Freitag, 17. August 2018

Rhythmuswechsel schlägt Dominanz. Barsbüttel gewinnt 3:1 gegen ASV Bergedorf 85



„Also Jungs, wir stehen zunächst mal Hinten sicher und schauen uns mal an, was Bergedorf so zu bieten hat. In der Halbzeitpause überlegen wir uns dann, wie wir das Spiel gewinnen können“
So oder so ähnlich könnte die Marschroute von Barsbüttels Trainerteam Nestorovic/ Gülec vor dem Spiel gewesen sein.

Um es vorweg zu nehmen, diese Taktik ging vollends auf. Der  Barsbütteler SV gewann am Ende sogar nicht unverdient mit 3:1.
Nach den ersten 45 Minuten sah es es noch ganz anders aus.
Die Elstern zeigten eine beeindruckende Leistung. Alle Spieler strahlten Fitness und Dominanz aus und hatten Spiel und Gegenspieler jederzeit im Griff. Die Heimelf hatte erst kurz vor dem Halbzeitpfiff den ersten richtigen Torschuss abgegeben, Zu diesem Zeitpunkt führte 85 schon 1:0. Das Tor war eine Co-Produktion der „Billstedt-Horner“ Mikel Ehmke und Benjamin Vermehren, die sich ja blind verstehen. Mikel schickte Benjamin mit einem schnellen langen Ball auf die Reise. Barsbüttels Keeper Finnern verschätzte sich und Vermehren sagte Danke und schob das Leder aus 16 Metern ins leere Tor.
Vorher hätte Benjamin schon per Kopf für die Führung sorgen können. Kein Bergedorfer Spieler fiel ab. Hinten überzeugte Neuzugang Pascal Asante-Sefa mit tollem Stellungsspiel, Ruhe am Ball und Übersicht. Auch Roy Bannasch und Niklas Kretschel waren ungemein präsent.
Mit Applaus verabschiedeten die vielen 85-Fans ihre Mannschaft in die Pause.
Doch die gute Stimmung und die Siegesgewissheit war trügerisch...

„So Jungs, wir liegen 0:1 hinten. Es ist noch nichts Entscheidendes passiert. Jetzt brennen wir sofort nach dem Wiederanpfiff ein Feuerwerk ab, gehen sofort rauf und erzwingen den Ausgleich“

Ziemlich sicher fielen ähnliche Sätze in der Barsbüttler Kabine. Nicht schwer zu erahnen.
Und so kam es, dass kein Barsbüttler Spieler wieder zuerkennen war. Plötzlich hatte man nicht nur drei Gänge, sondern auch den 4. und 5. im Petto.
Man ging also drauf und schon klingelte es im Tor der Elstern. Eine gute flache Hereingabe drückte Mücahid Kirdi aus kurzer Distanz ein.
Barsbüttel drängte kurz noch weiter, aber Bergedorf überstand diese Phase und erlangte nach 60 Minuten wieder Dominanz. Der neue Kapitän Torwart Björn Garvs gab von hinten Kommandos. Spieler und Fans waren sich wieder sicher, das werden wir gewinnen das Spiel. Trügerisch.
Barsbüttel lauerte auf Konter. So wie in der 75. Minute, als die Heimelf plötzlich eine 4:1 Überzahl-Situation erfolgreich abschloss.
Nach zwei Minuten machten die „Schwäne“ den Sack zu. Wieder eine ähnliche Situation. Schnelles Umschalten – zu schnell für 85.
Resümierend: Der ASV Bergedorf 85 war zu ausrechenbar und spielte meist nur in einem Tempo. Barsbüttel effektiver.
Unnötig die von beiden Teams hervorgerufene Hektik. Nicklichkeiten und ständiges Reklamieren machten dem jungen Schiedsrichtergespann (Matti Walsdorf/ Nicolas Schütze/Christopher Siegk) das Leben schwer.

Der Bericht soll positiv enden: Gerade solche Spiele haben einen großen Lerneffekt und sind immens wichtig, um sich in dieser höheren Klasse schneller zu akklimatisieren.

Spielbericht der Vereinsseite der ASV-Fußballabteilung


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