Montag, 1. Dezember 2014

Die Elstern – Berichte über Fußball Teil 2 – Spielzeit 1959 / 60 (von Hans-Martin Lippold)




RÜCKBLICK AUF DIE VERGANGENE SPIELZEIT
In der Saison 1958 / 59 betraten die Elstern absolutes Neuland: Oberliga Nord – erste Liga – Kräftemessen mit den Gro0en des norddeutschen Fussballs.
Fünfstellige Besucherzahlen im Billtalstadion, Festspielcharakter bei etlichen Heimspielen! Alle Erwartungen wurden übertroffen, bei fünfzehn Heimspielen zehn Siege bei lediglich drei Heimniederlagen. Tabellenplatz drei am Ende der Hinrunde – das war schon aufsehenerregend!
Dass bei einem Klassenneuling irgendwann ein Kräfteverschleiss und Schwächeperioden eintreten kann nicht überraschen. Am Ende der Saison schlugen zwölf Siege, drei unentschiedene Spiele und fünfzehn Niederlagen zu Buche. Abstiegsgefahr bestand zu keiner Zeit und Tabellenplatz elf ist ein sichtbares Zeichen für eine erfolgreiche Saison.

Saison 1959 / 60
Der Kader der Elstern erfuhr für die Spielzeit 59 / 60 einige Änderungen - Einschneidend war der Wechsel von Heinrich Kokartis zum SV Werder Bremen als Ersatz für die Bremer Torwartlegende Dragomir Ilic.. Auf ärztliches Anraten hin musste „Mucki“ Heitmann seine Laufbahn beenden. Ein schmerzlicher Verlust für die Mannschaft und erst recht für ihn selbst. Nicht mehr im Kader waren zu Saisonbeginn Werner Noormann und Walter Krüger. Gründe für deren Ausscheiden konnten nicht in Erfahrung gebracht werden. 

Vorstellung der Neuzugänge 
Für die neue Saison wurde der Spielerkader der Elstern durch folgende Neuzugänge ergänzt: 
 Otmar S o m m e r f e l d , einer der ganz großen des norddeutschen Fussballs kam vom FC St. Pauli , vorher HTB, mit der Erfahrung von 252 Oberligaspielen. Ein „kantiger“ Typ, Sympathieträger mit einem erstklassigen Ruf auf Norddeutschlands Fussballfeldern . 
 Klaus H o m a n n vom Düneberger SV (siehe Foto rechts), dem Stammverein von Günther Emsen. Klaus Homann war einer der Spieler aus der Blütezeit des DSV, der 1958 vor 13000 (!!) Zuschauern am Millerntor gegen DuWo 08 den Aufstieg in die Amateurliga erkämpfte. 
 Kalle B o c h m a n n kam aus der Bezirksliga vom SV Curslack – Neuengamme ( ? ), ein richtiger Rackerer, ein Kämpfertyp, von der Spielanlage her vergleichbar mit Oliver Lindemann späterer Jahre. Vom 1. FC Wolfsburg wurde 
Manfred G ü n t h e r als Torwart verpflichtet. Manfred Günther kam ursprünglich aus dem Großraum Ulm und war später in dieser Region als Trainer im Amateurbereich tätig, u.A. von 1968 bis 1971 in der A – Klasse Kocher / Rems beim jetzigen Zweitligisten VfR Aalen.

Die Berichterstattung dieses und auch anderer Berichte litt unter mangelnder Hintergrundinformation. Die sportlichen Stationen einzelner Spieler konnten nicht immer nachvollzogen werden, insbesondere bei Manfred Günther musste sich der Verfasserauf persönliche Erinnerungen beziehen.

Pokalspiele 
Zwischen den Spielzeiten war Zeit für Pokalspiele, Freundschaftsspiele ( im wahrsten Sinne ) und Vorbereitungsspiele. So auch für die Elstern. Der NFV – Pokalwettbewerb führte am 4.5.59 zunächst den SV Friedrichsort und die Elstern zusammen. Mit einem 5 : 2 Erfolg nach je zwei Treffern von Voß und Herder sowie einem Tor von Hansen zogen die Elstern in die nächste Runde ein. Hier war dann auch Endstation, denn der niedersächsische Vertreter, der VfB Peine zog die Elstern mit einem 5 : 3 Sieg eine Woche später aus dem Verkehr

