Donnerstag, 14. März 2019

Die Elstern – Fussball im Amateurbereich Saison 1982 / 83 (Autor: Hans-Martin Lippold)




Die Saison 81 / 82 nahm ein versöhnliches Ende. Auch wenn das ursprüngliche Ziel – die Teilnahme an der AOL – Aufstiegsrunde – verfehlt wurde, war der Gewinn des Hamburger Verbandspokals mehr als nur ein Trostpflaster. Es wurde doch immerhin ein Gastspiel eines Bundesligavereins an den Sander Tannen erhofft. Der Wunsch von Trainer Mewes nach dem HSV als Gegner ging allerdings nicht in Erfüllung.
Statt dessen wurde den Elstern der FC Bayern München zugelost.
Ein absolutes Traumlos!! Alle beim ASV Verantwortlichen waren auf dieses Spiel fokussiert. Es war mit einem Massenansturm auf die Sander Tannen zu rechnen. Präparierung der Spielfläche, Organisation des Ordnungsdienstes, Bereitstellung von Parkflächen, Regelung des Straßenverkehrs in Absprache mit der Verkehrspolizei, Besetzung der Kassenhäuschen – all diese Dinge mußten im Vorfeld geregelt werden. Wer aber nun gedacht hatte, daß im Umfeld der Mannschaft angesichts der bevorstehenden Aufgabe Einigkeit herrschen würde sah sich gründlich getäuscht. Unter der Überschrift
Bergedorf trennt sich von Trainer Mewes
berichtete das HAB am 30. Juli 82 von der völlig überraschenden Trennung. Trainer Mewes beklagte sich über Kompetenzschwierigkeiten und bot seinen Rücktritt an. Dieses Angebot wurde vom ASV in Person des Abteilungsleiters Nevio Morini angenommen. Gerhard Mewes flog in Urlaub und die Leitung des Trainings wurde Klaus Vogel und Lutz Bendler übertragen. Morini wird mit den Worten - Dieses Gespann hatten wir ohnehin für die Saison 83 / 84 vorgesehen – zitiert. Eine solche Situation kann man nur mit Bedauern zur Kenntnis nehmen und sich fragen, ob alle Möglichkeiten einer Einigung wahrgenommen worden sind. Über Spielerwechsel / Saisonplanung kann leider nichts berichtet werden, das HAB hat über diesen Themenkomplex nichts mitgeteilt. Im Laufe dieser Berichterstattung wurde Jürgen Obstmeyer in der Mannschaftsaufstellung des SC Urania wiedergefunden.

Zusammensetzung der Verbandsliga
Das Hamburger Fußball – Oberhaus hat wie jedes Jahr das Gesicht geändert. Anstelle der Absteiger SC Pinneberg , des HSV Barmbek – Uhlenhorst und TuS Güldenstern Stade schafften der SV Börnsen und die FSV Harburg den Sprung ins Oberhaus. Neben dem SV Börnsen und der FSV Harburg trat auch der SV Lurup wieder in der Verbandsliga an. 20:48 Punkte reichten in der AOL nur zum 17. Tabellenplatz und führten zum Abstieg in die Verbandsliga. Dem SV Börnsen gelang nach zweijähriger Abwesenheit die Rückkehr in die Eliteliga. Die FSV Harburg ist absoluter Neuling in dieser Spielklasse. Der Ursprung der FSV geht bis in das Jahr 1865 zurück. Als ein aus dem Arbeitersport hervorgegangener Verein wurde dieser im Jahre 1933 aufgelöst. Die Neugründung im Jahre 1945 ging einher mit einer Fusion zwischen der Arbeiterturnerschaft, TV Vorwärts, FC Herta und dem Freien Wassersportverein zur FREIEN TURN – UND SPORTVEREINIGUNG v. 1893. Später erfolgte eine Umbenennung zur FREIEN SPORTVEREINIGUNG v. 1893. 1978 gelang der FSV der Aufstieg aus der 6. Liga / Bezirksliga in die Landesliga ( Hammoniastaffel ). Nach Platzierungen 6, 8 und 11 gelang 1982 mit einem Punkteverhältnis von 46:14 der Sprung in das Hamburger Oberhaus vor Altona 93 mit gleicher Punktzahl und dem HTB.
Der Start in die Spielzeit 1982 / 83 erfolgte für die Elstern am 9.8.82, eine Woche früher als eigentlich vorgesehen, es mußte ja für das Spiel gegen den FC Bayern ein Termin freigehalten werden. Der Start in die 38. Saison erfolgte am zweiten Augustwochenende 1982.

Start in Quickborn
Die Konstellation mit zwei Übungsleitern, die gleichzeitig als Spieler auf dem Platz standen war gewöhnungsbedürftig, insbesondere dann, wenn man durch einen prüfenden Blick auf die Mannschaftskameraden vom eigentlichen Geschehen abgelenkt wird. So konnte es passieren, daß Stefan Schütt ( TuS Holstein ) das Leder zu Kay Klüver weiterleiten konnte, der hatte keine Mühe den Bergedorfer Keeper zu überwinden. Da zu allem Überfluß Volker Spill in der 37. Minute einen Strafstoß nicht verwandeln konnte, blieb ec bei dem Treffer zum 0 : 1 aus der 27. Minute der Tus Holstein Quickborn zum ersten Tabellenführer der noch jungen Saison machte.

Sieg gegen Wilhelmsburg – Veddel
Ein Blitzstart der Elstern ( Keller, 4. Minute ) stellte früh die Weichen auf Sieg und als Volker Spill in der 18. und 90. Minute noch nachlegten konnte gingen die Elstern als 3 : 0 - Sieger vom Platz. Den Start in die Punkterunde konnte man als gelungen ansehen.

DuWo an die Wand gespielt
Der TSV DuWo 08 war den Elstern rettungslos unterlegen. Schon früh – Volker Spill in der 4. Minute - gingen die Elstern in Führung. Danach ging es ruhiger zu und es dauerte bis zur 40. Minute als Holger Brügmann auf 2 : 0 erhöhte. Nach dem Seitenwechsel, in der 47. Minute meldete sich DuWo mit dem Anschlußtreffer zum 1 : 2 durch Burmeister zu Wort. Danach schlug aber die Stunde von Volker Spill: in der 73. – 79. - 84. und 89. Minute erhöhte er auf ein auch in dieser Höhe verdientes 6 : 1 für den ASV.

Sprung an die Tabellenspitze
Das letzte Spiel vor dem Saisonhöhepunkt – Spiel gegen den FC Bayern – könnte eine Standortbestimmung werden, so eine Art Generalprobe. Gegner an den Sander Tannen waren die Amateure des HSV. Schon nach sechs Minuten gingen die Schützlinge von Erwin Pichowiak, dem Trainer des HSV, durch Thomas Block in Führung. Der Torschütze vom Dienst, Volker Spill, erhöhte seinen Kontostand in der 17. und 21. Spielminute auf sieben Tore in bislang vier Spielen. Damit sorgte er für den 2 : 1 – Erfolg für den ASV und gleichzeitig auch für eine gelungene Generalprobe.

Ein Spiel für die Geschichtsbücher
Es gab nur ein Thema in Bergedorf: das Spiel der ersten DFB – Pokalhauptrunde gegen den FC Bayern München. An alles mußte im Vorfeld gedacht werden. Beim Druck der Eintrittskarten angefangen, Ordnungsdienst, Verkehrsregelung, Unterbringung der Schiedsrichter und ein gesicherter Durchgang von den Umkleidekabinen auf das Spielfeld. Herrmann Hansen, Idol der fünfziger Jahre, blieb es vorbehalten, letzte Hand an die Holzplanken der Sitzplätze zu legen. Die Bayern nahmen das Spiel ernst, Karl – Heinz Rummenigge holte bei seinem Nationalmannschaftskameraden Horst Hrubesch Auskünfte über die Spielstärke der Elstern ein. Horst Hrubesch riet zur Vorsicht und Bayerntrainer Pal Csernai schickte sein stärkstes Aufgebot nach Bergedorf. Das waren Jean - Marie Pfaff im Tor und Klaus Augenthaler, Wolfgang Grobe, Udo Horsmann, Wolfgang Dremmler, Paul Breitner, Bernd Dürnberger, Kalle Del´ Haye, Dieter Hoeneß und Karl - Heinz Rummenigge

Am 28.8.82 pfiff Schiedsrichter Mierswa aus Hänigsen das Pokalspiel zwischen dem ASV Bergedorf 85 und dem FC Bayern München an. Die Zuschauerränge waren mit 12000 Besuchern prall gefüllt.

Der FC Bayern übernahm von Beginn an das Kommando auf dem Platz und setzte die Elstern unter Druck. Die von Klaus Vogel mustergültig organisierte Abwehr hielt dem Ansturm der Bayern stand und so blieb der erste Durchgang torlos. Bei den favorisierten Bayern blieb vieles Stückwerk, strukturiertes und planvolles Angriffsspiel fand nicht statt, einige Leistungsträger liefen ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Bundesliga gegen vierte Liga, da hat man seine Vorstellungen vom Spielverlauf, aber der Bundesligist, der FC Bayern blieb vieles schuldig. Nach Wiederbeginn das gleiche Bild, aber die Bayern fanden keine Mittel den Abwehrblock der Elstern zu überwinden. Die Feldüberlegenheit des FC Bayern trug keine Früchte und dann kam die 68. Spielminute! Aus dem Mittelfeld spielte Volker Spill einen Steilpaß auf Holger Brügmann, der lief seinem Gegenspieler Wolfgang Grobe davon und ließ Jean – Marie Pfaff im Tor der Bayern keine Chance.

Die Elstern waren gegen die großen Bayern 1 : 0 in Führung gegangen !!

Der Jubel an den Sander Tannen kannte keine Grenzen, aber es waren noch zweiundzwanzig Minuten zu spielen. Die Spannung nahm zu und auf der Bank der Bayern machte man sich mit dem Gedanken an eine Niederlage vertraut. Wie wollte man eine Niederlage bei einem Viertligisten erklären ? Die Abwehr der Elstern war unüberwindbar und den Bayern drohte die Zeit davonzulaufen aber dann stürzte der Himmel über den Sander Tannen ein. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff erreichte eine Flanke in den Bergedorfer Strafraum den Kopf von Dieter Hoeneß und der überwand Harro Dierks im Elsterntor.

Der FC Bayern hatte zum 1 : 1 ausgeglichen!

Die reguläre Spielzeit war danach beendet. Entsetzen, Trauer, Bestürzung – das waren die Reaktionen der Bergedorfer Spieler und wer kann das nicht nachvollziehen? In der Verlängerung machte sich die konditionelle Überlegenheit des Bundesligisten bemerkbar . Es fielen noch drei Tore von Dieter Hoeneß und ein Tor von Paul Breitner zum 5 : 1 – Erfolg des FC Bayern München gegen den
Viertligisten aus Bergedorf. Nicht die Niederlage hat die Mannschaft ins Mark getroffen sondern der Zeitpunkt des Ausgleichstores. Nur fünf Sekunden fehlten bis zur Sensation. Das war brutal und ganz bitter.

Welch ein Spiel!

Alle ASV – Spieler haben sich selbst übertroffen und bundesweit auf sich aufmerksam gemacht. Achtung, Respekt und Anerkennung für die Leistung der Amateure. Auch die sportlich faire Einstellung fand große Anerkennung und bei Muskelkrämpfen Bergedorfer Spieler leisteten Bayernspieler spontan Hilfestellung. Zwölftausend Besucher haben ein Spiel miterlebt und erlitten das nicht in Vergessenheit geraten wird. Beide Vereine erhielten nach Abzug aller Unkosten einen Betrag von 45 000 DM. Die Leistung der Bayernspieler fand bei der Vereinsführung wenig Resonanz und so sah man von der Zahlung einer Siegprämie ab.




















Anmerkung der Redaktion:
Zu einer Diashow des Bayernspiels (hier klicken!)
Zum Beitrag in der ARD-Sportschau (klicken!)



Zurück im Alltag
Die Elstern waren zurück in der Verbandsligarealität und mußten sich an den Sander Tannen mit dem SC Urania auseinandersetzen. Der Zuschauerzuspruch blieb hinter der Erwartung zurück. Nach der Glanzvorstellung gegen den FC Bayern hatte man mehr als die 1200 Besucher erwartet. Nicht nur die Publikumsresonanz war enttäuschend, denn durch zwei Tore von Dämmich (Urania ) gingen die Gäste bis zur 26. Minute 2 : 0 in Führung. Christian Hofmeister schoß den ASV in der 27. Minute mit seinem Tor zum 1 : 2 wieder zurück ins Spiel. Das 2 : 2 fiel durch Andreas Roloff unmittelbar nach Wiederbeginn. In der 70. Minute war es wieder Dämmich, der alle Hoffnungen der Elstern auf einen Punktgewinn zunichte machte, mit seinem Tor zum 3 : 2 schickte er die Elstern auf die Verliererstraße, gleichzeitig fielen die Elstern vom ersten auf den fünften Tabellenplatz zurück. Tabellenführer Lurup dicht auf den Fersen war der VfL Geesthacht mit 8 : 2 Punkten gefolgt vom Hummelbüttler SV und dem SV Börnsen mit 7 : 3 Punkten. 5 : 5 Zähler standen für den Tabellenneunten, der TSV Reinbek zu Buche.

