Montag, 11. August 2014

Die Elstern - Versuch einer Chronologie Teil 7 Spiele um die Deutsche Amateurmeisterschaft - von Hans-Martin Lippold

Das 1948 zunächst von den Süddeutschen Vereinen beschlossene Vertragsspielerstatut legte den Grundstein
für die Weiterentwicklung des Spitzenfussballs in Deutschland. Diese Überlegungen machte sich der DFB zu Eigen,ebenso der Verband Berliner Ballspielvereine ( VBB ).
Innerhalb der bestehenden Verbandsstrukturen war also der V e r t r a g s s p i e l e r ins Leben gerufen worden und organisatorisch eine Abgrenzung zum Amateurfussball geschaffen.
Der "grosse" Fussball wurde also von den Vertragsspielern in den Oberligen und - in den Regionalverbänden Süd, West und Südwest auch in den zweiten Ligen gespielt, während die Spitzenvereine des Amateurfussballs in Hamburg und Berlin von den zweiten, im Süden, Westen und Südwesten von den dritten Ligen repräsentiert wurden.

Eine Deutsche Meisterschaft der Amateure wurde erstmals 1951 ausgespielt. Teilmahmeberechtigt waren die
bestplazierten Mannschaften der jeweiligen Amateurlandesverbände, die sich nicht für den Aufstieg in die
Vertragsspielerklassen qualifiziert hatten oder nicht im bezahlten Fussball antreten wollten.
Standhafter Vertreter dieser Zunft war die Eintracht aus Nordhorn unter dem alten Fussballpionier Ernst Fuhry.
Der Antrag der Nordhorner, mit einer Amateurmannschaft in einer Vertragsspielerliga anzutreten, wurde 1954 abgelehnt.
1955 stieg Eintracht Nordhorn unter Vertragsspielerbedingungen in die Oberliga Nord auf.
Erster Titelträger war Bremen 1860 durch einen 3:2 Erfolg über den Karlsruher FV am 30.Juni 1951.

Zum Wettbewerb:
Am Ende der Saison 1951 / 52 belegten die Elstern in der Amateurliga Hamburg den dritten Tabellenplatz hinter dem HTB und Altona 93.
Der Saisonverlauf 51 / 52 ist im zweiten Teil der Chronik nachgezeichnet.
Tabellenplatz drei berechtigte zur Teilnahme an der Deutschen Amateurmeisterschaft. Mitbewerber waren der Steglitzer SC Südwest Berlin - Bremen 1860 - Arminia Ickern - Eintracht Nordhorn - Itzehoer SV - Germania Mudersbach - SC Cronenberg - Viktoria Alsdorf - SC West Kaiserslautern - SV Schwetzingen - TSV Schwabach - VfL Konstanz - VfR Schwenningen - Borussia Fulda ( Freilos in der Vorrunde )

Bergedorf 85 - SSC Südwest Berlin 3 : 2
Die Zuschauer in Bergedorf - 4000 an der Zahl - waren der Verzweiflung nahe denn die Gäste aus Berlin erzielten in der 58. Spielminute das 0:2. Ein Tor von Herrmann Hansen fünfzehn Minuten später erlöste das Publikum von seinen Qualen und setzte bei den Elstern nicht mehr vermutete Kräfte frei. Weitere fünf Minuten später war es erneut Hansen, der das Leder im Tor der Berliner zum 2 : 2 unterbrachte. So geschehen in der 78. Spielminute!
Während die Berliner Spieler immer nervöser wurden, setzten die Elstern zu einem wahren Sturmlauf an. Als
Spieler und Zuschauer sich gedanklich schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, unterlief dem Berliner
Verteidiger Lorenz im eigenen Strafraum ein Handspiel. Elstern - Verteidiger Barthmann verwandelte den fälligen Strafstoß unhaltbar.
4000 Zuschauer feierten ihre Mannschaft, elf unglückliche Berliner Spieler verließen als Verlierer den Platz.
Die Elstern waren mit diesem Sieg unter den letzten acht Mannschaften, dies war gleichbedeutend mit dem
Einzug ins Viertelfinale.

Bremen 1860 - Bergedorf 85 2 : 0
Der amtierende Meister - Bremen 1860 - hatte in der ersten Runde den Westfalenmeister Arminia Ickern mit
2 : 0 ausgeschaltet.
Auch wenn diese Partie von den Bremern nicht so überzeugend geführt wurde, musste man den Meister gegen die Elstern als leichten Favoriten ansehen.
Im Bremer Weserstadion erwiesen sich die Elstern als ebenbürtiger Gegner. Überrragender Mann auf dem
Platz war jedoch Willi S c h r ö d e r, Nationalspieler in den Reihen der Bremer. Willi Schröder war ein genialer Spielmacher, den man mit Fritz Walter und Alfred Pfaff auf eine Stufe stellen konnte. Seine kämpferische Einstellung und Einsatzwille konnten leider mit seinen spielerischen und technischen Möglichkeiten nicht Schritt halten, sodass ihm eine ganz große Karriere versagt blieb.
Unregelmäßigkeiten bei Vertragsunterzeichnungen brachten ihm zudem eine lange Sperre ein.
Das 1 : 0 der Bremer resultierte aus einem Freistoß von Schröder. Der Bergedorfer Torhüter Maas konnte den Ball nicht festhalten, den abprallenden Ball beförderte der Bremer Kraatz in der 38. Minute in die Bergedorfer Maschen.
Die Entscheidung fiel zwanzig Minuten später. Schröder umspielte einen Bergedorfer Verteidiger, flankte präzise nach innen, ein Bremer war zur rechten Zeit am richtigen Ort und markierte das 2 : 0 für seine Farben.
Dieses 0 : 2 bedeutete für die Elstern das AUS in diesem Wettbewerb.
In der nächsten Runde mussten sich die Bremer dem SC Cronenberg mit 0 : 1 geschlagen geben. Titelträger
wurde der VfR Schwenningen durch ein 5 : 2 über Cronenberg.

Spielzeit 1957 / 58
Es sollte sechs Jahre dauern bis die Elstern wieder in diesen Wettbewerb eingreifen konnten.
Der Austragungsmodus wurde zwischenzeitlich geändert, die Meisterschaft wurde unter den Amateurmeistern der Regionalverbände ausgetragen. Dies waren

FV 09 Hombruch - westdeutscher Amateurmeister
Rapide Wedding aus Berlin
VfB Theley, Südwestdeutscher Amateurmeister
VfB Friedberg, Süddeutscher Am. - Meister
ASV Bergedorf 1885 aus dem Norden

In Stichworten der "Werdegang" der Teilnehmer:
Hombruch 09 Westfalenmeister nach zwei Siegen über die SpVgg Erkenschwick ( 7:3 und 3:2 )
Westdt. Meister nach 3:0 über TuS Lintfort und 2:2 beim SC 09 Berg. Gladbach.
Rapide Wedding Meister der Berliner Amateurliga und zusammen mit dem BFC Südring Aufsteiger in die Stadtliga.
VfB Theley Qualifikationsrunde gegen SC Herford und SC Ludwigshafen.
Für die Meisterschaft wurde nicht der Erstplazierte Ludwigshafen, sondern der Saarvertreter Theley
nominiert.
VfB FriedbergSüddeutscher Amateurmeister. Weitere Ergebnisse konnte nicht ermittelt werden.
Bergedorf 85 Norddeutscher Amateurmeister nach 3:0 Erfolg über Mitaufsteiger VfV Hildesheim.

Bergedorf 85 - VfV Hildesheim 3 : 0
Erstmals wurde im Rahmen der Deutschen Amateurmeisterschaft der Titel eines Norddeutschen Amateurmeisters ausgeschrieben. Dieser wurde zwischen den beiden Aufsteigern in die Oberliga Nord, dem VfV Hildesheim und dem ASV Bergedorf 85 ausgetragen.
Austragungsort war das Stadion am Millerntor, Spielstätte des FC St. Pauli. Vor 8000 Zuschauern traten beide Mannschaften in der Aufstellung der letzten - überaus erfolgreichen - Wochen an.
Schnell übernahmen die Elstern das Kommando auf dem Platz und drückten der Partie ihren Stempel auf.
In der zwanzigsten Minute wurde Karl Heinz Pörschke von Hansen freigespielt, umspielte seinen Gegenspieler und flankte nach innen. Dort stand Ulli Weber, nahm den Ball auf und ließ dem Hildesheimer Totwart Bartsch keine Abwehrchance. 1 : 0 für die Elstern!
Kleinere Unsicherheiten in der Abwehr konnten die Hildesheimer nicht ausnutzen, aus dem Mittelfeld kam für die Sturmreihe zu wenig Unterstützung und so blieben die Hildesheimer hinter den Erwartungen zurück.
Anders die Elstern, die ihren Kontrahenten mit druckvollem Sturmspiel ein ums andere Mal vor Probleme stellten. So auch in der 43. Minute, als ein platzierter Schuss vom Innenpfosten den Weg ins Tornetz fand. 2 : 0 für die Bergedorfer Mannschaft!
Nach der Pause intensivierten die Niedersachsen ihre Bemühungen, scheiterten jedoch immer wieder an dem gut aufgelegten Torsteher Manfred Lüneburg.
Die Entscheidung fiel nach einer Stunde. Einen scharf geschossenen Ball von Herder konnte der Gästetorwart nur abprallen lassen, Günter Emsen war zur Stelle und vollendete zum 3 : 0 für die Elstern!
Bergedorf 85 blieb die überlegende Mannschaft und war dem 4 : 0 näher als die Gäste dem Anschlusstreffer.

Mit diesem 3 : 0 Erfolg gingen die Elstern als erster Norddeutscher Amateurmeister vom Platz.

Auf dem Weg ins Finale mussten sich die Bergedorfer mit dem Vertreter des Regionalverbandes Südwest, dem VfB Theley auseinandersetzen. Durch Losentscheid wurde der HSV - Platz am Rothenbaum als
Austragungsort festgesetzt.

