Donnerstag, 13. Juni 2019

Frisch aus der Druckerei: Die 2. Auflage der Elstern- Chronologie !
Die Nachfrage nach der Erstauflage (2014) war groß. 
Nun kann die  glorreiche Fußball-Geschichte ASV Bergedorf 85 wieder nachgelesen werden. Autor H.M. Lippold blickt auf die Jahre 1946 bis 1958 zurück. 
Für nur 5 EUR zzgl. Porto ist das Heft erhältlich. Jeder Cent geht direkt an die Jugendabteilung.
Schon morgen im Rahmen des Bergedorfer Kindertags (14 - 19 Uhr rund um das Bergedorfer Schloss) , bei dem der ASV auch vertreten ist, können Exemplare erstanden werden. 
Infos und Bestellung : 85live@web.de

Dienstag, 4. Juni 2019

Die Elstern – Fussball im Amateurbereich Saison 1983 / 84 (Autor: Hans-Martin Lippold)



Die Spielzeit 1982 / 83 konnte nicht der Maßstab für die Attraktivität der Elstern sein. Das zu erwarten wäre zu vermessen. Das Spiel gegen den FC Bayern war in der Tat einmalig und hat Einzug in die Vereinsannalen gefunden. Eine bislang nicht gekannte Dramatik in den ersten neunzig Minuten vor einer imposanten Kulisse von 12000 Besuchern hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Auf Phasen der internen Unruhe und Querelen im Verein kann man verzichten, gemeint sind Trainerentlassungen während der laufenden Spielzeit, Spielerabwanderungen wegen ausstehender Zahlungen, Entlassung des Fußball – Abteilungsleiters. All diese Dinge haben sich als leistungsmindernd herausgestellt und dem Ruf des Vereins geschadet. Der letzte Satz des vorigen Berichtes darf an dieser Stelle wiederholt werden ...es ist dem ASV zu wünschen, daß der Sport wieder in den Vordergrund rückt und in der Presse nur noch über Fußball berichtet wird.

Wie schon im vorigen Bericht kann über Spielerwanderungen / Spielerwechsel /Kaderzusammenstellung nichts berichtet werden. Bei der Durchsicht der Torschützenliste tauchen nur wenige Namen aus der Vorsaison auf -Andreas Roloff, Günther Bargsten, Fred Keller. Daniel Glogowski und Christian Hofmeister tauchten beim SV Lurup auf, Volker Spill verstärkte beim VfL Geesthacht die “Bergedorf Fraktion“ und Harro Dierks schloß sich wieder Altona 93 an.
Darstellen lassen sich hingegen die Änderungen in Hamburgs oberster Spielklasse. Am Ende der Saison mußten die FSV Harburg, der VfL Stade und DuWo 08 den Weg in die Landesliga antreten. Auch der SV Lurup verabschiedete sich aus der Verbandsliga Hamburg, allerdings in die nächsthöhere Etage, in die Amateuroberliga Nord. Der SV Lurup konnte sich in der Aufstiegsrunde zur AOL gegen den Wolfenbüttler SV, den Bremer SV und den VfR Neumünster durchsetzen. Der Hummelsbüttler SV scheiterte an den Amateuren von Eintracht Braunschweig und Blau - Weiß Lohne und blieb so der Verbandsliga Hamburg erhalten.
Die vier freien Plätze in der Verbandsliga wurden vom Meiendorfer SV, dem SC Condor, dem Harburger Turnerbund und Altona 93 eingenommen. Der Meiendorfer SV und der SC Condor sind in der Hamburger Eliteliga absolute Neulinge.

Der Meiendorfer SV wurde am17.6.49 als Fußballverein gegründet, eingebettet in den Großraum Rahlstedt im Norden der Hansestadt. Aufsehen erregte der MSV zunächst durch seine Spielkleidung – schwarze Hose und ein schwarzes Trikot mit dem gelben Vereinsabzeichen. Häufige Verwechslungen mit den Schiedsrichtern – die trugen zu der Zeit auch schwarze Sportkleidung - veranlaßte die Meiendorfer zu einem Wechsel der Spieltracht zu einer schwarz / gelben Kombination. In den sechziger – und späten siebziger Jahren wurde der MSV von dem bekannten ( Bundesliga - ) Trainer Georg Knöpfle trainiert. Bis Ende der sechziger Jahre war der MSV fester Bestandteil der Bezirksliga ( 5. Liga, Staffel Walddörfer ). Ab der Spielzeit 70 / 71 trat der MSV in der Hammoniastaffel, ab 1975 in der Hansastaffel an. Die Tabellenplätze fünf bis dreizehn waren eher unauffällig doch der erste Tabellenplatz am Ende der Saison 82 / 83 berechtigte den MSV zum Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg.

Am 13.Juli 1986 wurde der SC Condor gegründet als Alternative zum Farmsener TV, beheimatet in der Region Farmsen, Berne und Oldenfelde. Bis 1962 war der SC Condor in der Kreisklasse, der untersten Spielklasse unterwegs, dann folgten zehn Jahre Bezirksklasse ( 4. bzw. 5. Liga ). 1972 kam der Aufstieg in die damalige Amateurliga ( 4. Liga, ab 1974 5. Liga ). Dem Abstieg in die Bezirksliga im Jahre 1981 erfolgte der sofortige Wiederaufstieg in die 5. Liga. Der 2. Tabellenplatz in dieser Liga öffnete dem SC Condor das Tor in die Verbandsliga Hamburg. Hierüber wird berichtet.

Auf Platz 23 in der ewigen Tabelle der Oberliga Nord findet man den Harburger TB, eines der „Gründungsmitglieder“ dieser Spielklasse. Nach insgesamt vier Jahren Oberliga, unterbrochen von einem Jahr im Amateurbereich ( damals noch 2. Liga ) verbrachte der HTB dreizehn Jahre in Hamburgs höchster Spielklasse. 1968 erfolgte der Abstieg in die Hammonia / Hansastaffel, 1977 kehrte der HTB in die nun vierte Liga zurück. Nach drei Jahren der erneute Abstieg. Der HTB verbrachte in der Folge drei Jahre in der Landesliga / Hammoniastaffel bis der zweite Tabellenplatz am Ende der Saison 1982 / 83 dem HTB zum Aufstieg in die Verbandsliga verhalf.

Die Nummer drei in der Hierarchie des Hamburger Fußballs ist der FC Altona 93 nach insgesamt dreizehn Jahren in der Oberliga Nord. Diesen schlossen sich drei Jahre in der Regionalliga Nord ( 2. Liga ) an. Der Abstieg in Hamburgs oberste Spielklasse konnte 1968 nicht verhindert werden. Auch der Abstieg in die Hansastaffel ( 1971 ) konnte nicht abgewendet werden, es folgte aber die sofortige Rückkehr in die Landesliga. Nach neun Jahren mußten die Altonaer diese Klasse wieder verlassen und verbrachten zwei Spielzeiten in der Landesliga / Hansastaffel. Zum Ende der Saison 1982 / 83 stieg der AFC als Meister der Hansastaffel wieder in die Verbandsliga auf.

Am 8/9. August 1983 startete die Verbandsliga Hamburg in die 40. Saison. Mit am Start waren neben dem ASV aus dem Heimatgebiet noch die TSV Reinbek, der SV Börnsen und der VfL Geesthacht

Fehlstart zum Auftakt
In einem vorgezogenem Spiel gegen den Hummelsbüttler SV starteten die Elstern in die Saison. Es wurde ein Fehlstart, denn der ASV unterlag dem HuSV mit 0 : 1: Sehr unglücklich der Zeitpunkt des Tores: eine Minute vor dem Abpfiff traf Lüneburg ins Tor der Elstern. Ebenso schmerzlich die rote Karte von Maik Mumme.

Wiedergutmachung in Wilhelmsburg
In Wilhelmsburg trafen die Elstern seit Jahrzehnten ausnahmslos auf unbequeme Gegner, vollkommen egal um welchen Verein es sich handelte und man war immer froh, wenn man Pluspunkte im Reisegepäck hatte. Diesmal gab es Grund zur Freude denn Tore von Andreas Roloff (42.) und Lutz Schönberner (83.), unterbrochen durch den vorübergehenden Ausgleich durch Zander (69.) führten zu einem 2 : 1 – Erfolg des ASV über Viktoria Wilhelmsburg – Veddel. Ein höherer Sieg wäre möglich gewesen wenn nicht Jens Fette im Tor der Hausherrn in der 5. Minute einen Strafstoß abgewehrt hätte. Eine schlimme Nachricht jenseits des grünen Rasens – Sven Meyer, Sohn des einstigen Torjägers Dieter Meyer erlitt einen schweren Autounfall und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Verlorenes Derby
Ein altes Leiden läßt die Elstern nicht los – gegen Mannschaften aus der näheren Nachbarschaft haben es die Elstern schwer. Ein gutes – oder besser: ein schlechtes Beispiel - bot das Spiel gegen den SV Börnsen. Erwartungsvoll kamen 700 Besucher an die Sander Tannen und sahen nach zehn Minuten das 1 : 0 für den ASV durch Fred Keller. Die Freude über die Führung hielt nicht lange an, drei Minuten später verdarb Hasselfeld (SVB) den Zuschauern die Stimmung und glich die Führung aus. Angespornt durch diesen Treffer erhöhten die Gäste den Druck auf das Bergedorfer Tor und nach exakt dreißig Minuten gelang dem SV Börnsen der Siegtreffer. Platz zwölf nach dem dritten Spieltag entspricht absolut nicht der Erwartung des ASV.

Die Scharte wurde ausgewetzt
Das nächste Nachbarschaftsderby wurde in Reinbek ausgetragen. Die TSV Reinbek konnte zum Spiel gegen die Elstern siebenhundert Besucher begrüßen, für Reinbeker Verhältnisse eine beachtliche Kulisse. Durch ein Tor von Thomas Meyer aus der 78. Minute siegte der ASV mit 1 : 0 und machte in der Tabelle einen Sprung auf den 5. Tabellenplatz.

Schwerstarbeit am Schützenhof
Ist der Schützenhof im Hamburger Stadtteil Barmbek schon eine wenig attraktive Spielstätte sind auch die Spiele gegen den SC Urania nicht selten mit Punktverlusten für den ASV verbunden. Die Begegnung am 5. Spieltag der Verbandsliga machte da keine Ausnahme. In der 42. Minute freuten sich die Hausherrn über 1 : 0 durch Ylmaz. Die Freude währte bis zur 60. Minute, dann brachte Lutz Schönberner mit dem Ausgleichstreffer die Elstern zurück in die Partie. Als sich die 700 Besucher mit einer Punkteteilung abgefunden hatten gingen die Uranen in der 85. Minute durch einen Treffer von Hanning wieder in Führung, diesen knappen Vorsprung verteidigten die Uranen bis zum Schlußpfiff.

Nach fünf Spieltagen kann ein erstes Fazit gezogen werden. Ungeschlagen waren der HuSV und Aufsteiger Altona 93, Beachtung verdient auch der Liganeuling SC Condor mit einem Punktekonto von 8 : 2 Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz, der Meiendorfer SV zierte mit 2 : 8 Punkten das Tabellenende, mit 3 : 7 Punkte war der HTB nicht weit entfernt von der kritischen Zone. Die Vereine aus dem Osten der Hansestadt gaben nur Mittelmaß zu erkennen: Reinbek und Börnsen auf den Plätzen sechs und sieben, 4 : 6 Punkte reichten für den ASV nur für den 10. Tabellenrang während der VfL Geesthacht sich mit 3 : 7 Punkten mit dem 13. Tabellenplatz begnügen mußte. Heutzutage würde man sagen: Da ist noch viel Luft nach oben

Sieg gegen Pinneberg
Es hat Zeiten gegeben, da waren die Begegnungen des ASV gegen den VfL Pinneberg Spitzenspiele in Hamburg. Nun sollten der Tabellenfünfte, der VfL Pinneberg an den Sander Tannen auf den ASV treffen. Vierhundertfünfzig Besucher wollten sich diese Partie nicht entgehen lassen. Zunächst mußten die Besucher in der 38. Minute das 0 : 1 durch Krupski ( VfL ) zur Kenntnis nehmen. Die Pinneberger Führung hatte bis zur 66. Minute Bestand, dann stellte Maik Mumme den 1 : 1 – Gleichstand her und als Andreas Roloff in der 73. Minute das 2 : 1 für die Elstern erzielte, war der dritte Saisonsieg der Elstern unter Dach und Fach gebracht.
Der VfL Geesthacht kam auf eigenem Geläuf über ein 0 : 0 gegen Vikt. Wb.-Veddel nicht hinaus, Börnsen ( 0 : 4 in Altona ) und die TSV Reinbek ( 1 : 7 bei den HSV – Amateuren ) kamen unter die Räder.

