Mittwoch, 3. Juni 2015

Die Elstern – Berichte über Fußball Teil 5 – Spielzeit 1962 / 63 (von Hans-Martin Lippold)


Nach sechzehn Jahren neigt sich eine Ära dem Ende entgegen – die Fußballbundesliga wurde aus der Taufe gehoben und wird die bisherigen vier Oberligen und die Stadtliga Berlin als höchste deutsche Spielklassen ablösen. An deren Stelle treten als zweithöchste Spielklassen die Regionalligen.
 Mit einem Abstimmungsergebnis von 103 : 24 wurde auf dem DFB – Bundestag die Einführung einer einheitlichen obersten Spielklasse – der Bundesliga -zu Beginn der Saison 1963 / 64 beschlossen. Grundlage für die Eingliederung in die neue Spielklasse sollten die sportlichen Erfolge der letzten zwölf Jahre und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vereine sein. 
Die sechzehn Mannschaften in dieser Spielklasse wurden wie folgt auf die Regionalverbände verteilt:
 jeweils fünf Vereine aus den Verbänden Süd und West, drei Vereine aus dem Regionalverband Nord, zwei Vereine aus dem Südwesten und ein Berliner Vertreter. Somit gingen folgende Vereine in der ersten Bundesligasaison an den Start : 

 HSV, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig, 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Schalke 04, Meidericher SV, SC Preußen Münster, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC, TSV1860 München, 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Saarbrücken und Hertha BSC Berlin.

Die Spielzeit 1962 / 63 sollte für die Oberliga Nord die letzte sein. Gelingt den Elstern in dieser Saison der Klassenerhalt, wären sie für die Regionalliga Nord, der dann höchsten norddeutschen Spielklasse qualifiziert.

Die abgelaufene Spielzeit 1961 / 62 verlief für die Elstern ohne Abstiegssorgen, die wirkungsvollen Verstärkungen zu Beginn der Saisonhatten sich bemerkbar gemacht: Werner Erb spielte als Spielgestalter eine herausragende Saison und der neue Torhüter Jürgen Horn war der Hintermannschaft ein sicherer Rückhalt. Auch zu Beginn der letzten Oberligasaison gab es im Spieleraufgebot der Elstern – wie in jedem Jahr – Veränderungen. 
 Manfred Günther kündigte seinen Vertrag und schloss sich der TSG Ulm 46 an. Die TSG als Vizemeister der damaligen 2. Liga Süd war in die erste Liga aufgestiegen. Im Spieleraufgebot der Ulmer tauchte der Name Günther mit achtzehn Einsätzen auf. Wenn man Namensgleichheit ausschließt, hat er seine Einsätze als Feldspieler abgeleistet, denn als Torwart stand immerhin ein gewisser Wolfgang Fahrian im Aufgebot. 
 Die Hälfte der Elsterntore der vergangenen Saison erzielte Dieter Meyer. So konnte es nicht verwundern, daß Spitzenvereine – auch aus Italien – auf ihn aufmerksam wurden. Den Zuschlag bekam letztendlich der SV Werder Bremen, so schlug Dieter Meyer seine Zelte an der Weser auf. Vom FC St. Pauli zog es Hans K n u b b e an die Sander Tannen mit der Empfehlung von 27 Oberligaeinsätzen. Nach heutiger Lesart konnte man ihn als offensiven Mittelfeldspieler ansehen. Weitere Verstärkungen kamen aus dem Amateurbereich, dies war zunächst Rolf P l a n e t t a, ein torgefährlicher Mann vom SC Union 03 Altona. Vom Tabellenvierten der Verbandsliga / Hammoniastaffel – SuS Bergedorf, schloß sich Horst H o w i n d dem ASV an. Ergänzt wurde das Elstern – Aufgebot durch einen weiteren Spieler aus dem Amateurlager. Aus der 4. Liga – Bezirksklasse Staffel Sachsenwald wechselte vom VfL Geesthacht Lothar K a u k e r, ein schneller Mann für die Sturmreihe an die Sander Tannen.

Wie in jedem Jahr wurde auch diesmal die Pause zwischen den Spielzeiten mit Freundschaftsspielen und Begegnungen zur Komplettierung der Fußballtoto – Wetten überbrückt. Die Vorbereitungen zur Einführung der Bundesliga sowie die WM 1962 standen im Fokus der Berichterstattung so daß der „normale“ Fußball an den Rand gedrängt wurde. In einem der ersten Totospiele wurde der BC Augsburg mit einer deftigen 8 : 1 Niederlage nach Hause geschickt, Einzelheiten konnten der Presse nicht entnommen werden. Dieser Partie folgte am 21.5.62 die Begegnung der Berliner Hertha gegen den ASV. Die Berliner gingen als 6 : 2 Sieger vom Platz, für die Elstern waren Dieter Meyer und Manfred Günther erfolgreich. Im Rückspiel war es erneut Dieter Meyer, der mit zwei Toren seine Mannschaft in Front bringen konnte, Wolfgang Altendorff, ein Berliner Fußballurgestein brachte die Berliner 3 : 2 in Führung, ehe Ernie Jordan den Gleichstand herbeiführte.
Eine willkommene Abwechslung vom Fußballalltag erlebten zweitausend neugierige Besucher, als an den Sander Tannen das deutsche Rugbyendspiel ausgetragen wurde. Es war für Bergedorf absolutes Neuland, als VIKTORIA LINDEN ( Hannover ) und der SC NEUENHEIM ( Heidelberg ) aufeinander trafen. Die Hannoveraner Vorstädter sicherten sich durch einen 21 : 3 Erfolg den Titel und verbreiteten bei ihrer Siegesfeier Volksfeststimmung an den Sander Tannen.

