Samstag, 23. Juni 2018

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1978 / 79 (von Hans-Martin Lippold)


Während der gesamten Rückrunde der Saison 77 / 78 an der Tabellenspitze und ein vielversprechender Start in die Aufstiegsrunde, das war der Saisonverlauf aus Sicht der Elstern – am Schluß stand die Mannschaft mit leeren Händen da. An guten Tagen kann die Mannschaft jeden Gegner an die Wand spielen – an den fußballerischen Möglichkeiten kann es mit Sicherheit nicht gelegen haben aber so manches Mal haben die Nerven den Akteuren einen Streich gespielt. So blieb den Elstern ein weiteres Jahr in der Landesliga nicht erspart. Da kann man verzweifeln! Alles Wehklagen ist umsonst – die Saison war gelaufen und die Devise kann nur lauten: auf ein Neues.

Zwischen den Spielzeiten 77 / 78 und 78 / 79 war an der Wechselbörse reges Leben und Treiben, davon blieb der ASV nicht unberührt.

Änderungen im Spieleraufgebot 
Was während der abgelaufenen Saison schon Gegenstand von Spekulationen war wurde zu Saisonende Realität: Klaus Muruszach wechselte vom ASV zum SV Börnsen. Seit 1974 in der Ligamannschaft, wurde er zum absoluten Führungsspieler und Aktivposten in der Mannschaft. Ein herber Verlust der nicht so leicht zu kompensieren ist. Auch Karsten Schulz kehrte den Sander Tannen den Rücken, sportlich sicherlich ein Verlust, aber sehr häufig stand er sich selbst im Wege und hatte Schwierigkeiten seine Emotionen im Zaume zu halten. Karsten Schulz wechselte in die 6. Liga / Verbandsliga zum SV Moorfleet. Zu seinem Stammverein, dem VfL Grünhof – Tesperhude zog es Jürgen Pahl nach Jahren beim ASV zurück. Gute freundschaftliche Kontakte haben für ihn den Ausschlag gegeben.
Folgende Neuzugänge standen den erwähnten Spielerabgängen gegenüber. Der Name Emmerich hat bei den älteren Fussballfreunden einen – im wahrsten Sinne des Wortes – guten Klang. Kurt Emmerich, sein Vater, war Sportreporter beim NDR und hat in früheren Zeiten auch Spiele des ASV übertragen. Sohn Axel zog es von der TSC Viktoria Wilhelmsburg – Veddel an die Sander Tannen. Als Mann für die Offensive kam Kay Petersen von der TSG Bergedorf an die Sander Tannen. Dieser Wechsel hatte sich im Verlauf der Vorsaison bereits abgezeichnet. Über den Spieler Storz, Neuzugang vom SV Börnsen, konnte nichts in Erfahrung gebracht werden.
Für die beiden vorigen Berichte standen die Bergedorfer Zeitung und die Fußballvorschau als Informationsquellen zur Verfügung. Die Fußballberichterstattung des HAB wurde ganz stark von der Bundesliga geprägt, da der HSV dort eine führende Rolle spielen konnte, standen dessen Spiele im Vordergrund, ebenso die Spiele der zweiten Liga und die Begegnungen der Amateuroberliga, insbesondere die Spiele der Hamburger Mannschaften. Über die Spiele der Verbandsliga Hamburg – neue Bezeichnung anstelle der bisherigen Landesliga - wurde nicht umfassend berichtet, dieser Bericht muß zwangsläufig darunter leiden. Der Verfasser bedauert dies außerordentlich.

Vereine in der Verbandsliga 
Durch Auf – und Abstieg hat die Verbandsliga Hamburg, die höchste Hamburger Fußballklasse ihr Aussehen verändert. Ende der Saison 77 / 78 mußten der SV St. Georg und der TSC Viktoria Wilhelmsburg Veddel die Hamburger Eliteliga verlassen. Nach einem Jahr Zugehörigkeit zur Amateuroberliga Nord kehrte der VfL Pinneberg in Hamburgs oberste Spielklasse zurück. Zwanzig Punkte aus vierunddreißig Spielen reichten für den VfL nur zum letzten Tabellenplatz.
Aus den beiden Amateurligen – Hansa – und Hammoniastaffel – konnten sich die Amateure des FC St. Pauli und der Hummelsbüttler SV qualifizieren. Der Hummelsbüttler SV war bis Mitte der 70er Jahre in den unteren Amateurklassen zuhause, konnte dann aber mit Hilfe finanzstarker Gönner mehrere Aufstiege absolvieren. Genannt seien 1975 Meister der Bezirksliga ( 7. Liga ), danach Meister der damaligen Verbandsliga (6. Liga ) und 1977 4. Tabellenplatz in der Hansastaffel ( 5. Liga ). Es folgte 1978 der erste Platz in der Hansa – Staffel und Aufstieg in die 4. Liga, Hamburgs höchste Fußballklasse. So wurde der HuSV auch für Spitzenspieler anderer Vereine attraktiv.
Vor Beginn der Saison 1978 / 1979 wurden der ASV, SC Victoria, VfL Stade wie auch Altona 93 hoch eingeschätzt. Man durfte sich schon jetzt auf spannende Auseinandersetzungen freuen.

Der Startschuß für die Saison 78 / 79 fiel am 21.8.78.
Start beim Angstgegner 
Für die Elstern hatte der Spielplan zum Saisonauftakt ein Auswärtsspiel bei DuWo 08 vorgesehen. Wie schon viele Spiele zuvor, war auch diese Partie hart umkämpft. Die Entscheidung fiel in der 84. Minute durch ein Tor von Norbert Jürgens. Mit diesem Tor gestalteten die Elstern den Saisonauftakt erfolgreich und nahmen zwei Punkte mit. Herausragende Begegnung des ersten Spieltages war das Spiel zwischen dem SC Sperber und dem VfL Stade. Der VfL lieferte ein Klassespiel ab und gewann vollkommen verdient mit 2 : 1. 3300 Besucher besuchten die ersten acht Spiele der noch neuen Saison.

Sieg gegen den Neuling 
Vierhundert weibliche Zuschauer hatten an den Sander Tannen freien Eintritt, so kamen dann insgesamt 1200 Besucher zum ersten Heimspiel der Elstern. Gegner war der Neuling aus Hummelsbüttel. Spieler des Tages wurde Norbert Meier, sein Tor in der 60. Minute bescherte dem ASV zwei weitere Pluspunkte. Auch die vermeintlichen Spitzenteams konnten ihre Spiele gewinnen. Victoria besiegte Billstedt mit 4 : 1, Altona nahm mit einem 2 : 1 Erfolg die Punkte aus Harburg mit. Der VfL Stade hielt mit einem 3 : 2 Erfolg den SVCN nieder.

Führungswechsel in der Verbandsliga Der dritte Spieltag war durchweg nicht der Tag der Spitzenteams. Altona unterlag dem VfL Stade mit 0 : 1 und der SC Victoria mußte mit einem 0 : 1 in Hummelsbüttel die Segel streichen. Für die Elstern stand der Gang nach Pinneberg auf dem Programm.

Klassespiel der Elstern 
Die Elstern machten dem mitgereisten Anhang viel Freude und fanden sich auf ungewohntem Untergrund ( der Rasenplatz war gesperrt ) in Pinneberg prächtig zurecht. Kaum auf dem Platz, in der ersten Spielminute, brachte Frank Priegnitz seine Mannschaft mit 1 : 0 in Führung. Torsten Worm ( 16. ) und erneut Priegnitz ( 18. ) sorgten mit weiteren Toren für einen beruhigenden 3 : 0 - Pausenstand. In der 63. Minute erzielte Axel Emmerich mit dem ersten Tor für seinen neuen Arbeitgeber das 4 : 0. In der Folgezeit schraubten die Elstern einen Gang zurück und der VfL Pinneberg konnte das Ergebnis korrigieren. Metz und Grabowski stellten bis zur 80. Minute dn 2 : 4 Endstand her. Mit diesem 4 : 2 Auswärtssieg setzten sich die Elstern an die Spitze der Verbandsligatabelle.

Der Sieg war zu knapp 
Der Aufenthalt an der Tabellenspitze war nur von kurzer Dauer. Der Sieg über den SV Buxtehude war mit 3 : 2 zu knapp um den Platz an der Sonne zu behaupten .Vor 700 Zuschauern brachten Jürgens und Worm den ASV mit 2 : 0 in Führung ehe Schröder ( Bux. ) in der 57. Minute auf 1 : 2 verkürzte. In der 64. Minute stellte Axel Emmerich den alten Abstand wieder her aber Kronschewski ( Bux. ) erreichte mit dem 2 : 3 eine erneute Ergebnisverbesserung. Danach mobilisierten die Gäste alle Kräfte und drängten auf den Ausgleich aber die Elstern brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Nach einem klaren 3 : 0 Sieg über DuWo 08 übernahm der VfL Stade die Tabellenführung vor dem punktgleichen ASV aus Bergedorf.

Tore „satt“ am 5. Spieltag 
Wenn man den 5. Spieltag der Verbandsliga Hamburg als „Tag des offenen Tores“ bezeichnet liegt man absolut richtig!. War die Partie von Vorwärts Billstedt gegen die Elstern von tatendurstigen Sturmreihen geprägt wurde diese Torausbeute auf anderen Plätzen deutlich übertroffen. Davon später. Vor 700 Besuchern kam der ASV gut ins Spiel denn nach achtzehn Minuten hatten Frank Priegnitz und Torsten Worm einen 2 : 0 - Vorsprung herausgeschossen. Auch das Anschlußtor der Platzherrn ging auf das Konto der Elstern: Klaus Vogel war mit einem Eigentor “erfolgreich“. Der alte Abstand wurde in der 30. Minute durch Norbert Jürgens wieder hergestellt. In der 40. Minute brachte Fritz (Vorw.) mit dem Treffer zum 2 : 3 seine Mannschaft zurück in die Partie. Dieser Treffer leitete eine Drangperiode der Billstedter ein. Mit Erfolg, denn in der 64. Minute fiel der Ausgleichstreffer. Mit diesem 3 : 3 teilten sich die Mannschaften die Punkte. Die Nachbarn aus Curslack hatten die Amateurmannschaft des FC St. Pauli zu Gast. Der Halbzeitstand von 1 : 1 ließ noch nichts Böses erahnen aber zwischen der 53. und 78. Minute brachen bei den Platzherrn alle Dämme und es stand 1 : 6. In den letzten sechs Minuten gelangen dem SVCN noch drei Tore, trotzdem ging der SVCN mit einer deutlichen 4 : 6 Niederlage vom Platz. Noch drastischer wurde dem HTB mitgespielt. Die Gäste von der Jahnhöhe führten zwar beim VfL Pinneberg nach einer Viertelstunde mit 2 : 0 und gingen mit einem knappen 2 : 3 Rückstand in die Kabine, aber dann fielen die Tore im Minutentakt. Am Ende siegte der VfL Pinneberg über den HTB mit 9 : 3 Toren. In den verbleibenden fünf Spielen fielen noch sechs Tore. Der VfL Stade und die Elstern bildeten mit jeweils neun Punkten das Spitzenduo gefolgt von Altona 93 mit sieben Zählern, dahinter mit sechs Punkten Victoria, Sperber, DuWo und Hummelsbüttel.

Klarer Sieg gegen SC Sperber 
Eintausend Zuschauer fanden den Weg an die Sander Tannen um das Spiel der Elstern gegen den SC Sperber zu sehen. In den vergangenen Jahren hat sich der SC Sperber als kampfstarker und sehr unbequemer Gegner erwiesen. Diesmal war davon allerdings nur wenig zu spüren, mit einer klaren 0 : 4 Niederlage wurden die Gäste nach Alsterdorf zurückgeschickt. In der 29. und 53. Minute traf Norbert Meier zum 2 : 0, Kay Petersen und Drews erledigten den Rest. Da auch der VfL Stade mit dem gleichen Resultat gegen den VfL Pinneberg siegreich blieb gab es an der Tabellenspitze keine Veränderungen. Nachbar Curslack mußte sich in Lurup mit 0 : 3 geschlagen geben. Nicht viel besser erging es Vorwärts Billstedt in Norderstedt – dort gab es eine 1 : 3 Niederlage. Viertausend Zuschauer bildeten am 6. Spieltag den besten Saisonbesuch in der laufenden Saison.

Probleme für die Spitzenteams 
Der siebte Spieltag war nicht der Tag der Spitzenteams. Sowohl der VfL Stade als auch die Elstern mußten Punktverluste quittieren. Der Vfl kam in Buxtehude vor über 1000 Besuchern über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Eine ruppige Partie lieferten sich der SVCN und die Elstern und es war nur der Milde des Schiedsrichters zu verdanken, daß nach neunzig Minuten noch elf Gästespieler auf dem Platz standen. Mit etwas Glück hätten die Gäste aus Curslack den Platz auch als Sieger verlassen können aber Pfosten und Latte standen einem Gewinn zweier Punkte entgegen. So blieb es vor tausend Besuchern beim torlosen Unentschieden. Nutznießer dieser Spielausgänge war Altona 93. Der AFC setzte sich gegen den SV Lurup mit 2 : 0 durch und übernahm erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze.
Auch der achte Spieltag der Verbandsliga war wieder von unternehmungslustigen Sturmreihen geprägt. Der Torwart der St. Pauli -Amateure mußte beim Hummelsbüttler SV siebenmal hinter sich greifen, acht Tore fielen an der Hoheluft in dem Spiel der Victoria gegen den VfL Pinneberg ( 4 : 4 ) und der HTB erzielte in einer Zitterpartie gegen den SC Sperber erst in der letzten Minute das Tor zum 6 : 5 Endstand.

Enttäuschendes Spitzenspiel 
Das Spitzenspiel der Verbandsliga zwischen Bergedorf 85 und Altona 93 enttäuschte die tausend Zuschauer. Das Mittelfeld der Elstern konnte keine Impulse setzen und da auch der Angriff der Gäste nicht die gewünschte Durchschlagskraft entfalten konnte blieben spannende Strafraumszenen Mangelware. Norbert Meier blieb es vorbehalten, den ASV in der 23. Minute in Führung zu bringen, in der 55. Minute fiel der Ausgleichstreffer durch Hasselfeld ( AFC ). Mit diesem leistungsgerechten 1 . 1 nahmen die Altonaer einen Punkt mit nach Hause. Nach einem 3 : 0 Sieg über Billstedt übernahm der VfL Stade die Tabellenführung.
Böse Überraschungen hielt der neunte Spieltag für die Spitzenteams bereit!

Pleite gegen den Neuling 
Der ASV unterlag an den Sander Tannen völlig unerwartet den Amateuren des FC St. Pauli mit 1 : 2. Gerwald und Kawohl ( St. Pauli ) trafen in der 50. und 70. Minute, zwischendurch konnte Klaus Vogel ausgleichen. Den Nachbarn ging es nicht viel besser: Curslack unterlag in Altona mit 1 : 4 während Billstedt dem SC Sperber mit dem 1 : 1 immerhin einen Punkt abnehmen konnte. Auch dem VfL Stade stand das Glück nicht zur Seite, auf ungewohntem Grand – Belag mußte der VfL beim SC Sperber eine 0 : 1 – Niederlage hinnehmen.