Erfolg beim Tabellennachbarn
Die Sportanlage am Berner Heerweg, Spielstätte des SC Condor, war Austragungsort des ersten Pflichtspiels zwischen dem SC Condor und den Bergedorfer Elstern. Labs ( SCC ) brachte seine Mannschaft zwar in der 42. Minute in Führung, aber Tore von Fred Keller und zwei Treffer von Lutz Schöneberner sorgten dafür, daß der ASV am Ende als 3 : 1 - Sieger vom Platz ging.

Run auf die Tabellenspitze
Die beiden führenden Mannschaften der Verbandsliga, der HuSV und Altona 93 durften an diesem Wochenende pausieren, denn beide Vereine hatten Spieler für den Amateurländerpokal – Wettbewerb abgestellt. Für die Verfolger bestand so die Möglichkeit, sich durch Siege an diesem Wochenende an die beiden führenden Mannschaften heranzuarbeiten. Der Tabellendritte, der SC Urania konnte mit dem 1 : 1 gegen die Amateure des HSV nur einen Teilerfolg verbuchen. Der ASV durfte sich gegen den SC Sperber über den Besuch von 700 Zuschauern freuen, doch deren Gesichter wurden in der 62. Minute länger, denn der Gast aus Alsterdorf ging durch ein Tor von Stein in Führung. Als Sperber – Abwehrspieler Holtorf eine zehnminütige Zeitstrafe absitzen mußte, wußte der ASV die Gunst der Stunde zu nutzen und machte innerhalb von zwei Minuten durch Tore von Maik Mumme und Heiko Fetkenheuer aus dem 0 : 1 ein 2 : 1. Durch diesen Sieg konnten die Elstern nach Pluspunkten mit Altona 93 gleichziehen.
  Gänzlich ohne Punktverlust thronte der HuSV an der Tabellenspitze. Sehr ungemütlich war die Lage des SV Börnsen, mit 5 : 11 Zählern trug der SV Börnsen die rote Laterne.

Ein hochklassiges Fußballspiel
Diese Bezeichnung war auf das Spiel des Meiendorfer SV gegen die Elstern absolut zutreffend. Beide Mannschaften konnten überzeugend unter Beweis stellen, dass sie in der Spitzengruppe der Verbandsliga mitspielen können. Der Meiendorfer Trainer Bert Ehm hatte eine junge, ehrgeizige Truppe mit Stärken in Mittelfeld und Angriff auf das Feld geschickt. Der ASV konnte aufgrund seiner technischen Fähigkeiten und taktischer Überlegenheit das Spiel bestimmen. Die Führung der Hausherrn durch Maszthaler aus der 10. Minute hatte nicht lange Bestand, denn Jan Spingler traf in der 32. Minute zum Ausgleich. In der 75. Minute gelang Frank Cybulski der Treffer zum 2 : 1 für die Elstern. Eine große Chance zum Ausgleich vergab der Meiendorfer Ulli Hohn, als er kurz vor dem Schlußpfiff mit einem Strafstoß an Elsterntorwart Rainer Gülzow scheiterte. Die Proteste von Peter Rohrschneider gegen diesen Strafstoß waren so intensiv und heftig, dass er vom Schiedsrichter aus dem Innenraum der Sportanlage verwiesen wurde.

Quickborn ließ die Punkte liegen
Mit dem TuS Holstein aus Quickborn hatten es die Elstern mit einem schweren und unangenehmen Gegner zu tun. An der Spitze der Verbandsligatabelle hatten sich inzwischen der HuSV ( 14: 2 ) und Altona 93 ( 12 : 4 ) eingenistet, auf den Plätzen drei und vier der SC Urania und der ASV mit jeweils 12 : 6 Zählern. Nur mit Siegen konnte man den Kontakt zur Spitze aufrechterhalten. In der 12. Minute sorgte Thomas Freitag zum 1 : 0 für den ASV, Thomas Meyer erhöhte in der 62. Minute auf 2 : 0. Daß dieses Resultat bis zum Abpfiff Gültigkeit hatte, war Rainer Gülzow im Elsterntor zu verdanken, als er in der 74. Minute erneut einen Srafstoß abwehren konnte. Mit diesem 2 : 0 verließen die Elstern als Sieger den Platz und konnten den Kontakt zur Tabellenspitze wahren.

Unterschiedlich jedoch die Situation der Teams aus Hamburgs Osten: die TSV Reinbek belegte mit 9:11 Punkten den 9. Platz, für den VfL Geesthacht standen 8:12 Zähler zu Buche. Sorgen bereitete der SV Börnsen, die bisher erzielten 5:15 Punkte bescherten dem SVB den letzten Tabellenplatz.

Das alte Schlagerspiel
Gemeint ist das alte Traditionsduell zwischen dem SC Victoria und dem ASV. Auch wenn der Glanz früherer Jahre ermattet war zog dieses Spiel 800 Besucher an die Sander Tannen. Leider kann an dieser Stelle außer den reinen Fakten nichts berichtet werden. In der 38. Minute war es Maik Mumme, der seine Mannschaft in Führung bringen konnte . Der Ausgleich für den SCV erzielte Rühmann in der 55. Minute.. Dieses Ergebnis verhalf den Elstern zum Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Allerdings hatte die Tabelle „Schieflage“, denn sowohl Hummelsbüttel als auch Altona hatten ein Spiel weniger ausgetragen. Hier ein Auszug aus der Tabelle 1. HuSV 17:3 Punkte 2. Altona 93 16:4 Punkte und 3. ASV 15:7 Punkte Für den SC Victoria reichten sieben Punkte aus elf Spielen nur zum vorletzten Tabellenplatz

Komplimente, aber keine Punkte
1500 Zuschauer sahen in Altona an der Griegstraße ein hochklassiges, packendes Fußballspiel. Ausgetragen wurde es zwischen Altona 93 und Bergedorf 85. Im ersten Durchgang waren die Altonaer die spielbestimmende Mannschaft und gingen folgerichtig durch Dämmich in der 20. Minute in Führung. Die Führung hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Im zweiten Durchgang machten die Elstern mehr Dampf, aber Cybulski, Dettman und auch Jacobsen scheiterten immer wieder am AFC – Torhüter Möller. Die Abwehr der Platzherren, auch Walter Frosch, einer der „Überlebenden“ aus der legendären Mannschaft des SV Alsenborn, kamen in dieser Phase kaum zum Luft holen. In der 68. Minute war es dann soweit: Frank Cybulski schoß den Ausgleichstreffer. Leider konnten sich die Elstern nur kurz über den Ausgleich freuen, denn wieder war es Dämmich, der den Elsterntorwart überwinden konnte. Die Reklamationen der Elstern wegen eines vermeintlich versteckten Foulspiels blieben vergeblich. Mit dieser 1 : 2 – Niederlage verließen die Elstern die Adolf-Jäger Kampfbahn und rutschten vom dritten auf den 5. Tabellenplatz ab. Der Kommentar von Willi Reimann, Trainer des AFC, beschreibt den Spielverlauf zutreffend: Gut, dass wir den Sieg gerettet haben.

Sieg auf fremden Platz
Wenn man sich die Vielzahl von Spielerwechseln in Richtung Geesthacht ins Gedächtnis zurückruft könnte man fast von einem Treffen alter Kollegen sprechen – die Liste der Ex – Elstern wurde in den letzten Monaten um Volker Spill und Frank Erb bereichert. Es ging aber in erster Linie um Punkte, und die nahm der ASV diesmal aus Geesthacht mit, denn Frank Cybulski traf vor 800 Zuschauern zum 1 : 0 für den ASV. Einen höheren Sieg des ASV verhindert VfL – Torhüter Zoran Balunovic als er einen Strafstoß abwehren konnte.

Den Anschluß verpasst.
Wer für seine Erfolgserlebnisse nicht sorgt, der hat diese auch nicht verdient. Diese alte Erkenntnis wurde für die Elstern am 14. Spieltag Realität. Gast an den Sander Tannen war vor 700 Besuchern der Vorletzte der Tabelle, der Harburger TB. Für das Erfolgserlebnis sorgte der HTB selbst, denn Ingo Brussolo brachte seine Mannschaft in der 13. Minute in Führung. In den verbleibenden siebenundsiebzig Spielminuten fanden die Elstern kein Mittel, die Gästeführung auszugleichen. Mit diesem Erfolgserlebnis sorgte der HTB für eine faustdicke Überraschung! Zurück blieb die Erkenntnis von Peter Rohrschneider: wir haben den Gegner unterschätzt.

Spiel unter Protest
Da kann ja irgendwas nicht stimmen! Bei den Amateuren des HSV traten die Elstern unter Protest an, weil angeblich die Prämien nicht ausbezahlt worden sind. Dies hingegen wurde von Peter Rohrschneider in Abrede gestellt. Eine Trainingseinheit wurde unter der Woche abgesetzt, weil, so Trainer Rohrschneider, die Mannschaft ausgelaugt ist. Wer´s glaubt... Die HSV – Spieler waren von den internen Querelen beim ASV natürlich vollkommen unbeeindruckt und schickten die Elstern mit einer 1 : 4 – Niederlage nach Bergedorf zurück. Das 1 : 0 für die Rothosen ging in der 14. Minute auf das Konto von Pape, Thomas Block baute nach einer Stunde die Führung auf 2 : 0 aus. Der Anschlußtreffer zum 1 : 2 von Lutz Schönberner fiel in der 72. Minute. In der Schlußviertelstunde sorgten dann Block und Pape mit zwei weiteren Toren für den 4 : 1 – Erfolg der HSV – Amateure über die Elstern.

Durch die letzten beiden Niederlagen haben die Elstern eine gute Ausgangsposition verspielt. Hummelsbüttel und Altona machten Anstalten, der Konkurrenz zu enteilen. Der ASV lag nun nach Minuspunkten sechs Zähler hinter dem Tabellenzweiten Altona 93. Im hinteren Mittelfeld mit je 13:17 Punkten standen Reinbek und Geesthacht, der SV Börnsen hatte sich aus den hinteren Rängen nicht befreien können und rangierte mi 10:20 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz. Bestürzend der Trend beim SC Condor – nach einem guten Start in die Punkterunde ( 8 : 2 Punkte aus fünf Spielen ) gab es nur noch Niederlagen, die die Mannschaft ans Tabellenende führten.

Sieg zum Rückrundenauftakt
Bei Spielen gegen Mannschaften aus dem Heimatgebiet ist aus gutem Grunde allerhöchste Vorsicht geboten, so auch beim Spiel des ASV in Börnsen. Der Auftritt des ASV am Hamfeldredder verhieß nicht Gutes für den SVB. Grundmann (42.), Fetkenheuer (50.) und Mertens (75.) sorgten für einen beruhigenden 3:0-Vorsprung der Elstern, doch der SVB gab sich nicht geschlagen. Petzold und Hasselfeld brachten die Hausherrn mit Toren in der 83. und 87. Minute in die Partie zurück und gestalteten die Schlußphase spannend. Der ASV rettete den knappen Vorsprung über die Zeit und bewahrte die letzten Hoffnungen auf einen Spitzenplatz während die Sorgen des SVB immer größer wurden.

Elstern erneut siegreich
Wie schon in der Vorrunde folgte dem Spiel gegen den SV Börnsen das Spiel gegen die TSV Reinbek, diesmal an den Sander Tannen. Fünfhundert Besucher erlebten im ersten Durchgang die 2 : 0 – Führung des ASV. Mertens in der 30. Minute und Schönberner in der 41. Minute zeichneten für diesen Spielstand verantwortlich. Bodo Böse ( TSV ) verkürzte in der 62. Minute auf 1 : 2 und weckte bei der TSV Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Mertens machte diese Hoffnungen zunichte und erhöhte zwei Minuten vor dem Abpfiff auf 3 : 1 für den ASV.
Da der SC Urania zur gleichen Zeit beim Tabellenschlußlicht HTB völlig überraschend mit 1 : 4 unterlag machten die Elstern einen Sprung auf den dritten Tabellenplatz mit immerhin noch drei Punkten Rückstand auf Altona 93 – aber Vorsicht: die Mannschaften haben unterschiedlich viele Spiele ausgetragen.

