammende Vereine aufgelöst. Am 3.5.46 erfolgte die Neugründung der Freien TSVg 1890 Elmshorn. Deren Fußballabteilung nahm unter der Bezeichnung Rasensport Elmshorn am Spielbetrieb des HFV teil. Der sportliche Werdegang der Rasensportler darf als abwechslungsreich bezeichnet werden. Der Start in die Saison 1946 / 47 fand in der untersten Spielklasse ( B-Klasse Hamburg, A-Klasse Hamburg, Kreisklasse, 4. Liga ) statt. Unterbrochen von zwei Spielzeiten ( 48/49 und 49/50 ) in der dritten Liga (1. Klasse Hamburg, Bezirksklasse ) stiegen die Rasensportler 1953 wieder in Liga drei, nun Verbandsliga genannt, auf. 1955ging es für ein Jahr in Hamburgs höchste Spielklasse ( Amateurliga, 2. Liga ). Nach einem Jahr mußten die Rasensportler wieder in die dritte Liga zurückkehren. Nach zwei Jahren Wiederaufstieg in die Amateurliga Hamburg (2. Liga ). Diese mußten die Rasensportler am Ende der Saison58/59 wieder verlassen. Der Aufenthalt in Liga drei währte zwei Jahre bis Raspo erneut den Aufstieg in Liga zwei schaffte. Nach drei Jahren ging es wieder eine Etage tiefer in Liga drei. Diese wurde nach einer Spielklassenreform auf DFB – Ebene zur 4. Liga und als die drei Parallelstaffeln zu zwei Staffeln zusammengefaßt wurden waren die Rasensportler nur noch fünftklassig,. Drei Jahre in Liga fünf wurden 1973 abgelöst mit dem Aufstieg in Liga vier die nach einer erneuten Reform der Spielklassen zur Liga fünf wurde. In der Saison 76/77 waren die Rasensportler wieder in Liga sechs angekommen. Dem schloß sich der nächste Abstieg, diesmal in Liga sieben, an. Das Ende der Talfahrt war erreicht. Fünf Jahre in Liga sechs ( Bezirksliga ) wurden abgelöst von drei Jahren Landesliga ( Liga 5 ) bis am Ende der Saison85/86 die Qualifikation zum Hamburger Oberhaus gelang.

Zum besseren Verständnis der Spielklassenbezeichnungen und deren hierarchischer Einordnung ist dem Anhang zudiesem Bericht eine entsprechende Übersicht beigefügt.
Der andere Aufsteiger, der Barsbütteler SV wurde am 1.11.48 gegründet und fand seine sportliche Heimat zunächst im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband. Es war dem Verfasser leider nicht möglich über diese Zeit Informationen zusammenzutragen und den sportlichen Werdegang nachzuzeichnen. 1958 spaltete sich die zweite Fußballmannschaft ab und trat als SC Willinghusen im Bereich des HFV in der Kreisklasse Staffel 3 zum Punktspielbetrieb an. 1980 erfolgte die Eingliederung des Barsbütteler SV in den HFV mit der Einstufung in die Bezirksliga Staffel Ost. Am Ende der Saison 80/81 verließ der Barsbüttler SV diese Spielklasse in Richtung Landesliga Hansa. Nach fünf Jahren mit Platzierungen im Mittelfeld wurde am Ende der Saison 85/86 mit fünf Punkten Vorsprung vor dem SC Condor der Titel errungen und der Aufstieg in die Verbandsliga sichergestellt.

Vorschau auf die kommende Spielzeit
Leider kann auch in diesem Bericht – wie schon bei den vorigen Notizen – nur sehr wenig über Spielerwanderungen und Trainerwechsel berichtet werden. Der „große“ Fußball hat in den Medien eindeutig Vorrang. Immerhin bietet das HAB einen informativen Blick auf die kommende Spielzeit. Wenig überraschend sieht das HAB die Amateure des HSV sowie den SC Norderstedt ganz vorne in der Tabelle, auch der VfL Pinneberg erfreut sich einer hohen Wertschätzung. Spieler mit Bundesligaerfahrung – Peter Hidien und Jürgen Stars – können eine wirkungsvolle Verstärkung für die Pinneberger Mannschaft sein. Auch der Meiendorfer SV und der FC Süderelbe werden im HAB hoch gehandelt. Gespannt war man auf den SV Börnsen. Trainer Peter Rohrschneider hat einen drastischen Umbruch durchgeführtund sich von zwölf Spielern getrennt. Ob elf Neuzugänge dies kompensieren können bleibt abzuwarten. Schwere Zeiten wurden dem SV Lurup vorausgesagt denn vom Oberligakader sind nur zwei Spieler beim SVL verblieben Eine Zeile aus der Saisonvorschau muß den Bergedorfer Fußballanhängern allerdings zu denken geben. Die Elstern wurden in den Kreis der Mannschaften eingeordnet die sich um den Klassenerhalt Sorgen machen müssen.Auf den Verlauf der Spielzeit 1986 / 87 durfte man sehr gespannt sein.

