Dienstag, 13. November 2018

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1980 / 81 (Autor: Hans-Martin Lippold)



Der Schock saß tief. Wenn man gegen eine bessere Mannschaft ein entscheidendes Spiel verliert kann die Arbeit einer ganzen Saison null und nichtig sein. Aber mit solchen Niederlagen kann man umgehen. Wenn jedoch ein Spiel zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften, wie es der ASV und der Lüneburger SK waren, durch einen Schiedsrichter – das Wort Unparteiischer ist in diesem Falle fehl am Platze - entschieden wird, ist das für die unterlegene Mannschaft kaum erträglich.

Mit einem Kommentar des Lüneburger Trainers Walter Rickmann wird diese Nachbetrachtung abgeschlossen.
Die Bergedorfer Spieler muß ich für ihre sportliche Haltung, die sie nach den Feldverweisen zeigten, loben.

Nach dem Ende der Saison 1979 / 80 mußten drei Vereine die Hamburger Verbandsliga verlassen, dies waren der SV Börnsen, der SV Buxtehude und der Harburger TB. Da dem Hummelsbüttler SV der Sprung in die Amateuroberliga Nord gelang gab es Platz für einen vierten Aufsteiger aus den beiden Landesligen in die vierte Liga, der Verbandsliga Hamburg. Die Aufsteiger sind TuS Güldenstern Stade und der TSC Viktoria Wilhelmsburg – Veddel, die ersten beiden Manschaften der Hammoniastaffel sowie Meister und Vizemeister der Hansa – Staffel, der Bramfelder SV und TSV Reinbek. Absoluter Neuling in der Hamburger Eliteliga ist die TSV Reinbek, der 79. Verein der höchsten Hamburger Fußballklasse.

Vorstellung der Aufsteiger 
Der Bramfelder SV gehörte in der Saison 63 / 64 der höchsten Hamburger Klasse ( damals 3. Liga ) an, mußte jedoch nach einer Spielzeit diese Klasse wieder verlassen. Danach war der Bramfelder SV Stammgast in der Amateurliga ( 4. Liga ), unterbrochen von zwei Abstiegen in die Bezirksliga. Die Spielzeit 1979 / 80 schloß der Bramfelder SV mit dem Titelgewinn in der Hansastaffel ( inzwischen 5. Liga ) ab und sicherte sich einen Platz in der Hamburger Verbandsliga. Markenzeichen der Bramfelder war deren vorzügliche Nachwuchsarbeit. Stefan Effenberg, Otto Addo, Holger Stanislawski – um nur einige zu nennen - machten in Bramfeld erste Bekanntschaft mit dem runden Leder.
1974 schlossen sich Viktoria Wilhelmsburg und der TSV Veddel zum TSC Viktoria Wilhelmsburg – Veddel zusammen. Beide Vorgängervereine hatten schon in Hamburgs höchster Klasse gespielt. Den TSV Veddel kann man getrost als Gründungsmitglied von Hamburgs höchster Spielklasse bezeichnen. Im ersten Jahr des Bestehens ( Saison 45 / 46 ) belegte der TSV den 10. Tabellenplatz in der Elbestaffel, einer der beiden Paralellgruppen der zweiten Liga. Diese Platzierung reichte nicht zum Klassenerhalt. Auch nach dem Wiederaufstieg zur Saison48 / 49 konnte die Klasse nicht gehalten werden. Lange Jahre wurden danach in den unteren Amateurklassen verbracht bis 1971 der Aufstieg in die Verbandsliga Staffel Süd ( 5. Liga ) gelang. Die Wilhelmsburger Viktoria durchlebte die besten Zeiten in den Jahren 1947 – 1953 mit sieben Spielzeiten in der Hamburger Eliteliga. Eine weitere Spielzeit ( 56 / 57 ) endete mit dem Abstieg. 1974 erfolgte die Fusion beider Vereine zum TSC Viktoria Wbg. – Veddel. Diese Mannschaft verbrachte zwischen 1976 und 1978 zwei Spielzeiten in Hamburgs höchster Spielklasse.
TuS Güldenstern Stade ist einer der Vereine, die geografisch nicht zur Hansestadt gehören. Zu Beginn der Saison 46 / 47 wurden den beiden Staffeln der höchsten Hamburger Spielklasse eine weitere Staffel mit sieben Vereinen aus dem nördlichen Niedersachsen gleichrangig hinzugefügt – die Südstaffel. Auf diesem Wege kamen die Vereine aus Lüneburg, Stade und Buxtehude in den Bereich des Hamburger Fußballverbandes. Der 5. Tabellenplatz reichte dem TuS Güldenstern nicht zum Klassenerhalt. Es folgte der erneute Aufstieg im Jahre 1949 an den sich die besten Zeiten des TuS anschlossen. Insgesamt zehn Jahre spielte der TuS in der höchsten Amateurklasse. Noch drei Mal, und zwar 1960, 1962 und1969 gelang der Aufstieg, die Klasse mußte aber nach Ablauf der Spielzeit wieder verlassen werden.
Die TSV Reinbek, im Bundesland Schleswig – Holstein beheimatet, verbrachte lange Jahre in den unteren Amateurklassen. 1969, als Meister der Bezirksliga – Staffel Bergedorf gelang der Sprung in die Verbandsliga – Hammoniastaffel ( 4. Liga ). Nach der Neuordnung der Verbandsligastaffeln ( nur noch zwei anstelle der bisherigen drei Staffeln ) wurde die TSV in die Hansastaffel eingegliedert. Anerkennung über die Grenzen Hamburgs hinaus fand die Nachwuchsarbeit der TSV. Ein kleiner Blick in die Zukunft: 1985 erreichte die A – Jugend das Viertelfinale der deutschen Meisterschaft, die B – Jugend kam 1993 in die Endrunde der Meisterschaft.