Keine Chance in Hummelsbüttel 
Die Niederlage in Hummelsbüttel kam nicht unerwartet, zu groß war die Überlegenheit der Hummelsbüttler gegenüber der übrigen Konkurrenz in der Verbandsliga – Altona kann man als Ausnahme ansehen. Brügmann und Seefeld erzielten die Tore zum 2 : 0 – Pausenstand, mit dem 3 : 0 durch den alten Routinier Georg Volkert in der 82. Minute war die Partie dann zugunsten des HuSV entschieden. Der HuSV festigte seine Führungsposition mit 30 : 6 Punkten gefolgt von Altona 93 mit 26 : 10 Punkten. Der ASV fand sich nach diesem Spiel mit 21 : 15 Punkten auf dem vierten Platz wieder.

Ein Hoffnungsschimmer
Gemeint ist nicht das Spiel der Elstern gegen den TSC Viktoria Wilhelmsburg – Veddel. Das Spiel endete 0 : 0 und langweilte die 400 Besucher. Die Meldung des Tages hatte zum Inhalt, dass Günther Wunder, bislang Mäzen und Sponsor des SV Börnsen, sich dem ASV angeschlossen hat. Man durfte die Hoffnung hegen, dass ein seriöser Umgang mit den finanziellen Mitteln Einzug hält und einige Diskussionen, wie in der Vergangenheit geschehen, nicht mehr stattfinden.

Das unverdiente Unentschieden
Diese Überschrift war am 30.1.84 im HAB zu lesen und gab Auskunft über das Ergebnis der Partie zwischen den Elstern und dem SC Urania. Im Detail: Die Elstern waren in einem guten Spiel die überlegene Mannschaft und der SC Urania hatte es dem ausgezeichneten Torhüter Holger Hellwig und einer gehörigen Portion Glück zu verdanken dass er einen Punkt von den Sander Tannen entführen konnte. In der 4. Minute fand ein 20 m – Freistoß von Heiko Fetkenheuer den Weg ins Tor der Uranen, aber Nilsson ( SCU ) glich – auch mit einem Freistoß aus ähnlicher Entfernung - in der 33. Minute aus. Nur zwei Minuten später brachte Fetkenheuer seine Mannschaft mit einem Strafstoß wieder in Führung. Trotz drückender Überlegenheit der Bergedorfer Mannschaft kam Urania unmittelbar vor der Halbzeitpause zum Ausgleich. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Elstern die spielbestimmende Mannschaft und dem Gegner in allen Belangen überlegen, zudem wurden die meisten Zweikämpfe gewonnen. Garant für den Punktgewinn des SC Urania war der ausgezeichnete Torhüter Holger Hellwig. Nicht die bessere Mannschaft ging als Sieger vom Platz, sondern die glücklichere Mannschaft nahm mit dem 2 : 2 - Unentschieden einen Punkt mit nach Hause.

Ein Punkt, der keinem half 
Wenn sich die Verfolger gegenseitig die Punkte abnehmen und die beiden Spitzenmannschaften ihre Spiele gewinnen wird deren Vorsprung zwangsläüfig immer größer. Die Verfolger, das waren in diesem Falle der VfL Pinneberg und Bergedorf 85. Dreihundertfünfzig Zuschauer sahen in Pinneberg ein torloses Unentschieden zwischen beiden Mannschaften. Sowohl Hummelsbüttel ( 3:1 –Erfolg gegen den HTB ) als auch Altona 93 ( 3:2 – Erfolg in Börnsen ) konnten so ihren Vorsprung auf Urania, Bergedorf 85 und den VfL Pinneberg ausbauen. Die Auswirkungen auf den Tabellenstand waren folgende 1. Hummelsbüttel 33:7 2. Altona 30:10 3. Urania 25:17 4. ASV 24:18 und 5. VfL Pinneberg mit 23:15 Punkten Es wird sehr schwer, die beiden Spitzenteams noch von den führenden Plätzen zu verdrängen, jeweils nur zwei Niederlagen in den bisherigen Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Endlich wieder ein Sieg
Es wurde ja auch so langsam Zeit, mal wieder ein Spiel zu gewinnen. In den letzten vier Spielen gab es eine Niederlage und dreimal wurden die Punkte geteilt. Eine Bilanz die die Mannschaft in der Tabelle nicht voranbringt. Der kommende Gegner, der SC Condor schien die Elstern vor eine lösbare Aufgabe zu stellen. Der Neuling war gut in die Saison gestartet, hat sich dann aber im Tiefflug Richtung Tabellenkeller bewegt. Auch an den Sander Tannen konnte man nicht vom Ende der Talfahrt ausgehen. Zunächst begann es mit dem Führungstreffer der Elstern aus der 7. Minute, Thomas Meyer war der Torschütze. Hasenpusch ( Condor ) traf in der 21. Minute zum 1 : 1, das war gleichzeitig der Halbzeitstand. In der 59. Minute traf Thomas Freitag zur erneuten Führung des ASV; diese wurde von Lutz Schönberner nach fünfundsechzig Minuten auf 3 : 1 ausgebaut. Ein sicherer Sieg des ASV schien sich anzubahnen, aber ein Eigentor von Dettmann in der 84. Minute sorgte nochmal für Spannung. Der SC Condor konnte seine Talfahrt nicht stoppen und der ASV verließ vor 400 Besuchern den Platz als Sieger.

Starkes Spiel beim SC Sperber
Punkte konnte der SC Sperber in diesem Spiel nicht gewinnen, wohl aber die Erkenntnis, daß die Mannschaft in allen Bereichen verstärkt werden muß. Der hohen Spielkultur und der technischen Überlegenheit der Elstern hatte der SC Sperber nichts gleichwertiges entgegenzusetzen. Die herausragenden Spieler auf Seiten der Elstern waren Thomas Meyer und Thomas Freitag, Verteidiger Fred Keller nahm seinen Gegenspieler Ingo Stein vollkommen aus dem Spiel. Kommentar von Trainer Rohrschneider: Eine starke Leistung. Tore von Mertens (25.) und Cybulski (85.) sorgten für einen ungefährdeten 2 : 0 - Sieg der Elstern beim SC Sperber.
Im Schlagerspiel des 22. Spieltages gewann Altona 93 in Hummelsbüttel mit 1 : 0. Das Tor des Tages erzielte Walter Frosch ( AFC ) vor 1400 Zuschauern in der 55. Minute. Den hohen Erwartungen konnte das Spiel nicht gerecht werden.

Schlappe in Meiendorf
Am 24. Spieltag der laufenden Saison mußten die Elstern alle Hoffnungen auf einen „Platz an der Sonne“ begraben. Außer den „Eckdaten“ fanden sich im HAB keine weiteren Angaben zu diesem Spiel. In der 40. Minute ging der ASV durch Carsten Mertens in Führung aber noch vor dem Pausenpfiff fiel der Ausgleichstreffer durch den Meiendorfer Torjäger Axel Radtke. Drei weitere Meiendorfer Treffer nach dem Seitenwechsel sorgten für eine empfindliche 1 : 4 – Heimniederlage vor 500 enttäuschten Besucher an den Sander Tannen.

Niederlage in Quickborn
Kaum waren die Elstern auf dem Platz lagen sie im Rückstand. In der ersten Spielminute gelang Udo Goldenstein ( TuS Holstein ) das 1 : 0, in der 14. Minute erhöhte Gelhaar auf 2 : 0 für die Heimmannschaft. Erst in der 81. Minute konnte Heiko Fetkenheuer auf 1 : 2 verkürzen aber die restliche Spielzeit reichte nicht mehr aus um einen Punkt mitzunehmen. Hätte, wäre, wenn!! Es ist müßig, darüber nachzudenken wenn die Elstern siegreich geblieben wären – Hummelbüttel und Altona hatten ihre Spiele verloren, aber wenn die Verfolgen patzen ändert sich nichts an der Tabellenkonstellation.

Zu Gast bei der Victoria
Beide Vereine haben schon bessere Zeiten erlebt. Der SC Victoria, mit 18 : 30 Punkten nicht frei von Abstiegssorgen war Gastgeber für den ASV, mit 28:22 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, ohne Chance in den Spitzenkampf noch eingreifen zu können. Säumten früher vierstellige Besucherzahlen das Spielfeld kamen diesmal 500 Besucher an den Lokstedter Steindamm. Rühmann ( SCV ) konnte seinen Mannschaft nach vierzehn Minuten in Führung bringen, Carsten Mertens gelang in der 49. Minute der Ausgleichstreffer. Dieses 1 : 1, ein Resultat welches keine der beiden Mannschaften voranbrachte, hatte bis zum Spielende Bestand.

Keine Ruhe im Verein
Auf der Bergedorfer Trainerbank hatte ein neuer Mann Platz genommen. Peter Rohrschneider wurde vorzeitig aus seinem Vertrag entlassen – nähere Gründe konnten nicht in Erfahrung gebracht werden. Willi Kern war der neue Mann bei den Elstern, ein Trainer der im Großraum Hamburg noch nicht in Erscheinung getreten ist. Verwirrung und Erstaunen lösten Berichte aus, nach denen die Spieler Roloff, Bargsten, Grundmann und Uttke dem VfL Geesthacht „zum Kauf“ angeboten werden sollten. Dementis hinsichtlich dieser Transaktion klangen nicht wirklich glaubwürdig.

Das Spiel gegen Altona 93 an den Sander Tannen kam zur falschen Zeit. Wochen vorher wäre dies ein absolutes Schlagerspiel geworden. Nun aber waren die Altonaer von der Konkurrenz so weit entfernt, daß dieses Spiel keine Bedeutung auf den Tabellenstand mehr hatte. Dennoch lockte diese Partie neunhundert Zuschauer an die Sander Tannen. War das Spiel des AFC gegen den Harburger TB ( 1 : 3 ) schon eine einzige Enttäuschung, konnte die Mannschaft in Bergedorf auch nicht überzeugen. Sowohl das Ergebnis ( 0 : 0 ) als auch die Darbietung der Mannschaft blieben hinter den Erwartungen zurück. Lediglich Torwart Möller als auch Dieter Kawohl wußten beim AFC zu überzeugen. Die Elstern waren über sechzig Minuten die dominierende Mannschaft und es war lediglich der mangelnden Routine der jungen Spieler anzulasten daß die Gäste ungeschoren davonkamen.
An der Tabellenspitze hatten sich der HuSV und Altona von der Konkurrenz uneinholbar abgesetzt, am Tabellenende sah es für den HTB, Condor und Börnsen finster aus, der Tabellendreizehnte SC Victoria hatte gegenüber dem Schlußtrio bei noch vier ausstehenden Spielen bereits sechs Punkte Vorsprung.

Elsternfiliale“ wurde besiegt
Die Elsternfiliale, der VfL Geesthacht mußte sich an den Sander Tannen geschlagen geben. In der 38. Minute brachte Carsten Mertens den ASV in Führung, dieses 1 : 0 hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Thomas Meyer ( 65. ) und Thomas Freitag ( 79. ) erhöhten auf 3 : 0. Ex-Elster Volker Spill brachte sich bei seinen früheren Kollegen mit seinem Tor zum 1 : 3 fünf Minuten vor Schluß in Erinnerung. Das Spiel der Elstern gegen den VfL wurde von fünfhundert Besuchern gesehen.
Am Tag nach dem Spiel war im HAB nachzulesen, daß durch Initiative von Trainer Willi Kern die ehemaligen Elstern Ingo Pinnau und Libero Wolfgang Schmidt vom VfL Geesthacht an die Sander Tannen zurückkehren werden.

Sieg im letzten Auswärtsspiel
Die Saison 83 / 84 neigt sich dem Ende entgegen und und für den ASV stand das letzte Auswärtsspiel auf dem Spielplan, die Reise führte den ASV nach Harburg auf die Jahnhöhe, der Spielstätte des HTB. In der Hinrunde nahmen die Harburger beide Punkte von den Sander Tannen mit weil sie vom ASV unterschätzt wurden. Dies sollte sich nicht wiederholen. Der HTB konnte die Elstern vor keine Probleme stellen, Thomas Meyer, Carsten Mertens und Frank Cybulski schossen zwischen der 37. und 44. Minute einen 3 : 0 Vorsprung heraus. Der Harburger Meineke verkürzte kurz nach dem Seitenwechsel auf 1 : 3, aber Mertens und Freitag schraubten das Ergebnis auf 5 : 1. Mit diesem Ergebnis verabschiedete sich der HTB nach einem Jahr Verbandsliga von seinen 250 Fans.