Start mit einem Auswärtssieg
Erster Gegner der Elstern war der Oberligaabsteiger SV Lurup. Aus der Oberligamanschaft der vergangenen Saisonwaren nur noch zwei Spieler übrig geblieben. Der SVL mußte also eine komplett neue Mannschaft auf das Spielfeld schicken. Zum Saisonauftakt fanden sich dreihundert Unentwegte an der Flurstrasse ein. Diese mußten mit ansehen wie in der 65. Minute ein Schuß von Nils Meyer den Weg in die Luruper Maschen fand.Dieser Treffer zum 1:0 für den ASV war gleichzeitig das Endresultat und bescherte den Elstern einen gelungenen Saisonstart.

In zwei Minuten war alles vorbei
Dreihundert Besucher haben an den Sander Tannen ein leistungsgerechtes Unentschieden zwischen dem ASV undder Viktoria Wihelmsburg-Veddel gesehen . Die Gäste gingen in der 35. Minute durch Blank in Führung doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. In der 37. Minute war Detlef Wulff-Holdt mit dem Tor zum 1:1 erfolgreich. An diesem Ergebnis änderte sich nichts mehr und die Punkte wurden an den Sander Tannen geteilt.

Das Glück des Tüchtigen
Das sprichwörtliche Glück des Tüchtigen hatten die Elstern in Quickborn gepachtet denn in den letzten zwanzig Minuten wurden sie vom TuS Holstein ganz massiv unter Druck gesetzt. Ziel der Quickborner Bemühungen war – wie könnte es auch anders sein – eine Ergebniskorrektur. Nach fünfundfünfzig Minuten brachte nämlich Wulff-Holdt den ASV in Führung. Udo Goldenstein (TuS ) gelang in der 63. Minute der Ausgleichstreffer. Die erneute Führung des ASV durch John Rikkelmann beantworteten die Platzherrn mit einem energischen Schlußspurt. Da aber die besten Möglichkeiten nicht genutzt wurden blieb es beim 2:1 – Erfolg von Bergedorf 85 in Quickborn. Mit 5:1 Punkten standen die Elstern nach drei Spielen auf dem vierten Tabellenplatz.

Unerwarteter Erfolg
Der amtierende Meister der Verbandsliga zu Gast an den Sander Tannen, da werden die Amateure des HSV zu Recht auf den Favoritenschild gehoben. Es kam aber anders denn der ASV machte den Amateuren des HSV einen Strich durch die Rechnung und gewann vor fünfhundert Besuchern nach Toren von Wulff-Holdt und Olaf Poschmann mit 2:0. Ein unerwarteter Erfolg der den Elstern bei einem Punktestand von 7:1 einen Platz im Spitzentrio der Tabelle sicherte.

Schlappe in Alsterdorf
Mit einer großen Portion Optimismus im Gepäck traten die Elstern die Reise zum „Fastabsteiger“ der vorigen Saison, dem SC Sperber an Der Auftakt verlief für die Bergedorfer Mannschaft zunächst nach Maß. Andre Kassat brachte seine Farben in der 8. Minute in Führung und erweckte Hoffnungen auf den Fortbestand der guten Serie des ASV. Der erste Dämpfer kam in der 39. Minute als Emme ( Sperber ) den Ausgleich erzielte. Derselbe Spieler krönte seinen Arbeitstag in der 71. Minute mit seinem Treffer zum 2:1 für den SC Sperber. Das Drängen der Elstern auf den Ausgleich blieb ohne Erfolg. Im Gegenteil, dem SC Sperber gelang durch Buschmann in der 82. Minute das 3:1. Als dann noch Daniel Glogowski in der 85. Minute die rote Karte erhielt, konnte der SC Sperber das Resultat in der 87. Minute auf 4:1 erhöhen. Kein guter Tag für den ASV.