Änderungen im Spieleraufgebot
Nachdem das ganz große Ziel – Aufstieg in die Amateuroberliga nicht erreicht wurde verließen einige Spieler den ASV. Norbert Meier, ein Ausnahmefußballer in Reihen der Elstern war Vereinen aus dem bezahlten Fußball mehrfach aufgefallen. Nach Probetrainingseinheiten – auch bei anderen Vereinen – zog es ihn zum SV Werder Bremen. Für den SV Werder mit Sicherheit eine Verstärkung, für ihn selbst eine ganz große Chance. Höherklassig wollten in der Zukunft auch Rüdiger Kahl und Axel Emmerich spielen, beide folgten dem Lockruf des Hummelbüttler SV um in der AOL zu spielen. Einen ähnlichen Weg beschritt Dieter Kommerowski, er schloß sich dem Lüneburger SK an. Staffelkonkurrent SC Urania wurde für Torsten Worm neue sportliche Heimat. Peter Hartwig blieb auch der Verbandsliga treu, allerdings nun in Diensten von Vikt. Wbg. - Veddel. Auch Klaus Buttgereit kehrte den Elstern den Rücken, er allerdings ging in die Hammoniastaffel, eine Klasse tiefer, zum ETV.
Den genannten sieben Abgängen stand die gleiche Zahl von neuen Spielern gegenüber. Vom TV Jahn Wilhelmsburg kamen Rüdiger Schwarz und Horst Töllner zum ASV. Ein altbekannter Name konnte wieder in der Mannschaftsaufstellung bekanntgegeben werden. Frank Erb, Sohn von Werner Erb folgte den Spuren seines Vaters und kam von Altona 93 zu den Elstern. Aus dem eigenem Nachwuchs rückten Jürgen Klose, Peter Telega und Jens Muruszach in das Aufgebot der Ligamannschaft, ebenso Karsten Fischer, ein siebzehnjähriger Torhüter. Lechia Gdansk war der Verein, für den Zbigniew Kruczinsky in seiner früheren polnischen Heimat gespielt hatte, bevor er mit seinen Eltern nach Deutschland kam. Der ASV sollte ihm als Sprungbrett in den höherklassigen bezahlten Fußball dienen.

Am 17.8.81 erfolgte der Anpfiff zur 36. Saison der Verbandsliga Hamburg, der obersten Hamburger Spielklasse.

Er kam, sah und traf 
Zum Saisonauftakt empfing der absolute Klassenneuling, die TSV Reinbek den Titelfavoriten Bergedorf 85. 1200 Besucher lockte diese Begegnung an die Sportanlage am Mühlenredder. Die Überschrift deutet schon an, daß ein Spieler das Geschehen auf dem Rasen maßgeblich beeinflußte. Gemeint ist Walter Dobberkau. Die ersten Bekanntschaften mit dem runden Leder machte er bei der TSV Reinbek. Dort erweckte er das Interesse des FC St. Pauli und setzte dort seine Laufbahn fort. Nach dem Ende seiner Profilaufbahn kehrte er an den Mühlenredder zurück. Dort wurde er zum Dreh – und Angelpunkt des Reinbeker Spiels. Eine Bänderdehnung stand seinem Einsatz im Verbandsligadebüt entgegen aber intensives Bitten und Drängen des Reinbeker Trainers Erwin Wüst wurden erhört und so lief Walter Dobberkau auf. Als dann in der zweiten Spielminute Kay Petersen den Ball zu Klaus Vogel spielen wollt, sprintete Dobberkau dazwischen und beförderte das Leder über die Bergedorfer Torlinie. Danach ließ er sich auswechseln ! Den Reinbeker Spielern gelang es, ihren Kasten für die restlichen achtundachtzig Minuten sauber zu halten wobei der dichtgestaffelten Abwehr das ideenlose Spiel des ASV entgegen kam. So hatte die noch junge Saison ihre erste Überraschung. Mit leeren Händen kehrten die Elstern an die Sander Tannen zurück. Nicht nur an der Niederlage, sondern auch an einem Feldverweis von Kruczinsky hatten die Elstern zu knacken. in seinem ersten Pflichtspiel für den ASV sah er die rote Karte.

Pleite gegen Sperber 
Wer gemeint hatte daß die Niederlage in Reinbek nur ein „Ausrutscher“ war wurde eines Besseren belehrt. Zwei schnelle Tore der Alsterdorfer in der 8. Minute durch Obereiner und in der 9. Minute durch Krause brachten die Elstern früh in Rückstand und unterstrichen die klare Überlegenheit des SC Sperber. Das 0 : 3 aus der 87. Minute entsprach dem Kräfteverhältnis. Für den ASV eine bittere Heimniederlage die den ASV auf den vorletzten Tabellenplatz beförderte. 500 Besucher hatten an diesem Spiel keine Freude.