Saisonabschluß mit Niederlage
Der letzte Gegner der Elstern in der Spielzeit 83 / 84 waren die Amateure des HSV. In der Hinrunde wurde der ASV mit 4 : 1 besiegt. Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung wurde von den Elstern verschlafen. Bis zur neunten Minute trafen Block ( zweimal ) und Hauser zum 3 : 0 für den HSV. Fetkenheuer und Schönberner konnten mit zweiToren das Ergebnis korrigieren – zu einem Punktgewinn reichte es nicht mehr. Mit einer 2 : 3-Heimniederlage beendeten die Elstern die Spielzeit 83 / 84.



Der ASV beendete die Spielzeit auf dem vierten Tabellenplatz. Zeitweise konnte man den Eindruck gewinnen dass im Fußballbereich endlich Ruhe eingekehrt ist. Wenn aber eine Mannschaft unter Protest antritt spricht dies eine andere Sprache. Auch Trainerwechsel während der laufenden Saison ( Rohrschneider / Kern ) deuten in diese Richtung. Eine realistische Möglichkeit, in den Kampf um die Spitze einzugreifen bestand nicht, zu groß war die Überlegenheit des HuSV und Altona 93. Beide Vereine waren durch Sponsoren finanziell sehr gut aufgestellt. Man darf getrost davon ausgehen, dass Trainer Willi Reimann und auch Walter Frosch in Altona sehr gut entlohnt wurden. Beide Vereine konnten sich in der Aufstiegsrunde zur AOL durchsetzen.
Über die gesamte Spielzeit gab es beim ASV zu viel Mittelmaß, nur wenige Spiele ragten heraus, genannt seien die Begegnungen gegen Meiendorf ( 9. Spieltag ), gegen Urania (20), Sperber (22) und die Spiele gegen Altona 93. In der Zuschauergunst rangierte der ASV mit durchschnittlich 580 Besuchern auf dem dritten Platz. Die Spiele von Altona 93 sahen im Mittel 721 Besucher, den VfL Pinneberg wollten 621 Zuschauer sehen.
Absteigen aus der Verbandsliga müssen der SV Börnsen, der SC Condor und der Harburger TB. Zum Schluß ein Blick in eine Etage tiefer: Nachbar Curslack-Neuengamme und der frühere Zweitligist Barmbek - Uhlenhorst müssen in die Bezirksliga absteigen.

Statistik (zum Vergrößern bitte auf die Abbildung klicken)








































Nachweis der Informationsquellen
Die Kurzkommentare zu den Verbandsligaspielen lehnen sich an die Berichterstattung des HAB an, ebenso ist das Spielerportrait dem HAB entnommen. Die Abschlußtabelle entstammt dem DEUTSCHEN FUSSBALLARCHIV

Foto (Elstern) H-M Lippold

Was ist bisher geschehen? Alle Folgen der Elstern-Chronik !!!

Sonntag, 5. Mai 2019

Drei Halbzeiten, zwei Sportarten – eine Story


Ganz kurz ballte er vor Freude beide Fäuste. Es war der Moment als Gunnar Weber wusste, seine fünfjährige Trainertätigkeit bei den Handball-Frauen der SG Bergedorf /VM geht gut zuende.
Gut 57 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt in der proppevollen Halle gespielt, als die starke Torfrau der Spielgemeinschaft einen Siebenmeter der Gäste vereitelte. Jetzt konnte wirklich nichts mehr passieren, der Klassenerhalt in der Oberliga Hamburg/ Schleswig-Holstein war perfekt!
Bevor wir ausführlich auf das Handballspiel eingehen, drehen wir den Stundenzeiger gut zweimal zurück und begeben uns von der Sporthalle am Ladenbeker Furtweg paar Hundert Meter weiter ins Stadion Sander Tannen.
Hier war im weitem Rund nicht ganz so viel los. Vielleicht 100 Fans wollten die Bezirksligapartie zwischen dem ASV Bergedorf 85 und dem Spitzenreiter ASV Hamburg verfolgen.
Die Elstern mit einer Rumpftruppe aufgrund Sperren und vielen Verletzten. Dafür kam man gut ins Spiel. Unbekümmert wurde nach vorne gespielt. Eine schöne Kombination schoss der gute Justin Gauger nur an die Latte. Als ein Gästespieler sich eine saudumme Gelb-rote Karte nach 20 Minuten einhandelte (Faulspiel und Gegner beschimpft) verflachte allerdings die Partie. Plötzlich war die Spielfreude weg und der dezimierte ASV Hamburg riss das Geschehen an sich. Hüben und drüben noch gute Chancen. Doch bis zum Pausenpfiff sollten keine Tore mehr fallen.
Nun ging es aber schnell zum Handball nach quasi nebenan.
Für die Spielgemeinschaft der Vereine ASV Bergedorf 85 und SC Vier- und Marschlande ging es um alles. Ein Sieg bedeutet am letzten Spieltag die Rettung. Eine Niederlage wäre gleichbedeutend mit dem Abstieg. Die Gäste von Preußen Reinfeld konnten den Klassenerhalt am vergangenen Donnerstag schon feiern.
Eine besondere Note: Nach fünf Jahren hört Erfolgscoach Gunnar Weber auf.
Seine letzte Kabinenansprache vor dem Spiel erreichte seine Schützlinge anscheinend: Blitzstart. 4:1 und wie aufgedreht. Über ein 10:4 ging es mit 16:9 in die Halbzeit.
Sehr variabel wurde angegriffen. Ob von Außen, vom Kreis oder aus dem Rückraum wurde getroffen. Nach Hinten wurde diszipliniert gearbeitet.
Herausragend die Torfrau Sophia Kohn (Nr. 16) und die Linksaußen Tamara Michaelis, die in der Defensive zentral arbeitete.
Nach der Pause forderte der Trainer lautstark weiterhin „100 Prozent“ und „weiter Druck“. Er wurde erhört. Der Spielfilm: 18:10 – 18:12 – 22:14.
Zwischendurch Szenenapplaus für eine blonde Hallenbodenwischerin und noch mehr Begeisterung für die großartige kämpferische Leistung von Vanessa Kröpke (13), die sich einen Ball erkämpfte und den Tempogegenstoß erfolgreich abschloss.
Mitzunehmender Dauer des Matches wurden die gegnerischen Trainer unzufriedener mit der Leistung der Schiedsrichter. Doch als Laie empfand man trotz hohem sportlichen Einsatz jederzeit eine wohltuend faire Atmosphäre der Spielerinnen untereinander!
Im zweiten Durchgang setzen besonders die zentralen Akteurinnen Laura Lübcke (30) und Sophia Nigbur (11) die Akzente.
Nach 60 Minuten stand es 28:23. Die Spielerinnen der SG feierten: „Oberliga Oberliga Hey Hey“
Glückwunsch ans gesamte Team + Umfeld !!!

Während es also in der Halle ein Happy End gab, verloren die Elstern an den Sander Tannen ihr Match letztendlich sang und klanglos. Begünstigt durch eine frühe Rote Karte für eine Elster (Meckern...) gewann der Tabellenführer locker 4:0.


Dienstag, 30. April 2019

Elstern-Round-Up 3/19 : Abstiegsfinale am Ladenbeker Furtweg – Mit Kanonen auf Elstern geschossen – Tabellenführer zu Gast


Bevor wir auf den denkwürdigen letzten Freitag zurückblicken, möchten wir mit dem Sport beginnen:
Für die Handballerinnen der SG Bergedorf / VM geht es am kommenden Sonntag ums Ganze! Nachdem das   letzte Punktspiel beim TuS Esingen verloren ging, stehen die Frauen der SG nur noch knapp über den Abstiegsrängen. Da die beiden Letzen der Oberliga Hamburg Schleswig-Holstein aufeinandertreffen, muss jetzt gewonnen werden.
Der Gegner SV Preußen Reinfeld hat auch nur ein Pünktchen mehr aufzuweisen und kann mit einem Sieg überflügelt werden.
Ein echtes Endspiel also, auf die der langjährige Trainer Gunnar Weber seine Schützlinge sicher akribisch vorbereiten wird.
Save the date:  Sonntag, 05.05.2019 um 15 Uhr in der Sporthalle Ladenbeker Furtweg !!!

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In unserem letzten round-up haben wir es vorhergesehen, dass das Spiel unserer Elstern beim Spitzenteam des Oststeinbeker SV nur eine untergeordnete Rolle spielen wird. Das Spektakel fand zwar widererwartend auf dem Spielfeld statt, doch die dort agierenden Akteure hatten keine Fußballklamotten an…
Der O-Ton (Interview mit bolzjungs.de)  von unserem Trainer Patrick Paap gibt schon einmal  eine Vorstellung von den Geschehnissen:

„Ich fand es völlig überzogen. Hier stehen sechs, sieben Einsatzfahrzeuge. Am Eingang stehen die Polizisten gepanzert. Man hatte das Gefühl, hier bricht gleich ein Krieg aus, dabei war hier heute nicht ein Bengalo oder eine Wunderkerze an – also total übertrieben“

Die offizielle Pressemitteilung der Polizeidirektion Ratzeburg:
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29. April 2019 | Kreis Stormarn - 26.04.2019 Oststeinbek Am 26.04.2019, um 19.30 Uhr fand das Fußballbezirksligaspiel Oststeinbek SV - ASV Bergedorf 85 statt.
Im Vorwege riefen Anhänger des ASV Bergedorf 95 über Social Media Kanäle zum Besuch dieses Spieles auf, unter dem Motto " Brennen für Bergedorf -...zum bunten Laternenumzug mit großem Abschlussfeuerwerk".
Aus polizeilicher Sicht galt es, die Fangruppierungen der beiden Mannschaften zu treffen - sowohl vor, während, als auch nach dem Spiel. Der Polizei ist bekannt, dass zwischen einigen Fans beider Vereine ein feindschaftliches Verhältnis besteht.
Deshalb wurden die angereisten ca. 80 Bergedorfer Fans vom U-Bahnhof Steinfurther Allee bis zum Stadion in Oststeinbek von den eingesetzten Polizeibeamten begleitet. Während des Marsches wurden ein Bengalo und ein Böller gezündet.
Das Spiel mit ca. 230 Zuschauern verlief friedlich und endete 5:0 für die Gastgeber.
Nach Abpfiff der Partie versuchten Fans des ASV Bergedorf 85 über den Platz zu den Heimfans zu gelangen. Durch konsequentes und schnelles Einschreiten der 40 eingesetzten Polizeibeamten konnte eine Auseinandersetzung verhindert werden.
Die Bergedorfer Anhänger wurden anschließend wieder durch die Polizei bis zum U-Bahnhof Steinfurther Allee begleitet. Dies verlief störungsfrei.
Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Ratzeburg
- Stabsstelle / Presse -
Sandra Kilian
Telefon: 04541/809-2010
Original-Content von: Polizeidirektion Ratzeburg, übermittelt durch news aktuell
Als am Samstagmittag die ersten Presseberichte zu dem Spiel in den Online-Medien zu lesen waren, fragten sich  Zuschauer , die einen Tag zuvor an Ort und Stelle die Partie als Zeitzeugen  miterlebten, ob sie vielleicht bei einem anderen Spiel waren, als die Pressevertreter.  „Unfassbar“ , „Unglaublich“  waren die meistbenutzten Wörter der Fans.
In der Tat, was vor allem  die „Mopo“ und die „Bild“ berichteten ist der eigentliche Skandal.
Zitate aus der  Bild: „Nach dem 5:0- Debakel wollten die Fans des Verlierers Revanche auf dem Rasen“ , „Fans des ASV Bergedorf 85 wollten nach dem Spiel den Platz stürmen“, „mehr als 60 Polizisten mussten den Platz sichern“
Zitate aus der Mopo : „Fans gehen aufeinander los – Polizei stürmt Platz“, „Es wurde gepöbelt, es gab Pyro und Böller, am Ende flogen sogar die Fäuste“, „Nicht das erste Mal, dass es zwischen Anhängern beider Vereine kracht: In aller Regelmäßigkeit stacheln sich die Fans vor den jeweiligen Saisonspielen gegenseitig auf, oft knallt es rund um die Partien, nicht selten gibt es Verletzte“
Leser dieser reißerischen Storys  hatten den Eindruck, in Oststeinbek herrschten echt chaotische gewalttätige Zustände. Entsprechend war deren Empörung in den sozialen Medien.
Ein Paradebeispiel zur Macht der Medien. Mit geschickt ausgewählten Fotos und „Halbwahrheiten“ wird Meinungsmache betrieben. Mit Journalismus hat dies nichts gemein. Wohltuend hingegen die Berichte auf der Internetplattform „Bolzjungs.de“.
Liebe Artikelschreiber der Mopo und BILD, lest Euch den Polizeibericht (der natürlich den teuren Einsatz  rechtfertigen muss..) durch  und schämt Euch ein wenig! Vielleicht tut man diesen sogar Unrecht und es sind die Chefs in den Redaktionen, die die Texte sensationseifernd aufpolieren…

Zurück zum Sportgeschehen:
Durch den auch in dieser Höhe verdienten Erfolg wahrte der OSV seine Titelchancen. Jetzt hofft man auf einen Ausrutscher des Konkurrenten ASV Hamburg. Und der könnte am Sonntag an den Sander Tannen passieren. Allerdings müssen sich unsere Elstern dafür enorm steigern, sonst setzt es gegen dieses Spitzenteam eine weitere hohe Schlappe. Hauptsächlich muss läuferisch mehr kommen. Auch in der Defensive mangelt es an Spritzigkeit.  In Oststeinbek waren die Stürmer einfach zu schnell für unsere Elstern.
Eine umfangreiche Vorschau zu allen Spielen unseres ASV  gibt es wie immer auf der offiziellen Homepage der Fußballabteilung des  ASV Bergedorf 85.

