Mittwoch, 12. September 2018

Die Elstern – Fussball im Amateurbereich Saison 1979 / 80 von Hans-Martin Lippold



Rückblick auf die Vorsaison
Eine Tatsache kann man nicht mehr verleugnen: eingefleischte Elsternfans müssen über gewisse Erbanlagen verfügen, die es ihnen ermöglichen, immer wieder die Sander Tannen aufzusuchen. Jahr für Jahr wird die Leidensfähigkeit auf eine ganz harte Probe gestellt. Die Probe, das sind die Aufstiegsspiele zur Amateuroberliga Nord. In der Endphase der Aufstiegsrunde konnten die Elstern nichts mehr zusetzen und brachten sich regelmäßig um den verdienten Lohn der Arbeit einer gesamten Saison. So mussten die Elstern ein Jahr zuvor dem MTV Gifhorn den Vortritt lassen, die letzten Hoffnungen machte ( mal wieder ) der SV Meppen zunichte. Dem ASV blieb ein weiteres Jahr in der Verbandsliga Hamburg nicht erspart.

Es war für den Verfasser leider nicht möglich, die den ASV betreffenden Spielerwechsel darzustellen. Entgegen früheren Zeiten wurde im HAB nur sehr unvollständig darüber berichtet. Soweit bekannt, hier einige wenige Fakten. Die Dienste von Frank Priegnitz sicherte sich der SC Concordia in der AOL Nord. In den Kurzberichten des HAB tauchen im ASV – Kader neue Namen auf, dies sind Andreas Vick, ein Neuzugang aus dem „Talentschuppen“ des Düneberger SV,
Ingo Pinnau,
Dieter Kommorowski,
Andreas Roloff,
Volker Spill,
Elefterios Railidis
und der Spieler Buttgereit.
Über die sportliche Vergangenheit der genannten Spieler konnte nichts in Erfahrung gebracht werden.

Nicht nur die Spieleraufgebote der einzelnen Vereine, sondern auch die Zusammensetzung der Verbandsliga war verändert. Zum Ende der Vorsaison mussten die Amateure des FC St. Pauli, der SC Norderstedt und der SV Curslack – Neuengamme die Verbandsliga verlassen. Bitter für den SVCN – nach fünf Spielzeiten mit Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte kam am Ende der Vorsaison nach einundzwanzig Niederlagen der Absturz in die fünfte Liga. Nach fünfzehn Jahren in Hamburgs höchster Spielklasse mussten die Amateure des HSV 1972 diese Klasse verlassen. Zu Beginn der Spielzeit 79 / 80 traten die „Rothosen“ wieder in der Verbandsliga an. Absolute Neulinge in Hamburgs Eliteliga waren der TuS Holstein Quickborn und der SV Börnsen. Mit dem ASV, Vorwärts Billstedt und eben dem SV Börnsen war Hamburgs Osten mit drei Mannschaften in der Verbandsliga vertreten. Die Fans konnten sich auf spannende Lokalderbies freuen. Es war auch klar, dass sich vor Saisonbeginn die Fachleute des Hamburger Amateurfußballs, die Trainer der Verbandsligamannschaften, ihre Meinung über den vermuteten Verlauf der Spielzeit bildeten. Als Kandidaten für Meister und Vizemeister wurden in erster Linie vier Mannschaften angesehen, dies waren nach Auffassung der Fachleute der
Hummelsbüttler SV,
SC Victoria Hamburg,
der VfL Stade
 und der ASV.

Der Hummelsbüttler SV war jahrelang in den unteren Amateurklassen beheimatet. Dank des finanzstarken Gönners und Ligaobmannes Peter Bartels wurde der HuSV zum „gelobten Land“ für viele gute Amateurfußballer und so konnte es Niemanden verwundern daß der HuSV zu Beginn der Saison auf den Favoritenschild gehoben wurde.

Der SC Victoria stand immer für anspruchsvollen Amateurfußball, bis dato konnten fünf Meistertitel an die Hoheluft geholt werden, aber ( zu ) oft wurden ganz entscheidende Spiele nicht gewonnen.

Den VfL Stade einzuschätzen war nicht leicht, von der Meistermannschaft der Vorsaison sind Spieler zu höherklassigen Vereinen ( Bremerhaven ) abgewandert. Es bleibt abzuwarten wie diese Verluste verkraftet werden.  

Das erklärte Ziel der Elstern war die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur AOL Nord. Trainer Peter Rohrschneider hatte die Schwächen seiner Mannschaft erkannt und wußte, wo der Hebel anzusetzen ist. Zitat: Die Mannschaft darf nicht ausgerechnet dann ausgelaugt und kraftlos spielen wenn sie die wichtigsten Aufgaben der Saison bewältigen muss. Die sportliche Zielsetzung war also ganz klar definiert und diesem Ziel hatten sich alle unterzuordnen.
Wenden wir uns der Gegenwart der Verbandsliga Hamburg zu. Die acht Auftaktbegegnungen wurden von 3350 Zuschauern gesehen, dies sind im Schnitt 418 Zuschauer pro Spiel. Von den „großen Vier“- HuSV, ASV, Victoria und dem VfL Stade konnten alle – bis auf Hummelsbüttel – ihre Spiele gewinnen.

Gelungener Auftakt
Axel Emmerich und Volker Spill sorgten mit ihren Toren zum 2 : 0 für den Auftaktsieg über die Amateure des HSV. Für dieses Spiel interessierten sich 400 Zuschauer. Victoria siegte mit 3 : 0 über den HTB während der VfL Stade dem Namensvetter aus Pinneberg mit 5 : 2 das Nachsehen gab. Der HuSV ließ bei DuWo 08 mit dem 1 : 1 einen Punkt liegen. Neuling Börnsen unterlag beim SC Sperber mit 3 : 4, wieder waren es die Ex – Elstern Krause und Krüger, die mit ihren Toren die Gäste auf die Verliererstraße schickten.

Sprung an die Spitze
 Der Ex – Düneberger Andreas Vick avancierte gegen den SV Buxtehude zum Mann des Tages. Am 7 : 1 Schützenfest war er mit drei Treffern beteiligt. Zwei Tore gingen auf das Konto von Norbert Meier, die weiteren Tore schossen Klaus Vogel und Axel Emmerich. Siebenhundert Zuschauer hatten an diesem Spiel ihre helle Freude.

Zwei rote Karten
 Spiele gegen den SC Urania waren bislang immer kampfbetonte Begegnungen, so auch diese Partie am dritten Spieltag vor 900 Besuchern. Buttgereit und Schmidt sorgten in der 49. und 72. Minute für einen 2 : 0 Vorsprung des ASV. Hektik kam auf als Axel Emmerich und der Urane Zepernik in der 73. und 78. Minute des Feldes verwiesen wurden. Das Spitzenspiel des dritten Spieltages fand in Stade statt, der VfL besiegte Victoria mit 4 : 1 Toren, der HuSV kehrte aus Billstedt mit einem 3 : 2 Erfolg zurück. Der SV Börnsen feierte mit einem 1 : 0 über Holstein Quickborn den ersten Sieg in neuer Umgebung.

Der ASV war stärker
 Von den bisherigen sechszehn Begegnungen der Elstern mit dem VfL ging der VfL acht Mal als Sieger vom Platz, für die Elstern Grund genug Vorsicht walten zu lassen. Andreas Vick (30.) und Norbert Meier (60.) beseitigten alle Zweifel am Ausgang dieser Partie. Ein Elfmetertor (80.) von Bytomski (VfL) konnte den Auswärtserfolg des ASV nicht mehr verhindern. Mit 8 : 0 Punkten bei 13 : 2 Toren bestiegen die Elstern den ersten Tabellenplatz. Der VfL Stade machte mit einem 4 : 1 Sieg in Hummelbüttel nachhaltig auf sich aufmerksam, Victoria büßte durch ein 2 : 2 gegen Lurup einen Punkt ein. Auf dem 6. Tabellenplatz fand sich der SV Börnsen nach dem 3 : 2 Sieg über Vorwärts Billstedt wieder.

Altona war ohne Chance
Vom Ergebnis her und von der Leistung meiner Mannschaft bin ich vollauf zufrieden. So wurde Trainer Rohrschneider nach dem Spiel gegen Altona 93 im HAB zitiert. Die knapp 2000 Zuschauer an den Sander Tannen kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der ASV zeigte eine beeindruckende Leistung und diktierte von Beginn an das Geschehen auf dem Platz. Schnelles, direktes und schnörkelloses Angriffsspiel stellte die Abwehr der Gäste immer wieder vor Probleme, die nicht immer gelöst werden konnten. So in der 25. Minute als Andreas Vick und in der45. Minute als Norbert Meier ins Schwarze trafen. Mit dem 2 : 0 für den ASV ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn knüpften die Elstern an die Leistung aus der ersten Halbzeit an. Erneut Andreas Vick und Kay Petersen erhöhten bis zur 55. Minute auf 4 : 0. Nach harten Wochen im Polizeidienst wurde Andreas Vick in der 80. Minute unter dem Applaus der Zuschauer ausgewechselt. Für ihn kam Volker Spill – der führte sich prächtig ein und erhöhte in der Schlußminute auf 5 : 0. Die Elstern gingen als verdienter Sieger vom Platz und kein Altonaer hätte sich beklagen können wenn das Ergebnis noch höher ausgefallen wäre. Mit 10:2 Punkten waren die Elstern unangefochtener Tabellenführer vor Stade und Sperber ( je 8:2 Punkte ) und dem HuSV mit 7 : 3 Zählern.  

Der VfL Stade spielte gegen Börnsen 1 : 1, Hummelsbüttel siegte in Lurup mit 1 : 0 und Victoria nahm aus Quickborn nach einem 3 : 2 Erfolg beide Punkte mit.

Verdienter Sieg für Victoria
Am 6. Spieltag beendete der SC Victoria die Siegesserie der Elstern. 1700 Besucher umsäumten den Rasen an der Hoheluft und sahen eine sehr disziplinierte, von Ex – Elsterntrainer Manfred Juhnke taktisch sehr gut eingestellte Victoria – Mannschaft. Die Führung für die Victoria besorgte Christen in der 28. Minute. Dabei blieb es bis zur 80. Minute – dann war Schwekendiek zur Stelle und traf zum 2 : 0. Hoffnungen kamen nach dem 1 : 2 durch Spill auf ( 85.) aber kurz vor dem Abpfiff stellte Schwarz (SCV) den alten Abstand wieder her. Der SC Victoria war an diesem Tag die bessere Mannschaft und siegte verdient mit 3 : 1. Da sowohl Hummelsbüttel als auch Stade ihre Spiel gewinnen konnten (HuSV vs. Quickborn 3 : 0, HSV(A) vs Stade 0 : 5) übernahm Stade mit 10 : 2 Punkten die Tabellenführung vor dem ASV. 9 : 3 Punkte standen für den Drittplatzierten Hummelsbüttel zu Buche. Überschattet wurde der Spieltag von einem schweren Foul an dem Börnsener Spieler Tettner, dem von einem Luruper Gegenspieler die Beine weggeschlagen wurden. Bänderrisse und ein Wadenbeinbruch waren die Folge, der Luruper Spieler erhielt eine Zeitstrafe.

