Dienstag, 5. April 2016

Die Elstern in der Regionalliga Teil 4 – Spielzeit 1966 / 67 (von Hans-Martin Lippold)



Rückblick auf die vergangene Spielzeit
 Ein schwacher Start in die Saison mit 1 : 7 Punkten stand einer besseren Platzierung im Wege. Viele Spielausfälle / - Verlegungen führten in der Endphase der Punkterunde zu einem verdichteten Programm mit sechs Partien in den letzten drei Wochen. Drei Siege auf fremden Plätzen sicherten den Elstern die nötigen Punkte um die Abstiegsränge auf Distanz zu halten. Der Verlust der letzten beiden Spiele verhinderte ein ausgeglichenes bzw. positives Punktekonto. Ein Spiel in Freundschaft bei den Sportfreunden Siegen ( damals 3. Liga, Amateurliga Westfalen, Gruppe Südwest ) konnten die Elstern nach Toren von Knubbe ( Strafstoß ), Boullion und Lubasch mit 3 : 0 für sich entscheiden. Danach ging es in den wohlverdienten Urlaub vom Fußball.

Planungen für die Saison 1966 / 67
 Mit Gerd Voß und Klaus Neisner sind zwei Kreativspieler schon im Laufe der Saison ausgeschieden. Gerd Voß erlitt einen Arbeitsunfall, der ihn für lange Zeit außer Gefecht setzen sollte und Klaus Neisner widmete sich seinem „Zivilberuf“als Bankkaufmann, dies endete mit Erteilung der Prokura. Diese beiden Spieler galt es zu ersetzen und, wenn möglich, den Kader zu ergänzen. Einer der Kandidaten war Klaus Beyer.
Klaus Beyer hat seine fußballerische „Grundausbildung“ beim SC Urania erhalten. Von 1963 bis 1966 schnürte er seine Fußballstiefel für den SC Victoria, für den er in 87 Spielen 31 Mal ins Schwarze traf, also ein Mann mit ausgeprägten Offensivqualitäten der sich Hoffnungen auf einen Stammplatz bei den Elstern machen konnte. Nach dem Abstieg des SC Victoria sicherten sich die Elstern die Dienste von Klaus Beyer.
Beim SV Werder Bremen standen größere Personalwechsel vor der Tür, in diesem Zusammenhang wurde auch der Name Willy Soya erwähnt.
 Als die Verantwortlichen der Elstern von dieser Situation Kenntnis erhielten, sendeten sie eine Abordnung u.A. mit Heinz Weißleder und Dieter Meyer zum Freundschaftsspiel des SV Werder beim SC Concordia, um sich ein Bild von Willy Soya zu machen. Der Eindruck war positiv und gab den Ausschlag für die Verpflichtung von Willy Soya. Soya, ein Kind der Ruhrpotts, erlernte das Fußball spielen beim SC Wanne, bevor er 1954 zum FC Schalke 04 wechselte. Ab 1957 Stammspieler, brachte er in 70 Spielen 34 mal das Leder im gegnerischen Tor unter. Ab 1961 setzte er beim SV Werder seine Karriere fort und trug in 57 Begegnungen das Grün / Weisse Trikot. Fünfunddreißig Tore machten ihn hier zum Schrecken der gegnerischen Torhüter.

Hagen Kuchenbecker und Manfred Simanowki standen bereits in der Vorsaison für die Elstern auf dem Platz, für die nun beginnende Saison erhielten beide einen Vertrag.

Auch für die Spielzeit 1966 / 67 oblag die Betreuung der Mannschaft Trainer Heinz Werner im siebzehnten ( !!! ) Jahr. Im deutschen Fußball eine einmalig lange Dienstzeit. Aufgestiegen in die Regionalliga sind die beiden Hamburger Vereine HSV Barmbek – Uhlenhorst und der SC Sperber

Start in die neue Saison
 Am letzten Juliwochenende 1966 erfolgte der Start in die neue Saison mit einer freundschaftlichen Begegnung gegen den Meister St. Pauli vor 1200 neugierigen Besuchern an den Sander Tannen. Dominierendes Gesprächsthema auf den Rängen war allerdings das „Wembley – Tor“ aus dem WM – Finale England – Deutschland. So wurden die Besucher wenigstens von der mäßigen Darbietung beider Mannschaften abgelenkt. Die 0 : 1 Niederlage der Elstern wurde mit Gleichmut zur Kenntnis genommen. Neuzugang Willy Soya konnte als Spielgestalter in diesem Spiel einige positive Akzente setzen.
Die Pflichtspiele der Saison 66 / 67 begannen mit der ersten Pokalrunde auf NFV – Ebene. Hier führte das Los den ASV nach Schleswig - Holstein zum VfR Neumünster – für die Elstern kein unbekanntes Pflaster. Der VfR, frischgebackener Meister der Amateurliga, zeigte sich zunächst als den Elstern ebenbürtig und lag bis zur Mitte der zweiten Halbzeit mit 2 : 1 in Front. Neuzugang Soya – der schon das 1 : 0 für die Elstern besorgte – schoß in der 76. Minute den Ausgleich. Das 2 : 2 hatte bis zum Ende der regulären Spielzeit Bestand, dann gab die größere Routine und überlegene Kondition der Elstern den Ausschlag für einen 6 : 2 – Erfolg der Bergedorfer Mannschaft. Die Tore für diesen Erfolg in der Verlängerung erzielten Knubbe ( 2 Tore ) sowie Howind und Meyer.