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Am 4.Mai ist Dart angesagt:




Freitag, 26. April 2019

Elstern-Round-Up 2/19


Man muss kein großer Prophet sein, um ein großes Spektakel für heute abend hervorzusagen.
Reden wir nicht drum herum: Die Stars werden nicht die Spieler sein, sondern die Fans !

Doch auch sportlich hat die Partie am Freitagabend (Anpfiff 19:30 Uhr Sportplatz Meessen) Oststeinbeker SV vs. ASV Bergedorf 85 einiges zu bieten:
Der OSV trotz Niederlage im Spitzenspiel gegen ASV Hamburg weiterhin mit Titelchancen, die Elstern die Saison hindurch mit guter konstanter Leistung. Herausragend der 2:1 Hinspielerfolg gegen den OSV. Ohne Frage, Respekt an Jungtrainer Patrick Paap und seinem Co-Trainer Jürgen Paap, die guten und ansehnlichen Fußball spielen lassen.

In seinem dritten Jahr befindet sich der Trainer des Oststeinbeker SV. Simon Gottschling sortierte in seiner Debutsaison 2016/17 anscheinend die richtigen Spieler aus, um dann in der darauffolgenden Saison einen Durchmarsch in der Kreisliga 3 hinzulegen. In der Bezirksliga sieht es nun ähnlich gut aus, nur gibt es mit dem ASV Hamburg ein Team , das Paroli bietet und noch ein Tick abgeklärter zu sein scheint.

Langjährige 85-Fans wissen natürlich auch, dass Simon Gottschling auch mal das Elstern-Trikot trug. Schon damals – BZ-Foto stammt aus der Saison 1994/95 – schien Simon ein Überflieger zu sein…

Zurück zu den einleitenden Worten dieses Blogs. Die Musik wird heute neben dem Platz gespielt werden.
Schon letzte Saison pilgerten gut und gerne 100 Elsternsympathisanten (darunter viele befreundete Fanclubs (Gülzower-Elite, BU, Altona, ..) nach Oststeinbek, um sich dort  mit den kaum weniger stimmgewaltigen heimischen Fans zu messen.
Auch zu diesem Event wurde kräftig in den sozialen Medien mobilisiert, so dass auch der Lokalteil der Bergedorfer Zeitung aufmerksam wurde. Fragt man Spieler und Verantwortliche von Bergedorf 85, was so reizvoll an dem Verein ist und warum sie für 85 spielen, werden  neben der Tradition sofort die Fans genannt.
Im Amateurbereich ist es nicht alltäglich, von vielen Fans zuhause und auswärts angefeuert und nach vorne gepuscht zu werden.

Wenn alles heute im Rahmen bleibt, jeglicher  Schaden von den Vereinen ferngehalten wird und es absolut friedlich abgeht, kann es heute ein tolles Fest und Werbung für den  Amateurfußball und für den ASV Bergedorf 85 werden.

Neben der Liga sind alle weiteren neun (!!!) Teams des ASV Bergedorf 85 am Wochenende im Einsatz.
Die große ausführliche Vorschau auf diese Spiele finden Sie auf der topaktuellen Homepage der Fußballabteilung. Hier nur kurz ein launiger Abriss:

Den  Zweiten Herren  ist in ihrer ersten Saison der Aufstieg in die Kreisklasse A so gut wie nicht mehr zu nehmen. Doch möchte das Team von Trainer Mario Meier in den restlichen Spielen das Optimale herausholen.  Am Sonntag geht es zur Mannschaft der Rückrunde. Um 11:30 Uhr empfängt Grünhof-Tesperhude 85 Zwo !

Zwischen den Herren-Teams wird Durchlässigkeit groß geschrieben. So half zuletzt unser Top-Stürmer Benjamin Vermehren in der Zwoten aus, nicht nur unser langjährige Kapitän der Liga Dietmar Gietzen pendelt zwischen der Zweiten und den Alten Herren, die diesmal leider zeitgleich mit der Liga  am Freitag um 19:30 Uhr zuhause gegen Condor antreten.

Und leider sind auch unsere Senioren am Freitagabend angesetzt: zur Tagesschauzeit um 20 Uhr spielen die Oldies bei UH Adler .
Überhaupt die Senioren! Erinnert Ihr Euch?  Das Comeback startete unsere Fußballabteilung mit drei Teams: 1. Herren, E-Jugend und eben der Seniorenmannschaft in der Senioren-Verbandsliga !
Tolles Durchhaltevermögen !
Aus der einen Jugendmannschaft sind mittlerweile sechs (!) geworden. Von der A-Jugend bis D-Jugend sind die Altersklassen durchgängig  vertreten. A- und B-Junioren qualifizierten sich sogar zu den Aufstiegsspielen für die Leistungsklassen. Erwartungsgemäß mussten die Jungs viel Lehrgeld bisher zahlen, doch konnte auch wertvolle Erfahrung gesammelt werden.

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Dart beim ASV Bergedorf 85

Auch so eine Erfolgsgeschichte!
Mit zwei starken Dartteams ist die jüngste Elstern-Sparte vertreten. Außerdem werden in der „Dart-Arena“ im Klubhaus viele gutfrequentierte Turniere veranstaltet.
Da ist leben in der Bude !!!

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Handball bei der SG Bergedorf / VM

Bei den Handballern der Spielgemeinschaft (Stammvereine: ASV Bergedorf 85 und Vier- und Marschlande) steht ein ungemein wichtiges Spiel an.  Als Aufsteiger stehen die 1. Damen auf einen Nichtabstiegsplatz. Am Samstag geht es um 16 Uhr bei der TuS Esingen um den Klassenerhalt. Die TuS liegt auf dem vorletzen Platz und könnte durch einen  Sieg an unseren Mädels vorbeiziehen. Auf der anderen Seite ist ein Sieg der SG der fast sichere Klassenerhalt. Wir drücken beide Daumen !!

Die 1. Herren sind letztes Jahr in die Landesliga abgestiegen. Diese Saison scheiterte man als Dritter sehr knapp am Aufstieg.   



Donnerstag, 14. März 2019

Die Elstern – Fussball im Amateurbereich Saison 1982 / 83 (Autor: Hans-Martin Lippold)




Die Saison 81 / 82 nahm ein versöhnliches Ende. Auch wenn das ursprüngliche Ziel – die Teilnahme an der AOL – Aufstiegsrunde – verfehlt wurde, war der Gewinn des Hamburger Verbandspokals mehr als nur ein Trostpflaster. Es wurde doch immerhin ein Gastspiel eines Bundesligavereins an den Sander Tannen erhofft. Der Wunsch von Trainer Mewes nach dem HSV als Gegner ging allerdings nicht in Erfüllung.
Statt dessen wurde den Elstern der FC Bayern München zugelost.
Ein absolutes Traumlos!! Alle beim ASV Verantwortlichen waren auf dieses Spiel fokussiert. Es war mit einem Massenansturm auf die Sander Tannen zu rechnen. Präparierung der Spielfläche, Organisation des Ordnungsdienstes, Bereitstellung von Parkflächen, Regelung des Straßenverkehrs in Absprache mit der Verkehrspolizei, Besetzung der Kassenhäuschen – all diese Dinge mußten im Vorfeld geregelt werden. Wer aber nun gedacht hatte, daß im Umfeld der Mannschaft angesichts der bevorstehenden Aufgabe Einigkeit herrschen würde sah sich gründlich getäuscht. Unter der Überschrift
Bergedorf trennt sich von Trainer Mewes
berichtete das HAB am 30. Juli 82 von der völlig überraschenden Trennung. Trainer Mewes beklagte sich über Kompetenzschwierigkeiten und bot seinen Rücktritt an. Dieses Angebot wurde vom ASV in Person des Abteilungsleiters Nevio Morini angenommen. Gerhard Mewes flog in Urlaub und die Leitung des Trainings wurde Klaus Vogel und Lutz Bendler übertragen. Morini wird mit den Worten - Dieses Gespann hatten wir ohnehin für die Saison 83 / 84 vorgesehen – zitiert. Eine solche Situation kann man nur mit Bedauern zur Kenntnis nehmen und sich fragen, ob alle Möglichkeiten einer Einigung wahrgenommen worden sind. Über Spielerwechsel / Saisonplanung kann leider nichts berichtet werden, das HAB hat über diesen Themenkomplex nichts mitgeteilt. Im Laufe dieser Berichterstattung wurde Jürgen Obstmeyer in der Mannschaftsaufstellung des SC Urania wiedergefunden.

Zusammensetzung der Verbandsliga
Das Hamburger Fußball – Oberhaus hat wie jedes Jahr das Gesicht geändert. Anstelle der Absteiger SC Pinneberg , des HSV Barmbek – Uhlenhorst und TuS Güldenstern Stade schafften der SV Börnsen und die FSV Harburg den Sprung ins Oberhaus. Neben dem SV Börnsen und der FSV Harburg trat auch der SV Lurup wieder in der Verbandsliga an. 20:48 Punkte reichten in der AOL nur zum 17. Tabellenplatz und führten zum Abstieg in die Verbandsliga. Dem SV Börnsen gelang nach zweijähriger Abwesenheit die Rückkehr in die Eliteliga. Die FSV Harburg ist absoluter Neuling in dieser Spielklasse. Der Ursprung der FSV geht bis in das Jahr 1865 zurück. Als ein aus dem Arbeitersport hervorgegangener Verein wurde dieser im Jahre 1933 aufgelöst. Die Neugründung im Jahre 1945 ging einher mit einer Fusion zwischen der Arbeiterturnerschaft, TV Vorwärts, FC Herta und dem Freien Wassersportverein zur FREIEN TURN – UND SPORTVEREINIGUNG v. 1893. Später erfolgte eine Umbenennung zur FREIEN SPORTVEREINIGUNG v. 1893. 1978 gelang der FSV der Aufstieg aus der 6. Liga / Bezirksliga in die Landesliga ( Hammoniastaffel ). Nach Platzierungen 6, 8 und 11 gelang 1982 mit einem Punkteverhältnis von 46:14 der Sprung in das Hamburger Oberhaus vor Altona 93 mit gleicher Punktzahl und dem HTB.
Der Start in die Spielzeit 1982 / 83 erfolgte für die Elstern am 9.8.82, eine Woche früher als eigentlich vorgesehen, es mußte ja für das Spiel gegen den FC Bayern ein Termin freigehalten werden. Der Start in die 38. Saison erfolgte am zweiten Augustwochenende 1982.

Start in Quickborn
Die Konstellation mit zwei Übungsleitern, die gleichzeitig als Spieler auf dem Platz standen war gewöhnungsbedürftig, insbesondere dann, wenn man durch einen prüfenden Blick auf die Mannschaftskameraden vom eigentlichen Geschehen abgelenkt wird. So konnte es passieren, daß Stefan Schütt ( TuS Holstein ) das Leder zu Kay Klüver weiterleiten konnte, der hatte keine Mühe den Bergedorfer Keeper zu überwinden. Da zu allem Überfluß Volker Spill in der 37. Minute einen Strafstoß nicht verwandeln konnte, blieb ec bei dem Treffer zum 0 : 1 aus der 27. Minute der Tus Holstein Quickborn zum ersten Tabellenführer der noch jungen Saison machte.

Sieg gegen Wilhelmsburg – Veddel
Ein Blitzstart der Elstern ( Keller, 4. Minute ) stellte früh die Weichen auf Sieg und als Volker Spill in der 18. und 90. Minute noch nachlegten konnte gingen die Elstern als 3 : 0 - Sieger vom Platz. Den Start in die Punkterunde konnte man als gelungen ansehen.