Freundschaftsspiele
In der Vorbereitungsphase auf die kommende Saison wurden eine Vielzahl von Freundschaftsspielen ausgetragen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier genannt
SC Concordia - Bergedorf 85 0 : 7 USC Paloma - Bergedorf 85 1 : 4 Bergedorf 85 - BW 90 Berlin 2 : 2 – Tore Voß und Olszewski Düneberger SV - Bergedorf 85 2 : 3 Am 12.6.59 trat eine Hamburger Auswahl – bestehend aus Spielern von Altona 93, SC Concordia und
 Bergedorf 85 – gegen das Brasilianische Spitzenteam FC Santos an. Die Elstern wurden durch Gerd Voß, Wolfgang Herder und Karl – Heinz Pörschke vertreten. Die Männer vom Zuckerhut siegten mit 6 : 0. Pfingsten 1959 verbrachten die Elstern in der Heimat ihres Trainers Heinz Werner und trugen zwei Freundschaftsspiele aus- Gegen MOTOR Jena gab es eine 2 : 5 Niederlage, auch das zweite Spiel ging verloren, gegen TURBINE Erfurt unterlagen die 85 er mit 1 : 4. Der Stress nahm kein Ende, eine Woche nach der Thüringen – Reise trat der deutsche Meister von 1949, der VfR Mannheim im Billtalstadion (!) vor 4000 Zuschauer gegen den ASV an. Das Spiel endete 2 : 2, wobei Gerd Voß zweimal erfolgreich war. Anfang Juni gingen die Elstern in die verdiente Sommerpause, vorher wurde der HEBC in aller Freundschaft vor immerhin 1000 Besuchern mit 5 : 0 zum Reinmüllerplatz zurückgeschickt.
Die Plätze der beiden Absteiger der abgelaufenen Saison, der VfL Wolfsburg und Eintracht Nordhorn werden in der aktuellen Saison ( 1959 / 60 ) von Eintracht Osnabrück und dem VfB Lübeck eingenommen.
Die Punkterunde 1959 / 60 konnte beginnen, die Elstern starteten in ihre zweite Oberligasaison.

Flügellahme Elstern in Braunschweig 
Von den eingesetzten Neuzugängen überzeugten lediglich Torhüter Günther und Sommerfeld . Die umständlich agierende Sturmreihe konnte die Braunschweiger Hintermannschaft nicht in Verlegenheit bringen. Der 2 : 0 Halbzeitstand wurde von der Eintracht in der 48. Minute auf3 : 0 erhöht. Nach dem Anschlusstreffer durch Voß keimte Hoffnung auf, doch zwei Minutenvor dem Schlusspfiff wurde der alte Abstand wieder hergestellt. Mit diesem 4 : 1 blieben die Punkte in der Stadt Heinrichs des Löwen.

Heimgastspiel“ am Millerntor 
Die Heimpremiere an den Sander Tannen musste vertagt werden, da die Platzkommission des NFV an der Anlage noch einige Korrekturwünsche hatte. So blieb den Elstern nichts Andres übrig als ans Millerntor umzuziehen. Dort trafen sie zum ersten „Heimspiel“ der Saison auf den VfL Osnabrück. Zwar erarbeiteten sich die Elstern in der Anfangsphase leichte Feldvorteile, konnten diese aber nicht in Zählbares umsetzen. So warf dann ein umstrittener Treffer des VfL in der 25. Minute die Gäste aus Bergedorf aus der Bahn. Die 56. Spielminute brachte die Entscheidung – der VfL erzielte das 2 : 0. Auch ein Platztausch zwischen Herrmann Hansen und Kurt Röwe vermochte das Blatt nicht mehr zu wenden, die Bergedorfer verließen als 0 : 2 Verlierer das Millerntor.

Fussball auf Rasenteppich in Bergedorf 
Herrliches Wetter und Platzeinweihung an den Sander Tannen. Eine steile Tribüne mit neunzehn Stufen, fünf Stufen auf der Gegengeraden, drei Kassenhäuschen um das Stadiongelände verteilt und eine herrliche Rasenfläche – Fussballherz, was willst Du mehr! Zwölftausend Zuschauer säumten das Spielfeld und sahen eine packende Partie gegen den SC Concordia. Hier die Torfolge
1:0 Ihde 16. Minute 1:1 Bodmar 17. Minute 2:1 Hansen 37. Minute 2:2 Buchner 40. Minute 3:2 Jordan 47. Minute 4:2 Bochmann 59. Minute 4:3 Schlegel 69. Minute 4:4 Bökenberg 85. Minute. Das 4:4 war ein gerechtes Ergebnis, auf beiden Seiten gab es Gelegenheiten für weitere Treffer. Gäbe es zu der Zeit schon den ARD – Wettbewerb „Tor des Monats“, das 4:2 von Kalle Bochmann hätte zum Gewinn dieses Wettbewerbs geführt. Ein Weitschuss aus gut 25 Metern ließ Concordia – Torhüter Abraham durch die Beine passieren . Das Hamburger Abendblatt schrieb indessen von einem „schweren Schnitzer“ des Torhüters. Das Warten auf den ersten Sieg ging weiter.

Elstern scheitern am gegnerischen Torwart
Nach einer Stunde hatte es den Anschein, als könnte Kalle Bochmann die 10000 Zuschauer und seine Mannschaftskameraden von einer Last befreien, per Kopf erzielte er das längst fällige 1 : 0 für seine Farben. Immer wieder war es der Lübecker Torhüter des LBV Phönix, Hans Krämer ( der auch in der 54 er Meisterelf von Hannover 96 stand ) der die Elstern zur Verzweiflung brachte. Zu allem Überfluß gelang den Gästen in der 74. Minute der Ausgleich. Wenige Minuten später bot sich den Bergedorfern die ganz große Siegchance – Foulelfmater für Bergedorf 85 ! Wolfgang Herder schritt zur Exekution, aber Krämer im Lübecker Kasten krönte seine vorzugliche Leistung und wehrte den Strafstoß ab. Elf glückliche Lübecker nahmen einen Punkt an die Trave mit .