Sieg gegen schwachen SV Lurup 
Wenn der Vizemeister, der SV Lurup den amtierenden Meister Bergedorf 85 am zehnten Spieltag empfängt denkt man automatisch an ein Spitzenspiel. Weit gefehlt! In den ersten neun Spielen gingen die Hausherrn fünfmal als Verlierer vom Platz und waren weit entfernt von der früheren Form, dabei waren es weitgehend die Spieler der Vorsaison. Die Elstern wußten die Schwächen des Gegners auszunutzen. Nach achtzehn Minuten brachte Torsten Worm seine Mannschaft in Front, Kay Petersen legte in der 40. Minute nach und es stand 2 : 0. Der SV Lurup fand keine Mittel den Elstern Einhalt zu gebieten und als Petersen in der 76. Minute auf 3 : 0 erhöhte war das Spiel gelaufen. In der 86. Minute gelang den Platzherrn der Ehrentreffer.
Nach dem ersten Drittel der Saison, nach zehn Spielen, machten fünf Mannschaften Anstalten, sich abzusetzen. Stade und Altona mit jeweils sechzehn Zählern, der ASV mit fünfzehn Punkten sowie Victoria und Hummelsbüttel mit 14 Punkten meldeten Ansprüche auf führende Tabellenplätze an. Die rote Laterne trug der SC Norderstedt mit fünf Pluspunkten hinter Curslack, Billstedt und Buxtehude mit jeweils sechs Zählern.

Victoria siegt im Klassespiel 
Es ist ganz bestimmt keine Übertreibung wenn man die Spiele zwischen dem SC Victoria und dem ASV als fußballerische Höhepunkte einer Saison ansieht. Auch die aktuelle Partie entsprach dieser Erwartung. Neben Kampfgeist und Einsatzfreude bestimmte respektvolle Vorsicht das Geschehen auf dem Spielfeld, dafür kannten sich die Mannschaften zu gut und es stand viel auf dem Spiel. Die Victoria ging durch Christen in der 56. Minute in Führung aber vier Minuten später gelang Torsten Worm der Ausgleich. Die Schlüsselszene dieses Spiel ereignete sich in der 76. Minute. Klaus Vogel rettete mit der Hand für den bereits geschlagenen Torhüter Kahl. Den fälligen Strafstoß konnte Rüdiger Kahl zwar abwehren, den Ball aber nicht festhalten. Verteidiger Peinemann ( SCV ) war zur Stelle und schob das Leder in den Bergedorfer Kasten – es stand 2 : 1 für den SC Victoria. 1200 Besucher an der Hoheluft sahen ein hochklassiges Spiel welches sich nahtlos in die Tradition vergangener Spiele einfügte. Altona 93 konnte aus Billstedt einen Punkt mitnehmen ebenso wie Stade in Harburg ein Teilerfolg gelang. Nachbar Curslack handelte sich gegen den SC Sperber die 7. Niederlage im elften Spiel ein.

Urania war ein harter Brocken 
Lange Zeit sah es für die Elstern nach einem knappen 1 : 0 Erfolg über den SC Urania aus doch in der Nachspielzeit ( 95. ) gelang dem SC Urania der Ausgleich. Zum vorübergehenden 1 : 0 für den ASV vor 700 Besuchern traf Klaus Vogel in der 51. Minute. Nach dem 12. Spieltag werden die ersten fünf Mannschaften durch lediglich vier Punkte voneinander getrennt.

Rückschlag für den ASV 
Beim Spitzenspiel beim VfL Stade mußten die Elstern Federn lassen. Vor 1300 Zuschauern brachten Holst (20. ) und Johannsen ( 42. ) den heimischen VfL mit 2 : 0 in Führung. Der Anschlußtreffer durch Norbert Meier ( 78. ) kam zu spät um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Altona 93 wurde mit einem 2 : 5 beim VfL Pinneberg das Fell über die Ohren gezogen, der HTB mußte mit einem 0 : 3 beim SC Victoria die Punkte liegen lassen. Das 4 : 1 des SVCN über den SV Buxtehude bedeutet für den Nachbarn neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Der Rückstand der Elstern auf den VfL Stade bzw. Victoria betrug nach dem 13. Spieltag fünf bzw. vier Zähler
Das Spitzenspiel des 14. Spieltages fand auf der Hoheluft statt. Dort hatte Victoria den VfL Stade zu Gast. Victoria bestätigte die gute Verfassung der letzten Wochen ( erst eine Niederlage ) und schickte den VfL mit einer 0 : 1 Niederlage nach Hause. Durch diesen Treffer von Christen aus der 67. Minute übernahm der SC Victoria die Tabellenspitze.

Keine Chance für den HTB 
Der ASV mußte mit dem HTB die Klingen kreuzen. Vor 500 Besuchern wurden die Gäste nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen und hätten Klaus Vogel und Norbert Meier nicht je einen Strafstoß vergeben wäre der Sieg über den HTB zweistellig ausgefallen. So blieb es beim 8 : 0, an dem Kay Petersen ( 3 ), Klaus Vogel ( 2 ) sowie Rainer Schmidt, Torsten Worm und Jürgen Drews ihren Anteil hatten. Bedingt durch einen Feldverweis infolge einer Tätlichkeit standen zum Schluß nur noch 10 Harburger auf dem Platz.

Norderstedt war kein Problem 
Zum Ende der Hinrunde – am 15. Spieltag – empfing der SC Norderstedt die Elstern. Mit sieben Pluspunkten zierten die Norderstedter das Tabellenende und waren gegen den ASV absoluter Außenseiter. Norbert Jürgens und Torsten Worm schufen mit ihren Toren in der 8. und 20. Minute klare Verhältnisse und bescherten mit diesem 2 : 0 ihrer Mannschaft zwei Pluspunkte. Der VfL Stade schlug die Amateure des FC St. Pauli mit 2 : 0 und Victoria nahm vom Schützenhof beim SC Urania einen Punkt mit. Mit je 23 Punkten teilten sich Stade und Victoria die inoffizielle Herbstmeisterschaft gefolgt von Hummelsbüttel mit 21 Punkten und dem ASV mit 20 Zählern. Nach vier aufeinanderfolgenden Niederlagen, davon drei auf eigenem Platz, hat sich Altona 93 aus der Spitzengruppe abgemeldet. Am Tabellenende kämpften mit 6 – 9 und 10 Punkten Norderstedt, Buxtehude und Curslack gegen den Abstieg.

In einem Freundschaftsspiel besiegte der SV Hamwarde die TuS Dassendorf mit 6 : 0 !

Start in die Rückrunde 
Zum Start der Rückrunde trafen an den Sander Tannen der SV Lurup und der ASV aufeinander. Den Namen nach zu urteilen hätte es ein Spitzenspiel sein können, aber wenn der Tabellenvierte den Tabellenelften empfängt ist dieses Prädikat nicht mehr angemessen, vielmehr offenbarte sich ein Klassenunterschied. Die Gäste beschränkten sich in der Hauptsache auf Absicherung des eigenen Tores, ein ansehnliches Spiel konnte so nicht zustande kommen. Die 350 Besucher waren letztlich froh, daß das Tor von Peter Hartwig aus der 37. Minute reichte um den Gewinn zweier Punkte sicherzustellen. Damit rückten die Elstern auf den dritten Tabellenplatz vor. Der SC Victoria startete mit einem 5 : 3 Erfolg über die Amateure des FC St. Pauli in die Rückrunde.

Klare Ansage vom Trainer Juhnke 
Das Traditionsduell ASV vs. Victoria bekam zusätzliche Brisanz da Elsterntrainer Manfred Juhnke in der nächsten Saison ( 79 / 80 ) bei der Victoria auf der Trainerbank sitzen würde. Von Trainer Juhnke gab es zu dieser Situation eine ganz klare Ansage: Bis zum 30.6 zählt für mich nur Bergedorf 85. Dies wurde von der Mannschaft sehr überzeugend in die Tat umgesetzt! Norbert Meier ( 38., Handelfmeter ) und Frank Priegnitz ( 42. ) waren für den 2 : 0 – Halbzeitstand verantwortlich. Siebke (63. ), Rainer Schmidt ( 82. ) und nochmals Norbert Meier in der 88. Minute erledigten den Rest. Sechshundert Besucher freuten sich über den klaren 5 : 0 - Sieg der den ASV dichter an das Spitzenduo heranführte. Fünf Tore von drei ehemaligen Elstern bereiteten dem SVCN eine ganz bittere Niederlage beim SC Sperber. Krüger, Krause und Goes waren die Torschützen für den SC Sperber.

Friedliche Punkteteilung 
Der Hummelsbüttler SV hatte sich in der Spitzengruppe etabliert, zweiundzwanzig Punkt aus sechzehn Spielen bedeuteten den vierten Tabellenplatz. Für die Elstern war also in Hummelsbüttel Vorsicht angesagt. Zunächst brachte Jürgen Domzalski ( HuSV ) seine Mannschaft in der 19. Minute in Führung aber Torsten Worm stellte nach einer knappen Stunde den 1 : 1 - Gleichstand her, ein Ergebnis mit dem beide Teams gut leben konnten. Da auch der SC Victoria in Billstedt einen Punkt abgab und der VfL Stade in Curslack mit 3 : 1 siegreich blieb waren die Stader der große Gewinner dieses Spieltages.
An der Tabellenspitze konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, zu gering waren die Punktdifferenzen. Der bisherige Tabellenführer Stade unterlag in Lurup mit 0 : 1. Beim abgeschlagenem Schlußlicht Curslack siegte Victoria mit 2 : 1.

Harte Arbeit bei Urania 
Am Schützenhof in Barmbek, beim SC Urania hatten die Elstern eine harte Nuß zu knacken. Aus einer verstärkten Abwehr heraus gingen die Barmbeker nach dreißig Minuten Führung. Kay Petersen gelang in der 85. Minute der verdiente Ausgleich. Da der VfL Stade nicht punkten konnte und die Elstern nur einen Teilerfolg erringen konnten setzte sich Victoria an die Tabellenspitze vor Stade und dem ASV wobei der VfL mit einem Spiel im Rückstand war.

Klarer Sieg in Pinneberg 
Bergedorf 85 gegen den VfL Pinneberg, eine Partie die etwas vom Glanz früherer Jahre verloren hatte wurde am 20. Spieltag an den Sander Tannen ausgetragen. Der VfL Hatte nach dem Abstieg aus der AOL in der Verbandsliga noch nicht so recht Tritt gefasst und mußte schon sieben Niederlagen hinnehmen. Das sollte sich nach diesem Spiel ändern. Die Elstern beherrschten ihren Gegnern und hatten bis zu 72. Minute durch Schmidt ( 35. ), Axel Emmerich ( 50. ) ,Jürgen Drews ( 52. ) und erneut Emmerich einen komfortablen 4 : 0 Vorsprung herausgeschossen. Die Pinneberger Pilz und Schümann konnten in den letzten drei Minuten das Ergebnis noch auf 2 : 4 korrigieren, konnten aber die erneute Niederlage nicht abwenden. Der VfL Stade hatte die Niederlage in Lurup offenbar noch nicht „verdaut“ und verlor sein Heimspiel gegen Altona mit 1 : 2. Victoria ließ nichts anbrennen und besiegte Hummelbüttel mit 1 : 0. Mit 0 : 4 mußte Curslack gegen Urania eine ganz bittere Niederlage hinnehmen.
Alle drei Spitzenteams konnten am 21. Spieltag ihre Spiele gewinnen.

Kein Problem in Buxtehude 
Rainer Schmidt ( 49. ), Norbert Meier ( 61. ) und Frank Priegnitz ( 85. ) sorgten für einen ungefährdeten 3 : 0 Erfolg des ASV beim SV Buxtehude. Stade siegte mit 1 : 0 bei DuWo 08 und der SVCN konnte einen 2 : 0 Vorsprung gegen Victoria nicht über die Zeit bringen, am Ende nahm Victoria mit einem 3 : 2 Erfolg die Punkte mit.

Die bessere Mannschaft kam aus Stade 
Eine Weichenstellung in Richtung Meisterschaft könnte der 22. Spieltag bringen. Nicht nur vom Namen her, auch von der Tabellenposition wartete an den Sander Tannen ein Spitzenspiel auf die Zuschauer. Der ASV gegen den VfL Stade, das war die „Paarung des Spieltages“. Eintausend Besucher wollten sich dieses Spiel nicht entgehen lassen. Der VfL war an diesem Tag die bessere Mannschaft. Konstruktiver Spielaufbau und läuferische Überlegenheit dominierten über das wenig produktive Klein / Klein - Spiel der Elstern. Kurz vor dem Pausenpfiff ging der VfL durch Holst in Führung. An der 1 : 0 Führung des VfL änderte sich bis zum Abpfiff nichts mehr. Da der SC Victoria 4 : 0 gegen den HTB siegte rutschten die Elstern auf den dritten Tabellenplatz. In der Abstiegszone trennten sich der FC St. Pauli und der SC Norderstedt mit 0 : 0 während Curslack in Buxtehude, einem „Mitbewerber“ um den Abstieg mit 3 : 4 unterlag.

Aufatmen nach dem Schlußpfiff 
Das Spiel der Elstern gegen die Nachbarn aus Billstedt konnte die 600 Besucher an den Sander Tannen nicht erwärmen. Einfallslos und schematisch scheiterten die Elstern immer wieder an der Abseitsfalle der Billstedter. Aufatmen nach dem Abpfiff – zumindest auf Bergedorfer Seite – denn das Tor von Rainer Schmidt aus der 22. Minute sicherte den Elstern zwei wertvolle Punkte im Kampf um die vorderen Plätze. Sowohl Stade als auch Victoria lösten ihre Aufgaben und schickten ihre Gegner mit Niederlagen nach Hause: Victoria vs. Altona 1 : 0 sowie Stade vs. Hummelsbüttel 2 : 1.
Der große Gewinner des 24. Spieltages war der SC Victoria. DuWo 08 unterlag der Victoria mit mit 1 : 3 und dem VfL Stade wurde in Pinneberg übel mitgespielt – Der VfL Pinneberg siegte mit 4 : 0.

Niederlage durch „Ex - Elstern“ 
Wieder waren es zwei Ex – Elstern die den ASV in Alsterdorf auf die Verliererstraße schickten. Der SC Sperber gewann gegen den ASV nach Toren von Krause ( 67. ) und Goes ( 90. ) mit 2 : 0. Das Tabellenbild nach vierundzwanzig Spieltagen hatte nun folgendes Aussehen 1. Victoria 38 : 10 Punkte 2. VfL Stade 33 : 13 Punkte gefolgt von den Elstern mit 32 : 16 Zählern. Auf dem 4. Platz rangierte der SC Sperber mit 28 : 20 Punkten
Auch Victoria unterlag Sperber Die große Überrraschung des 25. Spieltages war ganz ohne Frage die 0 : 2 Heimniederlage der Victoria gegen Sperber. Bei „passenden“ Resultaten der Mitbewerber könnte die Spitze noch enger zusammenrücken.

