Mittwoch, 3. Januar 2018
Elstern-Interview-Sammlung
Eine Zusammenstellung von Interviews mit (ehemaligen) Spielern und Offiziellen unserer Elstern:
A
Ingo Arndt http://85live.blogspot.de/2014/04/wir-konnen-hier-was-erschaffen-was.html
B
Florian Baum http://85live.blogspot.de/2017/10/ohne-schiedsrichter-geht-es-nicht-aber.html
Rene´ Binnewerg http://85live.blogspot.de/2014/03/rene-binnewerg-2-vorsitzende-und.html
C
Sascha de la Cuesta http://85live.blogspot.de/2011/06/wir-alle-haben-gemeinsam-ein-ziel-und.html
Rinik Carolus http://85live.blogspot.de/2010/04/rinik-carolus-wir-konnen-in-der.html
D
E
F
Jörg Franke http://85live.blogspot.de/2014/07/das-interview-zum-trainingsstart-mit-85.html
G
Marc O. Gabucan http://85live.blogspot.de/2014/09/85-spieler-marc-o-gabucan-im-interview.html
Dietmar Gietzen (geb. Weber) http://85live.blogspot.de/2014/08/dietmar-weber-der-kapitan-des-asv.html
H
Mathias Heidrich http://85live.blogspot.de/2017/11/interview-mit-dem-ehemaligen-elstern.html
I
J
K
Christian Kautz http://85live.blogspot.de/2014/09/interview-mit-85-spieler-christian.html
Kutay Keklikci http://85live.blogspot.de/2010/06/die-saison-bei-den-elstern-war-ein_04.html
Gregor Krahn http://85live.blogspot.de/2015/02/interview-mit-unserer-nummer-3-gregor.html
L
Mirco Langen http://85live.blogspot.de/2010/05/war-echt-ne-schone-zeit-beim-asv-mirco.html
Norman Leßmann http://85live.blogspot.de/2015/04/was-fur-ein-erlebnis-norman-lemann.html
M
Michael Meyer http://85live.blogspot.de/2012/04/ich-bleibe-bergedorf-treu-futsal.html
Robert Meyer http://85live.blogspot.de/2009/06/interview-mit-robert-meyer-durch-die_16.html
Friedhelm Mienert http://85live.blogspot.de/2011/06/die-mannschaft-muss-ganz-schnell-aus.html
Klaus "Buffi" Muruszach http://85live.blogspot.de/2015/05/was-macht-eigentlich-klaus-buffi.html
Jan Müller http://85live.blogspot.de/2011/07/ich-bin-nie-zufrieden-da-ich-wei-dass.html
N
Udo Niels http://85live.blogspot.de/2016/03/was-macht-eigentlichudo-niels-der.html
Ben Nitschke http://85live.blogspot.de/2009/07/interview-mit-co-trainer-ben-nitschke.html
Manni Nitschke http://85live.blogspot.de/2011/01/manni-uber-seinen-nachfolger-wir-mussen.html
O
P
Jürgen Paap http://85live.blogspot.com/2016/07/in-unserem-neuen-system-ist-eine-gut.html
Patrick Paap http://85live.blogspot.com/2018/10/interview-mit-patrick-paap-dem-trainer.html
Dimitrios Panagoitidis http://85live.blogspot.de/2013/03/was-macht-eigentlich-dimitrios.html
Mirko Petersen http://85live.blogspot.de/2012/08/ihr-werdet-eine-absolut-diszipliniert.html
Markus Prahl http://85live.blogspot.de/2012/07/tradition-und-identifikation-oberste.html
Q
R
Matthias "Matte" Reincke http://85live.blogspot.de/2009/06/entscheidung-nicht-leicht-gefallen-im.html
Jürgen Ruesch http://85live.blogspot.de/2010/04/kurz-mal-nachgefragt-bei-jurgen-ruesch.html
S
Paul Schäfer http://85live.blogspot.de/2014/04/wir-konnen-hier-was-erschaffen-was.html
Zandra Schäfer http://85live.blogspot.de/2010/06/einfach-schon-zuzusehen-wenn-die.html
Reiner "Ernie" Schmidt http://85live.blogspot.com/2018/09/es-gab-nur-fuball-fur-uns-nach-der.html
Jannik und Kevin Seddig http://85live.blogspot.de/2014/09/jannik-und-kevin-seddig-im-zwillings.html
Daniel Sitz http://85live.blogspot.de/2015/01/talk-im-clubhaus-auf-ein-glas-cola-mit.html
Frank Stolina http://85live.blogspot.de/2008/08/der-trainer-im-interview.html
Marco Strauer http://85live.blogspot.de/2010/07/eine-gute-basis-fur-die-zukunft-marco.html