Punkteteilung im Spitzenspiel
 Sowohl der ASV als auch der Gast aus Hummelsbüttel wußten um die Bedeutung dieses Spiels. Der ASV mit 10:2 Punkten wie auch der HuSV ( 9 : 3 Punkte ) konnten sich im Falle eines Sieges ganz oben festsetzen. Die Tabellensituation versprach ein spannendes Spiel. Das Spiel wurde aber nicht der Erwartung der 800 Besucher gerecht. Zwar brachte Andreas Vick seine Mannschaft in der 13. Minute in Front doch Jürgen Domzalski ( HuSV ) glich die Partie in der 75. Minute aus. So mußte sich der ASV nach einer verkrampften Partie mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die vier Mannschaften, die man vor Saisonbeginn vorne vermutet hatte belegten nach dem 7. Spieltag die ersten vier Tabellenplätze, angeführt vom VfL Stade mit 12 : 2 Punkten gefolgt vom ASV mit 11 : 3 Zählern. Victoria und Hummelsbüttel belegten mit 10 : 4 die nachfolgende Tabellenplätze. Beachtlich der Tabellenplatz des SV Börnsen – mit 9 : 3 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz.

Rekordbesuch in Börnsen
 Das erste Punktspiel in der Geschichte der beiden Vereine lockte 2500 Besucher an, gemessen an der Größe des Ortes eine eindrucksvolle Kulisse. Der SV Börnsen hatte bisher durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, nach sechs Partien nur eine Niederlage, aber nun das Spiel gegen den großen Nachbarn Bergedorf 85. Ein Klassenunterschied wurde deutlich erkennbar. Der Halbzeitstand von 0 : 2 ( Vick, 7. und Meier, 24.) deutete noch kein Debakel an aber im zweiten Durchgang nahm das Unheil seinen Lauf. Für das 0 : 3 war Andreas Vick (47.)verantwortlich, Gomoluch (SVB) konnte noch auf 1 : 3 verkürzen, aber zwei weitere Tore von Norbert Meier sowie Treffer von Vick und Petersen schraubten das Resultat aut 7 : 1 für die Elstern. An der Tabellenspitze zog der VfL Stade seine Kreise ( 3 : 1 beim SC Urania ) während Victoria ( 1 : 2 gegen DuWo ) und Hummelsbüttel - 0 : 1 gegen Sperber- ihre Spiele verloren.

Tag des offenen Tores
1300 Besucher, vollkommen egal welcher Mannschaft sie zugetan waren, gingen hoch zufrieden nach Hause. Sie hatten ein Spiel zwischen dem SC Sperber und den Elstern gesehen in dem bedingungslos gestürmt wurde. Entsprechend war auch die Torausbeute. Hier die Torfolge
 0:1 Axel Emmerich (6.)
1:1 Tranum / SVB (10.)
1:2 Kay Petersen (12.)
2:2 Norbert Jürgens / Eigentor (46.)
3:2 Wolfgang Krause (50.)
3:3 Norbert Meier (52.)
4:3 Ronald Krüger (55.)
4:4 Torsten Worm (70,)

Den Zuschauern wurde ein Riesenspiel geboten und die Daheimgebliebenen werden neidisch auf die 1300 Anwesenden gewesen sein !


Ohne Kommentar
Das Hamburger Abendblatt von Montag, 29. Oktober 1979 wurde nicht archiviert. Aus diesem Grunde liegen vom 10. Spieltag der Verbandsliga keine Spielberichte bzw. Ergebnisse vor. Das Spiel des ASV gegen den SV Lurup endete 4 : 0 für den ASV. Das Ergebnis wurde rechnerisch aus den Tabellen des 9. und 11. Spieltages ermittelt.

Ein hartes Stück Arbeit
Der TuS Holstein Quickborn gastierte erstmals an den Sander Tannen und hinterließ einen starken Eindruck. Die Mittelfeldspieler der Elstern konnten ihre Angriffsreihe nicht wie gewohnt in Szene setzen, zudem raubte die enge Manndeckung der Sturmreihe jegliche Wirkung. Durch einen Handelfmetern gingen die Gäste in der 16. Minute in Führung, Kay Petersen sorgte in der 35. Minute für das Ausgleichstor. Die Elstern taten sich gegen die sehr diszipliniert auftretenden Gäste sehr schwer und waren am Schluß über den Gewinn eines Punktes zufrieden. Der VfL Stade besiegte DuWo mit 2 : 0, Altona nahm von der Hoheluft beide Punkte mit und Hummelsbüttel spielte 2:2 beim VfL Pinneberg.

Klarer Sieg in Billstedt
 Dem Elsternsturm genügten zehn Minuten um in Billstedt “den Sack zuzumachen“- und das kam so zustande: in der 36. Minute versenkte Norbert Meier einen Freistoß in den Billstedter Maschen, das war gleichzeitig das Halbzeitergebnis.
Zwischen der 53. und 63. Minute trafen Emmerich, Schmidt und Glogowski zum Spielstand von 4 : 0 bevor Peter Danjus, einst in Diensten des ASV in der 82. Minute eine Ergebnisverbesserung zum 1 : 4 gelang .Der ASV war über die gesamte Spielzeit die dominierende Mannschaft und geriet zu keiner Zeit in Gefahr Punkte zu verlieren. Der Sieg stand vor den 800 Besuchern zu keiner Zeit in Zweifel. Am Ende des Tages fanden sich die Elstern auf dem ersten Tabellenplatz wieder – Hummelsbüttel kam gegen Urania über ein 0 : 0 nicht hinaus, Stade spielte beim SC Sperber auch nur 1 : 1, nur Victoria konnte sich mit 4:1 in Buxtehude behaupten.

Spitzenspiel an den Sander Tannen
 Wenn der ungeschlagene Tabellenzweite, der VfL Stade beim Tabellenführer Bergedorf 85 antritt deutet dies auf ein Spitzenspiel hin. Was dann die 2000 Zuschauer zu sehen bekamen wurde allen Erwartungen gerecht! Beide Trainer, Peter Rohrschneider und sein Kollege Gerd Mewes auf der Stader Trainerbank hatten ihre Mannschaften auf Angriffsfußball eingestellt. So entwickelte sich ein packendes und abwechslungsreiches Spiel mit Torraumszenen auf beiden Seiten. Die Zuschauer waren begeistert und geizten nicht mit Beifall auf offener Szene. Die Führung des ASV in der 10. Minute ging ( mal wieder ) auf das Konto von Norbert Meier, doch eine Minute später konnte der Gast durch Johannsen ausgleichen. Noch vor der Pause brachte Axel Emmerich in der 35. Minute die Elstern erneut in Führung. Nach dem Seitenwechsel konnte sich der VfL aus der Umklammerung befreien und kam in der 59. Minute durch Schieker zum Ausgleich. Nach einer Zeitstrafe ( Norbert Meier ) kamen die Elstern in Bedrängnis ohne daß sich am Resultat etwas änderte. Dieses hochklassige Verbandsligaspiel endete 2 : 2 wobei es keine Mannschaft verdient hätte, als Verlierer vom Platz zu gehen. Die weiteren Spitzenmannschafte mußten an diesem Spieltag Federn lassen. Victoria spielte bei Urania 1:1 und Hummelbüttel unterlag beim Tabellenvorletzten Buxtehude mit 0:1. Mit 20 : 6 Punkten belegten der ASV und Stade die beiden ersten Tabellenplätze gefolgt vom SC Sperber (18 : 8) sowie Victoria und Hummelsbüttel mit jeweils 15 : 11 Zählern.

Lob für DuWo 08
 Ein Sieger stand vor Beginn des Spieles schon fest – die auf einen Rollstuhl angewiesenen Fussballfreunde. Vom Vorsitzenden des TSV DuWo 08 wurde vor Spielbeginn eine entsprechende Tribüne der Bestimmung übergeben. Eine vorbildliche und beispielhafte Aktion! Der Spielverlauf brachte weniger Freude bei den DuWo – Anhängern. Norbert Meier und Andreas Vick sorgten in der 16. und 27. Minute für deinen 2:0 Vorsprung des ASV. Hasenpusch (DuWo) verkürzte in der 30. Minute auf 1:2. Den Schlußpunkt setzte Norbert Meier mit seinem Tor zum 3:1 für den ASV. Hummelsbüttel / 1:1gegen HSV(A )und auch Stade ( 1:1 gegen Quickborn ) mußten Punkte abgeben. Nur Victoria blieb gegen Börnsen mit 3:1 erfolgreich.  

Das Schlußlicht überraschte
Für den Gast aus Harburg, den HTB, standen vor Beginn der Partie lediglich zwei Pluspunkte auf der Habenseite und so war es kein Wunder, daß die Elstern als klarer Favorit in dieses Spiel gingen. Aber so ist Fußball – die Gäste nahmen mit einem torlosen Unentschieden einen Punkt von den Sander Tannen mit. Nach einem Platzverweis in der 63. Minute beschränkten sich die Gäste darauf, den Ball möglichst weit weg aus der Gefahrenzone zu schlagen. Auch nach diesem Punktverlust blieben die Elstern alleiniger Tabellenführer denn der VfL Stade unterlag mit 1:3 dem SV Lurup, Sperber und Victoria blieben den beiden führenden Mannschaften dicht auf den Fersen. Die Mannschaften, die man vor Saisonbeginn vorne vermutet hatte entsprachen der Erwartung wobei man den SC Sperber nicht so weit vorne vermutet hatte. Die drei Aufsteiger HSV (A), TuS Holstein Quickborn und SV Börnsen eroberten aus den bisherigen fünfzehn Spielen jeweils vierzehn Pluspunkte, eine Bilanz, die Hoffnungen auf den Klassenerhalt realistisch erscheinen läßt. Abgeschlagen und nicht wettbewerbsfähig war der HTB – drei Unentschieden und noch kein Sieg. Der Abstieg scheint unabwendbar. Mit nur acht Pluspunkten sieht auch der SV Buxtehude sehr schweren Zeiten entgegen.
Nach einer vierwöchigen Winterpause nahm die Verbandsliga Hamburg den Spielbetrieb wieder auf.

Schützenfest in Buxtehude
 Die Gastgeber konnten einem leid tun – der SV Buxtehude wurde von den Elstern nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Die Spielhälfte des ASV wurde zu einer verkehrsberuhigten Zone, zu groß war die Überlegenheit der Elstern. Zweimal Vick sowie Petersen, Jürgens und Glogowski und ein Eigentor von Behring (Bux.) stellten den Halbzeitstand auf 6:0. Nach dem Seitenwechsel ließen es die Elstern etwas ruhiger angehen, das hinderte sie aber nicht daran, das Ergebnis auf 9:0 hochzuschrauben, Vogel, Jürgens und Petersen waren dafür verantwortlich. Für den SV Buxtehude ein ganz schwarzer Tag, für die Elstern ein deutlicher Auswärtssieg. Die Verfolger ruhten nicht. Stade besiegte Altona mit 3:1 und Hummelsbüttel schlug den HTB mit 5:1. Victoria und Sperber büßten Punkte ein, Victoria vs. Billstedt 1:1 und der SC Sperber trennte sich von den HSV – Amateuren ebenfalls 1:1.