Knapper Sieg gegen den Nachbarn 
Die Ergebnisse passten, denn der VfL Stade besiegte Buxtehude mit 2 : 0 und auch die Elstern blieben siegreich: der SVCN wurde durch einen Treffer von Peter Hartwig vor 500 Zuschauer an den Sander Tannen mit 1 : 0 besiegt. In der Tabelle machten sich diese Ergebnisse wie folgt bemerkbar: 1. Victoria mit 38 : 12 Zähler 2. Stade mit 37 : 13 und Bergedorf 85 mit 34 : 16 Pkte.

Gedränge an der Spitze Die oben skizzierte Konstellation hatte auch nach dem 26. Spieltag Bestand. Victoria gewann in Pinneberg mit 5 : 1 und der VfL Stade nahm aus Billstedt mit einem 2 : 0 - Erfolg beide Punkte mit.

Ein Befreiungsschlag Eine Niederlage hätte hätte den ASV wohl aussichtslos im Meisterschaftsrennen zurückgeworfen aber die Mannschaft besann sich auf ihre Tugenden und blieb bei Altona 93 Sieger. Kay Petersen brachte den ASV in der 28. Minute in Führung, der Ausgleich durch Engel fiel kurz vor dem Pausenpfiff. Klaus Vogel ( 51. ) und Frank Priegnitz ( 87. ) brachten den ASV erneut in Führung und sorgten durch 3 : 1 - Erfolg für wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze.
Der Kampf um die Meisterschaft sollte nun in die entscheidende Phase eintreten. Jedes Spiel hat entscheidenden Charakter, jeder Punktverlust kann eine Mannschaft zurückwerfen, die Spiele haben eine Art „Pokalcharakter“. Dies bekam Victoria in Lurup zu spüren, dort gab es eine 2 : 3 Niederlage. Stade hingegen gewann sein Spiel, der SC Urania wurde durch einen Stafstoß in der 80. Minute mit 1 : 0 bezwungen.

Die Elstern bleiben dran 
Da konnten die Elstern nicht zurückstehen. Hierfür war Torsten Worm mitverantwortlich – seine Tore aus der 27. und 79. Minute brachten den Elstern zwei Pluspunkte ein und die Amateure des FC St. Pauli in allergrößte Abstiegsnöte und der 5. Liga bedrohlich nahe. In der Abstiegszone waren auch Curslack ( 11Punkte ) sowie Norderstedt mit zwölf Zählern so gut wie abgestiegen und konnten die Planung für die 5. Liga in Angriff nehmen. Mit 20 – 21 und 22 Punkten waren St. Pauli, Buxtehude und Billstedt ebenfalls stark gefährdet, hier kann ein möglicher Abstieg einer Hamburger Mannschaft aus der AOL auch noch Einfluß haben.

Pflichtsieg gegen Duwo 
Auch der drittletzte Spieltag der Verbandsliga, der 28. Durchgang, brachte keine Klärung der Meisterschaftsfrage. ASV – Angstgegner DuWo 08 wurde an den Sander Tannen vor 500 Besuchern durch ein Tor von Axel Emmerich aus der 73. Minute mit 1 : 0 besiegt. Da aber sowohl Stade ( 2 : 1 gegen Sperber ) als auch Victoria 3 : 0 gegen Buxtehude erfolgreich blieben änderte sich nichts an der Tabellenspitze. Nach achtundzwanzig Spielen sah es folgendermaßen aus 1. Stade mit 43:13 Punkten 2. SC Victoria mit 42:14 Zählern und 3. Bergedorf 85 mit 40:16 Punkten.

„Endspiel“ in Stade 
Wenn der Tabellenführer und der Tabellenzweite nur einen Punkt auseinanderliegen und aufeinandertreffen darf man mit Fug und Recht von einem Endspiel sprechen. So war es am vorletzten Spieltag der Saison. Der Gast von der Hoheluft bescherte dem heimischen Vfl eine imposante Kulisse – 2100 Besucher ! Diese wurden – sofern sie dem VfL zugetan waren – nicht enttäuscht. Zwei Tore von Koschnik in der 57. und 61. Minute raubten der Victoria alle Hoffnungen auf einen Sieg, ein weiteres Tor von Bendler aus der84. Minute bescherte dem VfL die Meisterschaft der Verbandsliga Hamburg Herzlichen Glückwunsch nach Stade !!

Keine Probleme auf der Jahnhöhe 
Der ASV hatte es am vorletzte Spieltag mit dem Harburger TB zu tun. Nach torloser erster Halbzeit an der Jahnhöhe brachte Rainer Schmidt in der 48. Minute seine Mannschaft in Führung, Kay Petersen baute diese in der 72. Minute auf 2 : 0 aus. Nach weiteren drei Minuten war Torsten Worm mit dem Treffer zum 3 : 0 erfolgreich. Ein von Renck ( HTB ) in der Schlußminute verwandelter Foulelfmeter führte zum Endstand von 1 : 3
Dem VfL Stade war der ersten Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen, aber hinter dem VfL konnte es noch richtig interessant werden, denn Victoria und der ASV waren mit 42 :16 punktgleich. Die Tordifferenz war nicht von Bedeutung.

Die Entscheidung naht 
Der letzte Spieltag der Verbandsliga mußte also eine Entscheidung bringen. Das Spiel der Victoria fand an einem Freitagabend statt – warum eigentlich ? Gast an der Hoheluft war der SC Urania. Die Mannschaft des SC Victoria ging sehr konzentriert zu Werke und zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden. Christen, Schwekendiek ( 2 ) und Stursberg hatten einen deutlichen 4 : 0 Vorsprung herausgeschossen. Mandelkau und Baum konnten noch auf 6 : 0 erhöhen ehe Urania in der Schlußphase noch zu zwei Toren kam. Mit diesem 6 : 2 hatte die Victoria vorgelegt und die Elstern unter Zugzwang gesetzt.
Als die Mannschaft des ASV den Rasen der Sander Tannen betrat, kannten die Spieler natürlich das Victoria- Resultat und wußten was zu tun ist. Gegner war der SC Norderstedt, ein designierter Absteiger. Nur ein Sieg würde noch die Möglichkeit eines Entscheidungsspiels gegen Victoria eröffnen. Es wurde eine Zitterpartie. „Programmgemäß“ ging der ASV in der 10. Minute durch Rainer Schmidt in Führung aber in der 18. Minute folgte die kalte Dusche, denn Behrmann ( SCN) glich die Elsternführung aus. Nach dem Seitenwechsel kam es noch schlimmer, der Absteiger aus Norderstedt ging in der 67. Minute zum Entsetzen der Zuschauer durch Danylow mit 2 : 1 in Führung. Die Devise konnte jetzt nur noch lauten: Alles oder Nichts und die Elstern veranstalteten ein furioses Powerplay in Richtung Gästetor. Der Erfolg stellte sich nach zwei Minuten ein: Torsten Worm überwand den Norderstedter Torhüter und es stand 2 : 2, aber dieses Ergebnis würde noch nicht reichen. Es waren noch zwanzig Minuten zu spielen. Auf den Rängen machte sich Verzweiflung breit und die Zuschauer verloren den Glauben an einen glücklichen Spielausgang. Daß ein Spiel aber erst nach neunzig Minuten beendet
ist mußten die Norderstedter schmerzlich erfahren. Mit einem Schuß aus acht Metern überraschte Klaus Vogel den Norderstedter Torwart und es stand in der letzten Spielminute 3 : 2 für die Elstern.
Für die Überschrift zum HAB – Artikel bemühte der Reporter das deutsche Liedgut und titelte: Kam ein Vogel geflogen – ein feinsinniger Mensch.
Eine Situation mußte nun kurzfristig geklärt werden. Das Engagement von Trainer Manfred Juhnke endete zum Ende der Saison, sein neuer Arbeitgeber ist der SC Victoria. Victoria war aber nun der Gegner im Spiel um den zweiten Tabellenplatz. Um einer Interessenkollision aus dem Wege zu gehen wurde Trainer Juhnke beurlaubt. Neuer Trainer bei den Elstern wurde nun Peter Rohrschneider, einst Spieler bei den Elstern, hatte seine Trainerausbildung mit der Note SEHR GUT abgeschlossen und war Kenner der Elstern. Eine Entscheidung die in der Mannschaft zunächst nicht auf ungeteilte Zustimmung traf, aber letztlich waren alle der gemeinsamen Zielsetzung verpflichtet.
Wenige Tage später, an einem Mittwochabend kam es an der Landesgrenze, dem Spielort von Viktoria Wilhelmsburg-Veddel zum Entscheidungsspiel zwischen der Victoria und dem ASV.

Fußball vom Feinsten 
Um es vorweg zu nehmen: Das Spiel wurde zum Höhepunkt der Saison 78 / 79 und eine großartige Werbung für den Amateurfussball. Der Bedeutung des Spiels entsprach auch die Zuschauerkulisse – dreitausend Fussballfreunde kamen auf ihre Kosten. Ohne Norbert Meier und Frank Priegnitz gingen die Elstern in dieses Spiel. Wer aber eine zurückhaltend agierende Elsternmannschaft erwartet hatte, wurde positiv überrascht. Aus einem stabilen Mittelfeld wurden sehr gut strukturierte Angriffe vorgetragen. Eine weitere Überlegung zielte auf das Alter der Spieler. Die ASV – Mannschaft war die deutlich jüngere auf dem Platz und sollte mit zunehmender Spieldauer ihre konditionelle Überlegenheit ausspielen können. Die Rechnung ging auf. In der 57. Minute wurde Peter Hartwig von Rainer Schmidt mustergültig freigespielt und Dirk Post im Tor der Victoria hatte keine Chance. Ein Klassetor! Nach dem Führungstor der Elstern fehlten den Victoriaspielern die Kraft und Kondition um dem Spiel eine Wende zu geben. Für den SC Victoria blieb der undankbare dritte Tabellenplatz, die Elstern bewarben sich erneut um einen Platz in der Amateuroberliga Nord. Die Besucher sahen eine Klasseleistung beider Mannschaften in einem Spiel in dem der ASV das bessere Ende für sich hatte.



Rückblick auf die abgelaufene Saison. 
Der ASV hat eine sehr gute Saison gespielt. In der Rückrunde wurden nur zwei Spiele verloren, die vierundzwanzig Punkte in der Rückrunde sind Spitzenwert in der Verbandsliga. Victoria und der VfL Stade schienen lange Zeit das Rennen unter sich auszumachen. Der VfL konnte seinen Spitzenplatz behaupten aber Victoria büßte mit drei Niederlagen in den letzten sechs Spielen die gute Ausgangsposition ein und mußte nach einem Entscheidungsspiel den Elstern den Vortritt lassen. Während der Punkterunde trafen die Elstern dreiundsechzig Mal ins Schwarze. Torsten Worm war in der Hinsicht besonders aktiv – er traf zwölfmal gefolgt von Kay Petersen mit neun und Norbert Meier mit acht Treffern. Insgesamt waren elf Spieler am Torreigen beteiligt. Erstmals seit dem Abstieg aus der Regionalliga führte der ASV nicht die Zuschauertabelle an. Zuschauerkrösus wurde der VfL Stade mit durchschnittlich 780 Besuchern gefolgt vom ASV mit 686 Besuchern im Durchschnitt. Im Schnitt sahen 385 Zuschauer die Spiele der Verbandsliga. Absteigen aus dieser Liga müssen die Amateure des FC St. Pauli, der SC Norderstedt und der SC Curslack – Neuengamme.

Verlauf der Aufstiegsrunde 
Vor den Erfolg haben die Götter nicht nur den Schweiß, sondern auch den erfolgreichen Verlauf der Aufstiegsrunde gesetzt. In dieser Runde hatten es die Elstern mit folgenden Kontrahenten zu tun 1. der SV Meppen, ein alter Bekannter und großer Rivale vergangener Zeiten! Man denke nur an die Relegationsspiele um den Verbleib in der Regionalliga im Jahre 1970 und den Verlauf der Aufstiegsrunde 1972 2. MTV Gifhorn - für die Elstern ein vollkommenes unbeschriebenes Blatt. Lange Zeit in der 5. Liga in Niedersachsen aktiv, gelang dem MTV zu Beginn der Saison 77 / 78 der Aufstieg in die Niedersachsenliga. Auf Anhieb wurde der sechste Tabellenplatz belegt. Im darauffolgendem Jahr belegten Die Gifhorner den dritten Tabellenplatz und qualifizierten sich somit für die Telnahme an der Aufstiegsrunde. 3.Der Niendorf – Timmendorfer Sportverein Strand 08 e.V .war jahrelang in den unteren Amateurklassen unterwegs. 1973 wurden die „Strandfußballer“ als Neuling Meister der Bezirksliga Süd. Die nächste Spielklasse war dann die Verbandsliga Süd, die 6. Liga. Auch hier wurde auf Anhiebe die Meisterschaft errungen und es folgte der Aufstieg in die vierte Liga, die höchste Spielklasse des Landes Schleswig – Holstein. Nach den Plätzen acht, sechs und vier wurde 1978 der Meistertitel gewonnen und der Aufstieg in die AOL angestrebt.

Trotz guten Spiels verloren. 
An einem Mittwochabend waren die Elstern beim Dritten der Landesliga Niedersachsen, dem MTV Gifhorn zu Gast. Es war ein temperamentvolles, hochklassiges Spiel in dem die Platzherrn in der 9. Minute durch ihren Rechtsaußen Weinberg in Führung gingen. Rainer Schmidt konnte nach einer halben Stunde ausgleichen aber nur drei Minuten später ging der MTV durch Gahr erneut in Führung. Dies war gleichzeitig der Halbzeitstand. In der zweiten Halbzeit mußten die Elstern noch zwei weitere Gegentore hinnehmen. In der 52. Minute traf Müller ( MTV ) zum 3 : 1 und sechs Minuten später war es erneut Gahr, als er einen Elfmeter im Nachschuß verwandelte. Eine Ergebnisverbesserung gelang Rainer Schmidt mit seinem Tor zum 2 : 4. Die Elstern mußten den Platz als Verlierer verlassen, aber es gab keinen Grund die Köpfe hängen zu lassen, die Mannschaft hat sich über weite Strecken als ebenbürtig erwiesen. Der SV Meppen besiegte Strand 08 mit 2 : 0.