                                                              



Bergedorf imponierte 
So überschrieb das Hambutger Abendblatt den Spielbericht zum Spiel der Elstern bei Holstein Kiel. Bis zur 58. Minute hatten die Bergedorfer die 1 : 0 Führung der Kieler Störche durch zwei Tore von Ernie Jordan in eine 2 : 1 Führung umgewandelt. Hätte der Schiedsrichter ein Foul vom Voß im Kieler Strafraum geahndet und auf Strafstoß entschieden hätte das Spiel entschieden sein können, so aber führte ein weiteres Tor der Kieler zum glücklichen 2 : 2 Ausgleich. Aus einer starken Bergedorfer Mannschaft ragten Torhüter Günther, Emsen und Sommerfeld heraus.

Hängende Köpfe in Bergedorf 
Der erste Angriff der Spieler vom Bremerhaven 93 führte zum 1 : 0 für die Gäste, eine kalte Dusche in der 17. Spielminute. Als Gerd Voß dann noch einen Strafstoß vergab, bekamen die Gäste endgültig Oberwasser und erzielten unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff das 2 : 0. Im zweiten Durchgang zeigten die Elstern, was in ihnen steckt und setzten die Gäste gewaltig unter Druck. Doch das Tor in der 85. Minute durch Voß kam zu spät, um das Blatt noch zu wenden. Die Elstern mußten mit diesem 1 : 2 eine ganz bittere Heimniederlage hinnehmen und verließen mit hängenden Köpfen das Spielfeld. Im Team der Elstern stand nach langer Zeit wieder Werner Noormann, dem man zu Saisonbeginn keinen neuen Vertrag mehr geben wollte. Nun hat man sich eines Besseren besonnen.

Schwache Vorstellung beim VfB Lübeck
Harmlos und ohne Konzept erlebte man die Elstern beim VfB Lübeck. An der Lohmühle gab es eine 0 : 2 Niederlage . Zehntausend Zuschauer sahen eine Bergedorfer Mannschaft, die alle Tugenden vermissen ließ. Selbst nach dem 0 : 2 in der 52. Minute gab es kein Aufbäumen, kein Kampfgeist. Eine trostlose Darbietung und eine verdiente Niederlage.

Der Knoten ist geplatzt
Nach den bisherigen Darbietungen der 85 er konnten eigentlich nur die größten Optimisten mit einem Punktgewinn bei der Osnabrücker Eintracht rechnen. Doch es kam anders! Voller Selbstbewußtsein traten die Elstern bei der Eintracht an und bestimmten das Spielgeschehen. Doch wie aus heiterem Himmel fiel das 1 : 0 für die Platzherrn. Dieser Rückstand beeindruckte die Bergedorfer Mannschaft nicht sonderlich und so war es dann Klaus Homann, der kurz vor dem Seitenwechsel den Gleichstand herbeiführte. Nach der Pause das gleiche Bild: deutliche Feldüberlegenheit für die Männer aus Bergedorf. Resultat: Hansen, Jordan und Homann trafen ins Tor der Hausherrn und stellten mit diesem 4 : 1 Auswärtssieg den ersten doppelten Punktgewinn der laufenden Spielzeit sicher. Die Bergedorfer Mannschaft hatte in Schmidt, Sommerfeld, Hansen und Jordan ihre herausragenden Spieler und hätte noch höher gewinnen können.

Erster Heimsieg gegen Hannover 96 
Das regnerische Wetter konnte sechstausend Besucher nicht davon abhalten, die Sander Tannen zu besuchen um das Spiel der Elstern gegen Hannover 96 zu beobachten. Ohne Respekt vor großen Namen gingen die Elstern zu Werke und setzten ihre Gäste gehörig unter Druck. Trotzdem gingen diese nach zehn Minuten in Führung. Die Freude war von kurzer Dauer, denn Otmar Sommerfeld glich zehn Minuten später aus. Ernie Jordan schoß in der 34. Minute die Elstern 2 : 1 in Führung, mit diesem Resultat ging es in die Kabinen. Den unglücklichen Hannoveranern unterlief unmittelbar nach Wiederanpfiff ein Eigentor, welches zum 3 : 1 für die Elstern führte. In der Folgezeit verstärkten die Gäste von der Leine ihre Angriffsbemühungen und verkürzten auf 2 : 3 aus ihrer Sicht. Alle Anstrengungen der Gäste scheiterten der stabilen Bergedorfer Hintermannschaft. Mit diesem 3 : 2 Erfolg verbuchten die Bergedorfer ihren hochverdienten zweiten Saisonsieg. (siehe auch Titelfoto)






Nach einem Drittel der Saison kann folgendes Fazit gezogen werden: Ein Start mit sieben Spielen ohne Sieg berechtigt nicht zu Hoffnungen auf einen gesicherten Mittelfeldplatz in der Tabelle. Der Blick musste sich zwangsläufig auf die unteren Tabellenregionen richten. Die Mannschaft hat das Potential, eine sorgenfreie Rückrunde zu spielen. Unentschiedene Spiele wie gegen Holstein Kiel und Phönix Lübeck nähren diesbezügliche Hoffnungen wie auch die Siege in Osnabrück und gegen Hannover.