Entscheidung durch ein Eigentor
Unter der Woche gab es eine empfindliche 1:4 – Niederlage beim SC Sperber. Ob gegen den Gast, den VfL Pinneberg eine Wiedergutmachung gelingen konnte fand das Interesse von vierhundert Besuchern. Das 1:0 erweckte frohe Erwartungen auf den Rängen die aber in der 43. Minute durch den Pinneberger Ausgleichstreffer einen Dämpfer erhielten. Ein Eigentor von Olaf Poschmann zum 1:2 aus Sicht der Elstern machte alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte. Es hätte auch noch schlimmer kommen können aber Frank Hense im Tor der Elstern wehrte in der 83. Minute einen Foulelfmeter ab.
Nach sechs Spielen 7:5 Punkte, gleichauf mit Barsbüttel und dem SC Sperber bedeuteten Platz sechs in der Tabelle. Beim SV Börnsen muß man sich fragen lassen ob man bei 1:11 Punkten und dem letzten Tabellenplatz zu Beginn der Saison den Kader den Erfordernissen der Verbandsliga entsprechend aufgestellt hat.

Duell ohne Glanz
Was waren das für Spiele in der Vergangenheit – Victoria gegen den ASV zog die Massen an und vierstellige Zuschauerzahlen waren die Regel. Nun – beide Teams waren im Niemandsland der Tabelle angekommen – lockte diese Paarung 348 Besucher an die Hoheluft. Kommentare zum Spiel konnte man dem HAB nicht entnehmen. Viel zu berichten gab es nicht, das Spiel endete 0:0.

Der Gast war überlegen
Es gab ein Wiedersehen mit Stefan Vonau. In der vorigen Saison noch in Diensten der Elstern trug er jetzt das Trikot der TSV Reinbek. Allerdings war er wie auch seine Sturmkollegen zur Wirkungslosigkeit verurteilt denn die Abwehr der Elstern war jederzeit Herr der Lage. Das Tor des Tages ging in der 16. Spielminute auf das Konto non Nils Meyer. Die Reinbeker waren vor 500 Besuchern an den Sander Tannen ein mindestens gleichwertiger Gegner,mußten aber ohne Punkte an den Mühlenredder zurückfahren.

Börnsen nahm (mal wieder ) die Punkte mit 
Enttäuschung an den Sander Tannen, aufatmen in Börnsen, das waren die Reaktionen nach dem Spiel. Es lief für den ASV absolut nicht nach Plan denn die Gäste gingen in der 23. Minute durch einen umstrittenen Elfmeter in Führung. Brunnecker war der Torschütze. Das 1:1 gelang Olaf Poschmann in der 50. Minute. Die Gäste – in der zweiten Halbzeit deutlich verbessert, gingen durch Vick in der 58. Minute in Führung. Diese Führung konnten die

Spieler aus dem Sachsenwald über die Zeit retten.
Die Leistung von Schiedsrichter Diekert ( Zeitstrafen für Sven Pinz, Nils Meyer und Daniel Glogowski ) fand insbesondere bei den Bergedorfer Zuschauern wenig Zustimmung. Am Ende des Tages belegten die Elstern den achten Tabellenplatz ( 10:8 Punkte ), der SV Börnsen feierte seinen ersten Saisonsieg und konnte den letzten Tabellenplatz an Holstein Quickborn weiterreichen.

Unerwarteter Sieg
 In Norderstedt beim Vizemeister der Vorsaison wartete eine schwere Aufgabe auf den ASV. Zwar nur zwei Punkte Rückstand auf den SCN, aber die Hausherrn waren der klare Favorit in dieser Partie. Mit einer defensiven Grundeinstellung gingen die Elstern in dieses Spiel, setzten aber immer wieder Nadelstiche in Richtung Norderstedter Hintermannschaft. Einen dieser Konter vollendete John Rikkelmann als er eine Minute vor Spielende den Norderstedter Torsteher überwinden konnte.
 Nach diesem 1:0 – Erfolg standen für den ASV 12:8 Punkte zu Buche. Dieser Punktestand führte den ASV auf den siebten Tabellenplatz. Beim ASV durfte man zufrieden sein. Zoran Balunovic, im Vorjahr noch die Nummer eins im Tor der Elstern konnte ganz offensichtlich nicht ertragen in der neuen Saison die Nummer zwei hinter Frank Hense zu sein. Aus Verärgerung über seine Situation kehrte er den Elstern mit unbekanntem Ziel den Rücken.