Sieg in Alsterdorf
Der SC Sperber hat schon bessere Zeiten erlebt, zwei Punkte aus den bisher fünf Spielen sind eine magere Ausbeute die nur zum vorletzten Tabellenplatz reichte. Gegen die Gäste aus Bergedorf konnte Sperber die Bilanz nicht aufbessern. Vor 300 Besuchern sorgten die Elstern für klare Verhältnisse, denn Spill (25.), Brügmann (61.) und nochmals Volker Spill in der73. Minute sorgten für einen ungefährdeten Auswärtssieg der Bergedorfer Elstern.

SV Börnsen war die bessere Mannschaft
Es gibt Tage, da klappt einfach nichts und so einen Tag erwischten die Elstern beim Heimspiel gegen den SV Börnsen. Durch Jörn Clasen ging den SVB in der in der 18. Minute in Führung. Die hielt bis zur 44. Minute, dann gelang Christian Hofmeister der Ausgleichstreffer. Erneut war es Clasen, der in der 54. Minute wieder für die Führung der Gäste sorgte. Dem 3 : 1 für Börnsen ging ein Foulspiel von Daniel Glogowski voraus, den fälligen Elfmeter verwandelte Holger Jacobson in der 69. Minute. Um dem Spiel noch eine Wende zu geben gingen Vogel und Hofmeister in den Sturm, so aber wurden dem SVB Kontermöglichkeiten geboten. Diese wurden ausgenutzt, ein Eigentor von Glogowski in der 85. Minute und ein Tor von Hasselfeld eine Minute vor dem Abpfiff führten am Ende zu einer schmerzlichen 1 : 5 Heimniederlage vor 900 enttäuschten Besuchern.

Niederlage im Derby
Wieder stand für den ASV ein Derby auf dem Spielplan. Im Reinbeker Stadion am Mühlenredder war die heimische TSV Gastgeber für die Elstern. Spielentscheidender Akteur auf dem Platz war einmal mehr Walter Dobberkau in Reihen der Reinbeker. Seine beiden Tore in der 35. und 80. Minute entschieden das Spiel zugunsten der TSV
Nach acht Spieltagen und 8 : 8 Punkten war das Experiment mit zwei Spielertrainern beim ASV beendet. Klaus Vogel und Lutz Bendler wurden von ihren Traineraufgaben entbunden und traten nur noch als Spieler in Erscheinung. Einige Wochen zuvor wurde Peter Rohrschneider in Hummelsbüttel nach Meinungsverschiedenheiten mit Fußballobmann Beck entlassen. Rohrschneider kehrte auf die ASV – Trainerbank zurück und trat dort seine dritte Amtszeit an. Die freie Trainerstelle in Hummelsbüttel wurde anschließend von Gerhard Mewes, bis Juli noch Trainer bei den Elstern, besetzt.

Elstern gegen Elstern
So oder so ähnlich könnte man das Spiel des VfL Geesthacht gegen die Elstern umschreiben. Sechs Spieler des VfL standen früher in den Reihen der Elstern. Vor 1000 Besuchern erzielte Klaus Muruszach an alter Wirkungsstätte das 1:0 für den VfL. Die Führung hatte nicht lange Bestand, in der 47. Minute fiel das Ausgleichstor durch Volker Spill. Die Freude währte nur kurz denn Dabbert (VfL) brachte seine Mannschaft in der 54. Minute erneut in Führung. Eine doppelte Überzahl – zwei Gesthachter erhielten eine Zeitstrafe – ließen die Elstern ungenutzt verstreichen und als dann noch Daniel Glogowski die rote Karte erhielt war die Partie für den VfL gelaufen. Mit einem 2 : 1 nahm die Bergedorfer Auswahl in Reihen des VfL Geesthacht die Punkte an die Elbe mit.

Remis im Traditionsduell
Einst ein Spitzenspiel im Hamburger Amateuroberhaus, traten an der Hoheluft der Tabellenzwölfte, der SC Victoria auf den Zehnten in der Tabelle, den ASV. Außer der Nennung der Torschützen war im HAB über dieses Spiel nichts zu erfahren. In der 39. Minute schoß Christian Hofmeister den ASV in Führung, Kawohl (SCV) glich in der 65. Minute aus.
Nach zehn Spieltagen hatten sich der SV Lurup – Absteiger aus der AOL - mit 18:2 Zählern und der Hummelsbüttler SV (17:3) an der Tabellenspitze festgesetzt. Die Plätze 3, 4 und 5 wurden von Mannschaften aus dem Heimatgebiet belegt: Geesthacht 14:6 Punkten vor Börnsen und Reinbek mit jeweils 11:9 Punkten. Ungemütlich die Lage bei DuWo 08 mit 3:17 Punkten.

Keine Chance in Hummelsbüttel
Daß es in Hummelsbüttel sehr schwer sein würde war allen Beteiligten klar aber trotzdem hielten die Elstern lange Zeit gut mit. In der zweiten Minute gingen die Elstern durch Andreas Roloff völlig überraschend in Führung, dieses Resultat konnten die Elstern auch mit in die Kabine nehmen. In der 47. Minute fiel der Ausgleichstreffer durch den alten Routinier Georg Volkert, Domzalski (HuSV) erhöhte in der 58. Minute auf 2:1. Kaum war der Torjubel der 400 Besucher verklungen fiel das 3:1 durch Volkert, der einen Strafstoß verwandeln konnte. In der 74. Minute setzte Brüggmann mit seinem Tor zum 4:1 den Schlußpunkt.

Sieg gegen Stade 
Nicht alle Mannschaften sind mit so vielen Stars ausgestattet wie der HuSV und so ergab sich die Gelegenheit für die Elstern zu einem Spiel auf Augenhöhe. Gegner an den Sander Tannen war der VfL Stade. Die Gäste aus Niedersachsen waren im bisherigen Saisonverlauf nicht auf Rosen gebettet und lagen bei einem Punktestand von 6:14 drei Punkte hinter den Elstern. Die Stader gingen in der 22. Minute durch Soehl in Führung. Die Führung hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Chr. Hofmeister stellte in der 51. Minute den Gleichstand her, fünf Minuten später traf Gerd Kalla zum 2:1 für den ASV. Der VfL gab sich nicht geschlagen und konnte durch Holst in der 66. Minute zum 2:2 ausgleichen. Zwei Tore von Spill in der 71. und 83. Minute sicherten in der Schlußphase vor 350 Zuschauern den Elstern einen verdienten 4:2 – Erfolg. Das Schlagerspiel des 11. Spieltages fand in Lurup statt. Gast in Lurup war der HuSV, der Tabellenzweite. Hektik und Nervosität bestimmten das Spielgeschehen und den wachsamen Beobachtern blieb nicht verborgen daß die Stars im Team des HuSV noch nicht nahtlos integriert waren, insbesondere Peter Hidien und Horst Blankenburg blieben unter ihren Möglichkeiten und hatten mit ihren Gegenspielern viel Mühe. Der SV Lurup lieferte eine taktisch sehr gute Leistung ab und überzeugte mit schnellem, schnörkellosem Konterspiel. Grau und Schumacher erziellten in der28. und 86. Minute die Tore zum verdienten 2:0 – Erfolg des SV Lurup über den Hümmelbüttler SV. 3500 Besucher – soweit es sich um Anhänger des SV Lurup handelte - waren mit dem Spielergebnis absolut zufrieden.

Pinneberg blieb siegreich
Die Chance auf ein ausgeglichenes Punkteverhältnis wurde vergeben. Auf Platz sieben stand der VfL Pinneberg mit 13:11 Punkten, die Elstern zwei Plätze tiefer ( Rang 9 ) hatten 11:13 Zähler auf dem Konto. Bei einem Sieg hätten die Elstern ein ausgeglichenes Punkteverhältnis und wären am VfL vorbeigezogen. Es kam anders. Nach fünfundzwanzig Minuten konnte Hofmeister zwar das 1:0 erzielen doch zwei Tore von Witt (VfL) machten die Bergedorfer Siegeshoffnungen zunichte. 11:15 Punkte reichten nur noch zum 11. Tabellenplatz.

Punkt beim Tabellennachbarn
Neuling FSV Harburg rangierte in der Tabelle mit 10:16 Punkten einen Punkt hinter den Elstern auf dem12. Tabellenplatz. Auch wenn der Tabellenstand eine ausgeglichene Partie erwarten ließ, hatten die Elstern mit dem Gegner mehr Mühe als ihnen lieb war. Uttke (FSV) erzielte für seine Mannschaft in der 14. Minute die Führung, diesem Rückstand mußten die Elstern lange Zeit hinterherlaufen und es dauerte bis zur 87. Minute bis Lutz Bendler dem ASV mit dem Ausgleichstor einen Punkt sicherte.

Lurup wurde überrascht. 
Der eindeutige Favorit im Spiel in Bergedorf war der SV Lurup. Während der SV Lurup mit 23:3 Punkten an der Tabellenspitze thronte standen die Elstern im Niemandsland der Tabelle mit 12:16 Punkten auf Platz 14. Neu in der Startelf des ASV war der erst neunzehnjährige Wolfgang Dettmann. Sein Einstand gelang, denn schon in der dritten Minute gelang ihm das Tor zum 1:0 für die Elstern. Weitere Tore fielen in schneller Folge: Ausgleichstreffer in der15. Minute durch Falkenhagen, in der 35. Minute Führungstreffer für den ASV durch Holger Brügmann und nur eine Minute später das 2:2, erzielt von Grau. Vor 700 Besuchern sorgten die Elstern nach einer längeren Durststrecke wieder für positive Schlagzeilen.

Unruhe in einem Verein ist nie leistungsfördernd! Als hätte es nicht schon genug Diskrepanzen in den letzten Wochen gegeben ( Trennung von Trainer Mewes, Einsetzung und Ablösung des Trainerduos Vogel / Bendler ) wurde Fußball – Abteilungsleiter Nevio Morini im November 82 entlassen. Ihm wurde laut HAB vorgeworfen, im Verein Unruhe verbreitet zu haben. Die Argumente lassen sich nachträglich nicht mehr bewerten, nur soviel: an allen Entscheidungen ist ein Abteilungsleiter kraft Amtes an führender Stelle beteiligt wenn nicht sogar Auslöser. Daß die Entscheidungen der letzten Monate die Elstern vorangebracht haben kann niemand behaupten. Neuer Leiter der Fußballabteilung wurde Martin Schütze, bisher Leiter der Jugendbereiches.

Torlos in Wilhelmsburg
Torlose Fußballspiele lassen sehr häufig ratlose Zuschauer zurück. Gewonnener oder verlorener Punkt – diese Frage bleibt dann unbeantwortet. So erging es auch den Lesern des HAB denn außer dem Spielergebnis gab es keine weiteren Informationen zu diesem Spiel.

Sieg über das Schlußlicht 
Der Tabellenletzte, der TSV DuWo 08 sieht ganz harten Zeiten entgegen. Sechs Punkte aus den bisher sechzehn Begegnungen weisen in Richtung Landesliga, daran sollte sich nach dem Spiel gegen die Elstern nichts ändern. Dafür sorgte Volker Spill mit seinem Tor in der 25. Minute. DuWo blieb die rote Laterne erhalten, der ASV verbesserte sich auf den 7. Tabellenplatz.

Steigerung bei den HSV – Amateuren
Die Amateurmannschaft des HSV waren ein anderes Kaliber verglichen mit der Truppe von DuWo 08. Im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt war der HSV gegen die Elstern eindeutig Favorit aber nach dem Schlußpfiff gab es bei den Rothosen lange Gesichter. Ein Formanstieg war bei den Elstern nicht zu übersehen. Eine Vielzahl von Chancen konnte jedoch nicht verwertet werden, ein altes Leiden, nicht nur bei den Elstern. Dem stand allerdings eine umständlich und ideenlos operierende HSV – Mannschaft gegenüber die den Bergedorfern keine großen Probleme bereitete. Das Spiel endete 0:0, zeigte aber auch, daß die Mannschaft mehr kann als die momentane Tabellensituation aussagt.
Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Der ASV und Torjäger Volker Spill gehen getrennte Wege. Im HAB war – laut Trainer Rohrschneider – von menschlichen Problemen die Rede. Was immer sich dahinter verbergen mag: nur selten ist bei solchen und ähnlichen Zerwürfnissen immer nur ein Teil schuld.