Schwacher Sturm und Rekordbesuch gegen den HSV 
Die Sander Tannen mussten beim Gastspiel des HSV wegen Überfüllung geschlossen werden, als dreizehntausend Besucher die Eingangstore passiert hatten. Kein Vergleich mit der Heimpartie aus der Vorsaison. Gingen die Elstern damals mit fliegenden Fahnen unter, gab es diesmal eine flaue Darbietung gegen einen in allen Belangen überlegenen HSV. Ein Eckenverhältnis von 14 : 1 für den HSV gibt überzeugend Auskunft. Tore von Uwe Seeler(15.), Klaus Stürmer(47,) und Peter Wulf(50.) stellten der ungefährdeten 3 : 0 Erfolg der Rothosen sicher. Bergedorfs Mannschaft muss wieder brennen damit sich wieder Erfolge einstellen! Besser als das Hamburger Abendblatt kann man diese Situation nicht beschreiben.

Sechzig Minuten in Unterzahl 
In erstklassiger Verfassung zeigte sich die Bergedorfer Mannschaft bei Altona 93. Nach fünfzehn Minuten trug die Überlegenheit der Elstern erste Früchte als Otmar Sommerfeld das 1 : 0 für seine Mannschaft markierte. Der Ausbau der Führung schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, als Ernie Jordan im Strafraum schwer gefoult wurde. De fälliger Elfmeterpfiff blieb aus und für Ernie Jordan war das Spiel verletzungsbedingt beendet. Diesen Schock konnte die Bergedorfer Mannschaft nicht verdauen. Nachdem der Altonaer Heiko Kurth einen Elfmeter nicht verwandeln konnte, brachte Werner Erb in der37. – 42- und 48. Minute das Leder im Bergedorfer Tor unter. Schließlich ließ der Altonaer Göhrke in der 78. Minute das 4 : 1 folgen. Der Kampfgeist der Elstern war jedoch nicht erloschen, in einem energischen Endspurt verkürzte Klaus Homann das Resultat auf 3 : 4. Ein Werner Erb in Galaform auf Seiten der Platzherrn und die Verletzung von Jordan bescherten den Elstern eine unverdiente 3 : 4 Niederlage.

Gegen Hildesheim erneute Heimniederlage
Änderungen in der Mannschaftsaufstellung gegenüber dem letzten Spiel brachten nicht den gewünschten Erfolg, schon in der 7. Minute gelang den Gästen aus Hildesheim die Führung. Die Hildesheimer zeigten im ersten Durchgang eine kompakte, homogene Mannschaftsleistung sodass die Führung vollkommen verdient war .Nach Wiederanpfiff setzten die Elstern ihre Gäste gehörig unter Druck, aber das Abwehrbollwerk, allem voran der Torhüter Bolchert im Hildesheimer Gehäuse hielten dem Druck stand. So konnten die Gäste beide Punkte mit diesem 1 : 0 Erfolg aus den Sander Tannen entführen.

Debakel im Weserstadion 
Schon in der 2. Spielminute ein Schock für die Elstern: ein zweifelhafter Handelfmeter wurde von Willy Schröder – einem alten Bekannten - zum 1 : 0 verwandelt. Im weiteren Verlauf dieser Begegnung demonstrierten die Bremer ihr überlegene Klasse und erhöhten das Ergebnis noch vor der Paus auf 3 : 0. Die zweite Halbzeit nahm einen ganz ähnlichen Verlauf, die Werderaner brachten den Ball noch viermal im Gehäuse von Manfred Günther unter und schickten die Elstern mit einer hohen 0 : 7 Niederlage auf die Heimreise.

Elstern gut erholt 
Mit zufriedenen Gesichtern verließen 3500 Zuschauer die Sander Tannen, denn sie waren Zeugen des dritten Sieges der laufenden Spielzeit. Der VfR Neumünster wurde mit 3 : 1 Toren besiegt. Die Bergedorfer Mannschaft zeigte sich gegenüber den Vorwochen stark verbessert, wobei aus der guten Mannschaft Gerd Voß und Otmar Sommerfeld herausragten. Wäre die Mannschaft immer so aufgetreten – sie hätte deutlich mehr Punkte auf ihrem Konto. Die Tore für die Elstern erzielten Herder, Hansen und Bochmann.







Von einem gelungenen Saisonverlauf kann nicht die Rede sein, wenn aus den vergangenen fünf Spielen nur zwei Punkte geholt werden, sich Abstiegsängste an. Am Ende der Vorrunde der letzten Saison standen neunzehn Zähler auf der Habenseite.