Furiose zweite Halbzeit gegen Meppen 
Der Stachel aus dem Spiel in Gifhorn ( vier Gegentore ) hat tief gesessen und so wurde von Trainer Rohrschneider die Devise ausgegeben: zunächst Gegentore vermeiden. Der ASV mußte auf den Stammtorhüter Rüdiger Kahl verzichten – berufliche Verpflichtungen standen seinem Einsatz entgegen. Das war dann die Stunde von Michael Sprang. Nach acht Monaten „Verweildauer“ auf der Reservebank lieferte er eine tadellose Partie ab und war Garant für eine torlose
erste Halbzeit. Nach der Pause setzten die Spieler die Marschroute vom Trainer überzeugend um: mehr Aggressivität und gradlinige, schnörkellose Angriffe. Ein Tor von Peter Hartwig in der 50. Minute und ein Eigentor der Emsländer stellten die Weichen früh auf Sieg. Norbert Meier traf in der 73. Minute zum 3 : 0, dem ließ Drews fünf Minuten später das 4 : 0 folgen. Auch damit waren die Elstern noch nicht zufrieden – nach weiteren zwei Minuten erhöhte Norbert Jürgens auf vorher nicht für möglich gehaltene 5 : 0. In der 82. Minute gelang den Gästen aus Meppen das Ehrentor zum 1 : 5. Mit diesem Ergebnis meldeten sich die Elstern vor dreitausend begeisterten Zuschauern eindrucksvoll ins Aufstiegsrennen zurück. Der NTSV Strand 08 unterlag dem MTV Gifhorn mit 0 : 2.

Rustikaler Fußball 
Mit der Ortsbezeichnung Timmendorfer Strand verbindet man gemeinhin die Begriffe Entspannung, Erholung und angenehmen Aufenthalt. Das Aufstiegsspiel beim NTSV zeigte aber, saß es auch anders geht: fünf gelbe Karten, fünf Zeitstrafen, ein Platzverweis und ein Strafstoß gaben Auskunft über die spielbestimmenden Merkmale. Die Timmendorfer hatten sich zwar eine optische Feldüberlegenheit erarbeitet, stellten aber Michael Sprang vor keine ernsthaften Probleme. Die Elstern hingegen zeigten das gradlinigere Angriffsspiel und erspielten sich die größeren Torchancen. So war die Führung des ASV aus der 55. Minute durch Axel Emmerich hoch verdient. Als sich aber Norbert Jürgens mit Winfried Schülke, Dreh – und Angelpunkt des Timmendorfer Spiels, ein mit allen Wassern gewaschener ehemaliger Zweiligaspieler – auf einen Zweikampf an der Strafraumgrenze einließ, entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Den fälligen Strafstoß verwandelte Grothe ( 08 ) in der 72. Minute zum glücklichen 1 : 1. Nach dieser umstrittenen Schiedsrichterentscheidung geriet das Spiel aus den Fugen wie die Vielzahl von Karten und Zeitstrafen anzeigt. Beide Mannschaften waren davon gleichermaßen betroffen. Der beste Spielleiter ist immer noch der, den man auf dem Platz nicht wahrnimmt. Von Schiedsrichter Pabst aus Bremen konnte man dies nicht behaupten. Der MTV Gifhorn und der SV Meppen trennten sich 0 : 3.

Ein richtungsweisendes Spiel 
Spieler des Tages aus Bergedorfer Sicht war Norbert Meier. Seine drei Tore machten schnell klar, wer an den Sander Tannen vor 2500 Zuschauern Herr im Hause ist. Es begann in der 22. Minute mit der Führung für die Elstern. Den 1 : 1 Ausgleich erzielte Schülke ( 08 ) in der 27. Minute. Die Freude über den Ausgleich hielt nicht lange an, denn nur zwei Minuten nach dem Ausgleichstor war Norbert Meier erneut zur Stelle und brachte seine Mannschaft wieder in Führung. Mit diesem 2 : 1 für den ASV wurden die Seiten gewechselt. Das 3 : 1 für den ASV fiel zu einem sehr günstigen Zeitpunkt – in der 48. Minute war Kay Petersen am richtigen Ort und überwand den Niendorfer Torhüter. Damit nicht genug. Der Torhunger von Meier war noch nicht gestillt und so kam es in der 78. Minute zum Endstand von 4 : 1. Dieser Sieg war für den weiteren Verlauf der Aufstiegsrunde von höchster Wichtigkeit und hinterließ bei allen Beteiligten Zuversicht für die nächsten Aufgaben. Norbert Meier legte seine Abwanderungsgedanken Richtung Victoria ad acta. Bei aller Euphorie behielt Trainer Peter Rohrschneider einen klaren Kopf und erkannte bei allen Mannschaften in der Runde körperlichen Verschleiß und erhöhte physische Belastungen und sah die Leistungen – auch seiner Mannschaft - auch unter diesem Gesichtspunkt. Der SV Meppen unterlag dem MTV Gifhorn mit 2 : 4

Vermeidbare Niederlage 
Das letzte Aufstiegsspiel an den Sander Tannen trug den Charakter eines Endspiels. Gast war der MTV Gifhorn. Der MTV führte die Tabelle mit 6:2 Punkten vor den Elstern mit 5:3 Punkten an. Allein der Tabellenstand sagte alles über die Bedeutung dieser Partie aus. Entsprechend war dann auch der Zuschauerandrang – fünftausend Besucher umsäumten das Spielfeld an den Sander Tannen. Der MTV spielte im ersten Durchgang verhalten und war in erster Linie auf Torsicherung bedacht. Die erste Halbzeit blieb torlos. In der zweiten Halbzeit suchten die Elstern die Entscheidung, aber dann schlugen sie sich selbst. Vorstopper Daniel Glogowski bekam eine Zeitstrafe auferlegt ( die dritte in dieser Aufstiegsrunde ) und mußte den Platz verlassen. Sein direkter Gegenspieler Klaus Gahr, ein bekannter Name aus dem Hinspiel, nutzte diese Chance und brachte den MTV in der 63. Minute in Führung. Die Hintermannschaft war noch nicht „sortiert“, in dieser Phase gelang den Gästen ein blitzsauberer Konter und es stand 2 : 0 für die Gastmannschaft. Die Zeit wurde knapp und die spielerischen Mittel der Elstern reichten nicht aus um das Ergebnis zu verbessern – auch „Brechstangenfußball“ führte nicht zum Erfolg. Die Gifhorner waren den Elstern technisch überlegen und haben den Platz als verdienter Sieger verlassen. Vor dem letzten Spieltag der Aufstiegsrunde hatte der MTV drei Punkte Vorsprung und stand somit als Aufsteiger in die AOL fest. Glückwunsch nach Gifhorn ! Als Norbert Meier auch noch eine Zeitstrafe bekam war das Spiel für die Elstern verloren und eine große Chance war vertan. Schuldzuweisungen in Richtung Schiedsrichter waren vollkommen unangebracht, Disziplinlosigkeiten waren letztendlich für diese 0 : 2 - Niederlage verantwortlich. Der NTSV Strand 08 gewann gegen den SV Meppen mit 2 : 0.

Die letzte Gelegenheit. 
Entgegen der sonstigen Übung konnten zum Ende der Spielzeit 78/ 79 drei Mannschaften in die AOL aufsteigen, d.h. die beiden Zweitplatzierten der beiden Spielgruppen konnten über ein Entscheidungsspiel den dritten Aufsteiger ermitteln. Auf dem zweiten Platz der Tabelle rangierten die Elstern mit 5:5 Punkten gefolgt vom Dritten, dem SV Meppen mit 4:6 Punkten. Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde mußten die Elstern nach Meppen reisen. Durch ein Unentschieden könnten sich die Elstern für das Entscheidungsspiel qualifizieren. Es hat nicht sollen sein und wieder war es der SV Meppen der den Elstern im Wege stand. Das gegen den MTV Gifhorn verlorene Heimspiel war aus den Köpfen der Bergedorfer Spieler noch nicht raus. Die Mannschaft war physisch und psychisch am Ende, nach dieser langen Saison war die Mannschaft einfach ausgebrannt. Die erste Halbzeit verlief noch torlos, aber unmittelbar nach Wiederbeginn der erste Schlag für den ASV: der SV Meppen ging in der 47. Minute durch Schlömer in Führung. Kurz danach mußte Klaus Vogel mit einer Achillessehnenverletzung den Platz verlassen, eine erhebliche Schwächung der Mannschaft. In der 59.fiel durch Hoormann ( SVM ) das 2 : 0. Norbert Meier konnte den ASV mit seinem Tor zum 1 : 2 in der 74. Minute nochmals heranbringen doch das dritte Meppener Tor in der 82. Minute machte alle Hoffnungen zunichte. Der SV Meppen gewann das nun fällige Qualifikationsspiel gegen den VfR Neumünster mit 4 : 1 und qualifizierte sich für die Amateuroberliga. Mit dem SV Meppen und dem MTV Gifhorn zog auch der Blumenthaler SV in die AOL ein.

Über die Gründe für das Scheitern der Elstern läßt sich in der Retrospektive keine Erklärung finden. Viermal seit dem Abstieg aus der Regionalliga standen die Elstern in der Aufstiegsrunde. Bis zum vierten Spieltag dieser Runde waren die Elstern immer in einer aussichtsreichen Position aber am 5. und 6. Spieltages dieser Runden konnte keine Spiele mehr gewonnen werden, lediglich drei Unentschieden standen zu Buche. Es scheint so, als könnte man die Analyse von Peter Rohrschneider nach dem vierten Spieltag dieser Runde auch auf die vorangegangenen Aufstiegsrunden übertragen
Von 1971 bis 1979 ( ausgenommen 1974 mit der erstmaligen Qualifikation zur AOL ) nahmen 64 Mannschaften an den Aufstiegsspielen teil – 24 Mannschaften aus Niedersachsen, jeweils 16 Mannschaften aus Hamburg und Schleswig – Holstein und 8 Mannschaften aus Bremen. Qualifizieren konnten sich
acht Vereine aus Niedersachsen, OSV Hannover, VfB Oldenburg, SV Meppen, Eintracht Braunschweig (A), Eintracht Nordhorn, SV Atlas Delmenhorst, MTV Gifhorn, SV Meppen, dreimal Hamburger Vereine SC Concordia, 2 * VfL Pinneberg, zwei Vereine aus Schleswig Holstein, VfB Lübeck, Phönix Lübeck vier Vereine aus Bremen Polizei SV, SV Werder (A), Bremer SV, Blumenthaler SV
Von den acht Vereinen aus Bremen – dem kleinsten Landesverband - haben immerhin vier Mannschaften den Sprung in die AOL geschafft, dagegen nehmen sich die Bilanzen der Hamburger und Schleswig – Holsteinischen Vereine doch bescheiden aus.

STATISTIK: (Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

































































Quellennachweis: Die Abschlußtabelle der Saison 79 / 79 ist dem Internetportal “Das Deutsche Fußballarchiv“ entnommen. Die Kommentare zu den Spielen der Verbandsliga lehnen sich an die Berichterstattung des Archives des Hamburger Abendblattes an.

Alle bisher erschienenen Folgen (hier gehts zum Archiv)

Dienstag, 22. Mai 2018

"Die Saison ist mit dem Aufstieg und trotz der sehr starken Konkurrenz natürlich optimal gelaufen“ - Interview mit dem Elstern-Coach Jörg Franke



85live: Hallo Jörg, mit der ersten Frage drücken wir gleich einmal sentimental auf die Tränendrüse: Deine letzte Trainingswoche startet, bevor Du Deine Trainerklamotten endgültig (?) an den Nagel hängst. „Business as usual“ oder schwingt da doch schon etwas Melancholie mit?
Jörg Franke: Es ist fest geplant, dass ich meine Trainerklamotten irgendwo einschließen werde (und der Schlüssel wird weggeworfen -)… Die Entscheidung ist schon lange gereift, die letzten Wochen haben schon Paddy und Jürgen den Löwenanteil in der Trainingsarbeit übernommen…
Melancholie spielt eine nicht unerhebliche Rolle. wenn man so lange verantwortlich ist für eine so tolle Truppe, so einen guten Verein dann bleibt das nicht aus…

85live: Bevor wir zur Aktualität kommen, lass uns doch noch einmal vier Jahre zurückblicken: Der ASV Bergedorf 85 wagt im Fußball den Neustart, Du als gestandener Hamburger Fußballmanager gehst zu Deinen Wurzeln auf die Trainerbank zurück. Hast Du diesen Schritt bereut?
Jörg Franke: Niemals, nicht eine Minute!!! (Während ich das schreibe bekomme ich sogar eine Gänsehaut, weil gerade so ein Film bei mir im Kopf abläuft.). Damals habe ich noch nicht gedacht, dass diese Liaison ASV Bergedorf 85 und Jörg Franke so lange und so erfolgreich abläuft, eine Wahnsinnszeit, die ja noch nicht zu Ende ist… Es sind viele Freundschaften entstanden…

85live: Hat Dir die Basisarbeit als Trainer in unteren Ligen Spaß gemacht? Was waren besondere Herausforderungen und was hat Dich in den vier Jahren immer wieder motiviert tagein tagaus pünktlich (?) zum Training zu kommen?
Jörg Franke: Der Anfang war aus meiner Sicht ziemlich schwer, habe aber versucht es mir nicht anmerken zu lassen. Will sagen: ich war bei gefühlten 500 Trainingseinheiten dabei, sei es bei Altona 93, VfB Lübeck oder Eintracht Norderstedt.. das war natürlich höchstes Trainingsniveau ever… und wir sind in der Kreisklasse komplett neu angefangen mit ganz wenigen Fußballern, die schon höher gespielt hatten (u.a. unser Kapitän Norman Leßmann)… Aber das genau hat mich dann gepackt… mein Ehrgeiz bestand darin, diese Jungs weiter zu entwickeln, guten Fußball spielen zu lassen.. das war meine große Motivation …    Das die Jungs mir so ans Herz wachsen und der gesamte Verein - das war damals noch nicht abzusehen…

85live: Wir fragten 2014 im großen Interview zum Trainingsstart, nicht nur wer Weltmeister 2014 wird (Du lagst mit Deinem Tipp goldrichtig), sondern auch was Du Dir für den ASV wünscht. Dein Schlusssatz damals: „...das wir dazu beitragen können, dass sich „die neuen Elstern“ eine solide Grundbasis erarbeiten können hier in unserem Stadtteil Bergedorf.“ Ziel erreicht?
Jörg Franke: Das ich mit dem Tipp damals richtig lag, heißt ja nicht dass ich Ahnung vom Fußball habe -grins…
Wir haben uns seit dem Neustart kontinuierlich weiterentwickelt. Ohne Arroganz möchte ich hier behaupten: „Wir sind wieder wer in Hamburgs Fußballosten“  Zweimal aufgestiegen in vier Jahren. Eine enorme Fanpräsenz, unsere Jugendabteilung wächst und wächst. Und bitte nicht vergessen!!!! Der Verein hat nicht einen Cent für Spielergehälter, Fahrtkosten oder Fußballschuhe ausgegeben. „Die wahren Elstern sind flügge geworden“

85live: Kommen wir zur laufenden Saison: Wir hatten den Eindruck, Dir lag sehr viel daran, diese Saison den Aufstieg mit den Elstern in die Bezirksliga zu schaffen. Lagen wir da falsch?
Jörg Franke: Die Bezirksliga war eindeutig unser großes Ziel. Auch für mich persönlich. Ich wollte mich gern mit dem Aufstieg „verabschieden als Trainer“ Die Rückrunde war sehr anstrengend, vor allem vom Kopf her… Der Druck aufzusteigen hat uns in unseren Leistungen erheblich eingeschränkt.