Eine Standortbestimmung für die Elstern sollte ein Freundschaftsspiel gegen den SV Werder Bremen sein. Siebentausend Besucher wollte sich im Weserstadion diese Partie nicht entgehen lassen. Auch die Neuerwerbung im Bremer Dreß – Dieter Meyer – weckte das Interesse der Zuschauer. Willi Soya und Neuerwerbung Meyer sorgten zunächst für ein 2 : 0 für Werder, aber der ASV hielt in Person von Ernie Jordan und Amateur Schmieder dagegen und konnte ausgleichen. Die erneute Führung der Bremer ( Jung, kam vom Amateurverein Rot Weiß Braunschweig ) wurde von der Neu – Elster Horst Howind nochmals egalisiert. Der alte Kämpe Pico Schütz brachte Werder erneut in Führung, doch Gerd Voß stellte in der 88. Minute den Endstand von 4 : 4 her. Trainer Werner und die Mannschaft konnten nach diesem Spiel die Erkenntnis mit nach Hause nehmen, daß die Elstern für die neue Saison gut aufgestellt sind und keinen Gegner fürchten müssen. Einen nachhaltigen Eindruck konnte Horst Howind hinterlassen. Letzter Test vor der Punkterunde war ein Freundschaftsspiel gegen Tennis Borussia Berlin. Die Berliner, einige Tage zuvor mit 0 : 5 dem SC Concordia unterlegen holten die Elstern mit einem 2 : 1 Erfolg auf den Boden der Tatsachen zurück. Bis zur 87. Minute hatte das 1 : 0 für die Bergedorfer Mannschaft – von Knubbe erzielt – Bestand, als der Berliner Torhüter einen Elfmeter abwehren konnte, witterten die Borussen Morgenluft und drehten das Spiel mit zwei Toren in der Schlußphase.


Hohe Niederlage beim SV Werder Bremen
 Das erste Punktspiel der Saison 1962 / 63 führte die Elstern in das Bremer Weserstadion zum fälligen Spiel gegen den SV Werder. Das Wiedersehen mit dem früheren Mannschaftskameraden Dieter Meyer hatten sich Trainer, Betreuer und Mannschaft sicherlich anders vorgestellt, denn mit drei Treffern hatte er ganz entscheidenden Anteil an der hohen 1 : 7 Niederlage der Elstern. Die weiteren Bremer Treffer gingen auf das Konto von Willi Soya, Dieter Thun und Max Lorenz. Bester Spieler in einer total enttäuschenden Bergedorfer Elf war Jürgen Horn im Tor der Bergedorfer. Beim Stande von 0 : 6 schoß Rolf Planetta das Ehrentor.

Enttäuschung an den Sander Tannen
 Achttausend Zuschauer gingen nach dem Spie gegen den FC St. Pauli enttäuscht nach Hause. In einer sehr mäßigen Partie blieben die Gäste vom Millerntor mit 3 : 1 Toren verdienter Sieger. Wenn eine Mannschaft zwei Jahre auf einen Spieler wie Dieter Meyer fixiert ist kann man kaum erwarten daß nach so kurzer Vorbereitungszeit der Verlust zu kompensieren ist, auch wenn Neuzugang Horst Howind vielversprechende Ansätze zeigen konnte. Da auch die Hintermannschaft der Elstern Lücken offenbarte, stand einem Sieg der Gäste nichts im Wege. Trotz des Sieges konnte der FC St. Pauli seine Bundesligaambitionen nicht untermauern. Ernie Jordan war in der 74. Minute Schütze des Ehrentreffers zum zwischenzeitliche 1 : 2.

Werner Erb der Mann des Tages 
 Große Freude bei den Elstern und den mitgereisten Anhängern. In der Schlußphase des Spieles beim VfV Hildesheim erkämpfte Howind das Leder, spielte Werner Erb an und dieser versenkte das Leder zum 1 : 0 Siegtreffer in den Hildesheimer Maschen. Gegenüber dem Spiel gegen St, Pauli wurde die Mannschaft umgebaut – Jordan in die Läuferreihe, Howind auf Rechtsaußen und Neuling Kauker auf dem linken Flügel – das war an diesem Tag das Erfolgsrezept von Trainer Werner. Knubbe, Weißleder und Howind verdienten sich ein Sonderlob. Für den VfV war es nach achtzehn Monaten die erste Heimniederlage.

Freude über zweiten Sieg.
 Die Routiniers im Dreß der Elstern – „Hansi“ Knubbe und Werner Erb drückten dem Spiel der Elstern ihren Stempel auf. Mit mustergültigen Pässen wurden die „jungen Wilden“ Kauker, Howind und Planetta in günstige Schußpositionen gebracht und so der VfR Neumünster ständig unter Druck gesetzt. Der Erfolg stellte sich ein, Knubbe selbst und Ernie Jordan sorgten für die Tore gegen die an diesem Tag harmlosen Neumünsteraner. Die einzige Chance der Gäste konnte Jürgen Horn ohne Probleme meistern. Nach dem Sieg gegen Hildesheim hielt die gute Form der Elstern an und die viertausend Besucher konnten sich zufrieden auf den Heimweg machen.