Vier minus für die Abwehr
 So lautete das Urteil von Trainer Peter Rohrschneider zur Leistung seiner Hintermannschaft. Vorausgegangen war ein abwechslungsreiches Fußballspiel auf dem Schützenhof zwischen dem SC Urania und Bergedorf 85. Das Spiel wogte hin und her und am Ende reklamierten die Verantwortlichen des SC Urania den Sieg für die eigenen Farben – sie fühlten sich vom Schiedsrichter betrogen. Aber der Reihe nach: Kaum auf dem Platzstand es 1:0 für die Hausherrn, Gigar (Urania) traf in der 3. Minute. Von Trainer Eugen Igel taktisch sehr gut auf den Gegner eingestellt machten die Uranen mit schnellem, direkten Angriffsspiel den Elstern das Leben schwer, über einen höheren Rückstand hätte sich kein Bergedorfer beklagen dürfen. Nach der Pause ein ganz anderes Bild. Trainer Rohrschneider forderte bedingungslose Offensive an der auch die Abwehrspieler Vogel, Pinnau und Glogowski beteiligt wurden. Der Erfolg blieb nicht aus, denn in der 60. Minute fiel der Ausgleich durch Norbert Meier. Damit nicht genug, zehn Minuten später brachte Andreas Vick den ASV in Führung. Die 77. Minute veranlaßte dann Trainer Rohrschneider zur Zensurenvergabe – Urania schoß den Ausgleich zum 2:2, dies war auch der Endstand. 2600 Besuchern wurde am Schützenhof eine Klassepartie geboten in der es zu Recht keinen Sieger gab.

Kein Tag für Torhüter
Es war nicht der Tag der Männer zwischen den Pfosten. Wären beide – Michael Sprang im Elsterntor und Klose im Tor des HuSV in Normalform gewesen – das Spiel wäre 0:0 ausgegangen. So aber kam das Ergebnis nach zwei Doppelschlägen zustande. Johannsen (26.) und Hagemann (28.) sorgten mit ihren Toren zum 2:0 - Halbzeitstand für den HuSV. Im zweiten Durchgang fielen die Tore in ähnlich kurzen Abständen, nur diesmal für den ASV. Zunächst traf Norbert Jürgens in der 62. Minute zum 1:2, Peter Hartwig tat es ihm in der 64. Minute gleich und brachte den Ball zum 2:2 über die Torlinie. Da Victoria gegen Sperber auch nur unentschieden spielte (0:0) konnten die Elstern den Platz an der Sonne verteidigen.

Niederlage kurz vor Spielende
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, genauso wenig soll man ein Fußballspiel vor dem Schlußpfiff loben. Hätten die 800 Besucher an den Sander Tannen diese alte Regel verinnerlicht wäre ihnen die 0:1 - Niederlage gegen den SV Börnsen nicht so sauer aufgestoßen. So aber nahm der SV Börnsen durch ein Tor von Wohlers aus der 88. Minuten beide  

Punkte mit in den Sachsenwald. Die Tabelle hatte nach zwei Dritteln der Saison folgendes Aussehen:
1. ASV 27 : 11 
2. HuSV 26 : 14 
3. Sperber 26 :16 
4. VfL Stade 25 : 9 
5. SV Lurup 24 : 16 
6. Victoria 21 : 15 Punkte 
Der SV Börnsen konnte sich durch den Sieg in Bergedorf mit 19 : 19 Zählern auf den neunten Tabellenplatz verbessern.

Magerkost gegen SC Sperber
Wie schon in den drei vorangegangenen Spielen blieben die Elstern auch gegen den SC Sperber ohne Sieg. 500 Besucher an den Sander Tannen sahen keine Tore, wohl aber die fünfte rote Karte ( Tranum ) in der laufenden Saison für den SC Sperber. Da der HuSV in Altona mit 0 : 2 unterlag und auch die anderen Spitzenmannschaften nur unentschieden spielten gab es keine Änderungen an der Tabellenführung.

Entscheidung in der Schlußminute
1400 Besucher sahen an der Flurstraße ein ganz hochklassiges Fußballspiel in dem der Gastgeber, der SV Lurup, die bessere Mannschaft war. Mit langen Bällen und nachrückenden Abwehrspielern wurde die ASV – Hintermannschaft unter Druck gesetzt. Das verdiente 1 : 0 für Lurup durch Puls fiel in der 40. Minute. Das 1 : 1 erledigte Norbert Meier in der 64.
Spielminute. Auch das 2 : 1 der Gastgeber durch Kulka(75.) muß man in die Rubrik verdient einordnen aber wieder gelang den Elstern der Ausgleich ( Vogel,80. ) In der 89. Minute – der Ball war außerhalb des Spielfeldes - gab es im Strafraum Körperkontakt zwischen Vogel und seinem Gegenspieler Petersen. Zum großen Erstaunen auch der Luruper Zuschauer gab der Schiedsrichter Strafstoß für den SV Lurup. Der SV ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß durch Krebs zum vielumjubelten 3 : 2. Auch wenn diese Entscheidung sehr unglücklich war, hat die bessere Mannschaft das Spiel gewonnen.

Sieg nach Durststrecke
Am 16. Spieltag ( 9 : 0 in Buxtehude ) gab es den letzten Sieg für die Elstern, danach folgten drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Da auch die benachbarten Mitkonkurrenten um die vorderen Plätze Punkte einbüßten konnte der Platz an der Spitze behauptet werden. In Quickborn, beim TuS Holstein sollten bessere Zeiten eingeläutet werden. Die Mannschaft war im Vergleich zu den letzten Wochen wie umgewandelt und gab den Gastgebern so manche Rätsel auf, ganz besonders durch sehr variantenreiches Spiel ohne Ball. Die Tore für den ASV fielen zum denkbar günstigsten Zeitpunkt, nach vier Minuten trug Kay Petersen zur allgemeinen Beruhigung mit seinem Tor um 1 : 0 bei und kurz nach dem Seitenwechsel tat Andreas Vick das Gleiche und erhöhte auf 2 : 0. Dieses Ergebnis markierte den Endstand der Partie. Dieses Resultat sicherte dem ASV bei 30 : 14 Punkten den ersten Tabellenplatz vor dem Hummelsbüttler SV mit 30 : 16 Punkten

Weiter in der Erfolgsspur
Das 2 : 0 in Quickborn war Balsam für die Elsternseelen und gleichzeitig Anschub für die kommenden Aufgaben. Diesen Anschub sollte Vorwärts Billstedt zu spüren bekommen. Das Vorhaben gelang. Den Anfang machte einmal mehr Norbert Meier, der in der 16. Minute den Billstedter Torhüter überwinden konnte. Andreas Roloff folgte diesem Beispiel und erhöhte in der 57. Minute auf 2 : 0. In der 74. Minute konnte sich Norbert Meier nochmal in die Torschützenliste eintragen, er traf zum Endstand von 3 : 0. Die Verfolger blieben den Elstern auf den Fersen. Victoria besiegte Buxtehude mit 5 : 0, der VfL Stade schlug Sperber mit 3 : 0 während sich der HuSV und Urania die Punkte teilten ( 2 : 2 ).

Klarer Sieg in Pinneberg
 Wenig Mühe hatten die Elstern im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg. Vor 850 Besuchern gelang es dem ASV, die durchaus verbesserungsfähige Bilanz gegen den VfL aufzupolieren. Nach torloser erster Spielhälfte erhöhten die Elstern den Druck auf den Gegner und und gingen in der 55. Minute durch Kay Petersen in Führung. In der 74. Minute erhöhte Rainer Schmidt auf 2 : 0. Fast mit dem Schlußpfiff gelang Klaus Vogel noch das Tor zum 3 : 0 – Endstand. Ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg für Bergedorf 85. Mit diesem Ergebnis blieben die Elstern unangefochtener Tabellenführer. Den 34 : 14 Punkten des ASV standen die 33 : 17  

Punkte des HuSV gegenüber, dahinter der SC Sperber mit 30 : 20 Punkten. Das Spitzenspiel des Spieltages fand in Stade statt. Der heimische VfL unterlag vor 1200 Zuschauern durch ein Eigentor in der 58. Minute dem Hummelsbüttler SV mit 0 : 1. Auch in Lurup gab es lange Gesichter, der SC Victoria entführte durch ein Tor von Schwekendiek in der 83. Minute beide Punkte aus der Flurstraße. Ungemütlich war es in der unteren Tabellenhälfte und zwar wie folgt 
11. Vorw. Billstedt 20 : 24 
12. SV Börnsen 20 : 26 
13. Altona 93 20 : 28 
14. VfL Pinneberg 18 : 26 
15. SV Buxtehude 16 : 34 
16. Harburger TB 4 : 46 Punkte 
Am Ende der Saison müssen drei Vereine absteigen.

Sieg beim alten Rivalen
Was waren das schon für Spiele zwischen dem ASV und Altona 93. Einst in der ersten Liga , der Oberliga Nord und nun der vierten Liga – oft brannte die Luft und die Grenzen des Erlaubten wurden ausgelotet. Der AFC, in akuter Abstiegsgefahr, empfing auf der Adolf – Jäger Kampfbahn den aktuellen Tabellenführer Bergedorf 85. Im ersten Durchgang wurde den 850 Besuchern ein zerfahrenes und verkrampftes Spiel gezeigt wobei die Elstern die überlegene Mannschaft waren. Die Schlüsselszene fand in der 72. Minute statt als Abwehrspieler Elefterios Ralidis im Strafraum einen Altonaer Spieler zu Fall brachte. Schiedsrichter Wenck / Paloma entschied auf Strafstoß. Michael Sprang konnte diesen abwehren und seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahren. Geschockt durch diese vergebene Gelegenheit gab es einem Bruch im Spiel der Platzherrn. Die Elstern wußten dies zu nutzen. Zwei Tore von Petersen (75.) und Meier (77.) besiegelten das Schicksal des AFC und bescherten den Elstern zwei ganz wichtige Punkte.

Stade nutzt die letzte Chance
Das Heimspiel des VfL Stade war für den Gastgeber die letzte Möglichkeit im Kampf um die Spitzenplätze noch ein Wörtchen mitzureden. Das taten sie dann auch. Vor 1800 Besuchern ( Saisonrekord ) lieferte der VfL das beste Spiel der letzten Wochen ab und war dem ASV überlegen. Da zudem Norbert Meier von seinem Gegenspieler intensiv „betreut“ wurde kam die Sturmreihe nicht wie gewohnt zur Geltung. Der VfL ging in der 19. Minute durch Koschnick in Führung, weitere Treffer durch Rudolph (66.) und Schlicker (74.) führten zum vorübergehenden 3 : 0 für die Gastgeber ehe Norbert Meier in der 88. Minute das Ehrentor gelang. Das Spitzenspiel hatte einen verdienten Sieger, und das war der VfL Stade. Überraschungen sind an diesem Spieltag nicht ausgeblieben, so spielte Hummelsbüttel nur 0 : 0 gegen Buxtehude und Victoria unterlag auf eigenem Platz dem SC Urania mit 0 : 2. Der ASV blieb Tabellenführer vor dem HuSV und Stade. ASV 36 : 16, HuSV 36 : 18 und Stade 30 : 18 Punkte.