Achtungserfolg am Schützenhof
Gegen den SC Urania hatten die Elstern stets harte Nüsse zu knacken, es waren hartumkämpfte Partien mit knappen Ergebnissen. Auch das Spiel am 20. Spieltag wurde kein Spaziergang. Zunächst ging Urania in der 27. Minute durch Duve in Führung doch nach dem Seitenwechsel fiel durch Keller der Ausgleichstreffer. Güclü (Urania) konnte seine Mannschaft in der 62. Minute wieder in Führung bringen. Nach weiteren drei Minuten gelang Christian Hofmeister der erneute Ausgleich der den Elstern einen verdienten Punkt bescherte. Ein abwechslungsreiches Spiel endete mit einem leistungsgerechten 2:2.

Nach zwanzig Spieltagen hatten sich der SV Lurup und der HuSV von den übrigen Mannschaften deutlich abgesetzt und strebten der Teilnahme an der AOL – Aufstiegsrunde entgegen. Hier ein Ausschnitt aus der Tabelle 1. Lurup 36 Punkte 2. Hummelsbüttel 35 Punkte und 3. VfL Geesthacht 27 Punkte Abgeschlagen mit sechs Punkten bei nur einem Sieg stand DuWo 08 am Tabellenende.
Ein so deutlicher Vorsprung der Spitzenmannschaften macht Spiele der anderen Mannschaften uninteressant und die Zuschauer bleiben zu Hause. Von Manfred Juhnke, dem Trainer des VfL Geesthacht wurde in diesem Zusammenhang die Frage nach der Chancengleichheit unter den Verbandsligamannschaften aufgeworfen. Werfen wir einen Blick auf die finanziellen Möglichkeiten einiger Vereine. Martin Schütze, Bergedorfer „Fußballchef“ nennt für die Elstern einen Etat von 160 000 DM. An diesem Betrag ist die BIERBÖRSE KLEIN – KLECKERSDORF mit 40 000 DM pro Jahr beteiligt, herrührend von einem Dreijahresvertrag über 120 000 DM. Für den Hummelsbüttler SV wird ein Betrag von weit über 300 000 DM angegeben.Dem SV Lurup stehen Mittel in ähnlicher Größenordnung zur Verfügung, allein die Dienste von Ex-Profi Manfred Mannebach sind dem SV Lurup 48 000 DM pro Saison wert. Beide Vereine, der SVL und der HuSV werden von finanzstarken Sponsoren aus der Baubranche unterstützt. Der gesamte Ligaetat der TSC Viktoria Wihelmsburg - Veddel beträgt 48 000 DM. Die Frage, ob Geld Tore schießt darf also weiterhin diskutiert werden.

Teilerfolg gegen Sperber
Ein Spiel, das in der HAB – Berichterstattung nicht stattfand wurde am 21. Spieltag an den Sander Tannen ausgetragen. Nur 180 Zuschauer wollten das Spiel des ASV gegen den SC Sperber sehen. Das Spiel endete torlos. Am Ende des Spieltages fanden sich die Elstern mit 19:23 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz wieder. Kritisch war die Lage für Sperber, bei 13:29 Punkten bestand akute Abstiegsgefahr.

Die Elstern kommen nicht zur Ruhe 
Es muß wohl schon eine Weile unter der Decke gebrodelt haben, aber die Meldung vom 6.3.83 im HAB schlug wie eine Bombe ein Sieben Spieler haben Bergedorf verlassen Nicht gezahlte Aufwandsentschädigungen in Höhe von 2000 bis 4000 DM haben sieben Spieler zum Anlaß genommen, nicht mehr für die Elstern anzutreten. Die Torhüter Harro Dierks und Michael Sprang
sowie Fred Keller, Holger Brügmann, Jan Höricke, Frank Erb und Norbert Jürgens stehen nicht mehr zur Verfügung, dazu Volker Spill, der die Elstern schon Wochen vorher verlassen hat. Nicht genannt in dieser Aufstellung wurde Daniel Glogowski. Erstmals am 14.3.83 taucht Daniel Glogowski beim SV Lurup als Neuzugang von Bergedorf 85 auf.

Die Mannschaft, die dem FC Bayern im Pokalspiel so großartig Paroli geboten hat existiert nicht mehr.

Ein Problem mußte Trainer Rohrschneider nun kurzfristig lösen; wer sollte im nächsten Punktspiel in Reinbek im Tor stehen. Der 19-jährige Andreas Naurikat aus der A – Jugend wurde für dieses Spiel als Torhüter nominiert. Martin Schütze wurde in dieser Angelegenheit aktiv und nahm Kontakt zu Helmut Kröger auf, der in Düneberg sehr erfolgreich als Talententdecker und Förderer tätig war. Helmut Kröger war inzwischen Trainer des TSV Gülzow und sein Stiefsohn Rudi Laube stand dort zwischen den Pfosten. Martin Schütze und Helmut Kröger konnten sich schnell auf die Freigabe von Rudi Laube einigen.

Die Elstern leben noch. 
Bange Erwartungen unter den 300 Besuchern an den Sander Tannen – wie würden sich die Elstern nach dem Ausscheiden von sieben Spielern gegen die TSV Reinbek präsentieren? Das Spiel endete 0 : 0 und es war Erleichterung zu spüren. Es stand eine Mannschaft auf dem Platz und besonders die eingesetzten Nachwuchsspieler taten sich durch Engagement und Einsatz hervor und wenn ein Spiel torlos endet spricht dies auch für eine tadellose Torhüterleistung. Das Spiel nährte die Zuversicht auf bessere Zeiten und die Erwartung, daß der Begriff Klassenerhalt für die Elstern kein Thema wird.

Punktgewinn in Geesthacht
Kann sich die Mannschaft stabilisieren? Das war die Frage nach dem Spiel gegen die TSV Reinbek. Viele Akteure haben mit ihren Gegenspielern schon in einer Mannschaft gespielt, das macht die Aufgabe nicht leichter. In der 30. Minute ging der ASV durch ein Eigentor des VfL ( Schmidt war der Unglücksrabe ) in Führung, aber der Vorsprung konnte nicht über die Zeit gebracht werden, denn Ingo Pinnau verdarb den Elstern den Nachmittag durch sein Tor zum 1 : 1 – Endstand.

Rückschlag gegen Victoria
Statt Spitzenspiel nun eine Begegnung im Niemandsland der Tabelle, das war das Spiel des ASV gegen den SC Victoria. Nur der Sieger hatte die Möglichkeit, sich der oberen Tabellenhälfte anzunähern. Dies gelang dem SC Victoria. Die Mannschaft von der Hoheluft blieb an den Sander Tannen nach zwei Toren von Krause 2:0 erfolgreich. Victoria verbesserte sich auf den achten Tabellenplatz während der ASV auf den zwölften Platz abrutschte. Nichts Neues an der Tabellenspitze. Lurup und Hummelsbüttel zogen einsam ihre Kreise. Mit respektvollem Abstand dahinter Börnsen ( 30:16), Geesthacht (29:19) und die HSV – Amateure (26:20). Auf den Abstiegsplätzen traf man den VfL Stade und die FSV Harburg (beide 15:31 Zähler) sowie das abgeschlagene Schlußlicht DuWo mit 6:42 Punkten

Erwartete Niederlage 
Die Bergedorfer Rumpfmannschaft war gegen den Hummelsbüttler SV vor 500 Besuchern nur Außenseiter und so konnte man sich über eine 0:2 – Heimniederlage nicht allzusehr beklagen. Nachdem Brüggmannn und Domzalski in der ersten Halbzeit den HuSV in Führung brachten war die Partie entschieden. Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr der Elstern machten es den Gästen leicht zumal auch Klaus Vogel und Torhüter Rudi Laube nicht ihren besten Tag hatten.

Sieg in Stade
Zwei aufeinanderfolgende Heimniederlagen haben den ASV in die Nähe der kritischen Tabellenzone gebracht. Ein Sieg in Stade würde die Elstern von den größten Sorgen befreien. Die 550 Besucher im Stader Stadion erlebten einen unerfreulichen Nachmittag, denn der VfL lief dem Bergedorfer Führungstor – Bargsten in der 47. Minute - vergeblich hinterher. Die Elstern behaupteten den knappen Vorsprung und gingen als verdienter Sieger vom Platz. Für den VfL wurde die Lage sehr kritisch - 17:33 Punkte und drei Punkte Abstand zum rettenden Ufer, der ASV auf Platz zwölf hatte 23:29 Zähler.

Das Spitzenspiel des Spieltages fand in Hummelsbüttel statt. Das Spiel gegen den Rivalen SV Lurupbescherte dem HuSV eine Rekordkulisse von 3000 Besuchern. Die Gäste aus Lurup waren von Trainerfuchs Herbert Kühl sehr gut auf den Gegner eingestellt worden und ließen die Platzherrn nicht zur Entfaltung kommen. Zwei Tore von Falkenhagen (SVL) in der 25. und 70. Minute waren eine Vorentscheidung. Der Anschlußtreffer von Volkert aus der 74. Minute leitete einen Schlußspurt des HuSV ein, da aber die besten Chancen nicht genutzt werden konnten gingen die Luruper als verdiente Sieger vom Platz. Der SV Lurup übernahm die Tabellenführung und verwies Hummelsbüttel auf den zweiten Tabellenplatz.

Ein wichtiger Teilerfolg 

Noch waren die Elstern nicht “über den Berg" und es galt, auch in Pinneberg zu bestehen. Ein frühes Tor von Fred Keller aus der 10. Minute gab den Elstern Sicherheit, aber als Jan Höricke in der 35. Minute der Ball an die Hand sprang entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Dittmer (VfL) nahm das Geschenk an und verwandelte zum glücklichen 1:1 für den VfL Pinneberg. Ganz offensichtlich hat Jan Höricke seinen Entschluß, die Elstern zu verlassen, nicht in die Tat umgesetzt. Bei noch drei ausstehenden Spielen betrug der Abstand zum ersten Abstiegsplatz fünf Punkte.

Sieg im Nachbarschaftsduell
Von den bisherigen fünf Spielen gegen die Vereine aus der näheren Nachbarschaft ( Geesthacht, Börnsen und Reinbek ) konnten die Elstern noch keines gewinnen, in der Vorrunde gab es gegen Börnsen eine ganz bittere 1:5 – Schlappe an den Sander Tannen. Ein Sieg in Börnsen würde die Elstern von allen Sorgen befreien. Der SVB war bei der Realisierung dieses Vorhabens behilflich denn ein Eigentor von Exposito (SVB) sorgte in der 62. Minute für die Führung des ASV. Zehn Mlnuten später folgte durch Lutz Bendler das 2 : 0. Die Partie war noch nicht entschieden denn ein verwandelter Handelfmeter brachte den SVB auf 1:2 heran. Die Elstern behaupteten die knappe Führung und traten frei von Abstiegssorgen den Heimweg an. Die Meisterschaft der Verbandsliga Hamburg wird zwischen Lurup und Hummelsbüttel entschieden. Den 50:6 Punkten des SV Lurup stehen 48:8 Zähler des HuSV entgegen. Der SV Börnsen auf dem 3. Tabellenplatz hatte vierzehn Punkte Rückstand auf Hummelsbüttel. Geesthachts Trainer Juhnke brachte es auf den Punkt: Lurup und der HuSV spielen in der falschen Liga. Dramatik in der Abstiegszone! DuWo steht mit 7:49 als Absteiger fest. Gefährdet sind der SC Sperber auf Platz 13 mit 22:34, die FSV Harburg mit 21:35 auf Platz 14 und der VfL Stade auf dem vorletzten Platz mit 19:37 Zählern.

Aufstand am Tabellenende
Nur der SC Sperber tanzte aus der Reihe - die Raubvögel mußten in Quickborn mit einem 0:3 Federn lassen. Dadurch hatten im „Gefahrenbereich“ die Tabellennachbarn die Möglichkeit die Abstände zu verringern und die Chancen auf den Klassenerhalt zu vergrößern. Der VfL Stade nahm von der Hoheluft mit einem 4 : 2 die Punkte mit und der FSV Harburg könnte an den Sander Tannen auch etwas für sein Punktekonto tun. Die Harburger traten an den Sander Tannen nicht wie ein Abstiegskandidat auf auch wenn der Spielverlauf zunächst eine andere Sprache spricht. In der 18. Minute verwandelte Hofmeister einen Handelfmeter zur Führung, diese wurde in der 57. Minute von Lutz Bendler auf 2:0 ausgebaut. Der starke Schlußspurt der Harburger wurde zunächst in der 66. Minute durch das Tor von Uttke zum 1:2 belohnt. Ein umstrittener Foulelfmeter führte in der 74. Minute zum 2:2. Auch wenn das Ergebnis für die Harburger glücklich zustande kam war es ein verdienter Punktgewinn. Die FSV und Sperber waren mit nun22:36 Zählern punktgleich gefolgt vom VfL Stade mit einem Punkt Rückstand.