T
Deran Toksöz http://85live.blogspot.de/2010/05/teil-ii-unseres-ruckblicks-zur-wahl-des.html
U
V
Klaus Vogel http://85live.blogspot.de/2017/07/was-macht-eigentlich-klaus-vogel-der.html
W
Kenny Wagenknecht http://85live.blogspot.de/2014/09/interview-mit-kenny-wagenknecht-den.html
Natalia Wagner http://85live.blogspot.de/2015/01/interview-mit-natalia-wagner.html
Gunnar Weber http://85live.blogspot.de/2015/01/interview-mit-gunnar-weber-mitarbeiter.html
X
X
Z
Freitag, 1. Dezember 2017
Elstern-Round-Up 30/17
Setzen wir die
beiden Spiele gegen den Oststeinbeker SV in Klammern – eckige natürlich – hat
unser ASV Bergedorf 85 bisher eine großartige Saison gespielt:
Bis auf ein
Unentschieden gegen den Bezirksligaabsteiger FSV Geesthacht alle anderen Partien
gewonnen. 46 Punkte aus dann nur 16 Begegnungen sind eine stolze Beute. Sollte
85 an diese beindruckende Bilanz in den restlichen 12 Matches anknüpfen, wird
der Aufstieg den Elstern mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit nicht zu
nehmen sein.
Doch spätestens
nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen unserer politischen Elite wissen
wir auch, dass es vielleicht doch ganz hilfreich ist, den Klammerinhalt
rechtzeitig zur Sprache zu bringen.
Politisch
völlig unkorrekt gesagt, hat unser Felix Rehr direkt nach dem Spiel in
Oststeinbek „den Lindner gemacht“ (Felix, das ist nicht beleidigend
gemeint ;-) , als er auf das schlechte Spiel am Meessen seinen Kommentar in die
Fernsehkameras zum Besten gab (zum Interview bei Elbkick.tv).
In der Tat war
zumindest der Auftritt von 85 in den ersten 45 Minuten eines Spitzenreiters
unwürdig. Zum einen der sehr guten Leistung des Gegners geschuldet, aber auch
Ausdruck von fehlender Entschlossenheit und Laufbereitschaft oder vielleicht
sogar eingeschlichener Selbstzufriedenheit.
Können aus dem
Debakel gegen den OSV (In 180 Minuten wurde 2:11 verloren)die richtigen Lehren
gezogen werden und der Schalter wie nach dem Hinspiel sofort umgelegt werden?
Es wird nötig
sein!
Der nächste
Gegner ist stabil!
Setzt man zwei
Wochen (25.8.- 8.9.17) vor die – genau Sie wissen schon – Klammer weißt
der SV Börnsen 2 ein Torverhältnis von +3 auf.
In dem besagten
Zeitraum unterlag Börnsen Glinde, Reinbek und dem OSV jeweils mit 0:6.
Jetzt zeigt die
Formkurve steil nach oben. Ein 2:2 gegen Mümmelmannsberg ist ein deutliches
Ausrufungszeichen.
Beim ASV wird
aller Wahrscheinlichkeit Kapitän Norman Leßmann wieder an Bord sein!
Am ersten
Advent werden die zahlreichen Elstern-Fans sicherlich das letzte Spiel in
diesem Jahr angemessen gekleidet verfolgen und ihre Jungs hoffentlich zu
weiteren drei Punkten anfeuern.
Anpfiff:
Sonntag, der 3.12.2017 um 14 Uhr Stadion Sander Tannen
Bis auf die
D-Juniorinnen sind am ersten Wochenende im Dezember alle Fußballteams des ASV
Bergedorf 85 im Einsatz:
Traditionell
eröffnen die Elstern-Oldies das Fußballwochenende an den Sander Tannen. Diesmal
sind die Senioren des ASV Bergedorf 85 dran, die heute um 19:30 Uhr Tonndorf
Lohe empfangen. Nach einem grandiosen Start als Aufsteiger in Hamburgs
höchster Seniorenliga ist 85 etwas abgerutscht in der Tabelle. Aber ein 6.
Tabellenplatz mit 14 Punkten ist aller Ehre wert. Der Gegner aus Tonndorf ist
Vorletzter mit acht Zählern. Aber Vorsicht. Das Hinspiel endete torlos.
Diesmal werden
beide Torhüter die Bälle aus dem Netz holen müssen. Unser Tipp: 3:1 für den
ASV!
Die 2.