Endphase der Meisterschaft
 Die Verbandsliga Hamburg bog in die Zielgerade ein und Ausrutscher können kaum noch korrigiert werden, die Spiele haben praktisch Pokalcharakter. Am 27. Spieltag war der TSV DuWo 08 zu Gast an den Sander Tannen. Wer erinnert sich nicht an frühere Spiele, als Duwo die Elstern und deren Zuschauer zur Verzweiflung brachte und entscheidende Punkte mitnahm. Das war damals nichts für schwache Nerven. Diesmal wurden die Nerven nicht über Gebühr strapaziert. Es dauerte zwar bis zur 75. Minute, aber dann war es Norbert Meier der mit dem 1 : 0 für zwei weitere Punkte auf dem Elsternkonto sorgte. Die Verfolger ließen nicht locker. Victoria siegte in Börnsen mit 4 : 1 und Hummelsbüttel siegte bei den HSV – Amateuren mit 2 : 1. Nur der VfL Stade leistete sich einen Ausrutscher – in Quickborn gab es eine 1 : 2 Niederlage. In der Meisterschaftsfrage schien alles auf einen Zweikampf Bergedorf / Hummelbüttel hinauszulaufen. Hier ein Auszug aus der Tabelle – Anzahl ausgetragener Spiel in Klammern gesetzt.
1. ASV (27) 38 : 16
2. Hummelsbüttel (28) 38 : 18
3. Victoria (26) 32 : 20
4. VfL Stade (25) 32 : 20
5. Urania (27) 31 : 23 8

Entscheidung vertagt
ASV gegen SC Victoria, einer der Höhepunkte jeder Verbandsligasaison, das hieß am 28. Spieltag Tabellenführer gegen den Tabelledritten, für die Elstern gleichzeitig das letzte Heimspiel in der laufenden Saison. Die Victoria lieferte im ersten Durchgang, vom früheren Elsterntrainer Manfred Juhnke perfekt eingestellt, eine blitzsaubere Partie ab und ging in der 16. Minute durch v. Mach in Führung. Entsprechend der Spielanteile wäre auch eine höhere Führung möglich gewesen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Elstern ihre bis dahin verborgenen Offensivqualitäten und setzten ihre Gäste gehörig unter Druck. Ein erster Erfolg stellte sich nach vierundfünfzig Minuten ein aber es bedurfte zunächst eines
Handelfmeters ( Handspiel von Peinemann / Victoria ). Norbert Meier ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und schoß den Ausgleichstreffer. Vier Minuten später, in der 59. Minute landete ein abgefälschter Schuß von Kommorowski unhaltbar für Gästetorwart Behlau zum 2 : 1 für den ASV im Netz. Als alles auf einen Sieg des ASV hindeutete unterlief in der 88. Minute dem Unglücksraben Ingo Pinnau ein Eigentor. Es stand 2 : 2 und die Entscheidung über die Meisterschaft wurde vertagt. Da der HuSV in Quickborn mit einem 2 : 0 siegreich blieb wurden die Elstern vom ersten Tabellenplatz verdrängt. Der VfL Stade verspielte durch ein 0 : 1 gegen die Amateure des HSV die letzte Chance auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde. In der Abstiegszone bahnte sich ein „Herzschlagfinale“ an. Buxtehude siegte 3 : 1 in Billstedt, Altona unterlag beim SC Sperber mit 3 : 5 und der SV Börnsen spielte in Lurup 0 : 0. Der HTB stand schon seit Wochen als Absteiger fest, diese Mannschaft war nicht konkurrenzfähig. Die Mannschaften von Vorwärts Billstedt ( 24 Punkte ), Börnsen, Altona und Buxtehude (21 P. ) waren durch jeweils einen Pluspunkt voneinander getrennt.

Paukenschlag durch die HSV – Amateure
Am 29. Spieltag traten die Elstern bei den HSV – Amateuren an und erlebten ein Desaster. Wie schon gegen den VfL Stade erwiesen sich die Amateure des HSV als echter Favoritenschreck und sorgten für eine handfeste Sensation! Mit dem Pausenpfiff gingen die Rothosen durch Schott in Führung. In der zweiten Halbzeit gelang es den Elstern nicht, diesen Rückstand aufzuholen, vielmehr mußten sie in der 59. Minute noch das 0 : 2 durch Steffen hinnehmen. Für die Elstern war es ein ganz bitterer Nachmittag. Seit dem 13. Spieltag ununterbrochen Tabellenführer und dann der Absturz am vorletzten Spieltag. Da Hummelsbüttel zur gleichen Zeit den VfL Stade besiegte konnten die Elstern aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden. Die Suche nach dem dritten Absteiger wird zwischen Altona 93 und dem SV Börnsen entschieden. 24 : 34 Punktee standen beim SVB auf dem Konto während für Altona 23 : 35 Zähler zu Buche standen. Am letzten Spieltag mußte also die Entscheidung fallen.

Die Luft ist raus 
Ob die Elstern wohl noch an ihre ( wenn auch sehr geringe ) Chance auf die Meisterschaft geglaubt haben ? Aus eigener Kraft konnten sie nicht mehr Meister werden und den zweiten Platz konnte man ihnen nicht mehr nehmen. Mit dem Spiel gegen den HTB, den designierten Absteiger ging die Punktspielsaison 1979 / 80 zuende. In der 48. Minute erzielte der HTB durch Schlicht sein vorerst letztes Tor in der Verbandsliga. Es dauerte bis zur Schlußminute bis Raylidis zum 1 : 1 ausgleichen konnte. Ob irgendjemand an diesem Ergebnis Freude hatte ist nicht überliefert. In der Endabrechnung bedeuteten dis 40 Pluspunkte Platz zwei in der Tabelle mit einem Punkt Rückstand auf den Hummelsbüttler SV.
Auch in der Abstiegsfrage gab es eine Klärung. Der SV Börnsen mußte am letzten Spieltag eine folgenschwere Niederlage hinnehmen – die Mannschaft unterlag in Hummelsbüttel mit 1 : 2. Für den SV Börnsen war dies eine ganz bittere Niederlage, denn Altona 93 siegte zeitgleich mit 2 : 1 über den SV Buxtehude und zog in der Tabelle am SVB vorbei. Das bedeutete für den SV Börnsen den Abstieg. Durch den Sieg über Börnsen war dem HuSV die Meisterschaft nicht mehr streitig zu machen.

Belegte der ASV zur Halbzeit der Spielzeit 79 / 80 noch den ersten Tabellenplatz mit nur einer Niederlage so verlief die Rückrunde nicht so erfolgreich. Ein Blick auf die „Rückrundentabelle“ gibt Auskunft.
1. Hummelsbüttel 25 P
2. Victoria 19 P. punktgleich mit Urania 19 P.
4. SV Lurup 17 P. ebenso wie der ASV 17 P.
6. SC Sperber und VfL Stade mit 14 P.



Sieben Niederlagen in der Rückrunde kosteten den VfL Stade eine deutlich bessere Platzierung in der Endabrechnung. Zu den Heimspielen des ASV kamen durchschnittlich 871 Besucher, das ist der Spitzenwert der abgelaufenen Saison. Die meisten Tore gingen mit 21 Treffern auf das Konto von Norbert Meier.
Das sportliche Teilziel – Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur AOL – wurde mit dem zweiten Tabellenplatz erreicht, das Bestehen in der Aufstiegsrunde ist die deutlich schwerere Aufgabe. Um dieses Ziel zu erreichen mußten sich die Elstern mit folgenden Gegnern auseinandersetzen VfR Neumünster, Meister der Verbandsliga Schleswig – Holstein, ein alter Bekannter aus Oberliga – und Regionalligazeiten und vor zwei Jahren auch Gegner in der Aufstiegsrunde. TuS Celle, Meister der Verbandsliga Niedersachsen, spielte mit den Elstern gemeinsam in der Regionalliga Nord in den Spielzeiten 69/70 und 70/71. 1973 stiegen die Celler aus dieser Liga in die höchste niedersächsische Amateurklasse ab. Nach Platzierungen zwischen drei und zwölf klopfen die Niedersachsen an das Tor zur Oberliga. Der Lüneburger SK wurde von allen Experten als Aufstiegsfavorit angesehen. Allein der Blick auf den Mannschaftskader bestätigt diese Einschätzung. Rainer Zobel, einst beim FC Bayern München war zwischen 1970 bis 1976 180 Mal in der Bundesliga aktiv, Hans – Jürgen Ripp , nach 177 Bundesligaspielen für der HSV reich an Erfahrung und Nachwuchstalent Ralf Sievers trug später das Trikot der DFB – Jugendauswahl. Ein hochkarätig besetzter Kader !

Gelungener Start
Die ersten Spiele der Aufstiegsrunde zur AOL fanden über Pfingsten statt, das bedeutete für den ASV Start mit einem Heimspiel am Pfingstsonnabend gegen TuS Celle. Vor 1600 Besuchern ( bei Aufstiegsspielen war man eigentlich höhere Besucherzahlen gewöhnt ) sorgte Axel Emmerich in der 6. Minute für das Führungstor, zwei Minuten vor dem Abpfiff erhöhte Ingo Pinnau auf 2 : 0. Weitere Informationen zu diesem Spiel waren dem HAB nicht zu entnehmen. Für den ASV ein gelungener Start in das Unternehmen Oberliga. Das zweite Spiel in dieser Gruppe gewann der VfR Neumünster gegen den favorisierten Lüneburger SK mit 2 : 0. In der Paralellgruppe trennten sich der Hummelsbüttler SV und SFL Bremerhaven mit 2 : 2, torlos blieb die Begegnung zwischen TuS Lingen und Eutin 08.

Ein herber Dämpfer
 Achtundvierzig Stunden nach der Auftaktpartie gegen Celle hatten die Elstern das Spiel beim Lüneburger SK vor der Brust. Am traditionsreichen Wilschenbruch, der Spielstätte des LSK hatten sich 6200 Zuschauer eingefunden um ihre Mannschaft zu unterstützen. Diese blieben zunächst stumm. Den druckvollen Angriffen des LSK stand eine kompakt stehende Abwehr des ASV gegenüber. Zwar erzielten die Hausherrn eine Vielzahl von Eckbällen, aber Axel Emmerich schoß das Tor zum 1 : 0 für den ASV. Im weiteren Verlauf des Spiels bekam der LSK Oberwasser und ging durch Ulbrich (28.) und Warsitzka (44.) mit 2 : 1 in Führung. Dem aufmerksamen Beobachter blieb in der zweiten Halbzeit nicht verborgen daß die Elstern kräftemäßig und konditionell nichts mehr zusetzen konnten Das nutzte der LSK natürlich aus und folgerichtig fielen die Tore zum 3 : 1 durch Wagner (54.), Körtge (69.) zum 4 : 1 und Stäcker (79. )zum 5 : 1. Für den LSK ein verdienter Sieg und für die Elstern eine Niederlage, die in dieser Höhe nicht einkalkuliert wurde. TuS Celle und der VfR Neumünster trennten sich 1 : 1. In der Paralellgruppe spielten Eutin 08 gegen SFL Bremerhaven 2 : 2 während Hummelsbüttel dem TuS Lingen mit 4 : 0 das Nachsehen gab.

