Montag, 5. August 2019

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1984 / 85 (von Hans-Martin Lippold)


Die Verbandsliga hat im Vergleich zur Saison 83 / 84 ihr Gesicht verändert. Dem Hummelsbüttler SV und Altona 93 gelang der Sprung in die Amateuroberliga und da die drei Regelabsteiger SV Börnsen, SC Condor und der Harburger TB sich in Richtung Landesliga verabschiedeten wurde Platz für fünf Aufsteiger frei. Folgende Mannschaften nahmen die freien Plätze ein: aus der Hansastaffel der TSV DuWo 08 und der SC Norderstedt sowie aus der Hammoniastaffel Blau Weiß 96 Schenefeld und die beiden Blankeneser Mannschaften FTSV Komet und die Spielvereinigung. Über die sportliche Vergangenheit dieser Vereine wird berichtet.

Vorstellung der Aufsteiger
Auf eine lange sportliche Vergangenheit in der Hamburger Eliteliga blickt der TSV DuWo 08 zurück. Der erste Aufenthalt in der damaligen 2. Liga geht auf die Spielzeit 1956 / 57 zurück. Nach dem Abstieg am Ende der Saison 56 / 57 dauerte es bis zum Jahr 1968 ehe der Aufstieg in die nun drittklassige höchste Spielklasse der Hansestadt gelang. In dieser Klasse spielte DuWo fünfzehn Jahre, nach dem Abstieg erfolgte der sofortige Wiederaufstieg am Ende der Saison 83 / 84. Der TSV DuWo 08 ist der dienstälteste Konkurrent der Elstern in der Hamburger Verbandsliga.

Die Gründung des 1 SC Norderstedt steht in einem engen zeitlichem Zusammenhang mit der Gründung der Stadt Norderstedt. Die zum Kreis Pinneberg gehörenden Gemeinden Garstedt und Friedrichsgabe schlossen sich mit den zum Kreis Stormarn zählenden Gemeinden Harksheide und Glashütte am 1.1.70 zur Stadt Norderstedt zusammen. Norderstedt wurde in den Kreis Segeberg eingegliedert. Als dann die klassenhöchste Fußballmannschaft aus den Teilgemeinden – Eintracht Garstedt, Zwölfter in der Hammoniastaffel - zum SC Norderstedt übertrat, konnte der SC Norderstedt mit Beginn der Saison 72 / 73 am Spielbetrieb der Hammoniastaffel teilnehmen. Nach fünf Jahren in der Hammonia / Hansastaffel schloss der 1. SCN die Saison als Tabellenerster ab und und verbrachte die beiden folgenden Spielzeiten in der viertklassigen Landesliga, dem Hamburger Oberhaus. Mit Ablauf der Saison 78 / 79 mußte der SCN diese Spielklasse wieder verlassen und verbrachte die nächsten fünf Spielzeiten in der fünftklassigen Hansastaffel. Mit dem zweiten Tabellenplatz in der Hansastaffel gelang am Ende der Saison 83 / 84 der Wiederaufstieg in die Hamburger Verbandsliga.

1907 als FT Blankenese gegründet entstand 1912 eine Fußballabteilung. Eine Fusion mit dem SV Komet 09 führte zur Bildung der FREIEN TURN – UND SPORTVEREINIGUNG „KOMET“ Blankenese. Die Arbeitersportbewegung, der auch KOMET angehörte, wurde 1933 verboten und das Vereinsvermögen eingezogen. Als 1945 der organisierte Spielbetrieb in der Hansestadt wieder aufgenommen wurde war KOMET in der zweiten Liga, dem Hamburger Oberhaus mit dabei und hielt diesen Level bis 1947. Daran anschließend folgten drei Spielzeiten in Liga drei und endeten 1950 mit dem Abstieg in untere Ligen - bis 1976 ging es bis in die 7. Liga abwärts. Eine Phase der Konsolidierung endete 1977 mit dem Aufstieg in Liga 6 und im Jahr 1978 in die fünfte Liga. Nach fünf Jahren in der Hansastaffel ( 5. Liga ) gelang der Sprung in die Hamburger Verbandsliga.

Die Spvgg. Blankenese wurde zunächst als Blankeneser FC v. 1903 am 1. Oktober des genannten Jahres gegründet, bald danach erfolgte ein Zusammenschluß mit dem Blankeneser MTV. Eine Abspaltung vom MTV und Neugründung als Spvgg. erfolgte 1904. 1933 wechselten etliche Fußballspieler vom zwangsaufgelösten FTSV KOMET zur Spvgg. Blankenese. Später kam es zur Einrichtung der Kriegssportgemeinschaft Blankenese – Wedel. Die Spvgg. blickt auf achtzehn Jahre in der Hamburger Eliteliga zurück. Nach zwei Spielzeiten im einst zweigeteilten ( in der Saison 46 / 47 sogar dreigeteilt ) Hamburger Oberhaus wurde die Qualifikation für die eingleisige Liga verpasst, diese erfolgte ein Jahr später. Zum Ende der Saison erfolgte der Abstieg in die 3. Liga, damals die Bezirksklasse Hamburg. Mit der Saison 63 / 64 kam der Wiederaufstieg in die Landesliga Hamburg, oberste Spielklasse der Hansestadt – inzwischen Liga drei geworden. Dem Abstieg im Jahr 1978 folgte der sechsjährige Aufenthalt in der Hammoniastaffel in der am Ende der Spielzeit 83 / 84 wurde der zweite Tabellenplatz verbunden mit dem Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg erreicht.

Nach Fusionen und Abspaltungen wurde aus dem 1896 gegründeten MTV 1896 Schenefeld im Jahr 1936 der TSV Schenefeld 1920. Nach dessen Zwangsauflösung 1933 entstand der FC Blau Weiß 1933 Schenefeld. 1936 ging aus der Fusion des MTV und dem FC Blau – Weiß der Verein TURA BLAU – WEISS 1986 IN SCHENEFELD UND OSDORF hervor. Weitere interne Umstrukturierungen führten dann zur jetzigen Vereinsbezeichnung Spvgg. 1896 Blau – Weiß Schenefeld – im nachfolgendem Text kurz BW 96 genannt. In der Nachkriegsorganisation des HFV taucht BW 96 erstmals 1946 in der B – Klasse, der untersten Spielklasse auf, 1948 führte der Weg von BW 96 für zwei Spielzeiten in die Germaniastaffel – gleichrangig mit Hansa / Hammoniastaffel. Abstiege in Ligen vier und fünf und Wiederaufstiege fanden 1971 ihr vorläufiges Ende in der damaligen Landesliga ( Level 3 ). Bis 1977 ging es wieder zurück bis in Liga sechs. Die Talfahrt fand 1982 ein Ende mit der Rückehr in die Hammoniastaffel in der 1984 der erste Tabellenplatz und somit der Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg erreicht wurde.

Es war dem Verfasser leider nicht möglich aus dem Archiv des HAB, der Hauptinformationsquelle, Hinweise über Spielerwanderungen, Kaderzusammenstellungen, Transferaktivitäten und Trainerzuordnungen zu entnehmen. Von einem Neuzugang kann trotzdem berichtet werden: Anläßlich eines Hallenturnieres von Vorwärts Billstedt wurde von Peter Rohrschneider der Spieler Dimitrios Panagiotidis für die Elstern entdeckt. Zunächst mit einem Stammplatz auf der Reservebank ausgestattet bekam er von Rohrschneiders Nachfolger Willy Kern die Gelegenheit, seine Qualitäten zu zeigen. Das tat er mit Nachdruck, wie in den folgenden Abschnitten vorgetragen wird. Einige andere Spielernamen tauchten in der Berichterstattung des HAB nicht mehr auf, es muß offen bleiben ob diese Spieler die Elstern verlassen haben oder vom Trainer nicht mehr berücksichtigt wurden. Gemeint sind hier Carsten Mertens, Andreas Roloff, Lutz Schönberner, Thomas Freitag, Frank Cybulski sowie Heiko Fetkenheuer. Über deren weiteren Werdegang kann an dieser Stelle nicht berichtet werden.

Die neue Spielzeit beginnt. Der Start in die 41. Saison der obersten Hamburger Spielklasse begann am zweiten Augustwochenende 1984. Aus dem näheren Heimatgebiet waren neben den Elstern der VfL Geesthacht und die TSV Reinbek am Start.

Niederlage zum Auftakt 
Als ersten Gegner der Saison 1984 / 85 durften die Elstern den VfL Pinneberg an den Sander Tannen begrüßen. Sechshundert Besucher – bester Besuch am ersten Spieltag – wollten sich die Begrüßung nicht entgehen lassen, aber die Besucher machten sich nach dem Abpfiff enttäuscht auf den Heimweg. Ein Treffer von Ellerbrock aus der 18. Minute sicherte dem VfL zum Auftakt der Punkterunde einen 1 : 0 – Auswärtssieg an den Sander Tannen. Den Nachbarn aus Hamburgs Osten erging es nicht besser: Reinbek kam in Quickborn mit 0 : 5 unter die Räder und der VfL Geesthacht unterlag in Wilhelmsburg mit 0 : 1.

Keine Wiedergutmachung
Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung ließen die Elstern ungenutzt verstreichen. Beim Aufsteiger Komet Blankenese gab es eine deutliche 0 : 4 – Niederlage. Der Schütze des 1 : 0 für Komet ( Puls in der 18. Minute ) erhöhte in der 53. Minute auf 2 : 0. Zwei weitere Tore in der Endphase ( Schütt in der 88. und 89. Minute ) machten das Debakel komplett, der Mitfavorit Bergedorf 85 fand sich auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Das erste Lebenszeichen 
Zum zweiten Heimspiel der noch jungen Saison empfingen die Elstern einen weiteren Aufsteiger, den SC Norderstedt. Gegen den Aufsteiger mußte ein Sieg her damit der letzte Platz verlassen werden kann. Dafür sorgten Dettmann in der 20. und Neuzugang Hassselfeld – kam vom SV Börnsen - in der 40. Minute. Mit diesem 2 : 0 Vorsprung ging es in die Halbzeitpause. Der Norderstedter Hennings sorgte mit seinem Anschlußtreffer für Hoffnung bei den Gästen, doch in der Schlußminute machte Jan Spingler mit dem 3 : 1 „den Sack zu“ Der erste Saisonsieg beförderte die Elstern vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz.

Erfolgloser Auftritt
Den „Rückenwind“aus dem siegreich gestaltetem Spiel gegen Norderstedt konnten die Elstern nicht mitnehmen. Durch ein Tor von Pape aus der 80. Minute unterlagen die Elstern bei den Amateuren des HSV mit 0 : 1 Toren. Mit 2 : 6 Punkten und 3:7 Toren blieb den Elstern der vorletzte Tabellenplatz erhalten. Die TSV Reinbek belegte den 4. Tabellenplatz, für den VfL Geesthacht standen 4 : 4 Punkte zu Buche, dies bedeutete Platz neun in der Tabelle. Mit jeweils 7:1 Punkten standen Quickborn, Urania und Meiendorf auf den drei ersten Plätzen.

Teilerfolg gegen DuWo 08
Die Zeiten, in denen DuWo den Elstern Schrecken einflößte, gehören der Vergangenheit an, die letzte Niederlage bereitete DuWo den Elstern in der Saison 77 / 78. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Das aktuelle Spiel kann dies nur bestätigen. In der 53.Minute brachte Schott ( DuWo ) seine Mannschaft in Führung und Erinnerungen an frühere Spiele kamen auf. Als dann noch Thomas Meyer mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert wurde schwanden alle Hoffnungen. Zwei Minuten vor dem Schlußpfiff änderte sich die Stimmungslage unter den vierhundert Besuchern – Jan Spingler überwand den DuWo – Torwart zum 1 : 1 – Ausgleich.