Keine Punkte bei Urania
Der SC Urania, Tabellenfünfter der Vorsaison mußte auch nach den bisher gezeigten Leistungen als Favorit angesehen werden. Ein Schönheitspreis war nicht zu erwarten, statt dessen dominierten Kampf, Härte und Hektik. Für den ASV gab es drei Zeitstrafen ( Pinnau, Krausz und Glogowski ) sowie drei gelbe Karten ( Schmidt, Hohn und Jürgens ). Dazu kam noch ein Feldverweis für Daniel Glogowski. Für die Tore war Urania zuständig. Hübner in der 6. Minute und Brussolo durch Foulelfmeter in der 86. Minute waren für den verdienten 2 : 0 – Erfolg des SC Urania verantwortlich. Mit nun 5 : 1 Punkten hatte sich Urania in der Spitzengruppe etabliert während die Elstern auf den ersten Punkt und das erste Tor warten mußten.

Endlich der erste Sieg
Nach zwanzig Minuten war alles vorbei. Tore von Telega ( 9. ) und Pinnau (21. ), unterbrochen durch einen Treffer von Madag ( Güldenstern ) aus der 19. Minute stellten die Weichen auf Sieg über Neuling Güldenstern Stade. Die Elstern zeigten sich gegenüber den letzten Wochen stark verbessert. Hätten Pinnau, Schmidt und Jürgens nicht Latte und Pfosten getroffen wäre der Sieg vor 650 Besuchern deutlicher ausgefallen.

Unglückliche Niederlage
Spiele gegen Holstein Quickborn unterliegen nicht der Vergnügungssteuerpflicht. Diese Erfahrung blieb den Elstern am 5. Spieltag nicht erspart. Eine Stunde bestimmten die Elstern das Geschehen auf dem Platz, aber elf Minuten vor dem Abpfiff leistete sich Daniel Glogowski ein Foulspiel gegen den Quickborner Udo Goldenstein. Den fälligen Strafstoß verwandelte Laws ( TuS Holstein ) zum 1 : 0. Mit diesem Resultat wurden die Elstern nach Hause geschickt und fanden sich am Ende des Tages mit 2 : 8 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.

Erfolg im Nachbarschaftsduell 
650 Besucher an den Sander Tannen wurden Zeugen einer abwechslungsreichen Begegnung. Der Tabellenstand der Kontrahenten, der ASV und Vorwärts Billstedt rechtfertigte die Bezeichnung Kellerduell. Für den SC Vorwärts standen drei Punkte auf dem Konto, auch die 2 : 8 Zähler des ASV waren mehr als kümmerlich. Norbert Jürgens ( 19. ) und Andreas Roloff ( 23. ) gaben mit ihren Treffern zum 2 : 0 früh zu erkennen daß sich an diesem Zustand etwas ändern sollte. Der Anschlußtreffer durch Dittmer aus der 40. Minute konnte den Tatendrang der Elstern nicht entscheidend bremsen denn nach dem Wechsel erhöhte Frank Erb – Sohn des legendären Werner Erb – auf 3 : 1. Der SC Vorwärts kam nochmal zurück in die Partie und verkürzte durch Gibhard in der 78. Minute auf 2 : 3. Den Endstand von 4 : 2 für Bergedorf 85 markierte Zbigniew Kruczinsky in der 88. Spielminute. Beachtlich schlug sich die TSV Reinbek. Die Reinbeker nahmen mit einem 4 : 0 Erfolg beide Punkte aus Wilhelmsburg mit und belegten den 5. Tabellenplatz.

Am Rothenbaum nichts zu erben
Der siebte Spieltag der Verbandsligab führte den ASV zu den Amateuren des HSV. Peer Posipal, Sohn des Weltmeisters von 1954, stellte die Weichen für den Sieg ders HSV. Seine Tore aus der 14. und 22. Minute brachten die Amateure 2 : 0 in Front. In der 74. Minute erhöhte Dahms noch auf 3 : 0. Damit war die Partie entschieden auch wenn Kruczinsky in der 75. Minute noch auf 1 : 3 verkürzen konnte. Tabellenplatz 13 bei 4 : 10 Punkten sind eine enttäuschende Bilanz! Zur gleichen Zeit distanzierte die TSV Reinbek vor 500 Besuchern Altona 93 mit 4 : 0. Das Spiel des Tages fand in Stade statt. Im ersten Lokalderby auf Verbandsligaebene besiegte der Außenseiter Güldenstern Stade vor 3200 ( ! ) Zuschauern auf der Camper Höhe den favorisierten VfL mit 2 : 1.

Ist der Knoten jetzt geplatzt ?
Alle, die den ASV schon abgeschrieben hatten, mußten ihre Meinung gründlich korrigieren. 700 Besucher sahen gegen den SV Lurup eine glänzend aufgelegte Bergedorfer Mannschaft welche die von Peter Rohrschneider ausgegebene Devise (...alle sollen stürmen! ) sehr überzeugend umsetzte. So war es auch nicht verwunderlich, daß die die Abwehrspieler Kay Petersen in der 20. und Ingo Pinnau in der 31. Minute den ASV mit 2 : 0 in Führung brachten. Im zweiten Durchgang wurde es nochmal eng aber Michael Sprang konnte einen Foulelfmeter abwehren. Wiehsalla ( SVL ) konnte in der 55. Minute auf 1 : 2 verkürzen. Die Elstern spielten wie in besseren Tagen und gingen als verdienter Sieger vom Platz.

Erster Auswärtssieg
Unerwartete Siege können einer Mannschaft Flügel verleihen und zu einer erkennbaren Leistungssteigerung führen. Dies bekam Neuling Bramfelder SV zu spüren. Die beiden Neuzugänge Kruczinsky ( 21. und 35. Minute ) und Rüdiger Schwarz in der 51. und 73. Minute brachten den ASV auf die Siegerstraße und sorgten für den Anschluß an das Mittelfeld der Tabelle. Neuling Reinbek nahm am Schützenhof beim SC Urania einen Punkt mit und verbesserte sich auf den dritten Tabellenplatz, die rote Laterne trug Altona 93 mit nur einem Punkt aus neun Spielen.

