Sonntag, 12. Oktober 2014

Die Elstern - Berichte über Fußball Teil 1: 1958 - Das erste Jahr in Deutschlands höchster Spielklasse

Nachdem Autor Hans-Martin Lippold  in seinem "Versuch einer Chronologie" den sportlichen Werdegang der Elstern bis zum Aufstiegsjahr 1958 in sieben Teilen skizzierte, blickt der Zeitzeuge nun auf die erste Saison von 85 in Deutschlands-Fußball-Oberhaus zurück.

Nach zwölf Jahren der Zugehörigkeit zur Amateurliga Hamburg, der zweithöchsten Spielklasse und im vierten Anlauf zur Oberliga nach 1949, 1953 und 1954 gelang 1958 der Sprung in die Oberliga Nord, der höchsten deutschen Spielklasse.
Einem Fehlstart in der Aufstiegsrunde mit 1 : 3 Punkten und 3 : 9 Toren ließen die Elstern drei Siege folgen und krönten die Saison mit einem grandiosen 5 : 2 Sieg über den Itzehoer SV.
Es war geschafft! Die Elstern im Konzert der Großen, in einer Spielklasse mit dem HSV, SV Werder Bremen, Eintracht Braunschweig und dem Ex - Meister Hannover 96, eine neue Zeitrechnung konnte beginnen.









Doch nun kamen andere Probleme auf den Verein zu!

Das Billtalstadion, langjährige Spielstätte des ASV Bergedorf 85, Kultstätte des Bergedorfer Fussballs, hatte keinen Rasenbelag. Der war jedoch für Oberligaspiele zwingend vorgeschrieben.
Was also tun ??

Rasenbelag für das Stadion aufbringen, Heimspiele in einem anderen Stadion ( Victoriaplatz an der Hoheluft ) austragen oder im Bereich des Bezirks Bergedorf eine oberligataugliche Spielstätte
einrichten ?

Nach langen - auch öffentlich geführten - Diskussionen wurde den Elstern vom Kontrollausschuß des DFB für die Spielzeit 1958 / 59 eine Sondergenehmigung für das Billtalstadion erteilt.
Während dieser Saison wurden der Sportolatz Sander Tannen dann in einen oberligatauglichen Zustand gebracht
Schon vor der Errichtung des Billtalstadions trugen die Elstern dort ihre Heimspiele aus, der Platz wurde damals ganz schlicht SPORTPLATZ LOHBRÜGGE genannt.
Der Meistermannschaft - die auch den Aufstieg erreichte - schenkten die Verantwortliche, allen voran Trainer Heinz Werner - uneingeschränktes Vertrauen.
Doch punktuelle Verstärkungen waren erforderlich.
Für den Platz zwischen den Pfosten wurde vom HEBC Heinrich Kokartis verpflichtet. Der HEBC ( Hamburg - Eimsbütteler Ballspielclub ) stieg als Meister der Germania - Staffel ( damals dritte Liga ) in die Amateurliga Hamburg am Ende der Spielzeit 1956 / 57 auf. Hier konnte "Heini" Kokartis durch ausgezeichnete Leistungen auf sich aufmerksam machen und das Interesse der Elstern erwecken.
Vom SC Sperber sicherten sich die Bergedorfer die Dienste von Ernst Jordan, einem schnellen, torgefährlichen und technisch bechlagenem Spieler. Vor seiner Zeit beim SC Sperber hatte sich Ernie Jordan schon bei SuS Bergedorf - einer der Vorgängervereind der TSG einem Namen gemacht u.A. als Torschütze beim legendären Pokalspiel gegen Altona 93.
Weitere Neuverpflichtung war Kurt Röwe, ein "alter Kämpe" mit der Erfahrung von neun Jahren Oberliga Nord beim beim HTB, ETV,VfB Lübeck und zuletzt beim FC St. Pauli. In274 Oberligaspielen erzielte er 26 Tore.
Ulli Weber musste leider aus dem Spielerkader ausscheiden, Herz - und Kreislaufprobleme haben seiner Laufbahn ein Ende gesetzt.

Die erste Saison der Elstern in der Oberliga Nord konnte also beginnen.
Der Spielplan der Oberliga sah für die Bergedorfer Mannschaft ein Heimspiel gegen den FC St. Pauli vor.
Routinemäßiger Spieltag in der Oberliga war immer der Sonntag , doch das Debut der Elstern sollte an einem Sonnabend stattfinden.
Auch für die Spieler des Gegners ein Debut : erstmals mussten sie ein Oberligaspiel auf Grand austragen, in der Vorbereitung auf dieses Spiel absolvierten sie einige Trainingseinheiten auf Grandbelag.
Das letzte Vorbereitungsspiel gewannen die 85er beim Itzehoer SV - alter Bekannter aus der Aufstiegsrunde - mit 4 : 1
Bis auf den Urlauber Karl - Heinz Pörschke konnten die Elstern die stärkste Mannschaft aufbieten, also schon mit Jordan und Kokartis. Aus Respekt vor dem Gegner verzichtete Heinz Werner auf Neuzugang Kurt Röwe, der in der vorigen Saison noch das Trikot des FC St. Pauli getragen hatte.