Punktverlust in letzter Minute
 Bis fünfzehn Minuten vor dem Schlußpfiff sah alles nach dem dritten Sieg in Folge für die 85er aus. Durch ein Lübecker Eigentor und einen Treffer von Jordan führten die Elstern auf der Lübecker Lohmühle beim VfB mit 2 : 0. Nur großes Pech stand einer noch höheren Führung im Wege. Torhüter Horn zog sich eine Verletzung zu und mußte zeitweise durch Werner Erb ersetzt werden und nach einer Stunde konnte sich Kalle Bochmann nur noch humpelnd über das Spielfeld bewegen. Nach zwei Eckbällen gelang den Gastgebern der Ausgleich und ein Punkt blieb somit in Lübeck. Horn, Emsen und Bochmann waren die herausragenden Akteure auf Bergedorfer Seite.

Superspiel gegen Hannover 96
 Es war eine helle Freude, das Spiel der Elstern gegen Hannover 96 zu genießen. Fünftausend Besucher kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Von Werner Erb glänzend in Szene gesetzt wurden die Gäste zu Statisten degradiert. Den Torreigen läutete Knubbe kurz vor dem Pausenpfiff ein, nach der Pause gab es für die Bergedorfer Mannschaft kein Halten mehr. Howind und Voß mit jeweils zwei Toren spielten die Gäste an die Wand, nur dem guten Torhüter Meyer im Tor der Gäste war es zu verdanken, daß die Niederlage nicht noch deutlicher ausfiel. Der Kommentar von Trainer Werner traf den Nagel auf den Kopf: So habe ich mir meine Mannschaft vorgestellt. Wer wollte dem noch etwas hinzufügen! Der Lohn nach dieser Partie: Platz sechs mit 7 : 5 Punkten, die Gäste fanden sich mit 2 : 10 Zählern im Tabellenkeller wieder.

Rückschlag im Mariental
 Trainer Werner im Krankenhaus, Howind grippekrank, Platzverweis für Knubbe! Das waren die Randbedingungen für eine 1 : 2 Niederlage des ASV beim SC Concordia. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff erzielten die Concorden das 1 : 0, welches drei Minuten nach Wiederbeginn durch Jordan per Foulelfmeter ausgeglichen wurde. Da Howind – durch Grippe geschwächt – nicht zur Geltung kam und sowohl Knubbe als auch Planetta keine Wirkung entfalten konnten, blieb der Sturm der Elstern ein laues Lüftchen. Unter diesen Umständen war es für die Platzherrn kein Problem, in der 81. Minute den Führungstreffer im Bergedorfer Tor unterzubringen. Ein Wortwechsel zwischen Knubbe und dem Schiedsrichter beendete der Unparteiische in der 88. Minute mit einem Feldverweis für seinen Gesprächspartner. Beste Bergedorfer Spieler an diesem Tage waren Ernie Jordan und Kalle Bochmann.

Torloses Unentschieden der besseren Art 
Wenn sich 45000 Zuschauer das zur gleichen Zeit stattfindende Schlagerspiel HSV – Werder Bremen im Volksparkstadion ansehen, bleiben für andere Spiele im Hamburger Umland nicht mehr viele Zuschauer übrig. So kamen leider nur 3000 Zuschauer an die Sander Tannen um das Spiel des ASV gegen den VfB Oldenburg zu beobachten. Keiner brauchte sein Kommen zu bereuen. Trotz vierfachen Ersatzes zeigten die Elstern eine ausgezeichnete Leistung, lediglich der Abschluß ließ zu wünschen übrig. Zusätzliches Pech war, daß Kalle Bochmann durch eine Verletzung behindert wurde. Nach neunzig Minuten beendete der sehr gute Schiedsrichter Daniel aus Itzehoe ein gutes Oberligaspiel, das mit einem leistungsgerechten 0 : 0 endete

Verdiender Sieg des alten Rivalen vor 4000 Zuschauern 
 Nicht alle Spiele gegen den alten Rivalen Altona 93 sind den Elstern in guter Erinnerung geblieben. Da sollte die Partie vom 21.10.62 keine Ausnahme bilden. Wieder mußten vier Stammspieler ersetzt werden, diesmal konnte die Mannschaft vor eigenem Publikum nicht überzeugen. Selten war Altona so überlegen, taktisch und kämpferisch den Elstern deutlich voraus. Dabei begann es gut für die Bergedorfer Mannschaft: nach zwei Minuten zirkelte Werner Erb einen Freistoß am Altonaer Towart Behnke vorbei in die Maschen. Diese Führung hatte bis zur 30. Minute Bestand, den Ausgleich stellte der spätere HSV – Bundesligaspieler Heiko Kurth her. Im Durchgang zwei erhöhte Altona den Druck mit der Folge, daß das Spiel gedreht wurde, Framheim und erneut Heiko Kurth brachten den AFC mit 3 : 1 in Front. Zwar konnte Gerd Voß noch auf 2 : 3 (72. Minute) verkürzen, aber der Bergedorfer Schlußspurt konnte von der sattelfesten AFC – Hintermannschaft abgewehrt werden. Mit einem hochverdienten 3 : 2 Erfolg nahmen die Altonaer Spieler die Punkte an die Griegstraße mit. Die Überschrift des Abendblattes Fast Klassenunterschied gibt die Kräfteverhältnisse an diesem Tag zutreffend wieder.