Vom Winde verweht
Eine starke erste Spielhälfte wiegte die Elstern bis Mitte der zweiten Halbzeit in der Hoffnung, beim Itzehoer SV beide Punkte mitzunehmen. Mit raumgreifenden Pässen über die Flügel stellten die Elstern den ISV vor große Probleme, die sich in der 31. Minute durch das 1 : 0 durch Soya niederschlugen. Im zweiten Durchgang hatte der ISV den Wind zum Bundesgenossen und nutzte diesen , um durch furiose Angriffswirbel die Elsternabwehr unter Druck zu setzen. Zwei Tore in der 71. und 79. Minute drehten die Partie komplett um. Die energische Schlußoffensive der Elstern konnte das Blatt nicht mehr wenden und so mußten sie mit leeren Händen nach Bergedorf zurückkehren.
Statt Kampf um Punkte stand üblicherweise zu Beginn der Saison die zweite Pokalrunde auf dem Spielplan. Den Elstern wurde der längjährige Begleiter aus gemeinsamen Oberligazeiten, der VfV Hildesheim zugelost. Die Besucher an den Sander Tannen sahen eine kopflose und konfuse Bergedorfer Mannschaft auf dem Platz, die den Besuchern die schwächste Partie der letzten Monate zeigte. Das 1 : 0 durch Willy Soya wurde noch vor der Pause ausgeglichen und es war nur Torwart Volker Boelsen zu verdanken, daß das Spiel nicht schon nach neunzig Minuten entschieden war. Dies geschah dann in der Verlängerung. Die Gäste aus Hildesheim konnten Boelsen noch dreimal überwinden und zogen in die nächste Pokalrunde ein.
 
Zweimal Rückstand aufgeholt
Wenn der Sturm mehr Tore schießt als die Hintermannschaft zuläßt, gewinnt man ein Fußballspiel. Dieses Wechselspiel zwischen Führung und Rückstand beobachteten 1600 Besucher an den Sander Tannen beim Punktspiel gegen den Bremer SV. Nach siebzehn Minuten hatte die Elstern einen deutlichen Dämpfer zu quittieren, denn die Gäste von der Weser lagen mit 2 : 0 in Führung. Klaus Beyer ( 19. ) und Horst Howind ( 34. ) konnten zwar ausgleichen, aber unmittelbar vor dem Pausenpfiff gingen die Gäste erneut in Führung. Heinz ( 52. ) und Kuchenbecker ( 68. ) trugen sich mit ihren Toren zum 4 : 3 in die Torschützenliste ein. Wer nun dachte, das Spiel sei entschieden, wurde eines Besseren belehrt, denn den nimmermüden Gästen gelang erneut der Ausgleich. Erst als Soya in der 83. Minute seinem Bewacher entwischen konnte und das 5 : 4 für den ASV erzielte, war der Widerstand der Bremer gebrochen. Vier Minuten später stellte Howind mit dem Tor zum 6 : 4 für Bergedorf 85 den Endstand her. Die 1600 Zuschauer haben eine Klassepartie gesehen und gingen zufrieden nach Hause.

Torloses Unentschieden dank guter Abwehr 
 Vier Gegentore in einem Spiel – wie zuletzt gegen den Bremer SV – sind kein Ausweis guter Abwehrarbeit. Gegen den nächsten Gegner – TuS Bremerhaven 93 - stand die Abwehr allen voran Torhüter Boelsen und Heinz Weißleder sehr gut und ließ nichts „anbrennen“. So stand die Null, leider auch links vom Doppelpunkt, denn Lubasch und Soya konnten die besten Chancen nicht verwerten. Ein leistungsgerechtes, torloses Unentschieden war das verdiente Resultat dieser Begegnung.

Erfolgreicher Konterfußball der Gäste 
 So läßt sich am einfachsten der Spielverlauf des Spiels an den Sander Tannen zwischen Bergedorf 85 und dem VfB Lübeck beschreiben. Optische Überlegenheit, mehr Spielanteile, doch der ASV konnte kein Kapital daraus schlagen. Anders die Gäste: mit einem blitzsauberen Konter wurde die Elsternabwehr ausgehebelt. Waberski, einst Jugendnationalspieler in Diensten des Heider SV, war zur Stelle und überwand in der 49. Minute Boelsen mit einem unhaltbaren Schuß aus zwölf Metern zum 1 : 0 für den VfB. Im Sturm wurde Dieter Meyer vermißt. Von Trainer Werner wurde ihm eine schöpferische Pause verordnet und da Willy Soya auf dem linken Flügel verletzt eine Statistenrolle bekleidete war für die Elstern an diesem Tage nichts zu holen.

In Wolfsburg untergegangen
  Der Halbzeitstand von 2 : 0 für den heimischen VfL ließ noch nicht erahnen, daß die Elstern an diesem Tag ein Debakel erleben würden. Der Angriff, wieder mit Dieter Meyer, blieb an diesem Tag vollkommen wirkungslos. Erst in der 77. Minute wurde den Elstern der erste Eckball zugesprochen. In den letzten zwanzig Minuten wurden die Elstern auseinander genommen und mussten fünf Tore des wie entfesselt aufspielenden VfL hinnehmen. Eine Klasseleistung der Platzherrn gegen enttäuschende Elstern. Lediglich Beyer und Boullion erreichten Normalform.