Punkteteilung gegen Stade
Früher ein Spitzenspiel, war die aktuelle Begegnung der Versuch sich an die Spitzengruppe der Verbandsliga anzunähern. Die Platzherrn, der ASV, hatte einen Punktestand von 9 : 11 Zählern, der Vfl stand mit 10 : 10 Zählern auf dem 10. Platz, ein Rang über den Elstern. Für die Elstern schien die Rechnung aufzugehen, denn Klaus Vogel ( 29. ) und Rüdiger Schwarz ( 34. ) brachten den ASV mit 2 : 0 in Führung, aber Johannsen und Schlieker drehten in der zweiten Halbzeit das Spiel und glichen die Führung des ASV aus. Das Ergebnis von 2 : 2 entsprach dem Spielverlauf, brachte aber keine der beiden Mannschaften voran.

Überraschung in Ohlstedt 
Die Elstern sind wieder da. Beim Angstgegner DuWo 08 gab es einen 4 : 2 - Auswärtserfolg. Im ersten Spielabschnitt zeigte der ASV wessen er fähig ist. Spielerisches und kämpferisches Übergewicht führten zu einer schnellen 2 : 0 Führung nach Toren von Petersen und Schwarz, allerdings wurden diese Treffer vom unsicheren DuWo – Torhüter begünstigt. Durch einen Wechsel im DuWo – Tor bekam die Ohlstedter Deckung insgesamt mehr Sicherheit und es fielen zwei Tore zum 2 : 2 Ausgleich. Krohn und Mohring zeichneten für den Ausgleich verantwortlich. Die wiedererstarkten Elstern ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und kamen durch zwei Tore von Kruczinsky in der 66. und 76. Minute zu einem verdienten 4 : 2 Erfolg. Mit 11 Punkten wurde erstmals in dieser Saison ein einstelliger Tabellenplatz erreicht.

Sieg im Traditionsduell
Sowohl die Elstern als auch der SC Victoria sind im bisherigen Saisonverlauf hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Elf bzw. 12 Pluspunkte sind für eine Spitzenmannschaft einfach zu wenig. Der Sieger dieser Partie könnte sich in Richtung Tabellenspitze orientieren, der Verlierer müßte weiterhin kleine Brötchen backen. 700 Besucher sahen dem Spielausgang mit großem Interesse entgegen wobei die Anhänger des SC Victoria nach Spielende betrübt die Heimfahrt antreten mußten. Nach torloser erster Halbzeit brachte Rüdiger Schwarz in der 49. Minute den ASV in Führung. Töllner besorgte eine Minute später das 2 : 0. Die Frage nach dem Sieger dieser Partie beantwortete schließlich Töllner mit seinem Tor zum 3 : 0 in der 79. Minute. Am Ende des Spieltages stand für den ASV der Sprung auf den 8. Tabellenplatz.

Nichts für schwache Nerven
Bis zwanzig Minuten vor Spielende deutete alles auf einen Sieg des VfL Pinneberg über den ASV hin. Vor eigenem Publikum ( 400 an der Zahl ) brachte Schümann ( VfL ) seine Mannschaft in der 12. Minute in Führung. Dann verdichteten sich die Geschehnisse! in der 73. Minute gelang Andreas Roloff der Ausgleich und nur eine Minute später fiel das 2 : 1 für die Elstern – Andreas Vick war der Torschütze. Metz (VfL) gelang in der 80. Minute der erneute Ausgleich und als Krohn in der 88. Minute den VfL wieder in Führung brachte, schien die Partie gelaufen. Damit aber nicht genug. Andreas Vick krönte seine gute Leistung und erzielte praktisch mit dem Schlußpfiff den 3 : 3 Ausgleich. Die Zuschauer sahen ein packendes Spiel mit einem gerechten Ergebnis. Für den ASV standen nach dem 13. Spieltag 14 : 12 Punkte auf dem Konto, dies bedeutete den 6. Tabellenplatz. Respekt verdient die Mannschaft der TSV Reinbek. Von vielen Experten als Absteiger Nummer eins angesehen, belegten die Reinbeker nach bisher dreizehn Spielen und nur zwei Niederlagen den zweiten Tabellenplatz. Trostlos die Lage in Altona, bei einem Punktestand von 1 : 25 Zählern kann man getrost für die Landesliga ( 5. Liga ) planen.

Erinnerung an alte Zeiten
Erinnerungen an alte Zeiten kamen bei den 600 Besuchern an den Sander Tannen auf. Früher Nachbarn in den oberen Tabellenregionen lagen die Elstern nun auf dem sechsten Tabellenplatz und der Gast des heutigen Tages, Altona 93 abgeschlagen am Tabellenende – kein Duell auf Augenhöhe. Das Spielergebnis war eindeutig. In der 37. Minute brachte Rüdiger Schwarz den ASV in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Kruczinsky per Foulelfmeter auf 2 : 0, Andreas Vick erhöhte auf 3 : 0 und den Schlußpunkt markierte Töllner mit seinem Tor zum 4 : 0. Die Elstern setzten ihren Weg in höhere Regionen fort, Altona blickte tief in den Abgrund.