D-Junioren spielen am Samstag um 13:30 Uhr in der Halle in Wilhelmsburg im
Rahmen der Hallenspielserie. Seit Anfang November stehen 18 Spiele bis Ende
Januar 2018 auf dem Spielplan. Die Jungs von Trainer Ingo Arndt liegen bisher
im guten Mittelfeld der Tabelle. Unser Tipp für Samstag: Zwei der drei Spiele
werden gewonnen!
Unsere
neugegründeten 1. Alten Herren reisen am Samstag gen Osten. Um 15 Uhr ist beim
FSV Geesthacht, der aber nach Düneberg ausweichen muss, Anpfiff. Ein
harter Brocken, ist die Heimmannschaft doch Tabellenführer. In der Liga
mit 12 Teams ist der ASV 10 mit sieben Punkten.
Es ist mehr als
beachtlich, was in der kurzen Zeit schon in diesem Bereich gewachsen ist.
Nicht nur, dass Dietmar Gietzen sich jetzt im fortgeschrittenen Alter zum
Torjäger entwickelt ist bemerkenswert, nein auch die Tatsache, dass die
Mannschaft regen Zulauf erfährt und auch aktive Fußballerische Unterstützung
aus der Schiedsrichterabteilung erhält – Florian Baum steht zwischen den
Pfosten. Wo wir beim Tipp für morgen wären: Trotz unermüdlichen Kampf setzt es
eine 1:5 Niederlage . Das Bier wird nach dem Spiel aber trotzdem schmecken!
Jugendabteilungsleiter
und Trainer der 1. D Jugend Paul Schäfer hat sich diesen Winter gegen die Halle
entschieden und spielt mit seinem Team draußen weiter. Auf dem Kunstrasenplatz
an der Krusestraße wird am Sonntag um 12:30 Uhr gegen den Lauenburger SV
angepfiffen.
Unser Tipp:
Paul wird drei Tore seiner Elstern bejubeln !
Der jüngere
Jahrgang der B-Jugend , unsere 2.B, muss am Sonntag um 13:30 Uhr ihr Spiel in
Billstedt nachholen. Ausgefallen ist damals das Match nicht, weil irgendein
Schrott aus dem Boden im Hein-Klink-Stadion ausgebuddelt werden musste, sondern
das Wetter unseren Jungs einen Streich spielte. 4:1 führte man gegen
Billstedt-Horn doch dann regnete und stürmte es zu stark, so dass der
Schiedsrichter abbrach.
Ganz so
deutlich wird es heuer nicht, aber mit einem Sieg kehrt unser Nachwuchs nach
Hause – so zumindest unser Tipp!
Die ältere
B-Jugend spielt am Sonntag parallel zur 1. Herren. Um 14 Uhr wird auf dem
Kunstrasen Este 06/70 empfangen. Die B-Jugend verbessert sich stetig auf dem
Platz wie auch personell. Nicht nur deswegen tippen wir, dass das
Hinspiel-Resultat umgedreht werden wird: 3:1 für 85 !!
Die kleinen
Elstern unsere E-Junioren – zieht es am Sonntagnachmittag in die warme Halle
nach Lauenburg. Vier Spiele stehen ab 15:30 Uhr auf dem Programm. Dort sagen
wir insgesamt 2 Tore für die Kleinen voraus und dazu ganz viel Freude und
Zufriedenheit über das Erlebte !!!
Alle
Ansetzungen und Termine auf der großen Vorschau der Fußballseite des ASV
Bergedorf 85
…………………………………………
Berichte aus
den anderen Abteilungen des Vereins:
Schwimmen:
Großartige
Erfolge verzeichnen die Schwimmer der SG Bille, deren Stammverein der ASV
Bergedorf 85 ist. Bei den Hamburger Kurzbahnmeisterschaften im Leistungszentrum
Dulsberg konnten sage und schreibe 33 Meistertitel errungen werden.
Ein herzlichen
Glückwunsch an den Abteilungsleiter Wolfgang Jordt !!!
Handball:
Zum absoluten
Spitzenspiel kam es letztes Wochenende in Bergedorf:
Die 1. Damen
der SG Bergedorf/ VM (Stammvereine ASV Bergedorf 85/ SC Vier- und Marschlande)
empfingen den Verfolger der SG Wilhelmsburg. Ein dramatisches Spiel. Nach einem
sechs Tore Rückstand gelang eine große Aufholjagd, die am Ende nicht ganz
gekrönt wurde. Trotz der 24:25 Niederlage bleiben die Damen aber vorne.
Die Herren der
Schöpfung säumen leider das Tabellenende in der Hamburg-Liga. Daher fast
sensationell der Punkterfolg letztes Wochenende gegen den Spitzenreiter!