Punktgewinn beim SC Sperber
Das Spiel der Lokalrivalen hatte eine starke Ähnlichkeit mit der Bodenbeschaffenheit in Alsterdorf – nämlich holprig ! Verteiltes Spiel mit unterem Regionalligaformat – torloser Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang ein anderes Bild. Energische
Angriffsbemühungen der Elstern führten in der 52. Minute zum Erfolg durch Boullion – ein präziser Kopfball ließ Woost im Tor der SC Sperber kein Chance , es stand 1 : 0 für die Elstern. Entgegen der mahnenden Worte von Trainer Werner schalteten die Elstern jedoch einen Gang zurück. Dies sollte sich rächen, denn der SC Sperber bekam Oberwasser. Die wenigen Entlastungsangriffe der Elstern blieben erfolglos und so war es nur eine Frage der Zeit, wann Sperber ausgleichen würde. In der 79. Minute war es soweit: Sperber – Rechtsaußen Wüst lenkte eine Flanke per Kopf in die Bergedorfer Maschen – es stand 1 : 1. 1700 Zuschauer sahen zwar kein Spiel für Fußballästheten, gingen aber trotzdem zufrieden nach Hause.

Wer zuletzt lacht... 
 Wieder mit Dieter Meyer in der Sturmmitte wollten die Bergedorfer vor 4000 Zuschauern dem Meister FC St. Pauli das Leben schwer machen. Dieter Meyer fiel zunächst nur durch eine gewisse Schwerfälligkeit und Behäbigkeit auf die auf den Rängen Anflüge von Heiterkeit auslöste. Dies sollte sich ändern. Die Führung der Gäste durch ein Eigentor von Knubbe glich Meyer vier Minuten später aus, aber nach weiteren drei Minuten ging St. Pauli erneut in Führung. Zwei Zeigerumdrehungen später verging auch Dieter Meyers letzten Kritikern das Lachen denn der erneute Ausgleich ging auf sein Konto. Den Spielstand von 2 : 2 nahmen die Mannschaften mit in die Halbzeitpause. Der zweite Durchgang begann ähnlich wie der erste Spielabschnitt, nämlich mit einem Tor für den FC St. Pauli – Kallius war der Torschütze für den Meister. Mit seinem dritten Treffer krönte Dieter Meyer in der 57. Minute seine Leistung, von der man noch lange sprechen würde. Der FC St. Pauli zeigte den technisch besseren Fußball und die reifere Spielanlage, aber der Siegeswille und die Einsatzbereitschaft der Elstern übertrafen die Vorteile der Gäste, sodaß vor 4000 Besuchern eine Klassepartie mit einem leistungsgerechten 3 : 3 zu Ende ging.

Sieg in der Schlußviertelstunde
Das Spiel stand auf des Messers Schneide, denn die Mannschaft von Göttingen 05 hatte vor 3000 Zuschauern an den Sander Tannen mehrfach den Siegtreffer auf den Füßen. Es stand 1 : 1 nach Toren von Boullion ( 32.) und Kraus (05) in der 52. Minute. Das 2 : 1 für Göttingen lag in der Luft, aber ein Schuß von Willy Soya aus spitzem Winkel ( 77.) riß die Gäste aus allen Siegesträumen. Die endgültige Entscheidung fiel drei Minuten vor dem Ende durch das 3 : 1 von Torjäger Dieter Meyer. Aus einer starken Bergedorfer Mannschaft ragten Knubbe und Beyer heraus, der Erfolg gegen die starken Göttinger war hochverdient.


Wenn es den Elstern gelingen würde, Spielüberlegenheit in Tore umzusetzen, stünden mehr Punkte auf der Habenseiet, als Beispiele seien genannt: Erste Hälfte in Itzehoe Heimspiel gegen den VfB Lübeck Abstürze wie in Wolfsburg ( fünf Gegentore ab der 70. Minute ) dürfen nicht vorkommen. Die Einstellung der Mannschaft stimmte, wie das Aufholen von Rückständen ( Bremer SV, St. Pauli ) deutlich beweist. Willy Soya als torgefährlicher Mann und Klaus Beyer als „Mittelfeldmotor“ konnten sich einen Stammplatz sichern.


Teilerfolg in Oldenburg
 An die guten Leistungen der letzten Wochen konnten die Elstern nahtlos anknüpfen. Ein guter Start am Donnerschwee in Oldenburg endete mit dem 1 : 0 für Bergedorf 85 -Torschütze war Neuerwerbung Klaus Beyer. Allerdings konnte der heimische VfB in der 35. Minute zum 1 : 1 ausgleichen. Weitere gute Möglichkeiten der Bewegungsspieler scheiterten immer wieder an der standfesten Bergedorfer Abwehr aus der Lothar Kauker herausragte. Die Bergedorfer Sturmreihe, insbesondere Meyer wurde von der Oldenburger Hintermannschaft aus dem Spiel genommen. Ab der 15. Minute waren nur noch zehn Oldenburger auf dem Platz, denn Außenstürmer Bäumer schied mit einer Beinverletzung aus. Mit diesem 1 : 1 nahmen die Elstern einen ganz wichtigen Punkt mit nach Hause.

