Donnerstag, 4. Januar 2024

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 2006/07 (Autor: Hans-Martin Lippold)



Eine kurze Rückschau 

Die Spielzeit 2005/06 bot den Elstern Licht und Schatten. Die Vorrunde entsprach den Erwartungen, einundzwanzig Punkte aus siebzehn Spielen, Tabellenplatz sechs und die Spitzenplätze in Sichtweite. Trainer, Mannschaft und das Umfeld waren guter Dinge. Zu Beginn des Jahres 2006 erklärte Sponsor Mathias D. Kampmann seinen Rückzug zum Ende der Saison. Der Schock saß tief! Das Gesamtgefüge des ASV mußte neu justiert werden, auch über einen Rückzug der Ligamannschaft in die Bezirksliga wurde nachgedacht. Michael Schwickart, Jens Seddig und Klaus Hinz schafften es, einen belastbaren Etat zu entwickeln. Hier sind alle zu Dank verpflichtet Die nachfolgende Rückrunde des ASV muß man als desolat betrachten – für zehn Punkte aus siebzehn Spielen gibt es keine andere Formulierung. Die Turbulenzen der vorangegangenen Wochen sind an der Mannschaft nicht spurlos vorübergegangen. Im August 2002 wurde die Ligamannschaft aus dem Gesamtverein ausgegliedert, Ende Juni 2006 wurde die Ausgliederung rückgängig gemacht.

Die neuformierte Mannschaft 

Es ist hinlänglich bekannt dass zu Beginn eines Jahres die Weichen für Spielerwechsel gestellt werden. Die „Hängepartie“ der Elstern hat den Verein für wechselwillige Spieler nicht eben attraktiv gemacht, dies umso mehr als etliche Spieler – auch Leistungsträger – den Elstern den Rücken gekehrt haben Die Spielerabgänge Das Internetportal transfermarkt.de weist folgende Spieler als Abgänge aus Einige unglückliche Auftritte von Andre Zick veranlassten Trainer Schwarz über die Neubesetzung der Torwartposition nachzudenken, dies nahm Andre Zick zum Anlaß für einen Wechsel nach Norderstedt. Auch Thomas Hermes, im Tor der Elstern die Nummer eins, sah in Hamburg keine beruflichen Perspektiven mehr und ging nach dreißig Einsätzen im Elsterntor zum BV Cloppenburg zurück. Nach einunddreißig Einsätzen im Elsterntrikot wurde die Brandenburg – Liga neues sportliches Betätigungsfeld für Sören Warnick. Sein neuer Verein wurde der SV Falkensee. Nach einer Spielzeit beendete Norman Lund seine Zeit bei den Elstern und kehrte zum Meiendorfer SV zurück. In der abgelaufenen Saison war Alexey Kozlow mit dreißig Spielen in der Ligamannschaft fester Bestandteil des Teams, wechselte aber zum VfB Lübeck in die Regionalliga Nord. Marwan Ballout lief acht Mal für die Elstern auf und veränderte sich zum Lüneburger SK. Nach fünfundzwanzig Spielen im Trikot des ASV beendete Daniel Ahrens seine Laufbahn im höherklassigen Amateurfußball. Über den Verbleib von Arseny Zakharov konnte der Verfasser nichts in Erfahrung bringen.

Die Neuverpflichtungen 

Vorrangig war die Verpflichtung eines Torhüters.

Mirco Langen stand vorher bei Tennis Borussia Berlin in der U19 – Bundesliga zwischen den Pfosten, für den ASV war er als die Nummer eins vorgesehen. Als zweiter Mann zwischen den Pfosten wurde Holger Cordes unter Vertrag genommen, er kam vom zukünftigen Ligarivalen VfL 93. Die zweite Mannschaft des TSV Sachsenroß, ein Verein aus Hannover, war der bisherige Arbeitgeber von Onur Imat, auch er war als Torwart verpflichtet worden. Einen langen Weg zum ASV hatte Tibor Nadj hinter sich. Nach fünf Jahren (1992 - 1997) in unterklassigen Mannschaften des HSV führte ihn der Weg über Norderstedt, Paderborn, Fortuna Köln, Eintracht Braunschweig und Holstein Kiel zum FC Gütersloh. Von dort wechselte er an die Sander Tannen. Sein Einsatzgebiet ist das offensive Mittelfeld. Seine „niederen Weihen“ als Fußballspieler bekam Jan Melich zwischen 1998 und 2005 beim FC St. Pauli. Danach spielte er ein Jahr bei Hannover 96 bevor er 2006 zu den Elstern stieß. Über die U19 von Hannover 96 und VfL Osnabrück kam Ali Moslehe zum ASV. Sein angestammter Platz ist die Linksaußenposition. Auch Kay Bastian Götsch bringt von anderen Vereinen Erfahrungen mit. Sein Weg zu den Elstern verlief über den KSV Holstein Kiel, Arminia Bielefel U19 und den BV Cloppenburg zu den Sander Tannen. Dort wird er als Innenverteidiger eingesetzt werden. Als Verstärkung im offensiven Mittelfeld wird Alexander Martens an die Sander Tannen wechseln. Vor seinem Wechsel nach Bergedorf wurde er von Rüdiger Schwarz beim niedersächsischen Verbandsligisten SV Drochtersen / Assel intensiv beobachtet. Aus der zweiten Mannschaft des ASV schaffte Marlon Iannou den Sprung in den Ligakader, er sollte im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Stefan Wille ist beim SC Carl Zeiss Jena groß geworden. Von 1999 bis 2004 durchlief er dort alle Nachwuchsmannschaften bevor er zum BV Cloppenburg wechselte. Von dort ging er zu den Elstern wo er für eine Position im rechten Mittelfeld vorgesehen ist. Den Weg von Mikel de Jesus Henriques nachzuvollziehen war nicht einfach. Über die Spvg. Hamm / Westf. ,SC Preußen Münster, LR Ahlen(2) und den FC Gütersloh zog es ihn nach Portugal zur Vitoria Setubal. Seine Rückehr nach Deutschland endete beim ASV Bergedorf 85 wo er im Mittelfeld agieren sollte. Das Gastspiel von Christian Spill, vorher TSV Tespe, war nur von kurzer Dauer, zum 1.10.06 wechselte er zum SV Curslack-Neuengamme. Auch das Engagement von Andre Wengorra war kurz. Sechsmal wurde er zwischen dem dritten und zehnten Spieltag eingewechselt, dann kehrte er zum FSV Geesthacht zurück. Noch vor dem Start in die Punkterunde verließ Erdinc Örün den ASV zum 1.8.2006, sein nächster Verein war Altona 93 für den er in der Oberliga dreizehn Spiele bestritt.

Die Leitung des Trainings oblag weiterhin Rüdiger Schwarz assistiert von „Manni“ Nitschke.

Vorschau auf die Saison 

Für die Spielzeit 2006/07 sind die Elstern gut aufgestellt. Es war nicht ganz einfach denn die internen Turbulenzen sind nicht verborgen geblieben und es hat einige Zeit gedauert bis allgemein bekannt wurde, dass in Bergedorf weiterhin Oberligafussball gespielt wird. Eine sportliche Zielsetzung zu definieren sah sich Trainer Rüdiger Schwarz zu Beginn der Saison außerstande. Es war nicht absehbar wie sich die jungen Spieler in den Oberligabetrieb einfinden werden - auch wer sie sich in der Vorbereitung für die Ligamannschaft empfehlen kann.

Den Zuschauern attraktiven Fußball bieten und mit der Abstiegsfrage nichts zu tun zu haben – das war die Devise des ASV für die kommende Spielzeit.

Die Oberliga trat in veränderter Zusammensetzung an, die Absteiger Brinkumer SV, FT Eider Büdelsdorf, TSV Kropp und der Meiendorfer SV wurden durch folgende Aufsteiger ersetzt, aus Schleswig Holstein kam der SV Henstedt/Rhen, aus Hamburg der VfL 93 und aus Bremen der FC Oberneuland. Aus der Westgruppe der niedersächsischen Verbandsliga hatte sich der SV Ramlingen-Ehlershausen und aus der Ostgruppe der VSK Osterholz-Scharmbek qualifiziert.



Selbst die älteren unter den Elsternfans müssen lange nachdenken um sich zu erinnern, wann ein Spiel des ASV wegen zu hohen Zuschauerandranges mit Verspätung angepfiffen werden mußte. Am Freitag, 21.7.06 war es der Fall. In der ersten Pokalrunde war die Regionalligamannschaft des FC St. Pauli an den Sander Tannen zu Gast. Oberliga gegen Regionalliga, das war die Schlagerpaarung der ersten Pokalrunde. Eintausendachthundert Besucher, darunter viele St. Pauli – Fans begehrten Einlass. Mit fünfzehn Minuten Verspätung erfolgte der Anpfiff. Die Elstern waren der klassehöheren Mannschaft ein gleichwertiger Gegner, konnten aber den 0:2 – Rückstand durch Luz (35.) und Mazingu-Dinzey (38.) nicht verhindern. Da einige gute Chancen ungenutzt blieben mußten die Anhänger des ASV bis zur 80. Minute warten ehe Benjamin Kruse der Treffer zum 1:2 gelang. Die verbleibende Zeit war zu kurz um dem Spiel noch eine Wendung zu geben. Die Elstern mußten nach der ersten Runde ihre Pokalhoffnungen ad acta legen


Am zweiten Augustwochenende 2006 nahm die Oberliga Nord den Spielbetrieb auf

Sieg zum Auftakt 

Erster Gegner in der Saison 2006/2007 war ein alter Bekannter aus gemeinsamen Verbandsligazeiten, der VfL 93. Der Saisonauftakt lockte dreihundertsechzig Zuschauer an die Sander Tannen. Viele davon waren gespannt auf das Aufreten der neuen ASV-Spieler .Sechs von ihnen standen in der Startformation. Früh gaben die Elstern zu erkennen, wer Herr im Hause ist. Spielmacher Tibor Nadj ging in der 15. Minute verletzt vom Platz, für ihn kam Oliver Lindemann. Nach einem rüden Foul wurde Benjamin Kruse die gelbe Karte gezeigt.Die erste Halbzeit blieb torlos. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Mirco Langen seine Klasse unter Beweis stellen, er tat es mit Bravour. Nach seinem zweiten Foul wurde Benjamin Kruse mit G/R des Feldes verwiesen. Dem Tatendrang des ASV tat dies keinen Abbruch denn nach Torenvon Oliver Lindemann (66.) und Matthias Reincke (84.) stand es 2:0 für den ASV.Es war sicherlich keine überragende Partie aber ein gelungener Auftakt.

Verkehrte Welt 

Wenn der Torwart den Ball aus dem eigenem Netz holt und das Leder in Richtung Mittellinie schießt damit die eigene Mannschaft dann den Anstoß ausführen kann ist das der regelkonforme Ablauf. Wenn aber der Torwart wegen Ballwegschlagens mit G/R des Feldes verwiesen wird ist das eine sehr eigenwillige Interpretation des Regelwerkes. So erging es Mirco Langen im Spiel der Elstern bei der Zweitvertretung von Hannover 96. Die Elstern lieferten in Hannover eine starke Leistung ab und gingen in der 12. Minute durch Tibor Nadj nach Zuspiel von Matthias Reincke in Führung. In der 23. Minute kamen die Platzherrn durch Sebastian Stachnik zum 1:1. Die Elstern ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und gingen in der 40. Minute durch einen von Mario Radtke verwandelten


Foulelfmeter erneut in Führung. Mit diesem 2:1 ging es in die Pause. Zwei weitere Foulelfmeter in der 63. und 72. Minute verhalfen Hannover 96 zur 3:2–Führung. Nach dem 3:2 mußte Mirco Langen aus bereits genannten Gründen den Platz verlassen. Danach wurde Mario Radtke gegen Ersatztorwart Onur Imat ausgewechselt. Die Emotionen kochten hoch aber die Elstern bewahrten einen kühlen Kopf und kamen in der 83. Minute durch Kay Bastian Götsch zum 3:3. In der 84. Minute stellte ein haltbarer Ball Onur Imat vor unlösbare Probleme und es stand 4:3 für Hannover 96. Fortan war die Abwehr der Elstern nur noch auf Torsicherung bedacht, konnte aber das 5:3 in der Schlußminute nicht verhindern. Die gute Leistung der Elstern wurde durch das Spielergebnis nicht abgebildet. In der 85. Minute schickte der Schiedsricter Matthias Reincke wegen Meckerns mit der roten Karte vom Platz, kurz vor Spielende leistete Arne Klein ihm Gesellschaft.

Die gute Leistung reichte nicht 

Als Kay Bastian Götsch den ASV in der 13. Minute gegen seine früheren Mannschaftskameraden vom BV Cloppenburg in Führung brachte wähnten die Zuschauer den ASV auf der Siegerstrasse. Die frohe Erwartung wurde in der 24. Minute durch den Ausgleichstreffer von Üzkan gedämpft. Zwei weitere Tore von Zeqo in der 33. und 59. Minute sorgten für einen 3:1– orsprung der Gäste. Der kurz zuvor eingewechselte Andre Wengorra verbesserte in der 68. Minute das Resultat auf 2:3. Auch ohne die gesperrten Arne Klein und Matthias Reincke zeigten die Elstern eine gute Leistung, mußten aber die Überlegenheit der Cloppenburger anerkennen.

Ein ausgeglichenes Spiel 

Das Hamburger Derby zog achthundertfünfunddreißig Zuschauer auf die Adolf Jäger- Kampfbahn in Altona. Der beste Schiedsrichter ist derjenige, den man im Spiel nicht wahrnimmt. Als aber Tibor Nadj in der 57. Minute mit seinem kleinen Sohn sein Tor zum 1:0 für den ASV bejubelte wurde er verwarnt. Petersen (93) gelang in der 73. Minute der Ausgleichstreffer. In der 64. Minute wurde Alexander Martens wegen Foulspiels des Feldes verwiesen und als Martin Sobczyk in der 83. Minute Berkan Algan (93) regelwidrig zu Fall brachte wurde Berkan Algan zur Verblüffung aller Anwesenden wegen einer vermeintlichen Schwalbe des Feldes verwiesen. Der Schiedsrichter wurde wahrgenommen. Ein spannendes, intensives Fußballspiel endete leistungsgerecht 1:1–Unentschieden.

Ein enttäuschendes Spiel. 

Das Spiel begann mit Verspätung – nicht wegen eines unerwarteten Zuschauerandrangs, die Gäste aus Braunschweig standen im Stau. Den hatten sie ganz offensichtlich gut verkraftet denn nach fünf Minuten gelang ihnen durch Mirko Burgdorf das 1:0. Hochkarätige Ausgleichschancen wurden durch Nadj und Reincke nicht genutzt. Die Elstern fanden an diesem Tag keine Mittel gegen die gut aufgestellte Abwehr der Gäste. Die Entscheidung fiel in der 59. Minute. Martin Sobczyk und Mirko Langen wurden von Mirko Burgdorf ausgespielt und das 2:0 war perfekt. Die Elstern boten an diesem Tag eine enttäuschende Vorstellung und mußten zurecht das Feld als Verlierer räumen.


