Sonntag, 21. August 2016

ASV - DSV 1:5 (0:2) - Elstern-Euphorie verflogen


Vor diesem Spitzenspiel waren die Erwartungen der Bergedorfer Fans (zu) hoch. ASV-Kassiererin Tanja Janssen konnte so viel Eintrittskarten wie lange nicht mehr an die Frau und den Mann bringen.
Wie oft haben die eingefleischten Elsternfreunde genau dann in der Vergangenheit eine herbe Enttäuschung erlebt - so war es diesmal leider auch wieder.
Dabei begann das Fußballspiel zunächst - trotz der Ausfälle von Patrick Kossatz und Stephan Funk auf Elsternseite - auf Augenhöhe. Der Einsatz stimmte und es wurde versucht, sich durch Kombinationsfußball Chancen zu erarbeiten.
Doch ASV-Trainer Jörg Franke war bereits zu diesem Zeitpunkt als noch nichts passiert ist unzufrieden. Wie selten erlebt, versuchte er lautstark von außen auf seine Mannen einzureden.
Eine Vorahnung?
Gut eine halbe Stunde waren dann an den sonnenüberfluteten Sander Tannen gespielt. Die Viererkette steht wie immer sehr hoch. Ein Düneberger Pass in die Tiefe zwischen die Nahtstelle der Kette und der ganz starke Düneberger Tayfun Cosgun konnte alleine auf Marc Stückler zulaufen, ihn überspielen um dann souverän ins leere Tor den Ball einzuschieben.
Der Verfasser dieser Zeilen stand fast auf Balhöhe und ist sich sicher, dass eine deutliche Abseitsstellung vorlag.
Die jedoch beim 0:2 in der 40 Minute nicht gegeben war. Wieder konnte der Passgeber des Gastvereins unbedrängt einen "tötlichen" Pass spielen. Man sah Stürmer Jannik Wöhl gerade zu - immer auf Höhe der Abwehrspieler  - auf den Ball lauern. Den Rest erledigte er wie sein Kollege Tafun sehr souverän.
 Spätestens jetzt war es endgültig vorbei mit der Elstern-Herrlichkeit der vergangenen Wochen.
Die Abwehr löchrig wie der vielzitierte Schweizer Käse, die Ballsicherheit abhanden gekommen. Das war leider ein Rückfall in Kreisklassezeiten.
Wer nun hoffte, in der Halbzeitpause würden die Jungs sich noch mal fangen, der wurde erneut enttäuscht. Schon kurz nach Wiederanpfiff eine Großchancen der Gäste, die noch mit Glück vereitelt werden konnte.
Kurz danach aber die Entscheidung: Vollkommen frei auf der linken Angriffsseite konnte Ex-Profi Dennis Tornieporth 50 Meter auf den zu bedauernden Marc Stückler zulaufen. Was dann folgte war große Klasse und der Erfahrung und technischen Reife des Spielertrainers geschuldet. Ein brillanter Lupfer zum 3:0.
Jetzt der völlige Zusammenbruch. Nächster Angriff 0:4 . Die Abwehr "völlig losgelöst".
Der Rest ist schnell erzählt:
Dank Torwart Marc Stückler, der paarmal wiederholte 1zu1 Situationen entschärfte und dem Umstand, dass sich nach gut einer Stunde Dennis Tornieporth selbst auswechselte, konnte das Endergebnis mit 1:5 (Norman Lessmann konnte einen Elfmeter verwandeln) noch einigermaßen erträglich gehalten werden.
Doch die Ernüchterung bleibt.

Spielbericht und Fotos der Vereins-Fußball-Homepage

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