(zum
Spielbericht)
Dieses
Wochenende sind sowohl die Damen als auch die Herren spielfrei !
Alle Infos zu
den Handballern gibt es hier !
Dart:
Große
Ereignisse werfen ihre Schatten voraus:
Am den
Freitagen (8.+15.12.2017) veranstaltet die Steel-Dart-Abteilung in Kooperation
mit dem Vereinshaus des ASV Bergedorf 85 Jugendtage:
Last but not
least eine Einladung zum 1. Advent:
Am Sonntag
findet in unserem Klubhaus zwischen 13 und 16 Uhr das große Weihnachtsbasteln
statt. Alle Infos dazu gibt auf der Homepage des ASV Bergedorf 85:
In diesem Sinne
wünschen wir Ihnen ein schönes erstes Adventswochenende !!!
Foto: Archiv 85live
Freitag, 24. November 2017
OSV wie aufgedreht – Elstern verlieren 5:1 in Oststeinbek
Es war mächtig was los am Meessen.
So viele Fans begleiteten den ASV
Bergedorf 85 wie seit Jahren nicht mehr: Lautstark zog die
Anhänger-Karawane die Möllner Landstraße hinauf zum Sportplatz.
Auf dem Spielfeld gaben aber die
Hausherren den Ton an. Die ersten 45 Minuten zog der OSV groß auf.
Vielleicht der beste Fußball, der in der Kreisliga 3 seit Jahren
gesehen wurde.
Hoch motiviert und druckvoll wurde 85
keine Chance gelassen. Gefühlte 80 Prozent der Zweikämpfe gewann
das Gottschling-Team. Quirlig und dabei technisch anspruchsvoll in
die Spitzen.
So war es nur eine Frage der Zeit, wann
das 1:0 fallen würde. In der 15. Minute wurde wieder über rechts ein Mann
freigespielt, die Hereingabe verwertete der überragende Stürmer
Maxi Kochsiek, der in der 39 Minute mit einem Heber auch das 2:0
erzielte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff durch einen mächtigen
Distanzschuss von Nicklas Frers das 3:0.
Elstern-Keeper Marc Stückler
verhinderte noch einen deutlichern Rückstand.
Der ASV Bergedorf 85 kam überhaupt
nicht zum geordneten Spielaufbau. Eine halbe Chance durch einen
Kopfball von Stephan Funk nach einer schönen Flanke von Gregor Krahn
– das war alles.
Einzig die Fans machten
Regionalligareife Stimmung.
Nach dem Wechsel war 85 besser im
Spiel. Oststeinbek musste dem wahnsinns Tempo der ersten Halbzeit
anscheinend Tribut zollen.
Jetzt lag das Tor für dem ASV in der
Luft. Als das denn durch Stephan Funk fiel, war es ein ganz anderes
Spiel. OSV plötzlich nervös, die Spieler meckerten sich gegenseitig
an. Sollte 85 den Anschluss schaffen, wäre alles wieder offen.
Und tatsächlich lag der Ball in der
68. Minute im Tor des Gastgebers. Doch aufgrund einer Abseitsstellung
wurde es nicht anerkannt.
Bergedorf aber jetzt konstruktiver. In
dieser Phase dann aber durch einen Konter das 4.1 . Damit war die
Messe gelesen. In der Nachspielzeit sogar noch das 5:1.
Insgesamt ein hochverdienter Sieg für
den OSV.
Beeindruckend aber auch die
Schiedsrichterleistung von „Bobby“ Schnehagen, der durch seine
bekannte Art der Kommunikation mit den Spielern Konfliktsituationen
schon im Ansatz deeskalierte.
Mit manch anderem Spielleiter wäre das
Match vielleicht aus dem Ruder gelaufen.
Trotz dieser zweiten Saisonniederlage
ist für den ASV die Situation nach wie vor gut. Sehr wahrscheinlich
wird man in dieser Spielzeit nicht mehr auf einen so starken Gegner
treffen. Volle Konzentration nun auf das Heimspiel gegen Börnsen II, gegen die dann auch hoffentlich wieder Elstern-Kapitän Norman Leßmann dabei sein kann, dessen Ausfall heute nicht kompensiert werden konnte.
Spielbericht bei Elbkick.tv
Stimmen zum Spiel bei Elbkick.tv
Spielbericht bei Elbkick.tv
Stimmen zum Spiel bei Elbkick.tv
Mittwoch, 22. November 2017
Interview mit dem ehemaligen Elstern-Spieler Matthias Heidrich: „Mir war als unbedarfter 18-Jähriger nicht wirklich klar, was das für eine große Nummer im Hamburger Amateurfußball war“
85live: Der große italienische Torhüter Gianluigi Buffon
stand kürzlich für seine Gli Azzurri zum letzten Mal im Tor. Buffon ist 39
Jahre alt – genauso alt wie Du bist. Matthias, warum hast Du bereits 2009 im
zarten Alter von 31 Jahren mit dem Fußball aufgehört?