Der Neuling war überlegen
 Nach fünfjähriger Abwesenheit ( 1957 – 1962 ) kehrte mit Arminia Hannover eine technisch sehr beschlagene Mannschaft in das Oberhaus zurück. Die Arminen mußten drei Stammspieler ersetzen, aber da der erstmals eingesetzte Amateur Grupe von den Spielgestaltern Ulsaß und Elfert vorbildlich angespielt wurde, gelangen dem Debütanten in der zweiten Halbzeit drei Treffer gegen die Elstern. Der Torreigen der Arminen wurde von Lothar Ulsaß in der 18. Minute eingeläutet. Die Elstern hatten an diesem Tag keine Siegchance, auch weil die Mannschaft durch eine Verletzung von Johnny Weißleder zusätzlich geschwächt wurde. Nach dieser 0 : 4 Niederlage bei dem starken Neuling rutschten die Elstern auf den 11. Tabellenplatz mit 8 : 12 Punkten vor dem VfB Lübeck und eben Arminia Hannover.

Kieler Störche schlagen Elstern.
 Der KSV Holstein aus Kiel zeigte an den Sander Tannen eine Galavorstellung und spielte in den ersten dreißig Minuten die Elstern in Grund und Boden. Zwischen der 19. und 30. Minute mußte Jürgen Horn viermal hinter sich greifen, ehe Kalle Bochmann auf 1 : 4 verkürzen konnte. Die zweite Halbzeit begann mit dem 1 : 5, der erneute Anschlußtreffer von Knubbe hatte nur noch statistische Bedeutung. Viertausend Besucher sahen einen umständlich operierenden Bergedorfer Angriff, eine aus den Fugen geratene Abwehr passte sich dem Spielgeschehen an, so daß die Kieler zu Recht zwei Punkte an die Förde mitnehmen konnten.

Siegreich in Bremerhaven
Fußballerische Leckerbissen wurden den fünftausend Besuchern auf dem Zollinlandplatz nicht serviert, stattdessen dominierte in der Bergedorfer Mannschaft die Zweckmäßigkeit. Steilangriffe aus einer starken Abwehr heraus waren an diesem Tag das Erfolgsrezept. Lothar Kauker, nach längerer Zeit wieder in der Mannschaft, war in der 17. und 73. Minute der Nutznießer dieser Spielanlage und trug sich mit zwei Treffern in die Torschützenliste ein. Mit einem 2 : 0 Sieg im Gepäck traten die Elstern gut gelaunt die Heimreise an.

Schon vor dem Spiel Probleme Elstern 
Trainer Heinz Werner war vor dem Spiel nicht zu beneiden. Horn, Bochmann und Weißleder verletzt, Werner Erb nach einer Grippe noch nicht fit. Ernie Jordan – einstiger Mittelstürmer – zum ( guten ) Außenläufer umgeschult und der Torjäger früherer Jahre ( Aufstieg 1958! ) Karl Heinz Pörschke fand sich in der Hintermannschaft wieder. Ein neuer Dieter Meyer war auch nicht in Sicht, das waren die Vorzeichen vor dem Spiel gegen den HSV. Vor achttausend Besuchern wurde diese Partie an den Sander Tannen vom Braunschweiger Schiedsrichter Höfel angepfiffen. Unmittelbar nach dem Anpfiff rückte Günter Emsen ( Rückennummer 8 ) in die Abwehr um die Hintermannschaft gegen den Sturm des HSV zu verstärken. Die so geschwächte Angriffsreihe der Elstern konnte keine Wirkung entfalten und als schon in der 2. Minute Peter Wulf den Führungstreffer für die Rothosen im Kasten von Manfred Lüneburg – war inzwischen wieder Amateur – unterbrachte, war das Spiel fast schon entschieden. Zwei weitere Tore von Uwe Seeler in der zweiten Spielhälfte entschieden die Partie zugunsten des HSV. Die von Formschwankungen und Spielerausfällen gebeutelten Elstern waren in diesem Spiel kein gleichwertiger Gegner und mußten den Gästen vom Rothenbaum die Punkte überlassen.

Auch gegen Braunschweig mit Defensivtaktik 
 Die Verletztenliste war gegenüber der Vorwoche kleiner geworden – Johnny Weißleder war in die Mannschaft zurückgekehrt. Wie schon gegen den HSV trug Emsen die Rückennummer 8 und zog sich sofort in die Hintermannschaft zurück. Der schneebedeckte Boden stellte beide Mannschaften zunächst vor Probleme, insbesondere Manfred Lüneburg bekam dies zu spüren: nach zwei Minuten schätzte er einen Ball falsch ein und schon lag seine Mannschaft mit 0 : 1 zurück. Dies konnte die Elstern aber nicht bremsen, sie suchten ihr Heil in der Offensive. Leider ohne Erfolg, in der 60. Minute erhöhte die Eintracht auf 2 : 0. Da Emsen als fünfter Stürmer aus dem Verkehr gezogen war, hatten die Braunschweiger keierlei Probleme, die Elstern in Schach zu halten. Sekunden vor dem Schlußpfiff gelang den Gastgebern der dritte Treffer. Mit einem 0 : 3 verließen die Elstern das Stadion an der Hamburger Straße mit der unbeantworteten Frage, ob mit einer anderen taktischen Marschroute ein besseres Ergebnis möglich wäre.