Freibier an der Flurstraße
In Lurup gab es Grund zum feiern. Der SVL konnte seinen Einpunkte - Vorsprung gegenüber dem HuSV verteidigen. Den Platzherrn reichte eine mittelmäßige Leistung um die Elstern mit einer 0:4 – Niederlage nach Hause zu schicken. Für den ASV war die Saison schon vor dem Spiel gelaufen und der SV Lurup konnte nach 1981 zum zweiten Mal die Meisterschaft der Verbandsliga Hamburg
 feiern.

Herzlichen Glückwunsch an den SV Lurup.
Dem HuSV half der 3:1 Sieg in Stade nicht weiter, der Rückstand gegenüber dem SV Lurup konnte nicht mehr aufgeholt werden. Neben DuWo 08 müssen die FSV Harburg und der VfL Stade den Weg in die Landesliga antreten.
Der ASV beendete die Punkterunde auf dem 11. Tabellenplatz mit einem Punktestand von 27:33 Zählern. Zum ersten Mal seit dem Abstieg aus der Regionalliga im Jahr 1970 wurde die Saison mit einer negativen Bilanz beendet. Erfolgreichster Torschütze - obwohl während der laufenden Saison ausgeschieden - war Volker Spill mit fünfzehn Treffern. Die Spiele der Verbandsliga Hamburg wurden im Durchschnitt von 381 Zuschauern verfolgt, durchschnittlich kamen 532 Besucher an die Sander Tannen, deutlich aber der Zuschauerschwund während der Saison: Kamen zu den acht Vorrundenspielen noch 706 Besucher im Durchschnitt, wollten nur noch 338 Besucher die Spiele der Rückrunde verfolgen.

Der Verlauf der Spielzeit 1982/83 war eine einzige Achterbahnfahrt.
Durch eine großartige Leistung im Pokalspiel gegen den FC Bayern München haben die Elstern bundesweit Achtung, Anerkennung und Sympathien erworben, aber dann kam ein Absturz ohnegleichen.
Schon vor Saisonbeginn trennte man sich von Trainer Gerhard Mewes weil man Kompetenzprobleme nicht ausräumen konnte und übergab die Trainerfunktion an zwei Spieler. Dieses Experiment wurde schnell beendet und Peter Rohrschneider kehrte auf die ASV – Trainerbank zurück.
Im November 1982 wurde der Leiter der Fußballabteilung – Nevio Morini - von seinen Aufgaben entbunden und durch Martin Schütze, den Leiter der Jugendabteilung ersetzt
Ende Dezember 82 verließ Volker Spill die Elstern, menschliche Probleme diagnostizierte Trainer Rohrschneider in diesem Zusammenhang.

Als wenn es nicht schon genug Diskrepanzen gegeben hat, gab es noch eine Steigerung. Ausstehende Aufwandsentschädigungen veranlaßten sieben Spieler, nicht mehr für den ASV anzutreten. Es war „Not am Mann“, plötzlich standen die Elstern ohne Torwart da. Der Torwart der A – Jugend mußte einspringen und Rudi Laube vom TSV Gülzow konnte verpflichtet werden.

Wehmut nach dem letzten Spiel Klaus Vogel, seit 1971 bei den Elstern , beendete mit dem Spiel beim SV Lurup seine aktive Laufbahn. In den zwölf Jahren an den Sander Tannen hat er sich einen Ruf als ganz großer Fußballer erworben, menschlich und charakterlich hat er Spuren hinterlassen. TuS Aumühle darf sich glücklich schätzen einen solchen Fußballer als Trainer verpflichtet zu haben.

Nach einer solchen Saison ist dem ASV zu wünschen, daß der Sport wieder in den Vordergrund rückt und in der Presse nur noch über Fußballspiele berichtet wird.

Weitere Statistiken (Zum Vergrößern bitte auf das Schaubild klicken):





Nachweis der Informationsquellen Der vorliegende Bericht wird durch folgende Informationsquellen unterstützt: Die Kurzkommentare zu den Spielen der Verbandsliga lehnen sich an die Berichterstattung des HAB an, ebenso stammen die beiden Zeitungsartikel zum Pokalspiel gegen den FC Bayern aus dem HAB. informationen zur Torhütersituation des ASV stammen von Helmut Kröger, dem damaligen Trainer des TSV Gülzow. Die Textausschnitte zum Pokalspiel sind dem HAB entnommen worden. Aus dem Kicker und der Zeitschrift Sport Hamburg stammen die Fotos vom Pokalspiel der Elstern gegen den FC Bayern. Aus dem Portal Deutsches Fußballarchiv ist die Abschlußtabelle der Saison 82 / 83 entnommen worden.




Freitag, 8. März 2019

Elstern-Round-Up 1/19




Die Winterpausen im Amateurfußball sind gefühlt eine Ewigkeit.
Am 2. Dezember 2018 verloren unsere Elstern das letzte Punktspiel zuhause gegen den Barsbüttler SV.
Das sind genau 96 Tage wenn heute Abend um 19 Uhr am Mittleren Landweg der Schiedsrichter die Partie ETSV Hamburg vs. ASV Bergedorf 85 anpfeifen wird.

Was in der Zwischenzeit so alles passiert ist?
HSV-Fans haben in dieser Zeitspanne bestimmt schon dreimal ihren Verein in den Himmel gelobt bzw. ihn in ein paar Jahren wieder in Europa spielen sehen  und bestimmt haben diese selben Leute in diesen 96 Tagen ihre Lieblinge verteufelt und schon an die Drittklassigkeit gedacht und vielleicht sogar schon vom Mann mit dem Kuckkuck geträumt.

Theresa May hat in diesen 96 Tagen gefühlt 7x Mal die „entscheidende“ Brexit-Abstimmung verloren.
AKK – unsere neue Bundeskanzlerin – zumindest zweimal in ein richtiges Fettnäpfchen getreten und die SPD hat in dieser Zeitspann zwei Kanzlerkandidaten ausgerufen..

Eine junge Schwedin hat seit Anfang Dezember 16x die Schule geschwänzt und den Erwachsenen einen Spiegel vor Augen gehalten und gezeigt was Courage bedeutet. Unzählige politische Biedermänner und  -Frauen haben daraufhin stereotyp von Schulpflicht gefaselt….

Drei Jahre jünger als Greta ist Luca. Luca spielt bei uns im ASV Dart und hat es am 8. Januar
geschafft auf die Titelseite der Bergedorfer Zeitung zu kommen – Dank seines großartigen Erfolges: Norddeutscher Jugendmeister !

Gleichalt wie Greta ist Gerrit. Gerrit ist ein Judoka bei der Judo-Gemeinschaft Sachsenwald. Am 5.März diesen Jahres titelte die Bergedorfer Zeitung . „Gerrit Noack – ein Goldjunge aus Bergedorf“
Zum ersten Mal seit 21 Jahren kommt ein deutscher Meister (U18) im Judo wieder aus dem Heimatgebiet.
Und nicht ganz unbeteiligt ist Florian Hahn – sein Trainer! Flo ist bekanntlich großer Elsternfan und kann zurecht mächtig stolz sein!

In der Winterpause erreichte uns aber auch eine traurige Nachricht. Werner Thomsen – Trainer der Elstern in den Saisons 1974/75 und 1975/76 – starb im Alter von 82 Jahren. Wir halten diesen  großen Hamburger Amateurtrainer in guter Erinnerung.

Nun also nur noch wenige Stunden bis zum Punktspielstart 2019.
ETSV Hamburg ist der Gegner. Spontan fallen dem langjährigen 85-Fan ehemalige Spieler vom ASV ein, die am Mittleren Landweg großgeworden sind:

Allen voran natürlich Sven „Mucki“ Pinz (Foto rechts), der über 10 Jahre in den 1990iger Jahren der Publikumsliebling an den Sander Tannen war. Sein Kampfgeist, seine „Bissigkeit“ und Schnelligkeit waren einmalig. Ein ganz anderer Spielertyp
war Hartmut „Hardy“  Harlapp. Eleganz, technisch versiert, kopfballstark und torgefährlich. Attribute, die auf den Blondschopf zutreffen.
Auch Jassi Huremovic kam vom ETSV.

In guter Erinnerung auch die traditionellen Vorbereitungsturniere im Sommer: Auf den drei Rasenplätzen am Mittleren Landweg hat ETSV-Urgestein Rolf Gerdau jahrzehntelang ein Mammutturnier auf die Beine gezogen.
Nun haben die Elstern die Ehre als eine der ersten Mannschaften auf dem neunen Kunstrasenplatz am Platz an der S-Bahnstation Mittlerer Landweg spielen zu dürfen.
Aufgrund des Umbaus hatte der ETSV in der Hinrunde fast nur Auswärtsspiele.
Im Eröffnungsspiel konnte der ETSV gut gegen Titelfavorit ASV Hamburg mithalten. Nach großem Kampf musste man sich nur 2:3 geschlagen geben.

Mit 16 Punkten liegt das Team von den Trainern Christopher Leitlof und Hauke Klug auf dem 11. Platz. Der ASV Bergedorf 85 hat 5 Punkte mehr auf dem Konto und ist Neunter !
Auf den ETSV-Torjäger Jasper Garbers müssen die Elstern aufpassen – 11 Mal knipste er schon.

Mit der Vorbereitung kann 85-Trainer Patrick Paap eigentlich zufrieden sein:
Oftmals unter den Torschützen Marco Bugla ! Der Neuzugang, der schon Oberligaerfahrung aufweisen kann, zeigt bereits wie wertvoll er für das Team werden könnte.
Heute wird es nun ernst !
Eine große Fanscharr wird sicherlich wieder die Elstern lautstark anfeuern.

Auch unsere 2. Herren haben schon eine kleine Fangemeinde, die eigentlich rundherum zufrieden sein kann. Im ersten Jahr spielt das Team von Trainer Meier gleich oben mit und ist auf Aufstiegskurs.
Am Sonntag, den 10.3.19 geht’s an den Sander Tannen um 12 Uhr gegen den SV Vahdet 2.

Die Jugendteams des ASV Bergedorf 85 haben aufgrund der Frühjahrs („Ski“)ferien spielfrei.
In den bisherigen Aufstiegsspielen zur Jugendlandesliga lief es bisher für die A- und B-Jugendlichen unseres Vereins noch nicht ganz rund. Aber die Jungs können noch aus eigener Kraft ihre Ziele erreichen.


Mittwoch, 23. Januar 2019

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1981 / 82 (von Hans-Martin Lippold)


Die Spielzeit 1980 / 81 hat die Fans der Elstern auf eine harte Probe gestellt und deren Geduld über Gebühr strapaziert. Tabellenplatz acht bei einem Punktekonto von 33 : 27 Zählern, das war nicht das was man von den Elstern erwarten durfte. In einigen Situationen drängte sich der Eindruck auf, daß zwischen Trainer und Mannschaft die Harmonie gestört war.

Der Wunsch nach einem Umbruch wurde nach Ende der Saison in die Tat umgesetzt. Es begann mit der Position des Trainers: Peter Rohrschneider verließ den ASV und verdingte sich beim Hummelsbüttler SV. Daß der ASV für Zbigniew Kruszynski nur eine Durchgangsstation sein würde war absehbar. Nach einem Probetraining bei Eintracht Frankfurt bescheinigte ihm Eintracht – Trainer Lothar Buchmann Bundesligatauglichkeit, zum Vertragsabschluß kam es nicht. So fand Kruszinsky den Weg zu den Amateuren des HSV in der Hoffnung auf Bundesligaeinsätze. Ersatztorhüter Karsten Fischer, Andreas Vick und Ingo Pinnau zog es zum VfL Geesthacht, Kay Petersen und Rainer Schmidt schlugen ihre Zelte beim klassentieferen SV Börnsen auf. Nach einem Jahr beim ASV kehrte Horst Töllner zu seinem Stammverein TV Jahn Wilhelmsburg zurück während Jens Muruszach sich dem SV Curslack – Neuengamme anschloß.