Bergedorf 85 - VfB Theley 6 : 2
Der Arbeit des VfB Theley muss man höchste Anerkennung zollen! Im 3000 - Seelenort war der kleinsten Verein mit einer Vertragsspielermannschaft nach dem Aufstieg in die 2. Liga Südwest beheimatet . Aus dieser Klasse sind die Saarländer nie abgestiegen, haben drei Spielzeiten in der ( damals zweitklassigen ) Regionalliga gespielt und Jahrzehnte in den höheren Ligen des Saarländischen Amateurfussballs zugebracht.
In einer überlegen geführten Partie siegten die Elstern auch in dieser Höhe verdient mit 6 : 2 .
0 : 1 Gratz ( 4. )
1 : 1 Noormann ( 27. )
2 : 1 Voß ( 34. )
3 : 1 Weber ( 60. )
4 : 1 Weber
4 : 2 Neiss ( 77. )
5 : 2 Hansen
6 : 2 Voß
Mit diesem Ergebnis zog Bergedorf 85 in das Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft ein

Das zweite Halbfinale gewann der FV 09 Hombruch mit 2 : 0 gegen Rapide Wedding aus Berlin. Die Berliner
hatten sich vorher mit einem 1 : 0 Sieg über den VfB Friedberg für das Halbfinale qualifiziert.
Bergedorf 85 und Hombruch 09 sollten am 15. Juni 1958 um 17:30 das Endspiel in der Kampfbahn ROTE ERDE in Dortmund bestreiten.

FV 09 Hombruch - ASV Bergedorf 85 3 : 1
Zweimal hatten die Elstern Heimrecht in vorentscheidenen Spielen um den Amateurtitel, diesmal mussten sie
auswärts antreten.
Also: Abfahrt Hamburg Hauptbahnhof um 08:26, fünf Stunden Bahnfahrt - Mittagessen - zwei Stunden
Entspannung, dann Fahrt zum Stadion in einem aufgeheizten Bus, nicht für alle Spieler Sitzplätze!!
Gute Reisevorbereitung sieht anders aus.
Acht Spiele in den vorangegangenen fünf Wochen haben ihren Tribut gefordert und die Elstern hatten erhebliche Probleme, uns Spiel zu kommen. Folgerichtig gerieten sie früh in Rückstand

0 : 1 ( 4. )
0 : 2 ( 34. )
0 : 3
1 : 3 Herrmann Hansen kurz vor der Halbzeit
Nach der Pause ein anderes Bild, die Elstern besannen sich auf ihre Qualitäten und setzten die Hombrucher unter Druck. Mit Glück und einem ausgezeichneten Torhüter hielten die Hombrucher das Ergebnis
Der FV 09 Hombruch wurde mit diesem Ergebnis Deutscher Fussballmeister der Amateure des Jahres 1958.

In der Vorschau zu diesem Spiel schrieb das Hamburger Abendblatt:

"Nachdem der HSV bis in das Endspiel der Deutschen Meisterschaft vorgedrungen war, hat auch
Bergedorf 85 sich bis in das Finale der Deutschen Amateurmeisterschaft durchkämpfen können.
Dieser Doppelerfolg ist ein Ruhmesblatt in der Hamburger Fussballgeschichte."


Auch wenn das ganz große Ziel nicht erreicht wurde - die Elstern haben den Hamburger Fussball eindrucksvoll vertreten und sich überregional Achtung erworben.

Im Umfeld des Endspiels entwickelten sich zwischen Borussia Dortmund und den Elstern freundschaftliche
Beziehungen, die in einer Einladung der Borussen zu einem Freundschaftsspiel ins Billtalstadion endeten.
Es gab auch ein Wiedersehen mit Hans T a u c h e r t, Trainerlegende aus den 50er Jahren. Hans Tauchert war bei Bergedorf 85 Vorgänger von Heinz Werner.
In dieser Zeit war er Trainer vom HSV und KSV Holstein Kiel, nebenbei betreute er auch die Elstern.

Nach der Rückfahrt nach Bergedorf am Sonntag bereiteten 2000 Bergedorfer der Mannschaft einen großen
Empfang. Ein Umzug durch Bergedorf begleitet von Blasmusik und zwei Spielmannszügen endete im
Lohbrügger Vereinslokal.(siehe Titelfoto)

Die Elstern hatten Großartiges vollbracht.

Bis zur Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 spielten die Elstern in der Oberliga Nord. Große Mannschaften haben das Billtalstadion als Verlierer verlassen, ehe die folgenden Spielzeiten an den Sander Tannen auf Rasen erfolgreich ausgetragen wurden.
Nach Einführung der Bundesliga gehörten die Elstern der Regionlliga Nord - der zweiten Liga - an. 1970 konnte der Abstieg ins Amateurlager nicht verhindert werden.
Nach einem Jahr des Umbruchs verbunden mit Abwanderung von Leistungsträgern ( einige gingen zu BU, man sprach damals schon von Barmbek 85 ) belegte Bergedorf 85 den 9. Tabellenplatz in der Landesliga Hamburg, der damaligen 3. Liga.
Die darauffolgende Saison beendeten die Elstern als Meister mit acht Punkten Vorsprung vor dem SC Victoria, scheiterten jedoch in der Aufstiegsrunde denkbar knapp am SV Meppen.

Wettbewerb 1972 / 73
In der Saison 1972 / 73 schienen die Elstern erneut die Meisterschaft anzusteuern.
Nach Niederlagegen den SC Sperber ( 0 : 1 ) und an den Sander Tannen gegen den VfL Pinneberg ( 2 : 5 )
wurde die Tabellenführung eingebüßt. Die allerletzten Hoffnungen schwanden nach einer 0 : 1 Heimniederlage gegen DuWo 08 zwei Minuten vor Spielende.
Am Ende standen die Elstern mit leeren Händen da und belegten den 3. Tabellenplatz. Der Frust war groß und die Teilnahme an der Amateurmeisterschaft wurde als Trostpflaster angesehen!

Weitere Teilnehmer an der ersten Runde waren

Polizei SV Bremen - BBC Südwest Berlin - TSV Büdelsdorf - FC Emmendingen - SV Oberlahnstein -
1. FC Kaiserslautern Amateure - SV Ludweiler - Frechen 20 - Eintracht Nordhorn - Karlsruher FV -
SpVgg 05 Bad Homburg - SC Hassel - ESV Ingolstadt - VfB Remscheid - VfR Aalen.

In Hin - und Rückspielen wurden die Teilnehmer der nächsten Runde ermittelt.

Bergedorf 85 - Polizei SV Bremen 2 : 1
Erster Gegner in diesem Wettbewerb waren die Bremer Polizisten, ebenfalls Dritter in ihrer Landesliga.
Tausend Zuschauer sahen an den Sander Tannen eine Begegnung in der Lustlosigkeit das dominierende Element war. Zu groß waren Frust und Enntäuschung über den Ausgang der Meisterschaft.
Die Truppe von Hansi Knubbe - Nachfolger von Heinz Werner - ging zwar in der 9. Minute durch einen Freistoß von Klaus Vogel in Führung musste aber unmittelbar vor dem Pausenpfiff den Ausgleich hinnehmen.
Trotz aufmunternder Worte von Trainer Erich Hänel an seine Bremer Mannschaft verflachte das Spiel in der
zweiten Hälfte bei sommerlichen Temperaturen merklich.
In der 64. Minute gelang Schamkowski das Führungstor für die 85 er.
Das Ergebnis von 2 : 1 hatte bis zum Spielende Bestand.

Eine Woche später sollten sich beide Mannschaften erneut gegenüber stehen.

Polizei SV Bremen - Bergedorf 85 1 : 1
Im Rückspiel gegen die Bremer Ordnungshüter waren die Elstern nicht wiederzuerkennen!
Nach dreiundfünfzig Minuten stellte Reymers mit einem Kopfball die Bergedorfer 1 : 0 Führung her, doch Roder - schon im Hinspiel Bremer Torschütze - konnte ausgleichen. Die defensiv eingestellten Elstern, mit dem ausgezeichneten Wetphal im Tor, behaupteten das Unentschieden und zogen so in die nächste Runde ein.

Viertelfinalspiele
Ein ganz anderes Kaliber sollte den Elstern in der nächsten Runde, dem Viertelfinale, serviert werden, nämlich die Spielvereinigung 05 Bad Homburg.
Bad Homburg ist die Kreisstadt des Hochtaunuskreises und liegt nordwestlich von Frankfurt.
Die Kurstädter verfügten über einen hochkarätigen Kader, hier seien genannt der Spielertrainer Wolfgang Solz,ehemalider Nationalspieler von Eintracht Frankfurt, Roland Weida, vorher Kickers Offenbach mit der Erfahrung von 179 Zweitligaspielen ( damals Regionalliga ) und 62 Bundesligaspielen sowie Karl Loweg, einer der besten süddeutschen Torsteher.

SpVgg Bad Homburg - Bergedorf 85 2 : 0
Im Abendblatt - Archiv war über dieses Spiel kein Bericht auffindbar, der Verfasser war Besucher dieser Partie und schildert seine Eindrücke.
Etwa 2500 Zuschauer hatten sich auf dem Sportplatz Sandelmühle eingefunden. Eine eher unauffällige Anlage
mit einem Fassungsvermögen von etwa 4000 Zuschauern.
Von Beginn an übernahmen die Taunusstädter das Kommando und gingen in der ersten Halbzeit mit 1 : 0
in Führung. Überlegter Spielaufbau und sicheres Kombinationsspiel waren die Kennzeichen der Platzherrn.
Nach der Pause drängten die Elstern auf den Ausgleich, doch die Bad Homburger erhöhten auf den Endstand von 2:0. Über die gesamte Spielzeit gesehen waren die Kurstädter die bessere Mannschaft, bei den Bergedorfern fehlte es an dem Willen das Spiel noch umzudrehen, zu früh gab man sich geschlagen.
Das waren nicht die Elstern, wie man sie von vielen Spielen kannte.
Eine Woche später waren die Elstern Gastgeber für die Spielvereinigung Bad Homburg.

Bergedorf 85 - SpVgg Bad Homburg 1 : 3
Was sich im Hinspiel schon angedeutet hatte, sollte im Rückspiel Realität werden.
Gegen die offensiv eingestellten Gäste hatten die Elstern keine Chance, das 0 : 2 aus dem Hinspiel zu
korrigieren. Der Angriff der Elstern fand nie zur Normalform und die Abwehr zeigte ungewohnt bedenkliche
Lücken. Lediglich Verteidiger Muruszach und Torhüter Westphal wussten zu gefallen!

Hier die Torfolge:
0 : 1 Sauer ( 4. )
0 . 2 Diehl ( 65. )
1 : 2 Niehls ( 67. )
1 : 3 Diehl ( 68. )
Nach dem 1 : 2 keimte kurz Hoffnung auf, aber die Gäste konterten prompt und ließen den Bergedorfern keine Chance.
Die Bad Homburger waren zu jeder Zeit Herr des Geschehens auf dem Platz und sind zu Recht in die nächste Runde eingezogen.