Das Abenteuer beginnt - St. Pauli zu Gast in Bergedorf
Um 17:45 setzte Schiedsrichter Spiewack seine Pfeife an den Mund und pfiff das erste Spielder Elstern in der höchsten deurschen Spielklasse an.
Zwölftausend (!) Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus! Nicht die alteingesessener St. Paulianer - Gründungsmitglied der Oberliga - sondern die Neulinge aus Bergedorf bestimmten das Spielgeschehen. Die Hintermannschaft der Gäste hatte Schwerstarbeit zu verrichten, die jedoch in der 38. Minute erfolglos blieb.
Neuzugang Ernie Jordan setzte das Leder an die Querlatte, Günter Emsen war zur Stelle und brachte die Elstern unter dem Jubel von 12 000 Zuschauern in Führung.
Minuten später konnte St. Pauli einen Foulelfmeter nicht verwandeln - Otmar Sommerfeld setzte den Ball an den Pfosten.
In Durchgang zwei das gleiche Bild : Herrmann Hansen in Hochform zwang Harry Wunstorf im Tor der Gäste zu Glanzparaden.
Ein umstrittener Handelfmeter wurde von Wolfgang Herder in einem Akt ausgleichender Gerechtigkeit ebenfalls verschossen ( Vorsatz lag natürlich nicht vor ! ).

Alle Bemühungen der Elstern wurden in der 87. Minute vom Erfolg gekrönt - Gerd Voß brachte mit einem Kopfball die Bergedorfer mit 2 : 0 in Führung und stellte so den Endstand her.
Harry Wunstorf im Tor der Gäste war der beste Spieler seiner Mannschaft und bewahrte seine Elf vor einer höheren Niedrlage.
Die Elstern feierten einen grandiosen Einstand in der Oberliga und die 12000 Besucher konnten sich zufrieden auf den Heimweg machen. Die Elstern waren für einen Tag Tabellenführer.

Bergedorf 85 bös zerzaust
So überschrieb das Hamburger Abendblatt den Bericht über die Partie der Elstern bei Hannover 96.
Das Gastspiel der Elstern beim Deutschen Meister von 1954 nahm kein gutes Ende für die Bergedorfer Mannschaft.
In der 5. Minute gingen die Hannoveraner in Führung als ein Bergedorfer Verteidiger überlaufen wurde. Bis zum Pausenpfiff konnten die Elstern noch gut mithalten, denn kompakte Abwehrarbeit und konstruktives Angriffsspiel prägten den Auftritt der Bergedorfer Mannschaft.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff brach das Unheil über die Elstern herein .Die Hannoveraner Tkotz und Gawletta erhöhten bis zur 50. Minute auf 3 : 0. Damit war der Widerstand gebrochen. Die Mannschaft konnte das hohe Tempo nicht mehr mitgehen und musste in der 60. und 68. Minute zwei weitere Treffer hinnehmen.
Mit zwei Minuspunkten und fünf Gegentoren im Gepäck traten die Elstern die Heimreise an.
Der Alltag hatte die Elstern eingeholt.

Werder Bremen wurde von den Elstern überrannt.
Werder - Trainer "Schorsch" Knöpfle machte seinem Ärger über die Darbietung seiner Schützlinge laurstark Luft und wurde vom Schiedsrichter hinter die Barriere verbannt.
Zehntausend Zuschauer waren nämlich Zeuge, wie die favorisierten Bremer von den Elstern auseinandergenommen wurden.
37. Minute Ernie Jordan 1 : 0, 40. Minute Gerd Voß mit einem Kopfball zum 2 : 0; unmittelbar danach 3 : 0 durch Wolfgang Herder
Dieses Resultat nahmen die Mannschaften mit in die Kabine. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff verwandelte Herder einen Handelfmeter zum 4 : 0 für die 85 er.
Zwei Treffer von Willi Schröder trugen aus Sicht der Bremer zu einer Ergebniskorrektur bei, aber drei Minuten vor dem Abpfiff erhöhte Walter Krüger das Ergebnis auf 5 : 2 für Bergedorf 85.

Die Elstern waren über die gesamten neunzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft und siegten auch in dieser Höhe verdient.Die Bremer blieben in allen Belangen hinter den eigenen Ansprüchen zurück !

Kein Oberliganiveau in Neumünster
Siebentausend Zuschauer gingen enttäuscht nach Hause denn beide Mannschaften zeigten nicht die erwarteten Leistungen.
Der heimische VfR ging in der 27. Minute in Führung, musste aber in der 42. Spielminute durch Jordan den Ausgleich hinnehmen.
In der 85. Minute stellten die Hausherrn mit ihrem zweiten Treffer den Sieg sicher. Günter Emsen wurde in der verschossen ( Vorsatz lag natürlich nicht vor ! ).
37. Minute Ernie Jordan 1 : 0, 40. Minute Gerd Voß mit einem Kopfball zum 2 : 0; unmittelbar danach 3 : 0 durch Wolfgang Herder.
Herder einen Handelfmeter zum 4 : 0 für die 85 er.
vor dem Abpfiff erhöhte Walter Krüger das Ergebnis auf 5 : 2 für Bergedorf 85.
Schlussphase der Partie des Feldes verwiesen.
Der VfR Neumünster gewann dieses Spiel mit 2 : 1.