Auswärtserfolg im Derby 
Auch bei Spielen gegen Mannschaften aus der näheren Nachbarschaft ist höchste Wachsamkeit geboten, zu oft behielt der Gegner die Oberhand. Diesmal ließen sich die Elstern nicht überraschen und gingen mit einem 1 : 0 – Vorsprung beim VfL Geesthacht in die Halbzeitpause. Torschütze war in der 43. Minute Thomas Stoppel. Das Tor zum 2:0 – Sieg ging auf das Konto von Fred Keller. Ungeschlagen an der Tabellenspitze thronte die Mannschaft vom TuS Holstein Quickborn ( 10:2 Punkte ) gefolgt vom Meiendorfer SV und den Amateuren des HSV sowie der TSV Reinbek und dem SC Urania mit jeweils 8:4 Punkten.

Ein neuer Torjäger 
Spiele gegen Mannschaften aus der Nachbarschaft stehen bei den Fans hoch im Kurs, bringen die Gastmannschaften doch immer einige Schlachtenbummler mit. Das merkte der Kassierer auch an den Sander Tannen – gegen die TSV Reinbek säumten achthundert Besucher das Spielfeld. Den anwesenden Bergedorfer Besuchern wurde zunächst eine kalte Dusche serviert: Güclü brachte die Gäste in der 16. Minute in Führung. Deren Freude wurde fünf Minuten später getrübt, Dimitrios Panagiotidis glich die Reinbeker Führung aus. Den Halbzeitstand von 1 : 2 markierte der Reinbeker Eschenburg in der 37. Minute. Nach Wiederbeginn schlug die Stunde von Panagiotidis! Seine Tore in der 52. – 81. – und 89. Minute machten aus einem 1 : 2 – Rückstand einen 4 : 2 – Erfolg. Dieser Erfolg hatte Auswirkungen auf den Tabellenstand, mit 7:7 Punkten und 10:10 Toren war der ASV im Mittelfeld der Tabelle angekommen.

Die Elstern im Aufwind 
Konnten die Elstern die gute Form aus dem Reinbek – Spiel konservieren ? Das war die Frage vor dem Spiel gegen den SC Victoria. Die Mannschaft blieb die Antwort nicht schuldig . Tore von Thomas Stoppel (25.) und Mike Mumme (31.) stellten an der Hoheluft den 2 : 0 - Pausenstand her. Den Rest erledigte Jan Spingler – der Mann der späten Tore - mit seinem Treffer zum 3 : 0 für den ASV in der 88. Minute. Erstmals in dieser Saison verfügten die Elstern mit 9 :7 Zählern über ein positives Punktekonto und rückten den vorderen Tabellenplätzen wieder näher.

So geht Fußball 
Erneut stand den Elstern ein schweres Auswärtsspiel bevor. Ziel ihrer Dienstreise war die Sportanlage in Meiendorf. Hier erwiesen sich die Elstern als Publikumsmagnet und lockten mehr als neunhundert Besucher auf die Meiendorfer Spielstätte. Der MSV zeigte sich zunächst als die überlegene Mannschaft und ging bis zum Pausenpfiff durch Tore von Frische (11.) und ein Strafstoßtor von Hohn (44.) in Führung. Hätten die Meiendorfer ihre Chancen besser genutzt wäre die Führung noch höher ausgefallen. Ab der 70. Minute ließen die Kräfte der MSV – Mannschaft nach und als Trainer Willy Kern dann Marek Mackiewicz auf das Feld schickte, kippte die Partie. In der 83. Minute verkürzte Fred Keller auf 1 : 2. Die Versuche vom Meiendorfer Trainer Bert Ehm, die Abwehr zu verstärken, gingen schief, denn in der 87. Minute unterlief Hartmut Gigar ein Eigentor – es stand nun 2 : 2. Damit nicht genug, unmittelbar vor dem Schlußpfiff brachte Marek Mackiewicz den ASV mit 3 : 2 in Führung. Der Meiendorfer Trainer Bert Ehm war nach Spielende restlos bedient und die Elstern hatten allen Grund zur Freude: 11:7 Punkte bedeuteten Platz fünf nach drei Siegen in Folge , der Kontakt zur Tabellenspitze war hergestellt.

Schwerstarbeit gegen Urania 
In den bisherigen acht gemeinsamen Spielzeiten konnten die Elstern nur viermal gegen die Uranen gewinnen, stets waren die Punkte hart umkämpft. Das sollte auch am zehnten Spieltag nicht anders sein. Die Führung der Uranen durch Yilmaz (18.) konnte Jan Spingler in der 25. Minute ausgleichen. Zu diesem Zeitpunkt war Michael Dettmann mit Verdacht auf Bruch des Mittelfußknochens schon nicht mehr im Spiel. In der 41. Minute gelang Marek Mackiewicz die 2:1 – Führung des ASV. Durch das 2 : 2 von Clasen ( SCU ) in der 53. Minute war die Partie wieder offen. Dikussionen gab es um eine strittige Schiedsrichterentscheidung von SR Diekert als dieser ein vermeintliches Foul an Panagiotidis anders als die Bergedorfer Trainerbank bewertete. Ein temperamentvolles und spannendes Spiel zwischen dem ASV und dem SC Urania endete leistungsgerecht 2 : 2 unentschieden.
Die Tabelle lügt nicht und so wird erkennbar, daß der TuS Holstein Quickborn mit 16:4 Punkten dabei war, sich vom übrigen Feld abzusetzen. Drei Punkte dahinter die Amateure des HSV gefolgt vom SC Urania, Vikt. Wb.-Veddel und dem ASV mit jeweils 12:8 Zählern. In den unteren Regionen sind Geesthacht, Sperber und DuWo mit 7:13 Punkten zu finden, die 4:16 Punkte für BW 96 und 3:17 Zähler für den SV Blankenese lassen für die Zukunft nichts Gutes erahnen.

Ein mühevoller Sieg 
Die sind ja nur hinten drin gestanden. Mit diesen Worten kommentierte Willy Kern die Leistung von BW 96 an den Sander Tannen. In kleinen Schritten haben sich die Elstern nach einem verpatzten Saisonstart an die vorderen Ränge herangearbeitet, hierbei sollte auch das aktuelle Heimspiel gegen den Klassenneuling hilfreich sein. Die dazu erforderlichen Tore erzielten Jan Spingler in der 25. und Dimitrios Panagiotidis in der 87. Minute. 14:8 Punkte, Platz fünf und nur noch zwei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Quickborn waren Lohn für die erfolgreiche Arbeit der letzten Wochen.

Punktverlust beim SC Sperber 
In den bisherigen zwölf Auswärtsspielen ( seit 1974 ) in Alsterdorf gingen fünf Spiele verloren, ebenso oft gingen die Elstern als Sieger vom Platz. Ein Favorit für dieses Spiel war also nicht erkennbar. So konnte es auch keinen der 500 Besucher überraschen, das auch dieses Spiel torlos endete.

Kein Sieg an der Landesgrenze 
Gemeint ist die Spielstätte des TSC Viktoria Wilhelmsburg – Veddel. Dort sahen die Zuschauer ein Spiel das nur einen Sieger hätte haben dürfen, nämlich die Elstern aus Bergedorf. Nach einem Foul an Thomas Stoppel sah Gerd Schau (Wb- Veddel )in der 42. Minute die rote Karte. Aus dieser zahlenmäßigen Überlegenheit konnte der ASV jedoch keine Vorteile ziehen. Als dann auch noch Panagiotidis mit einem Strafstoß am Wilhelmsburger Torsteher Jens Fette scheiterte mußten sich die Elstern mit einem Punkt zufrieden geben.

Punktgewinn gegen den Tabellenführer 
Vor neunhundert Besuchern hatten die Elstern ein „Tabellarisches Schwergewicht“ zu Gast, nämlich den TuS Holstein aus Quickborn. Leider war dem HAB dieses Spiel keinen Kommentar wert, nur über Spielergebnis, Schiedsrichter und Zuschauerzahl wurde informiert. Das Spiel endete vor neunhundert Besuchern 0:0. Punktgleich mit Meiendorf blieb TuS Holstein auf dem ersten Tabellenplatz, die Elstern rutschten auf den sechsten Platz ab.

Enttäuschung in Blankenese 
Am letzten Spieltag der Hinrunde stand für den ASV das Spiel bei dem noch sieglosen Tabellenschlußlicht SV Blankenese auf dem Spielplan. Der SVB hatte nach bisher vierzehn Spielen drei Punkte auf seinem Konto, der eindeutige Favorit war somit der ASV. Auch dieses Spiel fand im HAB keine Berücksichtigung, es endete 0 : 0, für den ASV eine herbe Enttäuschung. Die letzten vier Spiele des ASV endeten torlos 0 : 0, das sind Ergebnisse, die die Mannschaft nicht voranbringen. Hier ein Auszug aus der Tabelle 1. Meiendorf 21:9 2. HSV(A) 20:10 3. Quickborn 20:10 4. Pinneberg 18:8 / zwei Spiele Rückstand 5. Urania 18:12 6. ASV 18:12
In den unteren Regionen sind Norderstedt mit 13:17 und DuWo stark gefährdet. Nur ein Sieg aus den bisherigen fünfzehn Spielen stehen für den VfL Geesthacht zu Buche. Mit zusätzlich sieben unentschiedenen Spielen reichten die 9:21 Punkte nur zum14. Platz, dem ersten Abstiegsplatz. Ein Platz dahinter steht BW 96 mit 7:23 Zählern. der SV Blankenese kann bei 4:26 Punkten für die Landesliga planen

Start in die Rückrunde 
Wer ganz oben mitspielen will. für den gibt es keine leichten Spiele mehr, wie auch die letzten Begegnungen des ASV aufgezeigt haben. Unter diesem Vorzeichen steht auch das Spiel der Elstern beim VfL Pinneberg, einem der schwersten Gegner der letzten Jahre. Es begann gut für den ASV denn Ingo Pinnau brachte seine Mannschaft in der 21. Minute in Führung. Dies Ergebnis hatte bis zur 60. Minute Bestand, dann drehte der VfL das Spiel durch Tore von Plüschau (61.) und Schuster (64.) um. Die ganz große Gelegenheit zum Ausgleich machte VfL – Torhüter Burow zunichte als er einen Schuß von Panagiotidis mit einer Glazparade abwehrte.