Platz dreizehn nach der Hinrunde.
 Minustemperaturen und schneebedecktes Spielfeld ermunterten nur zweitausend Unentwegte zum Besuch der Sander Tannen, um dem Gastspiel des VfL Osnabrück beizuwohnen. Die frierenden Besucher wurden durch eine Klassepartie der Elstern allerdings aufgewärmt und hatten ihre helle Freude an dem Spiel. Gerd Voß und Werner Erb waren in den Reihen der Elstern die spielbestimmenden Akteure. Abnehmer für ihre mustergültigen Pässe waren Horst Howind, Lothar Kauker und Hansi Knubbe. Die beiden ersten Tore wurden von Erb vorbereitet, Gerd Voß und Horst Howind brachten die 85er mit 2 : 0 in Führung, den Endstand von 3 : 0 stellten die Gäste durch ein Eigentor sicher. Der VfL Osnabrück konnte an diesem Tag seine Ambitionen Richtung Bundesliga nicht rechtfertigen. In den Reihen der Gäste stand mit Udo Lattek der große Erfolgstrainer späterer Jahre auf dem Platz. Udo Lattek ist vor einigen Wochen verstorben. Die Hinrunde beendeten die Elstern mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und acht Niederlagen auf dem dreizehnten Tabellenplatz.

Umstrittener Elfmeter für Bergedorf 85
 Die Rückrunde der letzten Oberligasaison sah für die Elstern das Gastspiel an der Adolf Jäger - Kampfbahn vor. Wenn nach dem Spiel aufgebrachte Fanatiker ( Fußballfreunde können es ja wohl nicht gewesen sein! ) auf den Schiedsrichter warten, muß dieser erheblichen Unmut hervorgerufen haben. Doch davon später. Im ersten Durchgang überlegenes Spiel des AFC, aber Lattentreffer gehen nicht in die Spielwertung ein. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, lediglich unterbrochen durch Gerd Voß, der einen Abpraller nach einen Schuß von Werner Erb zum 1 : 0 für den ASV über die Linie drückte. Weitere Lattentreffer des AFC gingen dem Altonaer Ausgleich in der 86. Minute voraus, es stand 1 : 1. Zwei Minuten vor dem Ende dann die Schlüsselszene dieses Spiels: Werner Erb drang in den AFC – Strafraum ein und und stolperte über das ausgestreckte Bein eines Gegenspielers. Der Schiedsrichter deutete auf den ominösen Punkt und der gefoulte Werner Erb verwandelte den Strafstoß zum 2 : 1 für die Elstern. Sowohl Trainer Werner als auch Erb stimmten mit den Altonaern Spielern und deren Trainer darin überein, daß dies ein „Allerweltsfoul“ war, welches man nicht unbedingt abpfeifen mußte. Die Volksseele kochte, aber der Schiedsrichter konnte das Stadion unbehelligt durch einen Hinterausgang verlassen

Ein Neuling an der Spitze der Amateurliga Der HSV Barmbek – Uhlenhorst, bekannt als BU, war zu Beginn der Saison nach mehreren Anläufen in die Amateurliga Hamburg / 2. Liga aufgestiegen. Mit einem 2 : 0 über den SC Sperber vor 2500 Besuchern sicherte sich BU bei strömenden Regen die „Herbstmeisterschaft“- auf den weiteren Weg dieser Mannschaft durfte man gespannt sein.

1 : 1 trotz überlegenen Spiels.
 Zwei nicht gegebene Elfmeter für die Elstern sorgten für Unmut und Proteste unter den Bergedorfer Zuschauern . Kalle Bochmann, diesmal im Sturm aufgeboten, brachte die Elstern in der 8. Minute in Führung, aber zwei Minuten vor der Pause konnten die Arminen aus Hannover ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel hielt die Überlegenheit der Elstern an ohne das sich am Spielstand von 1 : 1 etwas änderte. Die Gäste nahmen vor dreitausendfünfhundert Zuschauer glücklich einen Punkt mit an die Leine, während das Hamburger Abendblatt dem Schiedsrichter das Prädikat „Schwächster Mann auf dem Feld“ zuerkannte

Unerwarteter Punktgewinn in Kiel 
 Vermutlich hatten sich die Kieler Störche – ein Team mit Bundesligaambitionen – das Spiel gegen die Elstern aus Bergedorf leichter vorgestellt, aber da hatten die Kieler die Rechnung ohne den Wirt – sprich : Elstern - gemacht. Taktisches Geschick und eine solide Abwehr – Emsen wieder leicht zurückgezogen – waren die Garanten für den Punktgewinn in Kiel. Die Gastgeber gingen zwar in der 65. Minute in Führung, aber gefährliche Vorstöße von Knubbe und Howind sorgten für ständige Unruhe im Kieler Strafraum. Einer dieser Angriffe wurde in der 76. Minute von Howind erfolgreich abgeschlossen. Ernie Jordan sowie die beiden Ex – Kieler Jürgen Horn und „Johnny“ Weißleder waren die herausragenden Akteure in den Reihen der Elstern. Mit diesem 1 : 1 nahmen die Elstern verdient einen Punkt nach Bergedorf mit.