Punktgewinn in Osnabrück
Nur dreitausend Zuschauer an der Bremer Brücke in Osnabrück.
Diese Besucherzahl deutet an, dass der VfL bei den heimischen Fans an Kredit eingebüßt hat.. Diese Einschätzung wird durch den Spielverlauf erhärtet, denn die offensiv eingestellten Elstern konnten die Führung des VfL durch Gert Voß in der 17. Minute ausgleichen. Theo Schönhöft - Nationalstürmer in Diensten des VfL - konnte seine Mannschaft in der 23. Minute erneut in Führung bringen. Die anhaltenden Offensivbemühungen der Bergedorfer Mannschaft hatten in der 68. Minute Erfolg, Gerd Voß gelang mit seinem zweiten Treffer der verdiente Ausgleich.
"Walli" Künn erlitt während des Spieles einen Zusammenbruch der eine Einlieferung ins Krankenhaus erforderlich machte. Die Begegnung in Osnabrück war sein letztes Spiel für die Elstern.
Die Elstern haben eine gute Partie abgeliefert und erneut den Beweis angetreten, dass sie auch auf Rasen einen ansehnlichen und erfolgreichen Fussball spielen können.

Braunschweiger Löwen im Billtalstadion gezähmt
Nach fünf Spieltagen 5 : 5 Punkte bei einem Torverhältnis von 10 : 11 - Tabellenplatz acht, das ist für einen Klassenneuling eine sehr gute Bilanz.
Nun aber stand der Besuch des Tabellendritten Eintracht Braunschweig vor der Tür.
Das letzte Gastspiel der Eintracht lag fünf Jahre zurück, in einem ( zu diesem Zeitpunkt ) unbedeutenden Aufstiegsspiel zur Oberliga siegten die Elstern mit 2 : 0. Sollte dies ei gutes Omen sein ??
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, fanden sich zwölftausend Besucher im Billtalstadion ein.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, in der 10. Minute verwandelte Ernie Jordan ein Zuspiel von Gerd Voß mit dem Kopf ( Kopfarbeit im besten Sinne ! ) zum vielumjubelten 1 : 0 für Bergedorf 85.
Die Elstern zeigten eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung ohne einen schwachen Punkt.
In der zweiten Halbzeit gestalteten dei Gäste das Spiel überlegen, ohne jedoch die Elstern in ernste Gefahr zu bringen. Letzte Zweifel am Spielausgang beseitigte "Wiederholungstäter" Ernie Jordan mit dem 2 : 0 in der 78. Minute.
Die Elstern gingen als gefeierte Sieger vom Platz während die Eintracht die zweite Saisonniederlage quittieren musste.

Erster Ausswärtssieg in Lübeck 
In einem überraschend guten Spiel waren Herrmann Hansen, Ernie Jordan sowie Kurt Röwe die besten Akteure in der Bergedorfer Mannschaft.
Neuntausend Zuschauer, davon etwa zweitausend aus Bergedorf - umsäumten den Platz an der Travemünder Allee und erlebten zunächst die Führung des LBV Phönix durch Reinhold Ertel in der 65. Minute. Die hinterließ bei den Elstern aber keinen nennenswerten Eindruck, sie verschärften das Tempo und schossen zehn Minuten später den Ausgleich.Schütze des Ausgleichstores war Altmeister Herrmann Hansen.
Der Sekundenzeiger machte zwei weitere Umdrehungen, dann spielte Jordan den mitgelaufenen Gerd Voß an,der verwandelte das Zuspiel zum 2 : 1 Siegtreffer.
Die mitgereisten Zuschauer und die Mannschaft freuten sich über den ersten Auswärtssieg der Elstern in der Oberliga Nord.

Mühsamer Sieg über Eintracht Nordhorn
Ein Spiel wie das Wetter!
Die Gäste von der Holländischen Grenze konnten die Elstern kaum in Verlegenheit bringen. Nach dem Seitenwechsel ein anderes Bild: die Eintracht erzielte in der 55. Minute den Ausgleich. Die Gäste setzten die Elstern unter Druck und übernahmen das Kommando auf dem Platz, doch alle weiteren Bemühungen blieben erfolglos.
Nach einem Zweikampf im Nordhorner Straufraum zwischen Voß und seinem Gegenspieler rollte der Ball Karl Heinz Pörschke vor die Füße. Dieser fackelte nicht lange und schob das Leder in das Nordhorner Gehäuse zum mit dem Kopf ( Kopfarbeit im besten Sinne ! ) zum vielumjubelten 1 : 0 für Bergedorf 85.
Die erste Spielhälfte ging ganz eindeutig an die Elstern, so war es nur folgerichtig, daß Ernie Jordan ( schon wieder Ernie Jordan ! ) in der 18. Minute seine Mannschaft in Führung brachte.
2 : 1 Endstand für die Elstern.
Die nur mittelmäßige Partie wurde von fünftausend Besuchern beobachtet.