Matthias Heidrich: Ich hätte früher auch gedacht, dass ich
so lange spiele, wie mich die Füße tragen. Aber der „frühe“ Zeitpunkt meiner
Abdankung (-: hatte andere Gründe. Ich war beruflich immer mehr eingespannt,
Spät- und Wochenend-Dienste, und privat kündigte sich Nachwuchs an. Mir war
klar, dass es mit ambitionierten Amateurfußball, der doch viel Zeit
beansprucht, nicht mehr geht, ohne ständig einen Spagat machen zu müssen. Offen
gestanden hatte ich zu diesem Zeitpunkt nach vielen Jahren, in denen Fußball
die Hauptrolle für mich gespielt hatte, auch etwas die Lust am Kicken verloren.
Die Prioritäten hatten sich einfach verschoben: Es war an der Zeit, dass meine
Frau, mit der ich zusammen bin seit ich 17 Jahre alt bin und die sich jahrelang
nach meinem Fußball-Zeitplan gerichtet hat, und die werdende Familie den Takt
vorgeben. Ein bisschen Wehmut ist aber ab und zu dabei, wenn ich an einem
Fußballplatz vorbeigehe…
85live: Trotzdem hast Du auch eine erlebnisreiche Karriere
hinter Dir. Du bist vor allem zwischen drei Vereinen hin- und hergesprungen?
Was waren Deine Stationen, als Spieler?
Matthias Heidrich: Nach den Jugendstationen TSV Glinde und
VfL Lohbrügge durfte ich meine ersten Schritte im Herrenbereich bei den
„Elstern“ machen. Mir war als unbedarfter 18-Jähriger nicht wirklich klar, was
das für eine große Nummer im Hamburger Amateurfußball war. Das wurde mir erst
im Laufe der ersten Saison klar. In der damaligen Verbandsliga spielten wir um
den Oberliga-Aufstieg, mit Vorwärts Wacker als Hauptkonkurrenten. In Billstedt
und auch an den Sander Tannen waren jeweils über 1.000 Zuschauer, das war schon
geil. Meister wurden wir leider nicht, schafften aber über den Umweg
Aufstiegsspiele gegen Felde den Aufstieg. Im Hinspiel in Bergedorf traf ich zum
1:1 und lief jubelnd zu meinen Kumpels auf der Tribüne. Zu der Zeit hatte ich
gerade mein Abitur gemacht. Meine Freunde waren direkt vom Abi-Zelten gekommen,
das ich, ganz verantwortungsvoll früh und nüchtern verlassen hatte. Es hat sich
gelohnt…
Um den nächsten Schritt zu machen, zog es mich nach dem Oberligaabstieg
der „Elstern“ zum SC Concordia. Dort hatten wir wirklich eine Super-Truppe mit
Spielern wie Piet Wiehle, Helge Mau oder auch den jungen Norman Lund. Es gab
aber finanzielle Probleme, so dass sich fast alle Spieler nach einem Jahr
verabschiedeten. Als Rainer Wysotzki, damals Manager und zuvor mein erster
Trainer bei 85, fragte, ob ich mir vorstellen könnte, zurück zu den „Elstern“
zu kommen, hatte ich mich im Prinzip schon entschieden. Dass es dann zwischen
Bergedorf und dem Meiendorfer SV noch zweimal hin und her ging, ist schon
ungewöhnlich, hatte jeweils aber seine Gründe. Nicht missen möchte ich auch die
abschließenden vier Jahre beim FC Voran Ohe. Das war eine klasse Zeit, mit
tollen Erfolgen, auch so manchen Nackenschlägen und vielen netten Menschen, die
ich kennenlernen durfte.
85live: Kannst Du Dich noch an Dein erstes Spiel im Elstern-
Trikot erinnern?