Ein höherer Sieg war möglich
 Dreitausend Besucher erlebten Einbahnstraßenfussball auf schneebedecktem Boden gegen die Mannschaft vom TuS Bremerhaven 93. Erb, Sommerfeld, Howind und Bochmann waren an diesem Tag die herausragenden Spieler auf Seiten der Bergedorfer. Nach dreißig Minuten hatte Howind mit einem Schuß aus gut zwanzig Metern in den Torwinkel Erfolg, eine Vielzahl vergebener Chancen standen einer höheren Führung entgegen. Das gleiche Bild im zweiten Spielabschnitt und wieder war es Horst Howind, der eine Flanke – von Werner Erb geschlagen – zum 2 : 0 in die Bremerhavener Maschen setzte. Als den Gästen vier Minuten vor dem Ende der Anschlußtreffer zum 1 : 2 gelang, hatten die Elstern und ihre Anhänger noch bange Minuten zu überstehen, konnten aber den Platz als verdiente Sieger verlassen.

Erwartete Niederlage am Rothenbaum
 Die gute Nachricht zuerst: auf dem schneebedeckten Boden hatte sich keiner verletzt. Das zehnte Punktspiel zwischen dem HSV und den Elstern sollte so ausgehen wie wie alle vorangegangenen Partien, nämlich mit einem Sieg für den HSV. Die technisch besseren Fußballer des HSV fanden sich auf dem schwer bespielbaren Geläuf besser als die Elstern zurecht und konnten ihre Chancen auch in Tore umsetzen. Uwe Seeler (21.), Uwe Reuter (25). und Peter Wulf (40.) und( 76.) schossen eine auch in dieser Höhe verdiente 4 : 0 Führung heraus. Keiner der ASV – Spieler konnte an diesem Tag seine normale Form auf den Platz bringen. Mit einem Punktekonto von 18 : 22 Zählern nach zwanzig Spielen belegten die Elstern Platz acht mit drei Punkten hinter dem FC St. Pauli, aber drei Punkten vor Concordia und neun Punkten vor dem alten Rivalen Altona 93.

1 : 1 dank guter Nerven
 Dieses Prädikat gebührt ganz eindeutig dem Spielgestalter Werner Erb, der in der 85. Minute einen Foulelfmeter gegen Eintracht Braunschweig verwandelte. Eine 5 cm hohe Schneedecke an den Sander Tannen ließ das Angriffsspiel der Gäste nicht zur Entfaltung kommen, der Ball rollte nicht, statt dessen blieb er sehr häufig im Schnee stecken. So kam das 1 : 0 für die Gäste nicht durch eine Kombination, sondern durch einen 25 m – Freistoß des Braunschweigers Jürgen Moll zustande. Mit einer verstärkten Abwehr versuchte die Eintracht diese knappe Führung zu sichern, aber ständige Angriffsbemühungen der Bergedorfer Mannschaft setzten die Eintracht unter Druck. Als dann Jordan in der 85. Minute vom späteren Nationalspieler Achim Bäse gefoult wurde, spielte Werner Erb seine ganze Routine aus und setzte das Leder in die Maschen des Braunschweiger Tores. Aus dem Bergedorfer Team ragte kein Spieler heraus, man muß der Mannschaft insgesamt eine ganz ausgezeichnete Gesamtleistung bescheinigen. Die Braunschweiger Mannschaft kam in Bergedorf nicht komplett an, Linksaußen Klaus Gerwien wurde nach der Mittagspause in Lüneburg vergessen, fuhr dann mit einem Taxi nach Bergedorf und erreichte die Sander Tannen zwei Minuten vor Spielbeginn.

Verdienter Punkt in Oldenburg
 Rolf Planetta und Kalle Bochmann brachten die 85er in der 34. und 38. Minute mit 2 : 0 in Front gegen einen indisponierten VfB Oldenburg. Ganz offensichtlich gelang es dem Oldenburger Trainer in der Halbzeitpause, die Tugenden seiner Mannschaft wachzurufen, denn wie ausgewechselt kamen die Oldenburger Spieler aus der Kabine und erzielten innerhalb von acht Minuten den Ausgleich. Die Hintermannschaft der Elstern behielt in der Drangperiode der Gastgeber die Übersicht und trotzte allen Bemühungen der Gastgeber. Sommerfeld, Jordan und Weißleder waren die besten Spieler der Bergedorfer Mannschaft.