Talfahrt in den Tabellenkeller Am Ende des Tages standen die Elstern auf dem letzten Tabellenplatz. Trotz einer deutlichen Steigerung mußten die Elstern gegen den SV Meppen die Segel streichen. In der 8. Minute traf Daniel Farke (SVM) mit einem Volleyschuss unhaltbar zum 1:0 und auch beim 2:0 durch Jan Dirk Riedesel hatte Mirco Langen keine Chance. Trotz einer ansprechenden Leistung unterlagen die Elstern dem SV Meppen und fanden sich am Tabellenende wieder.

Trübsal an den Sander Tannen 

Am siebten Spieltag gastierte der Neuling FC Oberneuland an den Sander Tannen. Die bisherige Bilanz des ASV konnte niemanden zufriedenstellen, aus sechs Spielen vier Punkte und Tabellenplatz sechzehn sind einfach unzureichend. Beide Mannschaften versteckten sich vor ihren Gegnern, von Angriffsspiel war wenig zu sehen, wenn die Heimmannschaft mit nur einer Spitze aufläuft kann man auch keinen Sturmlauf erwarten. Nach einigen vergeblichen Bemühungen brachte schließlich Niels Laabs (FCO) in der 53. Minute das Leder an Mirco Langen vorbei im Bergedorfer Gehäuse unter. Kay Bastian Götsch wurde in der 83. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit G/R des Feldes verwiesen.

Sturzflug beendet 

Bei dem Neuling aus dem westlichen Niedersachsen, dem SV Ramlingen/Ehlershausen, konnten die Elstern ihre trübe Serie beenden. Die Wende leitete Tibor Nadj mit seinem dritten Saisontreffer in der 36. Minute ein. Den verdienten Sieg stellte Matthias Reincke mit einem Konter in der 86. Minute sicher. Mit diesem dreifachen Punktgewinn verbesserten sich die Elstern auf den 13. Tabellenplatz,

Zufriedene Minen 

Es war ein Befreiungsschlag, nach Wochen fussballerischer Magerkost sahen die knapp zweihundert Besucher gegen die Arminia aus Hannover einen überzeugenden 5:1 – Erfolg. Auch das 0:1 aus der 22. Minute brachte die Elstern nicht aus dem Konzept, der Ausgleich durch Oliver Lindemann erfolgte in der 30. Minute. Dem 2:1 für den ASV ging eine gelungene Kombination von Matthias Reincke und Ali Moslehe voraus, die Moslehe zum erfolgreichen Abschluß brachte. Ein von Mario Radtke in der 61. Minute verwandelter Handelfmeter ergab das 3:1. Ein langer Ball von Alexander Martens landete auf
dem Kopf von „Matte“ Reincke, der leitete das Leder auf Mike Kudling weiter und der hämmerte die Kugel zum 4:1 in den Torwinkel. Damit nicht genug! In der 80. Minute ließ der Arminentorwart einen Wengorra-Schuß abprallen, Reincke war zur Stelle und erhöhte auf 5:1. Nach einer überzeugenden Leistung siegten die Elstern mit 5:1 und die Zuschauer fragten sich warum die Mannschaft nicht immer so spielt.





Dicke Überraschung 

Die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg stand in dem Ruf eine der stärksten Mannschaft in der Liga zu sein. Die Mannschaft wollte den Sprung an die Tabellenspitze schaffen und wurde durch fünf Spieler aus dem Profikader verstärkt. Es hat nicht geholfen denn die Bergedorfer Mannschaft präsentierte sich in einer ganz ausgezeichneten Verfassung. Es half dem VfL auch nicht, dass er durch Kreuels in der 7. Minute in Führung gehen konnte. Auf den Ausgleich mußten die mitgereisten Elsternfans bis zur 37. Minute warten – Kay Bastian Götsch war der Torschütze. Das 2:1 für den ASV ging in der 50. Minute auf das Konto von Martin Sobczyk. Es blieb bei diesem Ergebnis und die Elstern verbesserten sich auf den elften Tabellenplatz. Als Elsternfan konnte man sich nur wünschen, dass die Mannschaft mehr solcher Spiele abliefert.

Verletzung mit Folgen 

In der 60. Minute wurde das Spiel gegen den VSK ( = Verein für Sport und Körperpflege ) Osterholz-Scharmbeck entschieden. Zu diesem Zeitpunkt führten die Elstern durch ein Tor von Arne Klein mit 1:0. Dann wurde Mirco Langen am Knie verletzt und mußte den Platz verlassen. Für ihn ging Andre Wengorra ins Tor. Der etatmäßige Ersatztorwart Onur Imat ist in den letzten Wochen nicht mehr zum Training erschienen und wurde aus dem Kader gestrichen. In der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab, Torszenen waren eine Seltenheit. Aus kurzer Distanz und abseitsverdächtiger Position gelang Stefan Meyer (VSK) in der 75. Minute der Ausgleich. Ob Mirco Langen den Ausgleich hätte verhindern können bleibt Spekulation, so aber mußten sich die Elstern mit einem Zähler begnügen.

Punkte verschenkt 

Beim Klassenneuling SV Henstedt/Rhen kamen die Elstern gut ins Spiel und gingen in der 6. Minute durch Matthias Reincke in Führung. Die Elstern blieben die überlegene Mannschaft und kamen durch Tibor Nadj zur verdienten 2:0 - Führung . Der Anschlußtreffer der Heimmannschaft schien in der 44. Minute zu fallen, da aber der Linienrichter den Schiedsrichter korrigierte blieb es zunächst beim 2:0 für den ASV. Nicht lange, denn unmittelbar nach dieser Szene entschied der Schiedsrichter auf Foulelfmeter gegen den ASV, Reining verwandelte zum 1:2. Nach der Pause übernahmen die Gastgeber das Kommando auf dem Platz, die Elstern wirkten in dieser Phase konfus und unsortiert. Der Ausgleich zum 2:2 durch Tobias Homp fiel als Tibor Nadj in der 74. Minute durch Ali Moslehe ersetzt wurde. Gelegenheiten zur erneuten Führung blieben ungenutzt. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Für den ASV ein überflüssiger Punktverlust, für den SV Henstedt/Rhen Lohn für eine engagierte Leistung in der zweiten Halbzeit.

Den Lokalrivalen überholt 

Der FC St. Pauli war zunächst die bessere Mannschaft und ging in der 26. Minute nach einem kapitalen Fehler in Führung. Nachdem Arne Klein und Matthias Reincke nach Vorarbeit von Tibor Nadj noch scheiterten setzte Ali Moslehe in der 35. Minute das Leder unter die Latte des St. Pauli-Tores zum 1.1. Die Gelegenheit zur Führung vergab er kurz vor dem Pausenpfiff. Nach einem unnötigen Foul von Sinereka an Arne Klein in der 48. Minute verwandelte Reincke den Strafstoß zum 2:1 für dem ASV. Hätte Pliquett im Tor des FCSTP nicht so einen Glanztag gehabt, wäre der Sieg des ASV deutlicher ausgefallen. Nach diesem Spieltag zogen die Elstern am FC St. Pauli in der Tabelle vorbei und kletterte auf den 10. Tabellenplatz.

Chancenlos an der Kieler Förde 

Man kann eigentlich nicht sagen dass die Elstern enttäuscht haben aber die Kieler waren einfach die bessere Mannschaft. Kämpferisch wußten die Elstern zu überzeugen aber gegen die starken Kieler reichte es nicht. Überragender Spieler auf dem Platz war der Kieler Tim Wulff mit seinen Toren in der 20. – 29. – 64. und 88. Minute. Die Tore für den ASV erzielten Martin Sobczyk in der 47. und Matthias Reincke in der 67. Minute. In der 60. Minute wurde Kay Bastian Götsch nach einem Foul im Strafraum mit ROT vom Platz geschickt, der fällige Elfmeter wurde von Mariusz Zimijak zum zwischenzeitlichen 4:1 verwandelt. Am Ende des Tages mußten die Elstern eine 2 : 6 – Niederlage hinnehmen, gegen die starke Kieler Mannschaft hatten sie keine Chance.

Quittung für Chancenwucher 

Trainer Rüdiger Schwarz fand nach dem Heimspiel gegen Eintracht Nordhorn die passenden Worte: Wenn man vorne acht hervorragende Torchancen hat und keine nutzt ist das auch eine Frage der Qualität. Die war bei den Gästen Gäste aus der Grafschaft Bentheim absolut gegeben und wurde gnadenlos umgesetzt. Nach Ablauf den neunzig Minuten nahmen die Gäste nach einem 5:0-Erfolg die Punkte mit. Es war nicht so dass die Elstern keine Chancen hatten aber Trainer Schwarz hatte die Schwachstellen klar benannt und die Qualitätsfrage aufgeworfen. Auch der Kommentar vor Jochen Wessels, Trainer der Eintracht ging in diese Richtung: das Spiel hätte auch 5 : 5 ausgehen können. Die Tore der Eintracht gingen auf das Konto von Bayraktar (21.), Novaku (41,) Kaplan (61.) und Brode in der 65. und 73. Minute während die Elstern reihenweise ihr Gelegenheiten vergaben. Zur zweiten Halbzeit blieb Oliver Lindemann verletzt in der Kabine, es war zu befürchten dass er in dieser Saison nicht mehr spielen KANN. Zu allem Überfluß wurde Martin Sobczyk kurz vor der Halbzeitpause wegen Nachtretens mit ROT vom Platz geschickt.

Der Sturz in die Abstiegsränge 

Alles ging schief, es war ein Spiel zum Vergessen. Mario Radtke und Ali Moslehe wurden so schwer verletzt dass sie im Jahr 2006 nicht mehr eingesetzt werden können, dazu noch das Spielergebnis. Der Gastgeber, die zweite Mannschaft des VfL Osnabrück ging in der 37. Minute durch Florian Heidenreich mit der ersten Torgelegenheit in Führung, vorher war Reincke knapp gescheitert. Nach der Pause erhöhte der VfL den Druck auf das Elsterntor, ein Schuß von Hendrik Großöhmichen prallte in der 53. Minute an den Rücken von Benjamin Kruse und von dort in Tor zum 2:0 für den VfL. Danach bliesen die Elstern zum Sturm und kamen in der 75. Minute durch Tibor Nadj nach Zuspiel von Reincke zum Anschlußtreffer. Die große Chance zum Ausgleich durch Arne Klein verhinderte Torhüter Marian Unger. Es blieb beim 2:1 für den VfL und der ASV rutschteauf den 14. Tabellenplatz ab.

Ende der Hinrunde 

Zum Abschluß der Hinrunde kamen zweihundert Zuschauer an die Sander Tannen, um das Spiel des ASV gegen den VfR Neumünster zu verfolgen. Im Spiel gab es nur wenige Höhepunkte aber in der 72. Minute ließ Jan Melich mehrere VfR– Spieler aussteigen und bediente Tibor Nadj, der ließ sich nicht

lange bitten und brachte den ASV in Führung. In den letzten Minuten gerieten einige Dinge außer Kontrolle. Bis auf die Tribüne war ein Tritt gegen Arne Klein zu hören, Klein ging zu Boden und der Schiedsrichter eilte herbei. Dieser schickte Arne Klein wegen einer vermeintlichen „Schwalbe“ mit


G/R vom Platz – eine unfassbare Entscheidung!! In der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel der vermeintliche Ausgleich für den VfR doch der Linienrichter erkannte eine Abseitsposition. Danach ertönte der Schlußpfiff. In einem denkwürdigem Spiel blieben die Elstern mit 1:0 erfolgreich.

Zum Ende der Hinrunde standen die Elstern auf dem 12. Tabellenplatz mit einundzwanzig Punkten aus siebzehn Spielen. Die erwünschten Tabellenplätze ( 5 – 7 ) wurden verfehlt und gegen Ende der Hinrunde näherten sich die Elstern dem „roten Bereich“. Acht Niederlagen sind einfach zu viel und entsprechen nicht der sportlichen Zielsetzung. Attraktiver Fussball wurde nicht regelmäßig gezeigt. Spiele wie z.B. gegen Arminia Hannover, den VfL Wolfsburg oder den FC St. Pauli blieben die Ausnahme. Nicht hinnehmbar ist die Zahl der Feldverweise. Vier rote Karten und vier Platzverweise nach gelb/rot sind nicht zu akzeptieren. Disziplin darf kein Fremdwort sein. Die als Ziel ausgerufenen Plätze zwischen fünf und sieben sind immer noch in Sichtweite, es bedarf aber einer Leistungssteigerung und mehr Konstanz während der restlichen Saison.

Mit dem Spiel beim VfL 93 starteten die Elstern in die Rückrunde.

Sieg in einem kapfbetonten Spiel 

Die kämpferische Komponente überwog beim Spiel des ASV beim VfL 93, die wenigen spielerischen Höhepunkte steuerten die Elstern in Person von Ali Moslehe bei. Der bereitete mit einem genauen Zuspiel auf Matthias Reincke das 1:0 vor. In der 58. Minute sorgte er selbst für das 2:0, Die Mannschaft von Peter Nogly, der VfL 93, gab sich nicht geschlagen und verkürzte in der 74. Minute durch Kialka auf 1:2. Die Begegnung wurde nochmal spannend und die Elstern offenbarten in der Hintermannschaft Schwächen, brachten aber den knappen Vorsprung über die Zeit.

Das hätte nicht passieren dürfen 

Die besten Tormöglichkeiten wurden in Cloppenburg leichtfertig vergeben und das sollte sich ganz bitter rächen. Der BVC ging in der 4. Minute dirch Alket Zeqo 1:0 in Führung, der Ausgleich durch Arne Klein fiel in der 23. Minute. Die Elstern waren in Cloppenburg die bessere Mannschaft, versäumten aber aus der Vielzahl von Torgelegenheiten Kapital zu schlagen – eine Führung wäre hochverdient gewesen. In der 88. Minute wurde dem BVC ein Strafstoß zugesprochen. Alket Zeqo trat an und brachte seine Mannschaft in Führung. Das 2:1 für den BV Cloppenburg war dann auch das Endergebnis. Das Ergebnis entsprach nicht dem Spielverlauf und am Ende gingen die Elstern als Verlierer vom Platz.