85live: Letzte Saison wurde der Aufstieg knapp verpasst. Warum klappte es diesmal?
Jörg Franke: Letzte Saison war der Druck nicht da, wir konnten befreiter aufspielen.
Diese Saison hatten wir uns ja gleich zum Aufsteigen wollen bekannt. Ich war mir ziemlich sicher zu Beginn der Serie, dass wir es packen. Dann habe ich die Qualität unserer Konkurrenten gesehen   und musste erstmal tief Luft holen. Oststeinbek, MSV und Geesthacht waren schon Teams mit sehr  hoher Qualität.. (So viele gute Mannschaften in einer Staffel ist schon einmalig… da darf man auch Teams wie Altengamme nicht vergessen). Entscheidend war natürlich die Qualität der Mannschaft sowie der große Zusammenhalt!!! Wir haben etliche Spiele mit unserer guten Moral gewonnen (Geesthacht, Altengamme etc.)

85live: Und das trotz schmerzhaften Ausfällen von Teamleadern...
Jörg Franke: Dieses Thema hatte ich zu Anfang etwas unterschätzt, da wir ja drei sehr gute Jungs dazu bekommen hatten (Malte Golinske, Benny Vermehren und Mikel Jason
Ehmke...). Aber im Laufe der Rückserie spürten wir im Trainerteam, dass die Präsenz von Norman und Paddy auf und neben dem Platz extrem fehlten…

85live: Eine großartige konstante Saison liegt nun fast hinter uns, nur zwei hohe Niederlagen gegen den Meister Oststeinbek konnten nicht verhindert werden. Letzte Serie gabs hohe Schlappen gegen Meister Düneberg. Wie erklärst Du Dir dieses „Phänomen“?
Jörg Franke: Die Saison ist mit dem Aufstieg und trotz der sehr starken Konkurrenz natürlich optimal gelaufen. Die Niederlagen gegen Düneberg und OSV waren sehr schmerzlich, aber aufgrund der sehr hohen   Qualität dieser Teams auch durchaus erklärlich. Beide hatten einfach mehr diese Art Siegertypen drin die den Unterschied halt ausmachen.
Ich möchte das mal schmunzelnd und mit einem Lächeln im Sinn beantworten: „Meine Jungs sind alle, durch die Bank weg, hervorragende liebevolle Schwiegersöhnetypen“…  Und das ist auch gut so, wenn Du verstehst wie ich das meine…

85live: Nach dem Spiel mit dem wahnsinnigen Finish (zwei Tore in der Nachspielzeit) gegen Atlantik die Feier mit den Fans. Legen wir mal unsere Zurückhaltung ab, ist es nicht großartig, was die Elsternfans in der Kreisliga für Stimmung machen?
Jörg Franke: Unsere Fans: Eindeutig oberligareif und höher… Diese Unterstützung ist phänomenal, in Hamburg und darüber hinaus einmalig!!!!!!! Wer das Event beim
Spitzenspiel in Oststeinbek miterlebt hat.. grandios.. Und mittlerweile sind ja auch dadurch Freundschaften entstanden.. Malo z.B., der knipst mittlerweile für unsere alten Herren erfolgreich..das ist genau das, was diesen Verein ausmacht….Zusammenhalt, man kennt und schätzt sich, unterstützt sich gegenseitig..
Aber nicht nur die Unterstützung der Fans ist fantastisch, ich bedanke mich ausdrücklich  bei meinem Trainerteam, meiner Mannschaft, Klaus und Heidi, Didi und meinen vielen Helferlein.. Heinko, Tabea und Team, Tanja und Thorsten, Werner, Burkhard …


85live: Jetzt geht’s für Dich zurück in bekannte Gefilde. Du wirst zur neuen Saison Sportlicher Leiter. Was sind Deine Aufgaben und Ziele .?
Jörg Franke: Mein Eindruck war und ist, dass wir jetzt den nächsten Schritt machen müssen. Nicht nur wegen der Bezirksliga. Wir müssen uns weiterentwickeln, breiter aufstellen. Die Jugendabteilung wächst, wir bekommen eine zweite Herren dazu, die alten Herren haben sich etabliert. Unsere Senioren spielen eine hervorragende Saison in Hamburgs höchster Spielklasse… Wir haben auch eine Mädelsmannschaft am Start… und das alles in der kurzen Zeit seit dem Neustart.. Klaus hat darum gebeten, von diesen Aufgaben entlastet zu werden. Er will sich als Präsident auch wieder verstärkt um den Gesamtverein kümmern. Insofern war dieser Wechsel notwendig und sinnvoll. Eine der wichtigsten Aufgaben wird sein, unsere Finanzbasis zu erweitern. Dafür müssen wir weitere Sponsoren finden.


85live: Die letzte Frage muss natürlich gestellt werden – auch um dann sofort Wetten zu tätigen – Wer wird Fußballweltmeister 2018 und warum? Jörg, vielen Dank für das Interview und für die grandiose Arbeit mit Deinem ganzen Trainerteam und dem Stab drum herum.
Jörg Franke: Erstmal Danke für deine Unterstützung und die Glückwünsche an uns… Für die WM 2018 gebe ich folgenden Tipp ab:
Weltmeister wird meines Erachtens Frankreich, weil die meisten Nationalspieler in ausländischen Topteams spielen und enorm hohes Potenzial haben... die Franzosen spielen einen sehr schnellen Angriffsfußball, sind sicherlich im Defensivbereich anfällig…

Fotos: Werner Heitmann/ http://asv-bergedorf85-fussball.de

Freitag, 18. Mai 2018

Aufstieg der Handballerinnen der SG Bergedorf/ VM – Interview mit René Binnewerg, dem 3. Vorsitzenden des ASV Bergedorf 85




Die SG Bergedorf / VM ist ein Zusammenschluss der Handball-Sparten der Stammvereine ASV Bergedorf 85 und SC Vier- und Marschlande und gibt es schon seit 1983 (damals noch unter Beteiligung des TSV Kirchwerder). In diesem Jahr waren die 1. Damen der Spielgemeinschaft sehr erfolgreich. Neben dem Einzug ins Hamburger Pokalfinale wurde man in der Hamburg-Liga Vizemeister und nun gelang in den Aufstiegsspielen gegen den Vertreter aus Schleswig-Holstein, dem TSV Alt Duvenstedt, der Aufstieg in die Oberliga Hamburg/ Schleswig Holstein (Deutschlands vierthöchste Liga). Beim ASV Bergedorf 85 ist der 3. Vorsitzende und geschäftsführende Vorstand René Binnewerg verantwortlich für den Handball und Bindeglied zur Spielgemeinschaft.
85live erkundigte sich kurz bei ihm…

85live: Hallo René, während ein Hamburger Verein eine große Enttäuschung verkraften muss, feierte die SG Bergedorf/ VM fast zeitgleich den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Die 1. Damen sind am Samstag in die Oberliga HH/SH aufgestiegen. Schwebst Du weiterhin auf Wolke7?
René Binnewerg: (lacht) Ja, auch nach fast einer Woche bin ich immer noch begeistert. Manchmal liegt Freude und Trauer eng beieinander. Wenn ich ehrlich bin überwiegt die Freude in diesem Fall doch deutlich!

85live: Das Hinspiel in Alt-Duvenstedt habt mit 3 Toren Rückstand verloren. Viel schwerer wog aber die Verletzung Eurer Rückraumspielerin…
René Binnewerg: Oh ja, wie gesagt Freude und Leid…, und das nach dem Anfang. In Alt Duvenstedt lagen wir mit 0:6 zurück und dachten schon erbarmungslos abgeschossen zu werden. An dieses Ende war da nicht annähernd zu denken. Die Verletzung kam dann noch dazu. Mit Mareike und Inke sind schon 2 wichtige Spieler ausgefallen. Umso begeisterter bin ich, dass das Team das kompensieren konnte.

85live: Am Samstag dann das Rückspiel. Wie waren die äußeren Rahmbedingungen. War die Halle voll?
René Binnewerg: Der Durchdeich war trotz des parallel stattfindenden HSV Endspiels gut gefüllt. Auch aus Alt-Duvenstedt waren viele Fans mitgekommen. Die Stimmung war sau gut. Beide Fanlager haben super Stimmung gemacht. So wünscht man sich das als Fan und Verantwortlicher. Mal ehrlich, da könnten sich manch andere sogenannte „Fans“ anderer Sportarten mal eine Scheibe abschneiden.

85live: Der „Spielfilm“ des Matches …
René Binnewerg: Puh, ja, eigentlich einfach zu erzählen…die erste Halbzeit war Kampf, Krampf und unsere Torhüterin (lacht). Eine Partie auf Augenhöhe. Beide Mannschaften hatten so ihre Probleme im Angriff. Wir überhaupt Toraktionen zu kreieren und der Gast wie gesagt mit unserer Torfrau. Letzteres lag aber an einer taktischen Maßnahme von Gunnar, der nach dem Hinspiel klar die Deckung anwies die Würfe von Außen zuzulassen. Die Werferinnen von Außen waren nicht so gut wie deren Rückraum. Und er behielt sowas von Recht. Der Beginn der 2. Halbzeit war dann zunächst ein Sturmlauf unserer Damen. Schnell gab es den 5 Tore Vorsprung. Alt Duvenstedt bekam nun tatsächlich Angst und wir waren zu dem Zeitpunkt besser. Die letzten 5 Minute waren echt mega. Wir kämpften und gewannen letztlich verdient.

85live: Abpfiff und der Jubel war grenzenlos bei allen bis auf einem. Trainer Gunar Weber war wieder die Contenance in Person?
René Binnewerg: Oh NEIN! Diesmal keine Zurückhaltung. Gunnar feierte ausgelassen mit und war der erste mit dem Belohnungsbier (lacht). Schön ihn so zu sehen. Ich glaube er hatte sich das sehr gewünscht. Ich sag mal…“Feierbiest“ J

85live: Wie hoch ist sein Anteil an dem Erfolg?

René Binnewerg: Sehr hoch ist glaube ich leicht untertrieben. Klar, er wirft keine Tore, aber das was er an der Seitenlinie vollbringt und was er im Training macht ist einfach Spitzenklasse. Ich muss ehrlich zugeben: er ist mein Vorbild als Trainer.

85live: Vor zwei Jahren schnupperte das Team schon einmal an der Oberliga, doch der Verein signalisierte frühzeitig, nicht aufsteigen zu wollen. Was hat sich seitdem geändert?
René Binnewerg: Gute Frage. Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Vielleicht ist im Moment eine gute Zeit dafür.

85live: Nach dem Pokalsieg vor zwei Jahren verließen wichtige Spielerinnen den Verein (u.a. Cassandra Nanfack zu Buxtehude). Wie habt Ihr diese Abgänge aufgefangen?
René Binnewerg: Alle haben eine Schippe drauf gepackt. Viele der Spielerinnen kenne ich noch von früher und ich muss sagen, Sie sind noch besser geworden. Auch wurde nach und nach ein paar jüngere Spielerinnen eingebaut.

85live: Nächste Saison zählt sicherlich nur der Klassenerhalt. Bleibt das Team zusammen, verstärkt Ihr Euch noch?
René Binnewerg: Ja sicher, der Klassenerhalt wird das Ziel sein. Ich bin da aber recht zuversichtlich. Im Grundsatz bleibt das Team zusammen. Ich hoffe, dass die Verletzungen unseres Rückraums nicht zu gravierende Auswirkungen haben werden. Gunnar wird sicher schon am scouten sein, was Verstärkungen angeht. 2-3 Spielerinnen wären tatsächlich noch gut, damit die Tiefe im Team größer wird. So ist zumindest meine Wahrnehmung von Außen.

85live: Wie sieht es im Herrenbereich aus? Du selber betreust nächste Saison ein Team?
René Binnewerg: Im Herrenbereich war es ähnlich Freude und Leid. 2.Herren, 3.Herren und 4. Herren sind Meister geworden. Die erste Herren leider abgestiegen. In der kommenden Saison starten wir mit 1. und 2. Herren in der Landesliga. Das gab es auch noch nicht so häufig im Handball (lacht). 3. und 4. Herren kämpfen wieder in Kreisliga und Kreisklasse. Ich selbst werde als Co-Trainer in der 2. Herren den Klassenerhalt in der Landesliga mit einem jungen Team unterstützen. Auch werde ich eventuell wieder versuchen im Tor ein paar Minuten zu verbringen (lacht). Als Trainer werde ich die männliche B-Jugend übernehmen. Das Team ist die älteste männliche Jugendmannschaft und der nächste Nachwuchs für den Herrenbereich. Ziel wird hier Grundlagenarbeit sein. Wir starten in der Bezirksliga.

85live: Sucht Ihr noch interessierte Handballerinnen und Handballer?
René Binnewerg: Wir suchen immer potentielle und aktive Handballerinen und Handballer. Nahezu in jeder Altersklasse (männlich und weiblich) bieten wir Mannschaften an. Einfach vorbeischauen und sich begeistern lassen. Schaut mal unter www.sgbvm.de und informiert euch über die Trainingszeiten.

85live: Du bist auch 3. Vorsitzender des ASV Bergedorf 85. Es läuft ganz gut, oder ? Fußballer aufgestiegen, die Dart-Abteilung stellt Jugendmeister.  Wie siehst Du die weitere Entwicklung?
René Binnewerg: (grinst stolz) Ja, bin ich. Läuft oder? Den Weg den der ASV85 eingeschlagen hat ist gut. Kontinuierliche Entwicklung ist allemal besser und verträglicher als schneller und teuer bezahlter Erfolg. Einfach toll. Tradition verbindet und Tradition schafft Zukunft.

85live:  Am Himmelfahrtstag ging in Teilen Bergedorfs die Welt unter.. Unser Vereinshaus hat auch was abbekommen.. ?
René Binnewerg: Ja leider. Die Feuerwehr musste leider auch bei uns vorbeischauen. Das Dach hat was abbekommen und die Kegelbahn steht unter Wasser. Im Moment laufen die Aufräumarbeiten. Schwer im Moment zu sagen, wie groß der Schaden ist.


85live: Gibt es in Sachen Stadionumbau was Neues?
René Binnewerg: Da habe ich keine News.

Vielen Dank für das Interview!

Fotos: 85live, SG Bergedorf/ VM, B. Schuster

Donnerstag, 17. Mai 2018

Interview mit Ole Blohm (17) - dem Hamburger Jugendmeister im Dart !!!