SC Concordia nahm die Punkte mit
 Das 1 : 0, erzielt von Rolf Planetta gab die Überlegenheit der Elstern auch nicht annähernd wieder. Effektives, schnelles Sturmspiel, aber auch viele ungenutzte Torgelegenheiten prägten das Spiel der Elstern. Unheil bahnte sich in der 48. Minute an, als der SC Concordia einen Handelfmeter zum 1 : 1 verwandelte. Ein Bruch im Spiel des ASV trat nach einer Verletzung von Werner Erb ein, in dieser Phase gingen die Gäste mit 2 : 1 in Führung. Nach einer weiteren Verletzung schied Werner Erb vorübergehend aus und fristete danach ein Statistendasein. In den letzten Minuten drängten die Bergedorfer mit Macht auf den Ausgleich und warfen alles nach vorne. Das Elstern – Schicksal nahm dann seinen Lauf, als ein Steilpaß von einem Concorden erlaufen wurde und dieser keine Mühe hatte, das Leder im Tor von Jürgen Horn unterzubringen. Mit diesem 3 : 1 Erfolg nahmen die Concorden die Punkte mit nach Wandsbek, während die Elstern geschlagen vom Platz gingen.

Kein Chance gegen Hannover 96
 Wer gedacht hatte, dieses Spiel würde ähnlich wie das Spiel in der Vorrunde ( 5 : 0 für 85 ) verlaufen, hatte sich gründlich getäuscht, zu überlegen waren die 96er und hatten bis zur Pause einen 3 : 0 Vorsprung erarbeitet. Bruhn ( 8. und 16. ) sowie Kellermann ( 44. ) waren die Torschützen, kurz vor Spielende erhöhte Bohnsack auf 4 : 0 für die Hannoveraner. Die Elstern waren während der gesamten Spielzeit kein gleichwertiger Gegner und unterlagen auch in dieser Höhe zurecht!


VfB Lübeck verliert unglücklich
 Eine schmerzliche Niederlage mußte der VfB Lübeck an den Sander Tannen hinnehmen. In der 15. Minute schied der Lübecker Torhüter Alves nach einem Zusammenprall mit Planetta aus – eine Rißwunde am Ohr wurde im Boberger Krankenhaus genäht, in der 60. Minute konnte der Torhüter an seinen Arbeitsplatz zurückehren. Sein Stellvertreter Schülke – gelernter Mittelstürmer - wurde in der Zwischenzeit von Voß ( 19. ), Planetta ( 47. ), Jordan (49. ) und erneut Planetta( 54. ) bezwungen. Zwei weitere Treffer gegen die nun wieder komplette Lübecker Elf ( Voß und Pörschke ) stellten das 6 : 0 – Endergebnis her. Diese bittere und zu hohe Niederlage beförderte den VfB in den Tabellenkeller mit einem Punktestand von 17 : 33 punktgleich mit Altona 93.

Beifall an den Sander Tannen
 Sowohl das Spielergebnis als auch die Qualität des Spiels gegen den VfV Hildesheim begeisterten die 3000 Besucher an den Sander Tannen. Eine feine Leistung der Elstern, bei denen Bochmann ( im Sturm immer besser ), Jordan, Planetta und Gerd Voß – nicht nur wegen seiner beiden Tore( 33. und 49. ) - die herausragenden Spieler waren. Eine Klassepartie, an der auch die Hildesheimer erheblichen Anteil hatten, ging mit einem 2 : 0 für die Elstern zuende. Diese fanden sich nach dem Schlußpfiff auf dem achten Tabellenplatz wieder.

Punktgewinn beim Bundesligaaspiranten
 Um die eigenen Ansprüche auf einen Platz in der Bundesliga zu untermauern, hätte es eines Sieges des VfL Osnabrück über die Gäste aus Bergedorf bedurft. Doch die Elstern machten den Hausherrn einen dicken Strich durch die Rechnung, denn in der 21. Minute versetzte Planetta den Hoffnungen der Osnabrücker einen Dämpfer und schoß zum 1 : 0 für die 85er ein. Durch eine unglückliche Verletzung von Kalle Bochmann ( Sturz in eine Grube außerhalb des Spielfeldes ) wurde der Offensivdrang der Bergedorfer Mannschaft gebremst mit der Folge, daß die Niedersachsen in der 65. Minute durch Bensmann den 1 : 1 Ausgleich erzielten. Zehn aufopferungsvoll kämpfende Elsternspieler nahmen nach dem Abpfiff verdient einen Punkt mit an die Bille.

Unnötige Niederlage in Neumünster
 In einer Partie, in der es um nichts mehr ging, führte in der 11. Minute ein Querschläger in der Elsternabwehr zu einer Tormöglichkeit für den VfR, die zum 1 : 0 für die Platzbesitzer führte. Auch in der Folge blieb der VfR die tonangebende Mannschaft, den zweiten Spielabschnitt konnte das Bergedorfer Team jedoch offen gestalten. Alle Bemühungen blieben erfolglos, so mussten die Elstern eine 0 : 1 Niederlage quittieren.

Friedliche Punkteteilung 
 So friedlich, wie sich die beiden Trainer nach Spielschluß voneinander verabschiedeten ( Heinz Werner und Heinz Hempel vom FC St. Pauli ) verlief an der Hoheluft auch das Spiel des FC St. Pauli und Bergedorf 85. Ein ausgeglichenes Spiel, das mit dem 1 : 1 zu Recht auch keinen Sieger hatte. Die schnellen, steilen Bergedorfer Angriffe hatten nach zwanzig Minuten Erfolg, als Rolf Planetta die Elstern in Führung brachte. Zehn Minuten vor dem Ende hatten dann die Angriffsbemühungen des FC St. Paul mit dem Ausgleichstor den verdienten Erfolg.