Teilerfolg gegen Meiendorf
 In der letzten Saison konnte sich der MSV gegen die Elstern alle vier Punkte sichern. Zwei Zähler verloren die Elstern am grünen Tisch und dann gab es noch eine 0:5 - Niederlage in Meiendorf. Auf den Ausgang der aktuellen Begegnung an den Sander Tannen waren sechshundert Besucher neugierig. Die sahen zunächst eine überlegene Meiendorfer Elf die in der 25. Minute durch einen Foulelfmeter in Führung ging. Aus dem Spiel heraus gelang den Gästen kein weiterer Treffer. Dies gelang aber den Elstern unmittelbar nach Wiederbeginn – Frank Jacobsen war in der 46. Minute mit einem Kopfball zum 1:1 erfolgreich. in der Folgezeit blieb den Elstern ein weiterer Torerfolg versagt und so blieb es bei einem letztlich verdienten 1:1 – Unentschieden. Meiendorf konnte mit diesem Ergebnis den zweiten Tabellenplatz behaupten, für die Elstern war mit 13:9 Punkten die Tabellenspitze in Sichtweite.
Zum Pechvogel des Tages avancierte der Reinbeker Nannschaftskapitän Olaf Ahrens. Im Heimspiel der TSV gegen den SC Sperber erzielte er zwei Tore. Das waren allerdings Eigentor, und zwar gegen Ex-Elster im Tor der TSV, Michael Sprang (siehe Titelfoto).

Verdienter Punkt in Blankenese
Eine Glanzparade von Torhüter Frank Hense rettete den Elstern in der Schlußminute einen Punkt bei Komet Blankenese. In der 37. Minute fiel durch Andre Kassat das 1:0 für die Elstern, dieses Resultat behielt bis zum Pausenpfiff Gültigkeit. Den Ausgleich für Komet besorgte in der 67. Minute von Appen. Die erneute Führung für den ASV ging in der 75. Minute auf das Konto von Detlef Wulff-Holdt. Den verdienten 2:2 Ausgleich für Komet schoß Friedrichs zehn Minuten vor dem Abpfiff. Im Tabellenkeler sendete der SV Börnsen ein Lebenszeichen an seine Nachbarn: Raspo Elmshorn wurde mit einer 0:5 – Niederlage nach Hause geschickt.

Strich durch die Rechnung
Wer einen Klassenneuling unterschätzt kann einen schweren Fehler begehen.So geschehen an den Sander Tannen beim Spiel der Elstern gegen Rasensport Elmshorn. Die Elstern brachten aus Blankenese einen Punkt mit und Raspo ging in Börnsen mit 0:5 unter. Da waren in einigen Köpfen zwei Punkte schon vor dem Spiel auf dem ASV –Konto. Die Gäste aus Elmshorn entpuppten sich als die spielbestimmende Mannschaft und gingen in der 41. Minute zur Verblüffung der Zuschauer durch Rathjen 1:0 in Führung. In der Halbzeitpause fand Trainer Wysotzki
die passenden Worte für seine Mannschaft und das Drängen auf den Ausgleich hatte Erfolg: Andre Kassat traf in der 59. Minute zum 1:1 In einem Spiel dessen Ausgang sich die Elstern ganz anders vorgestellt hatten trennten sich der ASV und Raspo Elmshorn leistungsgerecht mit 1:1. Von den weiteren Mannschaften des Heimatgebietes stand der Barsbütteler SV mit 12:14 Punkten noch am bestenda. Der SV Börnsen ( 9:17 Punkte ) und die TSV Reinbek ( 8:16 Zähler ) sehen harten Zeiten entgegen.

Sieg beim Neuling Neuling
SV Barsbüttel konnte den Elstern auf eigenem Platz zunächst einen gehörigen Schrecken einjagen denn in der 25. Minute gelang dem Neuling der Führungstreffer. Diese 1:0 – Führung konnten die Barsbütteler bis zum Pausenpfiff verteidigen. Nach dem Wechsel bekamen die Elstern Oberwasser und drehten die Partie. Andre Kassat gelangen in der 59. und 69. Minute die Tore zum 2:1 - Vorsprung. Die Elstern gestalteten dieses Spiel überlegen und gingen nach neunzig Minuten als verdienter Sieger vom Platz.