Die Rückkehr von Andreyas Aykurt 

Die Sander Tannen waren gut besucht, fünfhundertfünfzig Zuschauer umsäumten das Spielfeld – das Derby ASV gegen Altona 93 hatte immernoch seinen Reiz. Einen Ballverlust der Altonaer im Mittelfeld nutzten die Elstern aus – Mario Radtke spielte Arne Klein an und der brachte in der 5. Minute den ASV in Führung. Die Gäste reagierten prompt und erzielten in der 12. Minute durch Jürgen Tunic das 1:1. Die Altonaer waren zu diesem Zeitpunkt die überlegene Mannschaft und gingen in der 21. Minute durch Roger Stilz in Führung. Das zweite Tor von Tunic in der 37. Minute führte zum 3:1 für die Gäste. Für Altona 93 schien das Spiel gelaufen zu sein, weitere gute Gelegenheiten wurden vergeben. In der zweiten Halbzeit bauten die Altonaer konditionell ab und die Elstern kamen besser ins Spiel. Zunächst durch Ali Moslehe der in der 76. Minute den Rückstand auf 2:3 verkürzte. Zeitgleich wurde Mario Radtke aus dem Spiel genommen und gegen Aykurt ersetzt. Aykurt trug sich seit Mai 2006 mit Rücktrittsgedanken, wurde aber zum weitermachen überredet. Es folgte der Rücktritt vom Rücktritt! Und was für einer! Seine erste Ballberührung hatte er in der zweiten Minute der Nachspielzeit – er nahm ein Zuspiel von „Matte“ Reincke auf und und trat den Ball ins Altonaer Tor. Grenzenloser Jubel begleitete das Comeback von Andreyas Aykurt. Ein packendes Duell endete mit einem leistungsgerechten 3:3.

Klasseleistung in Braunschweig 

So manches Mal hat man von den Elstern Spiele der Kategorie „Not gegen Elend“ gesehen, aber was die Elstern bei der Zweitvertretung der Braunschweiger Eintracht gezeigt haben übertraf alle Erwartungen. Verletzungsbedingte Ausfälle wurden bei der Eintracht durch Verstärkungen aus dem Profikader kompensiert, das änderte aber nichts an der Überlegenheit der Elstern. Nach zwei Fehlversuchen – Arne Klein und Matthias Reincke – traf Ali Moslehe in der 33.Minute zum 1:0 für den ASV. Ein Foulelfmeter (Sobczyk an Stefan Hauk) führte in der 42. Minute zum 1:1. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Elstern die tonangebende Mannschaft. Ein mustergültiges Zuspiel von Sobczyk nahm Arne Klein auf und markierte das 2:1 für den ASV. Das war noch nicht alles. Aykurt (82.) und Tibor Nadj (85.) schraubten das Ergebnis auf 4:1 für den ASV. Nach einer bemerkenswert guten Leistung kletterten die Elstern auf den 9. Tabellenplatz.

Wenn Fußballfreunde Lieder singen 

Husum ist die schönste Stadt der Welt. So lauteten die Freudengesänge der Meppener Fans an den Sander Tannen. Diese Huldigungen wurden Schiedsrichter Hinrichs aus Husum dargeboten. Eine Kombination von Arne Klein und Tibor Nadj in der 7. Minute fand bei Ali Moslehe den Abschluß mit dem Tor zum 1:0. Aus Gründen, die niemand nachvollziehen konnte entschied der Schiedsrichter in der 24. Minute auf Freistoß für den SVM. Unger (SVM) nutzte die Gelegenheit zum 1:1. Als in der 42. Ninute SVM – Torsteher Antcak einen Ball abprallen ließ war Jan Melich zur Stelle und traf ins Tor – der Schiedsrichter entschied jedoch auf Abseits und mancher Einer erahnte den Grund für die Gesänge. Im zweiten Durchgang blieb Mario Radtke verletzungsbedingt in der Kabine, für ihn kam Sobczyk. Die noch unsortierte ASV –Abwehr wurde in der 50. Minute durch einen Kopfball von Holt (SVM) zum 2:1 überrascht. Genauso unnötig wie überflüssig war die rote Karte wegen Meckerns für Tibor Nadj. So hilft man der Mannschaft nicht weiter. In der Schlußphase drängten die Elstern vergeblich auf den Ausgleich, bei gefährlichen Kontern des SVM war Mirco Langen auf dem Posten. Ob dem Schiedsrichter die Meppener Gesänge peinlich waren ist nicht überliefert.

Ein unerwarteter Erfolg 

In den letzten Wochen vollführten die Elstern eine Berg-und Talfahrt, in der Rückrunde bisher zwei Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden im stetigen Wechsel – zuletzt eine unglückliche Niederlage gegen den SV Meppen. Nun ging es Richtung Bremen zum FC Oberneuland, dem Tabellendritten. Die Gastgeber hatten zu Beginn der Partie leichte Feldvorteile, vergaben aber ihre Torgelegenheiten. Die Elstern standen gut und kompakt in der Abwehr und ließen die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. In der 39. Minute gab es frohe Gesichter beim mitgereisten Anhang – Aykurt gelang das 1: 0. In der 57. Minute wurde Paul Deron wegen wiederholten Foulspiels mit G/R vom Platz verwiesen. Vergeblich drängten die Gastgeber auf den Ausgleich. Anders die Elstern denn in der 72. Minute gingen sie durch Reincke mit 2:1 in Führung. Der Elan der Gastgeber kam zum Erliegen und Andreyas Aykurt traf kurz vor Spielende zum 3:0. Mit diesem verdienten Erfolg nahmen die Elstern drei Punkte mit nach Bergedorf.

Sieg bei den Arminen 

Die Mannschaften waren kaum auf dem Platz da stand es schon 1:0 für den ASV, Ali Moslehe war der Torschütze. Die Arminia steckte den Rückstand gut weg und schon drei Minuten später traf Jusifi zum 1:1 – Ausgleich. Beide Mannschaften drängten auf den Führungstreffer, in der 43. Minute hatten die Arminen das besere Ende für sich, Tugay Tasdelen traf in der 43. Minute zum 2:1 für die Arminia. Den Spielanteilen entsprechend war diese Führung verdient. Kurz nach Wiederanpfiff nutzte Tibor Nadj ein Mißverständnis in der Arminiaabwehr zum 2:2 – Ausgleich aus. Nachdem die Gastgeber eine 100 % - Chance vergaben bekamen die Elstern Oberwasser, dies führte in der 76. Minute durch Aykurt zum 3:2. In der 84. Minute fiel die Entscheidung – Matthias Reincke traf zum 4:2 für die Bergedorfer Mannschaft. Auch wenn der Sieg durch die frühe Führung begünstigt wurde zeigten die Elstern in Hannover eine überzeugende Leistung und nahmen zurecht die Punkte mit.

Das Maß aller Dinge 

Mit diesen Worten kann man am besten die Mannschaft des VfL Wolfsburg beschreiben. Nach vierundzwanzig Spielen den besten Sturm ( 58 Treffer ) und nur drei Niederlagen bei achtzehn Siegen steht die Manschaft auf dem ersten Tabellenplatz mit sieben Punkten Vorsprung vor dem BV Cloppenburg. Für die Elstern eine nahezu unlösbare Aufgabe. Personell waren die Elstern am Anschlag und die Ersatzbank war nahezu verwaist. Ungeachtet dieser Misere gingen die Elstern nach torloser erster Halbzeit – nachdem einige gute Gelegenheiten nicht genutzt wurden - durch Tibor Nadj in Führung. Der Ausgleich der „Wölfe“ fiel in der 55. Minute durch Philipp Kreuels. Nachdem Mario Radtke in der 68. Minute verletzt ausscheiden mußte war es um die Stabilität der Hintermannschaft geschehen. Zwei Tore von Emre Öztürk in der 73. und 78. Minute sowie ein Tor von Valdet Rama in der 88. Minute bescherten dem ASV eine 1 : 4 - Heimniederlage obwohl die Elstern über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner waren,


Niederlage selbst verschuldet 

Der Schiedsrichter war ein alter Bekannter. Oliver Schmöl hatte schon das Hinspiel zwischen Hannover 96 (2) und den Elstern geleitet. Damals wurden drei Bergedorrfer Spieler des Feldes verwiesen sowie Trainer und Co–Trainer hinter die Barrieren geschickt. Man kannte sich also. In der 34. Minute wurde Pascal Blank (96) nach Foulspiel des Feldes veriwiesen, ab diesem Zeitpunkt ging bei den Elstern nichts mehr zusammen. Zudem zog sich Arne Klein eine Verletzung zu und war nur noch bedingt einsatzbereit Das Unheil ging weiter, als Ersatztorwart Holger Cordes in der 37. Minute an einer Kerze vorbeigriff stand Stachnik (96) goldrichtig und markierte aus kurzer Distanz das 1:0. Ein ungenauer Rückpaß war kurz vor dem Pausenpfiff Ausgangspunkt für das 2:0 dirch Montabell. Auch das 3:0 für die Gäste nach einem verunglückten Rückpaß war ein Geschenk der Elstern. Wenn eine Mannschaft fast eine Stunde in personeller Überzahl auf dem Platz ist und so haarsträubende Fehler macht steht die Mannschaft zu Recht am Ende mit leeren Händen da.

Das letzte Aufgebot 

Es begann mit einer Anhäufung von Hiobsbotschaften. Meniskusprobleme werden Mario Radtke für den Rest der Saison außer Gefecht setzen, in der 30. Minute mußte Mike Kudling nach einem “Pferdekuss“den Platz verlassen und Mirco Langen wurde von starken Rückenschmerzen geplagt und mußte für Holger Cordes den Platz räumen. Über das Spiel kann man sich kurz fassen, der VSK
Osterholz-Scharmbek ging in der 5. Minute durch Stefan Meyer in Führung. Eine gute Möglichkeit zum Ausgleich konnte Nadj nicht wahrnehmen. Eine ROTE Karte gegen Kay Bastian Götsch in der 85. Minute wird die Personalprobleme weiter verschärfen. Jan Melich sah in der Schlußminute G/R. Der VSk gewann das Spiel gegen die Elstern mit 1:0. Für eine ungeahndete Tätlichkeit eines Osterholzer Spielers hat sich Günter Herrmann, Trainer des VSK nach Spielende öffentlich entschuldigt. Ein faire Geste!

Der personelle GAU 

Man hätte problemlos die Kabine der Bergedorfer Spieler in ein Krankenhaus verlegen können, das Klinikpersonal wäre gut ausgelastet. Die Patienten waren Mirco Langen mit einem Haarriss in der Wirbelsäule, Holger Cordes mit einer Prellung in der Schulter nach einem Sturz, Angelo Herrendörfer litt an einer Mandelentzündung und Ali Moslehe war von einer Kapselverhärtung im Knöchel geplagt. Oberschenkelverletzungen zogen Arne Klein und Mike Kudling aus dem Verkehr. Kay Bastian Götsch war nach seiner roten Karte gesperrt. Nur fünf Spieler waren einsatzfähig, nämlich Paul Deron, Jan Melich, Alexander Martens, Tibor Nadj und Martin Sobczyk. Trainer Rüdiger Schwarz konnte für das Spiel gegen den SV Henstedt/Rhen keine Mannschaft aufbieten und der ASV stellte einen Antrag auf Verlegung/Neuansetzung des Spieles. Dem Antrag wurde nicht stattgegeben und das Spiel mit 2:0 für den SV Henstedt/Rhen gewertet.

Erwartete Niederlage 

Platz dreizehn ist wahrlich nicht der Tabellenplatz, den die Elstern angestrebt haben. Aber nun stand das Spiel beim FC St. Pauli auf dem Programm. Abstiegsduelle bahnten sich an, da aber der VfR Neumünster von Insolvenz bedroht war und aus SH vermutlich kein Verein die Oberliga anstrebte und die beiden Hamburger Oberligakandidaten Concordia und Lurup mit diesem Thema sehr zurückhaltend umgingen könnten freie Plätze die Situation für den ASV entschärfen. Egal wie, Ziel muß auf alle Fälle sein, die Oberligazugehörigkeit auf sportlichem Wege sicherzustellen. Es war für Trainer Schwarz nicht einfach eine Mannschaft auf das Spielfeld zu schicken. Nach zwei Trainingseinheiten im Anschluß an eine viermonatige Verletzungspause stellte sich Oliver Lindemann in den Dienst der Mannschaft und aus der Bezirksliga stießen Torwart Holger Cordes, de Jesus Henriques und Marlon Iannou in den Kader. Der FCSTP stellte erwartungsgemäß die überlegene Mannschaft und ging schon in der 4. Minute durch Roman Prokoph in Führung, in der 43. Minute wurde diese durch Ata Yamrali auf 2:0 ausgebaut. Das 1:2 erzielte Ali Moslehe durch einen Foulelfmeter in der 61. Minute. Drei Minuten später wurde der alte Abstand durch das 3: 1 – wiederum von Yamrali wieder hergestellt. In der 80. Minute erhöhte Gökan Iscan auf das Endergebnis auf 4:1. Schnelle Reaktionen von Holger Cordes verhinderte in der Schlußphase eine noch höhere Niederlage.

Hartes Stück Arbeit 

Kellerduell an den Sander Tannen – Tabellenletzter SV Ramlingen/Ehlershausen zu Gast in Bergedorf. Die Gäste machten den Elstern das Leben schwer und gingen in der 13. Minute in Führung, der Ausgleich durch Arne Klein ließ bis zur 34. Minute auf sich warten. Mit diesem Resultat ging es in die Pause. In der 63. Minute wurde Tibor Nadj des Feldes verwiesen, eine Schwächung die Folgen haben sollte. Jörg Brüning sorgte in der 78. Minute für die Führung der Gäste. Unmittelbar danach konnten die Elstern durch Matthias Reicke ausgleichen. Die abstiegsbedrohten Gäste ließen nicht locker und gingen in der 81. Minute durch Marco Brüning wieder in Führung. Mit dem nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich in der Nachspielzeit sorgte Martin Sobczyk für eine weitere Eintragung in den Spielberichtsbogen.

Ein hart erkämpfter Punkt 

Über der zweiten Mannschaft des KSV Holstein Kiel schwebte das Damoklesschwert des Abstiegs, denn die erste Mannschaft des KSV war in der Regionalliga stark abstiegsgefährdet. Ungeachtet dessen lieferten die Kieler eine starke Partie ab und hatten spielerisches Übergewicht, da konnten die Elstern nur versuchen mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Die erste Halbzeit blieb torlos. Im zweiten Spielabschnitt taten die Elstern mehr für die Offensive, der Lohn stellte sich in der 57. Minute ein, Arne Klein nahm einen abprallenden Ball auf und beförderte das Leder ins Tor zum 1:0 für den ASV. Danach versuchten die Elstern den knappen Vorsprung zu verteidigen. Die Abwehr, von Libero Matthias Reincke gut organisiert zeigte sich komprmißlos und kaufte den Gästen den Schneid ab. In der 70. Minute konnte Jörg Behnke im Tor der Elstern einen Kopfball von Kazior noch bravourös abwehren war aber gegen den Nachschuß von Timo Bruns machtlos – es stand 1:1.

Mit einer roten Karte wurde der Arbeitstag von Jan Melich in der 86. Minute vorzeitig beendet. Der Siegtreffer wollte den Elstern nicht mehr gelingen, aber in einer solchen Tabellensituation ist jeder Punkt Gold wert.