Matthias Heidrich: Allerdings. Das war ein Testspiel in der
Sommervorbereitung in Havighorst auf einem staubtrockenen, harten Grand mit
1970er-Jahren Gedächtnis-Baumwolltrikots, die schon beim Auflaufen klitschnass
waren. Dass Kritik an den Klamotten bei Zeugwart, Original und Club-Ikone Hein
Häring, Gott hab ihn selig, gar nicht clever ist, merkte ich schnell. Ich hab
die Dinger sogar richtig lieben gelernt und meins nach dem Sieg in Felde und
dem Aufstieg in die Oberliga auch behalten… Die Frage zielte vermutlich eher
auf das erste Punktspiel ab, doch da bin ich mir nicht mehr ganz sicher, wo das
war. Dass ich gleich in der ersten Saison mehr oder weniger Stammspieler war,
hatte auch mit dem tragischen Foul zu tun. Henning Schlottmann, als Stürmer
neben „Knipser“ Jörg Witzke gesetzt, brach sich im Derby gegen den VfL
Lohbrügge nach einem üblen Tritt von Devrim Tanriver Schien- und Wadenbein und
fiel lange aus. So bitter es war, das war meine Chance und ich hab sie glaube
ich ganz gut genutzt.
85live: Deine Trainer waren damals Rüdiger Schwarz und Manni
Nitschke, die manchmal an Dir verzweifelten... Stichwort „Ewiges Talent“. Was
mögen die beiden damit gemeint haben?
Matthias Heidrich: Ist mir völlig unverständlich… (-: Nun
ja, vielleicht, dass ich als extrem geselliger Typ auch für die Freuden der
dritten Halbzeit sehr empfänglich war, um es mal vornehm auszudrücken. Unter
dem Strich haben sie Recht: Ich habe aus meinen Möglichkeiten, die glaube ich
ganz ordentlich waren, zu wenig gemacht. Extra-Schichten wären für mich wichtig
gewesen, da ich nie eine Laufziege war. Nun ja, jetzt wo ich alte 39 Jahre bin,
weiß ich das. Damals mit bummelig 20 habe ich darüber nicht wirklich
nachgedacht. Mein Fehler…
85live: Du kannst Dich jetzt „rächen“. Wie war damals das
Training und was zeichnete Manni und Rüdiger aus?
Matthias Heidrich: Offen gestanden, war das Training unter
Rüdiger ziemlich eintönig. In der Rückschau, bei den heutigen
Trainingsgewohnheiten, ist das natürlich ziemlich leicht zu sagen und
vielleicht auch etwas unfair. Aber der Erfolg gab ihm Recht. Die Grundlage war
da eher immer die Mannschaftszusammenstellung vor der Saison. Rüdiger holte
immer wieder richtig gute Kicker nach Bergedorf, die in den Ligen, in denen wir
gespielt haben, vielleicht sogar etwas unterfordert waren. Mir fallen da Namen
wie Habimani Shabani, Markus Burmester oder nicht zuletzt Andreas Kunze ein.
Andreas war damals schon über 30, aber immer noch der Schnellste und Beste,
obwohl Manni ob dessen bescheidener Trainingsteilnahme-Statistik einmal
bemerkte: „Der kriegt schon ne Grippe, wenn im Fernsehen ein Fenster auf ist“. Das
beschreibt auch ganz gut die Stärke Mannis und Rüdigers: das Menschliche.
85live: Deine drei herausragenden Spiele für den ASV
Bergedorf 85?
Matthias Heidrich: Puh, schwierig. Die Aufstiegsspiele im
ersten Jahr gegen Felde und die Duelle mit Wacker hatte ich schon erwähnt. Nie
vergessen werde ich auch die Oberliga-Aufstiegsspiele später unter Rüdiger
gegen Neumünster. Beim VfR hatten wir 0:1 verloren, wegen eines Fehlers von
mir. Im Rückspiel an den Sander Tannen wollte ich es unbedingt wieder gut
machen, brachte uns mit zwei Treffern zur 2:0-Führung auf Aufstiegskurs. Dann
verschätzte sich unser Torwart Oliver Grabolle bei einer Flanke, Kopfball, 1:2.
Wir waren komplett konsterniert, kassierten noch das 2:2 und Neumünster durfte
jubeln. Kein Highlight im positiven Sinne, aber Niederlagen, auch extrem
bittere, gehören eben dazu. Als letztes würde ich noch das DFB-Pokal-Spiel
gegen den VfL Wolfsburg nennen. Über 6.000 Fans an den Sander Tannen, wir
gingen durch ein Traumtor von Arne Klein, das zur Wahl zum „Tor des Monats“
stand, 1:0 in Führung. Dann machten die Bundesligaprofis ernst. Ich erinnere
mich noch, wie Martin Petrov nach einer Ecke für uns den Ball am VfL-Strafraum
bekam und gefühlte fünf Sekunden später zum 2:1 auf der anderen Seite traf.