Gestoppter Trend 
Es kamen nur 380 Zuschauer an die Sander Tannen und die gingen nach dem Spiel enttäuscht nach Hause. Durch ein Tor von Schütt aus der 5. Minute nahm Neuling Komet Blankenese beide Punkte von den Sander Tannen mit und setzte der Aufholjagd der Elstern ein Ende. Nach diesem Spiel fanden sich die Elstern auf dem neunten Tabellenplatz wieder

Fortsetzung der Talfahrt 
Auch in Norderstedt war für die Elstern nichts zu holen. Nach torloser erster Halbzeit gelang Dimitrios Panagiotidis in der 55. Minute der Führungstreffer für den ASV. Die Freude über die Führung dauerte zehn Minuten, dann traf Kulka ( SCN ) zum 1 : 1. In der 78. Minute fiel dann das spielentscheidende Tor – Hennings (SCN ) traf für seine Mannschaft und stellte damit den 2 : 1 – Erfolg über die Elstern sicher. Für den ASV war dies die dritte Niederlage in Folge.
Über den 19. Spieltag der Hamburger Verbandsliga wurde im HAB nichts berichtet, das Ergebnis des Spieles Bergedorf 85 vs. Vfl Geesthacht wurde über den Vergleich der Tabellen des 18. und 20. Spieltages ermittelt. Der VfL Geesthacht war an den Sander Tannen mit 3 : 1 über den ASV erfolgreich

Eine Halbzeit reicht nicht 
Im ersten Spielabschnitt waren die Elstern gegen den Gast, die Amateurmannschaft des HSV ein ebenbürtiger Gegner und boten eine gute Leistung. Direkt nach Wiederbeginn gingen die Gäste durch Rüsch in Führung. Von diesem Rückstand konnten sich die Elstern nicht mehr erholen und mußten in der 75. Minute das 0 : 2 durch Hauser hinnehmen. Der neue Mann im Tor der Elstern – Leibold, kam von Holstein Quickborn – zeigte einige gute Paraden. Die fünfte Niederlage in Folge wollten nur noch 250 Zuschauer miterleben.

Pleite im Derby 
Auch in Reinbek ging es schief! Dreihundert Zuschauer sahen an der Anlage am Mühlenredder einen 3 : 1 – Erfolg der TSV gegen die Bergedorfer Elstern. Spieler des Tages in Reihen der Reinbeker war einmal mehr Walter Dobberkau mit seinen Toren 1:0 in der 33. und zum 2:0 in der 66. Minute. Nach dem 3:0 durch Zeller war das Spiel zu Gunsten der TSV entschieden. Nur noch kosmetische Bedeutung hatte das 1:3 in der 79. Minute durch Panagiotidis
An der Tabellenspitze hatte sich ein Trio bestehend aus Pinneberg, Quickborn und den HSV – Amateuren abgesetzt gefolgt von Wb.-Veddel, Sperber und Meiendorf mit jeweils 24:16 Punkten. Eine Vorentscheidung ist in der Abstiegszone gefallen: mit 7 Pluspunkten sind BW 96 und der SCV Blankenese kaum noch zu retten. Die beiden Mannschaften mit 18 Punkten - der ASV, DuWo 08 sowie der VfL Geesthacht mit 16 Zählern sind ebenfalls stark abstiegsgefährdet.

Ende der Talfahrt? 
Gegen den Meiendorfer SV fand die Niederlagenserie ein Ende. Wolfgang Schmidt leitet mit seinem Tor zum 1 : 0 in der 29. Minute das Ende einer langen Durststrecke ein. Zu einem Sieg reichte es nicht denn Schrader (MSV) machte den Elstern mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 36. Minute einen dicken Strich durch die Rechnung. Immerhin: nach 0:12 Punkten mußten die Elstern diesmal den Platz nicht als Verlierer verlassen.

Ein positives Zeichen 
Der letzte Sieg gegen den SC Urania stammt aus dem Jahr 1980 und bei der derzeitigen Verfassung der Elstern kann man nicht davon ausgehen, daß die Mannschaft vom Schützenhof beide Punkte mitnimmt. Sechshundert Besucher mußten zunächst die Führung des ASV in der 21. Minute durch Panagiotidis zur Kenntnis nehmen, dieses 0:1 war auch der Spielstand nach fünfundvierzig Minuten. Der Ausgleichstreffer durch Yilmaz fiel nach fünfzig Minuten. Den Punktgewinn beim SC Urania muß man als Achtungserfolg einstufen, zeigt er doch, daß die Mannschaft gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte durchaus mithalten kann. Tabellenplatz elf bei 20:26 Punkten ist nach wie vor besorgniserregend

Endlich ein Sieg 
Zwölf Spiele ohne Sieg, der letzte doppelte Punktgewinn geschah am 13.10.84 mit einem 2:0 – Erfolg gegen BW 96. Gegen eben diesen Gegner hatten die Elstern am 1.4.85 das nächste Auswärtsspiel auszutragen. Eine Wiederholung dieses Resultates würde in Bergedorf kollektives Aufatmen hervorrufen ! Es wurde kein 2 : 0 aber das 1 : 0 von Marek Mackiewicz aus der 65. Minute bescherte den Elstern zwei Punkte und sorgte für Linderung der größten Abstiegsängste.

Ein Rückschlag 
Seit dem Abstieg aus der Regionalliga ist der TSV DuWo 08 der dienstälteste Konkurrent der Elstern. Der letzte DuWo – Sieg über den ASV stammte aus der Salson 77 / 78, die Elstern unterlagen damals in Duvenstedt mit 0 : 1. Durften die Elstern in diesen Zeiten noch von der AOL träumen war nun Kampf um den Klassenerhalt angesagt. Dem HAB waren zu diesem Spiel lediglich die „Elementardaten“ wert, übermittelt zu werden. Die Torfolge deutet auf eine abwechslungsreiche Begegnung hin. Der erste Durchgang wurde von den Elstern bestimmt. Thomas Meyer sorgte in der 19. Minute für die Führung der Elstern. Der Ausgleich fiel in der 35. Minute durch Aden ( DuWo ) aber zwei Minuten später gingen die Elstern durch ein Tor von Panagiotidis erneut in Führung. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Kaum auf dem Platz fiel durch Hümpel das Tor zum 2 : 2, ein Ergebnis mit dem die Elstern durchaus hätten leben können. Doch das Glück war nicht auf ihrer Seite, in der 85. Minute verwandelte Brück einen Stafstoß zum Siegtreffer für DuWo 08. Diese Niederlage wog doppelt schwer, da die Punkte beim direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg geblieben sind.

Ein Blick auf die Tabelle veranschaulicht die Situation: Platz zehn für den ASV , aber 22:28 Punkte geben Anlaß zu großer Sorge, 21:29 Zähler für DuWo lassen ebenfalls die Alarmglocken läuten. Die Plätze 12, 13 und 14 werden von der TSV Reinbek ( 20 : 26 ), dem SC Norderstedt (19 : 27 ) und dem VfL Geesthacht ( 18 : 28 ) belegt. Die drei letztgenannten Mannschaften haben zwei Spiele Rückstand, sollten diese Mannschaften die Nachholspiele gewinnen könnte dies für die Elstern schwerwiegende Folgen haben.
Mit 34 : 14 Punkten belegten die HSV – Amateure den ersten Tabellenplatz vor Holstein Quickborn mit 33 : 13 Punkten, dahinter der VfL Pinneberg mit 32 : 14 Zählern. Sowohl im Tabellenkeller als auch an der Spitze stehen noch spannende Spiele bevor. Weitere Klärung brachten einige Nachholspiele. Quickborn büßte in Norderstedt einen Punkt ein und Pinneberg unterlag Sperber auf eigenem Platz mit 0 : 3, Reinbek mußte sich bei BW 96 mit 0 : 2 geschlagen geben.

Ein wichtiger Schritt 
Es standen für den ASV noch fünf Spiele auf dem Plan, vier davon an den Sander Tannen. In diesen Spielen müssen die für den Klassenerhalt erforderlichen Punkte erkämpft werden. DIese Punkte muß die Mannschaft selbst erkämpfen, wenn man sich auf die Ergebnisse anderer verläßt, kann man am Ende mit leeren Händen dastehen. Der Anfang sollte schon gegen den SC Victoria gemacht werden. Das tat zunächst Dimitrios Panagiotidis, sein Tor in der 22. Minute beruhigte die Nerven des Bergedorfer Anhangs, mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang nahm die Partie so richtig Fahrt auf denn in der 71. Minute traf Mackiewicz zum 2 : 0 und nur drei Minuten später war es Panagiotidis der mit seinem zweiten Tor das 3 : 0 erzielte. Wer aber nun gedacht hatte, das Spiel sei gelaufen sah sich getäuscht, Krüger und Rühmann brachten Victoria in den letzten zehn Minuten auf 2 : 3 heran. Die Latte des Victoria – Tores stand in der 87. Minute dem vierten Elsterntor im Wege.
Aufatmen in Bergedorf nach dem Spiel beim Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz. Geesthacht unterlag in Meiendorf 0 : 2 und DuWo kam in Wilhelmsburg über ein 0 : 0 nicht hinaus. Reinbek konnte sich mit dem 8 : 2 beim SV Blankenese etwas Luft verschaffen.

Schwerstarbeit gegen Sperber 
Der SC Sperber war für den ASV stets ein ganz harter Brocken, so war man auch für dieses Spiel auf eine intensive Begegnung vorbereitet. In der 23. Minute besorgte Panagiotidis das 1 : 0 für seine Mannschaft aber noch vor der Pause mußten die Elstern durch Holtorf den Ausgleich hinnehmen. Das war noch nicht alles, in der 61. Minute brachte Herrnann Pape den SC Sperber in Führung. Fortan drängten die Elstern auf den Ausgleich und in der 83. Minute stellte sich der Erfolg ein – Wolfgang Schmidt brachte das Leder zum 2 : 2 – Ausgleich über die Linie. Der Siegtreffer blieb den Elstern versagt – in der Schlußminute traf Ingo Pinnau nur die Querlatte des Sperbertores. So blieb es bei einem leistungsgerechte 2 : 2 zwischen den alten Rivalen

Nach einer 1 : 3 – Heimniederlage gegen Komet Blankenes blickt der VfL Geesthacht tief in den Abgrund. Trotz eines 1 : 1 gegen den SC Victoria behauptete der HSV den ersten Tabellenplatz mit einem Punkt Vorsprung vor Holstein Quickborn ( 36 : 16 ) und dem VfL Pinneberg ( 33 : 19 )

Teilerfolg gegen Wilhelmsburg 
Wenn man unten steht können sich Pechsträhnen häufen, die Elstern können darüber berichten: Holztreffer von Mackiewicz gegen Victoria, Lattentreffer gegen Sperber / Ingo Pinnau. Um die letzten Abstiegsängste zu verscheuchen würde ein Sieg gegen Vikt. Wb.-Veddel gut tun. Aber wenn man unten steht kommen fast nur noch Gegner die in der Tabelle besser platziert sind. Dies galt auch für die Gäste aus Wilhelmsburg, eine starke Truppe die zu Recht auf dem vierten Tabellenplatz steht. Dies gab der Spielverlauf zu erkennen denn Hammeley brachte in der12. Minute die Elstern 0 : 1 in Rückstand. Drei Zeigerumdrehungen später kam der Konter; Wolfgang Schmidt traf zum 1 : 1. Dieser Spielstand hatte bis zur Halbzeit Bestand. Das 2 : 1 für den ASV besorgte Thomas Meyer nach einer Stunde. Alles schien auf den Gewinn zweier Punkte hinauszulaufen, dann wurde die erste Zeile dieser Notiz Realität. Vier Minuten vor Spielende fiel der erneute Ausgleich für die Gäste durch Evert und sorgte für lange Gesichter bei den dreihundert Besuchern.

Für den VfL Geesthacht wurde die Lage nach dem 1 : 3 beim VfL Pinneberg immer bedrohlicher, auch für DuWo war die Lage nach dem 0 : 1 bei Komet Blankenese noch sehr kritisch. Der VfL konnte seine Lage nach einem 2 : 2 im Nachholspiel gegen Urania nicht verbessern wie der Tabellenausschnitt zu erkennen gibt.
11. ASV 26 : 30 Punkte 12. Norderstedt 25 : 31 13. DuWo 23 : 33 14.VfL Geesthacht 19 : 35 / ein Spiel im Rückstand 15. BW 96 11 : 45 16. SV Blankenese 9 : 45 Die HSV – Amateure mußten nach einem 1 : 1 in Norderstedt den Platz an der Sonne mit dem punktgleichen TuS Holstein Quickborn teilen – beide mit 38:16 Punkten. Da die Rothosen auch das Nachholspiel in Meiendorf verloren hatten und der VfL Pinneberg und Quickborn sich die Punkte teilten lag der TuS Holstein nun einen Zähler vor dem HSV. Es waren noch zwei Spiele auszutragen.