Gäste mit Mauertaktik
 Die Erwartungen der 2500 Besucher waren angesichts der guten Leistungen der vergangenen Wochen hoch, doch die Gäste aus Osnabrück traten mit einer defensiven Einstellung an und brachten so die Bergedorfer aus dem Konzept. Nach dem 1 : 0 durch Beyer in der 16. Minute versäumten es die Elstern, nachzulegen. Als die Gäste zehn Minuten später den Ausgleich
markierten, zogen sie sich wieder zurück um das Ergebnis von 1 : 1 über die Zeit zu retten. Dies gelang ihnen und so nahm der VfL einen Punkt aus Bergedorf mit. Bester Mann der Gäste war Torwart Udo Böhs.

Im Endspurt unterlegen
  Spiele von Bergedorf 85 gegen Holstein Kiel waren durchweg Spiele auf einem guten Niveau, so auch die Begegnung am 6.11.66. Die Zuschauer in Kiel sahen ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Kalle Bochmann und Lothar Kauker die schnellen Kieler Koll, Hönig und Schülke in Schach halten konnten. In der zweiten Halbzeit nahm der Druck der Störche auf die Elstern zu, der starke Endspurt der Kieler führte schließlich in der 80. und 88. Minute zu zwei Treffern die das Schicksal der 85er besiegelten. Trotz der 0 : 2 - Niederlage gegen eine gute Kieler Mannschaft fuhren die Bergedorfer erhobenen Hauptes nach Hause.

Sechs Tore gegen Hildesheim
 Kaum hatte Torhüter Gerstle seinen Arbeitsplatz im Hildesheimer Tor eingenommen, mußte er als erste Amtshandlung den Ball aus dem Netz holen. Als er in der 2. Minute einen Flankenball nicht festhalten konnte, war Meyer zur Stelle und nickte das Leder zum 1 : 0 für die Elstern ein. Nach zehn Minuten fand ein Weitschuß von Kauker den Weg in die Hildesheimer Maschen – es stand 2 : 0 für den ASV und Torhüter Gerstle war der Arbeitstag gründlich verdorben. Kurz danach verletzte sich Elsterntorwart Boelsen am Knie und mußte ausscheiden, Mittelfeldspieler Heinz nahm dann seinen Platz ein. Der machte seine Sache gut und hielt den Kasten bis zum Seitenwechsel sauber. Danach nahmen die Dinge ihren Lauf, zunächst erhöhte Mittelfeldmotor Klaus Beyer in der 50. Minute auf 3 : 0. Gegen zehn Bergedorfer gelang den Gästen immerhin der Ehrentreffer zum 1 : 3, aber nach längerer Abwesenheit schlug die Stunde von Horst Howind, der meldete sich mit zwei Toren zum 4 : 1 und 5 : 1 eindrucksvoll zurück. Dem erneuten Anschlußtreffer zum 2 : 5 ließ Dieter Meyer sein zweites Tor folgen, es stand 6 : 2 für die Bergedorfer. Weiter um eine Ergebnisverbesserung bemüht konnte der VfV sein drittes Tor im Bergedorfer Gehäuse unterbringen. Ein Klassespiel der Elstern die trotz Unterzahl zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gerieten. Die Sturmspitzen des ASV konnten von den Hildesheimern zu keiner Zeit ausgeschaltet werden und da auch Reinhard Heinz im Tor der Elstern gut machte, war der Sieg der Elstern auch in dieser Höhe verdient. Wie sagte Trainer Werner nach Spielende: Alles war in Bewegung, alles im Fluß, meine Mannschaft hat sehr klug gespielt.

Arminia war zu stark
 Um bei einer Stitzenmannschaft wie Arminia Hannover zu bestehen, bedarf es unter Anderem der stärksten Mannschaftsaufstellung. Wenn aber Boelsen, Weißleder, Lubasch, Soya und Meyer infolge Verletzung bzw. Krankheit ausfallen, kann man nur eine Rumpfmannschaft auf das Feld schicken. Die genannten Ausfälle konnten nicht kompensiert werden, gegen die Arminen mußte so eine 0 : 2 Niederlage hingenommen werden. Die Tore zum verdienten 2 : 0 – Erfolg der Hannoveraner fielen in der 27. und 81. Spielminute.

Vergeblicher Ansturm
 Was nützt Feldüberlegenheit im Spiel, wenn daraus keine Tore entstehen ? Diese Erfahrung blieb den Elstern beim SC Concordia nicht erspart. Vergeblich bestürmten sie das Tor des SC Concordia, scheiterten aber immer wieder an der Hintermannschaft der Concorden. Da mit zunehmender Spieldauer der Sturm von den Unsicherheiten der eigenen Abwehr angesteckt wurde, blieb das Spiel das ASV ohne greifbare Erfolge. Anders die Wandsbeker – Juhnke (19.) und Engel (44.) sorgten für den 2 : 0 - Halbzeitstand für die Platzbesitzer. Das Anschlußtor von Knubbe weckte Hoffnungen auf einen Punktgewinn, doch das 3 : 1 für Concordia in der 88. Minute schuf klare Fakten hinsichtlich Spielausgang. Concordia freute sich über den doppelten Punktgewinn. während den Elstern die Hoffnung auf baldige Rückkehr der vielen verletzten Spieler blieb.