Schwarzer Tag für Zbigniew Kruczinsky
In seinem ersten Punktspiel für Bergedorf 85 sah Kruczinsky im Spiel der Elstern bei der TSV Reinbek die rote Karte. Die fällige Sperre wurde in diesem Falle zur Bewährung ausgesetzt. Nun stand das Rückspiel auf dem Programm. Vor 1300 Besuchern waren die Elstern die spielbestimmende Mannschaft und gingen programmgemäß durch Rainer Schmidt in der 37. Minute in Führung. Ein Revanchefoul an dem Reinbeker Hartmut Schwarz brachte Kruczinsky eine Zeistrafe ein. Als aber derselbe Spieler nach einem harmlosen Rempler zu Boden gig, schickte Schiedsrichter Bussacker den Bergedorfer Spieler vom Platz. Da Kruczinsky noch unter Bewährung stand, war war eine längere Sperre zu befürchten. Eine Frage sei erlaubt: wenn ein Spieler bereits eine Zeitstrafe abgebüßt hat – wäre es nicht besser, diesen Spieler auszuwechseln ? Immerhin: nach diesem 1 : 0 - Erfolg zum Ende der Vorrunde waren die Elstern auf dem 4. Tabellenplatz angekommen – ein Tabellenplatz der viele Möglichkeiten offen läßt.


Zum Ende der Vorrunde muß man ein ernüchterndes Fazit ziehen. Ein katasprophaler Start mit 0 : 6 Punkten bei 0 : 12 Toren rechtfertigen keinen Platz in den oberen Tabellenregionen. Nur zwei Siege auf fremden Plätzen flößen keinem Gegner Angst und Schrecken ein. Gut verlief der zweite Teil der Vorrunde, zwischen dem achten und fünfzehnten Spieltag wurden 14 Punkte eingefahren. Wenn dieser Trend in der Rückrunde anhält kann die Mannschaft ein ernstes Wort bei der Vergabe der vorderen Tabellenplätze mitreden


Testfall Sperber
Die „Winterpause“ hatte den Namen kaum verdient, denn am ersten Januarwochenende 1981 wurde der Punktspielbetrieb wieder aufgenommen. Zum Rückrundenauftakt empfing der SC Sperber die Elstern aus Bergedorf. In der ersten Halbzeit begannen die Elstern da wo sie vor der Winterpause aufgehört hatten: mit technisch anspruchsvollen Kombinationen gepaart mit druckvollen Angriffen. Trotz Feldüberlegenheit fiel kein Tor. In der zweiten Halbzeit setzte sich die robuste Kampfkraft der Alsterdorfer gegen die Bergedorfer Spielweise durch. In der 60. und 75. Minute schickten Michael Bode und Herrmann Pape mit ihren Toren zum 2 : 0 für den SC Sperber die Elstern auf die Verliererstraße. Der SC Sperber klettert auf den dritten Tabellenplatz während der Aufwärtstrend des ASV zunächst gestoppt wurde.

Urania war zu stark
Der SC Urania , seit 1976 in der fünften Saison in der Verbandsliga Hamburg unterwegs hat sich zu einer echten Spitzenmannschaft entwickelt. Platz fünf in der Vorsaison und die aktuelle Platzierung machen Hoffnung auf einen Platz „Ganz oben“ Das Gastspiel der Uranen lockte 1300 Besucher an die Sander Tannen. Klaus Vogel wurde von Trainer Rohrschneider ins Mittelfeld beordert, seinen angestammten Liberoposten nahm Daniel Glogowski ein. Auf diesem ungewohnten Arbeitsplatz unterlief ihm in der 37. Minute ein folgenreicher Schnitzer. Ergebnis: Güclü ( Urania ) erzielte für seine Mannschaft das 1 : 0. Dem konnten die Elstern nichts mehr entgegensetzen, im Gegenteil – sie konnten froh sein, daß Pfosten und Latte weitere Tore des SC Urania verhinderten. Urania konnte sich auf dem ersten Tabellenplatz festsetzen während die Elstern mit dem 7. Tabellenplatz vorlieb nehmen mußten. Nach wie vor bemerkenswert die TSV Reinbek. Vor der Saison als Abstiegskandidat eingestuft, standen die Männer aus dem Kreis Stormarn auf dem dritten Tabellenplatz. Auch Aufsteiger Viktoria Wilhelmsburg – Veddel machte auf sich aufmerksam – der 5. Rang ist aller Ehren wert. Vierzehn der bisher erzielten einunddreißig Tore gingen auf das Konto von Ex – Elster Peter Hartwig.

Sinkflug gestoppt ?
 Der achtzehnte Spieltag könnte für die Elstern eine Gelegenheit sein den schwachen Start in die Rückrunde zu korrigieren. Gegner des ASV war an den Sander Tannen die Amateurmannschaft des HSV. Sechshundert Zuschauer bekundeten ihr Interesse an dieser Begegnung. Das Spielergebnis überzeugte die Besucher und der Spielverlauf ließ keine Langeweile aufkommen. Das 1 : 0 durch Andreas Vick aus der 35. und das 2 : 0 durch Andreas Roloff aus der 69. Minute reichte um die Amateure des HSV geschlagen nach Hause zu schicken. Der fünfte Tabellenplatz ließ noch Hoffnungen auf einen Spitzenplatz aufkommen. Nachbar Reinbek bewegte sich in höheren Regionen, mit 22 : 12 Zählern wurde Tabellenplatz drei belegt. Trostlos die Lage in Altona – mit nur einem Punkt aus siebzehn Spielen ist er Abstieg nicht mehr zu vermeiden. Beachtlich der Zuschauerzuspruch in Stade. Das Lokalderby zwischen dem VfL und Güldenstern wollten 2000 Besucher verfolgen.