Duell der Vizemeister - der HSV zu Gast im Billtalstadion
Der Deutsche Vizemeister der Amateure als Gastgeber für den deutschen Vizemeister der Vertragsspieler ( 0 : 3 im Endspiel gegen Schalke 04 ). Ein fussballerisches Hochamt, ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.
Siebenundzwanzigtausend Besucher strömten ins Billtalstadion, um diesem sportlichen Großereignis beizuwohnen.
Nie kamen mehr Zuschauer ins Stadion - ein Zuschauerrekord für die Ewigkeit, nie gab es eine höhere Einnahme bei einem Fußballspiel in Bergedorf. Das von vielen im Vorfeld dieser Partie befürchtete Verkehrschaos in und um Bergedorf ist ausgeblieben.
Es war ein ganz großes Spiel und in der 17. Minute kannte der Jubel keine Grenzen - Erwin Ihde hatte die Elstern in Führung geschossen - Der Torjubel drang bis in das benachbarte Reinbek. Die Freude war nur von kurzer Dauer, zwei Minuten nach dem Führungstreffer gelang dem Favoriten der Ausgleich : Torhüter Kokartis konnte einen scharf geschossenen Ball nicht festhalten, der HSVer Reuter war zur Srelle und schob den Ball in den Bergedorder Kasten. Nicht genug damit - nach weiteren zwei Minuten setzte sich das legendäre Duo Uwe Seeler / Klaus Stürmer gegen die Hintermannschaft der Elstern durch, der Ball wurde in den Strafraum geflankt, hier war Stürmer zur Stelle und erzielte mit einem wunderbaren Hechtkopfball ( und das auf Grandbelag ! ) das 2 : 1 für den HSV.
Wer nun gedacht hatte, die Elstern würden die Flügel hängen lassen, sah sich gründlich getäuscht, vielmehr entwickelte sich ein intensives Fussballspiel. Mit zunehmender Spieldauer mussten die Bergedorfer aber der spielerischen Überlegenheit des HSV Tribut zollen.
In den letzten zehm Minuten erhöhte der HSV das Ergebnis durch Tore von Reuter und Seeler auf 4 : 1
Dieses Spiel war eine Werbung für den Fussballsport und ist den Zuschauern im Gedächtnis haften geblieben.
Die Bergedorfer Mannschaft musste sich an diesem Tag einem besseren Gegner beugen.

Wiedersehen mit alten Bekannten
Der zehnte Spieltag der Oberliga Nord führte zwei alte Bekannte aus Amateurligazeiten zum Punktspiel im Wandsbeker Mariental zusammen. Die Elstern also zu Gast beim SC Concordia. Das Zuschauerinteresse war enorm - elftausend Besucher, davon ein Drittel aus Bergedorf, wollten das Spiel sehen.
Gerd Voß und Ernie Jordan waren bei der Hintermannschaft des SC Concordia in guten Händen, ebensowenig konnte Erwin Ihde und Hermann Hansen Akzente setzen
So blieb es beim 1 : 0 des SC Concordia, welches deren Mittelstürmer Rathmann in der 67. Minute erzeilte Nach zehn Spieltagen belegten die Elstern mit 11 : 9 Punkten und einem Torherhältnis von17 : 19 einen ganz ausgezeichneten 6. Tabellenplatz !

Routinesieg der Elstern
Mitaufsteiger VfV Hildesheim erweckte das Interesse von sehstausend Bergedorfern. Diese sahen ein eher durchschnittliches Oberligaspiel. Die Elstern traten in der Besetzung des HSV - Spiels anund gingen in der 6. Minute durch einen Treffer von Ihde in Führung. Die Angriffsbemühungen der Hildesheimer konnten die Abwehr der Bergedorfer nicht in Verlegenheit bringen, vielmehr gelang Ernie Jordan in der 68. Minute der zweite Treffer für Bergedorf 85. Das 2 : 0 hatte bis zum Schlusspfiff Bestand.

Sturmflaute in Bremerhaven
Dieser Titel gibt keine Auskunft über das Wetter an der Weser, sondern beschreibt die Angriffsbemühungen der Bergedorfer Mannschaft.
Nur Voß und Röwwe erreichten Normalform, Wolfgang Herder, diesmal im Sturm aufgeboten, konnte dem Angriff keine Impulse vermitteln. Nach zehn Minuten ging Bremerhaven 93 in Führung, dem ließ Gerd Voß nach
fünfundzwanzig Minuten das 1 : 1 folgen. Zwei Minuten später gingen die 93er erneut in Führung. Die Entscheidung fiel in der 70. Minute als den Platzherrn der dritte Treffer und somitn das 3 : 1 gelang.
Mit einem Punktezuwachs von zwei Zählern ging die Bremerhavener als Sieger vom Platz.

Blitzstart in Bahrenfeld
Selten konnte sich ein Aufsteiger soviel Achtung durch gute Leistungen erwerben wie die Bergedorfer Elstern.
Stürmer zur Stelle und erzielte mit einem wunderbaren Hechtkopfball ( und das auf Grandbelag ! ) das 2 : 1 für Dieser Eindruck verdichtete sich bereits nach fünf Minuten, als Herrmann Hansen und Ernie Jordan eine 2 : 0 Führung erzielten. Noch vor dem Pausenpfiff erhöhte Kurt Röwe auf 3 : 0. Den Altonaern gelang es nicht, das Spielergebnis in ihrem Sinne abzumildern. Die Elstern waren in allen Belangen die bessere Mannschaft und konnten überzeugend nachweisen, dass sie auch auf Rasenfläche einen gepflegten Ball spielen können.