DuWo an die Wand gespielt
Der TSV DuWo 08 war den Elstern rettungslos unterlegen. Schon früh – Volker Spill in der 4. Minute - gingen die Elstern in Führung. Danach ging es ruhiger zu und es dauerte bis zur 40. Minute als Holger Brügmann auf 2 : 0 erhöhte. Nach dem Seitenwechsel, in der 47. Minute meldete sich DuWo mit dem Anschlußtreffer zum 1 : 2 durch Burmeister zu Wort. Danach schlug aber die Stunde von Volker Spill: in der 73. – 79. - 84. und 89. Minute erhöhte er auf ein auch in dieser Höhe verdientes 6 : 1 für den ASV.

Sprung an die Tabellenspitze
Das letzte Spiel vor dem Saisonhöhepunkt – Spiel gegen den FC Bayern – könnte eine Standortbestimmung werden, so eine Art Generalprobe. Gegner an den Sander Tannen waren die Amateure des HSV. Schon nach sechs Minuten gingen die Schützlinge von Erwin Pichowiak, dem Trainer des HSV, durch Thomas Block in Führung. Der Torschütze vom Dienst, Volker Spill, erhöhte seinen Kontostand in der 17. und 21. Spielminute auf sieben Tore in bislang vier Spielen. Damit sorgte er für den 2 : 1 – Erfolg für den ASV und gleichzeitig auch für eine gelungene Generalprobe.

Ein Spiel für die Geschichtsbücher
Es gab nur ein Thema in Bergedorf: das Spiel der ersten DFB – Pokalhauptrunde gegen den FC Bayern München. An alles mußte im Vorfeld gedacht werden. Beim Druck der Eintrittskarten angefangen, Ordnungsdienst, Verkehrsregelung, Unterbringung der Schiedsrichter und ein gesicherter Durchgang von den Umkleidekabinen auf das Spielfeld. Herrmann Hansen, Idol der fünfziger Jahre, blieb es vorbehalten, letzte Hand an die Holzplanken der Sitzplätze zu legen. Die Bayern nahmen das Spiel ernst, Karl – Heinz Rummenigge holte bei seinem Nationalmannschaftskameraden Horst Hrubesch Auskünfte über die Spielstärke der Elstern ein. Horst Hrubesch riet zur Vorsicht und Bayerntrainer Pal Csernai schickte sein stärkstes Aufgebot nach Bergedorf. Das waren Jean - Marie Pfaff im Tor und Klaus Augenthaler, Wolfgang Grobe, Udo Horsmann, Wolfgang Dremmler, Paul Breitner, Bernd Dürnberger, Kalle Del´ Haye, Dieter Hoeneß und Karl - Heinz Rummenigge

Am 28.8.82 pfiff Schiedsrichter Mierswa aus Hänigsen das Pokalspiel zwischen dem ASV Bergedorf 85 und dem FC Bayern München an. Die Zuschauerränge waren mit 12000 Besuchern prall gefüllt.

Der FC Bayern übernahm von Beginn an das Kommando auf dem Platz und setzte die Elstern unter Druck. Die von Klaus Vogel mustergültig organisierte Abwehr hielt dem Ansturm der Bayern stand und so blieb der erste Durchgang torlos. Bei den favorisierten Bayern blieb vieles Stückwerk, strukturiertes und planvolles Angriffsspiel fand nicht statt, einige Leistungsträger liefen ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Bundesliga gegen vierte Liga, da hat man seine Vorstellungen vom Spielverlauf, aber der Bundesligist, der FC Bayern blieb vieles schuldig. Nach Wiederbeginn das gleiche Bild, aber die Bayern fanden keine Mittel den Abwehrblock der Elstern zu überwinden. Die Feldüberlegenheit des FC Bayern trug keine Früchte und dann kam die 68. Spielminute! Aus dem Mittelfeld spielte Volker Spill einen Steilpaß auf Holger Brügmann, der lief seinem Gegenspieler Wolfgang Grobe davon und ließ Jean – Marie Pfaff im Tor der Bayern keine Chance.

Die Elstern waren gegen die großen Bayern 1 : 0 in Führung gegangen !!

Der Jubel an den Sander Tannen kannte keine Grenzen, aber es waren noch zweiundzwanzig Minuten zu spielen. Die Spannung nahm zu und auf der Bank der Bayern machte man sich mit dem Gedanken an eine Niederlage vertraut. Wie wollte man eine Niederlage bei einem Viertligisten erklären ? Die Abwehr der Elstern war unüberwindbar und den Bayern drohte die Zeit davonzulaufen aber dann stürzte der Himmel über den Sander Tannen ein. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff erreichte eine Flanke in den Bergedorfer Strafraum den Kopf von Dieter Hoeneß und der überwand Harro Dierks im Elsterntor.

Der FC Bayern hatte zum 1 : 1 ausgeglichen!

Die reguläre Spielzeit war danach beendet. Entsetzen, Trauer, Bestürzung – das waren die Reaktionen der Bergedorfer Spieler und wer kann das nicht nachvollziehen? In der Verlängerung machte sich die konditionelle Überlegenheit des Bundesligisten bemerkbar . Es fielen noch drei Tore von Dieter Hoeneß und ein Tor von Paul Breitner zum 5 : 1 – Erfolg des FC Bayern München gegen den
Viertligisten aus Bergedorf. Nicht die Niederlage hat die Mannschaft ins Mark getroffen sondern der Zeitpunkt des Ausgleichstores. Nur fünf Sekunden fehlten bis zur Sensation. Das war brutal und ganz bitter.

Welch ein Spiel!

Alle ASV – Spieler haben sich selbst übertroffen und bundesweit auf sich aufmerksam gemacht. Achtung, Respekt und Anerkennung für die Leistung der Amateure. Auch die sportlich faire Einstellung fand große Anerkennung und bei Muskelkrämpfen Bergedorfer Spieler leisteten Bayernspieler spontan Hilfestellung. Zwölftausend Besucher haben ein Spiel miterlebt und erlitten das nicht in Vergessenheit geraten wird. Beide Vereine erhielten nach Abzug aller Unkosten einen Betrag von 45 000 DM. Die Leistung der Bayernspieler fand bei der Vereinsführung wenig Resonanz und so sah man von der Zahlung einer Siegprämie ab.




















Anmerkung der Redaktion:
Zu einer Diashow des Bayernspiels (hier klicken!)
Zum Beitrag in der ARD-Sportschau (klicken!)



Zurück im Alltag
Die Elstern waren zurück in der Verbandsligarealität und mußten sich an den Sander Tannen mit dem SC Urania auseinandersetzen. Der Zuschauerzuspruch blieb hinter der Erwartung zurück. Nach der Glanzvorstellung gegen den FC Bayern hatte man mehr als die 1200 Besucher erwartet. Nicht nur die Publikumsresonanz war enttäuschend, denn durch zwei Tore von Dämmich (Urania ) gingen die Gäste bis zur 26. Minute 2 : 0 in Führung. Christian Hofmeister schoß den ASV in der 27. Minute mit seinem Tor zum 1 : 2 wieder zurück ins Spiel. Das 2 : 2 fiel durch Andreas Roloff unmittelbar nach Wiederbeginn. In der 70. Minute war es wieder Dämmich, der alle Hoffnungen der Elstern auf einen Punktgewinn zunichte machte, mit seinem Tor zum 3 : 2 schickte er die Elstern auf die Verliererstraße, gleichzeitig fielen die Elstern vom ersten auf den fünften Tabellenplatz zurück. Tabellenführer Lurup dicht auf den Fersen war der VfL Geesthacht mit 8 : 2 Punkten gefolgt vom Hummelbüttler SV und dem SV Börnsen mit 7 : 3 Punkten. 5 : 5 Zähler standen für den Tabellenneunten, der TSV Reinbek zu Buche.

Sieg in Alsterdorf
Der SC Sperber hat schon bessere Zeiten erlebt, zwei Punkte aus den bisher fünf Spielen sind eine magere Ausbeute die nur zum vorletzten Tabellenplatz reichte. Gegen die Gäste aus Bergedorf konnte Sperber die Bilanz nicht aufbessern. Vor 300 Besuchern sorgten die Elstern für klare Verhältnisse, denn Spill (25.), Brügmann (61.) und nochmals Volker Spill in der73. Minute sorgten für einen ungefährdeten Auswärtssieg der Bergedorfer Elstern.

SV Börnsen war die bessere Mannschaft
Es gibt Tage, da klappt einfach nichts und so einen Tag erwischten die Elstern beim Heimspiel gegen den SV Börnsen. Durch Jörn Clasen ging den SVB in der in der 18. Minute in Führung. Die hielt bis zur 44. Minute, dann gelang Christian Hofmeister der Ausgleichstreffer. Erneut war es Clasen, der in der 54. Minute wieder für die Führung der Gäste sorgte. Dem 3 : 1 für Börnsen ging ein Foulspiel von Daniel Glogowski voraus, den fälligen Elfmeter verwandelte Holger Jacobson in der 69. Minute. Um dem Spiel noch eine Wende zu geben gingen Vogel und Hofmeister in den Sturm, so aber wurden dem SVB Kontermöglichkeiten geboten. Diese wurden ausgenutzt, ein Eigentor von Glogowski in der 85. Minute und ein Tor von Hasselfeld eine Minute vor dem Abpfiff führten am Ende zu einer schmerzlichen 1 : 5 Heimniederlage vor 900 enttäuschten Besuchern.

Niederlage im Derby
Wieder stand für den ASV ein Derby auf dem Spielplan. Im Reinbeker Stadion am Mühlenredder war die heimische TSV Gastgeber für die Elstern. Spielentscheidender Akteur auf dem Platz war einmal mehr Walter Dobberkau in Reihen der Reinbeker. Seine beiden Tore in der 35. und 80. Minute entschieden das Spiel zugunsten der TSV
Nach acht Spieltagen und 8 : 8 Punkten war das Experiment mit zwei Spielertrainern beim ASV beendet. Klaus Vogel und Lutz Bendler wurden von ihren Traineraufgaben entbunden und traten nur noch als Spieler in Erscheinung. Einige Wochen zuvor wurde Peter Rohrschneider in Hummelsbüttel nach Meinungsverschiedenheiten mit Fußballobmann Beck entlassen. Rohrschneider kehrte auf die ASV – Trainerbank zurück und trat dort seine dritte Amtszeit an. Die freie Trainerstelle in Hummelsbüttel wurde anschließend von Gerhard Mewes, bis Juli noch Trainer bei den Elstern, besetzt.

Elstern gegen Elstern
So oder so ähnlich könnte man das Spiel des VfL Geesthacht gegen die Elstern umschreiben. Sechs Spieler des VfL standen früher in den Reihen der Elstern. Vor 1000 Besuchern erzielte Klaus Muruszach an alter Wirkungsstätte das 1:0 für den VfL. Die Führung hatte nicht lange Bestand, in der 47. Minute fiel das Ausgleichstor durch Volker Spill. Die Freude währte nur kurz denn Dabbert (VfL) brachte seine Mannschaft in der 54. Minute erneut in Führung. Eine doppelte Überzahl – zwei Gesthachter erhielten eine Zeitstrafe – ließen die Elstern ungenutzt verstreichen und als dann noch Daniel Glogowski die rote Karte erhielt war die Partie für den VfL gelaufen. Mit einem 2 : 1 nahm die Bergedorfer Auswahl in Reihen des VfL Geesthacht die Punkte an die Elbe mit.

Remis im Traditionsduell
Einst ein Spitzenspiel im Hamburger Amateuroberhaus, traten an der Hoheluft der Tabellenzwölfte, der SC Victoria auf den Zehnten in der Tabelle, den ASV. Außer der Nennung der Torschützen war im HAB über dieses Spiel nichts zu erfahren. In der 39. Minute schoß Christian Hofmeister den ASV in Führung, Kawohl (SCV) glich in der 65. Minute aus.
Nach zehn Spieltagen hatten sich der SV Lurup – Absteiger aus der AOL - mit 18:2 Zählern und der Hummelsbüttler SV (17:3) an der Tabellenspitze festgesetzt. Die Plätze 3, 4 und 5 wurden von Mannschaften aus dem Heimatgebiet belegt: Geesthacht 14:6 Punkten vor Börnsen und Reinbek mit jeweils 11:9 Punkten. Ungemütlich die Lage bei DuWo 08 mit 3:17 Punkten.