Folgende Neuzugänge konnten an den Sander Tannen begrüßt werden. Vom Ligakonkurrenten VfL Stade streiften Günter Bargsten, Fred Keller, Lutz Bendler und Christian Hofmeister das Elstern Trikot über, weiterhin zog es Jürgen Obstmayer vom SC Urania sowie Alexander Laas vom SC Sperber an die Sander Tannen. Alle genannten Spieler verfügten bereits über Verbandsligaerfahrung. Für den Platz zwischen den Pfosten, als Ersatz für Michael Sprang, wurde von Altona 93 der verbandsligaerfahrene Keeper Harro Dierks verpflichtet. Auch Jan Höricke, ebenfalls mit Erfahrung im höherklassigen Fußball, kam während der Saison von der TSV Reinbek an die Sander Tannen. Aus dem Holsteinischen Elmenhorst kam Ewald Piep, nicht weit davon entfernt, in Lauenburg , hatte Holger Drzyszga bisher seine sportliche Heimat, auch ihn zog es an die Sander Tannen. Vervollständigt wurde die Liste der Neuzugänge durch Oliver Gustmann vom FC St. Pauli und Jürgen Timmann vom SV Ochsenwerder sowie durch Volker Spill vom SV Curslack -Neuengamme. Volker Spill tauchte schon zu Beginn der Saison 79 / 80 als Neuzugang im Bergedorfer Aufgebot auf, über eine zwischenzeitliche Abwanderung konnte nichts in Erfahrung gebracht werden.

Dem neuen Trainer der Elstern, Gerhard Mewes ging nicht nur in fußballerischer Hinsicht ein ganz ausgezeichneter Ruf voraus. Gekennzeichnet wird er durch ein hohes Maß an sozialer Kompetenz. Sein voriger Arbeitgeber war der Ligakonkurrent VfL Stade.

Nicht nur an den Sander Tannen gab es neue Gesichter, auch die Zusammensetzung der höchsten Hamburger Fußball – Liga hatte sich verändert. Aus den beiden Landesligen gab es je einen Aufsteiger und aus der Amateuroberliga kehrten zwei Mannschaften in Hamburgs oberste Spielklasse zurück.

Vorstellung der Aufsteiger 
Der SC Pinneberg wurde im Jahre 1918 als FC Pinneberg gegründet. Nachdem das sportliche Angebot erweitert wurde erfolgte am 12.2.75 die Umbenennung in SC Pinneberg Am Ende der Saison 78 / 79 reichte dem SC Pinneberg der 2. Platz der Bezirksliga West ( 6. Liga ) zum Aufstieg in die Hammoniastaffel ( 5. Liga ). Nach Platz neun in der Spielzeit 79 / 80 belegte der SC Pinneberg am Ende der Saison 80 / 81 den ersten Tabellenplatz und schaffte erstmals den Sprung in die Verbandsliga Hamburg. Bislang stand der SCP immer im Schatten des großen Nachbarn VfL Pinneberg, nun durften sich die Pinneberger Fußballfreunde auf Lokalderbies auf Augenhöhe freuen.

Der andere Aufsteiger, der VfL Geesthacht hatte seine erste Blütezeit in der Saison 46 / 47 in der in dieser Saison dreigeteilten 1. Klasse Hamburg / Elbestaffel. Der VfL belegte damals den neunten Tabellenplatz. Maßgeblichen Anteil daran hatte der damalige Trainer Fritz Langner, ein knorriger Typ der die Sprache der Spieler sprach. Bis in die siebziger Jahre war Fritz Langner in der Bundesliga tätig. Der VfL verbrachte nach diesem Höhenflug viele Jahre in den unteren Amateurklassen bis 1977 eine neue Sportanlage einen Aufschwung auslöste. 1979 Meisterschaft in der Kreisliga ( 7. Liga ) mit vierzehn Punkten Vorsprung. 1980 wurde in der Bezirksliga Ost ( 6. Liga ) mit sechs Zählern Vorsprung ebenfalls die Meisterschaft errungen. Damit verbunden war der Sprung in die Hammoniastaffel ( 5. Liga ). Nachdem auch dort der Titel gewonnen wurde stand der VfL im Hamburger Fußballoberhaus. Trainer Werner Jaschik wurde von Manfred Juhnke abgelöst und der VfL machte Anstalten an alte Traditionen anzuknüpfen.

Eine Änderung der Ligenstruktur auf DFB – Ebene hatte Auswirkungen auf den Hamburger Amateurfußball. Die beiden Staffeln der zweiten Bundesliga wurden zu einer Staffel zusammengefaßt mit dem Ergebnis daß zwölf ehemalige Zweitligisten in den Nord – und Westdeutschen Amateurklassen untergebracht werden mußten. Der VfB Oldenburg, Göttingen 05, Holstein Kiel, und der OSV Hannover wurden in die Amateuroberliga Nord eingereiht mit der Folge, daß auch hier die Zahl der Absteiger erhöht wurde. Sechs Vereine mußten diese Klasse verlassen, darunter auch die beiden Hamburger Mannschaften vom Hummelsbüttler SV und der HSV Barmbek – Uhlenhorst. Mit lediglich zwei Siegen aus vierunddreißig Spielen kamen die Barmbeker über den letzten Platz nicht hinaus. Der HuSV verspielte am letzten Spieltag durch eine 0 : 2 - Niederlage beim FC St. Pauli den Klassenerhalt, denn Konkurrent VfB Lübeck besiegte zeitgleich den MTV Gifhorn und sicherte sich den rettenden 12. Tabellenplatz.

Somit gab es vier neue Gesichter in der Verbandsliga Hamburg, die beiden Aufsteiger aus Pinneberg und Geesthacht sowie die beiden Absteiger aus Barmbek und Hummelsbüttel. Nicht mehr dabei war der SV Lurup, der Mannschaft von der Flurstraße gelang der Aufstieg in die Amateuroberliga.

Vorschau auf die kommende Spielzeit
Von den Hamburger Fachleuten wurde dem Hummelbüttler SV die Favoritenrolle zugewiesen. Trotz des Abstiegs aus der AOL standen auch für die kommende Saison erhebliche finanzielle Mittel für die Verstärkung und Finanzierung der Mannschaft zur Verfügung. Rosenfeld und Brüggmann kamen aus der zweiten Bundesliga zum HuSV, auch der frühere Nationalspieler Georg Volkert wollte seine Stiefel für die Hummelsbüttler schnüren. Nach Ablauf der Reamateurisierungsfristen und Freigabeprozeduren sind die neuen Akteure spielbechtigt. Auch etliche Spitzenspieler aus dem Hamburger Amateurbereich wechselten nach Hummelsbüttel, genannt seien Dämmich vom SC Urania sowie Buck und Rasch vom Leidensgenossen BU. Ex – Elster Peter Hartwig zog es von Wilkelmsburg nach Hummelbüttel ebenso wie Jugendnationalspieler Stefaniak vom VfL Lohbrügge. Der bisherige Trainer Werner Thomsen, erstmals in seiner Trainerlaufbahn abgestiegen, wechselte zum SC Victoria und wurde durch Peter Rohrschneider ersetzt.
Auch die Amateurmannschaft des HSV wurde hoch gehandelt . Erklärtes sportliches Ziel war der Aufstieg in die Amateuroberliga. Die Mannschaft des ASV war schwer einzuschätzen, vom bisherigen Spielerstamm waren noch Norbert Jürgens, Klaus Vogel, Daniel Glogowski und Michael Sprang im Aufgebot. Ein Umbruch hat stattgefunden.

Am 9.8.82 fiel der Startschuß zur 37. Spielzeit der Verbandsliga Hamburg 
Das Heimatgebiet, der östliche Teil des HFV – Gebietes war durch drei Mannschaften vertreten, den VfL Geesthacht, die TSV Reinbek und den ASV. Der Wettbewerb um die Vorherrschaft in Hamburgs Osten konnte beginnen. Die TSV Reinbek behielt gegen Güldenstern Stade mit 1 : 0 die Oberhand, der VfL Geesthacht blieb mit 2 : 1 über DuWo 08 Sieger.

Niederlage zum Auftakt
Nicht so gut erging es dem ASV beim VfL Stade. Vor 1200 Besuchern unterlag der ASV dem VfL mit 1 : 3 Toren. Mit einem 1 : 1 ging es in die Halbzeitpause aber Schlieker ( VfL ) machte mit seinen beiden Toren in der 61. und 81. Minute alle Hoffnungen zunichte. Keller ( ASV ) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich.

Sperber nahm die Punkte mit
Es war ein halbes Eigentor. In der 19. Minute trat ein Bergedorfer Abwehrspieler über den Ball und Pape ( Sperber ) hatte keine Mühe das Leder über die Torlinie zu befördern. Sechshundert Besucher hatten an diesem Ergebnis keine Freude.

Erneute Niederlage 
Ausgerechnet Andreas Vick, in der vorigen Spielzeit noch im Trikot der Elstern tätig war der Mann des Tages. Sein Tor aus der 60. Minute entschied das Spiel zugunsten des VfL und schickte den ASV auf den vorletzten Tabellenplatz. Sowas nennt man dann Fehlstart!

Der Neuling ließ die Punkte liegen 
Am vierten Spieltag trat der SC Pinneberg erstmals an den Sander Tannen zum Verbandsligapunktspiel gegen die Elstern an. Ohne großen Respekt präsentierte sich der Neuling und ging in der 16. Minute durch Thoden in Führung aber Keller konnte noch vor der Pause ( 37. ) ausgleichen. Als die Gäste im zweiten Durchgang sich in die Defensive zurückziehen wollten gelangen dem ASV durch Obstmayer ( 52. ) und Jürgens ( 80. ) zwei Tore zum 3 : 1 – Endstand. Sechshundert Besucher sahen den ersten Saisonerfolg und hegten Hoffnung auf bessere Zeiten.

Ein unbequemer Gegner
Spiele in Wilhelmsburg waren bisher immer mit harter Arbeit verbunden, so auch das aktuelle Gastspiel des ASV. Die Platzherrn gingen durch Schulz in der 35. Minute in Führung, sorgten aber durch ein Eigentor von Baumann in der 40. Minute selbst für den Ausgleich. Die Freude der Elstern war nur von kurzer Dauer denn Schneehuber brachte seine Mannschaft noch vor der Pause erneut in Führung. Den 2 : 2 – Endstand führte Norbert Jürgens in der 69. Spielminute herbei.

Der Favorit siegte
Wenn eine Mannschaft nach fünf Spielen neun Punkte auf dem Konto hat muß man diese Truppe als Favorit ansehen. Diesem Anspruch wurde der HuSV an den Sander Tannen gerecht. Fast schon programmgemäß brachte Petzold in der 42. Minute die Gäste in Führung, aber noch vor der Pause fiel durch Jürgen Obstmayer der Ausgleich. Lange Zeit waren die Elstern ein gleichwertiger Gegner aber der 71. Minute machte Jürgen Domzalski ( HuSV ) mit dem Tor zum 2 : 1 die Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte. Vor 1150 Besuchern siegte Hummelbüttel mit 2 : 1 und festigte die Spitzenposition während die Elstern im Tabellenkeller verweilen mußten.

Tag der Lokalderbies 
Der siebte Spieltag der Verbandsliga servierte den Fußballfreunden Spiele zwischen benachbarten Vereinen. So gab es erstmalig im Hamburger Fußballoberhaus das Spiel zwischen dem SC Pinneberg und dem „großen“ VfL. Der Gast, der VfL, nahm vor 1000 Besuchern durch ein Tor von Schäfer aus der 60. Minute beide Punkte mit. Das Barmbeker Nachbarschaftsduell zwischen dem SC Urania und BU wurde von 800 Besuchern beobachtet. Tore vom Worm ( 20. ), Güclü ( 46. ) und Krontal ( 82. ) sorgten für einen glatten 3 : 0 – Erfolg der Uranen über die Mannschaft von BU. Urania blieb ungeschlagen auf dem dritten Tabellenplatz und verpaßte dem Nachbarn BU die rote Laterne. Auch in Stade wurde um die lokale Vorherschaft gekämpft. Der VfL als Gastgeber empfing den TuS Güldenstern und schien durch zwei Tore von Fitschen aus der 36. und 72. Minute einem sicheren Sieg entgegenzugehen, doch ein energischer Endspurt des TuS führte durch Treffer von Spohrs aus der 84. Minute und Rathjen aus der 89. Minute zu einem glücklichen Punktgewinn. Aufatmen bei den Elstern! Das Gastspiel des ASV am Reinbeker Mühlenredder konnten die Elstern dank eines Treffers von Volker Spill aus der 66. Minute erfolgreich gestalten und durch diesen 1 : 0 – Erfolg den Anschluß an das Tabellenmittelfeld herstellen.