Fehlstart in die Rückrunde gegen den HSV 
Der erste Spieltag des Jahres 1960 führte am Hamburger Rothenbaum den haushohen Favoriten – den HSV – und die Bergedorfer Elstern zusammen. Trotz einer ausgeprägten Sicherheitstaktik konnten sich die Elstern Chancen auf den Führungstreffer erarbeiten, doch der gelang dann Peter Wulf, den HSV in der 16. Minute in Führung brachte. Auch Chancen auf den Ausgleich liessen die Elstern ungenutzt. So kam es, wie es kommen musste: wer seine Chancen nicht ausnutzt, wird bestraft. In diesem Falle ganz drastisch, denn der HSV schraubte ab der 83. Minute das Ergebnis auf 4 : 0 hoch. Eine unverdient hohe 0 : 4 Niederlage! Doch damit nicht genug, Otmar Sommerfeld machte seinem Ärger über die Schiedsrichterleistung deutlich Luft. Eine zeitnahe Entschuldigung nahem der Unparteiische nicht an und machte einen entsprechende Notiz im Spielbericht. Otmar Sommerfeld wurde für drei Wochen gesperrt!

Starkes Spiel gegen St. Paul 
Eine unerwartet starke Leistung ihrer Mannschaft sahen siebentausend Besucher an den Sander Tannen. Nur die grösstenOptimisten hatten sich einen solchen Auftritt vorstellen können. Wolfgang Herder und Ernie Jordan sorgten in der 9. und 13. Spielminute für einen 2 : 0 Vorsprung der Bergedorfer Mannschaft. Allerdings gab sich der FC St. Pauli nicht geschlagen und egalisierte den Vorsprung noch vor der Halbzeitpause. Beide Treffer offenbarten ein Torhüterproblem, Heinrich Kokartis konnte nicht vollwertig ersetzt werden – so schrieb das Hamburger Abendblatt im Spielbericht. Unter dem Jubel der zahlreichen Besucher brachte Fussball – Urgestein Herrmann Hansen fünf Minuten nach Wiederanpfiff die 85er erneut in Führung. Aber das Glück war an diesem Tag den Elstern nicht zugetan, zwei Minuten vor Spielende glichen die Männer vom Millerntor zum 3 : 3 Endstand aus. Pech für die Elstern, aber ein Unentschieden, das Mut macht!

Gegen Eintracht Braunschweig torloses Unentschieden 
Das Spie gegen den Lokalrivalen St. Pauli war eine gute Werbung für das Kräftemessen mit der Braunschweiger Eintracht. Wiederum siebentausend Besucher fanden den Weg zu den Sander Tannen. Gegenüber der Begegnung gegen St. Pauli nahm Trainer Werner eine Änderung vor- Manfred Lüneburg kehrte zwischen die Pfosten zurück – und lieferte eine solide Partie ab. Beide Mannschaften waren einender gleichwertig und zeigten den Zuschauern ein gutes Oberligaspiel. Tore blieben Mangelware und so konnten die Elstern einen verdienten Punkt ihrem Konto gutschreiben. Schmidt, Herder, Emsen und Noormann waren die besten Spieler einer gut aufgelegten Mannschaft.

Viel Schatten bei Bergedorf 85
Ein harmloser Sturm war charakteristisch für das Spiel der Bergedorfer beim VfL Osnabrück. Mit verstärkter Deckung versuchten die Elstern an der Bremer Brücke ihr Glück – vergeblich, denn in der 26. Minute brachte Theo Schönhöft das Leder im Kasten von Lüneburg unter. Als die 85er nach der Pause ihre Defensivtaktik aufgaben, brach das Unheil über sie herein - Der VfL erzielte noch drei Tore zum zwischenzeitlichen 4 : 0. Der Sturm der Elstern brachte nichts zählbares zustande. Der Ehrentreffer der Bergedorfer resultierte aus einem Eigentor des Osnabrücker Verteidigers Bulik. Mit einer ernüchternden 1 : 4 Niederlage wurde der leichte Aufwärtstrend der Elstern gestoppt.

Unglückliche Niederlage in Hannover 
An dieser Stelle zitiert der Verfasser das Abendblatt wörtlich Wenn Bergedorf absteigen muss, dann ist die Schuld seit dem Fortgang von Kokartis beim Torhüter und nicht bei Feldspielern zu suchen. Zum Spielverlauf : Der Führungstreffer der Hannoveraner aus der 50. Spielminute wurde von Hansen zwei Minuten später ausgeglichen. Dieses Ergebnis hatte lange Zeit Bestand und die Elstern wähnten sich im Besitze eines Auswärtspunktes, doch es kam anders – in der 85. Minute schwanden alle Hoffnungen – Hannover 96 ging in Führung und rettete den Sieg über den Rest der Spielzeit. Riesenpech für die Elstern, aber – um einen Trainerkollegen der Neuzeit zu zitieren : Das Leben geht weiter.
Nach dem 20. Spieltag offenbart sich für Bergedorf 85 eine sehr bedenkliche Tabellensituation, der Absturz ins Amateurlager droht








Fünf Punkte Vorsprung vor dem abgeschlagenem Tabellenschlusslicht Eintracht Osnabrück, punktgleich mit dem VfR Neumünster standen die Elstern auf einem Abstiegsplatz , lediglich zwei Unentschieden aus den letzten fünf Spielen sind einfach zuwenig um in dieser Spielklasse zu bestehen. Nur eine deutliche Leistungssteigerung kann den Erhalt dieser Spielklasse sichern!