Nach einem Remis und einem Sieg über den ESV Ingolstadt zogen sie ins Finale ein. Dort trafen sie auf die
Amateurvertretung des 1. FC Kaiserslautern und besiegten diese mit 1 : 0. Glückwunsch in den
Hochtaunus!

Der Titel eines Deutschen Amateurmeisters wurde 1995 zum letzten Male ausgespielt.
Im Finale standen sich die Stuttgarter Kickers und der VfL Osnabrück gegenüber. Bei den Kickers hatten sich einige Stammspieler und der Trainer vor der Partie in den Urlaub verabschiedet.
Das Interesse an diesem Wettbewerb war sowohl bei den Vereinen als auch bei den Fans geschwunden. Manche Vereine brachten in entscheidenden Spielen keine elf Mann auf den Platz.
Letzter Titelträger wurde der VfL Osnabrück, der vor 1000 Besuchern in Stuttgart die dortigen Kickers mit 4 : 2 nach Verlängerung besiegte.

Ein deutscher Amateurmeister ist auch bei den Elstern gelandet. Die Amateure des KSV Holstein Kiel gewannen 1961 das Endspiel gegen Siegburg 04 mit 5 : 1. Im Tor der Kieler stand damals Jürgen H o r n der anschließend für Bergedorf 85 achtundfünfzig Oberligaspiele bestritt.

Mit diesem Bericht endet der siebenteilige Versuch einer Chronologie.
Ich habe versucht, den sportlichen Werdegang der Ligamannschaft des ASV Bergedorf 85 vom Kriegsende bis zum Aufstieg in die Oberliga Nord nachzuzeichnen.
Höhen und Tiefen habe ich versucht, darzustellen ohne das Umfeld aus den Augen zu verlieren.
Vielleicht sind die Grundlagen einer großen Tradition erkennbar geworden.

Dank an Klaus Hinz und seine Mitstreiter, daß sie es ermöglicht haben, dem Bergedorfer Fußball eine neue
Heimstatt zu geben.

Quellennachweis:
Der Artikel über das Endspiel stammt aus den Abendblattarchiv, das Mannschaftsfoto habe ich dem LICHTWARKHEFT 48 aus dem Dezember 1984 entnommen, es wurde vor dem Finale in der Kampfbahn ROTE ERDE in Dortmund aufgenommen.
Die Zweikampfszene Johnny Weißleder / Uwe Seeler und den Marsch durch Bergedorf hat Egon Klebe fotografiert für das Buch HAMBURG – BERGEDORF in historischen Fotografien.



Tabellen: Hans-Martin Lippold



Freitag, 8. August 2014

Heimspiele schauen und zusätzlich unterstützen: Die ASV Bergedorf 85 Supporter-Karte !!!


 



Die Verantwortlichen der Fußballabteilung des ASV Bergedorf 85 haben die Frage nach einer Dauerkarte aufgegriffen und abgewogen, ob  für diese Saison eine angeboten werden sollte. In Anbetracht der Tatsache, dass in der Kreisklasse die Eintrittspreise bei 2,00 EUR für Erwachsene und 1,00 EUR für Jugendliche unter 18 Jahre liegen, hat man sich entschieden, keine  Dauerkarte (im engeren Sinne) anzubieten.
Stattdessen wird eine Supporter-Karte erhältlich sein!
Selbstverständlich haben alle Inhaber dieser Karte zu allen Heimspielen des ASV Bergedorf 85 freien Eintritt, zusätzlich hilft man  noch ein wenig beim Aufbau der neuen Fußballabteilung.
Die Karten gibt es ab Sonntag an den Stadionkassen oder auch direkt bei Klaus Hinz und Jens Seddig.  Sie kostet 40,00 EUR für diese Saison.

Donnerstag, 7. August 2014

Die "fetten" Spiele sind vorbei !! 85 verkauft sich achtbar gegen den SCVM

Welch schöne Gesten vor dem Anpfiff:
Eine Delegation des SC Vier- und Marschlande überreicht dem ASV Bergedorf 85  Fußbälle und Ausstattung für die neue Fußballabteilung und sogar neue Futsal-Bälle für die kleinen Elstern, die ab sofort in zwei Jugendmannschaften für den ASV spielen werden.
Ein herzliches Dankeschön !!
Ebenfalls bemerken - und erwähnenswert die Hilfsbereitschaft vom Curslacker Physiotherapeuten Joachim Köhler, der den Elstern für dieses Spiel seine Unterstützung anbot.
Springen wir einfach schnell gut 100 Minuten weiter. Die Elsternspieler gehen nach dem üblichen Sportlergruß mit dem Gegner abgekämpft und zufrieden zu ihren Fans, die sie überschwenglich feiern.  "The man of the match" 85-Keeper Florian Hogrefe stemmt einen fast mannshohen Styropor-Pokal (siehe Foto) und möchte ihn gar nicht wieder loslassen.
Zwischen diesen Impressionen liegen 90 Minuten Fußball. Da nach dem Fußball-Philosophen Otto Rehhagel die Wahrheit bekanntlich auf dem Platz liegt, möchten wir auch gar nicht verschweigen, dass man von Beginn an die vier Klassen Unterschied zwischen dem Gast aus den Marschlanden und den Elstern gesehen hat. SCVM-Trainer Olaf Poschmann gab sicherlich die Divise aus, sofort Druck zu machen und den "Sack schnell zu zu machen" .  17 Minuten hielten die tapferen Bergedorfer den Druck stand, dann schob Marcel Jerimias gekonnt zur Führung ein. Es folgten bis zur Halbzeit die Tore Zwei bis Vier (von Michel Harder, noch mal Jerimias und dem ehemaligen 85iger Timo Aschenbrenner).
Der ASV Bergedorf 85 hatte große Schwierigkeiten überhaupt einmal aus der eigenen Hälfte zu kommen. Am auffälligsten war Bergedorfs Nr. 3 Gregor Krahn, der sich athletisch und mit geschicktem Zweikampfverhalten auf Augenhöhe wehrte und natürlich Elstern-Keeper Florian Hogrefe, der ein wenig an die früheren 85-Torwächter Rüdiger Kahl oder auch Sven Marr erinnert.
Nach dem Halbzeitpfiff musste  man eine zweistellige Niederlage befürchten.
Denkste Puppe!
Die zweiten 45 Minuten ließen die schwarz weißen Elstern nur noch einen Gegentreffer zu und hätten nach einem schönen Konter , zwei Minuten vor Schluss, als Norman Leßmann (21) dem Vier- und Marschländer Yasar Koca weglief und mustergültig Sturmpartner Nico Witzke bediente, der dann aber einen Schlenker zu viel machte, noch fast das Ehrentor erzielt. Nach dieser Szene halte das "Bergedorf- Bergedorf" ganz laut durch das Stadion. Der Support der Fans war grandios !!!
Diszipliniert verschob man und wenn doch was durch die Viererreihe kam, war da ja noch die "Krake" Hogrefe.
Die Abwehrspieler Niels Riewe (6), Christian Kautz (5)  und Jannik Seddig (2) standen dann dem schon erwähnten Krahn im Nichts nach und räumten ab.
Konditionell ist man nicht eingebrochen und hält sich an taktische Vorgaben. Dies sollte in den jetzt kommenden "normalen" Spielen den Unterschied zum Gegner machen.
Wir sind gespannt.
Genauso gespannt, auf das , was das mehrköpfige Filmteam von "11-Freunde TV" da so an den Sander Tannen gedreht hat.

Foto: Andreas Killat (hafo.de)
Hier geht es zum Spielbericht von hafo.de




Dienstag, 5. August 2014

Mittwoch, 18:30 : Pokalhit in Bergedorf

Wenn die Elstern am Mittwoch, den 6.8.2014 um 18:30 Uhr in der zweiten Oddset-Pokalrunde auf den Sport-Club Vier- und Marschlande treffen, könnte das Stadion Sander Tannen endlich mal wieder gut besucht sein.
Für einen Besuch sprechen vielerlei Gründe:
Die meisten Spiele der 2. Pokalrunde finden schon am heutigen Dienstag statt, wer also am Mittwoch auch noch – nach getaner Arbeit – ein Fußballmatch sehen möchte, bewege sich doch in die Krusestraße!
Neugierde: Was hat das neuformierte Team des ASV Bergedorf 85 jetzt schon drauf? Jeder, der den Pokalkrimi gegen TuS Aumühle gesehen hat, fiebert dem Spiel gegen den SCVM entgegen. 120 Minuten Leidenschaft und Hingabe führten zu einem verdienten Sieg gegen das Bezirksligateam.
Auch der Saisonstart in der Kreisklasse 11 verlief gut: 5:0 bei der dritten Vertretung des FC Bergedorf. Eine prächtige Stimmung unter den Fans und zumindest in der zweiten Halbzeit, guten Fußball gezeigt.
Wie uns 85-Manager Jens Seddig mitteilte, entspannt sich die personelle Lage etwas:
Sturmtalent Justin Gauger ist aus seinem Urlaub zurück und brennt sicherlich auf morgen. Dagegen befindet sich Elstern-Kapitän Dietmar Weber noch in den Ferien.
Seit gestern ist Antonio Lo Piparo für den ASV Bergedorf 85 spielberechtigt. Der Mittelfeldspieler kam von den „Wespen“ (West Eimsbüttel 3) zu den Elstern.
Angeschlagen und fraglich, ob bis morgen wieder fit: Kevin Seddig und Christian Kautz.
Ein ganz triftiger Grund, sich das Spiel morgen nicht entgehen zu lassen, ist natürlich der Pokalgegner:
SC Vier- und Marschlande. Also Derbytime ! Mit Fug und Recht kann man jetzt sagen, dass sich die Marschländer in Hamburgs höchster Klasse etabliert haben. 2011 in die Oberliga Hamburg unter Erfolgscoach Jan Schönteich aufgestiegen. Anfang 2012 übergab dann Schönteich den Trainer-Staffelstab an den langjährigen Co-Trainer Benjamin Scherner. Der junge Trainer schaffte dann das, was die wenigsten Fußballexperten ihm zugetraut hätten, den Klassenerhalt! In der darauffolgenden Saison bestätigte der SCVM mit einem 12 Platz die tolle Arbeit, die in Fünfhausen geleistet wird.
Zu Beginn der letzten Saison übergab Scherner, der übrigens auch mal Coach der Jungelstern war, den Staffelstab an Olaf Poschmann. Nach einem imposanten Schlussspurt konnte auch in der Saison 2013/ 2014 die Oberliga Hamburg ohne viel Zittern gehalten werden.
Diese Erfolge wären vermutlich ohne einem Mann nicht möglich: Ligaobmann, Manager und „Gute Seele“: Karl-Heinz Seidenstücker !
Seidenstücker war es auch, der nach einem emotionalen Abschied von Trainer Schirner eben mit Olaf Poschmann genau den richtigen Nachfolger für das Team und den Verein gefunden hat.
In der jetzigen Mannschaft des SCVM (deren bekannteste „Söhne“ natürlich die mittlerweile Profis und Nationalspieler Martin Harnik und Max Kruse sind) spielen mit Denis Urdin und Timo Aschenbrenner und auch Yasar Koca ehemalige Elstern, die Trainer Olaf Poschmann noch aus Bergedorfer Zeiten kennt.