Dramatik in den letzten Spielen 
Sowohl in der Frage der Meisterschaft als auch in der Abstiegsfrage standen Entscheidungen vor der Tür. Für die Elstern war der Abstieg kein Thema mehr. Vier Punkte aus den letzten drei Spielen haben den Verbleib in der Verbandsliga gesichert. Ohne Druck konnten die Elstern die Fahrt nach Quickborn antreten. Um sehr viel ging es dagegen für den TuS Holsterin, galt es doch, die Tabellenführung zu verteidigen. Dies taten die Hausherrn mit Erfolg, Biester ( 46. ) und Udo Goldenstein ( 79. ) stellten die Weichen auf Sieg. Daran konnte das Anschlußtor durch Panagiotidis aus der 80. Minute nichts mehr ändern. Als dann noch bekannt wurde, daß der HSV völlig überraschend auf eigenem Gelände gegen Komet Blankenese mit 0 : 1 verloren hatte, war die Meisterschaft der Verbandsliga Hamburg entschieden. Herzlichen Glückwunsch nach Quickborn!! Die Entscheidung über den zweiten Tabellenplatz und über Platz 14 mußte also am letzten Spieltag fallen.

Tore satt an den Sander Tannen 
Zum Saisonkehraus fanden nur noch 160 Besucher den Weg an die Sander Tannen. Zu Gast war der designierte Absteiger und immer noch sieglose SV Blankenese. Den Besuchern wurde eine vollkommen einseitige Begegnung vorgeführt. Die Gäste hatten nicht den Hauch einer Chance und mußten zwischen der 16. und 35. Minute vier Tore hinnehmen. Meyer, Panagiotidis, Mackiewicz und Spingler sorgten für den 4 : 0 - Halbzeitstand. Der zweite Durchgang begann so wie der erste endete: mit Toren für den ASV: Mike Mumme, Marek Mackewicz mit zwei Treffern und nochmals Dimitrios Pangiotidis schraubten das Ergebnis auf 8 : 0 ehe dem SV Blankenese durch Rothenstein das Ehrentor gelang. Mit diesem 1 : 8 verabschiedeten sich die Gäste in die Landesliga.

In einem Nachholspiel besiegte der VfL Geesthacht den SC Victoria mit 5 : 1, damit erhielt sich der VfL die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Nach neunundzwanzig Spielen hatte DuWo einen Punktestand von 25 : 33 Zählern während für den VfL 23 : 35 Punkte notiert wurden.
Am letzten Spieltag verlor DuWo 08 bei Victoria mit 0 : 1, die Chance zum Gleichstand mit DuWo vergab der VfL durch ein 0 : 0 in Norderstedt. Am Ende fehlte ein Punkt zum Klassenerhalt.
Endspielcharakter hatte das Spiel um den zweiten Tabellenplatz. Der Spielplan führte am letzten Spieltag den VfL Pinneberg und die HSV – Amateure in Pinneberg zusammen. Vor 1500 Besuchern besiegte der VfL die Amateure des HSV mit 2 : 0 durch ein Elfmetertor von Dittmar in der 55. und das Tor zum 2 : 0 durch Bliemeister in der 57. Spielminute. Mit diesem Ergebnis konnte sich der VfL Pinneberg die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga sichern.


Der ASV ist als einer der Mitfavoriten in diese Saison gestartet und fand sich nach einem verpatzten Saisonstart mit 2 : 6 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Bis zum Ende der Hinrunde wurde kein Spiel mehr verloren und die Mannschaft bekam „Sichtkontakt“ zu den vorderen Tabellenplätzen. Der Start in die Rückrunde war verheerend. Acht Spiele ohne Sieg bei sechs aufeinanderfolgenden Niederlagen brachten die Mannschaft vorübergehend in Abstiegsgefahr. Nur drei Siege in der Rückrunde sind ohne Beispiel. Auch in der Zuschauergunst sind die Elstern zurückgefallen. Kamen in der Vorrunde noch durchschnittlich 607 Besucher blieb ein großer Teil von ihnen in der Rückrunde zu Hause, nur 315 Zuschauer säumten die Sander Tannen. Die Spiele der Verbandsliga Hamburg wurden von durchschnittlich 345 Besuchern gesehen.
Auf jeder ASV – Mannschaft und auf jedem Trainer des ASV lastet schon seit Jahren ein enormer Erwartungsdruck. Das Publikum ist außerordentlich kritisch und setzt regelmäßig vordere Tabellenplätze voraus, der Aufstieg in die AOL ist nahezu Pflicht. Die Zeiten sind schnelllebiger geworden und Spielerwechsel während der Saison sind erleichtert worden. Ein systematischer Aufbau einer Mannschaft wird dadurch nicht erleichtert. Eines muß aber klar sein: Rückrunden wie die abgelaufene führen den ASV dauerhaft in die Mittelmäßigkeit.

Nachweis der Informationsquellen Die Kurzfassung der Spielberichte lehnt sich an die Berichterstattung im HAB an. Bei der Vorstellung der Aufsteiger aus Schenefeld und Blankenese wurde auf entsprechende Beiträge aus dem FUSSBALL LEXIKON HAMBURG der Autoren Andreas Meyer, Volker Stahl und Uwe Wetzner zurückgegriffen. Dem Internetlexikon Wikipedia wurden Hinweise zur Entstehungsgeschichte des 1. SC Norderstedt entnommen Die Saisonabschlußtabelle wurde dem DEUTSCHEN FUSSBALLARCHIV entnommen. Das Lichtwarkheft 1984 war Quelle des Manschaftsfotos der 1984er - Ligamannschaft, leider ohne Nennung der Spielernamen. Aus einem Interview bei 85 live wurde das Portrait des Spielers Dimitrios Panagiotidis herauskopiert. Der Verfasser bedankt sich bei Rene Martens für Hinweise betreffend des Berichtes über die Saison 83/84 zur Landesligazugehörigkeit von Altona 93 in den Spielzeiten 81/82 und 82/83 ( Hammoniastaffel anstelle der Hansastaffel).

Alle bisherigen Folgen

Statistik (Zum Vergrößern bitte auf  Abbildung klicken)









































Samstag, 3. August 2019

Zweikampfstark !!! Elstern gewinnen 4:1 in Börnsen



Ob die Kicker des SV Börnsen selbst in ihrer Kabine sich immer noch hektisch nach ihren Gegenspielern umschauten ist nicht überliefert, aber durchaus denkbar.
Auf dem Spielfeld nämlich wurde der ballführende Kicker der Heimelf zugleich von mehreren Elstern umzingelt und die Pille wurde ihm abgejagt.
Ein Qualitätsmerkmal des ASV Bergedorf 85 in der neuen Saison?
Jedenfalls was „85“ heute auf dem schönen Rasenplatz am Heimfeldredder bot war – so wie ein Fan es auf den Punkt brachte - „ein Riesenspiel. Eins der besten seit Wiederbeginn des ASV“.

Dabei begann es gar nicht so gut für Bergedorf. In der 12. Spielminute ein Angriff wie aus dem Lehrbuch von Börnsen: Ballgewinn, schnell umgeschaltet über links freigespielt, ein Pass von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr, ein lautes „Leo“ und ein strammer Schuss in den Winkel!
Schöner konnte die Rückkehr des „verlorenen Sohnes“ und Torschützen Patrick Papke an seine Heimstätte gar nicht verlaufen.
Die Elstern schienen diesen Rückstand gebraucht zu haben. Fortan wurde der Hebel scheinbar umgestellt. Zweifel an der Fitness der Gästemannschaft wurden mit einer Vehemens weggewischt.
Verlorengegangene Bälle konnten immer schneller zurückerobert werden. Jeder Spieler war in Bewegung und anspielbereit.
Der Ausgleich nach einer halben Stunde Spielzeit lag in der Luft.
Der starke Justin Gauger, übrigens 2014 beim Neubeginn schon dabei , konnte sich blitzschnell von seinem Gegenspieler lösen und seinen Sturmpartner Benjamin Vermehren anspielen. Vermehren im Stile eines Klasse-Angreifers schießt sofort und der Ball schlägt flach im langen Eck ein.
Trotz weiterer Chancen ging es so in die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff des sehr guten Schiedsrichters (samt Gespann) Tobias Schend machte Bergedorf dort weiter, wo sie aufgehört hatten.
Keine drei Minuten waren wieder gespielt, da köpfte Malte Adden eine schöne Flanke von Daniel Wagner in die Maschen.
Der SV Börnsen konnte die Partie nicht mehr herumreißen. Es schien, als wenn der Pokaltriumpf vom Mittwoch gegen Oststeinbek noch in den Knochen steckte.
Die Elstern waren durch die Bank weg spritziger und läuferisch überlegen.
Mit dem 3:1 krönte Justin Gauger seine starke Vorstellung. Mit dem Schlusspfiff machte der ebenfalls gute Ugur Karakas den Deckel auf diese Partie.

Wie ist dieser Auftritt von „85“ einzuordnen?
Hatte Börnsen noch schwere Beine vom Pokal oder war Bergedorf so gut?

Jedenfalls hat es ziemlich großen Spaß gemacht, die Elstern spielen zu sehen. Trainer Patrick Paap und „Co“ Jürgen Paap scheinen eine Spitzenmannschaft zu formen und man hat mit dem jungen Neuzugang Patrick Drobik im zentralen Mittelfeld einen großen Fang gemacht.