Wenn nicht jetzt, wann dann ?
Unter diesem Motto stand am 21. Spieltag die Begegnung gegen das Tabellenschlusslicht, die Eintracht aus Osnabrück. Die Erwartung eines Sieges der eigenen Mannschaft lockte sechstausend Besucher trotz winterlichen Wetters an die Sander Tannen. Trotz dieser Bedingungen war der Rasen erstaunlich gut bespielbar. Doch zunächst wurde dem Publikum eine kalte Dusche verpasst, denn Otmar Sommerfeld scheiterte mit einem Handelfmeter an dem ausgezeichneten Schlußmann der Gäste. Nach torloser erster Halbzeit trug der Führungstreffer von Ernie Jordan in der 56. Spielminute sehr zur Beruhigung der Zuschauer bei. Eine Leistungssteigerung der 85er in der Endphase des Spiels brachte Zählbares ein: Jordan und Homann erhöhten auf 3 : 0: Mit diesem ungefährdeten Sieg konnten sich die Elstern im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen.

Rückschlag in Neumünster 
 Mit vielen guten Vorsätzen reisten die Elstern nach Neumünster. Ging es in dieser Partie doch gegen einen direkten Kandidaten im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Sieg – nein, schon ein Unentschieden hätte den Elstern einige Sorgen abgenommen. Der Führungstreffer von Karl – Heinz Pörschke nährte zunächst die Hoffnungen auf einen Punktgewinn, doch in der 44. Spielminute kam der erste Dämpfer: den Hausherrn gelang der Ausgleich zum 1 : 1. Der zweite Dämpfer ließ nicht lange auf sich warten, fünf Minuten nach Wiederanpfiff ging der VfR in Führung. Alle Hoffnungen auf den Gewinn auch nur eines Punktes schwanden eine Viertelstunde vor dem Abpfiff – Orban, der Schütze des Ausgleichstreffers, verwandelte einen Strafstoß zum 3 : 1 für den VfR Neumünster. Eine bittere Niederlage für das Bergedorfer Team, das mit einem dicken Sorgenpaket die Heimreise antreten musste. Gelingt in den letzten acht Spielen kein Umschwung, muß man sich mit Abstiegsgedanken vertraut machen.

Aufatmen im Marienthal 














Eine traditionsreiche Begegnung stand am 23. Februar 1960 auf dem Spielplan: Bergedorf 85 zu Gast beim SC Concordia. Schon zu Amateurligazeiten lieferten sich beide Mannschaften rassige Duelle Auch dieses Spiel wurde vor siebentausend Besuchern diesem Anspruch gerecht. Zunächst ging der SC Concordia nach zehn Minuten unter dem Jubel des Publikums mit 1 : 0 in Front, aber sieben Minuten später konnte Pörschke ausgleichen. Die Bergedorfer Mannschaft zeigte einen unermüdlichen Kampfgeist und eine vorbildliche 
Mannschaftsleistung, die dann in der 82. Minute belohnt wurde – wieder war es Pörschke, der mit seinem zweiten Tor seine Mannschaft mit 2 : 1 in Führung brachte. Die Platzierung in der Tabelle blieb zwar davon unberührt, aber nach Pluspunkten wurde mit dem vierzehnten der Tabelle – Phönix Lübeck gleichgezogen.
In der Hamburger Amateurliga gab es ein Spitzenspiel: vor achttausend Zuschauern besiegte den Tabellenzweite HTB den Lokalrivalen Rasensport Harburg mit 2 : 0.

Verteidiger Schmidt im Sturm. 
Eine faustdicke Überraschung hatte Trainer Heinz Werner für die siebentausend Zuschauer parat: Verteidiger Schmidt wurde gegen den VfB Lübeck als Mittelstürmer aufgeboten! Die Verblüffung der Zuschauer schlug nach sieben Minuten in Freude um, als Ernie Jordan einen Flankenball von Pörschke an der Lübecker Torwartlegende Johnny Felgenhauer vorbei in die Maschen setzte. Den Gästen aus der Marzipanstadt gelang in der 37. Minute der 1 : 1 Ausgleich. Kaum hatte Schiedsrichter Schwarzmann ( der auch das legendäre Aufstiegsspiel gegen den ISV leitete ) den Ball zum zweiten Durchgang freigegeben, zahlte sich die taktische Maßnahme von Trainer Werner aus: Peter Schmidt, in ungewohnter Mittelstürmerposition schoß nach einem Freistoß von Herrmann Hansen den Ball zum 2 : 1 für den ASV ein! Während der gesamten Spieldauer waren die Elstern einem dritten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich. Herder, Voß, Pörschke und Bochmann verdienten sich ein Sonderlob in einer Mannschaft, die alle alten Tugenden wieder aufleben ließ. Mit diesem Sieg kletterten die Elstern in der Tabelle von Platz 15 – einem Abstiegsplatz – auf den zwölften Tabellenrang.