Strahlende Gesichter
Schicken wir diesen Zeilen einen Kommentar von Trainer Rainer Wysotzki voraus: Die Mannschaft hat gekämpft und endlich schnörkellos auf Sieg gespielt. Die so gelobten hatten zuvor den FC Süderelbe mit einer deutlichen 0:3 – Niederlage auf die Heimreise geschickt. Spielerische Substanz war bei den Gästen nur in Ansätzen erkennbar, der FCS lebte von seinem Kampfgeist. Fünfhundert Zuschauer sahen in der 16. Minute das 1:0 für den ASV durch Andre Kassat. Es dauerte bis zur 85. Minute ehe Niels Meyer auf 2:0 erhöhen konnte. Als in der Schlußminute Frank Jacobsen von Garbe ( FCS ) im Strafraum zu Fall gebracht wurde ließ sich Nils Meyer die Gelegenheit zum 3:0 nicht entgehen. Mit diesem Resultat konnten sich die Elstern zwei Punkte in der Tabelle gutschreiben lassen.
Nach Ablauf der Hinrunde standen die Elstern auf einem guten und von vielen Fachleuten unerwarteten fünften Tabellenplatz, vier Zähler hinter Tabellenführer Norderstedt. Auf dem achten Tabellenplatz fand man mit einem Punktestand von 14:16 den Barsbütteler SV im hinteren Mittelfeld, gefolgt von der TSV Reinbek mit 11:17 Punkten. Auf den Abstiegsplätzen müssen sich Börnsen und Quickborn große Sorgen machen. Die Überraschungsmannschaft ist der SC Sperber. In der Vorsaison konnten die Alsterdorfer mit nur 18 Pluspunkten aus dreißig Punktspielen gerade noch den Kopf aus der Schlinge ziehen, nun stehen sie mit 20 Punkten nach fünfzehn Spielen der Hinrunde auf einem ausgezeichneten dritten Tabellenplatz. Eine famose Hinrunde hat auch der Meiendorfer SV seinen Anhängern geboten, lediglich am ersten Spieltag gingen die MSV – Spieler als Verlierer vom Platz. Allerdings verhinderten sieben unentschiedene Spiele eine noch bessere Punktausbeute von 21:9 Zählern.

Start in die Rückrunde
Zum Start in die Rückrunde kamen 400 Besucher zur Anlage an den Sander Tannen um das Spiel des ASV gegen den Oberligaabsteiger SV Lurup zu sehen. Nach Toren von Nils Meyer ( 26. Minute ) und Andre Kassat ( 83. ) siegten die Elstern mit 2 : 0 gegen den SV Lurup. Mit nunmehr 11:3 Punkten aus den letzten sieben Spielen waren die Elstern auf dem vierten Tabellenplatz angekommen und hatten direkten Kontakt zur Tabellenspitze.
Andreas Roloff, seit sieben Jahren Stammspieler, wurde in dieser Saison nur sporadisch eingesetzt und kehrte den Elstern den Rücken. Sein neuer Verein ist Landesligist SV Rönneburg, wo auch sein Zwillingsbruder Mathias spielt.

Ende einer Serie
Es ist wie verhext aber Wilhelmsburg war auch schon in früheren Zeiten ein ganz harter Brocken für die Elstern. Egal ob einst Einigkeit Wilhelmsburg oder der WFV 09 – die Elstern taten sich immer schwer in Wilhelmsburg . Auch die TSC Viktoria Wilhelmsburg-Veddel machte an diesem Tag den Elstern das Leben schwer und war die bessere Mannschaft an der Landesgrenze. So führte dann auch ein Tor von Ratzki aus der 55. Minute zum hochverdienten 1:0 für die Viktoria.
Im Tabellenkellerhaben sich Börnsen, Lurup und Quickborn festgesetzt. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt 5 – 6 Punkte. Besonders in Börnsen wurde der Druck auf den Trainer immer stärker.

Chance vergeben
Gegen das Tabellenschlußlicht Holstein Quickborn hätte man die Scharte vom Vorwochenende ausmerzen können aber daraus wurde nichts. Schon im Hinspiel in Quickborn mußten die Elstern Schwerstarbeit verrichten um die Punkte an die Sander Tannen mitzunehmen. Konterfußball aus einer stabilen Abwehr heraus, das war das Erfolgsrezept der Quickborner an diesem Tag. Mitte der ersten Halbzeit gingen die Gäste durch ein Tor von Nowotny in Führung, den Ausgleichstreffer schoß ( mal wieder ) Andre Kassat in der 68. Minute. Im starken Schlußspurt der Elstern erwies sich der Quickborner Torhüter Birke als unüberwindliches Hindernis. Das Spiel endete mit einem aus Sicht der Elstern enttäuschendem 1:1 vor 300 Besuchern.

Gutes Spiel und keine Punkte
Mit diesen Worten kann man das Spiel der Elstern bei den Amateuren des HSV skizzieren. Siebzig Minuten hielt der ASV den Angriffen des HSV stand, unterbrochen von einem Lattentreffer von Nils Meyer.Einen abprallenden Pfostenschuß setzte Zieriott in das von Frank Hense gehütet Elsterntor zum 1:0 ins Netz. Die enggültige Entscheidung zugunsten des HSV fiel in der 80. Minute durch das 2:0 von Beginski. An diesemTag unterlag der ASV der besseren Mannschaft des HSV.