Spontanes Lob vom Gegenspieler
Diese Ehre wurde dem Hamburger Mittelstürmer Jordan im Städtespiel Hamburg - Berlin zuteil. Doch der Reihe nach.
Auf eine lange Tradition blickt das Spiel der Auswahlmannschaften von Hamburg und Berlin zurück. Erstmals ausgetragen am 4.6.1899 fanden insgesamt 63 Begegnungen dieser Art statt. Bis zu fünfzigtausend Zuschauer zogen diese Spiele in ihren Bann.
Im Laufe der Saison 1958 / 59 machte Oberliganeuling Bergedorf 85 durch herausragende Leisteungen auf sich aufmerksam. Besonders zwei Spieler rückte in den Blickpunkt - Torwart Heinrich Kokartis und Stürmer Ernst Jordan.
Auf intensives Drängen einer großen Hamburger Tageszeitung wurde für das Auswahlspiel am 16.11.58 die Mannschaftsaufstellung durch Leserumfrage ermittelt. Neben neun Spielern des HSV wurden vom Aufsteiger Kokartis und Jordan in die Auswahlmannschaft berufen.
Vor dreiundzwanzigtausend Zuschauern siegten die "Mandatsträger" aus der Hansestadt in einem hochklassigenSpiel mit 2 : 0, hervorzuheben war die sportliche Haltung und Fairnes aller Akteure auf dem Platz. Das 1 : 0 für Hamburg resultierte aus einer Kombinationn zwischen Reuter und Jordan, welche der Bergedorfer mi einem bildschönen Kopfballtor abschloß.Ein wunderschönes Tor in Vorbereitung und Vollendung.
Mittelläufer Schüler ( Hertha BSC ) hat unmittelbar nach diesem Tor seinem Gegenspieler Jordan noch auf dem Platz gratuliert.
Das 2 : 0 für die Hamburger Auswahl erzirlte Gert Dörfel Sekunden vor dem Schlusspfiff.

Kieler Störche treffen Elstern
Ein begeisterndes Fussballspiel liefertn sich die Kontrahenten Bergedorf 85 und der KSV Holstein aus Kiel im Bergedorfer Billtalstadion. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften wurde von zehntausend Besuchern verfolgt.
Diese wurden zunächst Zeugen der 1 : 0 Führung der Kieler Störche nach fünf Minuten Spieldauer. Die Elstern liessen sich von dem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und setzten die Gäste weiter unter Druck. In der 35. Minute war es dann soweit: Karl Heinz Pörschke - der seine Form wiedergefunden hatte - glich die Führung aus. Kaum hatten die Kieler nach dem Ausgleich den Anstoß ausgeführt, lag der Ball erneut in ihrem Tor, Hansen verwandelte einen Flankenball mit dem Kopf zum 2 : 1 für die Hausherrn.
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte: mit einem Tor für die Elstern. Ein von Pörschke sauber getretener Eckball beförderte Ernie Jordan in das Storchennest - 3 : 1 !
Nach dem 2 : 3 kam für die Kieler nochmals Hoffnung auf, aber in der 86. Minute stellte Jordan den alten Abstand wieder her.
Die Zuschauer waren Zeuge eines hochklassigen Fussballspieles, welches in den Elstern einen verdienten 2 : 1 Sieger hatte.

Ende einer tollen Hinrunde
Zum Ende der Hinrunde stellte sich die Mannschaft des VfL Wolfsburg im Billtalstadion vor.
Die Gäste aus der Stadt des Käfers zeigten hohe Spielkultur, ließen aber im Sturm jegliche Durchschlagskraftvermissen
Anders die Mannschaft von Trainer Heinz Werner, die mit schnellen, schnörkellosen Angriffen den VfL ein ums andere Mal in Schwierigkeiten brachte. Bereits nach sieben Minuten brachte Herrmann Hansen seine Mannschaft mit 2 : 0 in Front, letzte Zweifel am Spielausgang beseitigte Jordan mit seinem Kopfballtor zum 3 : 0 in der 50.Minute.
Auch ein Tor der "Wölfe" konnte dem Spiel keine Wendung mehr geben, Herrmann Hansen war es, der mit dem 4 : 1 in der Schlußminute den Endstand besorgte.
Am Ende der Hinrunde standen die Elstern mit 19 : 11 Punkten bei einem Torverhältnis von 31 : 25 auf einem nie für möglich gehaltenen dritten Tabellenplatz.
Erfrischender, technisch guter Offensivfussball wurden zum Markenzeichen für die Mannschaft vomASV Bergedorf 85.

Elstern lassen Federn in Kiel
Nach einer dreiwöchigen Pause wurde am 4.1.1959 der Spielbetrieb in der Oberliga Nord fortgesetzt.
Für die Bergedorfer stand die Partie bei Holstein auf dem Spielplan.
Im Vergleich zum Hinspiel vier Wochen zuvor waren die Elstern nicht wiederzuerkennen. Obwohl die Kieler sechs Stammspieler ersetzen mussten, liessen sie die Elstern nicht ins Spiel kommen. Die Sturmreihe spielte komplett unter Form. So war es nur folgerichtig, dass die Kieler durch Tore in der 25. und 85. Minute mit einem 2 : 0 Sieg die Punkte an der Förde behielten.
In der Kieler Abwehr wirkte erstmals der Amateur Heinz W e i ß l e d e r mit.