Keine Chance in Hummelsbüttel
Daß es in Hummelsbüttel sehr schwer sein würde war allen Beteiligten klar aber trotzdem hielten die Elstern lange Zeit gut mit. In der zweiten Minute gingen die Elstern durch Andreas Roloff völlig überraschend in Führung, dieses Resultat konnten die Elstern auch mit in die Kabine nehmen. In der 47. Minute fiel der Ausgleichstreffer durch den alten Routinier Georg Volkert, Domzalski (HuSV) erhöhte in der 58. Minute auf 2:1. Kaum war der Torjubel der 400 Besucher verklungen fiel das 3:1 durch Volkert, der einen Strafstoß verwandeln konnte. In der 74. Minute setzte Brüggmann mit seinem Tor zum 4:1 den Schlußpunkt.

Sieg gegen Stade 
Nicht alle Mannschaften sind mit so vielen Stars ausgestattet wie der HuSV und so ergab sich die Gelegenheit für die Elstern zu einem Spiel auf Augenhöhe. Gegner an den Sander Tannen war der VfL Stade. Die Gäste aus Niedersachsen waren im bisherigen Saisonverlauf nicht auf Rosen gebettet und lagen bei einem Punktestand von 6:14 drei Punkte hinter den Elstern. Die Stader gingen in der 22. Minute durch Soehl in Führung. Die Führung hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Chr. Hofmeister stellte in der 51. Minute den Gleichstand her, fünf Minuten später traf Gerd Kalla zum 2:1 für den ASV. Der VfL gab sich nicht geschlagen und konnte durch Holst in der 66. Minute zum 2:2 ausgleichen. Zwei Tore von Spill in der 71. und 83. Minute sicherten in der Schlußphase vor 350 Zuschauern den Elstern einen verdienten 4:2 – Erfolg. Das Schlagerspiel des 11. Spieltages fand in Lurup statt. Gast in Lurup war der HuSV, der Tabellenzweite. Hektik und Nervosität bestimmten das Spielgeschehen und den wachsamen Beobachtern blieb nicht verborgen daß die Stars im Team des HuSV noch nicht nahtlos integriert waren, insbesondere Peter Hidien und Horst Blankenburg blieben unter ihren Möglichkeiten und hatten mit ihren Gegenspielern viel Mühe. Der SV Lurup lieferte eine taktisch sehr gute Leistung ab und überzeugte mit schnellem, schnörkellosem Konterspiel. Grau und Schumacher erziellten in der28. und 86. Minute die Tore zum verdienten 2:0 – Erfolg des SV Lurup über den Hümmelbüttler SV. 3500 Besucher – soweit es sich um Anhänger des SV Lurup handelte - waren mit dem Spielergebnis absolut zufrieden.

Pinneberg blieb siegreich
Die Chance auf ein ausgeglichenes Punkteverhältnis wurde vergeben. Auf Platz sieben stand der VfL Pinneberg mit 13:11 Punkten, die Elstern zwei Plätze tiefer ( Rang 9 ) hatten 11:13 Zähler auf dem Konto. Bei einem Sieg hätten die Elstern ein ausgeglichenes Punkteverhältnis und wären am VfL vorbeigezogen. Es kam anders. Nach fünfundzwanzig Minuten konnte Hofmeister zwar das 1:0 erzielen doch zwei Tore von Witt (VfL) machten die Bergedorfer Siegeshoffnungen zunichte. 11:15 Punkte reichten nur noch zum 11. Tabellenplatz.

Punkt beim Tabellennachbarn
Neuling FSV Harburg rangierte in der Tabelle mit 10:16 Punkten einen Punkt hinter den Elstern auf dem12. Tabellenplatz. Auch wenn der Tabellenstand eine ausgeglichene Partie erwarten ließ, hatten die Elstern mit dem Gegner mehr Mühe als ihnen lieb war. Uttke (FSV) erzielte für seine Mannschaft in der 14. Minute die Führung, diesem Rückstand mußten die Elstern lange Zeit hinterherlaufen und es dauerte bis zur 87. Minute bis Lutz Bendler dem ASV mit dem Ausgleichstor einen Punkt sicherte.

Lurup wurde überrascht. 
Der eindeutige Favorit im Spiel in Bergedorf war der SV Lurup. Während der SV Lurup mit 23:3 Punkten an der Tabellenspitze thronte standen die Elstern im Niemandsland der Tabelle mit 12:16 Punkten auf Platz 14. Neu in der Startelf des ASV war der erst neunzehnjährige Wolfgang Dettmann. Sein Einstand gelang, denn schon in der dritten Minute gelang ihm das Tor zum 1:0 für die Elstern. Weitere Tore fielen in schneller Folge: Ausgleichstreffer in der15. Minute durch Falkenhagen, in der 35. Minute Führungstreffer für den ASV durch Holger Brügmann und nur eine Minute später das 2:2, erzielt von Grau. Vor 700 Besuchern sorgten die Elstern nach einer längeren Durststrecke wieder für positive Schlagzeilen.

Unruhe in einem Verein ist nie leistungsfördernd! Als hätte es nicht schon genug Diskrepanzen in den letzten Wochen gegeben ( Trennung von Trainer Mewes, Einsetzung und Ablösung des Trainerduos Vogel / Bendler ) wurde Fußball – Abteilungsleiter Nevio Morini im November 82 entlassen. Ihm wurde laut HAB vorgeworfen, im Verein Unruhe verbreitet zu haben. Die Argumente lassen sich nachträglich nicht mehr bewerten, nur soviel: an allen Entscheidungen ist ein Abteilungsleiter kraft Amtes an führender Stelle beteiligt wenn nicht sogar Auslöser. Daß die Entscheidungen der letzten Monate die Elstern vorangebracht haben kann niemand behaupten. Neuer Leiter der Fußballabteilung wurde Martin Schütze, bisher Leiter der Jugendbereiches.

Torlos in Wilhelmsburg
Torlose Fußballspiele lassen sehr häufig ratlose Zuschauer zurück. Gewonnener oder verlorener Punkt – diese Frage bleibt dann unbeantwortet. So erging es auch den Lesern des HAB denn außer dem Spielergebnis gab es keine weiteren Informationen zu diesem Spiel.

Sieg über das Schlußlicht 
Der Tabellenletzte, der TSV DuWo 08 sieht ganz harten Zeiten entgegen. Sechs Punkte aus den bisher sechzehn Begegnungen weisen in Richtung Landesliga, daran sollte sich nach dem Spiel gegen die Elstern nichts ändern. Dafür sorgte Volker Spill mit seinem Tor in der 25. Minute. DuWo blieb die rote Laterne erhalten, der ASV verbesserte sich auf den 7. Tabellenplatz.

Steigerung bei den HSV – Amateuren
Die Amateurmannschaft des HSV waren ein anderes Kaliber verglichen mit der Truppe von DuWo 08. Im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt war der HSV gegen die Elstern eindeutig Favorit aber nach dem Schlußpfiff gab es bei den Rothosen lange Gesichter. Ein Formanstieg war bei den Elstern nicht zu übersehen. Eine Vielzahl von Chancen konnte jedoch nicht verwertet werden, ein altes Leiden, nicht nur bei den Elstern. Dem stand allerdings eine umständlich und ideenlos operierende HSV – Mannschaft gegenüber die den Bergedorfern keine großen Probleme bereitete. Das Spiel endete 0:0, zeigte aber auch, daß die Mannschaft mehr kann als die momentane Tabellensituation aussagt.
Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Der ASV und Torjäger Volker Spill gehen getrennte Wege. Im HAB war – laut Trainer Rohrschneider – von menschlichen Problemen die Rede. Was immer sich dahinter verbergen mag: nur selten ist bei solchen und ähnlichen Zerwürfnissen immer nur ein Teil schuld.

Achtungserfolg am Schützenhof
Gegen den SC Urania hatten die Elstern stets harte Nüsse zu knacken, es waren hartumkämpfte Partien mit knappen Ergebnissen. Auch das Spiel am 20. Spieltag wurde kein Spaziergang. Zunächst ging Urania in der 27. Minute durch Duve in Führung doch nach dem Seitenwechsel fiel durch Keller der Ausgleichstreffer. Güclü (Urania) konnte seine Mannschaft in der 62. Minute wieder in Führung bringen. Nach weiteren drei Minuten gelang Christian Hofmeister der erneute Ausgleich der den Elstern einen verdienten Punkt bescherte. Ein abwechslungsreiches Spiel endete mit einem leistungsgerechten 2:2.

Nach zwanzig Spieltagen hatten sich der SV Lurup und der HuSV von den übrigen Mannschaften deutlich abgesetzt und strebten der Teilnahme an der AOL – Aufstiegsrunde entgegen. Hier ein Ausschnitt aus der Tabelle 1. Lurup 36 Punkte 2. Hummelsbüttel 35 Punkte und 3. VfL Geesthacht 27 Punkte Abgeschlagen mit sechs Punkten bei nur einem Sieg stand DuWo 08 am Tabellenende.
Ein so deutlicher Vorsprung der Spitzenmannschaften macht Spiele der anderen Mannschaften uninteressant und die Zuschauer bleiben zu Hause. Von Manfred Juhnke, dem Trainer des VfL Geesthacht wurde in diesem Zusammenhang die Frage nach der Chancengleichheit unter den Verbandsligamannschaften aufgeworfen. Werfen wir einen Blick auf die finanziellen Möglichkeiten einiger Vereine. Martin Schütze, Bergedorfer „Fußballchef“ nennt für die Elstern einen Etat von 160 000 DM. An diesem Betrag ist die BIERBÖRSE KLEIN – KLECKERSDORF mit 40 000 DM pro Jahr beteiligt, herrührend von einem Dreijahresvertrag über 120 000 DM. Für den Hummelsbüttler SV wird ein Betrag von weit über 300 000 DM angegeben.Dem SV Lurup stehen Mittel in ähnlicher Größenordnung zur Verfügung, allein die Dienste von Ex-Profi Manfred Mannebach sind dem SV Lurup 48 000 DM pro Saison wert. Beide Vereine, der SVL und der HuSV werden von finanzstarken Sponsoren aus der Baubranche unterstützt. Der gesamte Ligaetat der TSC Viktoria Wihelmsburg - Veddel beträgt 48 000 DM. Die Frage, ob Geld Tore schießt darf also weiterhin diskutiert werden.

Teilerfolg gegen Sperber
Ein Spiel, das in der HAB – Berichterstattung nicht stattfand wurde am 21. Spieltag an den Sander Tannen ausgetragen. Nur 180 Zuschauer wollten das Spiel des ASV gegen den SC Sperber sehen. Das Spiel endete torlos. Am Ende des Spieltages fanden sich die Elstern mit 19:23 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz wieder. Kritisch war die Lage für Sperber, bei 13:29 Punkten bestand akute Abstiegsgefahr.

Die Elstern kommen nicht zur Ruhe 
Es muß wohl schon eine Weile unter der Decke gebrodelt haben, aber die Meldung vom 6.3.83 im HAB schlug wie eine Bombe ein Sieben Spieler haben Bergedorf verlassen Nicht gezahlte Aufwandsentschädigungen in Höhe von 2000 bis 4000 DM haben sieben Spieler zum Anlaß genommen, nicht mehr für die Elstern anzutreten. Die Torhüter Harro Dierks und Michael Sprang
sowie Fred Keller, Holger Brügmann, Jan Höricke, Frank Erb und Norbert Jürgens stehen nicht mehr zur Verfügung, dazu Volker Spill, der die Elstern schon Wochen vorher verlassen hat. Nicht genannt in dieser Aufstellung wurde Daniel Glogowski. Erstmals am 14.3.83 taucht Daniel Glogowski beim SV Lurup als Neuzugang von Bergedorf 85 auf.

Die Mannschaft, die dem FC Bayern im Pokalspiel so großartig Paroli geboten hat existiert nicht mehr.

Ein Problem mußte Trainer Rohrschneider nun kurzfristig lösen; wer sollte im nächsten Punktspiel in Reinbek im Tor stehen. Der 19-jährige Andreas Naurikat aus der A – Jugend wurde für dieses Spiel als Torhüter nominiert. Martin Schütze wurde in dieser Angelegenheit aktiv und nahm Kontakt zu Helmut Kröger auf, der in Düneberg sehr erfolgreich als Talententdecker und Förderer tätig war. Helmut Kröger war inzwischen Trainer des TSV Gülzow und sein Stiefsohn Rudi Laube stand dort zwischen den Pfosten. Martin Schütze und Helmut Kröger konnten sich schnell auf die Freigabe von Rudi Laube einigen.