Vor einigen Wochen berichteten wir hier im Blog über zwei sehr erfolgreiche Nachwuchs Dartspieler des ASV Bergedorf 85. Der eine wurde mit 17 Vereinsmeister, der andere wurde als Zwölfjähriger Fünfter und schaffte fast das „perfekte Spiel“.
Nun nahmen Ole und Luca an den Hamburger Jugendmeisterschaften im Steeldart teil und schnitten sensationell ab: Meister und Vizemeister !!!
85live fragte beim neuen Hamburger Jugendmeister Ole Blohm nach…




85live: Hallo Ole, hast Du schon neue Visitenkarten gedruckt?  Ole – Hamburger Dartmeister 2017! Nein, im ernst. bist Du ein wenig stolz auf den Titel?
Ole Blohm: Stolz ist man immer!  Das Ziel ist es immer, das Turnier zu gewinnen, doch man kann auch stolz sein, wenn man verliert, aber trotzdem gut gespielt hat. Am Sonntag konnte ich meine beste Leistung aufrufen und belohnte mich anschließend dafür.

85live: Mit welchem „double“ hast Du das Spiel beendet bzw. die Meisterschaft besiegelt? Hand aufs Herz, zitterte die Hand noch mehr als sonst vor dem entscheidenden Wurf?
Ole Blohm: Doppel 20, Lieblingsdoppel . In dem Falle nicht, weil das Finale das stärkste Spiel bisher von mir war und ich wusste, dass ich das machen werde, da ich im Finale eine Doppelquote von über 50% hatte.

85live: Das waren Deine ersten Hamburger Jugendmeisterschaften. Was hast Du Dir vor dem Turnier ausgerechnet?
Ole Blohm: Ich bin mit einem guten Gefühl reingegangen, da ich seit den letzten Wochen stärker spiele als nie zuvor, zudem hatte ich bei den Herren starke Spiele gezeigt, dennoch kann jeder Tag ein anderer sein. Auch wenn ich vielleicht favorisiert war, muss man erst die Spiele spielen und am Ende sieht man für was die Leistung gereicht hat.
Eine Favoritenrolle oder Außenseiterrolle sagt nichts aus. Das Turnier nimmt seinen Lauf und jeder kann mit einem. guten  Auftritt gewinnen. Ich konzentriere mich auf jedes einzelne Spiel und versuche es immer zu gewinnen dennoch kann jedes andere Spiel anders verlaufen und du verlierst. Es ist ein schwerer Weg ins Finale zu kommen und wenn man schon mal in einem Finale gestanden hat, kann man leichter damit umgehen dennoch darf der Kopf nicht im Vordergrund stehen.

85live: Das Finale war ein vereinsinternes Duell…
Ole Blohm: Ich selbst hatte eine schwere Auslosung: Schon im Halbfinale wurde ich gezwungen mein Bestes abzuliefern ,was man auch schaffte und den Finaleinzug sicherte. Das andere Halbfinale lief noch und ich hab für Luca mitgezittert, weil er ein sehr starkes Turnier gespielt hat und er sich dafür auch belohnen sollte ,was am Ende auch geschah. Ich wusste Luca hatte nur einmal gegen mich aus über 10 Spielen gewonnen, aber er hatte ein starkes Turnier gespielt und ich wusste, dass dieses Finale einen anderen Standard besitzt, als all diese Spiele gegen Luca davor.


85live: Mit Luca geht’s zum Kings Cup oder war der schon? Was hat es mit diesem Cup auf sich?
Ole Blohm: War schon, der Kings Cup ist ein Turnier, bei dem  nur die Top 4 der Rangliste nach Abschluss der Saison hinfahren dürfen und gegen die anderen Top 4 der anderen Bundesländer antreten, um  dort den Besten zu ermitteln.

85live: Du bist ein Dart-Späteinsteiger. Mit wieviel Jahren hattest Du zum ersten Mal die Pfeile in der Hand? Was fasziniert Dich am Dart und wie bist Du zum ASV Bergedorf 85 gekommen?
Ole Blohm:  Ich habe erst Ende September 2017 angefangen und hab mich nur 30min pro Tag ans Board gestellt und irgendwann haben meine Freunde gesagt, du spielst stark nach nur so einer kurzen Zeit und dann hab ich mich Ende Februar um einen Verein gekümmert, der in der Nähe ist, um mich dann anschließend weiter zu verbessern - leider hat man viel zu spät angefangen…mit 17 …

85live: Wo liegt Dein 3-Dart-Schnitt? Luca war vor Kurzem ganz dicht dran am „perfekten Dart“ Hast Du dieses Kunststück schon einmal geschafft?
Ole Blohm: Mein Dart-Schnitt liegt zwischen 73-76 Punkten. Dennoch hat man Tage, an denen  man nur 60 pro Schnitt spielt. Zu Hause spiel ich jedoch des Öfteren einen Schnitt von 82 über 10legs Beim Training und beim Turnier ist mir jeweils ein 106 average über Best of 7 und Best of 6 gelungen. Vor 3wochen ein 86schnitt über 10legs. Ich habe des Öfteren 5/6 perfekte hinbekommen und einmal 7perfekte!!!

85live: Was sind Deine sportlichen Ziele? Einmal im Ally Pally gegen die Profis antreten?
Ole Blohm: Ich sehe es gelassen und versuche jedes Turnier mitzunehmen das in HH stattfindet z.B. Sommerliga im Team und zusätzliche Anmeldung für Sommerliga Einzel.
Dennoch ist das Ziel, sich immer weiter zu verbessern und einmal gegen Profis spielen zu können auch wenn es nur best of 3 ist. Der Traum ist es, einmal gegen Simon Whitlock spielen zu dürfen .
Dennoch ist Darts erstmal Hobby, denn das Abitur ist wichtiger und danach hat man wenn man schon einen weiten Schritt gemacht hat den nächsten zu machen.

85live: Dein Vorbild?
Ole Blohm: Simon Whitlock!, Man sieht, dass er kämpft und kämpft um wieder top 6 zu sein und ist immer für Überraschungen gut.


85live: Was treibst Du sonst so in der Freizeit? Gibt es noch andere Hobbys?
Ole Blohm: Wichtig ist Familie und Fußball im Sommer mit Freunden zu spielen, dennoch muss pro Woche mindestens 4h darts gespielt werden . Durch Training am Mittwoch und Ligaspiele schafft man dies. Zudem hat man eine Dartscheibe in der Schule, auf.der man bei Ausfall einer Stunde spielen kann.

85live: Zum Schluss noch drei Satzergänzungen…
Wenn ich keine Pfeile in der Hand habe,…dann bin ich anderweitig unterwegs/ beschäftigt
Wenn ich einen wichtigen Pfeil verwerfe, möchte ich am liebsten…nochmals werfen um das Ziel zu treffen
Spartenleiter Randolph König ….ist einer der gegen einen selbst immer die besten Darts spielt und im Verein für eine gute Atmosphäre und Unterstützung sorgt.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Spaß und Erfolg an der Dartscheibe !

Foto: Dartsparte ASV Bergedorf 85

Sonntag, 29. April 2018

Durchatmen – drei wichtige Punkte gegen Geesthacht bringen Elstern wieder auf Kurs!



„Was ist das für ein Spiel“
Die junge Schiedsrichter-Beobachtungs-Delegation konnte sich in der Halbzeitpause gar nicht wieder einkriegen.
„Das geht dann heute wohl bis 22 Uhr“
Professionell mit Videokamera wurde heute das ebenfalls junge Schiedsrichtergespann um Tobias Fuchs mit seinen Assistenten Mark Niklas Späth und Jasper Zakrzewski beobachtet. Und vermutlich wird die Videoanalyse wirklich einige Zeit in Anspruch nehmen. Die erste Halbzeit der Kreisligapartie ASV Bergedorf 85 gegen FSV Geesthacht hatte es in sich. Und um es vorweg zu nehmen: Tobias Fuchs braucht die Analyse nicht zu fürchten.
Aber der Reihe nach:
Die Ausgangslage vor der Begegnung zwischen den Tabellenzweiten und Tabellenvierten war klar. Beide Teams mussten eigentlich gewinnen. Der FSV um seine letzte theoretische Aufstiegschance zu wahren, der ASV um nicht den MSV auf Tuchfühlung herankommen zu lassen.
Die Ränge der Sander Tannen waren gut besucht. Alleine die Staffelkonkurrenten aus Oststeinbek und Mümmelmannsberg schienen in Mannschaftsstärke angerückt zu sein. Beide gewannen ihre Spiele am Freitagabend und hofften auf einen Ausrutscher des ASV Bergedorf 85.
Ins schöne Bild passte dann auch das Auflaufen der beiden Teams. Zusammen mit der 1. D-Jugend der Elstern und zwei großen schwarz weißen Fahnen liefen man unter den Applaus der Zuschauer auf.
Die kleinen Elstern waren gerade stolz und aufgeregt vom Platz gelaufen, als der Schiedsrichter das Match anpfiff. Und dann ging es Schlag auf Schlag:
Quasi im ersten Angriff der Gäste wird die Nummer 58 Dursun Yurtoglu – Marke Kreisläufer bei den Handballern – gut 25 Meter vor dem Tor zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter  - immer auf Ballhöhe - pfiff Freistoß. 85 stellte eine schlechte 3-Mann-Mauer, die Geesthachts bester, Emre Gök ,mit einem platzierten Flachschuß überwand. Vom Pfosten prallte der Ball ins Tor.
Das geht ja wieder gut los...
Doch die Sorgen der Elsternfans beruhigten sich schon nach weiteren fünf Minuten. Eine gute Ecke von Timo Schwenke, ein recht freistehender Mikel Ehmke konnte per Kopf ausgleichen.
Der Jubel und die Tormusik war kaum verklungen, da kamen zwei gefährliche Ecken vom FSV . Die zweite wuchtete Janik Wagner per Kopf in die Maschen. Aufgrund des körperlosen Abwehrverhaltens sollten sich die Spieler nicht wundern, wenn das Trainerteam die nächste Woche verschärft Ecken übt...
Also, lag 85 wieder hinten und jetzt wurde auch der Schiedsrichter gefordert. Zunächst zeigte er konsequent sowohl einem FSV-Spieler, wie auch Elster Mikel Ehmke den gelben Karton dann auf dem Elfmeterpunkt.
Stephan Funk wurde schön frei im Strafraum in den Lauf gespielt. Dieser nahm den Ball gut mit und wurde beim Torschuß behindert.
Den Elfmeter verwandelte Timo Schwenke in der19 Minute.
Geesthacht probierte nun auch einen Elfmeter zu bekommen, aber der immer gut postierte Schiedsrichter sah eher Schwalben.
So auch in der 36. Minute. Bergedorfs Mirko Dell fällt nach einem Zweikampf im 16er der Gäste. Der Unparteiische ließ zurecht weiterspielen. Mirko rappelte sich auf und wurde dann bei Nachsetzen regelkonform und ziemlich rüde von den Beinen geholt.
Dumme Aktion von Geesthachts Torben Kraul, der für diese Aktion gelb  und weil er schon zuvor verwarnt wurde, den gelb-roten Karton sah.
Diesmal legte sich Felix Rehr den Ball auf den Elfmeterpunkt. Er verwandelte sehr sicher zum 3:2. Das Spiel war gedreht und 85 in Überzahl.
Diese Überzahl wuchs kurz vor der Pause auf Plus Zwei an.
Harmloser Zweikampf an der rechten Eckfahne. Die Aktion schien bereits zuende, als der Schiedsrichterassistent was anzeigte. Der herbeigerufene Schiedsrichter zog nach Konsultation mit seinem Assistenten dann sofort Rot gegen Timo Lübbers.
Er wird wohl irgendeine Unsportlichkeit von sich gegeben haben.

Vor diesem Hintergrund – ein konsequentes Schiedsrichtergespann, das nicht zögert Karten zu verteilen – war das Ballwegschießen von Mikel Ehmke auch wenn er vielleicht dachte, der Ball prallt von der Tribüne zurück, nicht besonders schlau. Richtig, er sah dann auch die Ampelkarte.
Zwischenfazit: 85 führt 3:2 und es stehen noch 10 Elstern und neun Geesthachter auf dem Spielfeld.

Der zweite Abschnitt sollte ruhiger werden, was nicht für den ASV-Anhängerclub natürlich galt, der wieder fantastisch mit voller Hingabe ihr Team unterstütze.
Zwar kam der FSV trotz Unterzahl mutig aus der Kabine und forderte auch noch einen Elfmeter, aber insgesamt bekam der ASV die Gäste in den Griff.
Endlich wurde der Ball und Gegner laufen gelassen. Ein Lob an Timo Schwenke, dem man heute anmerkte, wie er aus dem letzten Spiel gelernt hat. Nur auf Fußball konzentriert war er die Schaltzentrale im Mittelfeld.
Ebenfalls ein guter Schachzug von Trainer Jörg Franke, Mitte der zweiten 45 Minuten nach einem Wechsel (Florian Heinze für Thomas Herrman) „Funkturm“ Stephan Funk in die Abwehr zurückzuziehen.
Damit gewann man hinten noch mehr Zweikämpfe-
Der verdiente Lohn und Brustlöser in der 67. Minute:
Pascal Röner legte wunderschön (in Bayern-Manier) von der Außenlinie zurück auf Mirko Dell, der mit links in den Winkel traf.

Mit dem 4:2 war der Widerstand der Gäste gebrochen. „Kreisläufer“ Yurtoglu wurde herausgenommen und 85 brachte die drei Punkte sicher nach Hause.

Nach dem Spielende feierten die Spieler ausgelassen mit ihren Fans.

Vier Spiele noch. Vier Mal volle Konzentration und Siegeswille – dann könnte man am Ziel sein.


Donnerstag, 26. April 2018

Elstern-Round-Up 9/18



Ole links, Luca rechts
Die Dart-WM ist noch gar nicht so lange her.
Im Alexandra-Palace (Ally Pally) in London duellierten medienträchtig sich die Profis. Newcomer Rob Cross siegte im Finale gegen Dart-Legende Phil Taylor.
Doch weder den beiden noch all den anderen Stars gelang das „perfekte Spiel“ (Nine-Dart-finish).
 Vor paar Tagen in der Vereinsgaststätte des ASV Bergedorf 85 :
Der 12 jährige Luca geht beim Training mit seinen ASV-Dartern ans Brett. 1. Wurf : Triple20, 2. Wurf: Triple 20, 3. Wurf Triple 20. Auch in seiner zweiten Aufnahme erzielt Luca die maximalen 180 Punkte. Die Unruhe im Vereinshaus steigt. Erst recht als der kleine Dart-Knirps auch mit seinem 7. Wurf die Triple 20 trifft. Sollte hier  was Unglaubliches passieren?
Luca zielt mit seinem achten Pfeil auf das Triple 19 Segment. Der ganze Saal hält die Luft an…knapp daneben..
Trotzdem eine großartige Leistung, die die große Nachwuchshoffnung der Dartabteilung des ASV Bergedorf 85 jetzt am vergangenen Wochenende  bei den Vereinsmeisterschaften bestätigte.
Unter den Großen wurde Luca Wolter Fünfter !!
Neuer Vereinsmeister ist Ole Blohm. Auch erst 17 Jahre jung. Er gewann das spannende Endspiel mit 2:0 Sätzen (3:2, 3:2)  gegen Stefan Linnenbrügger.
Das Spiel um Platz Drei gewann Mathias Müller gegen den Spartenleiter Randolf König.