Damit kommen wir zu einem Punkt, der dieses Pokalspiel zu einem doch irgendwie ganz Besonderem macht:

„Poschi“, wie ihn nicht nur die Bergedorfer Fans liebevoll nennen. Olaf Poschmann war nicht nur in den 90iger Jahren langjähriger Spieler des ASV Bergedorf 85, sondern er übernahm im September 2011 auch das Traineramt von Friedhelm Mienert und schaffte mit seinen Jungs beinahe den Aufstieg. Wenn nicht die unsägliche „Aufstiegsposse“ dazwischen gekommen wäre, hätte man in Bergedorf höchst wahrscheinlich mehr als „nur“ den Vizemeister feiern können.
Trotz Frust über die „Brocken-in-den Weg-Schmeißer“ blieb Poschmann und baute mit wenig Mitteln an einem neuen Team.
Seine letzte emotionale Amtshandlungals 85-Trainer vollzog „Poschi“ am Sonntag, den 2.9.12 gegen 10 Uhrauf dem (noch damaligen) Grandplatz des USC Paloma: Nach vorherigen Vertrauensmißbrauchs von Seiten des FCB-Vorstands entschieden Spieler und Trainer nicht mehr zum Spiel anzutreten.
Nicht nur die Trainer haben seit diesem Ereignis mit dem FC Bergedorf 85- Fußball gebrochen, sondern auch für viele Elsternfans war seit diesem 2.9.12 das Tischtuch endgültig zerissen.
Im Nachhinein könnte man fabulieren, dass ohne diese entschlossenen Momente des 2.9.12 die heutige Rückkehr des Fußballs zum ASV Bergedorf 85 nicht zustande gekommen wäre.

Was würde Frühstücks-Stefanie dazu sagen: „Es iss ja wie´s iss“ . Dem hängen wir ein berühmtes Zitat von Klaus Wowereit an: „..Und das ist auch gut so“ !!!


Auf ein faires und (in welcher Form auch immer) packendes Pokalspiel !!!

Dienstag, 29. Juli 2014

Sensationelle Elstern nach 4-2 weiter - jetzt kommt Poschi !!!


 Temperaturen fast wie inmitten des brasilianischen Regenwaldes (viele Grüße an die Engländer) und es kam, wie es kommen musste: Verlängerung !!! "Jetzt knicken sie ein," dachten die meisten der rund 100 Zuschauer an den Sander Tannen. Und das ganz ohne Häme, sondern mit Hochachtung. Denn bereits jetzt hatten die Elstern eine grandiose Leistung abgelegt, und das im ERSTEN Pflichtspiel seit der Neugründung - und mit nur 13 Feldspielern (viele Verletzte, Urlaub, fehlende Freigaben). Unter Anderem fehlte Torjäger Justin Gauger. Immerhin ganze zwei Ligen trennen die Elstern von ihrem Gegner, dem TuS Auhmühle-Wohltorf. Der Klassenunterschied war aber meist garnicht zu spüren, selbst nach dem 0-1 Rückstand blieb 85 sogar das bessere Team und konnte, nachdem ein paar sehr aussichtsreiche Torchancen nicht genutzt werden konnten, durch Nils Rave en verdienten Ausgleich erzielen - die Elstern Fans jubelten ausgelassen. Nach dem Seitenwechsel gewannen die in blau spielenden Gäste etwas Oberwasser - aber die Elstern machten das Tor. Diesmal in Person von Gregor Krahn, nach einem von vielen sehr sehenswerten Spielzügen. Und die Elstern haben in dieser Phase des Spiels sogar die Chance den Sack zuzumachen. Der TuS macht den Ausgleich - aber bringt sich selbst in Schwulitäten. Denn während die Elstern durchweg diszipiliniert agierten, fingen sich die Gäste zum Ende der regulären Spielzeit und in der Verlängerung VIER (!) Platzverweise ein (2x GR, 2x R), zumindest drei avon konnte man locker geben. 85-Trainer Jörg Franke versammlte seine Jungs nach 90 Minuten (und vom Schiedsrichter verordneten Trinkpausen) um sich und schwörte seine Truppe nochmal ein. Und die nutzte die zahlenmäßige Überlegenheit clever aus - und das trotz Krämpfen und Kräfteverschleiß. Norman Leßmann und Co-Trainer René Peim besorgten den Endstand. Grenzenloser Jubel nach 120 Minuten voller Hingabe und Engagement - so wollen wir unsre Jungs sehen !!! Danach ließen sich die Jungs verdientermaßen feiern, auf der "Osttribüne" von der sehr stimmungsvollen "OI its Bergedorf"-Gruppe und auf der "Westtribüne" vom treuen Elstern-Fanclub !!! Und jetzt kommt Poschi mit seinem SCVM - Oberliga-Luft an den Sander Tannen....so schnell hätten wir damit garnicht gerechnet. Nur braucht es jetzt vielleicht keine Regenwald-Hitze sondern Fritz Walter Wetter. AUF GEHTS ELSTERN !!!!  Anstoß am Mittwoch, 6.August, ist um 18.30 - Sander Tannen - wo sonst !!!

 Wie immer ganz fix - die Kollegen von ELBKICK TV. Norman Leßmann, einer der Erfahrensten bei 85 und Torschütze zum 3-2 gegen Aumühle im Interview. Über die Pokalsensation, den SCVM und den Neustart bei 85 - Klasse !!! KLICK HIER

Sonntag, 20. Juli 2014

Punkrock und Helene Fischer - das gibt es (nur) beim ASV...

Der Mix machts !
Eine seltsame Musikmischung kam da beim Grillen aus dem mitgebrachten Kassettenrekorder:
Auf härtestem (Oi!(?)) Punk folgten die schmüssigsten Schlager.
Gemixt wurde auch kräftig beim gestrigen Testkick vor dem großen Grillfest. Da der eigentliche Testspielgegner, der Rissener SV sehr kurzfristig absagte, weil sie nicht genug Spieler zur Verfügung hatten, wurde kräftig an einem passenden Gegner für die 1. Herren gebastelt.
Heraus kam ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Seniorenspieler, Fans und Vereinshauswirten, der dann noch durch den ein oder anderen 1. Herrenspieler aufgefüllt wurde.

Manager war er, Trainer ist er und Schiedsrichter wäre wohl seine Bestimmung gewesen: Jörg Franke leitete die Partie, die wie beim Eishockey in drei Dritteln a 20 Minuten ablief. Jeder seiner Entscheidungen würde auch die Super-Super-Zeitlupe standhalten oder sagen wir es so: Ein Jörg Franke als Schiedsrichter beim Eröffnungsspiel der WM, die leidige Diskussion um die schwarze Zunft wäre gar nicht erst in Gange gekommen.
Die Jungs der 1. Herren begannen wie die Feuerwehr und lagen schnell mit drei, vier Toren in Front. 85-Fan Timo, der das Tor hütete muss sich wie Brasiliens Keeper im vielbesagten Bällebad vorgekommen sein – war aber trotzdem stolz wie Oskar: Einmal auf den heiligen Rasen an den Sander Tannen!
Bemerkenswert der Auftritt von Wirt Jusuf (siehe Foto links schon wieder in Zivil  beim Grillen). Vereinsfußball zuletzt in der C-Jugend , erzählte der 44 jährige anschließend. Doch läuferisch wie auch am Ball überzeugend. Wenn das keiner wäre für die Senioren.
Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass Jusuf, der unentwegt von seinem Pächterkollegen Engin  von den Rängen aus angefeuert wurde, die einzige gelber Karte im ansonsten sehr fairen Spiel erhielt. Als Grund teilte ihm der Schiedsrichter laut und unmißverständlich mit : Das bestellte Weizenbier läßt zu lange auf sich warten..
„Profi“ in den Reihen der Allstars war Stefan Schraub, der natürlich in dieser Saison wieder bei seinen Elstern des ASV bei den Senioren kicken wird.
Die 1. Herren bedachten diese Prominenz meist mit doppelter Bewachung!
Die beiden Jugendleiter Ingo und Paul standen in Schraubes-Team. Während Paul als 1.Herrenspieler im defensiven Mittelfeld mit viel Lauffreude die Lücken stopfte, war Ingo Bestandteil der Vier- bzw. Dreierkette. Gutes Spiel, wenn da nicht die Szene zum 0:1 gewesen wäre. Doch auch in der Kreisklasse bekommt man nicht eine Sekunde zum Nachdenken geschenkt..
Im Nachhinein war es fast gut, dass Rissen absagte, so wurde der Fußball beim ASV noch stärker zusammengeschweißt.
In Schwitzen kamen auch viele nach dem Ende des letzten Drittels. Während die Fans gemütlich auf der Varanda des Vereinsheims ihr Bier genossen, trugen Elstern-Manager Jens Seddig mit den jungen Spielern die Teller zum Buffet und Pächter Engin stand am Grill und dürfte mindestens drei Liter Wasser an Körperflüssigkeit verloren haben.
Fleisch und Würstchen schmeckten köstlich, Salat und Dipp nicht minder. Fans und Verantwortliche und später auch die Spieler kamen ins Gespräch. So erfuhr man, dass noch ein talentierter 2. Torwart gesucht wird. Wer also das liest und Interesse hat oder jemand kennt, der auch mit der Rolle des Ersatztorwarts leben kann, bitte melden (85live@web.de wir leiten weiter).
Die Stimmung wurde nicht nur alleine wegen der Musik immer besser. Selbst gut zwei Stunden nach Spielende saßen die aktiven Fanfußballer noch in Trikots auf den Rängen (als wollten sie sich nie mehr von den schwarz-weißen Nostalgiekleidern trennen) und feierten . Man hörte immer wieder: „das werde ich nie vergessen einmal ein Tor gegen 85 erzielt zu haben“.
Resumee: Diese Veranstaltung war ein Volltreffer! Ein großes Dankeschön an Sponsoren und dem ASV, der dies möglich machte.
Achja, noch ein kleines Quiz:
Wer trug gestern das „Traditions-Shirt“ ?
Teilnahmeberechtigt sind alle, die gestern nicht anwesend waren!