Schnelle Tore gegen Altona 93
Spiele zwischen Bergedorf 85 und Altona 93 sind seit Jahren Höhepunkte jeder Fussballsaison, egal ob im Amateurbereich oder in der Oberliga Nord. So kann es nicht verwundern, dass auch dieses Spiel neuntausend Besucher in ihren Bann zog. Kaum hatten die Altonaer Spieler der Rasen betreten, hatten Ernie Jordan und Peter Schmidt für eine Vorentscheidung gesorgt – zwei schnelle Tore in den ersten zwei Minuten sorgten für einen Traumstart der Elstern. Allerdings raubte die schnelle Elsternführung den Altonaern nicht den Nerv, mit schnellen energischen Angriffen setzten sie die Bergedorfer Hintermannschaft massiv unter Druck. Dreizehn Eckbälle waren das Ergebnis dieser Bemühungen. Die endgültige Entscheidung fiel in der 75. Minute, als Herder einen Elfmeter im Altonaer Gehäuse versenkte. Mit einer 0 : 3 Niederlage wurden die Altonaer Spieler zur Adolf Jäger – Kampfbahn zurückgeschickt, während sich der Bergedorfer Teil des Publikums zufrieden auf den Heimweg begab. Acht Punkte aus den letzten fünf Spielen sind eine ganz ausgezeichnete Bilanz. Dieser energische Zwischenspurt konnte die Elstern von den größten Sorgen befreien. Drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sind zwar noch kein sicheres Polster, aber eine gute Ausgangsposition für den Rest der Saison.









Vierter Sieg in Folge 
Vor dem Spiel in Hildesheim gab Trainer Werner die Devise aus, auf Sicherheit zu spielen in der Hoffnung auf einen unentschiedenen Spielausgang. Es kam anders: Mitte der zweiten Spielhälfte nutzte Otmar Sommerfeld ein Mißverständnis in der Hildesheimer Abwehr, passte den Ball zu Pörschke, der verwandelte das Zuspiel zum 1 : 0 für die Gäste aus dem Osten Hamburgs. In der Folgezeit waren die Elstern darauf bedacht, dieses unerwartete, günstige Ergebnis zu verteidigen Aufopferungsvoll und mit Hingabe gelang dies und so konnte erfolgreich für die 0 : 1 Heimniederlage aus dem Hinspiel Revanche genommen werden. Der Abstand zum 15. Tabellenplatz wurde so auf fünf Zähler ausgebaut werden. Ein erfolgreiches Wochenende für Bergedorf 85.

Grandioser Sieg über Holstein Kiel 



Die Umsetzung von Verteidiger Schmidt in den Sturm brachte mehr Druck und Dynamik in das Bergedorfer Angriffsspiel. Drei Treffer in den letzten vier Spielen sind ein sehr guter Beleg für den Erfolg dieser taktischen Maßnahme Das Spiel gegen die Gäste aus der nördlichsten Landeshauptstadt verlief ganz nach dem Geschmack der achttausend Besucher. Für das 1 : 0 der Elstern zeichnete Sommerfeld in der 15. Minute verantwortlich. Dem ließ Jordan in der 40. Minute das 2 : 0 folgen. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. Auch im zweiten Durchgang stellten sich die 85er als die überlegene Mannschaft vor. Mit seinen Toren zum 3 : 0 und 4 : 0 erhöhte Peter Schmidt sein persönliches Torkonto auf fünf Treffer, bevor den Kieler Störchen das Ehrentor zum 1 : 4 gelang. Ein hochverdienter Sieg für die Mannschaft von Bergedorf 85, die damit das Abstiegsgespenst verjagen konnte. Aus der sehr guten Mannschaft ragten Pörschke, Hansen, Herder und Bochmann heraus, von Schmidt ganz zu schweigen. Aus achtundzwanzig Spielen wurden vierundzwanzig Punkte erkämpft, dies bedeutete Tabellenplatz 12 und sechs Punkte Vorsprung auf Platz fünfzehn.

Deja – Vu - Erlebnis in Bremerhaven 
Auf dem gefürchteten Zollinlandplatz in Bremerhaven erwischten die Elstern einen fulminanten Start – nach vier Minuten brachte Herrmann Hansen seine Mannschaft mit 1 : 0 in Führung. Auch der vorübergehende Ausgleich brachte die Gäste aus Bergedorf nicht aus dem Konzept. Peter Schmidt, der angelernte Stürmer versenkte die Lederkugel in de r36. Minute im Gehäuse der Platzherrn. Unmittelbar vor dem Gang in die Kabinen erzielten die Spieler von der Unterweser den 2 : 2 Gleichstand. Bis zu diesem Zeitpunkt stellten die Elstern das überlegene Team, doch dann brach Unheil über sie herein: zwei Bremerhavener Spieler sprangen Elsterntorwart Lüneburg regelwidrig an und verletzten ihn schwer. Der Ball rollte ins Bergedorfer Tor und der sichtlich überforderte Schiedsrichter erkannte den Treffer an. Neuer Spielstand: 2 : 3 Manfred Lüneburg wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und Ernie Jordan streifte sich das Torwarttrikot über. Erinnerungen an das Aufstiegsspiel gegen Itzehoe wurden wach, damals gingen die Elstern mit 1 : 7 unter. Die bösen Vorahnungen wurden Realität: ein Spieler weniger auf dem Feld und ein ungelernter Torhüter zwischen den Pfosten konnten das Unheil nicht verhindern – Ernie Jordan musste noch fünfmal hinter sich greifen. Mit einer bitteren, unverdienten 2 : 8 Niederlage traten die Elstern geschlagen die Heimfahrt an.