Jubiläumsspiel von Günther Emsen
 In der Spielzeit 1954 / 55 erstmals im Trikot der Elstern aufgelaufen, absolvierte Günther Emsen 349 Spiele für die Elstern, davon 139 Spiele in der Oberliga und 210 Partien im Amateurbereich. Günther Emsen, der untadelige Sportsmann mit dem großen Kämpferherz, sollte im letzten Spiel der Oberliga Nord sein Jubiläumsspiel austragen. Den passenden Rahmen lieferten der SV Werder Bremen und dreitausend Besucher an den Sander Tannen. Es begann gut für die Elstern, denn nach Treffern von Planetta und Erb stand es nach achtzehn Minuten 2 : 0 für das Bergedorfer Team. Die Freude war nur von kurzer Dauer, denn Willi Soya vom SV Werder verkürzte eine Minute später auf 1 : 2, unmittelbar vor dem Pausenpfiff fiel der einhundertste Treffer der laufenden Saison für die Gäste von der Weser, der SV Werder hatte ausgeglichen. In Durchgang zwei ließen die Kräfte der 85er deutlich nach und so kassierten die Elstern zwei weitere Gegentreffer.Mit 2 : 4 besiegt verließen die Elstern den Platz. In der Endabrechnung belegten die Elstern mit einem Punktekonto von 26 : 34 bei einem Torverhältnis von 44 : 57 den elften Tabellenplatz.
Anlage 1


Die Zeit der Erstklassigkeit war für die Elstern und zwölf andere Mannschaften nun vorbei. Der HSV, SV Werder Bremen sowie die Braunschweiger Eintracht wurden in die Bundesliga eingegliedert. Tabellarische Absteiger aus der Oberliga Nord waren der VfB Lübeck und Altona 93. Beide Mannschaften hatten die Möglichkeit, sich in einer Relegationsrunde zusammen mit den Spitzenvereinen der Amateurligen für die neugeschaffene Regionalliga Nord, der zweithöchsten deutschen Spielklasse, zu qualifizieren. Hierauf wird in späteren Berichten eingegangen.
Anlage 2


Zum Abschluß dieses Berichtes noch einige prägnante Eckdaten
Sechzehn Jahre lang war die Oberliga Nord die Organisationsform des erstklassigen Fußballs in Norddeutschland. Insgesamt spielten achtundzwanzig Vereine unterschiedlich lange in der Oberliga. Die Mannschaften des HSV, Werder Bremen, FC St. Pauli, VfL Osnabrück und des KSV Holstein Kiel gehörten dieser Spielklasse ohne Unterbrechung an. Die „ewige“ Tabelle der Oberliga wird vom HSV gefolgt vom SV Werder Bremen und dem FC St. Pauli angeführt.
In dieser Aufstellung belegten die Elstern nach fünf Spielzeiten bzw. 150 ausgetragenen Spielen Platz 19 In den 150 Spielen wurden von Trainer Heinz Werner 36 Spieler aufs Feld geschickt. Mit 140 Einsätzen wurde Günther Emsen zum „Rekordspieler“ der Elstern gefolgt von Karl – Heinz Pörschke und Gerd Voß
Spiele der Elstern gegen den HSV endeten regelmäßig mit Niederlagen, es gelang gegen die Rothosen kein Punktgewinn. Gern gesehene Gäste in Bergedorf waren die Mannschaften des VfR Neumünster, Hannover 96, Bremerhaven 93, die die Mehtzahl der Punkte in Bergedorf zurückließen.
Die meisten Zuschauer lockte der HSV in Bergedorf an. 25000 Besucher im Billtalstadion in der ersten Saison der Elstern stellen sicherlich einen Rekord für die Ewigkeit dar, im Durchschnitt kamen 14000 Besucher zu den Gastspielen des HSV, den FC St. Pauli wollten durchschnittlich 8000 Zuschauer beobachten. Zu den 75 Heimspielen der Elstern kamen insgesamt 483 990 Besucher, dies entspricht einem Zuschauerdurchschnitt von 6453. Auf fremden Plätzen wollten durchschnittlich 6034 Zuschauer die Elstern sehen.

Folgende Anlagen sind diesem Bericht beigefügt: 
 Anlage 1 – Ergebnistabelle der Spielzeit 1962 / 1963, entnommen dem Buch Spundflasche mit Flachpaßkorken
Anlage 2 – Spielerkader, Spieleinsätze, Mannschaftsaufstellungen und Torschützen.
Anlage 3 – Ewige Tabelle der Oberliga Nord, entnommen einer Publikation der Deutschen Sportclubs für Fußballstatistiken

Anlage 4 – Oberliga Nord – ASV Bergedorf 85 – 1958/59 bis 1962/63 – Spieleraufgebote und Einsätze sowie Torschützen. Die Spielernamen der Meistermannschaft von 1958 sind grau hinterlegt
 Anlage 5 – Spielergebnisse ASV Bergedorf 85
 Anlage 6 – Zuschauerzahlen 
Die Bilder mit den Spielszenen entstammen dem Archiv des Hamburger Abendblattes
Anlage 3

Anlage 4

Anlage 5

Anlage 6

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