Zu gewinnen gibt es Gratisdownloads von Ollis Band : „Manninnetünn“, die weder dem Genre Schlager noch Punk zuzuordnen ist...

Beendet wurde das Trainingslager (ab Freitag 18 Uhr viele Trainingseinheiten an den Sander Tannen) mit einem Freundschaftsspiel beim SC Wentorf. 85 konnte lange ein 1:0 halten. Der junge talentierte Stürmer Justin Gauger traf. Der ASV hatte noch Möglichkeiten zum Davonziehen, doch am Ende ließen die Kräfte nach und man verlor noch mit 1:5 beim Bezirksligaaufsteiger.

Freitag, 18. Juli 2014

Elstern-Fans: Packt die Turnschuhe ein !!!

85-Manager Jens Seddig teilte uns soeben mit, dass der Gegner des morgigen Freundschaftsspiels leider absagen musste.
Die Verantwortlichen der Elstern probieren kurzfristig eine Mannschaft zu finden, die einspringen könnte. Jens Seddig bittet die Fans auf jeden Fall, wie geplant am Samstag zu  um 16 Uhr an den Sander Tannen zu sein. Sollte nämlich keine andere Mannschaft gefunden werden, ist ein Kleinfeldturnier mit den Fans geplant !!!

Daher, bringt Turnschuhe und sportliche Kleidung mit. Das könnte eine Gaudi werden: Bei über 30 Grad plötzlich selber gegen den Ball zu treten. Was heißt Gaudi, eine Herausforderung !!!

Und das Bier zum Grillfleisch schmeckt dann umso besser !!!



Mittwoch, 16. Juli 2014

Die Elstern - Versuch einer Chronologie Teil 6 (von Hans-Martin Lippold) 1957/58 !!!!!!



















Der Verlauf der Saison 1956 / 57 hat für die Elstern einige positive Ansätze erkennen lassen:

- bessere Platzierung im Vergleich zu den vorangegangenen Spielzeiten
- Heimbilanz ohne Niederlagen
- gelungene Integration von Nachwuchsspielern in die Ligamannschaft.

In dieser beginnenden Saison tauchen also folgerichtig neue Namen auf: Walter Krüger, Peter Schmidt, Werner Noormann.
Über die " sportliche Vergangenheit " von Krüger und Schmidt konnte leider nichts in Erfahrung gebracht werden,
Stammverein von Werner Noormann war der SV Lieth ( GroßraumPinneberg ). Alle drei werden in der Runde in Erscheinung treten und sich als Leistungsträger profilieren.
Man durfte also erwartungsvoll der Saison 57 / 58 entgegensehen.
Als Geheimtip für die kommende Saison wurde der HTB angesehen.Mit Vorne wurde der SC Sperber und Grün Weiss 07 erwartet: der SC Sperber als Anziehungspunkt für junge, talentierte Fußballer und GW 07 als verkappte Betriebsmannschaft der Fa. BETTEN HOLM. Auch Meister TSV Uetersen wurde vorne erwartet, ebenso wie die Elstern - sofern es gelingen sollte, die in den letzten Jahren berüchtigten Ausrutscher zu vermeiden!

Am 9. November, 20 Jahre nach der berüchtigten "Reichskristallnacht", in der in Deutschland die jüdischen Gotteshäuser niedergebrannt wurden, wird in der Hohen Weide der Grundstein zur ersten Synagoge in Hamburg gelegt.

Saison 1957 / 58
Am 12.8.1957 startete die Amateurliga Hamburg in die neue Spielzeit.
Absolute Neulinge in dieser Klasse waren der TSV Ahrensburg und der Hamburg - Eimsbütteler Ballspiel – Club, abgekürzt HEBC. Ergänzt wurde dieses Duo durch einen alten Bekannten, der nach einjähriger Abwesenheit in diese Klasse zurückkehrte, der FV Wilhelmsburg 09.
Zum Rundenauftakt schwante den Elstern Böses, denn Reisen nach Wilhelmsburg waren in der Vergangenheit sehr häufig mit Punktverlusten verbunden.Die Vorahnungen schienen sich zu bestätigen als der WFV 09 in Führung ging. Peter Schmidt und Herrmann Hansen trafen jedoch ins Schwarze und sicherten so den ersten doppelten Punktgewinn der Saison. Ein gelungener Start !
Auch an den nächsten Gegner, den VfL Stade, hatten die Elstern nicht nur angenehme Erinnerungen. Gerd Voß erzielte zwar den Halbzeitstand von 1:0, doch nach der Pause drehten die Gäste aus Stade den Spieß um und entführten mit einem 2:1 Sieg beide Punkte aus dem Billtalstadion.
Der nächste Gastgeber für die 85er hieß SC Union 03.
Zunächst gab es bedenkliche Gesichter, als Union mit 1:0 in Führung ging, aber nach zwei Ermahnungen besann sich Herrmann Hansen auf seine fussballerischen Qualitäten und erzielte den Ausgleich. Die Freude der Elstern wurde noch größer, als Erwin Ihde mit zwei weiteren Toren den 3:1 Endstand für Bergedorf 85 sicherstellte.
Zwei Siege auf fremden Plätzen hätten eigentlich für soviel Selbstvertrauen sorgen müssen, um auch die nächsten Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können.
Nicht so gegen den ETV!! Zwei Treffer von Schlumberger ( Neuzugang vom SC Victoria ) sorgten für einen unerwarteten Sieg des ETV bei den Elstern.
Beim TSV Uetersen hinterließen die Elstern einen guten Eindruck. Hansen und Ihde erzielten die 1:0 bzw. 2:1 Führung, der TSV konnte aber ausgleichen. Immerhin ein Punkt für die Bergedorfer Mannschaft.

Nach fünf Spieltagen waren noch drei Vereine ohne Niederlage, die Elstern rangierten mit 5:5 Punkten auf dem achten Tabellenplatz.
Eine Wende zum Besseren bahnte sich im heimischen Billtalstadion gegen den SC Sperber an. Die Gäste gingen mit 1:0 in Führung, doch Ulli Weber stellte noch vor dem Seitenwechsel den Gleichstand her.Drei Tore in Durchgang zwei ( Voß, Ihde und Herder ) sorgten für klare Verhältnisse bevor der SC Sperber das Ergebnis auf 2:4 abmildern konnte.
Dem HTB wurde am siebten Spieltag im Billtal eine Lehrstunde erteilt. Eine ganz ausgezeichnete Leistung der Elstern erbrachte schon vor der Pause durch Timm und Ihde eine 2:0 Führung. Eine weitere Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte sorgte nach Treffern von Hansen, zweimal Voß ind Pörschke für einen klaren 6:1 Sieg
Auch bei den Amateuren des HSV spielten die Elstern den besseren Fussball. Eine 1:0 Führung ( Elfmeter Herder ) konnten die 85er aber nicht über die Zeit bringen und mussten sich so mit dem HSV die Punkte teilen.
Der ETV verlor an diesem ( achten ) Spieltag erstmals und musste bei Union 03 mit 1:5 die Segel streichen.
Union 03 machte mit diesem Resultat sehr deutlich auf sich aufmerksam!
Für den neunten Spieltag war der Besuch von Einigkeit Wilhelmsburg im Billtalstadion terminiert Die Bergedorfer Mannschaft zeigten an diesem Tag in einem hart geführten Spiel die besseren Leistungen und siegte nach zwei Toren von Ihde und einem Treffer von Timm mit 3:1.
Der Ehrentreffer für Einigkeit fiel beim Stande von 0:2 durch einen Elfmeter.
Das Gastspiel er Bergedorfer Mannschaft beim Wandsbeker FC endete mit einem 1:1. Ein glücklicher Punktgewinn für die Elstern, denn der Elsterntorwart konnte einen Elfmeter abwehren und so das Ergebnis sichern.
Am zehnten Spieltag hatte Grün Weiss 07 mit 15:5 Punkten vor fünf Mannschaften ( darunter
Bergedorf 85 ) nit 13:7 die Tabellenführung übernommen.
5000 Zuschauer wollten den Neuling HEBC im Billtalstadion sehen.
Keiner musste sein Kommen bereuen, denn die Elstern zeigten ein Klassespiel und distanzierten die Eimbbütteler Ballspieler mit 5:2 Treffern. Bester Mann der Gäste war der Torhüter Heinrich K o k a r t i s, ein Name den man sich schon mal merken sollte.
Neuauflage eines Schlagerspieles. Der SC Victoria empfing die Elstern.
Ein großartiger, kämpferischer Einsatz der gesamten Victoria - Elf sicherte einen 3:2 Erfolg über die Bergedorfer Truppe. Die Elstern konnten an diesem Tag nicht überzeugen und versäumten, ihre klaren Tormöglichkeiten in Treffer umzusetzen.
Auch gegen den Neuling TSV Ahrensburg hatten die Elstern nicht den allerbesten Tag .Das 2:1 über den Neuling muss man als glücklich bezeichnen zumal der TSV nach einem Feldverweis in der ersten Halbzeit nur noch zehn Akteure auf dem Feld hatte.
Nach dieser " schöpferischen Pause " empfingen die Bergedorfer Grün Weiss 07. Den Gästen wurde böse mitgespielt und mit einer 6:2 Packung nach Hause geschickt. Vor 5000 hochzufriedenen Besuchern schossen Ihde ( 2 ), Weber ( 2 ), Herder und Pörschke die Tore.
Ernüchterung am nächsten Spieltag!
Bei TuS Güldenstern Stade gab es am 15. Spieltag einen herben Dämpfer für 85.
TuS Güldenstern hatte einen Glanztag und besiegte im besten Spiel der Saison die Bergedorfer Mannschaft mit 3:1 Toren.
Zur Saisonhalbzeit lag der HTB zusammen mit GW 07 mit 22:8 Punkten auf den Plätzen eins und zwei, gefolgt von den punktgleichen Teams von 85 und Union 03 mit jeweils 19:11 Zählern
Am 14 / 15.12.57 startete die Amateurliga Hamburg in die Rückrunde.
Hier hatten die Elstern zunächst Gelegenheit, sich beim VfL Stade für die 1:2 Heimniederlage aus der Vorrunde zu revanchieren. Dies gelang sehr überzeugend, denn auf schneebedecktem Boden behielten die Elstern mit 4:1 die Oberhand. Mann des Tages war Ulli Weber mit drei Treffern, denen Gerd Voß ein weiteres Tor hinzufügte.