Elstern wieder im Spiel
 Die Mannschaft wieder aufzurichten und das Selbstvertrauen wiederzugeben – das war die Hauptaufgabe von Trainer Rohrschneider nach dem Spiel in Lüneburg. Das ist ihm gelungen. 3500 Besucher ließen sich trotz der 1 : 5 Niederlage in Lüneburg nicht von einem Besuch an den Sander Tannen abhalten und erlebten gegen den VfR Neumünster ein Spiel auf hohem Niveau. Die Elstern zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung und traten den robusten und gradlinigen
Gästen wirkungsvoll entgegen. Trotzdem trafen die Gäste in der 6. Minute zum 1 : 0. Es dauerte bis zur 26. Minute, dann gelang Rainer Schmidt der Ausgleich. Das 2 : 1 für den ASV fiel dann drei Minuten später, ein artistischer Schuß von Norbert Meier ließ Bublitz im VfR - Tor keine Chance. Michael Sprang im Tor des ASV sowie Klaus Vogel und Norbert Jürgens waren die überragenden Akteure 10

im Dreß des ASV und in der 90. Minute zeigte Norbert Meier ein weiteres Mal, was für ein überragender Fußballspieler er ist – sein zweites Tor in diesem Spiel markierte gleichzeitig den Endstand von 3 : 1. Durch diesen Sieg blieben die Elstern weiter “im Geschäft“ und konnten ein ernstes Wort bei der Vergabe der Oberligaplätze mitreden. Der LSK wies den TuS Celle mit einem 3 : 0 – Erfolg in die Schranken. Der ASV und der LSK hatten nun beide 4 : 2 Punkte. Eutin 08 besiegte in der Paralellgruppe Hummelsbüttel mit 2 : 0 ebenso wie TuS Lingen gegen SFL Bremerhaven mit 4 : 1 erfolgreich blieb.

Fortsetzung folgt
Eine Woche später trafen die beiden Kontrahenten erneut aufeinander – diesmal in Neumünster. Das Spiel knüpfte nahtlos an das Niveau des Hinspiels an und so lieferten beide Teams ein ausgezeichnetes Spiel ab. Auch ein 0 : 2 Rückstand brachte die Elstern nicht aus dem Konzept, in der Endphase hätte der ASV dieses Spiel auch für sich entscheiden können. Aber der Reihe nach: Der VfR ging durch Hamannn früh (3.) in Führung, derselbe Spieler legte in der 25.Minute nach und es stand 2 : 0 für den VfR. Noch vor der Halbzeitpause verkürzte Norbert Meier per Handelfmeter zum 1: 2. Nach Wiederanpfiff, in der 47. Minute war es Axel Emmeeich, der das Spiel wieder offener gestaltete – er traf zum 2 : 2. Hamann (VfR) hatte einen Glanztag erwischt, er traf erneut (68.) und brachte „seinen“ VfR in Führung. An dieser 3 : 2 Führung hatten die 3100 Besucher nicht lange Freude denn nur fünf Minuten später war Norbert Meier zum zweitenmal erfolgreich und glich die Führung der Platzherrn aus. Mit diesem 3 : 3 endete das Aufstiegsspiel zwischen dem VfR Neumünster und Bergedorf 85, ein Spiel mit absolutem Oberligaformat. Ebenfalls unentschieden ( 1 : 1 ) trennten sich TuS Celle und der Lüneburger SK. Mit 5 : 3 Punkten führten der LSK und die Elstern ihre Spielgruppe an. Am letzten Spieltag sollten beide Mannschaften an den Sander Tannen aufeinander treffen. Mit 4 : 4 Punkten rangierte der VfR Neumünster auf Platz drei gefolgt von Eutin 08 mit 2 : 6 Zählern. Eine ähnliche Situation in der Paralellgruppe – Hummelsbüttel besiegte Eutin mit 2 : 0, SFL Bremerhaven kam gegen TuS Lingen mit 2 : 6 unter die Räder. Der HuSV und TuS Lingen führten ihre Gruppe mit 5 : 3 Punkten gefolgt von Eutin 08 (4:4) und TuS Celle mit 2:6 Punkten an.

Die Chance gewahrt
 Es läuft alles auf einen Zweikampf zwischen dem ASV und dem Lüneburger SK hinaus. In Celle durfte nicht verloren werden. Unter diesem Motto stand das Wirken des ASV. Es begann gut für den ASV, in der 8. Minute gelang Rainer Schmidt das 1:0. In der 45. Minute, kurz vor dem Pausenpfiff mußte der ASV durch Grewe (TuS) den Ausgleich hinnehmen.

Aus Lüneburg drang während der laufenden Partie eine Information nach Celle wonach im Paralellspiel Neumünster gegen den LSK in Front lag. Die Celler witterten darauf hin Morgenluft und setzten den ASV ganz massiv unter Druck.
Trainer Rohrschneider reagierte und ersetzte Peter Hartwig durch Andreas Vick und Ingo Pinnau durch Dieter Kommorowski Die Elstern blieben so am Drücker und in der 73. Minute wurden die Bemühungen vom Erfolg gekrönt – Andreas Vick brachte seine Mannschaft wieder in Führung. Konditionsprobleme ziehen stets auch Konzentrationsschwächen mit sich, so kann man den Ausgleich der Celler drei Minuten vor Spielende erklären. Das Spiel zwischen TuS Celle und dem ASV endete 2 : 2. An der Ausgangslage hatte sich nichts geändert, im letzten Spiel der Aufstiegsrunde gab es in Bergedorf ein „Endspiel“ zwischen den Elstern und dem LSK. Der Lüneburger SK schlug den VfR Neumünster mit 4 : 3 und übernahm mit nun 7 : 3 Punkten die Tabellenführung vor dem ASV mit 6 : 4 Punkten. In der Paralellgruppe trennten sich Hummelsbüttel und Bremerhaven 2 : 2, zeitgleich Schlug Eutin 08 den TuS Lingen mit 4 : 2. Der HuSV und Eutin 08 führten gleichauf mit 6 : 4 Punkten ihre Gruppe an vor Lingen mit 5 : 5 Zählern.

Das jähe Ende eines Traumes
 Ganz Fußball – Bergedorf fieberte dem letzten Aufstiegsspiel der Elstern entgegen. Die Chancen auf den Aufstieg waren noch nie so günstig: ein Sieg und man wäre am Ziel aller Träume. Zehntausend Besucher, darunter etwa dreitausend Zuschauer aus Lüneburg umsäumten das Spielfeld an den Sander Tannen, eine Zuschauerzahl, die man zuletzt vor achtzehn Jahren in der Oberliga Nord begrüßen durfte. 11

Die Berichterstattung zu diesem Spiel war weniger vom Spielgeschehen als von der Regelauslegung durch den Unparteiischen geprägt. Zwischen diesen beiden norddeutschen Amateur – Spitzenmannschaften entwickelte sich ein intensives Fußballspiel dessen Ergebnis zu wesentlichen Teilen von der Leistung des Schiedsrichters beeinflußt wurde. In der 62. Minute wurde einem Bergedorfer Treffer die Anerkennung versagt. Die Partie stand auf des Messers Schneide, bis kurz vor dem Abpfiff stand es 0 : 0. Dann erhielt Norbert Meier eine Zeitstrafe wegen eines Foulspiels. Auf die Frage nach seinem Namen gab Norbert Meier eine Antwort die der Schiedsrichter als Beleidigung auffaßte und wandelte die Zeitstrafe in einen Feldverweis um. Nur wenig später erhielt auch Kay Petersen einen Feldverweis. Kurz danach brachte Wagner (LSK) in der 89. Minute seine Mannschaft mit 1 : 0 in Führung. Als das Spiel schon zu Gunsten des Lüneburger SK entschieden war, schickte der Schiedsrichter auch noch Rainer Schmidt vom Feld. Durch diesen Sieg in Bergedorf sicherte sich der Lüneburger SK den Aufstieg in die Amateuroberliga Nord. Herzlicher Glückwunsch nach Lüneburg !! Nach einen 4 : 1 – Erfolg in Lingen gelang auch dem Hummelsbüttler SV der Aufstieg in die
Amateuroberliga Nord. Der LSK zeigte sich in Bergedorf als nervenstarke Mannschaft. Ob der LSK auch die bessere Manschaft wäre läßt sich nicht beantworten, dazu hätte es eines unvoreingenommenen Spielleiters bedurft, diesem Anspruch wurde Schiedsrichter Osmers nicht gerecht. Natürlich kann ein Schiedsrichter auch mal einen schlechten Tag haben, natürlich können einem Schiedsrichter Fehlentscheidungen unterlaufen. Es kann aber nicht sein daß ein Schiedsrichter seinen Ermessensspielraum einseitig zu Lasten einer Mannschaft ausschöpft. Ähnliches Gebaren legte Herr Osmers zwei Jahre zuvor beim Aufstiegsspiel der Elstern in Neumünster an den Tag. Ein Kommentar von Trainer Peter Rohrschneider soll den Lesern nicht vorenthalten werden: Das Spiel stand auf des Messers Schneide und Schiedsrichter Osmers aus Bremen hat uns die Klinge bis an das Heft in den Leib gerammt.
Nicht das geringste Verständnis kann für die Ausschreitungen gegen Schiedsrichter Osmers nach dem Spiel aufgebracht werden. Gegen den Vater eines Spielers wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Eine Stunde nach Spielende konnte der Schiedsrichter den Platz unter Polizeischutz verlassen. Ich bin nach dem Spiel tätlich angegriffen worden, der Ordnungsdienst hat nicht funktioniert. Mit diesen Worten formulierte Schiedsrichter Osmers seinen Bericht an den NFV
.
In den letzten Jahren gab es wiederholt Vorkommnisse der beschriebenen Art. Daß der Ordnungsdienst erneut seiner Aufgabe nicht gerecht wurde, stellt dem ASV ein Armutszeugnis aus. Der NFV belegte den ASV mit einer Geldstrafe von 3000 DM, von einer Platzsperre wurde abgesehen.

Quellennachweis Die Kommentare zu den Spielen lehnen sich an die Berichterstattung des Hamburger Abendblattes an. Der Kommentar zum letzten Spiel gegen den LSK wurde erhärtet durch das Buch von Hardy Grüne LEGENDÄRE FUSSBALLVEREINE / Norddeutschland, Seite 89, rechte Spalte ab Zeile 6. Die Fotos sind dem Hamburger Abendblatt entnommen. Die Abschlußtabelle der Spielzeit 1979 / 1980 entstammt dem deutschen Fußballarchiv.

Hier geht es zu allen bisher erschienen Folgen !

Statistik:
Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken


























































































Mittwoch, 5. September 2018

Elstern-Round-Up 13/18



Wir sind mehr! geworden.
Wenn man eine Liste schon herunterscrollen muss, um den vollen Umfang sehen zu können,  ist sie schon recht lang.
Genauso verhält es sich mit der Freundeskreis-Mitgliedsliste des ASV Bergedorf 85.  In der letzten Woche konnte der 23.  Förderer begrüßt werden.
Schon alleine  dies ist eine Erwähnung wert. Wenn fünf der Neuzugänge aber einen richtigen „Stallgeruch“ vorzuweisen haben, hüpft das Elstern-Herz gewaltig.

Paul Schäfer ist neu dabei!
Neu ist nicht der richtige Ausdruck. Paul ist seit der neuen „Stunde Null“   beim ASV und leitet den Jugendfußball der Elstern, hat selber als aktiver Ligaspieler die ersten Herren von der Kreisklasse in die Kreisliga gebracht und kickt jetzt noch erfolgreich für die 1. Alten Herren, wo er mehr und mehr zu einem Torjäger avanciert.

Wenn man in den 1970iger und 1980iger Jahren an den Sander Tannen von „Buffi“, „Ernie“, Udo und „Schlotti“ sprach, wusste jeder Fan der Elstern, wer gemeint war. Alle vier waren maßgeblich an einer der erfolgreichsten Epochen des ASV Bergedorf 85 beteiligt und sammelten Meister und Pokaltitel.
Es ist großartig, dass die vier Freunde jetzt durch ihren Beitritt in den Förderkreis den Brückenschlag zu dem jetzigen Fußballern leisten.
Willkommen zurück: Klaus Muruszach (Interview), Reiner Schmidt, Udo Nils (Interview) und Detlef Schlottmann !!!

