Sonntag, 1. November 2015

Hin und Her . Der ASV Bergedorf 85 schlägt den Oststeinbeker SV in einem guten Kreisligaspiel 3:2!


(Nicht nur) Das hat sich gelohnt:

Patrick Koßatz wird halb hoch auf Höhe der Mittellinie angespielt, kurze Drehung und ein großartiger „No-look-Paß“ halbvolley zum in die Gasse sprintenden Norman Leßmann. Dieser rennt alleine auf das Tor der Oststeinbeker zu, umspielt Oststeinbeks Keeper Florian Urbanietz und schiebt den Ball aus kurzer Distanz ins leere Tor. Doch halt, ein Abwehrspieler grätscht in letzter Sekunde den Ball noch von der Linie. Das hätte das 3:2 für den ASV sein müssen. Direkter Gegenzug. Wieder so ein „tödlicher Pass“ zwischen die Schnittestellen der Bergedorfer. Ganz alleine taucht nun ein OSV-Stürmer vor dem Tor auf. Doch 85-Torwart Marc Stückler pariert mit herausschnellemden rechten Fuß. Dies hätte wiederrum die Führng der Gäste sein müssen...

Zurück zum Anfang des Spiels zweier ehemaigier Oberligisten.
Der ASV Bergedorf 85 weiterhin mit großer Verletzungssnot. Nun fehlte auch noch der so starke Stephan Funk. Trainer Jörg Franke konnte mit Amadou Fofona und dem A-Jugend-Spieler Dennis Toksöz (Cousin vom Elstern-Spieler der Saison 2008/2009 Deran Toksöz) nur gerade zwei Ersatzspieler aufbieten.
Daher war es kein Wunder, dass der Gast aus Schleswig-Holstein zunächst das Kommando übernahm. Doch schon bald zeigte auch der ASV Spielkultur. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen.
In der 13. Minute wurde Nico Witzke schön rechts im Strafraum freigespielt, doch sein eigentlich genialer Schlenzer ins lange Eck verfehlte den Kasten nur um Haaresbreite.
In der 19. Minuten dann ein kapitaler Bock des OSV-Schlussmanns: Sein verunglückter Abschlag nahm Patrick Koßatz dankbar an. Genau mit dem richtigen Touch überlupfte Patrick den Keeper postwendend. Die Lederkugel touchierte noch die Unterkannte der Latte bevor sie im Netz zapelte. 1:0 für 85!
Oststeinbek legte sofort den Schalter um. Keine drei Minuten nach der Führung ein wirklich wunderschöner Angriff wie aus dem Lehrbuch. Nach Ballverlust von 85, startet rechts ein OSVer, überläuft die Abwehr und passt dann zurück , wo der mitgelaufende Ali Cebis Höhe Elfmeterpunkt flach zum Ausgleich einschiebt.
Nun war die Sicherheit unserer Elstern wie weggeflogen. Unnötige Ballverluste und ein Gast der durch genau richtige Pässe in die Tiefe die zuweit aufgerückte Elsternabwehr ausspielte. So auch nach gut 30 Minuten die 2:1 Führung. Niklas Christensen behielt alleine vor Stückler die Nerven.
Bis zur Halbzeit konnte der ASV Bergedorf 85 mehr oder weniger das Ergebnis halten.
In der Pause legte Ersatz-Stadionsprecher Andreas Ebel ( Florian Hahn richtete zeitgleich mit seinem Judoteam die Hamburger Meisterschaften aus) Songs von JEWEL und Wolfgang Niedecken auf.
Trainer Jörg Franke dürfte hingegen in der Kabine eine ganz andere Stimmlage angeschlagen haben.
Wie so oft mit Erfolg. Ab dem Neustart war 85 wieder in der Spur. Zweikämpfe wurden angenommen. Die Abwehr um die zentralen Defensivspezialisten Kapitän Dietmar Weber und Christian Kautz spielten nun hochkonzentriert.
Der OSV jetzt oftmals sehr anfällig , da weit aufgerückt. So konnte ein langer Ball auf Norman Leßmann die gesamte OSV-Abwehr sehr schlecht aussehen lassen. Wieder mit einem Heber über den Torwart gelangte der Ball ins Netz.

Dann folgten die eingangs beschriebenen Szenen und leider in der 60. Minute ein überhartes Einsteigen von Elster Marco Szostak, der zurecht dunkel dunkel gelb vom guten Schiedsrichter Christoph Moll erhielt.
Der verletzte Niklas Burmeister musste ausgewechselt werden.
Jetzt folgte eine Phase, die durch viel leidenschaftlich geführte Zweikämpfe geprägt wurde.
Bis in der 75. Minute wiederum Patrick Koßatz seinem Kumpel Norman Leßmann auf die Reise schickte. Diesmal schob Norman gekonnt in die kurze Ecke zum viel umjubelten 3:2 Treffer für die Elstern ein.
Danach viel Zittern bis zum Abpfiff. Ein weiterer Akteur von Oststeinbek konnte verletzt nicht weiterspielen. Da der OSV schon dreimal ausgewechselt hatte, musste leider in Unterzahl zu Ende gespielt werden.
Mit ein Grund, warum keine größeren Torchancen mehr herausgespielt wurden.

Am Ende ein ganz wichtiger Sieg für den ASV Bergedorf 85 und kaum einer wird es bereut haben, diesmal an die Sander Tannen gepilgert zu sein.

Foto: Werner Heitmann

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