Sonntag, 14. Oktober 2018

Paroli geboten ! Elstern verlieren (zu hoch) 2:5 gegen starken ASV Hamburg




Das haben Sie sicherlich auch schon mal erlebt: Sie kommen nur ein ganz wenig zu spät auf den Fußballplatz. Beim Eintrittbezahlen ringen Sie sich zu einer rhetorischen Frage durch:
„Noch kein Tor gefallen, oder?“
Der Kassierer überrascht: „Doch leider – 0:1“
„Für Bergedorf ?“
„Ja“
Mit neutraler Miene betritt man dann den Sportplatz, innerlich hüpft das „Elsternherz“.
Timo Schwenke soll mit einem tollen Schlenzer von der Strafraumgrenze den zu weit vor dem Tor stehenden Keeper überwunden haben (Anm. d. Redaktion: der Torschütze war nicht Timo, sondern Roy Bannasch. Beide blond und Nr. 8 und 6 sind auch recht ähnlich..).
Dies sollte der Aufgalopp zu einem sehr interessanten und guten Bezirksligaspiel werden.
In der ersten halben Stunde war der ASV Bergedorf 85 dem Afghanischen SV Hamburg e.V. ebenbürtig. Beide Teams versuchten fast ausschließlich durch spielerische Mittel zum gegnerischen Tor zu gelangen. Dabei geizten sie nicht mit kurzen Ablagen, Weiterleitungen oder auch der alte gute Doppelpass wurde aus dem Kunstkasten geholt.
Für Fußballästheten war auch der Angriff der Elstern nach gut 30 Minuten:
Der wieder sehr starke Pascal Asante-Sefa klärte hinten in bester Beckenbauer-Manier fair und blieb am Ball. Spielte zu Timo Schwenke und lief gleich weiter nach vorne, wo er auch mustergültig das Leder zurückerhielt. Von Linksaußen schaute Pascal und flankte mustergültig auf den mitgelaufenden Niklas Kretschel, der volley abschloss. Wäre der Schuss im Netz gelandet wäre es ein Traumtor gewesen und das 2:0 schon ein gutes Polster.
Doch möchten wir hier auch die Chancen der Hausherren nicht verschweigen. Einmal musste 85 auf der Linie klären, einmal sprang 85-Schlussmann Björn-Alexander Garvs wie eine Katze durch den 16er und verhinderte mehrmals den Ausgleich.
Der dann aber doch vor der Halbzeitpause fiel.
Der überragende Abdul-Nafe Farahi konnte sich zentral stehend von der Strafraumgrenze die Ecke aussuchen und vollendete gekonnt.
Mit diesem gerechten Ergebnis ging es in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff des jungen Schiedsrichters Arvid Maiwald (machte seine Sache mit den ebenfalls jungen Assistenten Axel Kahl und Kelvin Laurenz Gantert insgesamt recht gut) nahm der Tabellenzweite aus Horn das Heft in die Hand. Doch Bergedorf hilet dagegen und ließ wenig hinten zu. Doch die Entlastungsangriffe wurden weniger.
Einer aber führte zu einer Ecke, die der eingewechselte Stephan Funk im zweiten Anlauf zur 2:1 Führung der Elstern nutze. Großer Jubel unter den wirklich vielen mitgereisten Gästeanhängern.
Kurze Zeit später eine unglückliche Aktion in der Bergedorfer-Hälfte:
Etwas orientierungslos verlängerte ein 85-Abwehrspieler per Kopf, was fast zu einem Eigentor führte. Björn-Alexander Garvs überrascht, machte eine unglückliche Bewegung und seine Leistenbeschwerden ließen ein Weiterspielen unmöglich machen.
Kalt musste Ersatzkeeper Marc Stückler zwischen die Pfosten.
Doch seine erste Parade war beeindruckend. Einen Distanzschuss pflückte er sicher herunter ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.
Sollte der ASV Bergedorf 85 nachdem Sieg gegen Tabellenführer Oststeinbek auch Stolperstein für den Tabellenzweiten ASV Hamburg werden.
Eine Delegation aus Oststeinbek drückte vor Ort die Daumen.
Der Trainer des afghanischen Sportvereins zog nun sein letztes Ass aus dem Ärmel und stellte nach einer Einwechslung auf das klassische 4-4-2 um.
Gut eine Viertelstunde vor dem Ende fiel dann per Kopf der verdiente Ausgleich.
Im Stile einer absoluten Spitzenmannschaft drängte man auf die drei Punkte. Doch Bergedorf schien sich langsam wieder aus dem Umklammerung zu lösen.
Mehrere Ecken sorgten für Entlastung und Chancen auf den erneuten Führungstreffer. In dieser Phase dann aber der entscheidende Konter der Platzherren:
Per Außenriss wurde Wirbelwind Rathwan Ali Radi auf die Reise geschickt. Roy Bannasch eigentlich eher am Ball rutsche auf den recht harten Kunstrasenplatz (einer früheren Generation) aus, so dass Ali Radi alleine auf das Tor zulief, abspielte und jubeln konnte.
Doch Bergedorf wollte sich nicht geschlagen geben. 8 Minuten vor Schluss wurde auf den Pressing-Modus umgestellt. ASV-Hamburg durchaus noch nicht durch und mit leichten Ausgleich-Ängsten.
Die aber der elegante ASV-Kapitän mit der Nummer 10 . Eben jener Abdul-Nafe Fahri mit dem überlegten 4:2 endgültig wegwischte. Das 5:2 durch einen Elfmeter durch die Nummer 9 Al Radi war dann nur noch Ergebniskosmetik.
Der Sieg des ASV Hamburg war verdient aber zu hoch. Bergedorf über weite Strecken mit gutem Fußball!!!
Es macht Spaß, das Team in der Bezirksliga spielen zu sehen !!!

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