Alle Infos zu dem Freundeskreis der Elstern gibt es hier!

Manch ein 85-Fan hat nach dem sportlich wertlosen 18:0 gegen den FC Bergedorf eine Niederlage gegen den Nachbarn vom Mittleren Landweg ETSV Hamburg befürchtet. Die Umstellung von einem weniger als Trainingsspiel zum Wettkampf ist nicht ohne.
Doch die Trainer haben einen guten Job unter der Woche geleistet und jeden Schlendrian vermieden.

Ein Unentschieden, das sehr wertvoll ist.
Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung hätten auch drei Punkte herausspringen können. Doch gerade solche Spiele wären früher – gerade nach einem 0:1 Rückstand – verloren gegangen.
Einen Punkt einfach mal mitnehmen. Das zeugt von zugewonnener Reife.

Drei Heimspiele in Serie. Gibt es auch nicht immer. Aber da der Kunstrasen für den ETSV Hamburg noch am „wachsen“ ist, musste das Heimrecht letztes Wochenede gedreht werden.
Nun begrüßen wir den TuS Hamburg.  Gefühlt, spielt dieser Verein seit der Steinzeit in der Bezirksliga. Horst Peterson fällt einem ein, der langjährige Organisator des Hamburger Hallenturniers und ehemalige Torwart des TuS.
Was für ein schweres Startprogramm hatten die Jungs von Trainer Benjamin Küster zu absolvieren: Ahrensburg, Eilbek, Börnsen, ASV HH und Oststeinbek. Gegen die kann man verlieren. Gegen Glinde wurde gewonnen. Vor diesem Hintergrund sind die vier bisherigen Punkte ok.
Erneut ein Spiel auf Augenhöhe erwartet uns, dass duchaus wieder mit einem Remis enden könnte.

Anpfiff ist am Sonntag um 14 Uhr an den Sander Tannen !! Im Stadion natürlich.

Schauen wir uns die Statistik der bisherigen Spiele der 2. Herren des ASV Bergedorf 85 an: fast nur grün ! Nur das Pokalspiel wurde gegen Cordi II verloren .
Florian Heinze, Dietmar Gietzen und Sascha Korndörfer sorgten mit ihren Toren für das 3:2 gegen die zweite Vertretung des FSV Geesthacht.
Um 12 Uhr – also direkt vor dem Spiel der Liga – geht’s gegen SVNA III, die mit sieben Punkten den siebten Tabellenplatz belegen.

Die zweite Saison spielen  die  1. Alten Herren unseres Vereins. Sie hatten ein stressiges Wochenende hinter sich. Positiver Stress: Freitag gewann man in Düneberg und holte drei Punkte, Sonntag warfen die Alten Herren Reinbek aus dem Pokal und können sich jetzt erstmal ausruhen, da spielfrei.

Die Senioren des ASV treffen am kommenden Freitag auf BU. Tradition pur also. Beide Teams haben einen Punkt auf ihrem Konto.

Von der Jugendabteilung sind die A-Junioren sowie alle drei D-Junioren-Teams im Einsatz.

Alle Ansetzungen gibt es auf der großen Vorschau der Vereinsseite:

…………….

Traditionell wird bei den Handballern der SG Bergedorf/ VM die anstehende Saison durch den Spendenlauf eingeläutet.
Auch der diesjährige Lauf war ein voller Erfolg. Über 80 große wie kleine Handballerinnen und Handballer drehten eine Runde nach der anderen um den See und konnten so einen tollen Betrag für die Jugendabteilung der SG erlaufen.

Bereits zum Vormerken:
Am 18.09.18 eröffnen die 1. Damen der SG Bergedorf/ VM ihre Oberliga Saison gegen den ATSV Stockelsdorf.
Zwei Klassen tiefer spielen jetzt die 1. Herren. Landesligaauftakt am 9.9.18 in Ahrensburg.

Alle Infos zur SG (Stammvereine: ASV Bergedorf 85/ SCVM) auf deren Homepage .

……..

Für ganz Spontane:

Gleich, also am Mittwoch um 19 Uhr findet wieder “Steeldart für Alle“ der Dartabteilung des ASV Bergedorf 85 statt.
Im Vereinsheim. Alle hin da !!!

Sonntag, 26. August 2018

Torhunger trifft Tapferkeit – tradionsreiche(re) Elstern siegen 18:0



Das doch von vielen mit Spannung erwartete erste Aufeinandertreffen der beiden „85“-Teams verlief jederzeit im sportlichen und fairen Rahmen. Anerkennung gebührt den acht verbliebenen Spielern des FC Bergedorf, die trotz hoffnungsloser Unterlegenheit tapfer und sportlich bis zum Schlusspfiff auf dem Rasen der Sander Tannen blieben.
Bemerkenswert aber auch der Spirit des ASV Bergedorf 85. Das gesamte Spiel über waren die Akteure meist höchst konzentriert und gewannen somit auch in dieser Höhe absolut verdient.

Neun Minuten konnte der FCB das 0:0 halten. Dann konnte Stephan Funk seine dritte Torchance nutzen. Der ASV suchte ständig den Weg über die Außen. So konnte Funk von einer guten Hereingabe von der rechten Seite am langen Pfosten abstauben.
Als das 2:0 fiel, waren die „Gäste“ nur noch zu zehnt. Baris Atlas sah glatt Rot, als er plump von hinten Felix Rehr umsäbelte. Schiedsrichter „Drago“ Vollmers stand direkt daneben, hätte aber auch es bei „dunkel Gelb“ belassen können.
Jedenfalls konnte Benjamin Vermehren gleich direkt im Anschluss an dem Freistoß durch einen schönen Distanzschuss auf 2:0 erhöhen.
War dieser Treffer schon technisch anspruchsvoll, setzte fünf Minuten später Felix Rehr dies bezüglich noch einen drauf.
Elegant setzte sich Felix links an der Außenlinie gegen mehrere Abwehrspieler durch und schlenzte per Außenriss aus ganz schwierigem Winkel den Ball vorbei am Torwart den Ball ins Netz.
Einziger Schönheitsfehler: Ausgerechnet diesen Treffer hat Felix Papa nicht gesehen. Burkhard Rehr, seines Zeichens Stadionsprecher beim ASV, war gerade mit einer Durchsage beschäftigt und las das Nummernschild eines falsch geparkten Autos von einem Zettel ab...

Die restlichen 15 Treffer konnte der Stadionsprecher aber auch wieder optisch verfolgen und anschließend den neuen Tor-Jingle einspielen.

Asante-Sefa und noch zweimal Stephan Funk stellten den 6:0 Halbzeitstand her. Zu diesem Zeitpunkt standen nur noch neun Feldspieler des FC Bergedorf auf dem Platz. Ein Feldspieler hatte humpelnd (?) den Platz verlassen. Ersatzspieler waren nicht vorhanden.

Lange mussten die ca. 200 Zuschauer warten, bis zur zweiten Halbzeit der FCB wieder aus ihrer Kabine kam. Beim Zählen der Gästespieler fiel auf: Es waren nur noch acht Feldspieler + Torwart!

Diese zweifache Überzahl nutze der ASV, um nach der Pause ganz schnelle Tore zu erzielen. Ein Fan, der sich etwas länger im Vereinshaus aufhielt und acht Minuten später ins Stadion zurückkehrte, verpasste 5 Treffer !!
Neuzugang Ugur Karakas und Benjamin Vermehren jeweils mit Doppelpack und einmal Felix Rehr sorgten für das 11:0 nach 53 Minuten.

Sorgen machten sich jetzt die Zuschauer, ob das Spiel zu Ende gebracht werden kann. Erst recht, als der Kapitän des FC Bergedorf gruß und wortlos den Rasen verließ. Doch wie oben schon erwähnt, hielten die restlichen acht Spieler durch.

Dank der guten Leistung ihres Torhüters Jakub Antoszewski gelangten anschließend auch nur noch sieben weitere Bälle ins Tor.
Gegenüber Björn-Alexander Garvs hatte naturgemäß einen ruhigen Nachmittag. Nach gut 70 Minuten musste er zum ersten Mal einen Schuss parieren.
In der ersten Halbzeit hatte der FCB schon eine gute Torchance, aber der agilste Angreifer des FC Bergedorf Hassan verzog knapp.
Ebenfalls gefielen die unermüdliche Nummer 3 (Clement Osei Gyan) und Joel Richard (Nummer 18.).
Nachzutragen sind die Torschützen der Elstern des ASV Bergedorf 85, die die Tore 12 bis 18 erzielten: Stephan Funk, Mikel Jason Ehmke, Benjamin Vermehren (2x) Gregor Krahn und Jakob Föhres.

Großartig erneut die Stimmung auf den Rängen. Der Anhängerclub auf der Gegengeraden hüpfte und sang mit einer Stärke von gut 30 Fans.
Immer wieder was Besonderes : Der Echo-Gesang mit den „alten“ Fans auf der Haupttribüne : Dem A-S-V wurde aus ganzer Kehle und Herzen ein B-E-R-G-E-D-O-R-F entgegen geschmettert.

Fangesänge, die vor 60 Jahren die Aufstiegshelden um Karl-Heinz Pörschke, Gerd „Haesschen“ Vossoder „Walli“ Künn in die erste deutsche Liga begleiteten oder 1982 Klaus Vogel, Daniel Glogowski, Ernie Schmidt und wie die Pokalhelden gegen den FC Bayern München alle hießen, zur beinahe Sensation putschten.

Der ASV Bergedorf 85 ist nach wie vor da !!!

Mittwoch, 22. August 2018

Kein Spiel wie jedes andere - Elstern-Round-Up 12/18



Als Ende 2007 dieser Blog aus der Taufe gehoben wurde, war die Welt noch in Ordnung.
War sie das?
Der ASV Bergedorf 85 spielte in der vierthöchsten deutschen Spielklasse und traf in der Oberliga u.a. auf Teams wie Holstein Kiel und Meppen. Im Pokal sorgten die Elstern 2008 für Furore, als sie in einem begeisternden Halbfinale in Curslack 7:0 gewannen. Im selben Jahr spielte „85“ in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde an den Sander Tannen gegen den MSV Duisburg.
Doch meist kostet so erfolgreich Fußball zu spielen auch viel Geld – das der Verein nicht hatte.
Die Ambitionen blieben hoch. Um den Status Quo aufrechtzuerhalten und den Gesamtverein zu entlasten wurde der Fußball aus dem ASV Bergedorf 85 ausgegliedert bzw. folgende Konstruktion geschaffen:
Der FC Bergedorf 85 wurde gegründet und nahm die Fußballer des ASV Bergedorf 85 auf.
Es begann verheißungsvoll. Unvergessen das Eröffnungsspielim historischen Billtalstadion, wo auf neuem Kunstrasen gegen –wem auch sonst – Curslack vor fast 3000 Zuschauern ein 3:3 zelebriert wurde.
In den folgenden Jahren entwickelte sich leider der FC Bergedorf 85 zu einem Skandalverein, der den Traditionsnamen Bergedorf 85 immer mehr beschädigte.
Der Leidensdruck  vieler Fans wuchs ins Unermessliche. Der Wunsch, dass der Fußball zum ASV Bergedorf 85 zurückkehrt wurde 2014 in die Tat umgesetzt.
Seit der Saison 2014/2015 gibt es sowohl den FC Bergedorf 85 als auch den ASV Bergedorf 85  auf der Hamburger Fußballbühne. Der ASV Bergedorf 85 begann in der untersten Liga, der Kreisklasse. Anno 2018 hat die Fußballabteilung des ASV zehn Teams. Im Jugendbereich sind die Elstern von der A-Jugend bis zur D-Jugend durchgängig vertreten. Die Ligamannschaft des ASV hat den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.
Da der FC Bergedorf 85 aus der Landesliga abstieg, kommt es nun am kommenden Sonntag zum ersten direkten Duell dieser beiden Vereine.