Rückschlag in Lurup 
Es helfen nur noch Siege um in der Tabelle voranzukommen. Die Voraussetzungen waren aber nicht günstig, der ASV mußte mit vier A – Jugendlichen beim Tabellenzweiten, dem SV Lurup antreten. Im Tor stand der erst 17-jährige Karsten Fischer. Der schneebedeckte Boden verhinderte zudem technisch anspruchsvollen Fußball. Kock ( SVL ) brachte in der 25. Minute seine Mannschaft in Führung. Lange Zeit konnte der ASV den Gastgebern Paroli bieten und das Spiel bestimmen, aber Schwachpunkte in der Hintermannschaft ( verzichten wir auf die Namensnennung ) ließen die Begegnung in den letzten zwanzig Minuten zugunsten des SVL kippen. Falkenhagen und Krause ( beide Lurup ) erhöhten auf 3 : 0. Mit seinem zweiten Treffer erhöhte Kock in 74. Minute auf 4 : 0. Das Spiel war entschieden, die mitgereisten Elsternfans rollten ihre Fahnen ein und traten betrübt die Heimfahrt an.

Besuch beim Tabellennachbarn
Es war zwar noch nicht aller Tage Abend aber die Chance auf einen der beiden vorderen Plätze war auf ein Minimum gesunken. Aus den bisherigen neunzehn Spielen acht Niederlagen hinzunehmen rechtfertigt keine Ansprüche auf einen Spitzenplatz. Aber zunächst stand das Spiel bei Viktoria Wilhelmsburg-Veddel auf dem Programm. Vor dem Spiel hatten beide Mannschaften einen Punktestand von 20 : 18. Nur der Sieger dieser Partie durfte den Blick nach oben richten. Das war nach Ablauf der neunzig Minuten der ASV. Nach zwei Minuten mußte der ASV zwar einen Rückstand durch Imbrock hinnehmen aber Jens Muruszach egalsierte in der 11. Minute diesen Rückstand. Die Sperre von Kruczinski war inzwischen abgelaufen und er fügte sich nach seiner Rückkehr gut ein – in der 31. Minute brachte er den ASV in Führung. Dieses Ergebnis hatte bis zum Spielende Bestand und bescherte den Elstern den Verbleib auf dem 7. Tabellenplatz.

Punkteteilung mit dem Neuling
Die nächste Gelegenheit, das Punktekonto weiter aufzubessern bot sich den Elstern im Heimspiel gegen den Bramfelder SV. Die Tabellensituation war eindeutig. der ASV mit 22 : 18 Zählern war gegen den Aufsteiger aus Bramfeld, mit 9 : 31 Zählern tief im Tabellenkeller, eindeutiger Favorit. Alles andere als ein Sieg der Elstern wäre eine dicke Überraschung. Die gab es dann auch! In der 35. Minute traf Rainer Schmidt zum 1 : 0 für die Elstern. Diese Führung konnte nicht ausgebaut werden, im Gegenteil, Raths (Bramfeld) traf in der 60. Minute zum 1 : 1 – Ausgleich. Mit diesem Resultat endete diese Partie. Freude kam in Bergedorf nicht auf, wohl aber in Altona. Mit einem 4 : 2 über Vikt. Wbg.-Veddel wurde der erste Sieg der laufenden Spielzeit errungen. Der Abstieg konnte damit nicht mehr abgewendet werden, aber der Glaube an eigene Stärken wurde wieder zurückgewonnen.

Kein Erfolg in Stade
Das HAB vom 9.3.81 ist nicht archiviert worden, somit kann über das Spiel der Elstern beim VfL nichts berichtet werden. Der Vergleich der Tabellen vor und nach dem Spiel ergab, daß der VfL Stade den ASV mit 2 : 0 besiegt hat.

Sieg gegen DuWo 08
Prophet muß man nicht sein um zu erkennen, daß die Saison für die Elstern gelaufen ist. Zwölf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Urania, acht Zähler hinter dem Tabellenzweiten, dem SV Lurup bei noch acht ausstehenden Spielen, da ist der Zug nach oben abgefahren An dieser Einschätzung konnte auch der 3 : 0 - Erfolg über DuWo nichts mehr ändern. Nach Toren von Telega (12.) und zwei weiteren Treffern von Jacobsen in der 64. und 70. Minute gingen die Elstern vor 450 Besuchern als Sieger vom Platz. An der Tabellenspitze zog Urania mit einem Punktestand von 37 : 9 Zählern bei nur einer Niederlage einsam seine Kreise gefolgt vom VfL Pinneberg und dem SV Lurup ( beide mit 32 : 16 Punkten ). Dahinter mit 28 . 16 Punkten die HSV – Amateure sowie die TSV Reinbek mit 27 : 17 Punkten. Hinter dem Tabellendreizehnten Güldenstern Stade (18:26) waren der Bramfelder SV (12:35), Vorwärts Billstedt(10:32) sowie Altona 93 (5:39) platziert. Die drei letztgenannten Mannschaften werden die Klasse nicht mehr halten können.