Freitag, 26. Juli 2019

Elstern-Round-Up 4/19



Kaum Schatten. Gleißende Abendsonne über den Kunstrasenplatz an den Sander Tannen.  Trotz Hitze ein buntes Treiben diesen Dienstag  auf dem Trainingsgelände. Gut und gerne 40 Kicker absolvieren ihre Übungseinheiten.
Ein Blick nach rechts: Der große  Werbebanner des Elstern-Partners REWE fällt ins Auge . Darunter scheucht der Trainer der 2. Mannschaft Mario Meier seine Jungs. Auf der anderen Platzhälfte bereitet sich die Liga auf den jetzt unmittelbar bevorstehenden Saisonauftakt vor. Der Quarzsand (kein Mikroplastik-Granulat und somit nicht von der EU-Richtlinie betroffen), der unseren Kunstrasenplatz der neueren Generation bedeckt, wird immer wieder aufgewirbelt. Die Spieler erfrischen sich zwischendurch regelmäßig mit Wasser.
Mittlerweile sind auch von der fast zeitgleich stattfindenden Pokalauslosung die nächsten Gegner unserer zwei Herrenmannschaften durchgesickert:
„ASV gegen ASV 3.0“. Diese kreative Schlagzeile  wird wenig später die Internetplattform bolzjungs.de über die Paarung der 1. Herren bringen. Die „Losfee“ scheint gefallen an diesem ASV-Duell zu haben. Das dritte Mal hintereinander  trifft nun „85“ auf diesen afghanischen Fußballclub, der mittlerweile spielstark durch die Ligen wandert und jetzt in der Landesliga angekommen ist.
Aber zumindest auch ein Spieler der 2. Herren wird Freude am Pokalgegner seines Teams finden. Vom TSV Reinbek ist Benedikt Karsten nach Bergedorf gewechselt und wird sicherlich motiviert gegen deren Zweitvertretung ins Match gehen.
Der Name Benedikt Karsten war am vergangenen Wochenende im Elsternlager in aller Munde. Sechs Tore in einem Spiel ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit.  Die Zuschauer beim 9:2 Pokal-Sieg von 85Zwo gegen MSV Hamburg 2 tuschelten schon, ob dieser junge Mann nicht sogar einer für die Erste wäre.
Das Team unserer Ligamannschaft zog durch einen ungefährdeten 6:1 gegen den Kreisklassenligist FC Störtebecker in Runde 2 ein. 85-Coach Patrick Paap freute sich zurecht über einen erfolgreichen Start in die neue Pflichtspielsaison. Zwar nicht sechs Tore, aber immerhin drei Mal knipste Stürmer Benjamin Vermeeren. Sehenswert sein Tor zum  4:1 aus gut 40 Metern, das zeigt welch Instinktfußballer Benjamin ist.
Was ist für den ASV Bergedorf 85 in dieser Saison drin?
Als Aufsteiger belegte das Team letzte Saison einen sehr guten 7. Tabellenrang. Man sollte gar nicht groß die Floskel bemühen, dass das zweite Jahr meist schwerer wird. In der Bezirksliga Ost scheint dieses Jahr die Leistungsdichte groß zu sein. Obwohl die Topteams Oststeinbek und eben der ASV Hamburg ihren Weg nach oben gehen, sind interessante Mannschaften in die Ost-Staffel hinzu gekommen:
Eine Wundertüte wird der Absteiger FC Elazig Spor! Hoffen wir, dass dem Team nicht dasselbe Schicksal blüht wie in der letzten Saison dem FC Bergedorf, der schon nach wenigen Spieltagen zurückziehen musste.
Zumindest der Auftritt im Pokal von Elazig Spor zufällig gegen eben jenen FC Bergedorf lässt nichts Gutes vermuten. Zu Beginn nur mit neun Mann auf dem Platz unterlag man dem Kreisligisten 2:3.
Alle anderen neuen Teams ist einiges zuzutrauen. FSV Geesthacht ist zurück in der Bezirksliga und setzte im Pokal gleich ein Ausrufungszeichen als man den Geheimfavoriten ETSV Hambufrg rauswarf.  Meister in der Kreisliga 3 wurde der MSV Hamburg, der nun auch endlich wieder höhere Ligaluft schnuppert. Titelträger der Kreisliga 4 ist HT16. Ein Verein, der durch Verpflichtungen höherklassiger Akteure Schlagzeilen macht und deren drittes Team als Ziel Regionalliga ausrief…
Nach langer Zeit wird es auch mal wieder an den Berner Herrweg gehen. Ob ein Fanbus eingesetzt wird, ist zwar nicht bekannt, aber der Vizemeister der Kreisliga 5 Farmsener TV ist in der langen Elsterntradition ein seltener Gegner gewesen.
Im  großen Kader von Bergedorf 85 sind einige interessante Neue zu entdecken, die wie man immer wieder aus unterschiedlichen Quellen  hört, aufgrund der besonderen Kameradschaft an die Sander Tannen gewechselt sind.
Viele Vereine locken neue Spieler mit dem „schnöden Mammon“ , die Elstern mit dem Bier in der dritten Halbzeit…
Magnetwirkung hat der Verein natürlich auch (noch) durch seine Tradition und den Fans, die zumindest in der Bezirksliga seines Gleichen suchen. Und dem Stadion!
Hier wird sich endlich was in den kommenden Wochen tun.  Zwei Mal werden die neuen mobilen Trainerbänke (Foto) noch an den Rand des Rasenplatzes im Stadion geschoben werden können, dann kommt der schon seit langem angekündigte Umbau. Die Fans sollten sich noch einmal in Ruhe nach dem Pokalspiel die Sander Tannen anschauen, frühestens im November wird unsere Heimstätte ein etwas anderes Gesicht erhalten.
Durch einen unverhofften EU-Geldsegen können die Renovierungsarbeiten umfangreichen ausfallen, als geplant. Neu wird eine Leichtathletikanlage sein, die für den Sportunterricht der angrenzen Schulen bitter nötig ist.
Aber auch die Stehtraversen werden unfallsicher überholt, so dass in Zukunft vielleicht nicht wieder der Hamburger Pokalsieger für sein Heimspiel der DFB-Pokalhauptrunde nach Zwicker flüchten muss…

Es tut sich also doch einiges in Bergedorf. Erwähnen möchten wir auch, dass vor dem Spiel der Freundeskreis zusammenkommen wird, um über die Verwendung seiner Fördergelder zu beraten. Zum ersten Heimspiel gegen den SC Schwarzenbek wird auch traditionell wieder das Sonderheft der Bergedorfer Zeitung „Anpfiff“ ausliegen, das über den Fußball im Heimatgebiet gewohnt informativ berichtet.

Dieser Round-Up soll nicht enden, ohne auf die Jugendarbeit beim ASV Bergedorf 85 aufmerksam zu machen:
Diese Saison sollen sechs Jugendteams ins Rennen geschickt werden: Eine A-Jugend, jeweils zwei C und D—Jugendmannschaften und eine neuaufgebaute E-Junioren !
Für dieses Team werden noch Jungs gesucht, die in den Jahrgängen 2009 und 2010 geboren sind. Hier geht’s zum Aufruf!

Die Ansetzungen dieses Wochenende:
Punktspielauftakt 1. Herren:
Sonntag, 14 Uhr ASV Bergedorf 85 – SC Schwarzenbek ( Stadion Sander Tannen, Rasen)

Punktspielstart 2. Herren:
Sonnabend, 16 Uhr ASV Bergedorf 85 2 – VFL Lohbrügge 2 (Kunstrasen, Krusestraße)


Foto: Werner Heitmann

Donnerstag, 13. Juni 2019

Frisch aus der Druckerei: Die 2. Auflage der Elstern- Chronologie !
Die Nachfrage nach der Erstauflage (2014) war groß. 
Nun kann die  glorreiche Fußball-Geschichte ASV Bergedorf 85 wieder nachgelesen werden. Autor H.M. Lippold blickt auf die Jahre 1946 bis 1958 zurück. 
Für nur 5 EUR zzgl. Porto ist das Heft erhältlich. Jeder Cent geht direkt an die Jugendabteilung.
Schon morgen im Rahmen des Bergedorfer Kindertags (14 - 19 Uhr rund um das Bergedorfer Schloss) , bei dem der ASV auch vertreten ist, können Exemplare erstanden werden. 
Infos und Bestellung : 85live@web.de

Dienstag, 4. Juni 2019

Die Elstern – Fussball im Amateurbereich Saison 1983 / 84 (Autor: Hans-Martin Lippold)



Die Spielzeit 1982 / 83 konnte nicht der Maßstab für die Attraktivität der Elstern sein. Das zu erwarten wäre zu vermessen. Das Spiel gegen den FC Bayern war in der Tat einmalig und hat Einzug in die Vereinsannalen gefunden. Eine bislang nicht gekannte Dramatik in den ersten neunzig Minuten vor einer imposanten Kulisse von 12000 Besuchern hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Auf Phasen der internen Unruhe und Querelen im Verein kann man verzichten, gemeint sind Trainerentlassungen während der laufenden Spielzeit, Spielerabwanderungen wegen ausstehender Zahlungen, Entlassung des Fußball – Abteilungsleiters. All diese Dinge haben sich als leistungsmindernd herausgestellt und dem Ruf des Vereins geschadet. Der letzte Satz des vorigen Berichtes darf an dieser Stelle wiederholt werden ...es ist dem ASV zu wünschen, daß der Sport wieder in den Vordergrund rückt und in der Presse nur noch über Fußball berichtet wird.

Wie schon im vorigen Bericht kann über Spielerwanderungen / Spielerwechsel /Kaderzusammenstellung nichts berichtet werden. Bei der Durchsicht der Torschützenliste tauchen nur wenige Namen aus der Vorsaison auf -Andreas Roloff, Günther Bargsten, Fred Keller. Daniel Glogowski und Christian Hofmeister tauchten beim SV Lurup auf, Volker Spill verstärkte beim VfL Geesthacht die “Bergedorf Fraktion“ und Harro Dierks schloß sich wieder Altona 93 an.
Darstellen lassen sich hingegen die Änderungen in Hamburgs oberster Spielklasse. Am Ende der Saison mußten die FSV Harburg, der VfL Stade und DuWo 08 den Weg in die Landesliga antreten. Auch der SV Lurup verabschiedete sich aus der Verbandsliga Hamburg, allerdings in die nächsthöhere Etage, in die Amateuroberliga Nord. Der SV Lurup konnte sich in der Aufstiegsrunde zur AOL gegen den Wolfenbüttler SV, den Bremer SV und den VfR Neumünster durchsetzen. Der Hummelsbüttler SV scheiterte an den Amateuren von Eintracht Braunschweig und Blau - Weiß Lohne und blieb so der Verbandsliga Hamburg erhalten.
Die vier freien Plätze in der Verbandsliga wurden vom Meiendorfer SV, dem SC Condor, dem Harburger Turnerbund und Altona 93 eingenommen. Der Meiendorfer SV und der SC Condor sind in der Hamburger Eliteliga absolute Neulinge.

Der Meiendorfer SV wurde am17.6.49 als Fußballverein gegründet, eingebettet in den Großraum Rahlstedt im Norden der Hansestadt. Aufsehen erregte der MSV zunächst durch seine Spielkleidung – schwarze Hose und ein schwarzes Trikot mit dem gelben Vereinsabzeichen. Häufige Verwechslungen mit den Schiedsrichtern – die trugen zu der Zeit auch schwarze Sportkleidung - veranlaßte die Meiendorfer zu einem Wechsel der Spieltracht zu einer schwarz / gelben Kombination. In den sechziger – und späten siebziger Jahren wurde der MSV von dem bekannten ( Bundesliga - ) Trainer Georg Knöpfle trainiert. Bis Ende der sechziger Jahre war der MSV fester Bestandteil der Bezirksliga ( 5. Liga, Staffel Walddörfer ). Ab der Spielzeit 70 / 71 trat der MSV in der Hammoniastaffel, ab 1975 in der Hansastaffel an. Die Tabellenplätze fünf bis dreizehn waren eher unauffällig doch der erste Tabellenplatz am Ende der Saison 82 / 83 berechtigte den MSV zum Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg.

Am 13.Juli 1986 wurde der SC Condor gegründet als Alternative zum Farmsener TV, beheimatet in der Region Farmsen, Berne und Oldenfelde. Bis 1962 war der SC Condor in der Kreisklasse, der untersten Spielklasse unterwegs, dann folgten zehn Jahre Bezirksklasse ( 4. bzw. 5. Liga ). 1972 kam der Aufstieg in die damalige Amateurliga ( 4. Liga, ab 1974 5. Liga ). Dem Abstieg in die Bezirksliga im Jahre 1981 erfolgte der sofortige Wiederaufstieg in die 5. Liga. Der 2. Tabellenplatz in dieser Liga öffnete dem SC Condor das Tor in die Verbandsliga Hamburg. Hierüber wird berichtet.