Wilhelmsburg 09 ließ eine alte Tradition aufleben und bereitete den Elstern vor 3000 Zuschauern im Billtal erhebliche Kopfschmerzen. Der WFV09 war die an diesem Tag die bessere Mannschaft und hätte einen Sieg verdient. So aber blieb es bei einem torlosen Unentschieden. Günter Emsen war bester Mann in der Bergedorfer Mannschaft.
Besser lief es am nächsten Spieltag.
Dem TSV Ahrensburg gelang nach 30 Sekunden die Führung, dann aber drehten die Elstern auf und der TSV wurde mit 6:1 Toren deklassiert. Pech für den TSV, dass Torhüter Karg verletzt wurde und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war.
Der WFC bereitete der Bergedorfer Mannschaft im Billtalstadion eine Zitterpartie.
Die verstärkte Deckung des WFC wurde erst in der 78. Minute durch Pörschke überwunden. Die Möglichkeit zum 2:0 ließ Ulli Weber ungenutzt, als er einen Strafstoß vergab.
Grün Weiss 07 und der HTB verloren ihre Spiele als die Elstern gleichzeitig Güldenstern Stade mit 3:0 in einem guten Spiel niederhielten. Weber, Voß und Pörschke waren die Torschützen.
Dies bedeutete am 20 Spieltag bei 28:12 Punkten die Tabellenführung für die Elstern vor dem
punktgleichen TSV Uetersenund Union 03, dahinter GW 07, HTB und Sperber.
Die Mannschaft von Bergedorf 85 hat sich im oberen Tabellenbereich etabliert. Da die führenden Mannschaften ( Plätze 1 - 5 ) nur um drei Punkte auseinander liegen, werden spannende Duelle ins Haus stehen!
Das Abendblatt notiert hierzu : Nun wird es sich zeigen, ob das Jahr der Bergedorfer anbricht.

21. Spieltag
GW 07 empfing die Elf der Bergedorfer. Diese wurden vor keine Probleme gestellt unt fertigten die Platzherrn mit 5:0 ab

22. Spieltag
In Bergedorf war eine Woche später ein Großkampftag angesagt. Union 03 war im Billtalstadion zu Gast.
6000 Zuschauer sahen ein hochklassiges Fussballspiel. Der SC Union 03 ging ald 2:1 Sieger vom Platz und tauschte mit den Elstern die Tabellenplätze.

23. Durchgang
Wie gewonnen, so zeronnen !!
Unter dieses Motto könnte man aus Sicht von Union 03 diesen Spieltag stellen.Union unterlag nämlich zu Hause demTSV Uetersen mit 0:3 Torenund die Elstern nahmen beim HTB nach einer konzentrierten Leistung mit einem 4:1 Sieg beide Punkte mit.
Nach Minuspunkten waren Union und 85 punktgleich, Union hatte ein Spiel mehr ausgetragen.

24. Runde
Die Amateurliga bog allmählich in die Zielgerade ein und jedes Spiel sollte entscheidende Bedeutung haben.
Union unterlag der Amateurmannschaft des HSV mit 1:3 und der TSV Uetersen zog mit 0:2 gegen Grün Weiss den Kürzeren.
Gegen den SC Victoria - abgeschlagen auf Platz 7 - zeigten die Elstern eine ausgezeichnete Leistung! Tore von Krüger -Ausgleich zum 1:1 - sowie Voß und Hansen bescherten den Elstern einen 3:1 Sieg über den alten Rivalen.
In der Tabelle wird der 24. Spieltag wie folgt abgebildet:

1. Bergedorf 85 34:14
2. SC Union 03 34:16
3. TSV Uetersen 31:17
4. SC Sperber 29:19

Diese Tabellenkonstellation deutet auf einen Zweikampf zwischen den Elstern und dem SC Union hin!

25. Spieltag
Dieser Spieltag sollte es in sich haben !
Union und Uetersen verloren ihre Heimspiele! Der SC Union unterlag trotz drückender Überlegenheit dem ETV mit 0:1 während der TSV Uetersen sich dem Angstgegner HTB mit 1:2 geschlagen geben musste.


Um den Reinmüllerplatz in der Eimsbütteler Tornquiststrasse drängten sich 5000 Zuschauer, davon ungefähr die Hälfte aus Bergedorf, um die Auseinandersetzung zwischen dem HEBC und den Elstern zu beobachten.
Die Torfolge :
1:0 HEBC
1:1 Pörschke
1:2 Hansen
2:2 Herder / Eigentor
2:3 Voß
3:3 HEBC
deutet auf ein abwechslungsreiches, packendes Fussballspiel hin. Mit diesem Punktgewinn übernahmen die 85er die alleinige Tabellenführung mit 35:15 vor Union mit 34:18 und dem TSV Uetersen mit 31:19 Zählern.

26. Spielrunde
Es kam, wie es kommen musste, die Elstern hatten bei Einigkeit Wilhelmsburg anzutreten.
Der Angstgegner Einigkeit hatte den Elstern einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht und schickte diese mit einer 0:2 Niederlage nach Hause. Da Union zur gleichen Zei bei der Victoria mit 3:1 siegte, gab es einen erneuten Führungswechsel.
Uetersen wurde von den Amateuren des HSV durch eine 1:4 Niederlage aus dem Aufstiegsrennen genommen.

27. Spieltag
Union und der HTB lieferten den Zuschauern ein großes Spiel. Eine verunglückte Abwehr des Union - Torhüters
verdankten die Harbur er ihren 2:1 Auswärtssieg.
Mit diesem Sieg konnte sich der HTB in das Aufstiegsrennen zurückmelden.
Im Billtalstadion konnten sich derweil 4000 Besucher über zehn Tore freuen, wobei sechs Treffer auf das Konto der Elstern gingen, welche die HSV- Amateure mit 6:4 an den Rothenbaum zurückschickten. Damit eroberten die Bergedorfer erneut die Tabellenspitze mit 37:17 Punkten vor Union ( 36:20 ). Der HTB hat sich auf Rang drei vorgeschoben.

28. Spieltag
2000 Bergedorfer und ebensoviele Alsterdorfer Besucher bildeten die Kulisse für das Spiel des SC Sperber gegen Bergedorf 85. Zwei Tore von Wolfgang Herder sowie ein Treffer von Erwin Ihde sorgten für einen ungefährdeten 3:0 Sieg der Elstern.
Der von SuS Bergedorf zu Sperber gewechselte Ernie Jordan sah sich außerstande, gegen seinen zukünftigen Verein - also Bergedorf 85 - anzutreten. Ein diskussionswürdiges Verhalten.
Hier ein Blick auf die Tabellenspitze nach 28 Spieltagen:

1. Bergedorf 85 39:17
2. SC Union 03 36:20
3. TSV Uetersen 35:21


29. Durchgang
Das Tor zur Meisterschaft stand bei drei Punkten Vorsprung und zwei ausstehenden Spielen meilenweit offen Der entscheidende Schritt konnte beim ETV gemacht werden.
Folgender Mannschaft schenkte Trainer Heinz Werner das Vertrauen: für das Tor Manfred Lüneburg, in der Verteidigung Günter Emsen und Karl Heinz Heitmann, die Läuferrreihe war mit Walter Krüger, Ewald Künn und Wolhgang Herder besetzt. Die Sturmreihe bestand aus Herrmann Hansen, Erwin Ihde, Ulli Weber, Gerd Voß und Karl Heinz Pörschke.
2500 erwartungsfrohe Bergedorfer Schlachtenbummler und ebenso viele Eimsbütteler Besucher bildeten eine oberligareife Kulisse für das Spiel des ETV gegen Bergedorf 85.
Schon in der achten Minute gelang Ihde nach Zuspiel von Weber das 1:0 für die Elstern. Kurz vor dem Pausenpfiff fabrizierte Herder ein bildschönes Eigentor als er eine Rückgabe über Torwart Lüneburg hinweg in die eigenen Maschen setzte.
Dieses Tor setzte beim ETV Angriffsenergien frei, die jedoch an der stabilen Bergedorfer scheiterten.
Zehn Minuten vor dem Abpfiff bügelte Herder sein Mißgeschick wieder aus. Eine von Hansen gefühlvoll hereingetretene Ecke beförderte Herder per Kopf in das Eimsbütteler Gehäuse zum Spielstand von 2:1 für die Bergedorfer Mannschaft.

Dieser Sieg bedeutete am vorletzten Spieltag die Meisterschaft der Amateurliga Hamburg für die Elstern !













Durch einen 2:0 Sieg beim SC Sperber untermauerte Union 03 die Anwartschaft auf den zweiten Tabellenplatz.

30. und somit letzter Spieltag der Saison
Diesen Tabellenplatz konnte Union am letzten Spieltag vor eigenem Publikum mit einem 2:1 Sieg über Güldenstern Stade vor einer Kulisse von 3000 Besuchern sichern.
Zum Abschluss der Saison kamen 6000 Zuschauer ins Billtalstadion um den neuen Meister zu würdigen.
Gegner war der TSV Uetersen. Dieser ging sehr schnell in Führung, jedoch Emsen und Voß wendeten zunächst die Partie. Nach der Pause gelang den Gästen der Ausgleich.
Ein sehr harte Elfmeterentscheidung ergab die 3:2 Führung für den TSV, diese wurde im Laufe der zweiten Spielhälfte auf 4:2 ausgebaut.
Danach machte sich Unmut unter den Bergedorfer Zuschauern breit - fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen und die harte Gangart der Gästespieler hatten zur Folge, dass die Unversehrtheit des Schiedsrichters durch Ordner und Polizei sichergestellt werden musste. Kein meisterlicher Rahmen !
Zum zweiten Mal seit 1949 - damals Meister der Verbandsliga Hamburg / Alsterstaffel konnten die Elstern den Titel an die Bille holen. Dreimal klopften sie an das Tor zur Oberliga - vergeblich.
Es hat Rückschläge und Enttäuschungen gegeben, gute Spieler haben die Elstern verlassen, neue, junge Spieler sind gekommen und in das Team eingebunden worden.
Über ein Jahrzehnt - nur mit einer einjährigen Unterbrechung - hat Trainer Heinz Werner die Mannschaft geformt und an der Spitze des Hamburger Amateurfussballs fest verankert. Schweiß, Arbeit und Hingabe haben zu diesem großen Erfolg geführt.