Keine Chance in Altona
 In der Regionalliga Nord gibt es bestimmt angenehmere Gegner als die Fußballspieler von der Griegstraße, die Spieler von Altona 93. Meist waren es kampfbetonte Begegnungen mit ungewissem Spielausgang. Der AFC, mit erst zwei Niederlagen in der laufenden Saison belastet, ging als Favorit in dieses Spiel und wurde dieser Rolle absolut gerecht. Der Sturm der Elstern blieb weitgehend wirkungslos und hielt das Leder selten in den eigenen Reihen. Dadurch wurde die Hintermannschaft überlastet und lud den AFC zu druckvollem Angriffsspiel ein. Vom Altonaer Spielmacher Heiko Kurth – Bundesligavergangenheit beim HSV - perfekt in Szene gesetzt, sorgten die AFC – Angreifer immer wieder für Konfusion vor dem von Dieter Jürgensen
gehüteten Elsterntor. Nach siebzig Minuten war der Widerstand der Elstern erlahmt und der AFC gab Jürgensen zweimal das Nachsehen. Mit zwei Minuspunkten im Gepäck mußten die 85er die Heimreise an die Sander Tannen antreten. Zu allem Überfluß ließ sich Reinhard Heinz gegenüber dem guten Schiedsrichter Schulenburg zu einer unpassenden Bemerkung hinreißen, sein Arbeitstag wurde darauf hin frühzeitig beendet.

Aufatmen in Bergedorf
 Unsicherheiten in der Hintermannschaft ( Heinz Weißleder und Volker Boelsen verletzt ) haben sich im Spiel der Elstern bemerkbar gemacht. Umso wichtiger war es, daß Dieter Meyer in Itzehoe zu alter Gefährlichkeit zurückfand und mit zwei Treffern am Sieg erheblichen Anteil hatte. Tor Nummer drei ging auf das Konto von Günther Lubasch. Mit einem 3 : 0 für die Bergedorfer Mannschaft ging es in die Kabinen. Im zweiten Durchgang konnte sich der ISV besser darstellen und kam in der 59. Minute zum verdienten Anschlußtreffer. Aus der siegreichen Mannschaft ragten Lubasch und – nach langer Pause – Knubbe heraus
 

Das zweite Viertel der Saison verlief ähnlich wie die ersten acht Partien. Hohe Niederlagen wie gegen Wolfsburg ( 0 : 7 ) wurden vermieden. Verletzungspech hat die Sicherheit in der Hintermannschaft beeinträchtigt, auch muß man der Erkenntnis ins Auge sehen, daß Dieter Meyer den Zenith seiner Leistungsfähigkeit überschritten hat. Seine Torgefährlichkeit litt immer noch unter der in der Saison 1964 / 65 erlittenen Verletzung. Für die Elstern bestand zu keiner Zeit Abstiegsgefahr.





Sieg im Lokalderby
 Zum Ende der Hinrunde hielt der Spielplan für Bergedorf 85 das Lokalderby gegen Barmbek – Uhlenhorst an den Sander Tannen bereit. 1800 Besucher sahen eine solide Darbietung beider Mannschaften. Im ersten hatten die Gäste aus Barmbek leichte Vorteile, doch der gute Elsterntorwart Dieter Jürgensen bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. Nach der Pause, kaum wieder auf dem Platz wendete sich das Blatt. Horst Boullion brachte seine Mannschaft in Führung. Das nun
überlegene Spiel der Elstern führte in der 77. Minute zum 2 . 0 durch einen unhaltbaren Ball von Kalle Bochmann. Unterm Strich ein verdienter Sieg der Elstern, bei denen Knubbe, Beyer und Bochmann herausragende Leistungen ablieferten. Mit einem Punktekonto von 15 : 19 Zählern beendeten die Elstern die Hinrunde auf dem 11. Tabellenplatz.

Wichtiger Sieg in Bremen
 Zwei Siege gegen Itzehoe und BU haben den Elstern einen beruhigenden Abstand zu den Abstiegsrängen verschafft, durch einen weiteren Sieg hätte man diese gute Ausgangsposition weiter ausbauen können. Dieser Erwartung entsprechend traten die Elstern beim Bremer SV auf. Das 1 : 0, durch Howind erzielt, gab den Elstern Rückhalt für den zweiten Durchgang. In der 54. Minute stellte Boullion mit dem 2 : 0 die Weichen in Richtung Auswärtssieg. Wie schon im Hinspiel erwiesen sich die Bremer als Mannschaft mit nimmermüdem Einsatz. Das Drängen auf Ergebnisverbesserung hatte dann in der 68. Minute Erfolg, den Gastgebern gelang das 1 : 2. Bei diesem Ergebnis blieb es und die Elstern konnten zwei Pluspunkte mit nach Hause nehmen. In diesem Spiel traten die Elstern ohne Dieter Meyer und Willy Soya an. Dieter Meyer bekam von Trainer Werner eine Ruhepause verordnet; Willy Soya konnte die zeitlichen Probleme – Anreise zum Training und Spiel von Bremen nach Bergedorf – nicht befriedigend lösen und schied aus dem Aufgebot aus . Ein bedauerlicher Verlust!

Zitterpartie nach Vorsprung
 Nach einem 3 : 0 Vorsprung ist ein Spiel normalerweise entschieden, nicht so das Spiel des ASV gegen die Gäste aus Bremerhaven, einem alten Bekannten aus Oberligazeiten. 1800 Besucher sahen eine furios aufspielende Bergedorfer Mannschaft. Verantwortlich waren in erster Linie Howind und Boullion mit ihren Toren in der 16. – 19. und 38. Minute. Nach der Pause ließen die Elstern angesichts eines sicheren Sieges die Zügel schleifen und kassierten in der 54. und 75. Minute zwei Gegentore zum 2 : 3. Die Partie drohte zu kippen aber Günther Lubasch erlöste Spieler und Zuschauer in der Schlußminute mit dem Tor zum 4 : 2 für den ASV. Ein Spiel, in dem die Zuschauer in der zweiten Halbzeit lange Zeit auf die Folter gespannt wurden, endete mit einem doppelten Punktgewinn für Bergedorf 85.