„Das dichteste Derby der Welt“
Titelt der Anhängerclub des ASV Bergedorf 85 auf ihrer Facebookseite.
Wie oben geschildert macht nicht nur die die räumliche  Nähe  diese Partie so besonders , ja gar einzigartig.
Olli,  Mitbegründer dieses Blogs, Liebhaber und Beobachter des britischen Fußballs verweist auf eine ähnliche Konstellation : FC Wimbledon – Milton Keynes Dons – AFC Wimbledon (der11Freunde-Artikel ist sehr zu empfehlen).

Parallelen sind durchaus vorhanden…

Auch wenn ein Blick nach dem vierten Spieltag nicht aussagekräftig ist, haben unsere Elstern des ASV Bergedorf 85 tatsächlich in diesem Augenblick den FC Bergedorf 85 überflügelt. Selbst die kühnsten Optimisten haben dies sicherlich nicht so schnell erwartet.
Der ASV Bergedorf 85 kann bisher eine ausgeglichene Bilanz vorweisen: Zwei Siege – zwei Niederlagen = Sechs Punkte.
Die Truppe von Elstern-Coach Patrick Paap ist gut in der neuen Liga angekommen. Körperlich und spieltechnisch kann mitgehalten werden. In den Auswärtsspielen gab es leider nach der Halbzeitpausen einen Bruch im Spiel. Die Heimspiele gegen den SC Schwarzenbek und den SC Vier- und Marschlande   konnten gewonnen werden.
Anders sieht es beim FCB aus: Nach dem Abstieg blieben die wenigsten Spieler im Verein. Neuzugänge waren in den ersten Spielen noch gesperrt. Folge waren drei heftige Niederlagen und ein Nichtantritt. Im Pokal gegen den Klassengefährten aus Börnsen konnte man in Führung gehen, verlor dann aber deutlich.
Der FCB legte in den ersten Minuten ihrer Spiele gut los und hatten durchaus Chancen zu Treffern. Später brach man dann aber total ein.

Ohne Zweifel gehen unsere Elstern des ASV Bergedorf 85 als Favorit in dieses historische Spiel. Viele ASV-Fans werden ihr Team wie gewohnt lautstark anfeuern.

Vor dem  ersten Aufeinandertreffen des AFC Wimbledon und MK Dons gaben die Offiziellen beider Teams die Parole aus:

Dieses Motto wünschen wir uns auch für das Spiel an den Sander Tannen. Anpfiff : Sonntag 14 Uhr im Stadion !!!

Dieses Aufeinandertreffen stellt die anderen Spiele der Fußballabteilung natürlich ein wenig in den Schatten. Doch ist es nicht fast noch bemerkenswerter, dass neben dem Spiel der 1. Herren acht weitere Teams des ASV Bergedorf 85 an diesem Wochenende im Einsatz sind?
Die 2. Herren stehen vor einem Spitzenspiel:
Als Dritter empfangen die Meier-Jungs die Zweitvertretung des FSV Geesthacht, die Vierter sind. Beide Teams haben von ihren vier Spielen, drei gewonnen. Das Match startet am Sonntag um 12 Uhr auf dem Kunstarsenplatz.

Unsere Senioren sind letzte Woche im Pokal eine Runde weitergekommen und reisen nun in der Senioren-Verbandsliga nach Harburg (Anpfiff am Samstag 17:30).
Nach der langen Sommerpause gehen jetzt auch die Pflichtspiele in der Jugend los. Die A- und C-Junioren des ASV Bergedorf 85 sind im Pokal im Einsatz (1.A mit Heimspiel gegen Altenwerder , 12:30 / 1.C am Sonntag um 10:00 Uhr in Mümmelmannsberg).

Ihr erstes Punkspiel bestreiten die 1.B-Junioren gegen den Nachbarn aus Dassendorf (Sonntag 10:30). Mit drei Teams starten die D-Junioren des ASV.

Alle drei Teams sind im Einsatz:
1.D trifft zuhause am Samstag auf den FSV Harburg-Rönneburg (Anpfiff: 11:15 Uhr)
2.D spielt davor gegen Barsbüttel (Anpfiff: 10:00 Uhr)
3.D muss am Sonntag nach Schwarzenbek (Anpfiff: 11:30 Uhr)

Nur die 1. Alten Herren haben spielfrei.
Ein ärgerliches Erlebnis musste das Team um unsere „Legenden der 1. Stunde“ Bernd Schuster, Dietmar Gietzen und Paul Schäfer am letzten Freitag verdauen. Ihr Pokalspiel gegen Reinbek ging in die Verlängerung. Dort legte der ASV auf 4:2 vor. Dann ging das Licht aus, da die automatische Abschaltung des Flutlichts um 21:00 Uhr einsetzt und von nichts und niemanden zu stoppen ist.

Gestoppt wird nun auch das round-up. Genug der vielen Worte. Wir wünschen viele tolle Spiele !!!

Zur aktuellen Stadionzeitung!
Zur Vorschau auf der Vereinshomepage!

Freitag, 17. August 2018

Rhythmuswechsel schlägt Dominanz. Barsbüttel gewinnt 3:1 gegen ASV Bergedorf 85



„Also Jungs, wir stehen zunächst mal Hinten sicher und schauen uns mal an, was Bergedorf so zu bieten hat. In der Halbzeitpause überlegen wir uns dann, wie wir das Spiel gewinnen können“
So oder so ähnlich könnte die Marschroute von Barsbüttels Trainerteam Nestorovic/ Gülec vor dem Spiel gewesen sein.

Um es vorweg zu nehmen, diese Taktik ging vollends auf. Der  Barsbütteler SV gewann am Ende sogar nicht unverdient mit 3:1.
Nach den ersten 45 Minuten sah es es noch ganz anders aus.
Die Elstern zeigten eine beeindruckende Leistung. Alle Spieler strahlten Fitness und Dominanz aus und hatten Spiel und Gegenspieler jederzeit im Griff. Die Heimelf hatte erst kurz vor dem Halbzeitpfiff den ersten richtigen Torschuss abgegeben, Zu diesem Zeitpunkt führte 85 schon 1:0. Das Tor war eine Co-Produktion der „Billstedt-Horner“ Mikel Ehmke und Benjamin Vermehren, die sich ja blind verstehen. Mikel schickte Benjamin mit einem schnellen langen Ball auf die Reise. Barsbüttels Keeper Finnern verschätzte sich und Vermehren sagte Danke und schob das Leder aus 16 Metern ins leere Tor.
Vorher hätte Benjamin schon per Kopf für die Führung sorgen können. Kein Bergedorfer Spieler fiel ab. Hinten überzeugte Neuzugang Pascal Asante-Sefa mit tollem Stellungsspiel, Ruhe am Ball und Übersicht. Auch Roy Bannasch und Niklas Kretschel waren ungemein präsent.
Mit Applaus verabschiedeten die vielen 85-Fans ihre Mannschaft in die Pause.
Doch die gute Stimmung und die Siegesgewissheit war trügerisch...

„So Jungs, wir liegen 0:1 hinten. Es ist noch nichts Entscheidendes passiert. Jetzt brennen wir sofort nach dem Wiederanpfiff ein Feuerwerk ab, gehen sofort rauf und erzwingen den Ausgleich“

Ziemlich sicher fielen ähnliche Sätze in der Barsbüttler Kabine. Nicht schwer zu erahnen.
Und so kam es, dass kein Barsbüttler Spieler wieder zuerkennen war. Plötzlich hatte man nicht nur drei Gänge, sondern auch den 4. und 5. im Petto.
Man ging also drauf und schon klingelte es im Tor der Elstern. Eine gute flache Hereingabe drückte Mücahid Kirdi aus kurzer Distanz ein.
Barsbüttel drängte kurz noch weiter, aber Bergedorf überstand diese Phase und erlangte nach 60 Minuten wieder Dominanz. Der neue Kapitän Torwart Björn Garvs gab von hinten Kommandos. Spieler und Fans waren sich wieder sicher, das werden wir gewinnen das Spiel. Trügerisch.
Barsbüttel lauerte auf Konter. So wie in der 75. Minute, als die Heimelf plötzlich eine 4:1 Überzahl-Situation erfolgreich abschloss.
Nach zwei Minuten machten die „Schwäne“ den Sack zu. Wieder eine ähnliche Situation. Schnelles Umschalten – zu schnell für 85.
Resümierend: Der ASV Bergedorf 85 war zu ausrechenbar und spielte meist nur in einem Tempo. Barsbüttel effektiver.
Unnötig die von beiden Teams hervorgerufene Hektik. Nicklichkeiten und ständiges Reklamieren machten dem jungen Schiedsrichtergespann (Matti Walsdorf/ Nicolas Schütze/Christopher Siegk) das Leben schwer.

Der Bericht soll positiv enden: Gerade solche Spiele haben einen großen Lerneffekt und sind immens wichtig, um sich in dieser höheren Klasse schneller zu akklimatisieren.

Spielbericht der Vereinsseite der ASV-Fußballabteilung


Donnerstag, 9. August 2018

Elstern-Round-Up 11/18



Seit dem letzten Blog am 20. Juli 2018  hat es nur etwa 4 Liter auf dem Quadratmeter geregnet und an elf Tagen war es heißer als 30 Grad.
Am Sonntag, den 29. Juli zeigte das Thermometer allerdings nur 29 Grad Celsius an, doch  kurz vor 16 Uhr kochten die Sander Tannen: Exakt in der 5. Minute der Nachspielzeit erzielte Kevin Holthöfer im ersten Bezirksligapunktspiel gegen den Favoriten SC Vier-und Marschlande den 3:2 Siegtreffer. Die Elstern im siebten Himmel. Fans, Trainer und Betreuer liefen auf den Platz. Eine einzige Jubeltraube.
Vielleicht ein kleiner magischer Moment, dem man auch übersetzen könnte: Die Elstern sind wieder da !!!
Der einzige Wermutstropfen war wenn überhaupt der Umstand, dass diese Szenen sich nicht im Wohnzimmer der Elstern abspielten, sondern das Lokalderby auf dem Nebenplatz auf Kunstrasen ausgetragen werden musste. Der Grund ist jedoch verständlich. Am 18. August wird das Stadion ein klein wenig weitere Geschichte schreiben. Der Hamburger Meister und Pokalsieger die TuS Dassendorf  empfängt in der ersten DFB-Pokalhauptrunde den Zweitligisten MSV Duisburg. Bis dahin werden die Sander Tannen herausgeputzt und der Rasen geschont.

Im Hamburger Pokal (Odsett-Pokal) ist der ASV Bergedorf 85 leider nicht mehr vertreten.  Nach diesem Aus in Runde 1 sah es nach 45 Minuten überhaupt nicht aus. 2:0 führte „85“  gegen den ASV Hamburg, einem afghanischem Verein.  Der Einbruch in Halbzeit Zwei ist unter „Lehrgeld“ abzubuchen. Enttäuscht waren Fans und Spieler trotzdem.