Unserem schnellsten Mann, Mike Kudling, hatte er dabei aussehen lassen wie
einen Alte-Herren-Kicker. Ebenso wie Andrés D’Alessandro mich ein ums andere
Mal. Es war das erste Pflichtspiel des Argentiniers im Wolfsburger Trikot. Der
wollte natürlich mal zeigen, warum der Club Millionen für ihn ausgegeben hatte.
So schnell wie der mit dem Ball an mir vorbei war, konnte ich manchmal gar
nicht gucken. Am Ende hieß es 1:6 aus unserer Sicht und viele, die sich schon
weiter wähnten, ich eingeschlossen, wussten nun, wie hoch die Trauben im
Profifußball hängen.
85live: Dann ging es zu Cordi? Bernd Enge (?) hat Dich ins
Marienthal gelockt?
Matthias Heidrich: Nein, Bernd Enge war damals nicht mehr im
Boot, als ich zu Concordia ging. Der damalige Trainer Thomas Bornhöft rief mich
an. In der Hamburger Auswahl hatte ich zudem schon mit einigen Talenten des SCC
zusammen gekickt, die ihm wohl einen Tipp gegeben haben. Tragisch: Als ich
letztlich im Marienthal aufschlug, war unser Trainer Kurt Hesse. Thomas
Bornhöft kam in diesem Sommer bei einem Autounfall in Spanien ums Leben. Ich
kannte ihn nur kurz, aber es war zu merken, dass er ein netter Mensch gewesen
war. Alle, die schon länger bei Cordi mit ihm zusammen gearbeitet hatten,
hatten an der Tragödie schwer zu knabbern. Auch deshalb war es ein besonderes
Jahr bei Cordi.
Für mich persönlich war Concordia noch aus einem anderen
Grund wichtig. Manager war damals Michael Schickel, Sportchef der „Hamburger
Morgenpost“. Über ihn durfte ich ein Praktikum bei der „Mopo“ machen und ich
merkte schnell, dass das meine Zukunft ist.
85live: Lange hast Du auch für Meiendorf gespielt und da
einen Menschen kennengelernt, der heute die Geschicke des ASV Bergedorf 85 mit
verantwortet…
Matthias Heidrich: Richtig, wir reden über Jörg Franke.
Damals war er Manager beim MSV und ich erinnere mich gerne an die Zeit mit ihm
zurück. Er ist vom selben Schlag wie Rüdiger oder auch Manni: einfach ein
netter Mensch. Da habe ich auch zufällig eine Anekdote parat (-: Ich als
Spieler und er der Manager haben im Sommer-Trainingslager in Schneverdingen mal
ein Zimmer geteilt, weil ich später anreiste und eben „nur“ noch ein Plätzchen
bei Jörg frei war. Das war an sich auch kein Problem, aber ich hätte nach dem
Mannschaftsabend eher einen anderen Spieler gebraucht, der auch hätte aufstehen
müssen, um pünktlich zum Training zu kommen. Jörg scherte das nach einer kurzen
Nacht im Disco-Keller des Hotels, das nannte man früher Teambuilding (-:, zu
Recht wenig. So schliefen wir beide den Schlaf der Gerechten und ich stolperte
doch mit einiger Verspätung zur morgendlichen Einheit auf den Platz. Gott sei
Dank war Trainer Frank Stolina am Abend zuvor auch dabei gewesen und schaute
mal schnell weg, als ich kam. Insofern kann ich die heutigen „Elstern“ nur vor
dem Zimmerpartner Jörg warnen, aber als Chefcoach darf er bestimmt alleine
nächtigen…
85live: Schon zu Zeiten als Spieler hast Du für die
Bergedorfer Zeitung „gejobbt“. Du bist dem Metier treu geblieben. Was machst Du
jetzt beruflich?
Matthias Heidrich: Ich bin dem Journalismus tatsächlich treu
geblieben. Anfang 2007 ging ich von der „bz“ zum NDR. Dort bin ich noch heute
und darf auf NDR.de über Fußball, Handball oder auch Tennis schreiben. Beim
Thema Leichtathletik oder Olympia sind meine Texte auch auf sportschau.de zu
finden. In diesem Zuge durfte ich von den Olympischen Spielen in London 2012
und auch in Rio 2016 von vor Ort berichten. Das waren tolle Erlebnisse, an die
ich bei meinen Anfängen bei der „Bergedorfer Zeitung“ nicht im Traum gedacht
hätte. Trotzdem steht mein Name auch heute noch ab und zu in der „bz“. Für die
Rubrik „Volkers Welt“, die immer sonnabends erscheint, schreibe ich
gelegentlich. Dann aber selten über Sport.