Vorsprung nicht gehalten 
Die Gäste vom Schützenhof, der SC Urania, ungeschlagener Tabellendritter, sah lange Zeit wie der Verlierer aus. Vor eintausend Besuchern gingen die Elstern nach torloser erster Halbzeit durch Tore von Jan Höricke (47. ) und Keller ( 60. )in Führung. Ein von Hennings verwandelter Foulelfmeter brachte Urania in der 80. Minute auf 1 : 2 heran. Dämmich gelang in der 84. Minute der 2 : 2 – Ausgleichstreffer. Urania blieb ungeschlagen, der ASV machte einen kleinen Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld.

Zittersieg gegen den Angstgegner 
In der Vergangenheit hat der TSV DuWo 08 den Elstern so manchen Strich durch die Rechnung gemacht. So waren die Elstern und ihre Anhänger nach Ablauf der neunzig Minuten froh, die Punkte an den Sander Tannen zu behalten. Volker Spill brachte den ASV in der 21. Minute in Führung. Für das 2 : 0 sorgten die Gäste in der 42. Minute durch ein Eigentor von Biege. Ein von Mohring in der 65. Minute verwandelten Foulelfmeter führte die Gäste auf 1 : 2 heran aber die Elstern konnten den knappen Vorsprung verteidigen. Immerhin: mit 8 : 10 Punkten wurde erstmals in der laufenden Spielzeit ein einstelliger Tabellenplatz belegt, nämlich Platz neun!

Der Vorsprung reichte nicht 
Auch wenn der Glanz früherer Begegnungen ermattet ist sind die Spiele zwischen dem SC Victoria und dem ASV herausragende Begegnungen. Der Pausenstand von 2 : 0 für den ASV nach Treffern von Drzyzsga ( 13. ) und Hoffmeister ( 39. ) an der Hoheluft deutete zwar einen doppelten Punktgewinn für den ASV an, aber Victoria drehte im zweiten Durchgang die Partie und kam durch Stüwe ( 69. ) und Krüger ( 75. ) noch zum Ausgleich
Nach zehn Spieltagen kann eine erste Saisonbilanz gezogen werden. Der Hummelsbüttler SV und der SC Sperber sind die einzigen Mannschaften ohne Niederlage, beide Mannschaften belegen die beiden ersten Tabellenplätze. Ohne Sieg lag Güldenstern Stade auf dem letzten Platz. Die höher eingeschätzten Mannschaften des SC Victoria und Bergedorf 85 belegten mit je 9 : 11 Zählern die Plätze zehn und elf. Absteiger BU sieht mit sieben Punkten aus zehn Spielen schweren Zeiten entgegen. Mit einem ausgeglichenem Punktestand von 10 : 10 findet man die beiden weiteren Vereine aus dem Heimatgebiet, VfL Geesthacht und TSV Reinbek im Mittelfeld der Tabelle.Erfolgreichster Torschütze mit siebzehn Toren aus zehn Spielen ist Peter Hartwig aus Hummelsbüttel.

Der Weg führt nach oben 
Am letzten Oktoberwochenende fand der VfL Pinneberg, ein alter Rivale, den Weg an die Sander Tannen. In den letzten Partien verfestigte sich – trotz einiger Unentschieden – der Eindruck, daß sich die Bergedorfer Mannschaft stabilisiert hat und so galt es, diesen Eindruck zu bestätigen. Dies gelang, denn Volker Spill und Christian Hoffmeister stellten in der 10. und 30. Minute den Spielstand auf 2 : 0. Am Ende des Tages hatten die Elstern ein ausgeglichenes Punkteverhältnis ( 11 : 11 ) und fanden sich auf dem siebten Tabellenplatz wieder.

Punktgewinn am Rothenbaum
Die Amateure des HSV, mit großen Ambitionen in die Runde gestartet, waren Gastgeber für die Elstern. Nach der „Papierform“ mußte man die HSV – Mannschaft als Favorit ansehen aber die Elstern konnten Paroli bieten. Zunächst brachte Volker Spill in der 29. Minute den ASV in Führung, doch sechs Minuten später gelang dem HSV durch Peer Posipal der Ausgleich. Die erneute Führung für den ASV erzielte Norbert Jürgens in der 53. Minute. Aber Zbigniew Kruszyinski, in der vorigen Saison noch im ASV – Trikot tätig, verdarb seinen früheren Mannschaftskameraden den Nachmittag und und schoß in der 53. Minute das Ausgleichstor. Nach einer abwechslungsreichen Partie nahm der ASV einen Punkt mit nach Hause. Vielleicht hätten es auch zwei Punkte sein können wenn Daniel Glogowski nicht zum zweiten Male in dieser Saison des Feldes verwiesen wäre.

Sieg in Quickborn 
Oft genug mußten die Elstern in der Schlußphase einer Partie Gegentore hinnehmen die dann zu Punktverlusten führten. Diesmal kam es anders. Drei Minuten vor Ende der Begegnung schoß Jan Höricke das 1 : 0 für die Gastmannschaft, den ASV. Mit nunmehr 14 : 12 Zählern waren die Elstern auf dem 6. Tabellenplatz angekommen. An der Tabellenspitze zog der Hummelbüttler SV, immer noch ungeschlagen, mit 24 : 2 Zählern einsam seine Kreise, der Abstand zum Tabellezweiten, dem SC Sperber, betrug sechs Punkte.

Der Trend hält an 
Auch der bisher sieglose TuS Güldenstern Stade konnte den Vormarsch der Elstern nicht stoppen. Fünfhundert Besucher konnten beobachten wie Holger Drzyszga und Volker Spill in der 36. und 89. Minute die Tore zum 2 : 0 –Heimsieg erzielten. Diese bescherten dem ASV 16 : 12 Zähler und den fünften Tabellenplatz. Das Starensemble des HuSV hatte seit dem 1. November einen weiteren Prominenten in seinen Reihen, für Georg Volkert lag nun die Freigabe vor und er lief beim 5 : über den SC Pinneberg erstmals im Trikot des Hummelbüttler SV auf.

Sieg über BU 
Der Rupprechtplatz in Barmbek war Austragungsort der letzten Vorrundenpartie der Verbandsliga Hamburg. Gastgeber für den ASV war der HSV Barmbek – Uhlenhorst, Absteiger aus der AOL. Auch die Barmbeker haben sich nach schwachem Start in der Verbandsliga akklimatisiert und standen zum Ende der Vorrunde auf dem neunten Tabellenplatz. Der ASV wollte seinen Weg in die oberen Tabellenregionen fortsetzen und in Barmbek gewinnen. Dank eines Treffers von Holger Drzyszga aus der 40. Minute gelang dieses Vorhaben. Mit achtzehn Punkten aus fünfzehn Spielen und einer Serie von bisher neun Spielen ohne Niederlage wurde die Vorrunde beendet.

Wiedergutmachung gelungen 
Das erste Spiel der Saison führte die Elstern zum VfL Stade, dort gab es eine 1 : 3 – Niederlage und den Auftakt zu einem verpatzten Saisonstart. Aus den letzten zehn Spielen konnte der ASV inzwischen siebzehn Punkte einfahren, die Zeichen standen günstig für den ASV. Die Gäste indes erwiesen sich als sehr unangenehmer Gegner und gingen auch sehr schnell in Führung, Heitmann traf in der 2. Minute. Es dauerte bis zur 50. Minute ehe Volker Spill der Ausgleich gelang. Die Einwechslung von Lutz Bendler belebte zusätzlich das Bergedorfer Angriffsspiel, die Folge war in der 71. Minute der Bergedorfer Führungstreffer durch Jürgen Obstmayer. Zehn Minuten später ließ Jan Höricke das 3 : 1 für den ASV folgen. Die Revanche für die Hinspielniederlage war geglückt und mit 20 : 12 Punkten waren die Elstern auf Platz vier angekommen. Der Abstand zum Tabellenzweiten, dem SC Urania, betrug nur noch zwei Punkte. Die gleiche Punktzahl stand für den VfL Geesthacht zu Buche – Tabellenplatz fünf, die Reinbeker Freunde rangierten mit 13 : 19 Punkten auf dem zwölften Platz.

Punkteteilung gegen Reinbek
 Winterliche Platzverhältnisse in ganz Norddeutschland waren dafür verantwortlich, daß das einzige norddeutsche Verbandsligaspiel an den Sander Tannen stattfand. Es war das Spiel des ASV gegen die TSV Reinbek. Ein herrlicher Weitschuß des Ex – Renbekers Norbert Jürgens ließ Fred Salomon im Reinbeker Gehäuse keine Chance und es stand 1 : 0 für den ASV. Die für ihre Auswärtsstärke bekannten Reinbeker gaben sich jedoch nicht geschlagen und nahmen nach dem Ausgleichstor durch Michael Buschmann in der 83. Minute einen Punkt an den Mühlenredder mit. Eintausendzweihundert Besucher waren vom Spielausgang nur mäßig begeistert.

Dank an den Torwart 
Wenn sich die Feldspieler nach dem Schlußpfiff bei ihrem Torhüter bedanken hat das nach aller Wahrscheinlichkeit mit dem Spielausgang zu tun. Zum Spiel: Austragungsort war das Heinrich Kruse --Stadion, Spielstätte des TSV DuWo 08. In der 5. Minute gingen die Gastgeber durch Mohring in Führung und gestalteten das Spiel überlegen. In der 52. Minute mußte DuWo durch Rüdiger Schwarz den Ausgleich hinnehmen, konnte die Partie aber weiterhin überlegen gestalten. Nach dem Abpfiff wußten Mannschaft und mitgereiste Fans wem die Elstern den Punktgewinn zu verdanken hatten: Torhüter Michael Sprang war der Mann des Tages!

Fortsetzung gegen den SC Victoria 
Kann der ASV seinen Aufschwung gegen den großen Rivalen früherer Jahre fortsetzen? Diese Frage stellten sich 450 Fußballfreunde und besuchten die Sander Tannen. Nach Spielende ging der Bergedorfer Teil der Besucher zufrieden nach Hause und die Mannschaft als Sieger vom Platz. Folgendes war dem vorausgegangen: Lutz Bendler traf in der 35. Minute zur Führung des ASV, mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel wurde der SC Victoria stärker und kam in der 52. Minute durch Stüwe zum Ausgleich. Vier Minuten später durchkreuzte Christian Hoffmeister die Pläne der Victoria und brachte den ASV erneut in Führung. Damit waren die Weichen auf Sieg gestellt, den Rüdiger Schwarz mit dem 3 : 1 in der 77. Minute perfekt machte. Mit 24 : 14 Punkten und dem dritten Tabellenplatz war der ASV nun voll im Geschäft.
Der HuSV war mit 36 : 2 Punkten der Konkurrenz weit enteilt. Der SC Sperber mit 26 : 12, der ASV und der SC Urania ( ein Spiel weniger ) mit 23 : 13 Punkten waren die heißesten Anwärter auf den zweiten Tabellenplatz. Aber Vorsicht! Nichts kann so trügerisch sein wie eine Tabelle auf Basis unterschiedlicher Anzahl ausgetragener Spiele. Einen Rekordsieg feierte der HuSV mit einem 9 : 0 über den VfL Geesthacht, hierbei war Peter Hartwig sechsmal erfolgreich.

Auch in Pinneberg siegreich 
Der Weg des ASV in der Erfolgsspur konnte auch vom VfL Pinneberg nicht gestoppt werden. So mußten 350 Besucher mit ansehen, wie der ASV dem einheimischen VfL die Grenzen aufzeigte. Das 1 : 0 durch Bargsten aus der 28. Minute wurde durch Jan Höricke in der 68. Minute in ein 2 : 0 umgewandelt. Nach weitere drei Minuten stelle Volker Spill mit seinem Tor zum 3 : 0 den Sieg der Elstern sicher, der Anschlußtreffer des VfL durch Schäter in der 73. Minute konnte am verdienten Sieg des ASV nichts ändern. Da der SC Sperber in Wilhelmsburg mit 2 : 3 unterlag, schoben sich die Elstern auf den zweiten Tabellenplatz vor. Allerdings war diese Position trügerisch, denn der SC Urania hatte ein Spiel weniger ausgetragen, somit einen Pluspunkt weniger, aber auch einen Minuspunkt weniger. In der laufenden Saison hatten die Uranen erst zwei Spiele verloren und sind gegen jede andere Mannschaft der Verbandsliga Favorit – außer gegen Hummelsbüttel! Unabhängig von der „Tabellenschieflage“ ( 19 – 22 ausgetragene Spiele ) ist der HuSV von der Tabellenspitze kaum noch zu verdrängen. Hart umkämpft ist der zweite Tabellenplatz zwischen den ASV und dem SC Urania wobei leichte Vorteile beider Urania liegen aufgrund der geringeren Anzahl von Minuspunkten bei einem Spiel weniger. Der VfL Geesthacht liegt mit 22 : 20 Punkten im gesicherten Mittelfeld –Platz sieben, Reinbek kann mit 19 : 23 Punkten noch in Schwierigkeiten kommen. Stark gefährdet sind der VfL Stade und der SC Pinneberg mit je 13 : 27 Punkten. Abgeschlagen ist der TuS Güldenstern Stade mit nur einem Sieg und 8 : 32 Punkten.