Punkteteilung an der Hoheluft
Der Glanz früherer Jahre ist verblaßt, beide Mannschaften sind im Niemandsland der Tabelle untergetaucht. Der SC Victoria stand mit 22 : 24 Punkten auf Tabellenplatz 10, der ASV belegte mit 25 : 21 Punkten Tabellenplatz sieben. Einzelheiten zu diesem Spiel waren dem HAB nicht zu entnehmen, nur soviel: das Spiel endete vor 500 Besuchern 0 : 0. In diesem Zusammenhang fällt dem Verfasser ein Kommentar von Trainerlegende Dettmar Cramer ein: Unentschieden ist so als wenn man mit seiner Schwester tanzt.

Pinneberg wurde gestoppt 
Der VfL Pinneberg hat nach einem durchwachsenem Saisonstart ( 15 : 15 Punkte ) zu einer beindruckenden Aufholjagd angesetzt. Acht Siege und ein Unentschieden haben den VfL auf den zweiten Tabellenplatz gebracht. Lediglich der VfL Stade konnte am Vor – Wochenende ein Haltesignal setzen. Ein Sieg des VfL an den Sander Tannen könnte die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. Es lief nicht gut für die Gäste aus Pinneberg, aber ein Tor von Andreas Vick aus der 13. Minute beendete den Pinneberger Höhenflug. Mit leeren Händen verließ die Mannschaft des VfL die Sander Tannen. Da zur gleichen Zeit der SV Lurup die Amateure des HSV mit 2 : 1 bezwang konnte der SVL den zweiten Platz festigen. Nerven zeigte in der Endphase der Meisterschaft der SC Urania. Ging schon am 24. Spieltag das Spiel gegen die HSV – Amateure mit 1 : 2 verloren kam das nächste Negativerlebnis: am 25. Spieltag unterlag Urania auf eigenem Platz dem Neuling Güldenstern Stade mit 1 : 3. Damit war der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Lurup auf einen Punkt zusammengeschmolzen.

Die Luft ist raus 
Man kann es drehen und wenden wie man will, für den ASV ist die Saison gelaufen und das Spiel in Altona war für beide Seiten ohne Bedeutung. Für den ASV ging es um nichts mehr und Altona 93 konnte dem Abstieg nicht mehr entgehen. So kamen dann auch nur noch 350 Besucher auf die Adolf Jäger – Kampfbahn. Diese sahen einen 2 : 0 – Erfolg ihrer Mannschaft. Dieser stand schon zur Pause fest nachdem Wendt (32.) und Haupt (44.) für den AFC ins Schwarze getroffen hatten. Spannung hatte der Kampf um den Titel zu bieten. Der SC Urania handelte sich bei Holstein Quickborn die dritte Niederlage in Folge ein. Zeitgleich siegte der SV Lurup bei Vorwärts Billstedt mit 2 : 1 und übernahm die Tabellenführung. Lurup hatte auf dem ersten Tabellenplatz einen Punktestand von 38 : 16 Zählern, Urania hatte ein Spiel weniger ausgetragen und stand mit 37 : 15 zu Buche. Für Spannung war weiterhin gesorgt.

Sieg für die Statistik
Die Luft war bei den Elstern schon lange raus, aber der Spielplan mußte abgearbeitet werden. Auf dem Wege zum Saisonende stand nun das Nachbarschaftsduell bei Vorwärts Billstedt auf dem Terminplan. Die Elstern, auf einem enttäuschenden achten Tabellenplatz nahmen aus Billstedt beide Punkte mit. Verantwortlich hierfür war zunächst Kay Petersen der in der 20. Minute einen Abpraller nach einem Elfmeter von Kruczinsky verwandelte. Die Vorentscheidung fiel nach dem Seitenwechsel als Daniel Glogowski in der 63. Minute auf 2 : 0 erhöhte, für das 3 : 0 war eine Viertelstunde vor dem Abpfiff Ingo Pinnau verantwortlich. Den Billstedter Ehrentreffer erzielte Jaacks in der 82. Minute per Handelfmeter. Spannung hingegen im Kampf um die Meisterschaft. Der SV Lurup bezwang Altona 93 mit 1 : 0 und Urania verlor mit dem 1 : 1 gegen den VfL Stade einen wertvollen Punkt. Die letzte Chance auf einen der ersten beiden Plätze wahrte der VfL Pinneberg durch einen 4 : 0 – Erfolg gegen die HSV – Amateure.

Da läuft wenig zusammen
Mit diesen Worten kommentierte Herman Hansen, Idol früherer Jahre das Spiel “seines“ ASV gegen TuS Holstein Quickborn. Sein Stammplatz war die kleine Tribüne Richtung Krusestraße und so manches Mal kam von denen, die ihn in seiner aktiven Zeit noch erlebt hatten der Wunsch: Herrmann, zieh dich um! Nach elf Minuten führten die Gäste – Udo Goldenstein war der Torschützezum 1 : 0. Das nächste Tor ging auf das Konto von Daniel Glogowski – ihm unterlief ein Eigentor. Restlos die Stimmung verdorben wurde den 500 Besuchern dann in der 75. Minute als Gelhaar ( TuS ) das 3 : 0 für die Gäste erzielte. Urania kehrte nach einem 6 : 0 – Sieg bei Altona 93 auf den ersten Platz zurück. Bei gleicher Punkttzahl ( 40 : 16 ) belegte Lurup aufgrund der schlechteren Tordifferenz den zweiten Platz. Der VfL Pinneberg hatte mit 38 : 20 Zählern nach neunundzwanzig ausgetragenen Spielen nur noch theoretische Chancen auf einen Platz an der Sonne.