Trotz guter Leistung keine Punkte 

Die Voraussetzungen für den ASV waren nicht gut, aber die Mannschaft verdiente Respekt und zog sich lange Zeit bei Eintracht Nordhorn gut aus der Affäre. Die Abwehr der Elstern – wiederum mit Reincke als Libero – ließ die Sturmreihe der Nordhorner kaum zur Entfaltung kommen. Mit einem Pfostenschuß von Reincke in der 21. Minute lieferten die Elstern ein erstes Lebenszeichen ab. Kurz nach dem Seitenwechsel mußte Oliver Lindemann verletzt den Platz verlassen und Angelo Herrendörfer ging in der 65. Minute mit G/R in die Kabine. Danach war die Partie gelaufen. Herion Nowaku (70.) und Nail Kaplan in der 86. Minute stellten die Weichen für einen Sieg der Eintracht. Das Ehrentor für den ASV zum 1:2 gelang Ali Moslehe in der Schlußminute. Mehr war für die Elstern nicht drin, in Anbetracht der Personalsituation ist Kritik nicht angebracht.

Zum Schluß das letzte Aufgebot 

Das Spiel gegen die zweite Mannschaft des VfL Osnabrück hatte bestimmt mehr als die im HAB genannten neunzig Zuschauer verdient. Es war das letzte Aufgebot das Rüdiger Schwarz auf den Rasen schicken konnte. Torhüter Behnke hatte ein Jahr pausiert und Matthias Reincke spielte mit einem Außenbandriß. Die Hiobsbotschaften nahmen kein Ende: In der 39. Minute wurde Kay Bastian Götsch gegen de Henriques aussgewechselt und zu Beginn der zweiten Halbzeit blieben Paul Deron und Martin Sobczyk in der Kabine, dafür kamen Lukas Kleinowski und Kristof Baranowski auf den Platz. Die Elstern waren trotz aller Widrigkeiten die überlegene Mannschaft und gingen in der 10. Minute
durch Ali Moslehe nach Vorarbeit von Paul Deron in Führung. Nach dem Wechsel schalteten die Gäste einen Gang hoch und wurden stärker. Die nun freien Räume nutzte die Bergedorfer Mannschaft zu Konterangriffen. Auf diese Weise fiel durch Arne Klein in der 58. Minute das 2:0. Drei Minuten später fiel im Anschluß an einen Eckball das 1:2. Weitere Tore fielen nicht mehr und so konnte die Bergedorfer „Rumpfmannschaft“ den Platz als Sieger verlassen.

Die Würfel sind gefallen 

Für das letzte Punktspiel war der VfR Neumünster Gastgeber für den ASV. Nachdem dem VfR die Oberligalizenz für die kommenden Spielzeit nicht erteilt wurde, stand der VfR als erster Absteiger fest. Die Elstern traten erneut ersatzgeschwächt an, allerdings stand Mirco Langen nach seiner Rückenverletzung wieder im Tor, dort lieferte er eine excellente Leistung ab. In der Abwehr spielten die
Elstern zunächst auf Nummer sicher. Nachdem in der Anfangsphase zwei Großchancen nicht genutzt wurden, ging der VfR durch Marinko Ruzic in der 18. Minute in Führung. Im Gegenzug gelang Tibor Nadj das Augleichstor. Nach dem Wiederanpfiff kamen die Elstern nach Toren von Arne Klein (51.) und Janusz Baranowski (61.) zur 3:1 – Führung. An diesem Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Mit diesem Ergebnis sicherten sich die Elstern sportlich den Klassenerhalt unabhängig von der Lizenzsituation des VfR. Damit waren die Elstern für die Spielzeit 2007/08 für die Oberliga qualifiziert.















Eine Schlußbilanz 

Meister der Oberliga Nord wurde die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg mit neun Punkten Vorsprung vor dem BV Cloppenburg, abgestiegen sind Arminia Hannover, der VfL 93 unnd der SV Ramlingen/ Ehlershausen. Der VfR Neumünster erhielt keine Lizenz und muß ebenso absteigen wie die zweite Mannschaft von Holstein Kiel. Da die erste Mannschaft aus der Regionalliga Nord absteigen mußte und von einem Verein nicht zwei Mannschaften in einer Staffel antreten können muß die zweite Mannschaft in die Verbandsliga SH eingegliedert werden. Das Zuschauerinteresse ist nach wie vor beklagenswert! Im Durchschnitt kamen 446 Zuschauer zu den Spielen der Oberliga.Zuschauerkrösus ist der SV Meppen (2221) vor Altona 93 (685) und Eintracht Nordhorn mit 581 Besuchern. Der BV Cloppenburg (504) und Arminia Hannover mit 470 Zuschauern liegen noch über dem Durchschnitt von 446 Besuchern. Der Schnitt des ASV (216) wird nur noch unterboten vom VfL 93 und von den Zweitvertretungen der höherklassigen Vereine.

Rückblick auf den ASV 

Attraktiven Fußball bieten und mit dem Abstieg nichts zu tun haben – das war die Zielsetzung des ASV vor Beginn der Spielzeit. Attraktiver Fußball wurde den Besuchern nicht regelmäßig geboten. Höhepunkte waren das Spiel des ASV in Wolfsburg, die Spiele gegen Arminia Hannover, der Sieg in Braunschweig mit einem 4:1 – Erfolg , das Heimspiel gegen den FC St. Pauli (2) und auch die Spiele gegen Altona 93. Als Fan hätte man sich mehr Partien von dieser Güte gewünscht. Zwölf Siege in vierunddreißig Spielen entsprechen nicht der Zielsetzung genauspwenig Platz dreizehn in der Endabrechnung. Auffällig war auch in dieser Saison (2006/2007) die Diskrepanz zwischen Heimbilanz und dem Ertrag auf fremden Plätzen. An den Sander Tannen wurden neunzehn Zähler aus siebzehn Partien geholt, das ergäbe in einer Heimtabelle Platz 15. Anders die Auswärtstabelle, hier wurden 23 Punkte eingefahren, das würde für einen vierten Platz in der Auswärtstabelle reichen. Nur zwei Mannschaften (Wolfsburg und Cloppenburg je 41 ) erzielten auf fremden Plätzen mehr Tore als der ASV (32 ). Absolut nicht hinnehmbar ist die Zahl der Feldverweise, neunmal Gelb / rot und acht rote Karten stellen den Elstern kein gutes Zeugnis aus..

Die Elstern sind mit Sicherheit keine „Kloppertruppe“ aber einige der jüngeren Spieler haben ihre Nerven nicht im Griff gehabt und waren in manchen Situationen überforfdert. Eine Häufung persönlicher Strafen ist nicht zu akzeptieren.

In der Endphase der Punkterunde erwies sich der Spielerkader als zu klein. Eine Vielzahl von Stammspielern waren nicht einsatzfähig. Andreyas Axkurt, Benjamin Kruse, Mario Radtke, Oliver Lindemann und andere Spieler wie z.B. Matthias Reincke spielten trotz nicht auskurierter Verletzungen. Am 29. Spieltag konnte Trainer Rüdiger Schwarz keine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz schicken, das Spiel gegen Henstedt/Rhen wurde mit 2:0 für den Gegner gewertet. Auch in den restlichen Begegnungen war die Situation prekär, es saßen überwiegend Spieler aus der zweiten Mannschaft auf der Ersatzbank.

Es gibt Spieler, die man nach ihrem Ausscheiden vermissen wird, Spieler die dem ASV über viele Jahre die Treue gehalten haben und den ASV–Fußball geprägt und verkörpert haben, Spieler, die immer für die Mannschaft da waren, vorbildlichen Einsatz gezeigt haben und deren sportliches Verhalten beispielhaft war. Nach vielen Jahren der Zugehörigkeit zur Ligamannschaft wurden Mario Radtke, Mike Kudling und Oliver Lindemann beim letzten Heimspiel verabschiedet. Alle drei Spieler setzen ihre Laufbahn bei klassentieferen Vereinen fort. Mario Radtke zieht es zum VfL Güldenstern Stade, Mike Kudling und Oliver Lindemann werden für Voran Ohe die Stiefel schnüren. Ihnen kann man nur danken und persönlich und sportlich alles Gute wünschen.

Folgende Anlagen sind diesem Bericht beigefügt: 

1. Chronologische Aufstellung aller Punktspiele des ASV. 

2. Spieleinsätze, Torschützen und Auswechselungen. 

3.Farbliche Darstellung des Saisonververlaufes und Punktestandes für alle Mannschaften. 

4. Tabellen geordnet nach Hin-und Rückrunde sowie nach Heim-und Auswärtsspielen. 5. Saisonabschlußtabelle mit Angabe aller Spielergebnisse aller Mannschaften.

Statistik: (Zum Vergrößern bitte anklicken!)






























































































Angabe der Informationsquellen 

Die Kurzberichte zu den ASV – Spielen orientieren sich an folgenden Informationsquellen: Ein Bericht wurde auf Basis des Internetportale Die Fußballecke erstellt Bei weiteren sechs Berichten lieferte HAFO die Grundlage. Das Archiv vom HAB war Informationsquelle für zehn Berichte. Für weitere sechzehn Berichte konnte in das Archiv der Bergedorfer Zeitung Einsicht genommen werden. Die in den Bericht eingepflegten Bilder haben fplgenden Ursprung: Das Mannschaftsphoto stammt aus der BZ – Beilage Anstoss für die Spielzeit 2006 / 07, die weiteren sieben Bilder wurde aus den entsprechenden Ausgaben der BZ gescannt. Die Tabellen – gegliedert nach Hin – und Rückrunde sowie Heim – und Auswärtsspielen stammen aus der Fusballecke. Die Saisonabschlußtabelle wurde den entsprechenden Publikationen des DSFS entnommen. Die Genehmingungen zur Veröffentlichung wurden vom Verfasser beim DSFS und der Fussballecke eingeholt.


Hier geht es zu allen bisher veröffentlichten  Folgen!

Freitag, 17. November 2023

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Spielzeit 2005/06 (von Hans-Martin Lippold)

Eine Nachbetrachtung 


Die Oberliga Nord sollte in das zweite Jahr ihres Bestehens starten. Nach Ablauf der ersten Saison (2004 / 05) konnte man die Mannschaften im Vergleich zur  Konkurrenz einstufen und die Spielergebnisse einordnen. Es war zu erwarten, dass die niedersächsischen Vereine eine dominierende Rolle in dieser Klasse spielen werden. So kamen die ersten vier Mannschaften aus Niedersachsen, und zwar Emden, Wilhelmshaven, Nordhorn und Meppen. Von den vier Absteigern kamen drei aus Hamburg sowie die zweite Mannschaft des VfB Lübeck. 

Ebenso spiegeln die Besucherzahlen diesen Trend wider. Im Durchschnitt wurden die Spiele der Oberliga in der Saison 2004 / 05 von 644 Zuschauern besucht. Bei drei Vereinen lagen die Besucherzahlen über dem Durchschnitt, es sind dies der SV Meppen mit 3333, Kickers Emdem mit 1784 sowie Eintracht Nordhorn mit 679 Besuchern. Diese Zahlen sind brisant. Die Vielzahl der Vereine nagt am Hungertuch, ohne finanzkräftige Sponsoren ist Oberligafußball kaum noch zu  realisieren. An anderer Stelle wird in diesem Bericht auf diese Problematik eingegangen.

Der ASV konnte sich in der Oberliga etablieren, der Klassenerhalt war zu keiner Zeit ein Thema. Nicht zu übersehen war die Diskrepanz zwischen Heim – und Auswärtsbilanz. In der Heimtabelle würden die Elstern mit 17 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz rangieren, die Auswärtstabelle weist den Elstern mit 27 Zählern den 6. Tabellenplatz zu. In der Saisonabschlußtabelle fand man den ASV  auf dem zehnten Tabellenplatz wieder.

Ein Blick auf die Spielerbörse 

Wie jedes Jahr kommt nach dem Jahreswechsel Bewegung in den „Spielermarkt“ , so auch beim ASV. Eines ist klar, in der Oberliga sind die Spieler ganz anderen Belastungen ausgesetzt. Bis zu fünfmal in der Woche Training und deutlich längere Anreisezeiten zu den Auswärtsspielen muß  man einplanen. Spieler, die im Schichtdienst stehen oder selbständig sind werden vor erhebliche Probleme gestellt und manch einer zieht den Fußball in einer tieferen Spielklasse vor. Der Verlauf der vorigen Saison hat gezeigt, dass der ASV mit die stärkste Sturmreihe der Liga hat, besonders auf fremden Plätzen kam dies zum Tragen. Bei der Zusammenstellung des Spieleraufgebotes für die Spielzeit 2005/06 wurde dies  berücksichtigt. 

Die Spielerabgänge 

Folgende Spieler standen Rüdiger Schwarz für die neue Saison nicht mehr zur Verfügung: Raphael Ishkakow war auf dem Weg zum Stammspieler, zog aber einen dauerhaften Aufenthalt in seiner russischen Heimat vor.  Philip Richter wechselte zum SC Victoria. Dalibor Jankovic konnte sich beim ASV nicht dauerhaft durchsetzen und wechselte zum SC Concordia. Nach nur drei Einsätzen in der Oberligamannschaft kehrte Kristofer Abels nach Dassendorf zurück. Auch Alexander Matsutaj kam in der Ligamannschaft nur selten zum Einsatz und schloss sich dem SV St. Georg-Horn an. Lukas Ciosanski kehrte dem ASV nach der Winterpause den Rücken und fand beim VfL 93 eine neue sportliche Heimat. Weitere Spieler haben die Fußballstiefel an den Nagel gehängt, dies waren Dennis Stieglitz und Markus Schulz. Markus Schulz bestritt für den ASV noch zwei Spiele und schied zum 1.10.05 aus.  Robert Matiebel war inzwischen als Sportjournalist etabliert und würde den Elstern nur noch im Ausnahmefall zur Verfügung stehen. Spieler wie Jörg Witzke sind in dem kurzlebigen Geschäft eine absolute Ausnahmeerscheinung und eigentlich nicht zu ersetzen. Er läßt seine Laufbahn bei den alten Herren des SC Wentorf ausklingen.  

