Samstag, 6. Mai 2017

Elstern bleiben dran - 4:2 Sieg bei Atlantik 97 !!!


In Allermöhe läuft die 68. Spielminute. Vielen lag es in diesem Moment auf der Zunge, aber nur der 1. Vorsitzende des ASV Bergedorf 85 sprach es aus...
Doch gehen wir chronologisch vor.
Die über 40 Jährigen unter den Elsternfans kennen natürlich noch die legendären Grandplätze, zu denen sie ihre Elstern in der Verbandsliga Hamburg seinerzeit begleiteten: Deepenhorn und Schützenhof !
Heute spielte 85 nicht in Meiendorf oder bei Urania, sondern bei Atlantik 97 - aber der Spielbelag war der gleiche. Auf dem roten Untergrund sollte sich ein lebhaftes und interessantes Spiel entwickeln.
Kaum lief die Partie, da war der Ball schon im Netz der Gastgeber. Norman Lessmann verlängerte am kurzen Pfosten - technisch eine Augenweide- und Torjäger Sandro Schraub stand natürlich wieder goldrichtig und brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben.
Ein frühes 1:0 bei einem offensivstarken Gegner, der aber hinten Lücken hat, was will man mehr!
Atlantk war auch zunächst geschockt, der ASV setzte nach und ging früh auf die Abwehrspieler drauf - auch um den Umstand auszunutzen, dass die Heimelf mit einem eigentlichen Feldspieler im Tor agieren musste.
Atlantik versuchte so langsam ihre schnellen Spitzen vorne anzuspielen, aber ein sehr gut mitspielender Elstern-Torwart (Nicolas Donath musste kurzfristig für Stammtorwart Marc Stückler einspringen) entschärfte die wenigen Versuche.
In der 33. Minute dann eine unübersichtliche Situation im Strafraum von Atlantik:
Jacob Föhres wurde eigentlich schon sauber "abgelaufen", doch Gegenspieler Alexander Butherus erwischte Jakob mit dem Ellenbogen. Der junge Schiedsrichter stand direkt daneben und entschied auf Absicht mit der Folge dass der Abwehrspieler gelb sah und Bergedorf einen Elfmeter zugesprochen kam.
Diesen verwandelte Felix Rehr eiskalt und souverän zum 2:0.
Einer der ungünstigsten Zeitpunkte für einen Gegentreffer ist kurz vor der Halbzeit. Bergedorf kassierte sich dieses Gegentor per Ansage. Schon ein paar mal kam der beste Atlantik-Akteur Vitalij Dimitrenko von halb rechts zum Schuss. Nur diesmal traf er die Kugel genau richtig und der Ball landete per Bogenlampe zum Anschlusstreffer im Tor von 85.
Nach dem Wechsel ein ausgeglicheneres Spiel. Bergedorf aber mit den besseren Möglichkeiten. Als aber nach gut einer Stunde der wieder sehr agile Jakob Föhres mit einem Schlenzer ins lange Eck das 3:1 erzielte, sollte das Spiel gelaufen sein - Denkste!
Quasi im Gegenzug verkürzte wiederum Dimitrenko auf 2:3 für Atlantik.
Doch wieder Spannung und weiter Hektik, die  der junge Schiedsrichter durch  nicht konsequente Regelauslegung fast im Alleingang auslöste.

An dieser Stelle was Grundsätzliches:
Schiedsrichterbeobachter sind natürlich notwendig, aber warum wird er nicht heimlich ohne Wissen des zu Beobachtenden beurteilt. Stattdessen steht der Offizielle des Schiedsrichterausschusses unübersehbar Höhe der Mittellinie und schreibt unentwegt auf seinem Beobachtungsbogen, so dass dies nicht nur jeder aufmerksame Zuschauer, sondern auch die Akteure auf dem Spielfeld mitbekommen.
Mehr kann man nun wirklich nicht einen jungen Unparteiischen verunsichern und unter diesen Umständen hat Herr Grunau seine Sache noch ganz gut gemacht!

Zurück zum Spielgeschehen, denn wir nähern uns der besagten 68. Minute.
Das Trainerteam signalisiert dem Auswechselspieler Florian Heinze seine unmittelbar bevorstehende Einwechslung. Und in dem Moment als Florian an den Ballustraden der Fans entlang läuft, ruft Klaus Hinz : "Florian Du machst jetzt das 100. Tor für uns !"
Man möchte sagen, ja wer wenn nicht der Flo? Ist er nicht ein Garant für wichtige Tore? wer denkt da nicht gleich an sein Traumtor zum 4:3 gegen TSG Bergedorf in der ersten (Neustart)Saison.
Die Dramaturgie lief dann geradlinig auf das Eintreten der Prophezeiung zu. Sandro Schraub, Norman Lessmann, Jakob Föhres und der eingewechselte Patrick Kossatz vergaben die besten Tormöglichkeiten.
Wir wollen nicht verschweigen, dass auch Spieler der Heimelf das Kunstück fertig brachten, das leere Tor aus zwei Metern nicht zu treffen.
Also, lange Rede, kurzer Sinn. In der (offiziell) 84. Minute - komischerweie nicht eine Minute später - nahm sich Florian Heinze ähnlich wie Jakob Föhres ein Herz und schoss den Ball ins lange Eck zum entscheidenden 4:2. Und dies war dann der 100. Treffer der Elstern in dieser Saison.
Verdient allemal . Nun schauen wir doch mal mit einem Auge morgen nach Lauenburg, wo Curslack II anzutreten hat.

Zum Spielbericht der offiziellen Homepage der Fußballabteilung!


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