Hier die Rangliste:

1. Platz: Ole Blohm
2. Platz; Stefan Linnenbrügger
 3. Platz; Mathias Müller
 4. Platz; Randolph König
 5. Platz; Luca Wolter (12j.)
 6. Platz; Simon Renon
 7. Platz; Heiko Reinke+ Martin Grimpe
 9. Platz; Thorsten Meier + Juergen Glismann
 11. Platz; Timo Thies + Alex Jundin
 13. Platz; Tilo Trinkaus+ Dennis Petereit

Für das Sponsoring des neuen Wanderpokals  wird der Fa. Acryl Hamburg gedankt.

Auch der Hamburger Dartverband ist mittlerweile auf das „Starke Doppel“ Youngsters aus Bergedorf aufmerksam geworden:
Ole Blohm und Luca Wolter (Foto) vertreten die Hansestadt beim Kings Cup, einen Ländervergleich aller Landesverbände

Wer jetzt Appetit bekommen hat: Am 2. Mai ist wieder auf der Boardanlage (im Vereinshaus an der Krusestr.) des ASV Bergedorf ab 19:00 Uhr Dart für jeden !!.

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Die Lilli-Henoch-Halle in Quickborn ist am Sonntag das Epizentrum des „Hamburger“-Handballs . Ab 18 Uhr steigt dort das mit Spannung erwartete Pokalendspiel der Damen.
Die 1. Damen der SG Bergedorf/ VM  kämpfen dort gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner:
Der ungeschlagene Tabellenführer der Oberliga Hamburg/ SH  Alstertal/Langenhorn.
Doch das Team von Trainer Gunnar Weber braucht sich als eine Klasse tieferes Team nicht zu verstecken. In der Hamburg Liga wurde die Spielgemeinschaft der Vereine ASV Bergedorf 85 und SC Vier-und Marschlande toller Zweiter!
Und wir alle wissen.. der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze. Vor zwei Jahren gelang gegen das damals ebenfalls höher eingeschätzte Team aus Wilhelmsburg der Pokalsieg. Also, gebt alles und toi toi toi !!!

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Alles haben auch die Fußballer des ASV Bergedorf in die Waagschale geworfen. In einem packenden Punktspiel beim Tabellendritten, den MSV Hamburg, verlor das Team von Trainer Jörg Franke mit 3:4.
Unser Blog  sprach von Geschenken, Trainer Jörg Franke ärgerte sich „Wir haben uns heute selbst geschlagen“. Gemeint sind die spielentscheidenden Szenen: Das Ballvertändeln in der Abwehr und der unnötige Elfmeter. Nach dem gestrigen Champions-League Halbfinale möchte man rufen. „Piano, piano“ Wenn selbst auf höchstem Niveau einem Weltklassespieler wie Bayerns Rafinhas so ein Fehlpass passiert…
Nun haben die Elstern die Chance im Heimspiel gegen den FC Geesthacht alles wieder gut zu machen. Es ist wieder ein Spitzenspiel. Der Gegner aus Geesthacht schielt nach dem Kantersieg unter der Woche in Hamwarde (8:0 !!!) so ganz heimlich vielleicht doch noch auf Platz Zwei.
Am Sonntag werden ganz sicherlich wieder viele an die Sander Tannen pilgern, wenn zur traditionellen Anstoßzeit die Kugel wieder rollt.
„Elstern, kämpfen und siegen !!!“

Über die weiteren Spiele der Fußballabteilung informiert in gewohnt ausführlicher Weise die Homepage der Fußballer. Dort sind auch die vielen Liveticker zu den Spielen verlinkt.

Ein schönes – vielleicht ja sogar verlängertes – Wochenende wünscht 85live, der Elstern-Blog !!!

Fotos: Randolf König / ASV Dartsparte
SG Bergedorf/VM (Facebook)

Sonntag, 22. April 2018

Partystimmung, Sahnetor und ganz viele Geschenke – ASV Bergedorf 85 verliert 3:4 in einem packenden Spitzenspiel in Mümmelmannsberg



Alles war angerichtet für ein großes Fußballfest: Bei herrlichem Wetter waren die Ränge des Kunstrasenplatzes in Mümmelmannsberg gut besucht. Unter den vielen Zuschauern auch die große Bergedorfer Fangruppe, die über die gesamte Spielzeit für großartige Stimmung sorgte und ihre Elstern mit unzählig verschiedenen Fangesängen immer positiv anfeuerte – einmalig!

Das Spiel unter der Leitung des erfahrenen Schiedsrichters Christian Henkel nahm sofort Fahrt auf. Bergedorf war im Vergleich zum verhaltenem Auftritt letzte Woche nicht wiederzuerkennen: Lauffreudig und zweikampfstark. Auffällig, dass „85“ auf dem Kunstrasenplatz der Generation I die Bälle in Bedrängnis kompromisslos hinten herausschlug. Hier werden die Trainer klare Anweisungen gegeben haben, kein Risiko einzugehen.
Um den ehemaligen Oberligaakteur und Starspieler des MSV Dieter Forkert kümmerte sich Gregor Krahn und dies zunächst sehr erfolgreich und mit fairen Mitteln Jener Gregor Krahn sorgte dann auch bereits in der 13 Minute für ein herausragendes Ereignis, das schon alleine sein Eintrittsgeld wert war:
Kurz hinter der Mittellinie wurde Gregor per Kurzpass angespielt. Er sah, dass der MSV-Keeper Erik Buchmiller zu weit vor seinem Tor stand und zog mit großartiger Schußtechnik einfach ab. Ein Sperrwerfer wird im Augenblick des Abwurfs ein ähnliches Glücks-Gefühl haben, wenn er weiß, der Sperr könnte weit fliegen. In Mümmelmannsberg segelte das Leder in hohem Bogen über den Torwart und senkte sich rechtzeitig in das Tor.
Marke Tor des Monats!
Großer Jubel bei Spielern und den vielen meist Bergedorfer Anhängern.
Der MSV meist durch sehr gut gezogenen Freistöße und Eckbälle gefährlich. So auch in der 22. Minute. Von halb rechts aus Stürmersicht wurde der Ball aufs Tor gezogen. Ein Stürmer konnte den Ball noch per Haarschopf berühren. Schwer zu halten für Elstern-Torwart Marc Stückler, der keine zehn Minuten später statt einen langen Abschlag Kollege Christian Kautz kurz anspielt. Noch unbedrängt verdaddelt Christian sich. Der Mümmelmannsberger Marvin Fischer erkennt seine Chance und stibitzt die Pille und hat dann keine große Mühe den Ball auch an Stückler vorbei zur Führung in die Machen aus kurzer Distanz zu jagen.
Hätte „Kautzi“ man auch den Ball einfach nach vorne geschlagen...

Doch vom Elstern-Anhang nach vorne gepeitscht gewann Bergedorf wieder Land. Nach einer schönen Kombination konnte der ASV im Nachschuss zum 2:2 ausgleichen. Stephan Funk soll der Schütze gewesen sein.
Mit Applaus ging es in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit sollte es in sich haben. Kaum angepfiffen, setzte wieder einmal Center-Spieler Stephan Funk seinen Körper gut ein, legte den Ball auf Benjamin Vermehren auf, der noch vor wenigen Augenblicken von seiner Familie in der Halbzeitpause aufmunternd geherzt wurde. Die Küsse wirkten. Abgebrüht vollendete der Neuzugang von Billstedt-Horn zur 3:2 Führung der Elstern – und das direkt vor der Bergedofer-Fangruppe. Was für ein Jubel.

Doch wie gewonnen, so zeronnen..
Keine fünf Minuten später wird Kapitän Felix Rehr wieder in völliger Unbedrängnis von Außen im eigenen Strafraum angespielt. Der Ball springt unglücklich (wie schon erwähnt, Kunstrasen Generation I) bei angelegtem Arm an Felix Hand. Schiedsrichters Henkel sah genau hin, pfiff und zeigte erbarmungslos auf den Elfmeterpunkt.
Felix, der die Welt nicht mehr Verstehende konnte es nicht begreifen und handelte sich noch bei seinen Protesten die Gelbe Karte ein.
Dieter Forkert sagte zum Geschenk von wem auch immer danke und versenkte den Strafstoß hart und platziert.
Nun wurde es nicklig bzw. auch unnötig unfair.
Zuerst erhielt Forkert Gelb, dann ließ Elster Timo Schwenke Forkert in Höhe der Mittellinier absichtlich „über die Klinge“ springen und versuchte dann auch noch den Gegenspieler zu provozieren. Was soll sowas?
Jedenfalls sah Schwenke auch gelb.
Handelte Schiedsrichter Henkel hier vollkommen richtig, ließ er doch in vielen anderen Situationen die „klare Linie“ vermissen. Mal zeigte er bei sog.taktischen Fouls gelb, mal ließ er Gnade vor recht ergehen.
85 wechselte kurz danach . Doppelwechsel. Für Mirko Dell und Stephan Funk kamen Justin Gauger und Florian Heinze.
Funk, der vorne sich abrackerte und immer mehre Gegenspieler band, hätte vielleicht nicht ausgewechselt werden sollen. Wäre, hätte Fahrradkette. Jedenfalls übernahm ab diesem Zeitpunkt der Hausherr das Kommando. So fiel die 4:3 Führung nicht unverdient: Langer Seitenwechsel, Krahn verschätze sich und Dieter Forkert zeigte erneut seine gehobene Klasse und schoß flach ins Tor.
Als dann Timo Schwenke mit einer saudummen Aktion sich seine gelb-rote Karte abholte und seinem Team somit einen Bärendienst erwies, sah sich Bergedorf in schwieriger Situation.
Nur der starke 12. Mann, die Fans blieben optimistisch. Auf dem Platz schwamm man nun jedoch.
„Ob denn Bergedorf immer so schwach in der Abwehr ist ?“ fragte ein neutraler Zuschauer. Man hätte lügen müssen, wenn man diese Frage verneint hätte.
Felix Rehr haderte immer noch mit dem Unparteiischen und dieser hörte anscheinend gut hin. Folge gelb-rot und Bergedorf nur noch zu neunt.
Trotzdem 85 jetzt wieder gefährlich nach vorne. Der starke Vermehren wurde auf die Resie geschickt und nur eine tolle Abwehraktion vom Mümmelmannsberger Baran Can Aydin verhinderte den Ausgleich. Zuvor hielt ASV-Torwart Marc Stückler durch gute Parade sein Team „am Leben“. Dann die letzte Aktion. Freistoß für 85. Tolle Flanke in den 16er. Die Fans haben den Torschrei schon auf den Lippen, aber der Torwart des MSV hält 2x glänzend.
Abfiff.
Mümmelmannsberg feiert den nicht unverdienten Sieg. Bergedorf hätte nicht zu viele Fehler machen dürfen, ein wichtiger Punkt wurde so verschenkt.
Dadurch verliert der ASV die Tabellenführung an Oststeinbek und liegt nur noch fünf Punkte vor dem MSV.
Im nächsten Heimspiel empfängt man den Tabellenvierten Geesthacht. Die Messe - sprich Aufstieg - ist noch lange nicht gelesen.


Donnerstag, 19. April 2018

Elstern-Round-Up 8/18


Let me take you back to 1995, ist das Baujahr
War schon am kicken, als ich in meiner Mutters Bauch war
Du hast null Geschmack, Fucker, dir fehlt die Würze
Bin so high, dass wenn ich stolper', ich denk', dass ich abstürze
Nenn mich Jackie Kwam, hab' in Rap den schwarzen Gürtel
Alles im grün'n Bereich, solang der Hase läuft im Viertel
Schüttel' die Würfel, ich bin der Stimmenversteller
Stehst ratlos im Rand wie mein Fahrrad im Keller
Du Ficker, ich brauch' Cash, deshalb bin ich auf Achse
Abonnier mein'n Channel, denn ich brauch' 'ne Zahnprophylaxe
Finde mich in einer Crip, wo das Kerzenlicht brennt
MPC, THC, Niggas aus der Couch penn'n
Ich zieh' durch, Homie, denn wir sind im Hungerkrieg
Komm von Wellings bitte nach Mümmel, ich zeig' dir Unterschied, Pussy
Das ist echt, ich rede nicht vom Crackdealen
Doch hab' Brüder verlor'n, und das gar nicht beim Versteck spiel'n“

https://genius.com/Kwame-deu-wieso-lyrics



„Was hast du gesagt? Was, was hast du gesagt?
Wa-Wa-Was hast du gesagt? Was, was hast du gesagt?
Ich-Ich-Ich-Ich hab' gar kein Zeit für dein Pippifax
Hier gibt es nichts zu gucken, seh' ich aus wie ein Cinemax?
Was hast du gesagt? Was, was hast du gesagt?
Wa-Wa-Was hast du gesagt? Was, was hast du gesagt?
Tut mir echt leid, es ist Nachsitzenszeit
Rappen ist wie Schule und du bist einer, der abschreibt
Es ist Winterzeit, mit den Timbs in der Pfütze
In Mümmels Streets gibt's mit Hockeyschläger auf die Mütze“

https://genius.com/Kwame-deu-was-hast-du-gesagt-lyrics



Sagen Sie bloß, Sie kennen Kwam.e nicht ?
Dann sind Sie entweder älteren Semesters, nicht der zeitgenössischen Musik aufgeschlossen oder kommen nicht aus Mümmelmannsberg.
Kwam.e ist ein junger Hip-Hopp-Musiker und seit dem Satiriker HansScheibner („Wer nimmt Oma“) der wohl bekannteste Einwohner der zu Billstedt gehörenden Großwohnsiedlung. In seinen Liedern, die u.a. auch von Samy Deluxe produziert werden, geht es oftmals um das Leben in dem ganz besonderem sozialem  Milieu. Eingangs ein paar Strophen aus den wohl bekanntesten Songs „Wieso?“ und „Was hast Du gesagt?“.
Um die Helene-Fischer-Fans zu beruhigen, Kwame ist ein sympathischer junger Mann (davon konnten sich NDR- Hörer letztens überzeugen, als er eine Stunde n einer Musiksendung deren Gast war und zeigte das er Grips im Kopf hat), was man ja leider von ein paar wenigen seiner Rapper-"Kollegen" nicht behaupten kann, für die man sich eher schämen sollte.