Die Neuzugänge 

Das Hauptaugenmerk bei der Kaderplanung wurde auf die Verstärkung der Defensivabteilung gerichtet. Da Dennis Stieglitz als zweiter Torwart nicht mehr zur Verfügung stand, mußte gleichwertiger Ersatz engagiert werden, die Wahl fiel auf Andre Zick, bislang bei der zweiten Mannschaft des HSV  zwischen den Pfosten. In der Vorsaison noch beim Oststeinbeker SV im Sturmzentrum aktiv, schloss sich Marvan Ballout zu Beginn der Saison dem ASV an. Für die Position eines Innenverteidigers wurde Benjamin Kruse verpflichtet. Sein fußballerischer Weg begann in Bramfeld. Über den SC Norderstedt und den HSV landete er beim SC Freiburg. Bis 2003 absolvierte er in der ersten und zweiten Liga achtzehn Einsätze. Danach wechselte er zum MSV Duisburg. Diese Zeit muß man als zeitlich begrenztes Mißverständnis bezeichnen. Nach sechs Einsätzen in zwei Jahren wechselte er an die Sander Tannen. Der TSV Pansdorf war der erste Verein für den Innenverteidiger Sören Warnick die Stiefel schnürte. Seine nächste Station war der FC Schönberg 95, von dort zog es ihn zum TSV 65 Bargteheide. Vor seinem Wechsel zum ASV spielte er in der Regionalliga Nordost für den SV Babelsberg 03. Eine Woche vor dem Start in die Punkterunde verließ Norman Lund den Meiendorfer SV und schloß sich dem ASV an. Seine früheren Stationen waren der SC Concordia, der SC Norderstedt und der TSV Ahrensburg. Daniel Ahrens erfuhr seine „Grundausbildung“ in der U17, U19 und der zweiten Manschaft des FC St. Pauli ehe er seine Zelte an den Sander Tannen aufschlug. Sein angestammter Platz ist das defensive Mittelfeld. Zwei weitere Spieler fanden von der U19 des HSV den Weg an die Sander Tannen, es waren Innenverteidiger Martin Sobczyk und ein Mann für das zentrale Mittelfeld, Lukasz Ciosanski. Zum Trainingsauftakt konnte Trainer Rüdiger Schwarz also acht neue Elstern begrüßen. 

In sämtliche Gespräche hinsichtlich Vertragsgestaltung war Sponsor Mathias D. Kampmann mit eingebunden wenn nicht sogar federführend tätig. Einige Spieler waren nicht nur vertraglich an den ASV gebunden, sondern standen in Kampmanns Firmengeflecht auf der Gehaltsliste. Dies waren Angelo Herrendörfer und Sören Warnick, Benjamin Kruse startete eine Ausbildung zum Verlagskaufmann.  Es ist mit Sicherheit nicht der schlechteste Weg auf diese Weise Spieler an einen Verein zu binden – solange die Geschäfte florieren.

Ausblick auf die kommende Spielzeit 

In den Expertenkreisen des Hamburger Amateurfußbals wurden die Elstern hoch eingestuft, Tabellenplatz fünf bis sieben wurden den Elstern zugetraut.  Bei der Planung des Spieleraufgebotes wurde Wert auf die Verstärkung der Defensivabteilung gelegt. Die Führungsspieler konnten alle gehalten werden und der Blick wurde mittelfristig auf die Regionalliga gerichtet. Unerlässlich und zwingend erforderlich ist, dass im Verein Strukturen geschaffen werden, die den zukünftigen Anforderungen Rechnung tragen. Sponsor Kampman hat für diesen Fall seine Vorstellungen dargetan. 

Einen Punkt muß man – und das gilt für alle Oberligavereine – im Blick behalten: Die Zuschauerzahlen. Viele Vereine können den Spielbetrieb mit ihren Einnahmen nicht mehr finanzieren und sind auf die Unterstützung zahlungskräftiger Sponsoren angewiesen. An dieser Stelle bildet sich ein Kreislauf: je größer der sportliche Erfolg, umso attraktiver wird der  Verein für potentielle Sponsoren, mit den Zuwendungen des Sponsors kann man neue, teurere Spieler finanzieren und den Erfolg absichern. 

Schießt dann Geld Tore ? 

Im Idealfall steht der Sponsor dem Fußballsport und / oder dem Verein positiv gegenüber. Wie man so etwas realisiert sei am Beispiel des 1. FC Heidenheim gezeigt: 410 Sponsoren  Werbepartner unterstützen den Verein mit ca. 8 Mio Euro. Leider gibt es auch Fälle in denen Sponsoren persönliches Geltungsbedürfnis in den Vordergrund stellen und den Verein fallen lassen. Kann sich ein Verein auf mehrere Sponsoren stützen kann der Ausfall eines Sponsors abgefedert werden und der Verein stürzt nicht ins Bodenlose. Die Elstern waren für die Spielzeit gut aufgestellt, die Mannschaft wurde durch die Neuzugänge  gezielt verstärkt. Der Etat für die kommende Saison war gesichert und das Umfeld ließ positive Grundstimmung erkennen.

Einen ersten Überblick über sein „neues“ Team konnte sich Trainer Schwarz im Trainingslager in Winsen / Luhe verschaffen, danach standen sieben Vorbereitungsspiele auf dem Programm. 

Ergebnisse dieser Vorbereitungsspiele liegen dem Verfasser leider nicht vor, einen kleinen Hinweis liefert HAFO, das Internetportal. Die Vorbereitung der Elstern verlief demnach ohne Komplikationen, kein Spieler hatte sich verletzt und alle Akteure sind einsatzbereit. Lediglich Andre Feddern bildet eine Ausnahme. Im Spiel des ASV bei Eintracht Nordhorn zog er sich Risse im vorderen und hinteren Kreuzband zu – ihm steht ein langer Heilungsprozeß bevor.

Mit einem Freundschaftsspiel gegen den HSV am 29.6.05 wurde die Saison 2004 /2005 beendet. Für den HSV war es der letzte Test vor dem UI – Cupspiel gegen die mazedonische Mannschaft Pobeda Prilep. HSV-Trainer Thomas Doll konnte eine spielstarke Mannschaft auf das Feld schicken. Herausragender Akteur beim HSV war Stefan Beinlich. In der 9. Minute gelang ihm das 1:0, David Jarolim erhöhte in der 35. Minute auf 2:0. In der 42. Minute gelang Benjamin Lauth das Tor zum  3:0. In der zweiten Halbzeit konnte der ASV das hohe Tempo des Bundesligisten nicht mehr mitgehen und mußte in der 60. Minute die Treffer zum 4:0 durch Boris Leschinski, durch Guy Demel das 5:0 in der 84. und das 6:0 in der 85. Minute durch Alexander Laas hinnehmen. 2500 Zuschauer sahen ein unterhaltsames Spiel das der HSV mit einem standesgemäßen Ergebnis für sich entscheiden konnte. Für Jörg Witzke gab es einen persönlichen Höhepunkt. In den letzten zehn  Minuten konnte er sich vor großer Kulisse von den Bergedorfer Fans verabschieden.

Noch vor Beginn der Punkterunde wurden die ersten Pokalspiele ausgetragen. In der ersten Runde trafen die Elstern auf den Hoisbütteler SV und zogen nach einem 5:0-Erfolg in die nächste Runde ein. Auch in der zweiten Pokalrunde hatten die Elstern wenig Probleme. Der SC Schwarzenbek unterlag der Bergedorfer Mannschaft mit 0:7 

Neu in dieser Klasse sind der TSV Kropp, der Brinkumer SV und die zweiten Mannschaften des VfL Osnabrück und der Braunschweiger Eintracht. Sowohl der TSV Sasel als auch der SV Halstenbek-Rellingen verzichteten auf den Start in der Oberliga. Die zweite Saison der Oberliga Nord konnte beginnen. 

Ein gutes Spiel zum Auftakt 

Das erste Spiel in der neuen Saison führte den ASV auf die Adolf-Jäger Kampfbahn zum alten, großen Rivalen Altona 93. Die Mannschaft von Altona 93 kam gut in die Partie und ging in der 14. Minute durch Berkan Algan in Führung. Auf den Ausgleich mußten die Elstern bis zur 62. Minute warten, Sören Warnick traf zum 1:1. Die Zuversicht des ASV hielt nur drei Minuten, dann traf  Berkan Algan zum 2:1 für den AFC. Das Endergebnis von 3:1 ging auf das Konto von Stark (AFC) in der 75. Minute. 713 Zuschauer sahen ein gutes Oberligaspiel und mit Berkan Algan den Spieler des Tages.

In der dritten Pokalrunde trafen die Elstern auf den SC Europa. In dieser Partie blieben die Elstern mit 1:0 siegreich 

Sieg nach nervösen Beginn 

Der Kommentar von Sponsor Mathias Kampmann in der Stadionzeitung vor dem Spiel gegen den Brinkumer SV zeigte ganz offensichtlich Wirkung.

Rüdiger Schwarz, sonst die Ruhe in Person agierte mit hektischen Gesten an der Seitenlinie und versuchte auf das Spiel seiner Mannschaft einzuwirken. Die erste Torchance konnte von Oliver  Lindemann noch nicht verwertet werden aber in der 33. Minute traf Sören Warnick zum 1:0 für den ASV. Nur selten gaben die Gäste aus Bremen Oberligatauglichkeit zu erkennen. Als in der 84. Minute der Brinkumer Libero einen Freistoß Matthias Reincke vor die Füße spielte war das Spiel gelaufen, es stand 2:0 für den ASV. Es war kein glanzvoller Sieg aber das Nervenkostüm war wieder im Gleichgewicht. Trainer Schwarz erkannte aber sehr richtig, daß noch viel Arbeit  bevorsteht.

Später Sieg in Meiendorf 

Wenn der Trainer in der 69. Minute einen Wechsel vornimmt und der eingewechselte Spieler drei Minute vor dem Abpfiff den Führungstreffer erzielt hat der Trainer alles richtig gemacht. So geschehen in Meiendorf.  Alexey Kozlov kam in der 69. Minute für Oliver Lindemann auf den Platz und brachte seine Mannschaft in der 87. Minute die Führung. Andreyas Aykurt wollte da nicht zurückstehen und erhöhte in der 89. Minute auf 2:0. Die 600 Besucher hatten sich schon mit einer torlosen Begegnung abgefunden aber am Ende nahmen die Elstern die Punkte mit.

Doppelpack von Arne Klein  

Das Spiel gegen Arminia Hannover begann mit einem Schock für den ASV. Benjamin Kruse stürzte in der 10. Minute nach einem Foulspiel zu Boden und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Er mußte die folgende Nacht im Krankenhaus verbringen. Im ersten Durchgang bestimmte der ASV das Spielgeschehen. In der 22. Minute traf Mike Kudling mit einem fulminanten Schuß die Querlatte des Arminentores, den abprallenden Ball versenkte  Arne Klein im Tor der Arminia zum 1:0 für den ASV. Ein präziser Paß von Aykurt auf Arne Klein führte in der 37. Minute zum 2:0 für die Elstern. Einen Bruch im Spiel der Bergedorfer Mannschaft gab es in der 39. Minute. Nach einem Foul an Matthias Reincke blieb der Elfmeterpfiff aus, im Gegenzug verkürzten die Gäste auf 1:2. Im zweiten Durchgang wurden von beiden Mannschaften Torgelegenheiten fahrlässig vergeben und  so blieben die Elstern nach Ablauf der neunzig Minute 2:1-Sieger über Arminia Hannover. Nach vier Spielen standen für den ASV neun Punkte und der vierte Tabellenplatz zu Buche.

Das Spiel von Oliver Lindemann 

Gegen den FT Eider Büdelsdorf lieferten die Elstern vor 220 Zuschauern an den Sander Tannen eine blitzsaubere Partie ab!  Schon in der Anfangsphase übernahmen die Elstern das Kommando auf dem Platz, allerdings wurden eine Vielzahl von Torchancen nicht genutzt. Mitte der ersten Halbzeit machten sich die Gäste bemerkbar aber die durchaus gefälligen Angriffe blieben harmlos. Die erste Halbzeit


endete mit einem krachenden Schuß an die  Büdelsdorfer Querlatte und blieb torlos. In der 51. Minute schickte Arne Klein mit einem präzisen Paß Oliver Lindemann auf die Reise und der vollendete zum 1:0. Mit einem Flankenball auf Sören Warnick leitete Oliver Lindemann dann das 2:0 ein. Seine gute Partie krönte Lindemann in der 84. Minute mit einem hohen Ball der sich hinter dem Büdelsdorfer Torwart ins  Tor senkte. Nach diesem überzeugenden 3:0 – Erfolg fanden sich die Elstern auf dem zweiten Tabellenplatz wieder.

Da war mehr drin 

Nicht nur wegen des Rekordtorschützen der vergangenen Spielzeit, Gerd Goolkate mit 44 Treffern  muß man die Mannschaft von Eintracht Nordhorn zu den Schwergewichten der Liga zählen. Das Spiel des Tabellenzweiten (ASV) gegen den Tabellendritten aus Nordhorn kann man in die Rubrik Spitzenspiel einordnen. 700 Besucher in Nordhorn freuten sich auf dieses Spiel. Über eine Stunde waren die Elstern die tonangebende Mannschaft und gingen in der 63. Minute durch Arne Klein in Führung. Die Eintracht verstärkte in der Folgezeit den Druck auf das Tor der Elstern und hatte Erfolg. Eray Bayraktar in der 71. und Dennis Brode in der 79. Minute drehten die Partie. Die Bemühungen der Elstern um eine Ergebnisverbesserung blieben ohne Erfolg. Trotz dieser Niederlage konnten die Elstern überzeugen und bestätigen, dass sie mit den Spitzenteams der Oberliga mithalten können. Am Ende des Tages standen die Elstern auf dem 4. Tabellenplatz während die Eintracht auf Platz zwei kletterte. 

Dummheit ließ das Spiel kippen 

Mit diesen Worten überschrieb das HAB den Bericht über das Spiel des ASV gegen den Gast aus Wilhelmshaven. Spitzenspiel an den Sander Tannen, Tabellenführer SV Wilhelmshaven zu Gast beim Vierten der Oberliga Nord, dem ASV.  Nach dem guten Spiel der Elstern in Nordhorn durfte man ein ähnlich gutes Spiel gegen den Tabellenführer erwarten. Der Beginn des Spieles bestätigte  diese Erwartungen. In der 28. Minute verwandelte Mario Radtke einen Handelfmeter zum 1:0 für den ASV, in der 39. Minute erhöhte Arne Klein auf  2:0. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeitpause. Die


Schlüsselszene dieser Begegnung fand in der 51. Minute statt. Die „Flugeinlage“ von Frank Löning (SVW) nach einem Zweikampf mit Sören Warnick wurde mit einem Freistoß geahndet. Während der Schiedsrichter die Mauer der Elstern in Position schickte, endete eine intensive Unterhaltung zwischen Löning und Sören Warnick mit einem Schubser – der Schiedsrichter hatte keine andere Wahl als Sören Wanick die rote Karte zu  zeigen. Soviel zur Überschrift im HAB. Die Gäste wußten  die personelle Überlegenheit zu nutzen und kamen nach Toren von Bury (60.) und Löning (72.) noch zum 2:2 – Ausgleich. Ein absolut vermeidbarer Punktverlust der den ASV auf den 5. Tabellenplatz verwies. 


Punkteteilung bei St. Pauli 

Beide Mannschaften, der FC St. Pauli und die Elstern konnten nicht in Bestbesetzung antreten. St. Pauli hatte keine Unterstützung aus dem Regionalligateam, den Elstern fehlten  Lund, Lindemann und


Warnick und Matthias Reincke war angeschlagen. Erstmals kam bei den Elstern Gregori Kaloyanov zum Einsatz, ein technisch beschlagener Spieler der aber den  körperlichen Einsatz vermissen ließ. Für die WM 2006 stand er im Kader der bulgarischen Nationalmannschaft. Für ihn kam in der 56. Minute Matthias Reincke ins Spiel. Das Spiel fand größtenteils zwischen den Strrafräumen statt, Torszenen hatten Seltenheitswert. Nach dem Abpfiff waren beide Trainer froh, dass ihre Mannschaften ungeschlagen den Platz  verlassen konnten.