Seitdem gilt die volle Konzentration der Bezirksliga. Deren zweiter Spieltag stand am vergangenen Freitag an. Der SC Wentorf empfing die Elstern. Zwei Teams auf Augenhöhe. Natürlich war man gar nicht so weit vom  zweiten Pflichtspielsieg entfernt. Erneut lag man nach dem ersten Spielabschnitt vorne. Vielleicht war der schnelle Ausgleich zu Beginn der Hälfte Zwei entscheidend. Wentorfs Marc Mauersberger zog einfach aus gut 30 Metern  ab, die Pille spielte Ping-Pong mit Pfosten und Rücken unseres guten Keepers Lucas Stradins und gelangt so ins Netz. Danach zeigte die Heimmannschaft etwas mehr Leidenschaft und siegte so nicht unverdient.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Als die Spieler am Dienstag zum Trainingsplatz gingen, sprang ihnen was ins Auge.
Hinter dem Tor hing eine  Banderole : „ASV Bergedorf 85 und REWE begrüßen Sie an den Sander Tannen“
Oftmals  sind gerade kleine Dinge von Bedeutung.  Drückt doch dieses Plakat nicht nur die Dankbarkeit und Verbundenheit mit dem Sponsor REWE aus, der alle Fußballteams  des ASV Bergedorf 85 mit Trikots ausgestattet hat, sondern zeigt, dass auch im Umfeld an der Zukunft des Vereins gearbeitet wird.
Als weiteres Indiz für diese Entwicklung ist auch die Einladung vom Sportlichen Leiter Jörg Franke zu einer kleinen Hamburger Fußball-Talkshow„Kalles Halbzeit“ zu werten. Bei sicherlich angenehmen Temperaturen im Verlies brachte wenn überhaupt nur eine blonde Schönheit Jörg zum Schwitzen, als diese Dame ihm Handfesseln anlegte – die Fragen zum „Wiederbelebten Verein“ beantwortete Jörg gewohnt locker und professionell.

Doch zurück auf den Trainingsplatz:

Bei der Übungseinheit bei über 30 Grad floss viel Schweiß. Neu-Trainer Patrick Paap bereitet seine Jungs gut auf das nächste Punktspiel gegen den SC Schwarzenbek vor. Dem Team aus dem Sachsenwald wurden bisher zwei starke Brocken vorgesetzt. Gegen die (Geheim)Favoriten Oststeinbek und dem ASV Hamburg konnte nichts ausgerichtet werden. Trainer Sven Reinke muss seine Jungs nach den 0:6 + 0:3 Niederlagen  sicherlich etwas Mut zusprechen aber ganz gewiss  gegen den ASV Bergedorf 85 nicht besonders motivieren.
Anpfiff zum 3. Saisonspiel ist am Sonntag, den 12. August um 14 Uhr (vorerst zum letzten Mal dann auf dem Kunstrasenplatz)

Eine Erfolgsstory schreiben bisher unsere neuen Zweiten Herren. Beide Punktspiele konnten bisher gewonnen werden.
Schon das sympathische Interview mit dem Coach Mario Meier auf der Fußball-Homepage, die übrigens seit dieser Woche neu überarbeitet wurde, gab Anlass zur Hoffnung, dass sich da ein nachhaltiger Unterbau für die Liga entwickelt.
Die Auftakterfolge (5:3 gegen Curslacks Vierte und 9:3 in Wilhelmsburg) untermauern dieses Gefühl.
Vor dem Spiel der 1. Herren trifft auch unsere „Zwote“ auf ein Team aus Schwarzenbek. Um 12 Uhr ist Anpfiff gegen SC Schwarzenbek II.

Guten Zulauf haben auch die Alten Herren der Elstern, die sich noch in der Testphase befinden. Morgen am Freitag steht ein weiteres Freundschaftsspiel auf dem Programm: Die Alten Herren des ASV Hamburg werden um 19:30 Uhr empfangen.

Wir wünschen ein schönes und spannendes (Fußball)Wochenende, mit Temperaturen unter 25 Grad und hoffentlich auch endlich mal wieder mehr Niederschlag …


Foto: mac

Freitag, 20. Juli 2018

Elstern-Round.Up 10/18


Im Schatten der WM bereiteten sich die Elstern auf die neue Saison vor. Während satte deutsche Profis dem Vorrundenaus zu strebten, liefen die 85-Kicker in den Boberger Dünen ihre Runden und absolvierten die ersten Testspiele. In den ersten beiden Spielen (5:0 Sieg beim Kreisligisten Glinde II + 2:7 Niederlage beim Landesligisten Bramfelder SV) vertrat noch Jürgen Paap seinen Sohn auf der Trainerbank. Von seiner Hochzeitsreise zurück blieb es für Patrick weiter aufregend. Das Traineramt von Jörg Franke (jetzt Sportlicher Leiter) übernommen, nun zum ersten Mal hauptverantwortlicher Trainer des ASV Bergedorf 85!
Der junge Trainer hat eine beschauliche Anzahl von Neuzugängen in das eingespielte und fast unveränderte Aufstiegsteam zu integrieren:
Björn Garvs, gestandener Torhüter vom VFL Lohbrügge, der immer noch im jeden Oberligator stehen könnte, so wie er es vor Jahren schon bei Cordi gemacht hat.
Ebenfalls höherklassig spielte schon Pascal Asante-Sefa, der fast die selbe Vita wie Spezi Björn aufzuweisen hat und somit auch für Concordia und Lohbrügge schon auflief. Auch wenn Pascal noch nach einer längeren Pause noch Spielpraxis sammeln muss – das er ganz viel Ballgefühl hat, zeigt dieses Video.
Vom SC Schwarzenbek begrüßen wir Defensivmann Roy Bannasch, dessen Bruder Jan schon für die Jung-Elstern an den Sander Tannen zusammen mit Felix Rehr spielte.
Neben diesen drei Neuen begrüßen wir Jakob Föhres zurück in Bergedorf. Der großartige Techniker wird nach Studienreise nun wieder Gegenspieler Knoten in die Beine spielen.
Am 1. Juli gewann der ASV sein drittes Freundschaftspiel gegen Paloma II mit 4:2. Die Nationalmannschaft war zu diesem Zeitpunkt schon fast wieder eine Woche zuhause. Schwedens Albin Ekdal zog am 3. Juli durch ein Sieg im Achtelfinale gegen Schweiz ins Viertelfinale ein. Seine Teamkameraden vom HSV absolvierten einen Tag später am 4. Juli ein großes Freundschaftsspiel an den Sander Tannen. Fast 4000 Zuschauer verfolgten den zweistelligen Sieg des Zweitligisten gegen...nein, nicht dem ASV, sondern dem Hamburger Serienmeister TuS Dassendorf.
Doch die Elstern waren präsent: Die kleinen D-Jugendkicker waren im Vorspiel gegen den Nachwuchs von Dassendorf aktiv und flankierten die Stars als Auflaufkinder.
Die großen 85-Kicker halfen u.a. als Ordner aus. Viele neue nette Kontakte wurden geknüpft und von den Stehtraversen wurden das „Unkraut“ geflückt.
Für das nächste Vorbereitungsspiel suchte Sportchef Jörg Franke wieder eine Landesligaelf aus. Gegen den Rahlstedter SC zog 85 sich nach 2:4 Niederlage achtbar aus der Affäre.
Am darauffolgenden Mittwoch sollte gegen Lohbrügge getestet werden. Man hätte wohl nur wenig Gegner angetroffen, denn beim VfL spielen bekanntlich viele Kroaten, die zu diesem Zeitpunkt mit ihren Stars verständlich lieber mitfieberten und nach dem Sieg gegen England mitfeierten.
Ob dann am Donnerstag alle wieder nüchtern waren, ist nicht bekannt. Doch dies soll die gute Vorstellung des ASV beim 2.2 gegen den Landesligisten in keinster Weise schmälern.
Nur wenige Stunden vor dem großen WM-Finale dann das letzte Freundschaftsspiel gegen Cordi II, das mit4:5 verloren ging. Frankreich und Kroatien trafen zwar später nicht ganz so oft, aber an dieser Stelle soll der Fußballsachverstand von Jörg Franke nicht verschwiegen werden, der im großen Interview noch im Mai zum zweiten Mal den richtigen Weltmeister vorhersagte.

So, Putin steht nun nicht mehr im Regen und sonnt sich erst recht nach dem Trump-Treffen. Die WM ist Geschichte, der wahre Fußball beginnt wieder:
Für den ASV Bergedorf steht das Pokalwochenende bevor.

„Wenn eine Fußballmannschaft in der ersten Pokalrunde auswärts antreten muss, ist das meist ein gutes Zeichen. Denn dann gehört sie in der Regel zu den arrivierten Teams, schließlich müssen die klassenhöheren Klubs auswärts antreten“
Mit diesen Sätzen begann die Bergedorfer Zeitung diese Woche einen großen Artikel über den ASV Bergedorf 85. Zwar gehört man noch nicht richtig wieder zu den gestandenen Teams im Hamburger Amateurfußall, aber der Autor hat recht, als dass er dies als Indix für das „stetig aufwärts gehen“ seitdem Neustart 2014 ansieht.
Es ist einfach großartig, dass vier Jahre danach schon wieder zehn (!!!) Elstern-Mannschaften in traditionellen Farben an den Start gehen.
Ebenfalls macht ein wenig stolz, dass nach dem Beitritt von Jörg und Katharina Geipel der Freundeskreis mittlerweile schon 18 Förderer umfasst, die mit ihrem Beitrag von 85,00 EUR zugleich auch eine Dauerkarte für alle Punkt- und Freundschaftsspiele erwerben. Es lohnt sich also!
Das Pokalauswärtsspiel findet am Sonntag um 12:30 Uhr an der Snitgerreihe in Horn gegen den ASV Hamburg statt. Gegen unsere ASV-Brüder zogen wir letztes Jahr in die zweite Runde ein. Ob es diesmal wieder klappt? Es wird verdammt schwer werden, da der afghanische Sportverein von 2007 dieses Jahr in der Bezirksliga hoch gehandelt wird. Die Vorbereitungsspiele des Teams von Trainer Mo Wadhwa lassen auf jeden Fall aufhorchen.

Auch die neue zweite Mannschaft des ASV Bergedorf 85 ist in ihren Freundschaftsspielen ungeschlagen geblieben. Dieses Wochenende geht’s auch im Pokal los. Im Holsten-Pokal für Untere Herrenmannschaften trifft das Team von Trainer Mario Meier auf keinen geringeren als Concordia II.. Anpfiff ist um 12 Uhr am Sonntag an den Sander Tannen.

Wir wünschen ein gutes Wochenende und hoffen, dass Sie nicht die Meinung von Karl-Heinz Rummenigge teilen, der heute in Bild-Zeitung wie folgt zitiert wurde:

Der DFB muss sich ein Stück mehr dem professionellen Fußball öffnen und sich nicht nur verantwortlich zeigen für den Amateurfußball. Das hat seine Berechtigung. Das sind die Wurzeln des Fußballs. Alles okay. Aber ich glaube, in Deutschland interessiert das, was die Nationalmannschaft als wichtigste Mannschaft abliefert. Und nicht die Amateurligen.“

Foto: Werner Heitmann