Glücklicher Sieg gegen Bremerhaven 93
Ein Wintertag sorgte für schneebedeckten Boden im Billtalstadion, sodass der Stadionsprecher die Zuschauer bat, den Schnee auf der Spielfläche festzutreten.
Auf diesem Belag entwickelte sich ein sehr ansehnliches Fussballspiel, in dem sich die Gäste als ungemein spielstark erwiesen.
Als der Schiedsrichter ein Handspiel von Gerd Voß im eigenem Strafraum nicht sah, hatte sich die siebentausend Besucher schon mit einem torlosen Unentschieden abgefunden, bis den unglücklichen Gästen in der 78. Minute ein Eigento zum 1 : 0 für die Elstern unterlief.
Ein Unentschieden wäre ein gerechter Spielausgang gewesen.
Mit diesem Ergebnis behaupteten die Elstern hinter dem HSV und Werder Bremen den dritten Tabellenplatz.

85 in Wolfsburg ohne Chance
Nur wenige Spieler - Schmidt, Emsen, Voß und Röwe erreichten Normalform. Dies reichte nicht, um dem heimischen VfL Paroli bieten zu können.
Der 2 : 0 Führung des VfL konnte Herrmann Hansen kurzzeitig das 1 : 2 entgegensetzen, doch kurz danach wurde der alte Abstand wiederhergestellt. Kurt Röwe gelang erneut eine Korrektur, doch wieder trafen die Wolfsburger das Tor der Elstern und schraubten das Spielergebnis auf 4 : 2 für den VfL. Mit diesem Resultat ging det VfL Wolfsburg als Sieger vom Platz,l

Spannendes Spiel gegen VfR Neumünster
Die Kontrahenten lieferten sich ein abwechslungsreiches Spiel, in dem Wolgang Herder schon in der 5. Minute die Elstern in Führung brachte.
Obwohl der VfR mit mehrfachem Ersatz nach Bergedorf anreiste, gelang es ihnen, mit druckvollem Sturmspiel, die Bergedorfer immer wieder vor Problme zu stellen. In der 38. Minute war es dann soweit : der VfR erzielte den Ausgleich. Angriffsfussball und Chanchen auf beiden Seiten sorgten für Spannung auf den Rängen, das Ergebnis von 1 : 1 hatte bis zum Spielende Bestand.
Das Verhalten einiger undiszipliniertr Fanatiker sorgte für negative Begleiterscheinunge - solch Verhalten gehört auf keinen Sportplatz

Schnelle Tore gegen Bergedorf 85
Viertausend Bergedorfer Fussballfreunde und etwa neuntausend Anhänger des FC St. Pauli füllten die Ränge am Millerntor als die Mannschaft aus dem Osten Hamburgs zum Punktspiel beim Lokalrivalen FC St. Pauli anzutretenhatte.
Mit beeindruckenden Leistungen hatten sich die Bergedorfer im oberen Drittel der Tabelle angesiedelt.
Diese Mannschaft, vorwiegend bestehend aus den Spielern, die in der Hamburger Amateurliga den Titel errangen, hatte sich in Norddeutschland viele Sympathien erworben und galt als Bereicherung für die Oberliga Nord.
Sechs Aufstiegsspiele und danach noch drei Partien um die Deutsche Amateurmeisterschaft haben die Sommerpause deutlich verkürzt. Dass dann irgendwann ein Kräfteverschleiss eintritt, ist nur zu verständlich, um so erstaunlicher, zu welchen Leistungen diese Mannschaft noch imstande war.
Der FC St. Pauli war in diesem Duell die eindeutig bessere Mannschaft und hatte nach zwölf Minuten die Partie für sich entschieden, denn kaum waren die Elstern auf dem Platz, stand es schon 3 : 0 für die Platzbesitzer.
Nach zwanzig Minuten gaben die Elstern ein Lebenszeichen von sich: Herrmann Hansen verkürzte auf 1 : 3; doch unmittelbar nach Wiederbeginn stellten die Paulianer den alten Abstand wieder her. Der rustikale Umgang, den Wolfgang Herder und Otmar Sommerfeld miteinander pflegten wurde von Schiedsrichter Schulenburg durch ernste
Worte an die Spieler unterbunden.
Für die Elstern war an diesem Tag am Millerntor nichts zu holen, der FC St. Pauli gimg als verdienter Sieger vom Platz.

Bergedorf ohne Sturm.
So titelte das Hamburger Abendblatt über das Duell der Neulinge in Hildesheim. In dieser Begegnung siegten die Hildesheimer durch ein Tor in der 10. Minute verdient mit 1 : 0:
Nur Herder, Jordan und Kokartis zeigten bei 85 Normalform.. Das Ergebnis hätte für den VfV auch höher ausfallen können.