Einbruch bei Phönix Lübeck 
Der energische Zwischenspurt mit fünf aufeinanderfolgenden Siegen hat viel Kraft gekostet, ebensowenig konnte das Spiel in Bremerhaven das Selbstbewußtsein der Elstern heben. So sollte man über die Vorstellung der Elstern den Mantel des Schweigens decken. Zur Halbzeit führten die Adlerträger ( in Anlehnung an das Vereinslogo) bereits mit 2 : 0, auch das Anschlusstor von Pörschke konnte dem Spiel keine Wendung mehr geben. Im Gegenteil: die Lübecker trafen in zweiten Durchgang noch dreimal in das von Manfred Günther gehütete Tor. Eine ausgelaugte Bergedorfer Mannschaft ließ mit dieser 1 : 5 Niederlage die Punkte an der Trave liegen.

Versöhnlicher Saisonabschluß gegen Werder Bremen 
Vor diesem Spiel stand der SV Werder als Endrundenteilnehmer zur Deutschen Meisterschaft fest, die Elstern hatten der Klassenerhalt gesichert. Beide Mannschaften konnten also unbeschwert aufspielen. In einem munteren Spiel gewannen die Elstern schnell Oberwasser und beschäftigten die Bremer Hintermannschaft mehr, als diesen lieb sein konnte. Herrmann Hansen setzte Mitte der zweiten Halbzeit folgerichtig den Ball in die Bremer Maschen – dies war eine Vorentscheidung. Letzte Zweifel am Spielausgang wurden von Pörschke mit dem zweite Elsterntreffer zerstreut, als er einen Eckball von Hansen am früheren Mannschaftskameraden Kokartis vorbei ins Netz lenkte. Der ASV hatte sich mit diesem Ergebnis erfolgreich für die 0 : 7 Niederlage aus dem Hinspiel revanchiert und den ( leider nur ) dreitausendfünfhundert Besuchern einen versöhnlichen Saisonausklang beschert.



RÜCKBLICK AUF DIE ABGELAUFENE SPIELZEIT
In der Endabrechnung belegte die Mannschaft von Bergedorf 85 den dreizehnten Tabellenrang mit 26 : 34 Punkten. Lange Zeit waren die Elstern in akuter Abstiegsgefahr, ein energischer Zwischenspurt zwischen dem dreiundzwanzigsten und siebenundzwanzigsten Spieltag mit der optimalen Punktausbeute von zehn Zählern sicherte den Klassenerhalt. Einen erheblichen Anteil an diesem Erfolg hatte sicherlich die Maßnahme von Trainer Heinz Werner, den gelernten Verteidiger Schmidt in den Sturm zu stellen. Wurden in der vergangenen Saison ( 58 / 59 )19 Punkte in der Vorrunde und 8 Zähler in der Rückrunde dem Elsternkonto gutgeschrieben, stellte sich die Bilanz in der abgelaufenen Spielzeit nahezu umgekehrt: zehn Punkten aus der Vorrunde standen sechzehn Rückrundenzähler gegenüber. Der Verlauf der Saison 59 / 60 hat gezeigt, dass Heinrich Kokartis nicht gleichwertig ersetzt werden konnte. Beide Torhüter, Manfred Lüneburg sowie auch Manfred Günther haben in Einzelfällen sehr gute Leistungen abgeliefert, liessen es aber im Laufe der Saison an der Beständigkeit mangeln. Fünf vergebene Strafstöße liefern einen weiteren kleinen Hinweis auf möglichen Übungsbedarf. Meister der Saison 1959 / 60 wurde der HSV gefolgt vom SV Werder Bremen mit vier Zählern Rückstand. Beide Mannschaften nehmen an der Endrunde zur deutschen Meisterschaft teil. Mit 36 : 24 Punkten lief der FC St. Pauli auf dem vierten Tabellenplatz ein, die punktgleichen Teams von Altona 93, SC Concordia belegten gemeinsam mit den Elstern die Plätze 11, 12 und 13. Phönix Lübeck und Eintracht Osnabrück müssen den Weg in das Amateurlager antreten.








Informationsquellen für diesen Bericht waren Historisches Archiv des Hamburger Abendblattes ( Foto v. Ernie Jordan sowie zwei Spielberichte ) die Bergedorfer Zeitung v. 19.7.97 ( Foto v. Klaus Homann ) sowie das Buch Spundflasche mit dem Flachpasskorken ( Ergebnistabelle Oberliga Nord 1959 / 60 )

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