Auf Platz 23 in der ewigen Tabelle der Oberliga Nord findet man den Harburger TB, eines der „Gründungsmitglieder“ dieser Spielklasse. Nach insgesamt vier Jahren Oberliga, unterbrochen von einem Jahr im Amateurbereich ( damals noch 2. Liga ) verbrachte der HTB dreizehn Jahre in Hamburgs höchster Spielklasse. 1968 erfolgte der Abstieg in die Hammonia / Hansastaffel, 1977 kehrte der HTB in die nun vierte Liga zurück. Nach drei Jahren der erneute Abstieg. Der HTB verbrachte in der Folge drei Jahre in der Landesliga / Hammoniastaffel bis der zweite Tabellenplatz am Ende der Saison 1982 / 83 dem HTB zum Aufstieg in die Verbandsliga verhalf.

Die Nummer drei in der Hierarchie des Hamburger Fußballs ist der FC Altona 93 nach insgesamt dreizehn Jahren in der Oberliga Nord. Diesen schlossen sich drei Jahre in der Regionalliga Nord ( 2. Liga ) an. Der Abstieg in Hamburgs oberste Spielklasse konnte 1968 nicht verhindert werden. Auch der Abstieg in die Hansastaffel ( 1971 ) konnte nicht abgewendet werden, es folgte aber die sofortige Rückkehr in die Landesliga. Nach neun Jahren mußten die Altonaer diese Klasse wieder verlassen und verbrachten zwei Spielzeiten in der Landesliga . Zum Ende der Saison 1982 / 83 stieg der AFC als Meister der Hammonia-Staffel wieder in die Verbandsliga auf.

Am 8/9. August 1983 startete die Verbandsliga Hamburg in die 40. Saison. Mit am Start waren neben dem ASV aus dem Heimatgebiet noch die TSV Reinbek, der SV Börnsen und der VfL Geesthacht

Fehlstart zum Auftakt
In einem vorgezogenem Spiel gegen den Hummelsbüttler SV starteten die Elstern in die Saison. Es wurde ein Fehlstart, denn der ASV unterlag dem HuSV mit 0 : 1: Sehr unglücklich der Zeitpunkt des Tores: eine Minute vor dem Abpfiff traf Lüneburg ins Tor der Elstern. Ebenso schmerzlich die rote Karte von Maik Mumme.

Wiedergutmachung in Wilhelmsburg
In Wilhelmsburg trafen die Elstern seit Jahrzehnten ausnahmslos auf unbequeme Gegner, vollkommen egal um welchen Verein es sich handelte und man war immer froh, wenn man Pluspunkte im Reisegepäck hatte. Diesmal gab es Grund zur Freude denn Tore von Andreas Roloff (42.) und Lutz Schönberner (83.), unterbrochen durch den vorübergehenden Ausgleich durch Zander (69.) führten zu einem 2 : 1 – Erfolg des ASV über Viktoria Wilhelmsburg – Veddel. Ein höherer Sieg wäre möglich gewesen wenn nicht Jens Fette im Tor der Hausherrn in der 5. Minute einen Strafstoß abgewehrt hätte. Eine schlimme Nachricht jenseits des grünen Rasens – Sven Meyer, Sohn des einstigen Torjägers Dieter Meyer erlitt einen schweren Autounfall und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Verlorenes Derby
Ein altes Leiden läßt die Elstern nicht los – gegen Mannschaften aus der näheren Nachbarschaft haben es die Elstern schwer. Ein gutes – oder besser: ein schlechtes Beispiel - bot das Spiel gegen den SV Börnsen. Erwartungsvoll kamen 700 Besucher an die Sander Tannen und sahen nach zehn Minuten das 1 : 0 für den ASV durch Fred Keller. Die Freude über die Führung hielt nicht lange an, drei Minuten später verdarb Hasselfeld (SVB) den Zuschauern die Stimmung und glich die Führung aus. Angespornt durch diesen Treffer erhöhten die Gäste den Druck auf das Bergedorfer Tor und nach exakt dreißig Minuten gelang dem SV Börnsen der Siegtreffer. Platz zwölf nach dem dritten Spieltag entspricht absolut nicht der Erwartung des ASV.

Die Scharte wurde ausgewetzt
Das nächste Nachbarschaftsderby wurde in Reinbek ausgetragen. Die TSV Reinbek konnte zum Spiel gegen die Elstern siebenhundert Besucher begrüßen, für Reinbeker Verhältnisse eine beachtliche Kulisse. Durch ein Tor von Thomas Meyer aus der 78. Minute siegte der ASV mit 1 : 0 und machte in der Tabelle einen Sprung auf den 5. Tabellenplatz.

Schwerstarbeit am Schützenhof
Ist der Schützenhof im Hamburger Stadtteil Barmbek schon eine wenig attraktive Spielstätte sind auch die Spiele gegen den SC Urania nicht selten mit Punktverlusten für den ASV verbunden. Die Begegnung am 5. Spieltag der Verbandsliga machte da keine Ausnahme. In der 42. Minute freuten sich die Hausherrn über 1 : 0 durch Ylmaz. Die Freude währte bis zur 60. Minute, dann brachte Lutz Schönberner mit dem Ausgleichstreffer die Elstern zurück in die Partie. Als sich die 700 Besucher mit einer Punkteteilung abgefunden hatten gingen die Uranen in der 85. Minute durch einen Treffer von Hanning wieder in Führung, diesen knappen Vorsprung verteidigten die Uranen bis zum Schlußpfiff.

Nach fünf Spieltagen kann ein erstes Fazit gezogen werden. Ungeschlagen waren der HuSV und Aufsteiger Altona 93, Beachtung verdient auch der Liganeuling SC Condor mit einem Punktekonto von 8 : 2 Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz, der Meiendorfer SV zierte mit 2 : 8 Punkten das Tabellenende, mit 3 : 7 Punkte war der HTB nicht weit entfernt von der kritischen Zone. Die Vereine aus dem Osten der Hansestadt gaben nur Mittelmaß zu erkennen: Reinbek und Börnsen auf den Plätzen sechs und sieben, 4 : 6 Punkte reichten für den ASV nur für den 10. Tabellenrang während der VfL Geesthacht sich mit 3 : 7 Punkten mit dem 13. Tabellenplatz begnügen mußte. Heutzutage würde man sagen: Da ist noch viel Luft nach oben

Sieg gegen Pinneberg
Es hat Zeiten gegeben, da waren die Begegnungen des ASV gegen den VfL Pinneberg Spitzenspiele in Hamburg. Nun sollten der Tabellenfünfte, der VfL Pinneberg an den Sander Tannen auf den ASV treffen. Vierhundertfünfzig Besucher wollten sich diese Partie nicht entgehen lassen. Zunächst mußten die Besucher in der 38. Minute das 0 : 1 durch Krupski ( VfL ) zur Kenntnis nehmen. Die Pinneberger Führung hatte bis zur 66. Minute Bestand, dann stellte Maik Mumme den 1 : 1 – Gleichstand her und als Andreas Roloff in der 73. Minute das 2 : 1 für die Elstern erzielte, war der dritte Saisonsieg der Elstern unter Dach und Fach gebracht.
Der VfL Geesthacht kam auf eigenem Geläuf über ein 0 : 0 gegen Vikt. Wb.-Veddel nicht hinaus, Börnsen ( 0 : 4 in Altona ) und die TSV Reinbek ( 1 : 7 bei den HSV – Amateuren ) kamen unter die Räder.

Erfolg beim Tabellennachbarn
Die Sportanlage am Berner Heerweg, Spielstätte des SC Condor, war Austragungsort des ersten Pflichtspiels zwischen dem SC Condor und den Bergedorfer Elstern. Labs ( SCC ) brachte seine Mannschaft zwar in der 42. Minute in Führung, aber Tore von Fred Keller und zwei Treffer von Lutz Schöneberner sorgten dafür, daß der ASV am Ende als 3 : 1 - Sieger vom Platz ging.

Run auf die Tabellenspitze
Die beiden führenden Mannschaften der Verbandsliga, der HuSV und Altona 93 durften an diesem Wochenende pausieren, denn beide Vereine hatten Spieler für den Amateurländerpokal – Wettbewerb abgestellt. Für die Verfolger bestand so die Möglichkeit, sich durch Siege an diesem Wochenende an die beiden führenden Mannschaften heranzuarbeiten. Der Tabellendritte, der SC Urania konnte mit dem 1 : 1 gegen die Amateure des HSV nur einen Teilerfolg verbuchen. Der ASV durfte sich gegen den SC Sperber über den Besuch von 700 Zuschauern freuen, doch deren Gesichter wurden in der 62. Minute länger, denn der Gast aus Alsterdorf ging durch ein Tor von Stein in Führung. Als Sperber – Abwehrspieler Holtorf eine zehnminütige Zeitstrafe absitzen mußte, wußte der ASV die Gunst der Stunde zu nutzen und machte innerhalb von zwei Minuten durch Tore von Maik Mumme und Heiko Fetkenheuer aus dem 0 : 1 ein 2 : 1. Durch diesen Sieg konnten die Elstern nach Pluspunkten mit Altona 93 gleichziehen.
  Gänzlich ohne Punktverlust thronte der HuSV an der Tabellenspitze. Sehr ungemütlich war die Lage des SV Börnsen, mit 5 : 11 Zählern trug der SV Börnsen die rote Laterne.

Ein hochklassiges Fußballspiel
Diese Bezeichnung war auf das Spiel des Meiendorfer SV gegen die Elstern absolut zutreffend. Beide Mannschaften konnten überzeugend unter Beweis stellen, dass sie in der Spitzengruppe der Verbandsliga mitspielen können. Der Meiendorfer Trainer Bert Ehm hatte eine junge, ehrgeizige Truppe mit Stärken in Mittelfeld und Angriff auf das Feld geschickt. Der ASV konnte aufgrund seiner technischen Fähigkeiten und taktischer Überlegenheit das Spiel bestimmen. Die Führung der Hausherrn durch Maszthaler aus der 10. Minute hatte nicht lange Bestand, denn Jan Spingler traf in der 32. Minute zum Ausgleich. In der 75. Minute gelang Frank Cybulski der Treffer zum 2 : 1 für die Elstern. Eine große Chance zum Ausgleich vergab der Meiendorfer Ulli Hohn, als er kurz vor dem Schlußpfiff mit einem Strafstoß an Elsterntorwart Rainer Gülzow scheiterte. Die Proteste von Peter Rohrschneider gegen diesen Strafstoß waren so intensiv und heftig, dass er vom Schiedsrichter aus dem Innenraum der Sportanlage verwiesen wurde.

Quickborn ließ die Punkte liegen
Mit dem TuS Holstein aus Quickborn hatten es die Elstern mit einem schweren und unangenehmen Gegner zu tun. An der Spitze der Verbandsligatabelle hatten sich inzwischen der HuSV ( 14: 2 ) und Altona 93 ( 12 : 4 ) eingenistet, auf den Plätzen drei und vier der SC Urania und der ASV mit jeweils 12 : 6 Zählern. Nur mit Siegen konnte man den Kontakt zur Spitze aufrechterhalten. In der 12. Minute sorgte Thomas Freitag zum 1 : 0 für den ASV, Thomas Meyer erhöhte in der 62. Minute auf 2 : 0. Daß dieses Resultat bis zum Abpfiff Gültigkeit hatte, war Rainer Gülzow im Elsterntor zu verdanken, als er in der 74. Minute erneut einen Srafstoß abwehren konnte. Mit diesem 2 : 0 verließen die Elstern als Sieger den Platz und konnten den Kontakt zur Tabellenspitze wahren.

