Sonntag, 29. April 2018

Durchatmen – drei wichtige Punkte gegen Geesthacht bringen Elstern wieder auf Kurs!



„Was ist das für ein Spiel“
Die junge Schiedsrichter-Beobachtungs-Delegation konnte sich in der Halbzeitpause gar nicht wieder einkriegen.
„Das geht dann heute wohl bis 22 Uhr“
Professionell mit Videokamera wurde heute das ebenfalls junge Schiedsrichtergespann um Tobias Fuchs mit seinen Assistenten Mark Niklas Späth und Jasper Zakrzewski beobachtet. Und vermutlich wird die Videoanalyse wirklich einige Zeit in Anspruch nehmen. Die erste Halbzeit der Kreisligapartie ASV Bergedorf 85 gegen FSV Geesthacht hatte es in sich. Und um es vorweg zu nehmen: Tobias Fuchs braucht die Analyse nicht zu fürchten.
Aber der Reihe nach:
Die Ausgangslage vor der Begegnung zwischen den Tabellenzweiten und Tabellenvierten war klar. Beide Teams mussten eigentlich gewinnen. Der FSV um seine letzte theoretische Aufstiegschance zu wahren, der ASV um nicht den MSV auf Tuchfühlung herankommen zu lassen.
Die Ränge der Sander Tannen waren gut besucht. Alleine die Staffelkonkurrenten aus Oststeinbek und Mümmelmannsberg schienen in Mannschaftsstärke angerückt zu sein. Beide gewannen ihre Spiele am Freitagabend und hofften auf einen Ausrutscher des ASV Bergedorf 85.
Ins schöne Bild passte dann auch das Auflaufen der beiden Teams. Zusammen mit der 1. D-Jugend der Elstern und zwei großen schwarz weißen Fahnen liefen man unter den Applaus der Zuschauer auf.
Die kleinen Elstern waren gerade stolz und aufgeregt vom Platz gelaufen, als der Schiedsrichter das Match anpfiff. Und dann ging es Schlag auf Schlag:
Quasi im ersten Angriff der Gäste wird die Nummer 58 Dursun Yurtoglu – Marke Kreisläufer bei den Handballern – gut 25 Meter vor dem Tor zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter  - immer auf Ballhöhe - pfiff Freistoß. 85 stellte eine schlechte 3-Mann-Mauer, die Geesthachts bester, Emre Gök ,mit einem platzierten Flachschuß überwand. Vom Pfosten prallte der Ball ins Tor.
Das geht ja wieder gut los...
Doch die Sorgen der Elsternfans beruhigten sich schon nach weiteren fünf Minuten. Eine gute Ecke von Timo Schwenke, ein recht freistehender Mikel Ehmke konnte per Kopf ausgleichen.
Der Jubel und die Tormusik war kaum verklungen, da kamen zwei gefährliche Ecken vom FSV . Die zweite wuchtete Janik Wagner per Kopf in die Maschen. Aufgrund des körperlosen Abwehrverhaltens sollten sich die Spieler nicht wundern, wenn das Trainerteam die nächste Woche verschärft Ecken übt...
Also, lag 85 wieder hinten und jetzt wurde auch der Schiedsrichter gefordert. Zunächst zeigte er konsequent sowohl einem FSV-Spieler, wie auch Elster Mikel Ehmke den gelben Karton dann auf dem Elfmeterpunkt.
Stephan Funk wurde schön frei im Strafraum in den Lauf gespielt. Dieser nahm den Ball gut mit und wurde beim Torschuß behindert.
Den Elfmeter verwandelte Timo Schwenke in der19 Minute.
Geesthacht probierte nun auch einen Elfmeter zu bekommen, aber der immer gut postierte Schiedsrichter sah eher Schwalben.
So auch in der 36. Minute. Bergedorfs Mirko Dell fällt nach einem Zweikampf im 16er der Gäste. Der Unparteiische ließ zurecht weiterspielen. Mirko rappelte sich auf und wurde dann bei Nachsetzen regelkonform und ziemlich rüde von den Beinen geholt.
Dumme Aktion von Geesthachts Torben Kraul, der für diese Aktion gelb  und weil er schon zuvor verwarnt wurde, den gelb-roten Karton sah.
Diesmal legte sich Felix Rehr den Ball auf den Elfmeterpunkt. Er verwandelte sehr sicher zum 3:2. Das Spiel war gedreht und 85 in Überzahl.
Diese Überzahl wuchs kurz vor der Pause auf Plus Zwei an.
Harmloser Zweikampf an der rechten Eckfahne. Die Aktion schien bereits zuende, als der Schiedsrichterassistent was anzeigte. Der herbeigerufene Schiedsrichter zog nach Konsultation mit seinem Assistenten dann sofort Rot gegen Timo Lübbers.
Er wird wohl irgendeine Unsportlichkeit von sich gegeben haben.

Vor diesem Hintergrund – ein konsequentes Schiedsrichtergespann, das nicht zögert Karten zu verteilen – war das Ballwegschießen von Mikel Ehmke auch wenn er vielleicht dachte, der Ball prallt von der Tribüne zurück, nicht besonders schlau. Richtig, er sah dann auch die Ampelkarte.
Zwischenfazit: 85 führt 3:2 und es stehen noch 10 Elstern und neun Geesthachter auf dem Spielfeld.

Der zweite Abschnitt sollte ruhiger werden, was nicht für den ASV-Anhängerclub natürlich galt, der wieder fantastisch mit voller Hingabe ihr Team unterstütze.
Zwar kam der FSV trotz Unterzahl mutig aus der Kabine und forderte auch noch einen Elfmeter, aber insgesamt bekam der ASV die Gäste in den Griff.
Endlich wurde der Ball und Gegner laufen gelassen. Ein Lob an Timo Schwenke, dem man heute anmerkte, wie er aus dem letzten Spiel gelernt hat. Nur auf Fußball konzentriert war er die Schaltzentrale im Mittelfeld.
Ebenfalls ein guter Schachzug von Trainer Jörg Franke, Mitte der zweiten 45 Minuten nach einem Wechsel (Florian Heinze für Thomas Herrman) „Funkturm“ Stephan Funk in die Abwehr zurückzuziehen.
Damit gewann man hinten noch mehr Zweikämpfe-
Der verdiente Lohn und Brustlöser in der 67. Minute:
Pascal Röner legte wunderschön (in Bayern-Manier) von der Außenlinie zurück auf Mirko Dell, der mit links in den Winkel traf.

Mit dem 4:2 war der Widerstand der Gäste gebrochen. „Kreisläufer“ Yurtoglu wurde herausgenommen und 85 brachte die drei Punkte sicher nach Hause.

Nach dem Spielende feierten die Spieler ausgelassen mit ihren Fans.

Vier Spiele noch. Vier Mal volle Konzentration und Siegeswille – dann könnte man am Ziel sein.


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