Sonntag, 26. August 2018

Torhunger trifft Tapferkeit – tradionsreiche(re) Elstern siegen 18:0



Das doch von vielen mit Spannung erwartete erste Aufeinandertreffen der beiden „85“-Teams verlief jederzeit im sportlichen und fairen Rahmen. Anerkennung gebührt den acht verbliebenen Spielern des FC Bergedorf, die trotz hoffnungsloser Unterlegenheit tapfer und sportlich bis zum Schlusspfiff auf dem Rasen der Sander Tannen blieben.
Bemerkenswert aber auch der Spirit des ASV Bergedorf 85. Das gesamte Spiel über waren die Akteure meist höchst konzentriert und gewannen somit auch in dieser Höhe absolut verdient.

Neun Minuten konnte der FCB das 0:0 halten. Dann konnte Stephan Funk seine dritte Torchance nutzen. Der ASV suchte ständig den Weg über die Außen. So konnte Funk von einer guten Hereingabe von der rechten Seite am langen Pfosten abstauben.
Als das 2:0 fiel, waren die „Gäste“ nur noch zu zehnt. Baris Atlas sah glatt Rot, als er plump von hinten Felix Rehr umsäbelte. Schiedsrichter „Drago“ Vollmers stand direkt daneben, hätte aber auch es bei „dunkel Gelb“ belassen können.
Jedenfalls konnte Benjamin Vermehren gleich direkt im Anschluss an dem Freistoß durch einen schönen Distanzschuss auf 2:0 erhöhen.
War dieser Treffer schon technisch anspruchsvoll, setzte fünf Minuten später Felix Rehr dies bezüglich noch einen drauf.
Elegant setzte sich Felix links an der Außenlinie gegen mehrere Abwehrspieler durch und schlenzte per Außenriss aus ganz schwierigem Winkel den Ball vorbei am Torwart den Ball ins Netz.
Einziger Schönheitsfehler: Ausgerechnet diesen Treffer hat Felix Papa nicht gesehen. Burkhard Rehr, seines Zeichens Stadionsprecher beim ASV, war gerade mit einer Durchsage beschäftigt und las das Nummernschild eines falsch geparkten Autos von einem Zettel ab...

Die restlichen 15 Treffer konnte der Stadionsprecher aber auch wieder optisch verfolgen und anschließend den neuen Tor-Jingle einspielen.

Asante-Sefa und noch zweimal Stephan Funk stellten den 6:0 Halbzeitstand her. Zu diesem Zeitpunkt standen nur noch neun Feldspieler des FC Bergedorf auf dem Platz. Ein Feldspieler hatte humpelnd (?) den Platz verlassen. Ersatzspieler waren nicht vorhanden.

Lange mussten die ca. 200 Zuschauer warten, bis zur zweiten Halbzeit der FCB wieder aus ihrer Kabine kam. Beim Zählen der Gästespieler fiel auf: Es waren nur noch acht Feldspieler + Torwart!

Diese zweifache Überzahl nutze der ASV, um nach der Pause ganz schnelle Tore zu erzielen. Ein Fan, der sich etwas länger im Vereinshaus aufhielt und acht Minuten später ins Stadion zurückkehrte, verpasste 5 Treffer !!
Neuzugang Ugur Karakas und Benjamin Vermehren jeweils mit Doppelpack und einmal Felix Rehr sorgten für das 11:0 nach 53 Minuten.

Sorgen machten sich jetzt die Zuschauer, ob das Spiel zu Ende gebracht werden kann. Erst recht, als der Kapitän des FC Bergedorf gruß und wortlos den Rasen verließ. Doch wie oben schon erwähnt, hielten die restlichen acht Spieler durch.

Dank der guten Leistung ihres Torhüters Jakub Antoszewski gelangten anschließend auch nur noch sieben weitere Bälle ins Tor.
Gegenüber Björn-Alexander Garvs hatte naturgemäß einen ruhigen Nachmittag. Nach gut 70 Minuten musste er zum ersten Mal einen Schuss parieren.
In der ersten Halbzeit hatte der FCB schon eine gute Torchance, aber der agilste Angreifer des FC Bergedorf Hassan verzog knapp.
Ebenfalls gefielen die unermüdliche Nummer 3 (Clement Osei Gyan) und Joel Richard (Nummer 18.).
Nachzutragen sind die Torschützen der Elstern des ASV Bergedorf 85, die die Tore 12 bis 18 erzielten: Stephan Funk, Mikel Jason Ehmke, Benjamin Vermehren (2x) Gregor Krahn und Jakob Föhres.

Großartig erneut die Stimmung auf den Rängen. Der Anhängerclub auf der Gegengeraden hüpfte und sang mit einer Stärke von gut 30 Fans.
Immer wieder was Besonderes : Der Echo-Gesang mit den „alten“ Fans auf der Haupttribüne : Dem A-S-V wurde aus ganzer Kehle und Herzen ein B-E-R-G-E-D-O-R-F entgegen geschmettert.

Fangesänge, die vor 60 Jahren die Aufstiegshelden um Karl-Heinz Pörschke, Gerd „Haesschen“ Vossoder „Walli“ Künn in die erste deutsche Liga begleiteten oder 1982 Klaus Vogel, Daniel Glogowski, Ernie Schmidt und wie die Pokalhelden gegen den FC Bayern München alle hießen, zur beinahe Sensation putschten.

Der ASV Bergedorf 85 ist nach wie vor da !!!

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