Eine Galavorstellung 
Die Amateurmannschaft des HSV war mit großen Erwartungen in die Saison gestartet, blieb aber doch viel schuldig. Sportliche Zielsetzung und persönliche Ambitionen einzelner Spieler stimmten nicht immer überein. So mußte man den bisherigen Tabellenplatz sechs als enttäuschend ansehen. Die Elstern, seit Woche auf einem Höhenflug, spielten die HSV – Amateure an die Wand. Christian Hofmeister (14.) und Volker Spill (26.) schickten den Gast mit einem 0 : 2 Rückstand in die Kabinen. Wer nun dachte, die Elstern würden sich mit diesem Resultat zufrieden geben, sah sich getäuscht. In der 58. Minute überwand Holger Drzyszga den HSV – Torwart mit einem sehenswerten Heber aus 45 Metern zum 3 : 0. Damit nicht genug; nochmals Spill (73.) und Höricke (84.) erhöhten auf 5 : 0. Eine Ergebniskorrektur nahm Blank, der beste im HSV – Trikot in der 84. Minute mit dem Tor zum 1 : 5 – Endstand vor. Mit einer desolaten Leistung verabschiedeten sich die Rothosen von den siebenhundertfünfzig Bergedorfer Zuschauern. Der SC Sperber trotzte dem HuSV mit einem torlosen Unentschieden einen Punkt ab und auch Urania kam beim SC Pinneberg über ein 0 : 0 nicht hinaus. Nach Minuspunkten hatten die Elstern nun mit Urania gleichgezogen, gewinnt aber Urania sein Nachholspiel – wovon man ausgehen muß – wären die Elstern wieder Tabellendritter.

Punkteteilung gegen Gesthacht 
Trainer Mewes hatte es geahnt: wir müssen gegen viele ehemalige Bergedorfer spielen. Gemeint waren die Ex – Elstern Emmerich, Vick, Pinnau und Muruszach. Alle vier zeigten gegen ihre alten Kollegen eine gute Leistung und machten dem ASV vor 1250 Zuschauern das Leben schwer. Der VfL ging schon in der 2. Minute durch Dabbert in Führung, diese wurde nach vierunddreißig Minuten durch Spill ausgeglichen. Mehr wollte dem ASV aber nicht gelingen und so nahm der VfL einen Punkt von den Sander Tannen mit. Ein bitterer Punktverlust, denn zur gleichen Zeit siegte Urania beim VfL Pinneberg mit 3 : 2. Gewaltigen Ärger gab es beim SC Sperber. Nach internen Unstimmigkeiten trat die gesamte Ligamannschaft aus dem Verein aus, die Reservemannschaft ging anschließend bei Holstein Quickborn mit 0 : 5 unter. So kann man dann auch seine Chancen verspielen!

Die Serie hält 
Es war ein ganz hartes Stück Arbeit, wenn man den Weg der Elstern während der bisherigen Saison verfolgt. Sieben neue Spieler mußten in die Ligamannschaft integriert werden, ein neuer Trainer und ein Fehlstart der die Elstern auf den vorletzten Tabellenplatz führte. Hohn und Häme begleiteten die Mannschaft bei so manchem Auswärtsspiel. Mit einer Serie von 26 : 6 Punkten gewann die Mannschaft Freunde und Sympathien zurück. Sehr großen Anteil hatte Gerhard Mewes, der im März 1982 an der Sporthochschule Köln die Prüfung zum Fußball – Lehrer erfolgreich ablegte. TuS Holstein Quickborn, Gast an den Sander Tannen, konnte den Weg der Elstern nicht durchkreuzen. Tore von Klaus Vogel, Volker Spill und Holger Drzyszga führten zu einem ungefährdeten 3 : 0 – Erfolg vor neunhundert Zuschauern. Der SC Urania behielt mit einem 4 : 0 – Sieg die Oberhand über Vikt. Wilhelmsburg – Veddel, der SC Sperber nahm mit einem 2 : 2 einen Punkt aus Geesthacht mit.

Enttäuschung gegen den Neuling
Das 1 : 1 der Elstern beim abstiegsbedrohten Neuling SC Pinneberg muß man als Enttäuschung ansehen. Der ASV wirkte verkrampft und nervös und kam erst drei Minuten vor Spielende durch einen von Drzyszga verwandelten Foulelfmeter zum Ausgleich. Den Pinneberger Führungstreffer erzielte Meier in der 41. Minute.
Mit einer 1 : 2 – Heimniederlage gegen DuWo meldete sich der SC Sperber aus dem Kreis der Aufstiegsaspiranten ab und nach einem 4 : 1 – Sieg über die HSV – Amateure zog Urania wieder an den Elstern vorbei. Es trat ein was zu befürchten war. Am Ostersonnabend fanden – ohne Beteiligung des ASV – Nachholspiele statt und Urania besiegte den Lokalrivalen BU mit 2 : 1. Auch Sperber lieferte ein Lebenszeichen ab – Victoria wurde mit 3 : 1 bezwungen. Die „begradigte“ Tabelle sah nun folgendermaßen aus 1. Hummelsbüttel 44 : 4 Punkte 2. Urania 34 :14 Punkte 3. ASV 32 : 16 Punkte und 4. SC Sperber 30 : 20

Alles vorbei ? 
Einen Sieg beim ungeschlagenem Spitzenreiter konnte man wahrlich nicht erwarten. Die Platzherrn gingen dann auch erwartungsgemäß durch Buck (6.) und Brüggmann (15.) in Führung. Es war aber nicht so, daß die Elstern nicht in Erscheinung traten, sie konnten den Gastgebern Paroli bieten und durch Norbert Jürgens in der 34. Minute auf 1 : 2 verkürzen. Aber das alte Lied, die besten Chancen blieben ungenutzt und das sollte sich rächen: in der 70. Minute erhöhte Hagemann ( HuSV ) auf 3 : 1 und eine stolze Serie von achtzehn Spielen ohne Niederlage war beendet. Da auch noch Urania gegen Güldenstern Stade mit 1 ; 0 gewann, betrug der Vorsprung der Uranen auf die Elstern vier Punkte.

Urania siegte 0 : 0 
Der Widerspruch im Titel kann aufgelöst werden. Der 26. Spieltag führte den SC Urania und den ASV auf dem Schützenhof in Barmbek zusammen. Der Vorsprung der Urania auf den ASV betrug vier Zähler, mit einem Sieg hätten die Elstern den Rückstand auf zwei Punkte verringern können. Von der ersten Minute an bestimmte der ASV das Geschehen auf dem Platz, durch druckvolles und strukuriertes Angriffsspiel wurden die besten Chancen herausgespielt aber keine von denen führte zum Torerfolg. Der ASV hat alles in seiner Macht stehende unternommen um den Platz als Sieger zu verlassen aber es war vergeblich. Das Spiel endete torlos, für den ASV eine gefühlte Niederlage. Der Vier -Punkte - Abstand zur Urania blieb bestehen und es war nun sehr schwer, Urania noch vom zweiten Platz zu verdrängen.

Nur noch Siege können helfen 
Bei vier noch ausstehenden Spielen und einem Rückstand von vier Punkten sind die Chancen auf die Vizemeisterschaft nur noch theoretischer Natur. Um diese wahrzunehmen müssen alle noch ausstehenden Spiele gewonnen werden. Gegen den Gast aus Wilhelmsburg sollte der Anfang gemacht werden, aber die Gäste machten den Elstern einen ganz dicken Strich durch die Rechnung. Jürgen Timm und Holger Brügmann ( hieß vorher Drzyszga ) brachte die Elstern zunächst mit 2 : 0 in Führung, aber Baumann ( Vikt.) verkürzte noch vor dem Pausenpfiff auf 1 : 2. In der 54. Minute mußten die Elstern durch Imbruck sogar noch den Ausgleich hinnehmen . Es kam noch schlimmer, denn Zander (Vikt.) brachte fünf Minuten später die Gäste mit 3 : 2 in Führung. Die 450 enttäuschten Zuschauer mußten sich noch bis zur 81. Minute gedulden ehe durch Norbert Jürgens der 3 : 3 – Ausgleich fiel. Da Urania gegen Quickborn auch nur 1 : 1 spielte blieb der Abstand zu den Elstern unverändert. Vier Mannschaften waren von massiven Abstiegsängsten geplagt, dies waren DuWo 08 mit 23:29 Punkten, Wilhelmsburg – Veddel und Reinbek mit jeweils 23:31 Punkten. Laut und vernehmlich schrillten bei BU die Alarmglocken– 23:33 lassen nichts Gutes erahnen. Beim SC Pinneberg sind bei 13:39 Punkten die Planungen für die Landesliga angelaufen. Mit nur einem Sieg bei 11:43 Punkten ist Güldenstern Stade zum Abstieg verurteilt.

Minimalchance erhalten 
Wenn der zweite Platz noch erreicht werden sollte, müßten schon Wunder geschehen. Nach der Devise: Du hast keine Chance, also nutze sie machten sich die Elstern ans Werk und traten die Fahrt zum SC Sperber an. Die Elstern taten alles um die Punkte aus Alsterdorf mitzunehmen. Dabei war das Tor von Volker Spill zum 1 : 0 aus der 31. Minute überaus hilfreich. Mit diesem Resultat endete dieses Spiel und der ASV wahrte seine Minimalchance.
Was tat der SC Urania ? Urania empfing am heimischen Schützenhof die Mannschaft von DuWo 08. Überragender Spieler in dieser Partie war der DuWo – Torhüter Frank Stolina. Der brachte die Urania – Sturmreihe mit seinen Paraden zur Verzweiflung und sicherte seiner Mannschaft einen ganz wertvollen Punkt im Abstiegskampf. Das Spiel endete 2 : 2, wobei der Ausgleich für DuWo erst in der 86. Minute fiel. Der Vorsprung des SC Urania gegenüber dem ASV betrug nun drei Zähler. Auch Viktoria Wilhelmsburg – Veddel besserte sein Punktekonto durch den Sieg über Holstein Quickborn auf und tat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Die Würfel sind gefallen 
Jubelgesänge drangen aus der Kabine des SC Urania, denn ein Tor von Verteidiger Beßel aus der 56. Minute sorgte beim SC Sperber für den 1 : 0 Erfolg des SC Urania. Nach diesem Resultat konnte Urania vom zweiten Tabellenplatz nicht mehr verdrängt werden. Glückwunsch in Richtung Schützenhof! Zur gleichen Zeit trugen die Elstern ihr Spiel bei Güldenstern Stade aus. Egal, wie die Partie ausgeht – das Ergebnis hat keinen Einfluß auf die Tabellensituation. Der Vollständigkeit halber hier die Torfolge: Rathjen (Güldenstern) brachte seine Mannschaft in der 30. Minute in Führung, fünf Minuten später kam die Antwort der Elstern, Lutz Bendler überwand den Stader Torhüter zum 1 : 1. Den Rest erledigte Holger Brügmann mit seinen beiden Toren in der 51. und 73. Minute. Mit diesem 3 : 1 – Erfolg nahm der ASV die Punkte mit an die Sander Tannen.
Dramatik bahnte sich im Kampf um den Klassenerhalt an wie der Tabellenausschnitt veranschaulicht. Der SC Pinneberg und Güldenstern Stade standen bereits als Absteiger fest, da aber der SV Lurup in der AOL stark abstiegsgefährdet war, mußte mit dessen Rückkehr in die Verbandsliga Hamburg gerechnet werden. Der 14. Platz würde dann nicht zum Klassenerhalt reichen. Hier die Tabelle 11. BU 25:33 12. Vikt. Wb.-Veddel 25:33 13. TSV Reinbek 24:34 und 14. SC Victoria 24:34 Punkte

Sieg ohne Bedeutung
Das letzte Punktspiel der Saison war für den Tabellenstand des ASV ohne Bedeutung. Sen lange andauernden Zweikampf um den zweiten Tabellenplatz entschied der SC Urania für sich. Diese Mannschaft lieferte über die gesamte Spielzeit konstante Leistungen ohne eine Schwächeperiode ab. Letzter Gast an den Sander Tannen war die Mannschaft von Barmbek-Uhlenhorst. Nach dem Abstieg aus der AOL standen die Barmbeker erneut vor dem Abgrund, konnten sich aber mit einem Sieg in Bergedorf retten. Es wurde für die Barmbeker ein ganz schwarzer Tag! Vor dreihundert Besuchern brachte Norbert Jürgens den ASV in der 11. Minute in Führung. Vergeblich rannten die Barmbeker dem Ausgleichstreffer hinterher. Es dauerte bis zur 80. Minute, dann fiel das 2 : 0 durch Holger Brügmann. Zwei Minuten später dann der endgültige K.O. für die Barmbeker durch Jan Höricke. BU erzielte zwar noch den Ehrentreffer zum 1 : 3 in der Schlußminute, aber man war nun auf die Ergebnisse der anderen, gefährdeten Mannschaften angewiesen.