Die Elstern leben noch. 
Bange Erwartungen unter den 300 Besuchern an den Sander Tannen – wie würden sich die Elstern nach dem Ausscheiden von sieben Spielern gegen die TSV Reinbek präsentieren? Das Spiel endete 0 : 0 und es war Erleichterung zu spüren. Es stand eine Mannschaft auf dem Platz und besonders die eingesetzten Nachwuchsspieler taten sich durch Engagement und Einsatz hervor und wenn ein Spiel torlos endet spricht dies auch für eine tadellose Torhüterleistung. Das Spiel nährte die Zuversicht auf bessere Zeiten und die Erwartung, daß der Begriff Klassenerhalt für die Elstern kein Thema wird.

Punktgewinn in Geesthacht
Kann sich die Mannschaft stabilisieren? Das war die Frage nach dem Spiel gegen die TSV Reinbek. Viele Akteure haben mit ihren Gegenspielern schon in einer Mannschaft gespielt, das macht die Aufgabe nicht leichter. In der 30. Minute ging der ASV durch ein Eigentor des VfL ( Schmidt war der Unglücksrabe ) in Führung, aber der Vorsprung konnte nicht über die Zeit gebracht werden, denn Ingo Pinnau verdarb den Elstern den Nachmittag durch sein Tor zum 1 : 1 – Endstand.

Rückschlag gegen Victoria
Statt Spitzenspiel nun eine Begegnung im Niemandsland der Tabelle, das war das Spiel des ASV gegen den SC Victoria. Nur der Sieger hatte die Möglichkeit, sich der oberen Tabellenhälfte anzunähern. Dies gelang dem SC Victoria. Die Mannschaft von der Hoheluft blieb an den Sander Tannen nach zwei Toren von Krause 2:0 erfolgreich. Victoria verbesserte sich auf den achten Tabellenplatz während der ASV auf den zwölften Platz abrutschte. Nichts Neues an der Tabellenspitze. Lurup und Hummelsbüttel zogen einsam ihre Kreise. Mit respektvollem Abstand dahinter Börnsen ( 30:16), Geesthacht (29:19) und die HSV – Amateure (26:20). Auf den Abstiegsplätzen traf man den VfL Stade und die FSV Harburg (beide 15:31 Zähler) sowie das abgeschlagene Schlußlicht DuWo mit 6:42 Punkten

Erwartete Niederlage 
Die Bergedorfer Rumpfmannschaft war gegen den Hummelsbüttler SV vor 500 Besuchern nur Außenseiter und so konnte man sich über eine 0:2 – Heimniederlage nicht allzusehr beklagen. Nachdem Brüggmannn und Domzalski in der ersten Halbzeit den HuSV in Führung brachten war die Partie entschieden. Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr der Elstern machten es den Gästen leicht zumal auch Klaus Vogel und Torhüter Rudi Laube nicht ihren besten Tag hatten.

Sieg in Stade
Zwei aufeinanderfolgende Heimniederlagen haben den ASV in die Nähe der kritischen Tabellenzone gebracht. Ein Sieg in Stade würde die Elstern von den größten Sorgen befreien. Die 550 Besucher im Stader Stadion erlebten einen unerfreulichen Nachmittag, denn der VfL lief dem Bergedorfer Führungstor – Bargsten in der 47. Minute - vergeblich hinterher. Die Elstern behaupteten den knappen Vorsprung und gingen als verdienter Sieger vom Platz. Für den VfL wurde die Lage sehr kritisch - 17:33 Punkte und drei Punkte Abstand zum rettenden Ufer, der ASV auf Platz zwölf hatte 23:29 Zähler.

Das Spitzenspiel des Spieltages fand in Hummelsbüttel statt. Das Spiel gegen den Rivalen SV Lurupbescherte dem HuSV eine Rekordkulisse von 3000 Besuchern. Die Gäste aus Lurup waren von Trainerfuchs Herbert Kühl sehr gut auf den Gegner eingestellt worden und ließen die Platzherrn nicht zur Entfaltung kommen. Zwei Tore von Falkenhagen (SVL) in der 25. und 70. Minute waren eine Vorentscheidung. Der Anschlußtreffer von Volkert aus der 74. Minute leitete einen Schlußspurt des HuSV ein, da aber die besten Chancen nicht genutzt werden konnten gingen die Luruper als verdiente Sieger vom Platz. Der SV Lurup übernahm die Tabellenführung und verwies Hummelsbüttel auf den zweiten Tabellenplatz.

Ein wichtiger Teilerfolg 

Noch waren die Elstern nicht “über den Berg" und es galt, auch in Pinneberg zu bestehen. Ein frühes Tor von Fred Keller aus der 10. Minute gab den Elstern Sicherheit, aber als Jan Höricke in der 35. Minute der Ball an die Hand sprang entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Dittmer (VfL) nahm das Geschenk an und verwandelte zum glücklichen 1:1 für den VfL Pinneberg. Ganz offensichtlich hat Jan Höricke seinen Entschluß, die Elstern zu verlassen, nicht in die Tat umgesetzt. Bei noch drei ausstehenden Spielen betrug der Abstand zum ersten Abstiegsplatz fünf Punkte.

Sieg im Nachbarschaftsduell
Von den bisherigen fünf Spielen gegen die Vereine aus der näheren Nachbarschaft ( Geesthacht, Börnsen und Reinbek ) konnten die Elstern noch keines gewinnen, in der Vorrunde gab es gegen Börnsen eine ganz bittere 1:5 – Schlappe an den Sander Tannen. Ein Sieg in Börnsen würde die Elstern von allen Sorgen befreien. Der SVB war bei der Realisierung dieses Vorhabens behilflich denn ein Eigentor von Exposito (SVB) sorgte in der 62. Minute für die Führung des ASV. Zehn Mlnuten später folgte durch Lutz Bendler das 2 : 0. Die Partie war noch nicht entschieden denn ein verwandelter Handelfmeter brachte den SVB auf 1:2 heran. Die Elstern behaupteten die knappe Führung und traten frei von Abstiegssorgen den Heimweg an. Die Meisterschaft der Verbandsliga Hamburg wird zwischen Lurup und Hummelsbüttel entschieden. Den 50:6 Punkten des SV Lurup stehen 48:8 Zähler des HuSV entgegen. Der SV Börnsen auf dem 3. Tabellenplatz hatte vierzehn Punkte Rückstand auf Hummelsbüttel. Geesthachts Trainer Juhnke brachte es auf den Punkt: Lurup und der HuSV spielen in der falschen Liga. Dramatik in der Abstiegszone! DuWo steht mit 7:49 als Absteiger fest. Gefährdet sind der SC Sperber auf Platz 13 mit 22:34, die FSV Harburg mit 21:35 auf Platz 14 und der VfL Stade auf dem vorletzten Platz mit 19:37 Zählern.

Aufstand am Tabellenende
Nur der SC Sperber tanzte aus der Reihe - die Raubvögel mußten in Quickborn mit einem 0:3 Federn lassen. Dadurch hatten im „Gefahrenbereich“ die Tabellennachbarn die Möglichkeit die Abstände zu verringern und die Chancen auf den Klassenerhalt zu vergrößern. Der VfL Stade nahm von der Hoheluft mit einem 4 : 2 die Punkte mit und der FSV Harburg könnte an den Sander Tannen auch etwas für sein Punktekonto tun. Die Harburger traten an den Sander Tannen nicht wie ein Abstiegskandidat auf auch wenn der Spielverlauf zunächst eine andere Sprache spricht. In der 18. Minute verwandelte Hofmeister einen Handelfmeter zur Führung, diese wurde in der 57. Minute von Lutz Bendler auf 2:0 ausgebaut. Der starke Schlußspurt der Harburger wurde zunächst in der 66. Minute durch das Tor von Uttke zum 1:2 belohnt. Ein umstrittener Foulelfmeter führte in der 74. Minute zum 2:2. Auch wenn das Ergebnis für die Harburger glücklich zustande kam war es ein verdienter Punktgewinn. Die FSV und Sperber waren mit nun22:36 Zählern punktgleich gefolgt vom VfL Stade mit einem Punkt Rückstand.

Freibier an der Flurstraße
In Lurup gab es Grund zum feiern. Der SVL konnte seinen Einpunkte - Vorsprung gegenüber dem HuSV verteidigen. Den Platzherrn reichte eine mittelmäßige Leistung um die Elstern mit einer 0:4 – Niederlage nach Hause zu schicken. Für den ASV war die Saison schon vor dem Spiel gelaufen und der SV Lurup konnte nach 1981 zum zweiten Mal die Meisterschaft der Verbandsliga Hamburg
 feiern.

Herzlichen Glückwunsch an den SV Lurup.
Dem HuSV half der 3:1 Sieg in Stade nicht weiter, der Rückstand gegenüber dem SV Lurup konnte nicht mehr aufgeholt werden. Neben DuWo 08 müssen die FSV Harburg und der VfL Stade den Weg in die Landesliga antreten.
Der ASV beendete die Punkterunde auf dem 11. Tabellenplatz mit einem Punktestand von 27:33 Zählern. Zum ersten Mal seit dem Abstieg aus der Regionalliga im Jahr 1970 wurde die Saison mit einer negativen Bilanz beendet. Erfolgreichster Torschütze - obwohl während der laufenden Saison ausgeschieden - war Volker Spill mit fünfzehn Treffern. Die Spiele der Verbandsliga Hamburg wurden im Durchschnitt von 381 Zuschauern verfolgt, durchschnittlich kamen 532 Besucher an die Sander Tannen, deutlich aber der Zuschauerschwund während der Saison: Kamen zu den acht Vorrundenspielen noch 706 Besucher im Durchschnitt, wollten nur noch 338 Besucher die Spiele der Rückrunde verfolgen.

Der Verlauf der Spielzeit 1982/83 war eine einzige Achterbahnfahrt.
Durch eine großartige Leistung im Pokalspiel gegen den FC Bayern München haben die Elstern bundesweit Achtung, Anerkennung und Sympathien erworben, aber dann kam ein Absturz ohnegleichen.
Schon vor Saisonbeginn trennte man sich von Trainer Gerhard Mewes weil man Kompetenzprobleme nicht ausräumen konnte und übergab die Trainerfunktion an zwei Spieler. Dieses Experiment wurde schnell beendet und Peter Rohrschneider kehrte auf die ASV – Trainerbank zurück.
Im November 1982 wurde der Leiter der Fußballabteilung – Nevio Morini - von seinen Aufgaben entbunden und durch Martin Schütze, den Leiter der Jugendabteilung ersetzt
Ende Dezember 82 verließ Volker Spill die Elstern, menschliche Probleme diagnostizierte Trainer Rohrschneider in diesem Zusammenhang.

Als wenn es nicht schon genug Diskrepanzen gegeben hat, gab es noch eine Steigerung. Ausstehende Aufwandsentschädigungen veranlaßten sieben Spieler, nicht mehr für den ASV anzutreten. Es war „Not am Mann“, plötzlich standen die Elstern ohne Torwart da. Der Torwart der A – Jugend mußte einspringen und Rudi Laube vom TSV Gülzow konnte verpflichtet werden.

Wehmut nach dem letzten Spiel Klaus Vogel, seit 1971 bei den Elstern , beendete mit dem Spiel beim SV Lurup seine aktive Laufbahn. In den zwölf Jahren an den Sander Tannen hat er sich einen Ruf als ganz großer Fußballer erworben, menschlich und charakterlich hat er Spuren hinterlassen. TuS Aumühle darf sich glücklich schätzen einen solchen Fußballer als Trainer verpflichtet zu haben.

Nach einer solchen Saison ist dem ASV zu wünschen, daß der Sport wieder in den Vordergrund rückt und in der Presse nur noch über Fußballspiele berichtet wird.

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Nachweis der Informationsquellen Der vorliegende Bericht wird durch folgende Informationsquellen unterstützt: Die Kurzkommentare zu den Spielen der Verbandsliga lehnen sich an die Berichterstattung des HAB an, ebenso stammen die beiden Zeitungsartikel zum Pokalspiel gegen den FC Bayern aus dem HAB. informationen zur Torhütersituation des ASV stammen von Helmut Kröger, dem damaligen Trainer des TSV Gülzow. Die Textausschnitte zum Pokalspiel sind dem HAB entnommen worden. Aus dem Kicker und der Zeitschrift Sport Hamburg stammen die Fotos vom Pokalspiel der Elstern gegen den FC Bayern. Aus dem Portal Deutsches Fußballarchiv ist die Abschlußtabelle der Saison 82 / 83 entnommen worden.