Victoria brauchte acht Minuten
Das große Derby früherer Jahre lockte nur noch 380 Besucher an die Sander Tannen und so mancher hat sein Kommen bereut. Voß und zweimal Wiers brachten die Victoria zwischen der 31. und 39. Minute 3:0 in Führung. Damit war das Spiel eigentlich schon entschieden auch wenn Andre Kassar in der 44. Minute noch auf 1:3 verkürzen konnte. In der 81. Minute stellte Koopmann ( SCV ) den Dreitorevorsprung mit seinem Tor zum 4:1 wieder her. Der Treffer von Rikkelmann aus der 88. Minute hatte nur noch symbolische Bedeutung. Der SC Victoria gewann auch in dieser Höhe verdient mit 4:2. Die Elstern rutschten am Ende dieses Spieltages mit 22:18 Punkten auf den achten Tabellenplatz ab und hatten den Kontakt zur Spitzengruppe verloren. 

Auch in Reinbek sieglos
Die beiden letzten Niederlagen haben die Elstern zurückgeworfen und der gute Tabellenplatz war Geschichte. Auch am Reinbeker Mühlenredder gab es für die Elstern nichts zu holen. Tore von Schumacher ( 41. ), Winzer ( 53. ) und Jessen in der 80. Minute raubten den Elstern die letzten Illusionen auf einen vorderen Tabellenplatz. Die TSV Reinbek hingegen konnte die Abstiegsränge verlassen und sich vor Holstein Quickborn platzieren.

Überraschender Punktgewinn
Ob der SC Norderstedt in der Situation der Elstern der richtige Gegner ist darf bezweifelt werden. Aber die Elstern sorgten für eine Überraschung. Die Mannschaft lieferte vor dreihundert Besuchern gegen den Tabellenführer der Verbandsliga eine überzeugende Leistung ab. Diszipliniert und kampfstark traten die Elstern an den Sander Tannen auf . Den möglichen Siegtreffer der Elstern verhinderte Müller im Tor der Gäste in der Schlußphase. Es blieb beim 0:0, aber der Punktgewinn gegen den Tabellenführer war gut für das Selbstvertrauen der Mannschaft.

Meiendorf wurde ausgespielt 
Den 326 Besuchern am Meiendorfer Deepenhorn wurde ein ganz bitterer Vormittag bereitet. Nach dem 0:1 aus der 4. Spielminute durch Kassat stürmten die Gastgeber unentwegt in Richtung Elsterntor ohneetwas Zählbares zu erreichen. Diese Spielanlage der Platzherrn schuf den Elstern mannigfaltige Gelegenheit zu gefährlichen Kontern, trotzdem dauerte bis zur 78. Minute ehe Andre Kassat den Meiendorfer Torhüter erneut überwinden konnte. Vier Minuten später traf Rikkelmann zum 3:0, den Schlußpunkt setzte Dirk Sauerland mit dem Tor zum 4:0 kurz vor dem Abpfiff. Trotz des hohen Sieges war der Zug für die Elstern in Richtung Tabellenspitze abgefahren, der Rückstand auf den Tabellenzweiten betrug sieben Punkte. Der Meiendorfer Trainer Dieter Dörpinghaus dürfte dieses Spiel in ganz schlechter Erinnerung behalten – er wurde nach dem Spiel entlassen.

Bitterer Tag in Pinneberg
Konnte der hohe Sieg in Meiendorf den Elstern für das Spiel in Pinneberg Rückenwind mitgeben? Die Antwort auf diese Frage ist ein ganz klares NEIN. Das HAB hat zu dieser Partie keinen Bericht hinterlegt, aber die Torfolge spricht eine ganz klare Sprache! 1:0 Holtorf in der 8. Minute – 14. Minute Seeman 2:0 – 28. Minute Becker 3:0 – Halbzeitpause – 70. Minute Kock 4:0 – 75. Minute Becker 5:0 – 83. Minute Peter Hidien 6:0 und in der 89. Minute erneut Seemann 7:0. Eine Demütigung! Vermutlich haben die Spieler, Trainer und mitgereiste Anhänger den Schlußpfiff als Erlösung empfunden.

Kein Aufschwung gegen Komet
Jede Mannschaft kann mal einen ganz schlechten Tag erwischen, das gehört zum Fußball auch dazu. Aber dann erwartet man in den nächsten Spielen eine Trotzreaktion und eine Kehrtwende zum Besseren. Der Kommentar im HAB zum Heimspiel gegen Komet Blankenese war ebenso knapp wie zutreffend: Nach dem 0:7 gegen Pinneberg vor einer Woche spielte Bergedorf wiederum desolat.In der 69. Minute kam bei den 200 Besuchern noch Hoffnung auf als Sauerland das 1:0 erzielte. Damit war es fünfMinuten später aber wieder vorbei: Friedrichs schoß zum 1:1 ein und als Kobjolke ( Komet ) in der 84. Minute die Gäste in Führung brachte war das Spiel entschieden. Das Endergebnis von 1:3 ging in der Schlußminute auf das Konto von Tracht.
Was sich während der Saison schon angedeutet hatte wurde Realität, der SV Börnsen kann die Klasse nicht mehr halten. Die Personalrochaden zu Beginn der Saison haben zu keinem homogenem Team geführt, mangelnder Einsatzwillen einiger namhafter Neuzugänge standen der sportlichen Zielsetzung entgegen.
Peter Rohrschneider, neben seiner Trainertätigkeit in Börnsen auch noch als Spieler bei RW Wilhelmsburg in der Bezirksliga Süd aktiv provozierte nach einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter einen Spielabbruch. Soviel zum Thema Vorbildfunktion.