Vielleicht schaut Kwam ja Sonntagnachmittag an der Kandinskyallee vorbei.  Auf dem Kunstrasenplatz gegen 15 Uhr wird da nämlich eine  Menge los sein.
Dritter gegen Erster. Mümmelmannsberg vs. Bergedorf. Aufstiegskampf.
„Sechs Spieltage vor Schluss, ist jedes Spiel ein Endspiel“
Dieses gibt der Elstern-Chronist Hans-Martin Lippold dem aktuellen ASV-Team mit auf den Weg.

Die Ausgangslage ist klar: Der MSV muss gegen 85 gewinnen, um noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Bergedorf sollte wissen, wie der Mümmel-Hase laufen wird. Besser stürmen wird. Schon beim letzten Auftritt bei Atlantik überzeugte der MSV. Selbst Gegner Atlantik schwärmte von den Gelb-Schwarzen ('Trotz der Niederlage können wir mit der Leistung und dem Einsatz zufrieden sein, gegen die meisten anderen Gegner in der Liga hätte es so zu einem Sieg gereicht.(Quelle: Facebook)“
Herausragender Akteur des Tabellendritten ist Dieter Forkert. Der ehemalige Oberligaspieler vom FC Bergedorf und Eichede hat schon über 30 Mal geknipst und viele Tore vorgelegt.
Vom Auftritt der Elstern letztes Wochenende beim 3:0 gegen Hamwarde ist alles gesagt. Nachzutragen ist , das der Verletzte Malte Golinske nicht im Krankenhaus ist, er wartet nun auf das Ergebnis der KernSpin. Wir drücken die Daumen!
Also, Bergedorf: Zeigt von der ersten Minute Courage und kämpft und lauft, als wäre es das entscheidende Aufstiegsspiel !!!



Das viele bei den Elstern vielleicht schon (gedanklich zu früh) eine Klasse höher sind, zeigt die heutige Verpflichtung eines herausragenden Torhüters: Björn Garvs gehörte - als er beim SC Concordia spielte - zu den besten Oberliga-Keepern. Nun wechselt der 28 jährige von seinem Heimatverein dem VFL Lohbrügge an die Sander Tannen.
In der Presseschau der Homepage der Fußballabteilung ist auch ein Link zu einem interessanten Interview bei Fupa.net, in dem Björn verrät, wer oder was ihm zum Wechsel nach Bergedorf bewog .
Nun mag manch einer zurecht bemerken, dass der ASV Bergedorf 85 doch bereits vier gute Torhüter im Kader hat, doch in Anbetracht der wohl sicher zur neuen Saison an den Start gehenden Zwoten, macht das alles Sinn.



Sinn macht es auf jeden Fall, sich die große Vorschau auf der Fußballseite des ASV Bergedorf 85 „reinzuziehen“. Nach der Beendigung sämtlicher Ferien im Umkreis der Hansestadt, steht ein volles Programm an. Die kleinen Elstern starten in die „Frühjahrsrunde“ bei hochsommerlichen Temperaturen. Liebe Eltern, bitte die Sonnencreme nicht vergessen !!!

Vor Kurzem gabs noch Baggermatsch.
Diesen großartigen Spielbericht mit fast noch tolleren Fotos  von Altona 93 zum Spiel ihrer D-Mädchen gegen unsere D-Juniorinnen möchten wir keinem vorenthalten.

...


Wenn die Tage länger und immer wärmer werden, stehen bei den Handballerinnen und Handballern der SG Bergedorf/ VM schon die letzten Spiele an.
Im letzten Round-Up berichteten wir bereits über den Einzug der 1. Damen ins Pokalendspiel und der Meisterschaft und Aufstieg der 4. Herren.
Letztes Wochenende machten auch die 2. Herren der Spielgemeinschaft den Deckel drauf:
In einem „ echt geilen Handball-Fight“ (O-Ton Rene Binnewerg) konnte beim Tabellenzweiten Wilhelmsburg 28:26 gewonnen werden. Die Sektkorken knallten: Meister und Aufsteiger !!



Die Trilogie komplett machen möchte am Samstag die 3. Herren, die um 15 Uhr in der Halle Grootmoor beim TSC Wellingsbüttel ebenfalls Meisterschaft und Aufstieg feiern kann.



Wie oben erwähnt, haben die Frauen der SG sicherlich hauptsächlich den 29. April im Kopf. Dann steigt das Pokalendspiel gegen SC Alstertal Langenhorn.
So ganz nebenbei schafften sie bereits jetzt die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Das historisch beste Abschneiden einer Frauenmannschaft der SG Bergedorf/ VM.
Trainer Gunnar Weber kann zusammen mit seinen Mädels bereits jetzt mächtig stolz sein.
Wie immer der Hinweis auf die stets aktuelle Handballseite, auf der jetzt auch zu lesen ist, wie es mit der 1. Herren weitergeht, die leider aus der Hamburg-Liga abgestiegen sind.



85live wünscht ein sonniges Wochenende und hören Sie ruhig mal bei dem Rapper aus Mümmeltown rein !

Sonntag, 15. April 2018

Verletzung überschattet langweilige Partie: ASV Bergedorf 85 -SV Hamwarde 3:0 (0:0)


Wäre die blöde Verletzung von 85-Abwehrspieler Malte Golinske nicht passiert, könnte von einer der unspektakulärsten Partien des ASV Bergedorf 85 an den Sander Tannen berichtet werden.

Die Verletzung des Bergedorfer Abwehrchefs resultierte – dem Spiel angemessen – aus einem harmlosen Zweikampf im Mittelfeld. Malte wollte vor seinem Gegenspieler am Ball sein und verletzte sich dabei unglücklich im Knie. An der Reaktion des erfahrenen Defensivspielers erkannte man leider sofort, dass da was Schlimmeres passiert ist.
So musste das Spiel einige Minuten unterbrochen werden, d a der Krankenwagen gerufen werden musste, der Malte ins Krankenhaus brachte.
An dieser Stelle: Alles Gute Malte Golinske !!!

Das 1:0 der Elstern nach gut einer Stunde Spielzeit bekam die verletzte Elster noch mit:
Einen hohen Ball verlängerte der großgewachsene Stephan Funk auf Höhe der Strafraumgrenze auf den in die Lücke laufenden Timo Schwenke, der aus kurzer Distanz das Leder mit Außenriss am guten Hamwarder Keeper Matthias Peter ins rechte Eck vorbei spitzelte.
Daraufhin liefen viele Spieler noch einmal zu Malte Golinske an den Spielfeldrand.

Aufgrund des bis zu diesem Zeitpunkt einseitigen Spielgeschehens, war eigentlich jedem der gut 100 Zuschauern klar, dass dieser Führungstreffer zugleich auch mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit spielentscheidend war.
Zu passiv agierten der SV Hamwarde . Zwei dicht beianderstehende Viererketten bzw. eher 5-er-Ketten machten den ideenlosen Bergedorfern lange das Leben schwer.Im Mittelfeld versprühte kein Spieler sowas wie Kreativität. Die Außen rückten immer viel zu früh in die Mitte. So plätscherte das Spiel in den ersten 45 Minuten so dahin. Irgendwann wird das erlösende Tor schon fallen, dachte man.
Das dies auch fallen sollte, ist dem offensiven Wechseln in der Halbzeitpause zu verdanken. Justin Gauger und Mikel Ehmke wurden vom Trainer Jörg Franke ins Spiel geworfen. Der eine zeigte, dass im Fußball durchaus auch Dribblings erlaubt sind, der andere zeigte schon mit seiner gefühlt dritten Ballberührung, welch „Füßchen“ er besitzt. Toller zum Zunge schnalzender „tödlicher“ Pass aus dem Mittelfeld. Das 1:0 sollte kurze Zeit später fallen (s.o.).

Da Hamwarde auch nach dem Rückstand keine gr0ßen Anstalten machte, offensiver zu werden, wurde 85 überheblich. Mit diesem Fehlverhalten schenkten die Elstern dem Gegner oftmals unbedrängt den Ball. Der eben noch gelobte Mikel E. Versuchte Kunststücke als letzter Mann, der nicht minder talentierte und oberligaerfahrene Felix Rehr spielte plötzlich die einfachsten Pässe in die Füße von Hamwarde.
Erst lautstarkes Wecken vom beschäftigungslosen ASV-Keeper Marc Stückler beendeten diese Traumphase..
Als dann Justin Gauger im Strafraum unüberhörbar gelegt wurde und Felix Rehr den fälligen Strafstoß sicher verwandelte und Timo Schwenke kurz vor dem Ende das 3:0 besorgte, war das auch in dieser Höhe verdiente Ergebnis besiegelt.

62 Punkte und Tabellenführer. Es sieht gut aus.
Das nächste Spiel findet gegen Verfolger MSV Hamburg statt, der gegen den ASV seine letzte Chance auf dem Aufstieg sicherlich nutzen möchte.
Im Lager der Elstern weiß mann, dass man sich gehörig steigern muss, um zumindest einen Punkt von der Kandinskyalle zu stibitzen.



Donnerstag, 12. April 2018

Elstern-Round-Up 7/18



„Man kann ein Spiel nur gewinnen, wenn man mitspielt“
U.a. mit diesem Slogan  versucht die Kampagne „Deine-Manndeckung.de“  über Früherkennungsmöglichkeiten und Vorsorge von Prostatakrebs zu informieren.
In Zusammenarbeit mit dem Hamburger
Foto C. By
Fußballverband verloste diese Initiative zwei Trikotsätze, von denen einen unser ASV Bergedorf 85 gewann.
Wir meinen. Wichtige Aktion und toll, dass der ASV da mitgemacht hat !!!

Versuchen wir die Überleitung zum aktuellen Geschehen unserer Elstern mal mit Oliver Kahn :
„Eier, wir brauchen Eier“
Dies forderte der Torwart-Titan 2003 des FC Bayern München nach einem 0:2 gegen den FC Schalke 04.

„Wir haben bewusst auf gesunde Härte gesetzt“. Mit diesen Worten in der Bergedorfer Zeitung  rechtfertigte der Trainer des  TuS Aumühle, dem letzten Gegner vom ASV Bergedorf 85, die harte Gangart seiner Jungs beim 1:1 . Bewusst sollte dem Tabellenführer  der Schneid abgekauft werden.  Ein Leidtragender dieser „Taktik“  wurde auf jeden Fall 85-Joungster Justin Gauger, der kurz vor Spielschluss rüde von den Beinen geholt wurde.   Der Umstand, dass zuvor aus Aumühler-Mitspielerkreisen die Aufforderung „Hack ihn um“  verlautbart worden sein sollte, brachte die Elstern-Seele in Wallung.
Ok, damit wird dem Fairnessgedanken und Sportsgeist nicht Rechnung getragen und Spieler und Trainer disqualifizieren sich damit im gewissen Maße selbst, doch ist sowas leider nicht nur in der Kreisliga gang und gebe. Man möchte z.B. nicht Mäuschen sein in Liverpools Umkleidekabine, wenn ein Jürgen Klopp seine Jungs „einschwört“ wie  in der Halbzeitpause des Championsligue-Spiel gegen ManCity. Dort soll er gesagt haben : „Wenn Sie den Ball von Euch wollen, dann müssen sie Euch töten, sie haben keine andere Chance, ihn zu bekommen“.

Also cool bleiben. Beim nächsten Mal bitte nicht zu viel Energie in das Beschweren und lamentieren  investieren, sondern zeigen, dass man der ASV Bergedorf 85 , Tabellenführer und gewillt ist aufzusteigen und einem spielerisch unterlegenem Team in seine sportlichen Grenzen verweist.

Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag.
Zur traditionellen Elstern-Anstoßzeit um 15 Uhr im Stadion Sander Tannen empfängt der ASV den SV Hamwarde.  Das Team aus dem Herzogtum Lauenburg verlor letzte Woche gegen Atlantik 97 mit 0:2 und ist mit 25 Punkten Tabellenzehnter.
Partien gegen diesen Gegner waren bisher immer sehr schwierig – doch hey, wir sind der ASV Bergedorf 85….!!!

Aufregung gab es im Fußball zu jederzeit.  Bei der Lektüre der jüngsten Folge unserer Elstern-Chronik sträuben einem sich manchmal die Haare.  In der Saison 1977/78 brannten so manchem Spieler oder Fan die Sicherungen durch und das obwohl der ASV Bergedorf 85 damals Hamburger Meister wurde. Doch lesen Sie doch bitte selbst…

Das weitere Programm der Teams der Fußballsparte des ASV Bergedorf 85 ist recht überschaubar. Da die Schüler in Schleswig-Holstein noch Osterferien haben, steht auch größtenteils noch der Spielbetrieb der „Kleinen“ still.

Die 2. B-Jugend testet am Samstag um 13 Uhr zuhause gegen die U16 des Lüneburger SK. Ein sicherlich interessanter Vergleich.
Bereits um 11 Uhr treten die D-Mädchen des ASV bei Altona 93 an. Immer wieder was Besonderes, wenn diese Traditionstrikots zusammen auf einem Fußballfeld zu sehen sind.

Dies gilt auch für das Spiel unserer 1. Alten Herren. Der Gegner trägt das Vereinswappen (ein schwarzes großes C umrahmt von einem roten Kreis) auf der Brust. Genau,  Concordia ist der Gegner am Freitag um 19:30 Uhr an den Sander Tannen.

2:0 gewannen die 85-Senioren gegen den TuS Wandsetal zuletzt und belegen damit den 5. Platz. Der nächste Gegner ist SC Wentorf,  der die Rote Laterne trägt.  Am Samstag um 14 Uhr ist Anpfiff in Wentorf.
Eine große Vorschau gibt es wie gewohnt auf der Homepage der Fußballabteilung.

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Gute Nachrichten von den Steeldartern des ASV Bergedorf 85:
Nächste Saison soll es mit zwei Teams an den Start gehen…




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Schon mal Vormerken:
Das große Pokalfinale der Handbballerinnen der SG Bergedorf/ VM ist terminiert:

Am 29.April kommt es in Quickborn zum Spiel gegen den klassenhöheren Oberligisten SC Alstertal-Langenhorn


Update:
Der 3. Vorsitzende vom ASV Bergedorf 85 Rene´ Binnewerg meldete uns weitere erfreuliche Nachrichten aus der Handballsparte:
Die 4. Herren der SG Bergedorf/ VM (Foto)  sind Staffelmeister geworden und aufgestiegen. Herzlichen Glückwunsch !!!
Foto: SG Bergedorf/VM
Die 2. Herren der Spielgemeinschaft Bergedorf/ Vier- und Marschlande stehen dicht vor dem Meistertitel und dem Aufstieg in die Landesliga. Am Samstag kann der Deckel auf eine super Saison (bisher verlustpunktfrei) in Wilhelmsburg ab 16 Uhr (Halle Dratelnstr.)  drauf gemacht werden.

Meister und Aufstieg auch  planen die 3. Herren der SG: Allerdings ist ihr letztes Spiel erst am 21. April (wir berichten)
Alle Info´s auf der Handball-Homepage!