Ende der Erfolgsserie
 Nach vier aufeinanderfolgenden Siegen fuhren die Elstern mit breiter Brust an die Trave um dem VfB Lübeck die Punkte abzunehmen. Es kam anders, denn das Spiel wurde innerhalb von fünf Minuten, zwischen der 23. und 28. Minute zu Gunsten des VfB entschieden. Kemmer (VfB) brachte seine Mannschaft in der 23. Minute in Führung aber der Ausgleich durch Beyer (26.) ließ nicht lange auf sich warten. Kemmer schlug zwei Minuten später erneut zu und stellte den Spielstand auf 2 : 1 für den VfB. Von diesem Schlag erholten sich die Elstern nicht mehr, es kam noch schlimmer – in der 37. Minute zog der VfB auf 3 : 1 davon. Der Sturm der Elstern, erneut ohne Meyer, konnte keine Durchschlagskraft entfalten und so blieben alle Bemühungen um eine Ergebniskorrektur ohne Erfolg. In der 85. Minute schraubte der VfB das Ergebnis auf 4: 1 und schickte die Elstern mit einer empfindlichen Niederlage nach Hause.

Erfolgloser Sturmlauf
Wie schon gegen den VfB Lübeck traten die Elstern auch gegen den VfL Wolfsburg ohne Dieter Meyer ( Erkrankung ) an und so titelte das HAB: Ohne Meyer keine Tore. Dies mussten auch die 2200 Zuschauer an den Sander Tannen zur Kenntnis nehmen. In der 13. Minute gingen die Gäste aus Wolfsburg mit 1 : 0 in Führung und zogen sich sofort in die eigene Spielhälfte zurück. Pausenlos berannten die Elstern das Tor der Gäste, es gelang jedoch nicht, deren Abwehrriegel zu knacken. Zu ungestüm die Angriffe, kein Spieler mit Torinstinkt in den Reihen der Elstern auf dem Platz, zu viele Einzelaktionen – so blieb es bei dem unverdienten 1 : 0 für die Wolfsburger. Eine unverdiente Heimniederlage gegen defensiv eingestellte Gäste.

Sieg am Millerntor
 Das Fazit von Trainer Werner nach dem Spiel war an Deutlichkeit nicht zu überbieten: Der Meyer wird nicht mehr schneller, aber er ist der Mann, der im richtigen Augenblick in die richtige Richtung schießt !! Genau das geschah im Laufe des Spiels des FC St. Pauli gegen Bergedorf 85. Im ersten Durchgang demonstrierten die Platzherrn den 5000 Zuschauern, wie man den Elstern nicht beikommen kann: zerfahrenes Spiel, konzeptionsloses Angriffsspiel, viele Einzelaktionen, alles war auf den Zufall ausgerichtet. Nach der Pause übernahmen die Elstern das Kommando und als Dieter Meyer sich entschied, am Spielgeschehen teilzunehmen, ließ er in der 65. Minute mit einem kapitalen Schuß die Latte des St. Pauli – Tores erzittern. Günther Lubasch war zur rechten Zeit am rechten Ort und setzte den Abpraller ins St. Pauli – Tor. Mit dieser Führung im Rücken beherrschten die Elstern Ball und Gegner und schossen in der 78. Minute das 2 : 0, der glückliche Torschütze war erneut Lubasch. Nach dieser feinen Leistung standen die Elstern mit 21 : 23 Zählern auf dem 10. Tabellenplatz, drei Punkte vor dem VfL Osnabrück.

Torloses Lokalderby
 Lokalderbies stehen in dem Ruf, eigenen Gesetzen zu folgen. Ganz offensichtlich folgten beide Teams, der SC Sperber und Bergedorf 85 dem Gesetz der passiven Gegenwehr, auf gut deutsch: sie lieferten den 1200 Besuchern an den Sander Tannen ein langweiliges Spiel. Einziger Höhepunkt war in der ersten Halbzeit ein Lattentreffer von Standfußballer Dieter Meyer, den Rest erledigte die von Erwin Piechowiak ( SCS ) gut organisierte Sperberabwehr. Ein weitgehend ereignisarmes Spiel endete mit einem torlosen Unentschieden.

Zu hohe Niederlage
 Es begann nicht gut für die Elstern an der Bremer Brücke in Osnabrück. Schnell lagen die Bergedorfer mit 0 : 2 im Hintertreffen, aber Vierkant und Beyer glichen bis zur 22. Minure die Führung der Hausherrn aus. Es folgte ein offener Schlagabtausch der auch durch die erneute Führung des VfL nicht unterbrochen wurde. Mit dem 3 : 2 wurden die Seiten gewechselt. Das Spiel stand weiterhin auf des Messers Schneide, aber zwei Tore der Gastgeber innerhalb von vier Minuten entschieden die Partie zugunsten des VfL. Der VfL feierte mit dem 5 : 2 den höchsten Sieg seit mehreren Monaten, die Bergedorfer mussten eine zu hohe Niederlage hinnehmen.