Der Pokalwettbewerb war weiter fortgeschritten. In der vierten Runde trafen Eintracht Norderstedt und der ASV aufeinander. Nach torloser erster Halbzeit erzielte Reincke in der 59. Minute den Führungstreffer für den ASV. Mangold (Norderstedt) gelang in der 82. Minute der Ausgleich. Es ging in die Verlängerung. In der 98. Minute gelang Oliver Lindemann das 2:1 mit dem die Elstern in die nächste Runde einzogen.

Tiefflug bei den Kieler Störchen 

Die Elstern hatten gegen die zweite Mannschaft von Holstein Kiel einen rabenschwarzen Tag erwischt. Es stimmte nichts in der Mannschaft, die Elstern fanden zu keiner Zeit in die Partie.  In der 33. Spielminute gingen die Gäste aus Kiel durch Guemari in Führung. der sorgte zehn Minuten später durch ein Eigentor für den 1:1 – Ausgleich. Nach weiteren zwei Minuten, in der 45. Minute, brachte Mario Radtke die ASV erneut in Führung. Der Spielstand von 2:1 war allerdings nicht der Ausdruck spielerischer Überlegenheit, vielmehr wurde die unzureichende Einstellung der Mannschaft übertüncht. Die Tore des KSV Holstein durch Michalski (53.) und den Elfmeter von  Guemari (88.) bildeten den Leistungsunterschied korrekt ab, gemessen an den Chancen hätten die Kieler höher gewinnen können. Bester Mann bei den Elstern war Youngster Martin Sobczyk.

Ein Erfolgserlebnis 

Nach so einer Leistung wie gegen Holstein Kiel war eine Aussprache fällig, eine solche Darbietung kann man nicht unkommentiert lassen.  Nächster Gegner der Elstern war die Zweitvertretung der Braunschweiger Eintracht. Die Gäste aus Bergedorf hätten schon in der ersten Halbzeit in Führung gehen können aber Pfosten und Latte standen diesem Vorhaben entgegen. Im zweiten Durchgang kam die Eintracht auch bedingt durch personelle Überzahl ( Herrendörfer sah in der 36. Minute G/R ) besser in die Partie, es spricht aber für die Moral der Bergedorfer Mannschaft daß sie nicht aufgab und den Platzherrn Paroli bieten  konnte. Auch wenn ein Unentschieden in diesem Falle ein achtbares Ergebnis wäre gaben sich die Elstern damit nicht zufrieden. Daniel Ahrens, Neuzugang vom FC St. Pauli zog aus spitzem Winkel ab und überwand in der 74. Minute den Braunschweiger Torsteher zum 1:0 für den ASV. Die Freude im Bergedorfer Lager war groß und die Mannschaft hatte sich rehabilitiert. 

Sieg dank starker Abwehr 

Den knapp 400 Besuchern wurde an den Sander Tannen gegen die zweite Mannschaft von Hannover 96 ein spannendes und packendes Oberligaspiel geboten. Hohes Tempo und engagiert geführte Zweikämpfe bestimmten das Geschehen auf dem Rasen – es war ein intensives Spiel. Zunächst waren die Gäste die bestimmende Mannschaft, konnten aber  ihre Torchancen nicht verwerten. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Elstern stärker. In der 21. Minute fand ein Flankenball von Matthias Reincke in Oliver Lindemann einen dankbaren Abnehmer, gegen dessen Flugkopfball hatte der Hannoveraner Torhüter keine Chance. Die Gäste wurden danach stärker, scheiterten aber an der sattelfesten Abwehr der Elstern. Am 1: 0 für den ASV änderte sich nichts mehr, für die Elstern ein glücklicher, aber durchaus  verdienter Sieg.

Dem stärkeren Gegner unterlegen 

Bei der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg gingen die Elstern als Außenseiter auf den Platz. Bereits nach vier Minuten nahm das Unheil seinen Lauf. Ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung war Ausgangspunkt für das 1:0 für den VfL durch Dennis Mandel. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhte  der VfL auf 2:0. In der 64. Minute war Dennis Mandel mit dem 3:0 erneut erfolgreich. In der 85. Minute schraubte Cedric Makiadi, Leihgabe aus den Profikader das Ergebnis auf 4:0 für den VfL. Die wenigen Torgelegenheiten des ASV endeten bei Patrick Platins, dem Torwart des VfL. Die Mannschaft des VfL ist eine der stärksten in der Liga und behielt verdient die Punkte im eigenem Stadion. 

Sieg in der Nachspielzeit 

Es war ein Spiel in dem die Nerven der Zuschauer über Gebühr strapaziert wurden. Neunzig Minuten wurde der Rasen an den Sander Tannen von den Elstern und den Rasensportlern aus Neumünster ohne Erfolg strapaziert. Attraktive Spielszenen wurden den Zuschauern nicht gezeigt. In der 86. und 90. Minute schickte der Schiedsrichter zwei Spieler des VfR mit G/R vom Feld.  Danach verdichteten sich die Geschehnisse! Daniel Ahrens trat einen Eckball in den Fünfmeterraum, Sören Warnick war zur Stelle und beförderte das Leder per Kopf ins Tor des VfR. Nach wenig attraktiven neunzig Minuten behielten die Elstern die Punkte an den Sander Tannen und festigten den fünften Tabellenplatz. 

Welch ein Spiel! 

Nach Wochen fußballerischer Magerkost setzten die Elstern ein gewaltiges Ausrufungszeichen. Bei der zweiten Mannschaft des VfL Osnabrück feierten sie einen 6:1-Auswärtserfolg. Der Pausenstand von 1:0 für den ASV ( Matthias Reincke, 6. ) deutete noch nicht auf einen hohen Sieg hin aber im zweiten Durchgang nahmen die Dinge ihren Lauf 0:2 Matthias Reincke, 50. 0:3 und 0:4 Arne Klein in der 58. und 59. Minute 1:4 Flottmann (VfL) in der75. Minute 1:5 und 1:6 Matthias Reincke in der 77. und 88. Minute Spieler des Tages war Matthias Reincke der mit seinen vier Treffern an dem großartigen Erfolg erheblichen Anteil hatte.

Die Punkteteilung war gerecht 

Bei Spielen zwischen Tabellennachbarn ist es schwer einen Favoriten zu benennen, das galt auch für die Begegnung der Elstern gegen den BV Cloppenburg an den Sander Tannen. Die Gäste kamen mit dem schneebedecken Boden besser zurecht und zeigten gefällige Kombinationen, dem konnten die Elstern zunächst nur Einsatz und Kampfkraft entgegensetzen. Im Sturmzentrum war „Matte“ Reincke weitgehend auf sich alleingestellt nur Alexey Kozlov konnte Unterstützung leisten und für Gefahr sorgen. In der 67. Minute schienen sich die Dinge zum Guten zu wenden. Eine Ballstafette ausgehend von Daniel Ahrens, Martin Sobczyk und Matthias Reincke landete bei Kozlov und der vollendete die Aktion mit dem 1:0 für den ASV. Das Drängen des BV Cloppenburg  auf den Ausgleich hatte in der 82. Minute Erfolg, der eingewechselte Horst Elberfeld war mit einem Kopfball erfolgreich. Die Gäste blieben weiterhin gefährlich und es war den schnellen Reflexen von Thomas Hermes zu verdanken, dass ein Punkt an den Sander Tannen blieb. Nach dem Spiel sprachen beide Trainer von einer gerechten Punkteteilung.

Sieg dank effektiver Spielweise 

Vor 600 Besuchern hatte der SV Meppen vor eigenem Publikum zunächst mehr Spielanteile, trotzdem hätten die Elstern in Führung gehen können wäre nicht Marcus Antcak im Tor des SVM nach einem Kopfball von Warnick auf der Hut gewesen. Eine Vorentscheidung fiel in der 58. Minute, ein heftiges Foul an Alexey Kozlov wurde mit einem Platzverweis bedacht, danach bekamen die Elstern Oberwasser.  In der 70. Minute landete eine Flanke von Arne Klein bei Benjamin Kruse, der leitete das Leder zu Lindemann weiter und der schoß zum 1:0 ein. Eine Co-Produktion von Arne Klein und Matthias Reincke führte in der Schlußminute zum 2:0 für den ASV. Das Spiel des ASV war überaus wirkungsvoll und dank der guten Chancenverwertung war das 2:0 verdient. Lohn war am Ende des Tages der vierte Tabellenplatz. 

Torloser Jahresabschluß 

Das Spiel gegen den bis dato Tabellenletzten TSV Kropp lockte 150 Zuschauer an die Sander Tannen. Die hatten an den gezeigten Leistungen nur wenig Freude. Nur in den ersten zwanzig Minute tauchten die Elstern - namentlich Norman Lund und Martin Sobczyk - vor dem Tor der Gäste auf, allerdings


ohne Erfolg. Danach verflachte die Partie zusehends, nur wenige  Standardsituationen erweckten die Aufmerksamkeit der wenigen Besucher. Mit diesem 0:0 konnte der TSV Kropp die rote Laterne an den Brinkumer SV weiterreichen, die Elstern fielen auf den sechsten Tabellenplatz zurück.


Im letzten Pflichtspiel des Jahres 2005 trafen 350 die Elstern im Pokalachtelfinale auf die zweite Mannschaft des HSV, Oberligasechster gegen Regionalliga, das Spiel zog 380 Besucher an die Sander Tannen. Ein Leistungsunterschied war nicht zu  erkennen aber die Rothosen gingen nach Toren von Takyi (44.) und Asma (65.) mit 2:0 in Führung. Die Elstern gaben sich nicht geschlagen und kamen in der 80. Minute durch Alexey Kozlov zum 1:2 – Anschlußtreffer. Der Ausgleichstreffer fiel in der 90. Minute durch ein Eigentor von Lauser (HSV). Das Spiel ging in die Verlängerung. In der 106. Minute ließ Torhüter Andre Zick einen haltbaren Ball von Benny Feilhaber (HSV) zum 2:3 passieren. Drei Minuten später holte der Bergedorfer Schlußmann Sebastiam Müller (HSV) im Strafraum von den Beinen. Der Elfmeter wurde von Takyi zum 4:2 für den HSV verwandelt. Damit waren die Pokalträume des ASV beendet.

Nach Abschluß der Hinrunde  auf dem 6. Tabellenplatz, da war die Welt bei den Elstern noch in Ordnung und es herrschte beste Stimmung im Trainingslager auf Mallorca. Doch dann platzte die Bombe.  Am 19.1.06 berichtete das HAB, dass sich Sponsor Mathias D. Kampmann zum Ende der Saison 2005/06 zurückziehen und sich dem VfB Lübeck zuwenden wird. Für die Elstern wird er nur noch als Trikotsponsor in Erscheinung treten, für den ASV bedeutet dies eine Kürzung der Mittel um 50%. Alle Pläne hinsichtlich Regionalliga und Stadionausbau sind auf einen Schlag hinfällig. Mannschaft, Verein und Spieler stehen nun vor unerwarteten Problemen, die den ASV vor die Existenzfrage  stellen.

Kein Unternehmer ist verpflichtet Sponsoring zu betreiben und es ist auch sein Recht ein Sponsoring zu beenden, aber dies ohne vorherige Erläuterungen und Erklärungen zu tun,  wirft die Frage nach dem persönlichen Anstand auf. Im weiteren Text wird aus diese Problematik näher eingegangen.

Ein Punkt nach langer Zeit 

Das letzte Punktspiel fand am 15.12.05 an den Sander Tannen gegen den TSV Kropp statt. Das erste Spiel der Rückrunde wurde am 19.2.06 bei Arminia Hannover ausgetragen. In erster Linie war es dem Kampfgeist und der Einsatzfreude zu verdanken,  dass die Elstern mit einem Zähler im Gepäck die Heimfahrt antreten konnten. Ein von Paul Deron verursachter Freistoß führte in der 26. Minute zum Führungstreffer der  Arminia. Als Andre Zick vier Minuten später beim Versuch einer Fußabwehr über den Ball trat war das 2:0 fällig. Andre Zick war danach vollkommen von der Rolle und die Mannschaft hatte Mühe weitere Gegentore zu verhindern. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte sich die Mannschaft gefangen. In der 40. Minute verwandelte Oliver Lindemann eine Flanke von Matthias Reincke per Kopf zum 1:2. Ein durchaus umstrittener Elfmeter wurde in der 83. Minute von Mario Radtke zum 2:2 verwandelt. Eng wurde es für die Elstern als Paul Deron in der 74. Minute mit G/R vom Platz geschickt wurde. Andre Zick hat ja mit Sicherheit nicht seine Fähigkeiten Tore zu verhindern eingebüßt aber ob der 20-jährige der nervlichen Belastung gewachsen ist darf hinterfragt werden.

Grund zur Freude  

Nicht nur Arne Klein hatte Grund zur Freude, ihm gelang in der 18. Minute das Tor zum 1:0 – Erfolg bei der FT Eider Büdelsdorf. Auch Oliver Lindemann war guter Dinge – er hatte im Laufe der Woche seine Meisterprüfung bestanden. Darüber hinaus lieferte er auf dem Büdelsdorfer Rasen eine astreine Leistung ab. Pech hingegen für Mario Radtke, sein Gegenspieler traf ihn bei einem Zweikampf unabsichtlich im  Gesicht, ein abgebrochener Schneidezahn und eine Gehirnerschütterung waren die Folge. Die Gastgeber blieben im Sturm harmlos und konnten Andre Zick nicht in Verlegenheit bringen.

Kein Lohn für gute Leistung 

Das dritte Auswärtsspiel in direkter Folge führte die Elstern zur zweiten Mannschaft von Holstein Kiel.  Es ist nicht überliefert wie lange das abschwellen der Zornesadern im Lager der Elstern gedauert hat – vielleicht hat die Zeit der Rückfahrt nach Bergedorf gereicht. Die verdiente Führung des ASV aus der 19. Minute ging auf das Konte von Arne Klein, in der 39. Minute konnte der KSV Holstein durch einen Strafstoß ausgleichen. Auch nach der Pause zeigten die Elstern Präsenz und gingen nach einem strammen Schuß von Mario Radtke in der 52. Minute  erneut in Führung. Ein nur vom Schiedsrichter erkanntes Foulspiel wurde zwei Minuten später mit einem Elfmeter geahndet der zum 2:2 führte. Das späte 3:2 der Kieler erhitzte die Gemüter. Ein Befreiungsschlag von Angelo Herrendörfer wurde von einem Kieler mit dem Arm gestoppt und an Michalski weitergeleitet, dessen Schuß aus Abseitsposition wurde von Radtke auf der Torlinie abgewehrt.  Der Schiedsrichter hatte eine andere Wahrnehmung und entschied auf Tor. Der zu laute Protest von Rüdiger Schwarz hatte einen Verweis hinter die Absperrung zur Folge, Arne Klein folgte eine Minute später nach einer roten Karte. Nach dieser sehr unglücklichen Niederlage verließen die Elstern geschlagen das Spielfeld.