Diese Ergebnisse waren für BU niederschmetternd. Nachbar Urania unterlag auf eigenem Gelände den ebenfalls stark abstiegsgefährdeten Reinbekern nach einer desolaten Leistung mit 3 : 6 ! Nachbarschaftshilfe sieht irgendwie anders aus. Victoria konnte das letzte Spiel gewinnen, Güldenstern Stade wurde an der Hoheluft mit einer 6 : 2 – Niederlage nach Hause geschickt. Auch Viktoria Wilhelmsburg –Veddel konnte am letzten Spieltag den Kopf aus der Schlinge ziehen. Die Wilhelmsburger hatten den schweren Gang nach Hummelsbüttel zu absolvieren, dem bislang ungeschlagenem Tabellenführer. Die Wilhelmsburger spielten 1 : 1 und sicherten sich mit diesem Punkt den Klassenerhalt. BU fand sich nun auf dem 14. Tabellenplatz wieder und mußte darauf hoffen, daß dem SV Lurup der Klassenerhalt gelingt. Das entscheidende Spiel fand am Donnerstag nach dem letzten Verbandsliga – Spieltag statt, der SV Lurup mußte beim FC St. Pauli antreten. Mit einem 3 : 1 – Sieg besiegelte St. Pauli den Luruper Abstieg in die Verbandsliga und damit auch den Abstieg von BU in die Landesliga. Duplizität der Ereignisse: ein Jahr zuvor war es auch der FC St.Pauli der im letzten Punktspiel den Hummelbüttler SV in die Verbandsliga beförderte. In Lurup hingegen wird man sich fragen müssen ob vier Trainer in einer Saison kontinuierlicher Trainingsarbeit dienlich waren.

In der Endabrechnung belegten die Elstern mit einem Punkt Rückstand hinter dem SC Urania den dritten Tabellenplatz, ein Saisonergebnis welches bei den Bergedorfer Fußballfreunden zwiespältige Gefühle hinterläßt. Eine Serie von achtzehn aufeinanderfolgenden Spielen ohne Niederlage sucht ihresgleichen, aber ein verpatzter Start mit 3 : 9 Punkten aus den ersten sechs Partien stand einer besseren Platzierung entgegen. Das war nicht mehr aufzuholen. Gegen Hummelsbüttel zwei Niederlagen und gegen Urania zweimal unentschieden, da wurden ganz wichtige Punkte liegengelassen. Bei allen tiefsinnigen Betrachtungen über Punktekonto und Tabellenplatz: Wenn ein neuer Trainer – Gerhard Mewes – eine Mannschaft mit sieben Neuzugängen übernimmt und auf dem dritten Tabellenplatz einläuft ist Kritik nicht angebracht. Erfolgreichster Torschütze der Verbandsliga war Peter Hartwig mit sagenhaften einundvierzig Toren in dreißig Spielen, erfolgreichster ASV – Schütze war Volker Spill mit zwölf Treffern. Die Spiele der Verbandsliga wurden von durchschnittlich 464 Besuchern gesehen. In der Publkumsgunst stand Urania ganz oben. Im Mittel belagerten 915 Besucher die Anlage am Schützenhof. Die Eingangstore der Sander Tannen wurden von durchschnittlich 714 Zuschauern passiert.
Würde man eine Tabelle nach der Zahl der erzielten Tore einrichten, stünden die Elstern mit ihren 54 Toren auf dem fünften Platz, in einer Tabelle sortiert nach Gegentoren würden die Elstern bei dreiunddreißig Gegentreffern den zweiten Platz belegen.
Für den HuSV hat sich der hohe finanzielle Aufwand zunächst ausgezahlt, die Mannschaft wurde mit vierzehn Punkten Vorsprung ungeschlagen Meister der Verbandsliga Hamburg. Ähnliches ist bislang nur dem ETV gelungen. In der damals noch zweigeteilten Verbandsliga wurden die Eimsbüttler im Jahre 1948 in der Alsterstaffel mit 35 : 1 Punkten Meister.
Weder Hummelbüttel noch der SC Urania konnten sich in der Aufstiegsrunde zur AOL durchsetzen. Zunächst wollten beide Vereine ihre Aufstiegsspiele auf der Anlage des SC Victoria austragen, doch Hummelsbüttel legte gegen die Nutzung durch Urania Einspruch ein da der HuSV sich die Nutzungsrechte gesichert hatte. Eine etwas eigenwillige Interpretation des Begriffes Sportkameradschaft. Die Aufstiegsspiele trug der SC Urania an den Sander Tannen in Bergedorf aus.

Der ASV im Pokalwettbewerb
Ein weiterer Wettbewerb stand bisher im Schatten des Punktspielbetriebs der Verbandsliga, nämlich der Pokalwettbewerb. Unterschiedliche Austragungsmodi in den einzelnen Amateurlandesverbänden und auf DFB – Ebene trugen nicht zur Popularität dieses Wettbewerbes bei. Zwischen 1947 und 1981 wurde in Hamburg nur dreimal ein Verbandspokalsieger ermittelt. 1955 besiegte der ASV den SC Sperber nach Verlängerung mit 2 : 1. Der beigefügte Zeitungsausschnitt gibt Auskunft über den
Stellenwert des Pokals. Im Jahre 1956 wurden die Bergedorfer Farben durch den Lokalrivalen SuS Bergedorf, Vorläufer der TSG, vertreten. SuS Bergedorf, in Kurzform SSB, unterlag Borussia Harburg vor 600 Besuchern im Billtalstadion mit 1 : 3. Es dauerte bis 1973 ehe wieder ein Pokalsieger ermittelt wurde. Der Pokal ging nach einem 2 : 1 – Erfolg über Germania Schnelsen an den SC Poppenbüttel.
Ab der Spielzeit 81 / 82 wurde in den einzelnen Landesverbänden ein Pokalsieger ermittelt, der zusammen mit den Mannschaften der ersten und zweiten Bundesliga für die erste Pokalhauptrunde qualifiziert war. Den Amateuren wurde bei Spielen gegen Bundesligisten Heimrecht zuerkannt. An der ersten Pokalrunde auf HFV – Ebene nahmen 198 Mannschaften teil, mit einem 4 : 1 – Sieg über Germania Schnelsen zogen die Elstern in die nächste Runde ein. Dort wartete der SV Altenwerder auf die Elstern, nach einer 0 : 4 – Niederlage schied Altenwerder gegen den ASV aus. Die Resultate der dritten Runde konnten nicht in Erfahrung gebracht werden. An 22.2.82 wurde die vierte Runde ausgetragen. Hier gastierte der ASV beim SC Nienstedten. Mann des Tages wurde Holger Drzyszga. Seine sechs Tore verteilte er gleichmäßig auf beide Halbzeiten nur unterbrochen durch ein weiteres Tor von Jacobsen. Nach einem 7 : 1 – Erfolg durfte sich der ASV auf die nächste Runde freuen. Auch der Steilshooper SV konnte in der 5. Pokalrunde dem ASV kein Einhalt gebieten, die Elstern siegten mit 2 : 0. Von den ursprünglich 198 Mannschaften trugen die verbliebenen sechzehn Mannschaften das Achtelfinale, also die 6. Runde aus. Es spielten Hummelsbüttel – St. Pauli 0 : 2 SV Lurup – TSV Reinbek 8 . 0 Holstein Quickborn – Concordia 0 : 2 VfL Pinneberg – Hohenhorst 1 : 2 DuWo 08 – FSV Harburg 0 : 2 Sperber – Duvenstedt 2 : 0 VfL Geesthacht – Urania 3 : 2 Bergedorf 85 – Süderelbe 1 : 0
Es wurde Ernst im Pokalwettbewerb und die erste Runde auf DFB – Ebene kam in Sichtweite aber zunächst mußten die nachfolgenden Runden ausgespielt werden. Die Resultate des Viertelfinales, der 7. Runde wurden nur unvollständig bekanntgegeben. Lurup unterlag St. Pauli mit 1 : 2 und Concordia besiegte den SC Sperber mit 1 : 0 . Der VfL Geesthacht schlug den FSV Harburg und die Elstern setzten sich gegen Hohenhorst durch. Eine Woche später, am 14.5.82 wurden die Halbfinalspiele ausgetragen. Für den ASV war die Hürde VfL Geesthacht zu nehmen. In den Punktspielen erwiesen sich die Geesthachter als unbequemer Gegner, schon deshalb weil in deren Reihen einige ehemalig Elstern standen. Ein Tor Von Holger Brügmann aus der 57. Minute öffnete dem ASV den Weg in das Hamburger Pokalendspiel. Im zweiten Halbfinalspiel traf der FC St. Pauli auf den SC Concordia. Nach neunzig Minuten stand es 2 : 2. In der Verlängerug machte sich die bessere körperliche Verfassung des FCSTP bemerkbar und die Paulianer erzielten zwei weitere Treffer zum 4 : 2 – Erfolg gegen den SC Concordia.

Das Finale 
Das Endspiel um den Pokal des Hamburger Fußballverbandes bestritten am 28.5.82 der Oberligist FC St. Pauli und der Verbandsligist Bergedorf 85. Austragungsort war die Spielstätte des SC Victoria – die Anlage an der Hoheluft am Lokstedter Steindamm.. 1136 Zuschauer wollten sich diese Partie nicht entgehen lassen.
Die klassentiefere Mannschaft, der ASV übernahm sofort das Kommando auf dem Platz und setzte den Oberligisten, unterstützt von den aufrückenden Abwehrspielern Glogowski, Vogel und Hofmeister massiv unter Druck. Die erste Halbzeit blieb torlos. Nach dem Seitenwechsel machte St. Pauli gehörig Dampf und spielte seine Qualitäten aus. Angriff auf Angriff wurde vorgetragen aber die Elsternabwehr erwies sich als unbezwingbares Bollwerk. Im Mittelpunkt des Geschehens stand Torhüter Harro Dierks der mit großartigen Paraden die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung brachte. Mit überfallartigen Kontern blieben die Elstern aber stets gefährlich. Als Spieler und Zuschauer schon mit einer Verlängerung rechneten brachte Christian Hofmeister eine präzise Flanke in den Strafraum des FC St. Pauli und Volker Spill war zur rechten Zeit am rechten Ort und trat den Ball ins Tor !! Die letzten zwei Minuten überstanden die Elstern schadlos. Der Jubel kannte nach dem Abpfiff keine Grenzen und die Freude war riesengroß.
Schiedsrichter Weckwerth vom TuS Borstel war dem Spiel ein hervorragender Leiter. Der ASV war damit der einzige Hamburger Amateurverein in der ersten DFB – Pokalrunde. Eine lange und schwierige Saison fand für Trainer und Mannschaft ein versöhnliches Ende.
Einige „Fans“ des FC St. Pauli – Fußballfreunde können es wohl nicht gewesen sein - setzten sich über alle Regeln sportlichen und persönlichen Anstandes hinweg und beleidigten Torhüter Harro Dierks auf eine ganz üble Art und Weise. Die Siegerehrung konnte erst vorgenommen werden nachdem diese „Fans“ die Anlage verlassen hatten.
Achtzehn Bundesligamannschaften, zwanzig Zweitligisten und fünfundzwanzig weitere Amateurmannschaften wären mögliche Gegner des ASV in der ersten Pokalrunde. Natürlich hoffte man auf einen prominenten Bundesligisten als Gegner zumal die Amateurvereine Heimrecht hatten. Trainer Mewes hatte da schon so seine Vorstellungen: Jetzt wünschen wir uns den HSV. Auf die Auslosung zur ersten Runde durfte man gespannt sein.


Statistik:
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Nachweis der Bezugsquellen Für Auskünfte über Spielerwechsel zu Beginn der Saison geht der Dank des Verfassers an Ralf Hohmann vom DSFS. Die Kommentare zu den Punktspielen lehnen sich an die Berichterstattung im HAB an. Die FUSSSBALL – VORSCHAU vom 5/6.6.82 wurde für die Kommentierung des Pokalendspieles herangezogen, ebenso stammt das Mannschaftsfoto aus der genannten Quelle. Die Saisonabschlußtabelle wurde dem Fussballarchiv entnommen. Informationen über frühere Pokalwettbewerbe entstammen dem Internetportal HAFO










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