Ein Punkt auf der Camper Höhe 
Allein die Tribüne auf der Camper Höhe, der Spielstätte des TuS Güldenstern Stade, lohnt eine Fahrt nach Stade. Von Holzbalken gestützt laden Lattenroste zum Platz nehmen ein – zwar nicht denkmalgeschützt, aber vergleichbar mit einem Kulturgut. Die Fahrt des ASV nach Stade diente allerdings nicht der Tribünenbesichtigung sondern sollte das Punktekonto auffüllen. Dies gelang vor den 300 Besuchern nur teilweise. Nach einer Stunde brachte Zbigniew Kruczinsky den ASV in Führung aber in der 68. Minute stand es nach einem Tor von Bernd Großkopf 1 : 1. Mit diesem Ergebnis endete des letzte Auswärtsspiel der Elstern in der Saison 80 / 81. Der größte Gegner des SC Urania ist in der Endphase der Meisterschaft offensichtlich das eigene Nervenkostüm. Nur so kann man sich den Auftritt des SC Urania in Reinbek erklären. Feldverweis für Güclü in der 40. Minute und Zeitstrafen für Frische und Brussolo. So hatten es die Reinbeker leicht bis zur 74. Minute einen 4 : 0 – Vorsprung zu erspielen. Auch wenn Urania das Ergebnis noch auf 2 : 4 abmildern konnte, war dies ein ganz herber Rückschlag im Titelkampf. Auch Lurup patzte: bei Viktoria Wilhelmsburg-Veddel gab es ein enttäuschendes 0 : 0. Mit einem Punkt Vorsprung vor Urania ging es nun in die Schlußrunde – SV Lurup hatte ein Punktekonto von 41 : 17 gegenüber Urania mit40 : 18 Zählern.

Spannendes Finale 
Die Abstiegsfrage war geklärt, Bramfeld, Billstedt und Altona müssen den Weg in die 5. Liga antreten aber der Titelträger mußte am letzten Spieltag ermittelt werden, In Frage kamen nur noch der SV Lurup und der SC Urania. Beide Mannschaften hatten am letzten Spieltag ein Heimspiel gegen Mannschaften für die es am letzten Spieltag um nichts mehr ging. Der SV Lurup hatte TuS Holstein Quickborn zu Gast und Urania empfing den designierten Absteiger Vorwärts Billstedt. Siebenhundert Besucher waren an der Luruper Flurstraße vom Spiel ihrer Mannschaft enttäuscht. Der SV Lurup kam über ein 1 : 1 nicht hinaus und mußte nun auf das Ergebnis aus Billstedt warten. Dort ging Urania in der 47. Minute in Führung und war auf dem Weg zur Meisterschaft. Aber so ist der Fußball: Vorwärts Billstedt, der krasse Außenseiter kam drei Minuten vor Spielende zum 1 : 1- Ausgleich und machte so den SV Lurup zum Meister der Saison 1980 / 81. Glückwunsch nach Lurup! Dreihundertfünfzig Getreue kamen zum Saisonkehraus an die Sander Tannen um dem Spiel gegen Vktoria Wilhelmsburg -Veddel beizuwohnen. Die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt. Ex – Elster Peter Hartwig brachte die Gäste nach zehn Minuten in Führung aber zwei Minuten später sorgte Klaus Vogel für den Ausgleich. Ein Doppelschlag von Klose und Roloff in der 66. und 70. Minute sorgte für einen versöhnlichen Saisonausklang der auch durch ein weiteres Tor der Gäste zum 2 : 3 ( Imrock, 76. ) nicht getrübt wurde.



Der Verlauf der Spielzeit 80 / 81 war aus Sicht des ASV unbefriedigend! Nach fünf Niederlagen in den ersten sieben Spielen war die Saison fast schon gelaufen. Eine Serie von acht Spielen ohne Niederlagen brachte die Mannschaft in die Nähe der Tabellenspitze. Zu Beginn der Rückrunde blieben die Elstern wieder in den Startlöchern sitzen und konnten den Anschluß an die Spitzenplätze nicht mehr herstellen. Die 46 Tore des ASV wurden von sechzehn Spielern erzielt, am erfolgreichsten waren Zbigniew Kruczinsky mit neun Toren gefolgt von Rüdiger Schwarz mit sechs Treffern sowie Andreas Vick mit fünf Toren in der abgelaufenen Spielzeit. Der Spitzenplatz in der Zuschauerstatistik mußte an den SC Urania abgegeben werden ( 925 Besucher im Schnitt ), auch der VfL Stade konnte sich über beachtlichen Zuspruch freuen ( im Mittel 736 Besucher). Die Heimspiele des ASV wurden durchschnittlich von 670 Zuschauern gesehen, zweimal konnte man an den Sander Tannen eine vierstellige Besucherzahl begrüßen.


Quellennachweis Für die niedergeschriebenen Texte wurde das Archiv des HAB herangezogen, ebenso wurden die Fotos dem Archiv entnommen. Der Dank des Verfassers geht auch an Rene Martens für seine Hinweise hinsichtlich der Herkunft neuer Spieler betreffend des Berichts über die Saison 79 / 80. Der Verfasser bedankt sich ebenso bei Ralf Hohmann vom DSFS für die ausführlichen Auskünfte bezüglich der Kaderplanungen für die Spielzeiten 80 / 81 und 81 / 82. Aus dem Deutschen Fußballarchiv wurde die Abschlußtabelle der Spielzeit 1980 / 81 entnommen. Zur Vorstellung der Aufsteiger Bramfelder SV und TSV Reinbek leistete das Buch Legendäre Vereine aus Norddeutschland von Hardy Grüne wertvolle Dienste.

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