Schwach begonnen und stark nachgelassen  

Wenn kein Spieler einen Fehler macht enden alle Fußballspiele 0:0. Diese Feststellung traf einst Trainerlegende Otto Rehhagel. Dass dies gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Braunschweig nicht passierte ging auf Andre Zick in Tor der Elstern zurück. In der achten Minute unterlief er einen harmlosen Ball und schon stand es 1:0 für die Gäste Die Mannschaft lieferte die bisher schlechteste Saisonleistung ab, kein planvoller Spielaufbau, kein  Aufbäumen, kein Einsatz – eine ganz schlechte Leistung. Arne Klein und Alexey Kozlov wurden schmerzlich vermißt. Die 1:0 – Pausenführung der Gäste wurde von Hasim Gökden (52.) und Stefan Hauck (55.) in ein 3:0 aufgebessert. Das 1:3 durch Oliver Lindemann ließ in der 75. Minute Hoffnungen aufkommen, aber Michal Janicki machte diese mit dem 1:4 in der 88. Minute zunichte. Für die Elstern eine ganz bittere 1:4 - Heimniederlage und Rüdiger Schwarz machte sich Gedanken  über den Platz zwischen den Pfosten.


Kein Glück im Jadestadion 

Nein, vom Glück waren die Elstern im Jadestadion nicht verfolgt. In der 17. Minute prallte ein Ball vom Bergedorfer Torpfosten auf den Rücken von Sören Warnick und von dort zum 0:1 ins Elsterntor. Danach passierte vor den 500 Besuchern nicht viel. Ein  vermeintliches Tor von Andreyas Aykurt fand in der 54. Minute wegen einer Abseitsposition keine Anerkennung. Das Spiel nahm Fahrt auf und Thomas Hermes hielt mit schnellen Reaktionen seine Mannschaft im Spiel. Der verdiente Ausgleich fiel in der 83. Minute durch einen unhaltbaren Schuß von Mario Radtke. Als aber Frank Löning (SVW) in der 87. Minute nach einem Zweikampf mit Norman Lund zu Boden ging erkannte der Schiedsrichter eine Regelwidrigkeit und entschied auf Strafstoß den Richard Slezak (SVW) zum 2:1 verwandelte. In der Schlußminute wurde Benjamin Kruse mit G/R vom Platz geschickt. Die gute Leistung der Elstern wurde nicht belohnt und die Mannschaft mußte eine sehr unglückliche Niederlage hinnehmen. Durch den Torwartwechsel ( Hermes für Zick ) hat die Abwehr der Elstern an Stabilität  gewonnen.

Schon wieder auswärts 

Diesmal ging es zur zweiten Mannschaft von Hannover 96, aber auch hier gab es für die Elstern nichts zu holen. Die Leistung stimmte aber die Hannoveraner waren  einfach besser. In der 9. Minute gingen die 96er durch Delura – war am Tag zuvor noch gegen Mainz 05 tätig – mit 1:0 in Führung. Nach


einem Foul an Oliver Lindemann verwandelte Arne Klein den fälligen Strafstoß zum 1:1.  Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Elstern ihrer offensiven Ausrichtung treu, hatten aber keinen Erfolg. Anders Jan Rosenthal (96), dem gelang in der 60. Minute das 2:1 für seine Mannschaft. Als in der 62. Minute Paul Deron als letzter Mann Hendrik Hahne (96) von den Beinen holte gab es  die rote Karte. Gegen die starken Hannoveraner konnten die Elstern das Ergebnis nicht mehr verbessern und mußten nach einer couragierten Leistung das Feld als Verlierer verlassen.

Nummer vier in Hambur

Derbies zwischen Altona 93 und den Elstern sind mit einem hohen Prestigewert behaftet und zählen zu den Klassikern des Hamburger Fußballs.  Diesmal war auch die Frage nach der Nummer drei des Hamburger Fußballs zu klären. Die Elstern waren zu sehr mit sich selbst und internen Problemen beschäftigt. Darunter litt die Struktur des Bergedorfer Spiels, in den ersten sechzig Minuten wurde den nur 223 Besuchern mäßige Fußballkunst geboten. Nach einem Foul von Robert Matiebel landete der fällige Freistoß – von Martin Reiter getreten - im Tor des ASV. Wer nun auf ein Aufbäumen der Elstern gehofft  hatte wurde enttäuscht. Statt dessen kam der Gast aus Altona in der 81. Minute durch Jürgen Tunic zum 2:0. Der Anschlußtreffer von Matthias Reincke in der Schlußminute zum 1:2 hatte nur noch statistische Bedeutung. Nach fünf aufeinanderfolgenden Niederlagen des ASV war die Frage nach der Nummer drei in Hamburg beantwortet. 

Nach zwei Drittel der Saison kann ein Zwischenfazit gezogen werden. Nachdem Sponsor Kampmann am 19.1.06 seinen Rückzug bekanntgab, konnte der ASV nur noch vier Punkte gewinnen, danach wurden die fünf folgenden Spiele verloren. Ein Zusammenhang mit Kampmanns Rückzug kann nicht ausgeschlossen werden. Einige Neuzugänge, namentlich Benjamin Kruse, Sören Warnick sowie Angelo Herrendörfer folgten  der Aussicht, spätestens in drei Jahren mit dem ASV in der Regionalliga zu spielen. Auch standen einige Spieler auf der Gehaltsliste in Kampmanns Unternehmensgeflecht, Benjamin Kruse hatte eine Ausbildung zum Verlagskaufmann begonnen. Dass bei einigen Spielern die Gedanken nicht nur um den Fußball kreisten ist absolut nachvollziehbar. Der Etat war noch bis zum Ende der Saison gesichert – aber was war dann?  Die Zugehörigkeit zur Oberliga war in Frage gestellt, auch wurde an einen Rückzug in die Bezirksliga gedacht. Für Rüdiger Schwarz und „Manni“ Nitschke stellte sich die Frage nach dem Verbleib in den bisherigen Funktionen. Hinter den Kulissen ging das Leben weiter, die BZ konnte am 8. Märt 2006 über den Verbleib in der  Oberliga berichten. Sponsor Michael Schwickart (HIBA), Klaus Hinz und Jens Seddig packten den Stier bei den Hörnern und mobilisierten alle verfügbaren (und noch nicht verfügbaren) Kräfte und stellten für die kommende Saison einen Etat von 200 000 Euro auf die Beine. Den Beteiligten gebührt ein ganz dickes Kompliment!  Große Sprünge kann man mit diesem Etat nicht machen und Spieler müssen Abstriche hinnehmen, aber es besteht eine verläßliche Planungsgrundlage. Dem Autor sei ein Ausblick in das Jahr 2008 gestattet, am 29. Januar 2008 titelt die BILD – Zeitung Lübecks totales Aus hängt von Kampmann ab. Den wenige Zeilen konnte man entnehmen, dass Kampmann gegenüber dem VfB Forderungen von  300 000 Euro geltend macht. Erfüllt der VfB diese Forderungen nicht, droht das Aus. Über die Geschäftspraktiken von Mathias D. Kampmann kann der Wirtschaftsteil der regionalen Presse Auskünfte liefern.

Endlich wieder ein Punktgewinn 

Die Elstern konnten aus ihrer Überlegenheit beim Brinkumer SV kein Kapital schlagen. Immer  wieder scheiterten Oliver Lindemann, Alexey Kozlov umd Matthias Reincke an Christian Ceylarek im Tor der Brinkumer sowie am Torpfosten. Gegenüber den letzten Spielen zeigte sich die Bergedorfer Mannschaft verbessert und nährte die Hoffnung auf bessere Zeiten. Die bisherigen 36 Punkte aus 25 Spielen reichten für Tabellenplatz neun.

Keine Chance gegen die “Wölfe“  

Die zweite Mannschaft des VfL Wolsburg war die bessere Mannschaft und gewann verdient gegen die krisengeschüttelte Bergedorfer Mannschaft mit 2:0 Toren. Die Bergedorfer Mannschaft ließ jegliches Selbstvertrauen vermissen, zu sehr hatten die Negativerlebnisse am Nervenkostüm genagt. Mangelnden Einsatzwillen kann man der Mannschaft nicht vorwerfen, es fehlt  einfach ein Erfolgserlebnis um


wieder Vertrauen in die eigene Leistung aufzubauen. Vor leeren Rängen (es kamen nur noch 77 Besucher) zu spielen verleiht den Spielern auch keinen Motivationsschub.  Der Spielstand von 2:0 stand nach zwanzig Minuten fest, Guimares in der 15. und Emre Oztürk in der 19. Minute sorgten frühzeitig für dieses Endergebnis.

Ein Punkt dank guter Torhüterleistung 

Auch gegen den Meiendorfer SV reichte es nicht zu einem Sieg und wäre nicht Thomas Hermes in einer so guten Verfassung gewesen, hätten die Elstern den Platz als Verlierer verlassen. Nie fanden die Elstern ein Rezept gegen die gut aufgestellte Hintermannschaft der Gäste, die wenigen Torgelegenheiten blieben ungenutzt. In der Mannschaft herrschte totale Verunsicherung, nur Thomas Hermes zeigte sich in sehr guter Form und verdiente sich ein Sonderlob vom Trainer.  Nach 26 Spielen und 36 Punkten standen die Elstern auf dem neunten Tabellenplatz. Dass meckern wegen vermeintlich falscher Schiedsrichterentscheidungen nur der eigenen Mannschaft schadet, hat sich nun auch bis zu Benjamin Kruse herumgesprochen, in der 69. Minute wurde er mit G/R vom Platz geschickt.

Den Trainer platzt der Kragen 

Die Spielanalysen von Rüdiger Schwarz sind von Objektivität geprägt und er ist auch bekannt dafür, dass er sich stets vor seine Spieler stellt. Öffentliche Kritik an einzelnen Spielern sind nicht seine Sache. Die Partie beim VfR Neumünster lieferte eine Ausnahme. Die Auftritte von Daniel Ahrens und Sören Warnick bewertete Trainer Schwarz mit dem Begriff “Sauerei“. Das Spiel der Elstern war in der ersten Halbzeit eine einzige Katastrophe. Im zweiten  Durchgang begannen die Elstern mit dem Fußballspiel, konnten aber die 1:2 – Niederlage nicht abwenden. Das 1:0 für den VfR gelang Marenko Ruzic in der 29. Minute. Im zweiten Spielabschnitt gab es mehrfach Gelegenheiten zum Ausgleich aber Warnick und Kozlov brachten die Kugel nicht über die Linie. Mit seinem ersten Tor für den ASV sorgte Benjamin Kruse in der 78. Minute für den  vorübergehenden Ausgleich aber in der 84. Minute traf Kilicaslan für die erneute Führung des VfR. Damit war eine weitere Niederlage des ASV besiegelt.

Kollektive Ladehemmung 

Die Elstern begannen das Spiel gegen die zweite Mannschaft des VfL Osnabrück mit viel Elan und präsentierten sich voller Tatendrang – nur mit Glück entgingen die Gäste einem Torrückstand,.  Nach einer Viertelstunde kam das Spiel der Elstern zum erliegen und die Gäste bekamen Oberwasser. Die erste Halbzeit blieb torlos. In der zweiten Halbzeit kamen die Elstern zurück ins Spiel und erarbeiteten sich hochkarätige Torgelegenheiten – Aykurt an die Latte, Kopfball Kruse knapp vorbei. Ein ganz starkes Spiel machte Matthias Reincke, an dem Routinier konnte sich mancher ein Beispiel nehmen! Das Spiel endete vor 100 Besuchern torlos aber phasenweise kam Hoffnung auf bessere Zeiten auf.

Kein Glück in Nordhorn 

Erst hatten sie kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Diese Handlungsabfolge konnten die Elstern im Heimspiel gegen Eintracht Nordhorn eindrucksvoll  bestätigen. In der 12. Minute ließ der sonst so zuverlässige Thomas Hermes einen haltbaren Ball von Tom Westerwaldesloh passieren und es stand 0:1.

Auch das 0:2 in der 42. Minute erzielte Tom Westerwaldesloh. Es war nicht so, dass die Elstern in Agonie erstarrt waren, aber Gehäusetreffer bringen keine Punkte – Aykurt an die Latte (20).), Pfostenschuß von Reincke, Lattentreffer (70.) von Alexey Kozlov, der Abpraller landete zwar im Tor aber Aykurt stand in Abseitsposition. Chancen für ein unentschieden waren gegeben, aber...dann kam auch noch Pech dazu. Nach Ablauf der neunzig Minuten standen die Elstern mit leeren Händen da.

Das Pech läuft hinterher 

Rüdiger Schwarz wähnte finstere Mächte im Umfeld des ASV.  Ich weiß auch nicht, was wir verbrochen haben - so der Trainer des ASV. Durch Tore von Elberfeld (19.) und Dikhtiar (22.) gerieten die Elstern in Cloppenburg früh in Rückstand. Trotz des Rückstandes konnten die Elstern die Partie offen gestalten, auf den Anschlußtreffer durch Mario Radtke mußten sie aber bis zur 81. Minute warten. Es hätte ein glückliches Ende geben können, doch in der letzten Minute scheiterte Mario Radtke  mit einem Strafstoß an Jan Hüring im Cloppenburger Tor. Ohne Punkte mußten die Elstern heimfahren.

Die Hoffnung stirbt zuletzt 

Die Leidensfähigkeit und Frustrationstoleranz werden seit Wochen auf ganz harte Proben gestellt, so auch im Spiel gegen die zweite Mannschaft des FC St. Pauli.  Immerhin bekamen die Besucher an den Sander Tannen zwei Tore ihrer Mannschaft zu sehen und bei etlichen Besuchern kamen Erinnerungen an frühere Siege auf. Sören Warnick brachte seine Mannschaft in der 30. Minute in Führung, Ernüchterung zwei Minuten später als Ata Yamrali mit einem Freistoß das 1:1 erzielte. Den Halbzeitstand von 2:1 führte Arne Klein in der 38. Minute mit einem Handelfmeter herbei. Als in der 49. Minute ein  Bergedorfer am Ball vorbei trat war Marcinkiewicz zur Stelle und das 2:2 war fällig. Es kam noch schlimmer! Wieder war es Marcinkiewicz der in der 81. Minute eine Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft ausnutzte und St. Pauli in Führung brachte. Danach stürmte „ganz Bergedorf“ aber alles anrennen war vergeblich, die Gäste nahmen die Punkte mit. 