9 : 7 Punkte aus den letzten acht Spielen sind eine gute Zwischenbilanz und sprechen für ein stabiles Mannschaftsgefüge. Der Abgang von Willy Soya wurde von der Mannschaft gut verkraftet, Dieter Jürgensen hatte Volker Boelsen im Tor der Elstern gut vertreten.





Volker Boelsen war der Mann des Tages
 2500 Besucher an den Sander Tannen waren vom Spiel der Elstern gegen Altona 93 enttäuscht und gingen so konform mit der Meinung der beiden Trainer Kurt Koch (AFC) und Heinz Werner (85). Höhepunkt der Partie war die 8. Spielminute. Boelsen, nach viermonatiger Pause ( Meniskusoperation ) wieder im Tor der Elstern, wußte sich in der achten Minute nicht anders zu helfen und zog gegen einen AFC – Stürmer die Notbremse. Den fälligen Strafstoß konnte Volker Boelsen parieren, da er sich aber zu früh auf der Linie bewegt hatte, entschied der Schiedsrichter auf Wiederholung. Wiederum konnte Boelsen parieren und wurde so zum Held des Tages. Tore sind in diesem Spiel auch gefallen. Das 1 : 0 der Elstern resultierte aus einem Eigentor des AFC in der 22. Minute, der Ausgleich der Altonaer fiel in der 57. Minute.

Knapper Sieg gegen VfB Oldenburg
 Die gesamte Mannschaft bietet schwankende Leistungen, ebenso unterliegen einzelne Spieler Formschwankungen! Das war der Kommentar von Trainer Werner nach dem knappen 1 : 0 Erfolg über den VfB Oldenburg. Schwache Sturmleistungen prägten vor 1500 Zuschauern den Verlauf dieses Spieles. Das Tor des Tages erzielte Horst Boullion in der 11. Minute. nach Vorarbeit von Dieter Meyer.

Sieg gegen die bessere Mannschaft
Es fing gut an für die Mannschaft von Barmbek – Uhlenhorst gegen die Elstern, denn nach zehn Minuten hielt BU – Torwart Agge einen Foulelfmeter und gab seiner Mannschaft dadurch Sicherheit für den Fortlauf der Partie. Folgerichtig gingen die Barmbeker auch in der 25. Minute mit 1 : 0 in Führung. Die Elstern, im ersten Durchgang eher durch Standfußball aufgefallen, tauten nach der Pause auf und schossen in der 50. Minute durch Klaus Beyer den Ausgleich. Zwei Minuten später sorgte Howind für Ernüchterung auf den Rängen als er die Elstern 2 : 1 in Führung brachte. Die BU – Männer warfen nun alles nach vorne und drängten mit Macht auf den Ausgleich, aber die standfeste Elsternabwehrhielt dem Ansturm stand und brachte den Vorsprung über die Zeit. Tabellenplatz neun und ein ausgeglichenes Punktekonto waren der Lohn für diesen Auswärtssieg.

Knappe Niederlage in Göttingen
 Seit dem Wiederaufstieg in das norddeutsche Fußballoberhaus haben sich die Göttinger zu einer spielstarken Mannschaft entwickelt, Ergebnis war die Vizemeisterschaft in der Vorsaison. So also wußte man um die Schwere der Aufgabe bei den Universitätsstädtern. In der 14. Minute fand der Ball den Weg in das Elsterntor, dies blieb allerdings die einzige zählbare Aktion. In der Schlußviertelstunde stürmte „ganz Bergedorf“ und drängte mit Macht auf den Ausgleich aber Meyer, Howind und Boullion klebte das Pech an den Stiefeln und so blieb es bei der denkbar knappen 0 : 1 Niederlage.

Unentschieden gegen den Spitzenreiter
 Der KSV Holstein aus Kiel war in den letzten Jahren ein stets gern gesehener Gast. Hohe Spielkultur und Fairneß kennzeichneten die Begegnungen und so manches Mal gelang es den Elstern den Kielern ein Bein zu stellen. Darauf warteten auch diesmal 5000 Besucher ( Saisonrekord ) an den Sander Tannen. Die Gäste von der Förde waren seit vierzehn Spieltagen ungeschlagen und gingen als Favorit in das Spiel, wurden in der ersten Halbzeit dieser Rolle aber kaum gerecht. Die Elstern spielten überlegen und gingen in der 14. Minute durch ein Tor von Meyer in Führung. Auch in der zweiten Halbzeit standen die Zeichen für die Elstern auf Sieg. Leider zog sich Kalle Bochmann in der 55. Minute einer Zerrung zu und mußte die restliche Spielzeit als Statist verbringen. Der Druck der Kieler auf die Hintermannschaft der Elstern wurde nun stärker. Das Unheil nahm seinen Lauf, denn Bubi Hönig ( Holstein ) glich in der 80. Minute die Führung der Elstern aus Das Spiel endete mit einem leistungsgerechten 1 : 1.

Knappe Niederlage beim Abstiegskandidaten

 Der VfV Hildesheim, in großer Abstiegsgefahr, wußte um die letzte Chance, dem Weg in das Amateurlager noch zu entgehen. Dazu gehörte ein Sieg über Bergedorf 85. Torhüter Boelsen, bester Mann in der Bergedorfer Truppe, mußte in der 63. Minute einen Ball passieren lassen und so blieb der heimische VfV Sieger in diesem Spiel und wahrte seine Chance auf den Klassenerhalt.