Hausmannskost im Billtal.
Biedere Kost wurde sechstausend Besuchern bei der Begegnung zwischen Bergedorf 85 und dem VfL Osnabrück serviert.
Der Sturm der Elstern zeigte nicht die Effektivität, die man von vielen vorangegangenen Spielen gewohnt war, der Sturm des VfL erging sich in vielen umständlichen Aktionen sodass das Tor der Elstern nicht ernsthaft in Gefahr geriet.
In der 43. Minute hatte Wolfgang Herder von diesem Treiben die Nase vol, er lief mit dem Ball in die grgnerische Spielhälfte und spielte Ernie Jordan an. Dieser von Erwun Ihde weitergeleitete Bal landete bei Röwe, der den Ball dann im Tor der Osnabrücker plazierte. Das 1 : 0 nahmen die Elstern mit in die Kabine In der 68. Minute ergriff Ihde erneut die initiative, setzte sic gegen drei Abwehrspieler durch und erzielte das 2 : 0 für Bergedorf 85.
Beiden Bergedorfer Treffern lagen Einzelaktionen zugrunde.
Alle Bemühungen des VfL blieben erfolgios, eine leichte Feldüberlegenheit konnte nicht in Tore umgemünzt werden. So mussten die Gäste mit einer 0 : 2 Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.

Abwehrschlacht bei Werder Bremen
Ein Eckenverhältnis von 20 : 2 gibt Auskunft über die Spielanteile in der Partie des SV Werder gegen Bergedorf 85.
Doch lediglich Willi Schröder konnte in der 10. Minute das Leder im Tor von Heinrich Kokartis unterbringen.
Die Elstern versuchte vergeblich ihr Glück mit schnellen, raumgreifrnden Angriffen, bezwangen aber nicht den Bremen Torhüter.
Auch Wolfgang Herder blieb glücklos, in der 50. Minute konnte der schnauzbärtige Torhüter Dragomir Ilic seinen Strafstoß abwehren. So siegten die Bremer 1 : 0 über die Bergedorfer Elstern und nahmen erfolgreich für die 2 : 5 Niederlage aus dem Hinspiel Revanche.
Nach nunmehr 23 Spieltagen belegten die Elstern mit 24 : 22 Punkten den sechsten Tabellenplatz – eine großartige Zwischenbilanz!

Punkteteilung im Billtalstadion
Ohne Jordan, Emsen und Ihde, dafür mit dem Amateur Jürgen "Jimmy" Brandt im Sturm traten die Bergedorfer gegen den LBV Phönix aus Lübeck an.
Eine vorzügliche Abwehrleistung der Gäste ließ den Sturm der Elstern nicht zur Entfaltung kommen. Gerd Voß und Karl Heinz Pörschke waren in der Bergedorfer Mannschaft die herausragenden Spieler.
Das torlose Unentschieden der besseren Art wurde von zehntausend Besuchern gesehen.

Verdienter Sieg der Altonaer in Bergedorf
Zehntausend Besucher zogen den Besuch des Spieles der Elstern gegen den alten Rivalen Altona 93 der heimischen Kaffeetafel vor.
Der Bergedorfer Sturm - ohne Jordan und Pörschke - konnte sich gegen die überlegenen Altonaer nicht in Szene setzen. 10 : 1 Eckbälle und eine Vielzahl von Torgelegenheiten für den AFC fanden in der 80. Minute ihren Niederschlag durch das 1 : 0 für die Gäste.
Füt die ruppige Gangart seiner Mitspieler hatte sich der Mannschaftskapitän der Altonaer - Werner Erb - bei denElsternspieler entschuldigt.

Meisterfeier am Rothenbaum
Mit zehn Punkten Vorsprung vor Werder Bremen ging der HSV in den 26. Spieltag. Gast am Rothenbaum waren die Elsetrn aus Bergedorf. Mit einem Sieg über eben diesen Gegner hätte man die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen können.
Schon in der ersten Minute ging der HSV durch Klaus Stürmer in Führung. Als Uwe Seeler in der 40. Minute nur durch ein Foulspiel vom Ball getrennt werden konnte, war es erneut Stürmer, der den Treffer zum 2 : 0 erzielte.
Im zweiten Durchgang erhöhte der HSV den Druck auf das Bergedorfer Tor, konnte aber Sturmaktivitäten der Elstern nicht vollständig unterbinden.
In der Schlussphase brach jedoch das Unheil über die Elstern herein: im Fünfminutentakt erzielte der HSV vier weitere Tore: 3 : 0 in der 75. Minute, 4 : 0 in der 80. Minute, beide Male durch Gerd Krug, Uwe Seeler blieb es vorbehalten, in der 85. Minute und unmittelbar vorb dem Abpfiff mit zwei weiteren Toren den 6 : 0 Endstand zu schiessen.
Der HSV bekam den Meisterpokal und die Elstern mussten mit sechs Gegentoren die Heimreise antreten.

Knappe Niederlage bei Eintracht Braunschweig
Die Braunschweiger Spieler hatte kaum den heimeischen Rasen betreten, da brachete Herrmann Hansen nach Zuspiel von Jordan die Elstern mit 1 : 0 in Führung
Die schnelle Bergedorfer Führung schockte die Braunschweiger nicht sonderlich, es dauerte aber trotzdem bis zur 50. Minute bis die Niedersachsen den Ausgleich erzielten, ein Schnitzer von Torhüter Kokartis führte dann zehn Minuten vor dem Ende zur 2 : 1 Führung der Btaunshweiger Eintracht.
Dem konnten die Elstern nichts mehr entgegensetzen und so behielt dieses Ergebnis bis zum Spielende Bestand.