Die letzte Gelegenheit 

Die Hoffnung auf ein Ende der Niederlagenserie wird nur noch durch das baldige Ende der Saison aufrecht erhalten. Eine der letzten Gelegenheit bestand im Heimspiel gegen den SV Meppen, nur noch 100 Getreue verloren sich auf den  Zuschauerrängen. Es dauerte bis zur 42. Minute ehe Aykurt das 1:1


gelang nachdem Holt (SVM) die Gäste aus dem Emsland in Führung gebracht  hatte. Drei Minute nach seiner Einwechselung gelang Oliver Lindemann das 2:1. Als aber Mahmut Aktas in der 75. Minute eine Lücke in der Elsternabwehr  fand war der Ausgleich fällig. Die Chance auf einen Sieg kam in der 79. Minute. Arne Klein wurde vom Meppener Torhüter im Strafraum zu Fall gebracht, den Strafstoß nutzte Sören Warnick zum 3:2 - Siegtreffer für den ASV. Nach dreizehn sieglosen Spielen endlich ein Erfolgserlebnis! 

Ein Spiegelbild der Saison 

Für Gastgeber TSV Kropp ging es im letzten Saisonspiel um viel. Mit einem Sieg bei gleichzeitig „passenden“ Ergebnissen der Konkurrenz könnte der Abstieg vermieden werden. Der TSV Kropp mußte in der 4. Minute durch einen Handelfmeter von Arne Klein das 0:1 hinnehmen. In der 13. Minute konnte Dennis Mandel zum 1:1 ausgleichen. Nach weiteren zehn  Minuten gingen die Gastgeber durch Bastian Henning 2:1 in Führung, Marc Böhnke erhöhte in der 53. Minute auf 3:1. Eine Ergebnisverbesserung gelang Daniel Ahrens in der 60. Minute mit dem Tor zum 2:3. Christian Heider (70.) und Axel Ehrlich (82.) durch Foulelfmeter stellten das Endergebnis auf 5:2 für den TSV Kropp. Das Spiel der Elstern in Kropp war ein Abbild der Rückrunde. In der Bergedorfer Mannschaft  fehlten Aykurt, Kruse, Reincke und Warnick, aber was die Mannschaft auf den Platz brachte war eine Zumutung. Da Abstiegsmitbewerber Neumünster sich die nötigen Punkte zum Klassenerhalt gegen den FC St. Pauli holte, blieb dem TSV Kropp der Abstieg nicht erspart.














Zusammenfassung und Rückschau  

Zu Beginn der Saison wurden die Elstern zwischen den Tabellenplätzen fünf bis sieben erwartet, am Ende war es der elfte Tabellenplatz. Die Führungsspieler der letzten Saison konnten gehalten werden und der Defensivbereich wurde u.a. durch Benjamin Kruse, Sören Warnick und Daniel Ahrens verstärkt. Die finanzielle Basis für die Saison 2005/06 legte Sponsor Mathias D. Kampmann, drei Spieler fanden in seinem Firmenimperium einen Arbeitsplatz. Man konnte mit Zuversicht in die Saison 2005/06 gehen. Die Zuversicht war berechtigt denn nach der Vorrunde standen die Elstern auf einem guten sechsten Tabellenplatz mit 31 Punkten nach siebzehn Spielen. Im Januar 2006 kündigte Sponsor Kampmann seinen Rückzug aus seinem Engagement beim ASV an. Danach holte die Mannschaft aus den siebzehn Spielen der Rückrunde nur noch zehn Punkte, dreizehn Spiele wurden verloren. 














Eine verheerende Bilanz und nur durch die gute Vorrunde gerieten die Elstern nicht in Abstiegsgefahr. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat der Ausstieg des Sponsors bei der Mannschaft Spuren hinterlassen, man muß allerdings auch sehen, dass einige Spieler nicht mehr auf dem hohen Niveau der Vorsaison unterwegs waren.

Nach Ende der Spielzeit 2005/06 ging der Titel an den SV Wilhelmshaven, der in der nächsten  Saison in der Regionalliga antreten wird. Absteigen müssen der TSV Kropp, FT Eider Büdelsdorf, der Meiendorfer SV und der Brinkumer SV.

Im Laufe der Saison wurden von Rüdiger Schwarz 23 Spieler eingesetzt, im Einzelnen kamen Arne Klein auf 32, Matthias Reincke, Paul Deron, Maio Radtke und Sören Warnick auf 31 Einsätze. Auf 30 Spiele kamen Alexey Kozlov, Thomas Hermes und Benjamin Kruse. Oliver Lindemann kam  auf 27 Einsätze, 26 Spiele absolvierten Norman Lund und Andreyas Aykurt. Daniel Ahrens kam auf 25 Einsätze, Martin Sobczyk 24, Angelo Herrendörfer 23, Mike Kudling 12, Lukas Ciosanski 9, Maruan Ballout 8, Igor Luts 5, Andre Zick 4, Robert Matiebel 3, Markus Schulz 2, Georgi Kaloyanov und Dennis Urdin jeweils ein Spiel.

Neun Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen, und zwar Arne Klein 10 Tore, Matthias Reincke 9 Tore, Oliver Lindemann 7 Tore, Sören Warnick 6 Tore, Mario Radtke 4 Tore, Daniel Ahrens 3 Tore und Benjamin Kruse mit einem Treffer.

Alarmierend ist der Blick auf die Zuschauerzahlen. Im Mittel besuchten 423 Zuschauer die Spiele det Oberliga. Nur fünf Vereine lagen über diesem Durchschnittswert, das waren der SV Meppen mit 1516 Besuchern gefolgt vom SV Wilhelmshaven mit 971 Zuschauern, danach folgten Eintracht  Nordhorn (722), Alltona 93 (490) und Arminia Hannover (423). Am unteren Ende der Skala findet man den ASV mit 184 Besuchern vor der Zweitvertretung des VfL Wolfsburg mit 155 Besuchern. Die Vielzahl der Vereine kann aus eigener Kraft nicht überleben und ist auf Sponsoren angewiesen.













Nachweis der Informationsquellen Für die Erstellung der Kurzberichte der ASV-Spiele wurden folgende Informationsquellen herangezogen: Das Archiv des HAB, das Internetportal HAFO und 665 die Bergedorfer Zeitung. Acht Kurzberichte orientierten sich an den HAFO-Veröffentlichungen, elf Kurzberichte wurden auf Basis der Berichterstattung des HAB erstellt. Für Achtzehn weitere Berichte wurde die BZ herbeigezogen.

Der Verfasser bedankt sich bei der Redaktion der BZ und bei Herrn Volker Gast für die 670 Gelegenheit in den Redaktionsräumen der BZ Einsicht in die BZ – Spielberichte nehmen zu können.

Die in dem Bericht über die Spielzeit 2005 / 06 eingepflegten Bilder haben folgenden Ursprung: Das Mannschaftsfoto entstammt der BZ-Beilage ANSTOSS für die Saison 2005/06

Vier Bilder wurden aus dem HAB-Archiv herauskopiert, drei weitere Bilder stammen aus den Spielberichten der BZ.  Das Internetportal transfermarkt.de lieferte die Grundlagen für die Darstellung der Spielerwechsel beim ASV. Die Abschlußtabelle der Saison 2005/06 wurde der entsprechenden Publikation des DSFS entnommen. Aus der FUSBALLECKE (www.diefussballecke.de) wurden die Tabellen hinsichtlich Vorrunde /Rückrunde der Saison 05/06  sowie die Zuschauerstatistik entnommen.

Zu allen bisher erschienen Folgen der Elstern-Historie

Statistik (Zum Vergrößern der Schaubilder bitte anklicken)




























Samstag, 16. September 2023

Remis gegen Rahlstedt


Die letzten Minuten liefen an den Sander Tannen. Spielstand 1:1. Die Elstern-Fans fragten sich: Voll auf Sieg spielen oder doch auch nur einen Punkt mitnehmen?

Volle Pulle auf Sieg die einhellige Meinung. dafür gab es gute Gründe: Der ASV Bergedorf 85 war durch die Bank das bessere Team. Spielerisch doch besser als der Gast aus Rahlstedt, der aber schon 13 Punkte auf dem Konto hat - 85 nur vier...

Die Zweite aus Rahlstedt schien auch mit den Kräften am Ende. Der ungewohnte richtige Rasen sorgten für frühzeitige Wadenkrämpfe.

Diesen Heimvorteil muss der ASV einfach besser nutzen.

Im Gegensatz zum letzten Heimspiel war auch der Wille zu spüren, hier was zu reißen.

 Doch es begann wieder sehr unglücklich. Einige Zuschauer waren noch gar nicht auf dem Platz, da stand es schon 0:1. Ein Freistoß von der Mittellinie. Kein Abwehrspieler fühlte sich zuständig, so dass wohl Rahlstedts Nummer 8 Phileas Pirigkos nur Danke sagen musste.

Früher Rückstand - das wünscht man sich als Trainer natürlich überhaupt nicht.

Doch es gab Hoffnung. Auf der rechten Außenbahn machte ein junger Spieler auf sich aufmerksam: Sergej Perepelitsin. Sergej einst in der A-Jugend des ASV bevor er nach Escheburg wechselte nun wieder bei den Elstern. Schnell ist er und fit und Zug zum Tor. Mit diesen Eigenschaften sticht er schon ein wenig hervor. Er hatte auch nach gut einer halben Stunde den Ausgleich auf den Füßen, Alleine vor dem Torwart scheiterte er ab an einer Fußabwehr.

Nach der Pause Druck der Heimelf. Immerhin wurden auch Chancen herausgespielt, aber in der letzten Konsequenz fehlte es.

Dann unerklärlich ein Bruch. Warum auch immer wurde innerhalb wenigen Minuten zentral vor dem eigenen Strafraum der Ball verdaddelt. Sowas lernt man normalerweise in der Jugend schon, dass dies nicht so gut ist..

Ein Glück, dass Rahlstedt die 100 prozentigen Möglichkeiten kläglich versiebte.

Auffallend auch, dass bei Ballverlust einfach stehengeblieben wurde. Einige Spieler scheinen nicht auf der konditionellen Höhe gewesen zu sein.

Doch dann fingen sich die Elstern wieder. Großen Anteil daran auch Bergedorfs Nummer 21 auf links Außen: Faad Junior Issifou zeigte sein Potenzial. Ballsicher, tribbelstark - gut!

In der 70. Spielminute dann endlich befreiender Jubel: Abwehrspieler Ali Moghimi (4) ging einfach durch die Mitte. Energisch setzte er nach. Die Abwehr unentschlossen, Ali mit Tunnel des Torwarts - 1:1.

Daraufhin fast schon Euphorie! Die Führung lag in der Luft.  In der Nachspielzeit hatten viele den Torschrei erneut auf der Zunge. Doch Gäste-Keeper Alexander Murek mit einer Weltklasseparade. Ein Volley-Knaller von Bryan Pinto Ferro fischte er aus dem Winkel.

Überraschender Weise hatte dann Rahlstedt, dessen Trainer Cem Berk übrigens für die SPD in der Hamburgischen Bürgerschaft sitzt,  zum Schluss doch noch Körner, so dass es am Ende beim Unentschieden blieb.

Spielbericht Homepage ASV Bergedorf 85 Fußball (klicken)


Foto: Werner Heitmann



Samstag, 2. September 2023

Punkt war drin! Spielbericht ASV Bergedorf 85 - SC Eilbek II













„Es war einer der besten Rasen, auf dem ich je gespielt habe“

Nachdem Spiel unterhielten sich die siegreichen Eilbeker vor ihrer Kabine über den ungewohnten Untergrund. Heutzutage wird meist auf den künstlichen Grün gekickt. Wie beim Hockey ist das Spielgerät dort absolut berechenbar, kein Holpern oder Wegspringen des Balls.

Aber wie der Spieler auch bemerkte, es sei viel anstrengender, da man auf dem Naturrasen eben auch etwas im Grass versinkt.

Das junge der Team von Bergedorf 85 ist dies gewohnt. Ein klarer Heimvorteil. Vor der Saison wurde die Marschroute vergeben, diesen Vorteil in viele Heimpunkte umzumünzen.

Heute sollte Zahltag sein. Der Gegner: Die Zweite Mannschaft vom SC Eilbek. Ebenfalls Aufsteiger. Sogar als Meister ihrer Staffel hochgekommen.

Sieben Punkte hatte der Gast vor dem Spielbeginn – unsere Elstern „nur“ drei.

Bei perfekten äußeren Bedingungen und strahlenden Sonnenschein entwickelte sich ein Spiel ohne viel Höhepunkte. Torchancen Mangelware.

Teilweise war das Spiel von 85 gut anzusehen. Im Mittelfeld wurde schnell kombiniert und den freien Nebenmann gesucht.

Besonders gefiel Sohrab Mohabatzadeh (Rückennummer 10) mit guter Ballbehandlung.

Doch fehlte der Druck nach Vorne. Ziel Tore zu schießen kam nicht wirklich zum Vorschein.

Gegner Eilbek grundsolide. Hinten sehr diszipliniert mit einzellnen Nadelstichen – aber große Gefahr strahlten sie auch nicht aus.

Quasi mit dem Halbzeitpfiff aus dem Nichts der Führungstreffer des Gastes. Jan Eric Schweickert konnte ohne energisch gehindert zu werden von der Strafraumgrenze abziehen. Flach und platziert schlug der Ball im Netz ein. Keeper Mika Schäfer konnte sich noch so lang machen, der Rückstand war nicht zu verhindern.

Nach der Pause Bergedorf 85 mit deutlichen Feldvorteilen. Der Ausgleich nach gut einer Stunde: Guter Freistoß durch Patrick Toth, ein Eilbeker köpfte diesen unhaltbar ins eigene Tor.

Die nächsten Minuten plätscherten dahin. Der gute Schiedsrichter Janos Michel Alonso Beckmann hatte wenig Probleme und mit guter Vorteilsauslegung.

Es sah alles nach einem Unentschieden aus.

Doch dann einer der wenigen Konter von Eilbek und irgendwie wieder aus dem Nichts (und vielleicht aus dem Abseits) ein super Abschluss von Gianfranco Giuseppe Cusimano eine Viertelstunde vor Schluss.

Es fehlte das Aufbäumen der Elstern! Zwar wurde es noch mal etwas hektisch aber es konnte überhaupt keine gute Gelegenheit mehr herausgespielt werden.

Dies muss man den Jungs fragen: Wo war der Siegeswille?

„Die Punkte waren fest eingeplant“

So die Worte der Eilbeker nach dem Spiel. Auch sie haben dafür eigentlich zu wenig investiert oder aber den Glauben an ihre Effektivität gehabt.

Für unseren ASV Bergedorf 85 wird der Kampf um den Klassenerhalt schwer werden, auch weil längerfristig aufgrund Verletzung Schlüsselspieler fehlen.

Trotzdem ist es absolut möglich, diese Saison mindestens drei Teams hinter sich zu lassen.

Aber nur wenn verinnerlicht wird, dass Tore das Salz in der Suppe sind!

Spielbericht von unserer offiziellen Vereinshomepage (klicken!)