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Die Aufstiegsspiele zur Oberliga Nord
Die Punktspielsaison endete am letzten Aprilwochenende und die Elstern waren als frischgebackener Meister für die Austiegsrunde qualifiziert. Der SC Union als Vizemeister war für diesen Wettbewerb ebenfalls qualifiziert.
Gegner in dieser Punkterunde mit Hin - und Rückspiel waren der
Bremer SV als Meister der Amateurliga Bremen, 
Arminia Hannover als Meister der Amateurliga Niedersachsen / Gruppe West und der
Itzehoer SV als Zweiter der Amateurliga Schleswig - Holstein

Die Favoritenrolle wurde der Arminia aus Hannover zugewiesen.

In der Parallelgruppe wurde der Aufsteiger unter den Mannschaften
SC Union 03 Altona
Heider SV
VfV Hildesheim und dem
VfB Oldenburg ermittelt.


Bergedorf 85 - Bremer SV 2:2
Die Elstern starteten in die Aufstiegsrunde mit einem Heimspiel gegen den Bremer Meister. Bei herrlichem Frühlingswetter strömten 10000 Besucher in das Billtalstadion. Die 85er starteten mit offensivem Angriffsfussball. in der 8. Spielminute zum Erfolg führte, als Ulli Weber den Ball im Bremer Tor zum 1:0 unterbringen konnte.
Einen Dämpfer gab es in der 23. Minute, zwei Bergedorfer Abwehrspieler störten sich und der Linksaussen der Bremer - Bosian - nutzte die Situation und glich zum 1:1 aus.
Der Angriffsschwung der Bergedorfer Mannschaft flaute nicht ab und in der 31. Minute war es Pörschke, der die erneute Führung erzielte.
Nach dem Wiederanpfiff verstärkte der BSV seinen Druck auf die Elsternabwehr und erarbeitete sich Feldvorteile. Wiederum war es Linksaussen Bosian, der für die Gäste den 2:2 Ausgleich erzielte. Der BSV drängte weiter, doch die ASV - Abwehr hielt dem Druck stand und retteten den Elstern einen Punkt.
Ein etwas holpriger Start in diese Runde, der für die nächsten Spiele eine Steigerung nötig machte.
Das Spiel der Konkurrenten Arminia Hannover gegen den Itzehoer SV endete mit einem 2:0 für die Niedersachsen.

Itzehoer SV - Bergedorf 85 7:1
Der 4. Mai 1958 war für die Elstern ein ganz schwarzer Tag!!
Der ISV erzielte nach einer Viertelstunde die 1:0 Führung, dann nahm das Unheil seinen Lauf. In der 22, Minute verletzte sich Torhüter Manfred Lüneburg schwer an der Hand und musste das 2:0 hinnehmen. Daraufhin ging Hansen ins Tor und Lüneburg wurde auf die Linksaußenposition beordert, konnte dort aber keine Wirkung entfalten. Bis zum Seitenwechsel hielt Herrmann Hansen das Elsterntor sauber, aber zu allem Überfluß verletzte
sich Außenläufer Krüger in der 35. Minute auch schwer. Nach der Halbzeitpause blieb Walter Krüger in der Kabine.
Zur zweiten Halbzeit nahm Trainer Werner einen Wechsel im Tor vor. Um das Sturmspiel zu beleben kehrte Hansen in die Angriffsreihe zurück und Ulli Weber wurde zwischen die Pfosten gestellt.
Die verbliebenen "Restelstern" mussten trotz aller Gegenwehr noch fünf weitere Gegentore erdulden und gingen mit einer 1:7 Niederlage geschlagen vom Feld.
Den Ehrentreffer erzielte Pörschke.
Für die Elstern eine ganz bittere Niederlage!
Der Bremer SV besiegte Arminia Hannover mit 3:2

Bergedorf 85 - Arminia Hannover 4:1
Der dritte Spieltag der Aufstiegsrunde sollte die Elstern und den Favoriten Arminia Hannover zusammenführen.
Der Kampfgeist und der Einsatzwille der Bergedorfer Mannschaft war ungebrochen. Vor Beginn der Runde hatte sich Werner Noormann den Arm gebrochen. Nach dem Start mit 1:3 Punkten ließ sich Noormann den Gips abnehmen und arbeitsfähig schreiben. Trainer Werner schenkte ihm das Vertrauen und stellte ihn auf.
Wolkenbrüche vor Spielbeginn verwandelten die Spielfläche des Billtalstadion in eine Seenplatte und verhinderten eine höhere Besucherzahl als die anwesenden 6000 Zuschauer.
Bedenkliche Minen gab es im Publikun, als in der 8. Minute die Gäste aus Hannover mit 1:0 in Führung gingen doch als Werner Noormann zehn Minuten später das in ihn gesetzte Vertrauen rechtfertigte und den Ausgleich erzielte, hellten sich die Gesichter spürbar auf.
Noch vor dem Gang in die Kabinen erzielte Pörschke die Führung für die 85er - 2:1.
Die Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt sah ihre Felle davonschwimmen und nahm im zweiten Durchgang Änderungen in der Angriffsformation vor - ohne den gewünschten Erfolg.
Ganz im Gegenteil! Gerd Voß erhöhte das Ergebnis in der 67. Minute auf 3:1 und in der Schlußminute stellte Pörschke mit seinem zweiten Treffer den 4:1 Endstand her.
Mit nun 3:3 Punkten haben sich die Elstern überzeugend in das Aufstiegsrennen zurückgemeldet.
Der ISV behielt mit einem 1:0 Sieg gegen den Bremer SV auch Kontakt Richtung Oberliga.

Arminia Hannover - Bergedorf 85 1:2
Schon eine Woche später nach dem überzeugendem 4:1 Erfolg über die Arminen standen sich beide Teams, diesmal in Hannover, erneut gegenüber.
Auch in dieser Begegnung gingen die Arminen zunächst in Front, als Verteidiger Heitmann in der 5. Spielminute ein Eigentor unterlief.
Trotz leichter Feldvorteile für die Arminen gelang Voß in der 25. Minute das Ausgleichstor. Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause. Der Druck der Arminen auf das Elsterntor hielt an, doch Pörschke bereitete dem Bangen der Bergedorfer ein Ende und erzeilte das 2:1 für Bergedorf 85.
Ein ganz wichtiger Erfolg mit dem die Elstern zum ISV aufschliessen konnten.
Der Bremer SV und der ISV trennten sich 1:1

Bremer SV - Bergedorf 85 1:2
Erneut ein Auswärtsspiel für die Bergedorfer. Hier konnte das Tor zur Oberliga weit aufgestossen werden wenn es der Mannschaft gelingen sollte, mindestens einen Punkt mit nach Bergedorf zu nehmen.1500 Bergedorf begleiteten die Elsten nach Bremen und wurden Zeugen eines souverän geführte Spiels.
Dennoch fiel in der 23. Minute der Führungstreffer für die Platzherren: ein Ball aus 25 Metern wurde vom Winde verweht und landete neben dem verdutzten Torwart Lüneburg im Bergedorfer Netz.
Die Freude der Bremer war nur von kurzer Dauer, denn in Minute vierunddreissig beendete Herder einen Alleingang mit einem Schuß auf das Bremer Tor der zum 1:1 Ausgleich führte.
Mit diesem Ergebnis gingen die Mannschaften in die Halbzeitpause.
Nach einer Stunde war es dann Karl Heinz Pörschke, der mit einem Schuss aus spitzem Winkel dem Bremer Torhüter das Nachsehen gab und seine Mannschaft mit 2:1 in Führung brachte.
Der BSV erhöhte nun den Druck auf das Elsterntor, aber es war Manfred Lüneburg zu verdanken, dass das 2:1 Sieg unter Dach und Fach gebracht wurde.
Pech für den BSV, dass Außenstürmer Bosian ( zweifacher Torschütze aus dem Hinspiel ) sich während der ersten Halbzeit eine Rißwunde am Auge zuzog und genäht werden musste. Erst in der zweiten Halbzeit konnte er wieder mitwirken.
Zeitgleich besiegte der der Itzehoer SV die Elf von Arminia Hannover mit 2:1
Vorschau auf das letzte Spiel:

Nach einem durchwachsenem Start in die Aufstiegsrunde - 2:2 gegen den Bremer SV und einem
deprimierenden 1:7 gegen den ISV - konnten die Elstern wie berichtet die folgenden drei Spiele gewinnen. In jedem dieser Spiele musste die Mannschaft einem Rückstand hinterherlaufen, ging aber am Ende als Sieger vom Platz.
Es stimmte also in der Mannschaft. Sie wollte gut spielen, wollte den Sieg und wollte den Aufstieg in die Oberliga.
Vor dem letzten Spiel standen der ISV und die Elstern mit 7:3 Zählern vor dem Sprung in die Oberliga. Das bessere Torverhältnis des ISV war nicht mehr ausschlaggebend, bei Punktgleichheit beider Mannschaften hätte es ein Entscheidungsspiel gegeben.
Die Bergedorfer Mannschaft konnte sebstbewußt an diese Aufgabe herangehen, denn das 1:7 aus dem Hinspiel entsprach nicht dem Leistungsstand beider Mannschaften. Neun Feldspieler auf dem Rasen und kein " gelernter" Torwart zwischen den Pfosten waren ungleiche Voraussetzungen für ein so wichtiges Spiel.
Die kommende Begegnung, das letzte Spiel der Aufstiegerunde sollte unter anderen Bedingungen stattfinden!

Bergedorf 85 - Itzehoer SV 5:2
Ein großer Tag für den Bergedorfer Fussball, ja: ein großer Tag für Bergedorf!
Das Billtalstadion, die schönste Hamburger Sportstätte, 1950 / 51 am Rande der Bille errichtet, sollte im Mittelpunkt des Hamburger Sportgeschehens stehen.
Schon während der Woche vor dem Spiel der Elstern gegen den ISV war diese Begegnung Thema Nummer eins in Bergedorf.
Spannung - Hoffnung - Vorfreude - Bangen, zwischen diesen Begriffen bewegte sich die Gemütslage der Anhänger, egal ob Elsternfan oder ISV Anhänger.
Aus den Vier - und Marschlanden, aus dem Sachsenwaldgebiet, aus ganz Hamburg und aus Itzehoe strömten am Pfingstmontag 18 000 erwartungsfrohe Zuschauer in das Billtalstadion.
Es herrschte eine unbeschreibliche Stimmung!!
Abweichend vom typischen schwarz - weissen Elsterntrikot musste die Bergedorfer Mannschaft in rot-weisser Spielkleidung auflaufen, schwarz - weiss war dem ISV vorbehalten.