Auch in Elmshorn keine Punkte
Die Elmshorner boten im ersten Spielabschnitt die beste Leistung der Saison und gingen nach Toren von Ravn ( 15. ) und Ahlers ( 29. ) mit 2:0 in Führung. Dies war gleichzeitig das Endergebnis. In der Schlußminute wurde Nils Meyer wegen Meckerns des Feldes verwiesen.

Pleite in Börnsen
Die Mannschaft des SV Börnsen, mit einem Bein schon in der Landesliga, bewies Charakter und fegte die Elstern mit 5:0 vom Platz. Mittelstürner Andreas Hammer – kam von der TSG Bergedorf nach Börnsen – eröffnete in der 28. Minute den Torreigen. Der wurde erstmal durch den Halbzeitpfiff unterbrochen aber im zweiten Durchgang brach das Unheil über die Elstern herein. In der 51. und 56. Minute legte Andreas Hammer nach und erhöhte auf 3:0 für seine Mannschaft. Dem 4:0 durch Degner ließ Hammer schließlich in der 74. Minute noch das 5:0 folgen. Eine schmachvolle Niederlage für den ASV und ein Sieg der für den SV Börnsen zu spät kommt.

Barsbüttel nahm die Punkte mit
Es kamen nur noch 164 frustrationsbeständige Anhänger an die Sander Tannen um dem letzten Heimspiel der Elstern in der Saison beizuwohnen – und die wurden nicht belohnt. Das frühe Tor der Gäste durch Rüsch ( 7. Minute ) deutete an welche Mannschaft den Platz als Sieger verlassen wird und so kam es auch. In der 73. Minute erhöhte Morgenroth auf 2:0, Rüsch erzielte seinen zweiten Treffer in der 80. Spielminute das 3:0 und Spehr gab Frank Hense im Elsterntor in der 84. nochmals das Nachsehen. Mit 4:0 besiegte der Barsbüttler SV die Bergedorfer Mannschaft, die sich mit einer blamablen Leistung von ihren Anhängern verabschiedete.

Ende mit Schrecken
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das letzte Punktspiel der Saison 86/87 sollte am Opferberg gegen den FC Süderelbe stattfinden. Letztes Spiel, das mußte dann automatisch auch das Ende der „Schreckensbilanz“ darstellen Der Spielverlauf konnte niemanden überraschen. In der 10. Minute traf Kuhnke ( FCS ) erstmals in das Bergedorfer Tor, nur sieben Minuten später erhöhte Ulbricht auf 2:0. Das Aufbäumen der Elstern zeigte Wirkung, durch Andre Kassat fiel das 1:2 und in der 37. Minute war Stefan Schraub zum 2:2 erfolgreich. Zwei weitere Treffer von Bontoux ( 45. und 50. Minute ) und ein Tor von Lösche bescherten dem FC Süderelbe zum Saisonabschluß einen ungefährdeten 5:2 Erfolg. in der Schlußminute wurde Andre Kassat mit einer roten Karte vom Feld geschickt.

Im letzten Spiel der Saison unterlag die TSV Reinbek dem SV Lurup mit2:3. Gefeiert wurde trotzdem denn der Klassenerhalt war schon vor Spielbeginn sichergestellt. Für die treuen Fans standen hundert Liter Freibier bereit. Ob die gereicht haben ist nicht überliefert.

Rückschau auf die abgelaufene Saison
Mit einem Punktestand von 25:35 beendete der ASV die Spielzeit 1986 / 87 auf einem enttäuschenden zwölften Tabellenplatz. Abstiegsgefahr bestand zu keiner Zeit. Von einem Spitzenplatz sind die Elstern aber nach einer vollkommen verunglückten Rückrunde in den unteren Tabellenregionen gelandet. An eine Serie von sieben aufeinanderfolgenden Niederlagen im Amateurbereich kann sich der Verfasser nicht erinnern. Dieser Absturz gibt Rätsel auf. Im HAB gab es Andeutungen über eine ersatzgeschwächte Mannschaft bei dem Spiel in Börnsen aber damit kann man nur schwer eine solche Serie erklären. Über mangelnde Trainingsbeteiligung, Zahlungsmodalitäten oder mannschaftsinterne Sreitigkeiten konnte der Verfasser nichts in Erfahrung bringen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache! Sechs Punkte in der Rückrunde, nur zwei Sieg bei gleichzeitig elf Niederlagen Würde man eine Tabelle nur nach den Ergebnissen der Rückrunde aufstellen - die Elstern wären mit großem Abstand Schlußlicht in dieser Statistik.