Unterschiedlich jedoch die Situation der Teams aus Hamburgs Osten: die TSV Reinbek belegte mit 9:11 Punkten den 9. Platz, für den VfL Geesthacht standen 8:12 Zähler zu Buche. Sorgen bereitete der SV Börnsen, die bisher erzielten 5:15 Punkte bescherten dem SVB den letzten Tabellenplatz.

Das alte Schlagerspiel
Gemeint ist das alte Traditionsduell zwischen dem SC Victoria und dem ASV. Auch wenn der Glanz früherer Jahre ermattet war zog dieses Spiel 800 Besucher an die Sander Tannen. Leider kann an dieser Stelle außer den reinen Fakten nichts berichtet werden. In der 38. Minute war es Maik Mumme, der seine Mannschaft in Führung bringen konnte . Der Ausgleich für den SCV erzielte Rühmann in der 55. Minute.. Dieses Ergebnis verhalf den Elstern zum Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Allerdings hatte die Tabelle „Schieflage“, denn sowohl Hummelsbüttel als auch Altona hatten ein Spiel weniger ausgetragen. Hier ein Auszug aus der Tabelle 1. HuSV 17:3 Punkte 2. Altona 93 16:4 Punkte und 3. ASV 15:7 Punkte Für den SC Victoria reichten sieben Punkte aus elf Spielen nur zum vorletzten Tabellenplatz

Komplimente, aber keine Punkte
1500 Zuschauer sahen in Altona an der Griegstraße ein hochklassiges, packendes Fußballspiel. Ausgetragen wurde es zwischen Altona 93 und Bergedorf 85. Im ersten Durchgang waren die Altonaer die spielbestimmende Mannschaft und gingen folgerichtig durch Dämmich in der 20. Minute in Führung. Die Führung hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Im zweiten Durchgang machten die Elstern mehr Dampf, aber Cybulski, Dettman und auch Jacobsen scheiterten immer wieder am AFC – Torhüter Möller. Die Abwehr der Platzherren, auch Walter Frosch, einer der „Überlebenden“ aus der legendären Mannschaft des SV Alsenborn, kamen in dieser Phase kaum zum Luft holen. In der 68. Minute war es dann soweit: Frank Cybulski schoß den Ausgleichstreffer. Leider konnten sich die Elstern nur kurz über den Ausgleich freuen, denn wieder war es Dämmich, der den Elsterntorwart überwinden konnte. Die Reklamationen der Elstern wegen eines vermeintlich versteckten Foulspiels blieben vergeblich. Mit dieser 1 : 2 – Niederlage verließen die Elstern die Adolf-Jäger Kampfbahn und rutschten vom dritten auf den 5. Tabellenplatz ab. Der Kommentar von Willi Reimann, Trainer des AFC, beschreibt den Spielverlauf zutreffend: Gut, dass wir den Sieg gerettet haben.

Sieg auf fremden Platz
Wenn man sich die Vielzahl von Spielerwechseln in Richtung Geesthacht ins Gedächtnis zurückruft könnte man fast von einem Treffen alter Kollegen sprechen – die Liste der Ex – Elstern wurde in den letzten Monaten um Volker Spill und Frank Erb bereichert. Es ging aber in erster Linie um Punkte, und die nahm der ASV diesmal aus Geesthacht mit, denn Frank Cybulski traf vor 800 Zuschauern zum 1 : 0 für den ASV. Einen höheren Sieg des ASV verhindert VfL – Torhüter Zoran Balunovic als er einen Strafstoß abwehren konnte.

Den Anschluß verpasst.
Wer für seine Erfolgserlebnisse nicht sorgt, der hat diese auch nicht verdient. Diese alte Erkenntnis wurde für die Elstern am 14. Spieltag Realität. Gast an den Sander Tannen war vor 700 Besuchern der Vorletzte der Tabelle, der Harburger TB. Für das Erfolgserlebnis sorgte der HTB selbst, denn Ingo Brussolo brachte seine Mannschaft in der 13. Minute in Führung. In den verbleibenden siebenundsiebzig Spielminuten fanden die Elstern kein Mittel, die Gästeführung auszugleichen. Mit diesem Erfolgserlebnis sorgte der HTB für eine faustdicke Überraschung! Zurück blieb die Erkenntnis von Peter Rohrschneider: wir haben den Gegner unterschätzt.

Spiel unter Protest
Da kann ja irgendwas nicht stimmen! Bei den Amateuren des HSV traten die Elstern unter Protest an, weil angeblich die Prämien nicht ausbezahlt worden sind. Dies hingegen wurde von Peter Rohrschneider in Abrede gestellt. Eine Trainingseinheit wurde unter der Woche abgesetzt, weil, so Trainer Rohrschneider, die Mannschaft ausgelaugt ist. Wer´s glaubt... Die HSV – Spieler waren von den internen Querelen beim ASV natürlich vollkommen unbeeindruckt und schickten die Elstern mit einer 1 : 4 – Niederlage nach Bergedorf zurück. Das 1 : 0 für die Rothosen ging in der 14. Minute auf das Konto von Pape, Thomas Block baute nach einer Stunde die Führung auf 2 : 0 aus. Der Anschlußtreffer zum 1 : 2 von Lutz Schönberner fiel in der 72. Minute. In der Schlußviertelstunde sorgten dann Block und Pape mit zwei weiteren Toren für den 4 : 1 – Erfolg der HSV – Amateure über die Elstern.

Durch die letzten beiden Niederlagen haben die Elstern eine gute Ausgangsposition verspielt. Hummelsbüttel und Altona machten Anstalten, der Konkurrenz zu enteilen. Der ASV lag nun nach Minuspunkten sechs Zähler hinter dem Tabellenzweiten Altona 93. Im hinteren Mittelfeld mit je 13:17 Punkten standen Reinbek und Geesthacht, der SV Börnsen hatte sich aus den hinteren Rängen nicht befreien können und rangierte mi 10:20 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz. Bestürzend der Trend beim SC Condor – nach einem guten Start in die Punkterunde ( 8 : 2 Punkte aus fünf Spielen ) gab es nur noch Niederlagen, die die Mannschaft ans Tabellenende führten.

Sieg zum Rückrundenauftakt
Bei Spielen gegen Mannschaften aus dem Heimatgebiet ist aus gutem Grunde allerhöchste Vorsicht geboten, so auch beim Spiel des ASV in Börnsen. Der Auftritt des ASV am Hamfeldredder verhieß nicht Gutes für den SVB. Grundmann (42.), Fetkenheuer (50.) und Mertens (75.) sorgten für einen beruhigenden 3:0-Vorsprung der Elstern, doch der SVB gab sich nicht geschlagen. Petzold und Hasselfeld brachten die Hausherrn mit Toren in der 83. und 87. Minute in die Partie zurück und gestalteten die Schlußphase spannend. Der ASV rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und bewahrte die letzten Hoffnungen auf einen Spitzenplatz während die Sorgen des SVB immer größer wurden.

Elstern erneut siegreich
Wie schon in der Vorrunde folgte dem Spiel gegen den SV Börnsen das Spiel gegen die TSV Reinbek, diesmal an den Sander Tannen. Fünfhundert Besucher erlebten im ersten Durchgang die 2 : 0 – Führung des ASV. Mertens in der 30. Minute und Schönberner in der 41. Minute zeichneten für diesen Spielstand verantwortlich. Bodo Böse ( TSV ) verkürzte in der 62. Minute auf 1 : 2 und weckte bei der TSV Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Mertens machte diese Hoffnungen zunichte und erhöhte zwei Minuten vor dem Abpfiff auf 3 : 1 für den ASV.
Da der SC Urania zur gleichen Zeit beim Tabellenschlußlicht HTB völlig überraschend mit 1 : 4 unterlag machten die Elstern einen Sprung auf den dritten Tabellenplatz mit immerhin noch drei Punkten Rückstand auf Altona 93 – aber Vorsicht: die Mannschaften haben unterschiedlich viele Spiele ausgetragen.

Keine Chance in Hummelsbüttel 
Die Niederlage in Hummelsbüttel kam nicht unerwartet, zu groß war die Überlegenheit der Hummelsbüttler gegenüber der übrigen Konkurrenz in der Verbandsliga – Altona kann man als Ausnahme ansehen. Brügmann und Seefeld erzielten die Tore zum 2 : 0 – Pausenstand, mit dem 3 : 0 durch den alten Routinier Georg Volkert in der 82. Minute war die Partie dann zugunsten des HuSV entschieden. Der HuSV festigte seine Führungsposition mit 30 : 6 Punkten gefolgt von Altona 93 mit 26 : 10 Punkten. Der ASV fand sich nach diesem Spiel mit 21 : 15 Punkten auf dem vierten Platz wieder.

Ein Hoffnungsschimmer
Gemeint ist nicht das Spiel der Elstern gegen den TSC Viktoria Wilhelmsburg – Veddel. Das Spiel endete 0 : 0 und langweilte die 400 Besucher. Die Meldung des Tages hatte zum Inhalt, dass Günther Wunder, bislang Mäzen und Sponsor des SV Börnsen, sich dem ASV angeschlossen hat. Man durfte die Hoffnung hegen, dass ein seriöser Umgang mit den finanziellen Mitteln Einzug hält und einige Diskussionen, wie in der Vergangenheit geschehen, nicht mehr stattfinden.

Das unverdiente Unentschieden
Diese Überschrift war am 30.1.84 im HAB zu lesen und gab Auskunft über das Ergebnis der Partie zwischen den Elstern und dem SC Urania. Im Detail: Die Elstern waren in einem guten Spiel die überlegene Mannschaft und der SC Urania hatte es dem ausgezeichneten Torhüter Holger Hellwig und einer gehörigen Portion Glück zu verdanken dass er einen Punkt von den Sander Tannen entführen konnte. In der 4. Minute fand ein 20 m – Freistoß von Heiko Fetkenheuer den Weg ins Tor der Uranen, aber Nilsson ( SCU ) glich – auch mit einem Freistoß aus ähnlicher Entfernung - in der 33. Minute aus. Nur zwei Minuten später brachte Fetkenheuer seine Mannschaft mit einem Strafstoß wieder in Führung. Trotz drückender Überlegenheit der Bergedorfer Mannschaft kam Urania unmittelbar vor der Halbzeitpause zum Ausgleich. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Elstern die spielbestimmende Mannschaft und dem Gegner in allen Belangen überlegen, zudem wurden die meisten Zweikämpfe gewonnen. Garant für den Punktgewinn des SC Urania war der ausgezeichnete Torhüter Holger Hellwig. Nicht die bessere Mannschaft ging als Sieger vom Platz, sondern die glücklichere Mannschaft nahm mit dem 2 : 2 - Unentschieden einen Punkt mit nach Hause.