SC Concordia verliert in Bergedorf
Das Duell der alten Bekannten zog sechstausend Neugierige ins heimische Stadion im Billtal. Diese sahen eine Begeghung ohne spielerische Glanzpunkte mit einer hohen Anzahl von Fouls. Die Partie konnte das Publikum nicht in Begeisterung versetzen. So war es denn ein perfekt von Wolfgang Herder ( in der Presse als "Trick – und Foulkönig von der Bille" bezeichnnet - eine Bezeichnung, die sich der Verfasser dieser Zeilen nicht zu Eigen macht ) getretener Freistoß, der Geza Maklary im Concordiator keine Chance ließ.. Mit diesem 1 : 0 endete diese Partie und bescherte den Elstern zwei weitere Pluspunkte.










Kein Sieg im letzten Heimspiel
Mit den Gästen aus Hannover hatten die Elstern noch ein Hühnchen zu rupfen, denn im Hinspiel kamen die 85er mit 0 : 5 unter die Räder. Das letzte Heimspiel der Saison wollten sechstausend Zuschauer miterleben. Sein Kommen brauchte niemand zu bereuen - beide Mannschaften boten eine gute Partie mit druckvollem Sturmspiel der Bergedorfer Truppe. Dem konnten die Gäste aus Niedersachsen Clevernes und Routine wirkungsvoll entgegensetzen, denn durch einen Flachschuss von Gawletta gelang den Gästen in der 21. Minute die 1 : 0 Pausenführung. Dies tat dem Sturmdrang der Elstern keinen Abbruch, aber in der 83. Minute fiel die Entscheidung
zugunsten der Hannoveraner : Mittelstürmer Schott ließ Kokartis keine Chance und erzielte das 2 : 0 für seine Farben..
Nach einem guten Spiel beider Mannschaften nahmen die 96 er die Punkte mit an die Leine.

Kehraus bei Eintracht Nordhorn 
Trübe Stimmung an der holländischen Grenze.
Für die Eintracht stand schon vor Spielbeginn der Abstieg fest und so kamen nur sechshundrt Unentwegte in das Nordhorner Stadion.
Diese sahen eine Eintracht, die sich mit einer bemerkenswert guten Leistung aus der Oberliga verabschiedete.
Hätte die Eintracht alle Spiele der Saison in dieser Weise bestritten wäre sie mit Sicherheit nicht abgestiegen.
Begleitet ins Amateurlager wird die Eintracht vom VfL Wolfsburg.
Die Mannschaft von Bergedorf 85 enttäuschte auf der ganzen Linie und ging zurecht als 1 : 2 Verlierer vom Platz

Mit einem Punktekonto von 27 : 33 Zählern und Tabellenplatz elf beendeten die Elstern ihre erste Saison in derOberliga Nord.
Insbesondere in der Hinrunde haben die Männer um Heinz Werner begeisternde Spiele gezeigt und sich viele Sympathien erworben. Berufungen in die Hamburger Auswahl sind überzeugender Beleg für das fussballerischeNiveau der Elstern.
Die Mannschaft des ASV Bergedorf 85 war eine Bereicherung für die norddeutsche Fussballandschaft.
Eine Mannschaft, die bia zum 26. Spieltag einen einstelligen Tabellenplatz belegt, verdient höchsteAnerkennung.
Immerhin sind von den bis dato dreiundzwanzig Aufsteigern neun nachdem ersten Oberligajahr wiederabgestiegen.
Für die Zuschauer war jeder Spieltag ein Festtag und es war beeindruckend, die langen Fußgängerschlangenauf dem Weg ins Stadion zu sehen.
Während der Woche fieberte man dem Spieltag entgegen und konnte den Anpfiff kaum erwarten. Wo immerman Freunde, Kollegen oder Mitschüler traf - die Elstern waren immer Grsprächsthema Nr. 1 Kontrovers, aber immer mit Respekt vor der Leistung der zweiundzwanzig Spieler.
Wann hat es das schon gegeben, dass ein Mannschaftskapitän sich für den Auftritt seiner Spieler entschuldigt,wann wurde vom Gegenspieler für eine gute Leistung eine Gratulation dargebracht ?
Vielleicht Ausnahmefälle.
Am Ende dieser Notiz befindet sich die Ergebnisliste aller Elsternspiele, ebenso eine verdichtete Darstellung derLokalderbies. Auch hier wird erkennbar, dass die Elstern sich in der Oberliga in guter Gesellschaft befinden.

Meister der Oberliga Nord wurde der HSV mit zehn Punkten Vorsprung vor Werder Bremen. Den Weg ins Amateurlager treten Eintracht Nordhorn und Tabellenschlusslicht VfL Wolfsburg an.























Fotos/ Zeitungsausschnitte: Hamburger Abendblatt (Archiv)
Text und Statistik: Hans-Martin Lippold

Kommentare:

  1. Inhaltlich ist der Bericht von Hans-Martin Lippold fast ausnahmslos richtig und auch der Wertung in den Spielanalyse zutreffend. Aber die Form, der Satz in der hier gedruckten Weise ist fehlerhaft und wenig sorgfältig. Da müsst ihr noch mal ran und korrigieren. meint Friedrich.

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  2. Vielen Dank für das Feedback !!!
    Sollten wir an einem zweiten Band der Chronologie uns herantrauen, werden wir uns bemühen durch intensives Korrekturlesen die Fehler zu minimieren. Verbesserungsvorschläge gerne auch per E-Mail an 85live@web.de

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