Um 15:00 wurde das Spiel von Schiedsrichter Schwarzmann angepfiffen
Schon kurz nach dem Anpfiff nutzte Ulli Weber ein Mißverständnis in der Itzehoer Hintermannschaft aus und erzielte das 1:0 für die Elstern. Der Jubel kannte keine Grenzen als Gerd Voß nach vier Minuten das Ergebnis auf 2:0 erhöhte.
Angriff auf Angriff rollte auf das Tor des ISV, die Elstern schossen aus allen Lagen, die Mannschaft spielte einen begeisternden Fussball wie er im Billtalstadion noch nie gesehen wurde.
Die Mannschaft spielte das Spiel ihres Lebens!
Ein Solo um drei Abwehrspieler herum schloss Wolfgang Herder mit dem 3:0 ab.
Kurz vor der Pause gelang dem ISV mit dem 1:3 eine Ergebnisverbesserung.
Der alte Abstand von drei Toren wurde kurz nach der Halbzeitpause von Pörschke wieder hergestellt als er den Ball zum 4:1 im ISV - Gehäuse unterbrachte.
Dern ISV kämpfte weiter aufopferungsvoll und zeigte keine Anzeichen von Resignation,nach 55 Minuten landete ein Weitschuß im Bergedorfer Tor zum 2:4.
Als dann ISV - Torhüter Genthe einen scharfen Schuß von Ulli Weber nicht festhalten konnte, war Karl Heinz Pörschke zur Stelle und beförderte das Leder zum 5:2 über die Torlinie.
Es gab weiterhin begeisternden Offensivfussball beider Mannschaften, bis Schiedsrichter Schwarzmann um 16:45 den Schlusspfiff ertönen ließ.
Was dann geschah lässt sich nur schwer in Worte kleiden.
Begeisterung, Jubel, ausgelassene Freude, tausende drängten in den Innenraum des Billtalstadions um die siegreiche Mannschaft, die Elf von Bergedorf 85, zu feiern. Die Spieler wurden auf die Schultern gehoben und unter dem Jubel der begeisterten Zuschauer vom Platz getragen.
Die unterlegenen Spieler des ISV waren ein großer Gegner und haben den Elstern als erste gratuliert.
Die Mannschaft von Bergedorf 85, angeführt von Mannschaftskapitän "Walli" Künn, Manfred Lüneburg, Peter Schmidt, "Mucki" Heitmann, Werner Noormann, Wolfgang Herder,Uerrmann Hansen, Günther Emsen, Ulli Weber,Gerd "Heeschen" Vöß und Karl Heinz Pörschke sowie die in der Aufstiegsrunde nicht eingesetzten Spieler haben Fussballgeschichte geschrieben und sich in das Gedächtnis der Bergedorfer Fussballfreunde eingeprägt.
Die nimmermüde Arbeit von Trainer Heinz Werner, der zu den ganz Großen der damaligen Zeit gehörte hat Früchte getragen.
Am Ende aller Bemühungen stand dern Aufstieg in die Oberliga Nord.


Der Vollständigkeit halber hier noch die Zusammenfassung aller Ergebnisse:










Fotos:
Die beigefügten Bilder stammen aus: "Spundflasche mit dem Flachpasskorken" ( Werner Noormann )
Abendblattarchiv ( Mannschaftsfoto ) und Bildband
"850 Jahre Bergedorf" ( Spieler auf Schultern )

Freitag, 11. Juli 2014

Die schwarz-weiße Elstern Fahne flattert wieder im Wind !!!

















Mit einem 85-Fanschal um den Hals geht er durch die gut besetzten Ränge des Stadions Sander Tannen. Man sieht ihm seine Freude regelrecht an. Der 1. Vorsitzende des ASV Bergedorf 85 hat allen Grund bei all seiner Bescheidenheit stolz zu sein. Danke Klaus Hinz, dass der Fußball zum traditionsreichen ASV Bergedorf 85 zurück ist!
Blickt man auf die Sitzbänke der Hauptgeraden so entdeckt man bekannte Gesichter. Z.B. Mutter und Tochter Schrowangen. Wie früher, als die beiden kein Heimspiel der Elstern ausließen, beobachten sie jetzt das Comeback der ASV-Fußballer.
Auch die Stimme des Stadionsprechers weckt alte Erinnerungen. Wieviele große Spiele hat Jens Bartels in den letzten dreißig Jahren nicht alle an den Sander Tannen begleitet . Heute sagt er die Mannschaftsaufstellung der „neuen“ Elstern an, legt die selbe Auflaufmusik wie immer auf und lässt auch beim Tor der Elstern die so bekannte „Carmen-Musik“ erklingen. Nun wird er das Mikrofon nach diesem Spiel vermutlich an eine jüngere (radioerprobte)Stimme weiterreichen.
Neben dem Container, in dem Jens Bartels sich in den Jahren gemütlich einrichtete, stehen wie früher die Mitglieder des Fanclubs. Nach dem ersten 85-Tor zum 1:2 durch Justin Gauger (Anm. d. Red.:wir müssen uns korrigieren: Den Elfmeter verwandetlte unhaltbar die Nr. 21 Norman Leßmann, der von St. Pauli 3  nach Begedorf gekommen ist) wird die überdimensionale schwarz-weiße Elstern-Fahne geschwengt. Laute Anfeuerungsrufe sind zu vernehmen. Gegenüber in der Kurve stehen hinter ihrem „Oil Bergedorf Banner“ eine Abordnung der alternativen Bergedorf-Fans (Ein Großteil bringt sich zeitgleich beim schon legendären Wutzrock-Festival am Eichbaumsee ein).
Der Bier und Würstchenstand wird sehr gut frequentiert. Die Sonne scheint und als plözlich aus heiterem Himmel einem was im Nacken zwickt, möchte man fast denken, dass zumindest auch der Geist von Hein Häring wieder im Stadion ist.
Schluss nun mit den pathetischen Worten!
Sind wir also neugierig, was nun unsere Elstern sportlich in den nächsten Jahren bieten werden. Heute zu ihrem ersten Spiel lud man sich keinen geringeren als den Hamburger Oberliga Vizemeister, den SV Curslack-Neuengamme, ein. Wahrscheinlich wird der ASV Bergedorf 85 in den nächsten fünf Jahren nicht mehr auf einen so starken Gegner treffen (Jan Landau war natürlich auch beim Gast dabei). Und vor diesem Hintergrund macht das Auftreten der Jungs von Trainer Jörg Franke Mut. Zwar merkte man besonders nach dem 0:1 in der elften Minute wie nervös die meisten der Elstern sind, doch auch wie viel Leidenschaft und Herzblut mit im Spiel ist.
Alle haben gekämpft und je länger das Spiel dauerte, desto mehr wagte man auch mal den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Schon nach dem ertsen Spiel kann man sehen, dass 85 einen sehr guten Keeper in den Reihen hat. Was Florian Hogrefe alles pariert hat. Hut ab! Beim ersten Hinsehen rieb man sich verwundert die Augen. Ist die Nummer Sechs bei 85 etwa Paul Deron? Nein, Niels Rawe! In seiner Spielweise und Aussehen erinnert er nicht nur an unseren Paul Deron. Bergedorfs 2. Vorsitzender Rene Binnewerg gab Niels gleich den Spitznamen „Merte“ in Anlehnung an dem vielleicht baldigen Weltmeister Peer Mertesacker.
Im Sturm wirbelte die Nummer 9 !!!
Letztes Jahr noch in der A-Jugend des SVCN, jetzt mit einer prima Leistung bei seiner Herren-Premiere. Vor seinem Elfmetertor wurde Justin Gauger selber klar im Strafraum gefault.
Am Ende gewannen die sympathischen Henke-Mannen 8:1 - die jungen Elstern die Herzen der Zuschauer (an den Sander Tannen waren in der letzten Saison mit Abstand nicht so viele Fans wie heute..) und der Vorstand des ASV Bergedorf 85 zeigte sich "hoch zufrieden" mit dem heutigen Abend: Sportlich sowie mit allem Drumherum. 

Hier noch ein paar Fotos vom Abend:
gut besuchte Ränge...








Geschäftsführer und 2. Vorsitzender Rene Binnewerg mit Jugendleiter und Spieler der 1. Herren Paul Schäfer, der heute leider verletzt zuschauen musste.




Fotos: Scharfenberg/ Groddeck


Dienstag, 8. Juli 2014

Presse-Info zum Eröffnungsspiel !!!


 
„Eröffnungsspiel“ des ASV Bergedorf 85 

Nachdem Ende des Jahres 2013 der Plan, die Wiedereinführung einer Fußballsparte, konkretisiert wurde und Anfang März 2014 dann zunächst die Mitglieder des Gesamtvereins und später dann der Erweiterte Vorstand die Rückkehr der Fußballer beschloss, ist es jetzt soweit:
Am Freitag, den 11.7.2014 möchte der ASV Bergedorf 85 mit einem Freundschaftsspiel gegen den SV Curslack-Neuengamme seine neue 1. Herrenmannschaft vorstellen.

Anpfiff ist an den Sander Tannen um 18:30 Uhr. 

85-Trainer Jörg Franke zum bevorstehenden Spiel: 

„Wir sind dem Vizemeister der Oberliga sehr dankbar, dass er „unsere Auferstehung“ mitbegleitet. Jens Seddig und auch meine Wenigkeit haben ein sehr gutes Verhältnis zu Curslack und so gab es keine andere Mannschaft, die wir zum Auftakt präsentieren wollten. Wir hoffen natürlich auf eine gute Kulisse, um diesem Spiel einen guten Rahmen zu verpassen.“ 

Damit wird auch mit diesem Spiel eine schöne Tradition fortgesetzt:

Denn schon der neue Kunstrasenplatz im legendären Billtalstadion wurde am 29.11.2009 mit genau dieser Paarung feierlich eröffnet. Damals kamen gut 2500 Zuschauer zu dem Spiel. Die Elstern freuen sich auch jetzt auf zahlreichen Besuch.

Die Fußballsparte des ASV Bergedorf 85 wird neben der 1. Herrenmannschaft, die in der Kreisklasse 11 sich u.a. auf spannende Derbys gegen die TSG Bergedorf und Bergedorf-West freut, auch eine Seniorenmannschaft ins Rennen schicken.

Die Jugendabteilung wird voraussichtlich  zwei Teams  (Jahrgänge 2005/2006) zum Spielbetrieb melden.

Wer bei den  „kleinen Elstern“ noch dabei sein möchte, kann sich gerne melden (Kontakt: jugendfussball@asv-bergedorf85.de oder telefonisch: 040-244 376 81)
 

Wir freuen uns , dass es jetzt endlich wieder losgeht!

 Die Fußballabteilung des ASV Bergedorf 85