Ein Punkt, der keinem half 
Wenn sich die Verfolger gegenseitig die Punkte abnehmen und die beiden Spitzenmannschaften ihre Spiele gewinnen wird deren Vorsprung zwangsläüfig immer größer. Die Verfolger, das waren in diesem Falle der VfL Pinneberg und Bergedorf 85. Dreihundertfünfzig Zuschauer sahen in Pinneberg ein torloses Unentschieden zwischen beiden Mannschaften. Sowohl Hummelsbüttel ( 3:1 –Erfolg gegen den HTB ) als auch Altona 93 ( 3:2 – Erfolg in Börnsen ) konnten so ihren Vorsprung auf Urania, Bergedorf 85 und den VfL Pinneberg ausbauen. Die Auswirkungen auf den Tabellenstand waren folgende 1. Hummelsbüttel 33:7 2. Altona 30:10 3. Urania 25:17 4. ASV 24:18 und 5. VfL Pinneberg mit 23:15 Punkten Es wird sehr schwer, die beiden Spitzenteams noch von den führenden Plätzen zu verdrängen, jeweils nur zwei Niederlagen in den bisherigen Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Endlich wieder ein Sieg
Es wurde ja auch so langsam Zeit, mal wieder ein Spiel zu gewinnen. In den letzten vier Spielen gab es eine Niederlage und dreimal wurden die Punkte geteilt. Eine Bilanz die die Mannschaft in der Tabelle nicht voranbringt. Der kommende Gegner, der SC Condor schien die Elstern vor eine lösbare Aufgabe zu stellen. Der Neuling war gut in die Saison gestartet, hat sich dann aber im Tiefflug Richtung Tabellenkeller bewegt. Auch an den Sander Tannen konnte man nicht vom Ende der Talfahrt ausgehen. Zunächst begann es mit dem Führungstreffer der Elstern aus der 7. Minute, Thomas Meyer war der Torschütze. Hasenpusch ( Condor ) traf in der 21. Minute zum 1 : 1, das war gleichzeitig der Halbzeitstand. In der 59. Minute traf Thomas Freitag zur erneuten Führung des ASV; diese wurde von Lutz Schönberner nach fünfundsechzig Minuten auf 3 : 1 ausgebaut. Ein sicherer Sieg des ASV schien sich anzubahnen, aber ein Eigentor von Dettmann in der 84. Minute sorgte nochmal für Spannung. Der SC Condor konnte seine Talfahrt nicht stoppen und der ASV verließ vor 400 Besuchern den Platz als Sieger.

Starkes Spiel beim SC Sperber
Punkte konnte der SC Sperber in diesem Spiel nicht gewinnen, wohl aber die Erkenntnis, daß die Mannschaft in allen Bereichen verstärkt werden muß. Der hohen Spielkultur und der technischen Überlegenheit der Elstern hatte der SC Sperber nichts gleichwertiges entgegenzusetzen. Die herausragenden Spieler auf Seiten der Elstern waren Thomas Meyer und Thomas Freitag, Verteidiger Fred Keller nahm seinen Gegenspieler Ingo Stein vollkommen aus dem Spiel. Kommentar von Trainer Rohrschneider: Eine starke Leistung. Tore von Mertens (25.) und Cybulski (85.) sorgten für einen ungefährdeten 2 : 0 - Sieg der Elstern beim SC Sperber.
Im Schlagerspiel des 22. Spieltages gewann Altona 93 in Hummelsbüttel mit 1 : 0. Das Tor des Tages erzielte Walter Frosch ( AFC ) vor 1400 Zuschauern in der 55. Minute. Den hohen Erwartungen konnte das Spiel nicht gerecht werden.

Schlappe in Meiendorf
Am 24. Spieltag der laufenden Saison mußten die Elstern alle Hoffnungen auf einen „Platz an der Sonne“ begraben. Außer den „Eckdaten“ fanden sich im HAB keine weiteren Angaben zu diesem Spiel. In der 40. Minute ging der ASV durch Carsten Mertens in Führung aber noch vor dem Pausenpfiff fiel der Ausgleichstreffer durch den Meiendorfer Torjäger Axel Radtke. Drei weitere Meiendorfer Treffer nach dem Seitenwechsel sorgten für eine empfindliche 1 : 4 – Heimniederlage vor 500 enttäuschten Besucher an den Sander Tannen.

Niederlage in Quickborn
Kaum waren die Elstern auf dem Platz lagen sie im Rückstand. In der ersten Spielminute gelang Udo Goldenstein ( TuS Holstein ) das 1 : 0, in der 14. Minute erhöhte Gelhaar auf 2 : 0 für die Heimmannschaft. Erst in der 81. Minute konnte Heiko Fetkenheuer auf 1 : 2 verkürzen aber die restliche Spielzeit reichte nicht mehr aus um einen Punkt mitzunehmen. Hätte, wäre, wenn!! Es ist müßig, darüber nachzudenken wenn die Elstern siegreich geblieben wären – Hummelbüttel und Altona hatten ihre Spiele verloren, aber wenn die Verfolgen patzen ändert sich nichts an der Tabellenkonstellation.

Zu Gast bei der Victoria
Beide Vereine haben schon bessere Zeiten erlebt. Der SC Victoria, mit 18 : 30 Punkten nicht frei von Abstiegssorgen war Gastgeber für den ASV, mit 28:22 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, ohne Chance in den Spitzenkampf noch eingreifen zu können. Säumten früher vierstellige Besucherzahlen das Spielfeld kamen diesmal 500 Besucher an den Lokstedter Steindamm. Rühmann ( SCV ) konnte seinen Mannschaft nach vierzehn Minuten in Führung bringen, Carsten Mertens gelang in der 49. Minute der Ausgleichstreffer. Dieses 1 : 1, ein Resultat welches keine der beiden Mannschaften voranbrachte, hatte bis zum Spielende Bestand.

Keine Ruhe im Verein
Auf der Bergedorfer Trainerbank hatte ein neuer Mann Platz genommen. Peter Rohrschneider wurde vorzeitig aus seinem Vertrag entlassen – nähere Gründe konnten nicht in Erfahrung gebracht werden. Willi Kern war der neue Mann bei den Elstern, ein Trainer der im Großraum Hamburg noch nicht in Erscheinung getreten ist. Verwirrung und Erstaunen lösten Berichte aus, nach denen die Spieler Roloff, Bargsten, Grundmann und Uttke dem VfL Geesthacht „zum Kauf“ angeboten werden sollten. Dementis hinsichtlich dieser Transaktion klangen nicht wirklich glaubwürdig.

Das Spiel gegen Altona 93 an den Sander Tannen kam zur falschen Zeit. Wochen vorher wäre dies ein absolutes Schlagerspiel geworden. Nun aber waren die Altonaer von der Konkurrenz so weit entfernt, daß dieses Spiel keine Bedeutung auf den Tabellenstand mehr hatte. Dennoch lockte diese Partie neunhundert Zuschauer an die Sander Tannen. War das Spiel des AFC gegen den Harburger TB ( 1 : 3 ) schon eine einzige Enttäuschung, konnte die Mannschaft in Bergedorf auch nicht überzeugen. Sowohl das Ergebnis ( 0 : 0 ) als auch die Darbietung der Mannschaft blieben hinter den Erwartungen zurück. Lediglich Torwart Möller als auch Dieter Kawohl wußten beim AFC zu überzeugen. Die Elstern waren über sechzig Minuten die dominierende Mannschaft und es war lediglich der mangelnden Routine der jungen Spieler anzulasten daß die Gäste ungeschoren davonkamen.
An der Tabellenspitze hatten sich der HuSV und Altona von der Konkurrenz uneinholbar abgesetzt, am Tabellenende sah es für den HTB, Condor und Börnsen finster aus, der Tabellendreizehnte SC Victoria hatte gegenüber dem Schlußtrio bei noch vier ausstehenden Spielen bereits sechs Punkte Vorsprung.

Elsternfiliale“ wurde besiegt
Die Elsternfiliale, der VfL Geesthacht mußte sich an den Sander Tannen geschlagen geben. In der 38. Minute brachte Carsten Mertens den ASV in Führung, dieses 1 : 0 hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Thomas Meyer ( 65. ) und Thomas Freitag ( 79. ) erhöhten auf 3 : 0. Ex-Elster Volker Spill brachte sich bei seinen früheren Kollegen mit seinem Tor zum 1 : 3 fünf Minuten vor Schluß in Erinnerung. Das Spiel der Elstern gegen den VfL wurde von fünfhundert Besuchern gesehen.
Am Tag nach dem Spiel war im HAB nachzulesen, daß durch Initiative von Trainer Willi Kern die ehemaligen Elstern Ingo Pinnau und Libero Wolfgang Schmidt vom VfL Geesthacht an die Sander Tannen zurückkehren werden.

Sieg im letzten Auswärtsspiel
Die Saison 83 / 84 neigt sich dem Ende entgegen und und für den ASV stand das letzte Auswärtsspiel auf dem Spielplan, die Reise führte den ASV nach Harburg auf die Jahnhöhe, der Spielstätte des HTB. In der Hinrunde nahmen die Harburger beide Punkte von den Sander Tannen mit weil sie vom ASV unterschätzt wurden. Dies sollte sich nicht wiederholen. Der HTB konnte die Elstern vor keine Probleme stellen, Thomas Meyer, Carsten Mertens und Frank Cybulski schossen zwischen der 37. und 44. Minute einen 3 : 0 Vorsprung heraus. Der Harburger Meineke verkürzte kurz nach dem Seitenwechsel auf 1 : 3, aber Mertens und Freitag schraubten das Ergebnis auf 5 : 1. Mit diesem Ergebnis verabschiedete sich der HTB nach einem Jahr Verbandsliga von seinen 250 Fans.

Saisonabschluß mit Niederlage
Der letzte Gegner der Elstern in der Spielzeit 83 / 84 waren die Amateure des HSV. In der Hinrunde wurde der ASV mit 4 : 1 besiegt. Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung wurde von den Elstern verschlafen. Bis zur neunten Minute trafen Block ( zweimal ) und Hauser zum 3 : 0 für den HSV. Fetkenheuer und Schönberner konnten mit zweiToren das Ergebnis korrigieren – zu einem Punktgewinn reichte es nicht mehr. Mit einer 2 : 3-Heimniederlage beendeten die Elstern die Spielzeit 83 / 84.



Der ASV beendete die Spielzeit auf dem vierten Tabellenplatz. Zeitweise konnte man den Eindruck gewinnen dass im Fußballbereich endlich Ruhe eingekehrt ist. Wenn aber eine Mannschaft unter Protest antritt spricht dies eine andere Sprache. Auch Trainerwechsel während der laufenden Saison ( Rohrschneider / Kern ) deuten in diese Richtung. Eine realistische Möglichkeit, in den Kampf um die Spitze einzugreifen bestand nicht, zu groß war die Überlegenheit des HuSV und Altona 93. Beide Vereine waren durch Sponsoren finanziell sehr gut aufgestellt. Man darf getrost davon ausgehen, dass Trainer Willi Reimann und auch Walter Frosch in Altona sehr gut entlohnt wurden. Beide Vereine konnten sich in der Aufstiegsrunde zur AOL durchsetzen.
Über die gesamte Spielzeit gab es beim ASV zu viel Mittelmaß, nur wenige Spiele ragten heraus, genannt seien die Begegnungen gegen Meiendorf ( 9. Spieltag ), gegen Urania (20), Sperber (22) und die Spiele gegen Altona 93. In der Zuschauergunst rangierte der ASV mit durchschnittlich 580 Besuchern auf dem dritten Platz. Die Spiele von Altona 93 sahen im Mittel 721 Besucher, den VfL Pinneberg wollten 621 Zuschauer sehen.
Absteigen aus der Verbandsliga müssen der SV Börnsen, der SC Condor und der Harburger TB. Zum Schluß ein Blick in eine Etage tiefer: Nachbar Curslack-Neuengamme und der frühere Zweitligist Barmbek - Uhlenhorst müssen in die Bezirksliga absteigen.

Statistik (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken)








































Nachweis der Informationsquellen
Die Kurzkommentare zu den Verbandsligaspielen lehnen sich an die Berichterstattung des HAB an, ebenso ist das Spielerportrait dem HAB entnommen. Die Abschlußtabelle entstammt dem DEUTSCHEN FUSSBALLARCHIV

Foto (Elstern) H-M Lippold

Was ist bisher geschehen? Alle Folgen der Elstern-Chronik !!!