Hier die Aufstellung
1. HSV 25 Punkte
2. Norderstedt , Pinneberg und Victoria 20 P.
5. Barsbüttel 19 P.
6. Sperber, Raspo Elmshornn 17 P. 
8. FC Süderelbe 15 P.
9. Reinbek, Holst. Quickborn, Meiendorf 13 P. 
13. Wb.-Veddel, Komet Blankenese 12 P. 
14.Lurup 10 P. 
15 SV Börnsen 8 P. 
16 Bergedorf 85 6 P.

Die Sturmreihe der Elstern traf in den Punktspielen dreiunddreißig Mal ins Schwarze. Folgende Spieler tauchen in der Torjägerliste auf Andre Kassat 13 Tore, Nils Meyer 5 Tore, Detlef Wulff-Holdt, John Rikkelmann 4 Tore, Dirk Sauerland, Olaf Poschmann zwei Tore, Jens Muruszach, Frank Jacobsen und Stefan Schraub 1 Tor.
Führend in der Zuschauerstatistik ist der SC Norderstedt mit durchschnittlich 560 Besuchern vor dem Klassenneuling Raspo Elmshorn mit 470 Zuschauern. Der VfL Pinneberg konnte bei seinen Heimspielen durchschnittlich 452 Gäste begrüßen. Mit 382 Zuschauern im Mittel belegen die Elstern in dieser Statistik den vierten Platz. Die Spiele der Hamburger Fußball – Verbandsliga wurden im Durchschschnitt von 289 Zuschauern gesehen.
Auch in der Amateuroberliga kämpften die Vereine mit einem Zuschauerschwund- in Braunschweig wollten nur dreiundneunzig ( 93! ) Zuschauer das Spiel der Eintracht – Amateure gegen Altona 93 sehen. 

Vor der Saison wurden von den Fachleuten ( überwiegend Trainer aus der Verbandsliga ) die Amateure des HSV und der SC Norderstedt weit vorne erwartet, auch der VfL Pinneberg wurde auf einem vorderen Tabellenplatz erwartet. Diese Prognosen haben sich bestätigt. Auch der SV Börnsen wurde hoch eingestuft, fand aber aufgrund der vielen neuen Spieler nie zu einer homogenenEinheit und mußte die Verbandsliga in Richtung Landesliga verlassen. Das gleiche Schicksal ereilte den SV Lurup, der Aderlaß am Ende der Vorsaison war nach dem Abstieg aus der Oberliga zu groß und die Mannschaft war nicht mehr konkurrenzfähig. Hätte Holstein Quickborn in der Vorrunde nicht so viele Punkte eingebüßt ( nur ein Sieg bei zehn Niederlagen ) wäre die Klasse zu halten gewesen.Meister der Verbandsliga wurde die Amateurmannschaft des HSV vor dem SC Norderstedt. Glückwunsch an den Rothenbaum.
In der Aufstiegsrunde zur AOL verspielten die Rothosen durch eine 1:2 Niederlage beim ASC Nienburg am letzten Spieltag den möglichen Aufstieg. Besser machte es der SC Norderstedt. Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde wurde der VfL Herzlake vor eigenem Publikum mit 1:0 besiegt. Der Sprung in die Amateuroberliga war der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte des SC Norderstedt.

Statistik: (Zum Vergrößern, bitte auf Abbildungen klicken!) 


































































Ligenstruktur (Zum Vergrößern 1x klicken)
Saison 1945/46 - 1958/59











Saison 1959/60 - 1972/73











Saison 1973/74 - 1986/87


Saison 1987/88 - 2000/01


Saison 2001/02 - 2014/15


Saison 2015/16 - 2019/20








Quellennachweis Die Kurzkommentare zu den Spielen der Verbandsliga lehnen sich an die Berichterstattung im HAB an, ebenso die Vorschau auf die kommende Spielzeit ( HAB vom 7.8.86. ). Die Saisonabschlußtabelle 86/87 wurde dem DEUTSCHEN FUSSBALLARCHIV entnommen. Bei der Erstellung der Tabelle HFV - Ligenstruktur... war das Buch 100 Jahre Fußball in Hamburg eine wertvolle Hilfe