Der besseren Mannschaft unterlegen
 Vor viertausend Besuchern präsentierten sich die Gäste aus Hannover, der SV Arminia, an den Sander Tannen als die reifere Mannschaft. Die Elstern – ohne Bochmann, Knubbe und Vierkant, dafür nach achtmonatiger Verletzungspaus wieder
mit“Johnny“ Weißleder, konnten den Niedersachsen nicht Paroli bieten und unterlagen etwas zu hoch mit 0 : 3: Eine Niederlage gegen eine bessere Mannschaft ist kein Beinbruch, mit dieser Gewißheit verabschiedeten sich die Elstern von ihren Zuschauern aus der Saison 1966 / 67.

Saisonabschluß beim SC Concordia
 Bar aller Abstiegsängste, die oberen Tabellenregionen nicht mehr erreichbar, trafen sich der SC Concordia und Bergedorf 85 zum Saisonkehraus. 1200 Besucher wollten sich diese Darbietung nicht entgehen lassen und wurden Zeugen eines nur durchschnittlichen Fußballspieles. Die Concorden waren gedanklich schon auf ihrer USA – Reise. Als sich Elsterntorwart Boelsen bei einem Weischuß verschätzte schlug das Leder knapp neben dem Pfosten zum 0 : 1 ein. Bis zum Pausenpfiff hatte dieses Ergebnis Bestand. Nach dem Wechsel erhöhten die Concorden auf 2 : 0, ehe Howind im Gegenzug der Anschlußtreffer zum 1 : 2 gelang.
 Dieses Ergebnis bescherte dem SC Concordia einen ausgezeichneten 6. Rang in der Abschlußtabelle.




Tabellenplatz elf am Ende der Saison entsprach dem Leistungsvermögen der Mannschaft. Punktverluste bzw. Niederlagen gegen Ende der Saison verhinderten ein besseres Punktekonto, aus den letzten fünf Spielen konnte nur ein Punkt gutgeschrieben werden. Das ist einfach zuwenig. Man kann darüber intensiv nachdenken, aber: die Tabelle lügt nicht.
Die Neuzugänge Klaus Beyer und Willy Soya waren eine Bereicherung für die Mannschaft. Leider ist Willy Soya nach dem 16. Spieltag aus dem Kader ausgeschieden. Klaus Beyer eroberte aus Anhieb einen Stammplatz und traf in 32 Spielen neunmal ins Schwarze. Dieter Jürgensen war in zwölf Einsätzen ein guter Vertreter für den verletzten Volker Boelsen. In einem Freundschaftsspiel am Ende der letzten Saison bei den Sportfreunden Siegen zog sich Heinz Weißleder eine Verletzung zu, deren Bedeutung nicht sofort erkannt wurde. Die Verletzung bestand in einem Meniskusschaden, der zu
Zuschauerstatistik
einer langen Verletzungspause führte. Sehr erfreulich war das Comeback zum Ende der Saison. Nach drei Jahren Zugehörigkeit zur Regionallige Nord und fünf Oberligajahren muß der VfV Hildesheim den Weg in die Amateurliga antreten, begleitet vom Bremer SV. Meister der Regionalliga Nord wurde des SV Arminia Hannover vor Göttingen 05 und dem KSV Holstein Kiel. Zwischen Göttingen 05 und Holstein Kiel mußte das Torverhältnis entscheiden, der KSV landete auf dem undankbaren dritten Platz wie schon in der Vorsaison. Die Chance auf den zweiten Tabellenplatz vergaben die Kieler im letzten Spiel der Saison vor 17000 Besuchern im eigenem Stadion mit einem 1 : 1 gegen Göttingen 05. Titelverteidiger St. Pauli beendete die Saison auf dem 5. Platz Den größten Zuschauerzuspruch verzeichnete Holstein Kiel mit durchschnittlich 6700 Besuchern gefolgt vom FC St. Pauli mit 5400 Getreuen. Den neuen Meister Arminia Hannover wollten durchschnittlich 4600 Besucher beobachten. Die Sander Tannen wurden im Mittel von 2481 Besuchern frequentiert, Publikumsmagnet war Holstein Kiel. Die Störche lockten 5000 Bergedorfer an die Sander Tannen. Hinsichtlich Zuschauerzuspruch besteht eine geringe Differenz zwischen dem HAB und den Zahlen des DSFS. 












Beigefügt wurde diesem Bericht ein Ausriß eines Aufsatzes von Prof. Max Horkheimer ( Sozialphilosoph, 14.2.1895 – 7.7.1973. ) aus dem HAB vom 14.6.66. Es stellt sich die Frage: Ist die Kenntnis gesicherter Fakten wichtiger als das kritischer Hinterfragen aktueller Entwicklungen deren Zeitzeuge man ist ?

Spielerkader


Quellennachweis
 Bilder und Tabellen sind dem Archiv des HAB entnommen. Ergebniskasten und dazugehörige Tabelle stammt aus dem Internetportal historisches Archiv. Der Statistikteil des DSFS wurde für Zuschauerzahlen und Auskünfte über die sportliche Herkunft von Neuzugängen bemüht. Dank auch an den früheren Mannschaftskapitän Heinz Weißleder für viele telefonische Auskünfte.
(Zum Vergrößern der Fotos auf die Bilder klicken)

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