85live: Komischerweise sind einige Elstern-Spieler
Journalisten geworden. Hast Du noch Kontakt zu ehemaligen Elstern, vielleicht
sogar zu Deinem Berufskollegen Robert Matiebel (u.a Bild Berlin)?
Matthias Heidrich: Mit Robert, der wie ich übrigens auch aus
Glinde kommt, habe ich noch eine Saison bei den „Elstern“ zusammengespielt.
Beruflich sind wir uns noch nicht wirklich über den Weg gelaufen. Kontakt habe
ich ab und zu noch zu Gorden Wilkens, der das Tor der „Elstern“ gehütet hat.
Der hat aber nichts mit Journalismus zu tun… (-:
85live: Wenn Du einen Kommentar für den NDR zum Videobeweis
schreiben müsstest, würde der positiv oder negativ ausfallen?
Matthias Heidrich: Gute Idee, schlechte Umsetzung würde ich
aktuell drüberschreiben. Bei den klaren Fehlentscheidungen sollte die Technik
helfen, den Fußball „gerechter“ zu machen. Man darf ja auch nicht vergessen,
dass an der Entscheidung Tor oder nicht, mittlerweile nicht selten Millionen
und manchmal sogar Arbeitsplätze hängen. Das kann man an sich verurteilen, ist
aber die Realität. Dass sich der DFB mit transparenter Kommunikation schwer
tut, könnte das Ganze aber wieder zu Fall bringen. Da sind Herr Grindel und Co.
gefordert, nicht zuletzt bei der Baustelle Schiedsrichterwesen. Aktuell könnte
man den Eindruck gewinnen, viele wollen weiter den Schiedsrichter auf dem Platz
zur ärmsten Sau machen, weil alle sehen, dass eine Fehlentscheidung vorlag, nur
eben er nicht ohne Videobeweis. Das kann es auch nicht sein. Die Abläufe müssen
natürlich verbessert werden, aber was auch viele vergessen: Das ist eine
Testphase. Unter dem Strich neigt der Mensch halt zum Motzen.
85live: Was viele gar nicht wissen, Deine Magisterarbeit
beschäftigte sich mit dem ASV Bergedorf 85. Wie kam es dazu und wurde sie ganz
gut bewertet?
Matthias Heidrich: Lange wusste ich nicht, worüber ich
schreiben sollte. Ich bin dann eher zufällig, bei einem Besuch der 85-Geschäftsstelle,
darauf gekommen. Da fielen mir unzählige Aktenordner mit alten
Zeitungsausschnitten über die „Elstern“ ins Auge. Ein kleines 85-Archiv
sozusagen. Wenn man dann noch weiß, dass dieser Club in den 1950er und -60er
Jahren eine noch viel größere Bedeutung hatte, war der Weg zur Magisterarbeit mit
dem Titel „Zur gesellschaftlichen Bedeutung des Fußballsports am Beispiel des
ASV Bergedorf 85“ nicht mehr weit. Ich weiß es nicht mehr genau, aber sie wurde
glaube ich mit 1,8 bewertet, was ungefähr einer 2 entspricht. Wenn man bedenkt,
dass ich sie parallel zur EM 2008 geschrieben habe und zum ersten Spiel
natürlich vor dem Fernseher saß, ganz okay… (-:
85live: Wenn wir uns richtig erinnern, war Deine
Rückennummer die 13 (?). So wollen wir mit der 13. Frage das Interview
schließen: Verfolgst Du noch etwas den Hamburger Fußball speziell auch den ASV
Bergedorf 85? Hast Du einen Ratschlag für die Zukunft und kannst Du Deinen
Spitznamen Heidi noch hören?
Matthias Heidrich: Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn
mich jemand „Heidi“ nennt. Passiert heute aber ganz selten. Das war schon so
ein Fußballding. Sobald ich aber einen alten Weggefährten treffe und er mich so
nennt, kommen immer schöne Erinnerungen hoch. Zu Meiendorfer Zeiten hatten wir
uns sogar mal Jacken mit den Spitznamen vorne drauf machen lassen und sind so
losmarschiert. Wenn bei dir dann ein Frauenname vorne drauf steht, ist das
erste Gesprächsthema schnell gefunden… (-:
Ich schaue schon ab und an, wie meine alten Clubs so
spielen. Auf den Platz schaffe ich es aber eigentlich gar nicht. Mittlerweile
kenne ich als 39-Jähriger (!) auch kaum noch jemanden. In Bergedorf wären das
wohl eher die Menschen drum herum, wie eben Jörg oder Manni. Ich hoffe
natürlich, dass die „Elstern“ den Aufstieg in dieser Saison schaffen.
85live: Vielen Dank für das Interview !!!
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