Sonntag, 14. Oktober 2018

Paroli geboten ! Elstern verlieren (zu hoch) 2:5 gegen starken ASV Hamburg




Das haben Sie sicherlich auch schon mal erlebt: Sie kommen nur ein ganz wenig zu spät auf den Fußballplatz. Beim Eintrittbezahlen ringen Sie sich zu einer rhetorischen Frage durch:
„Noch kein Tor gefallen, oder?“
Der Kassierer überrascht: „Doch leider – 0:1“
„Für Bergedorf ?“
„Ja“
Mit neutraler Miene betritt man dann den Sportplatz, innerlich hüpft das „Elsternherz“.
Timo Schwenke soll mit einem tollen Schlenzer von der Strafraumgrenze den zu weit vor dem Tor stehenden Keeper überwunden haben (Anm. d. Redaktion: der Torschütze war nicht Timo, sondern Roy Bannasch. Beide blond und Nr. 8 und 6 sind auch recht ähnlich..).
Dies sollte der Aufgalopp zu einem sehr interessanten und guten Bezirksligaspiel werden.
In der ersten halben Stunde war der ASV Bergedorf 85 dem Afghanischen SV Hamburg e.V. ebenbürtig. Beide Teams versuchten fast ausschließlich durch spielerische Mittel zum gegnerischen Tor zu gelangen. Dabei geizten sie nicht mit kurzen Ablagen, Weiterleitungen oder auch der alte gute Doppelpass wurde aus dem Kunstkasten geholt.
Für Fußballästheten war auch der Angriff der Elstern nach gut 30 Minuten:
Der wieder sehr starke Pascal Asante-Sefa klärte hinten in bester Beckenbauer-Manier fair und blieb am Ball. Spielte zu Timo Schwenke und lief gleich weiter nach vorne, wo er auch mustergültig das Leder zurückerhielt. Von Linksaußen schaute Pascal und flankte mustergültig auf den mitgelaufenden Niklas Kretschel, der volley abschloss. Wäre der Schuss im Netz gelandet wäre es ein Traumtor gewesen und das 2:0 schon ein gutes Polster.
Doch möchten wir hier auch die Chancen der Hausherren nicht verschweigen. Einmal musste 85 auf der Linie klären, einmal sprang 85-Schlussmann Björn-Alexander Garvs wie eine Katze durch den 16er und verhinderte mehrmals den Ausgleich.
Der dann aber doch vor der Halbzeitpause fiel.
Der überragende Abdul-Nafe Farahi konnte sich zentral stehend von der Strafraumgrenze die Ecke aussuchen und vollendete gekonnt.
Mit diesem gerechten Ergebnis ging es in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff des jungen Schiedsrichters Arvid Maiwald (machte seine Sache mit den ebenfalls jungen Assistenten Axel Kahl und Kelvin Laurenz Gantert insgesamt recht gut) nahm der Tabellenzweite aus Horn das Heft in die Hand. Doch Bergedorf hilet dagegen und ließ wenig hinten zu. Doch die Entlastungsangriffe wurden weniger.
Einer aber führte zu einer Ecke, die der eingewechselte Stephan Funk im zweiten Anlauf zur 2:1 Führung der Elstern nutze. Großer Jubel unter den wirklich vielen mitgereisten Gästeanhängern.
Kurze Zeit später eine unglückliche Aktion in der Bergedorfer-Hälfte:
Etwas orientierungslos verlängerte ein 85-Abwehrspieler per Kopf, was fast zu einem Eigentor führte. Björn-Alexander Garvs überrascht, machte eine unglückliche Bewegung und seine Leistenbeschwerden ließen ein Weiterspielen unmöglich machen.
Kalt musste Ersatzkeeper Marc Stückler zwischen die Pfosten.
Doch seine erste Parade war beeindruckend. Einen Distanzschuss pflückte er sicher herunter ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.
Sollte der ASV Bergedorf 85 nachdem Sieg gegen Tabellenführer Oststeinbek auch Stolperstein für den Tabellenzweiten ASV Hamburg werden.
Eine Delegation aus Oststeinbek drückte vor Ort die Daumen.
Der Trainer des afghanischen Sportvereins zog nun sein letztes Ass aus dem Ärmel und stellte nach einer Einwechslung auf das klassische 4-4-2 um.
Gut eine Viertelstunde vor dem Ende fiel dann per Kopf der verdiente Ausgleich.
Im Stile einer absoluten Spitzenmannschaft drängte man auf die drei Punkte. Doch Bergedorf schien sich langsam wieder aus dem Umklammerung zu lösen.
Mehrere Ecken sorgten für Entlastung und Chancen auf den erneuten Führungstreffer. In dieser Phase dann aber der entscheidende Konter der Platzherren:
Per Außenriss wurde Wirbelwind Rathwan Ali Radi auf die Reise geschickt. Roy Bannasch eigentlich eher am Ball rutsche auf den recht harten Kunstrasenplatz (einer früheren Generation) aus, so dass Ali Radi alleine auf das Tor zulief, abspielte und jubeln konnte.
Doch Bergedorf wollte sich nicht geschlagen geben. 8 Minuten vor Schluss wurde auf den Pressing-Modus umgestellt. ASV-Hamburg durchaus noch nicht durch und mit leichten Ausgleich-Ängsten.
Die aber der elegante ASV-Kapitän mit der Nummer 10 . Eben jener Abdul-Nafe Fahri mit dem überlegten 4:2 endgültig wegwischte. Das 5:2 durch einen Elfmeter durch die Nummer 9 Al Radi war dann nur noch Ergebniskosmetik.
Der Sieg des ASV Hamburg war verdient aber zu hoch. Bergedorf über weite Strecken mit gutem Fußball!!!
Es macht Spaß, das Team in der Bezirksliga spielen zu sehen !!!

Sonntag, 30. September 2018

Mut wird belohnt – Elstern gewinnen 4:2 in Eilbek!




Unterhaltsam, torreich und spannend. Für drei Euro wurde den Zuschauern an der Fichtestraße heute morgen über weite Strecken ein sehr attraktives Spiel geboten, das hin und her wog.
Die Startaufstellung des ASV Bergedorf 85 mit Überraschungen: Philipp Wienholz und Kevin Holthöfer – vor drei Jahren noch gemeinsam in der A-Jugend von Nettelnburg-Allermöhe – von Anfang an jetzt in der Bezirksliga dabei. Abwehrchef diesmal Mikel Jason Ehmke.
Alle drei haben ein prima Spiel gemacht!
Besonders Mikel Ehmke und Philipp Wienholz hatten zu Beginn des Spiels Schwerstarbeit zu leisten. Eilbek spielte „very british“. Mit langen (diagonalen) Bällen wurde versucht die Schnittstellen der Bergedorfer Viererkette zu überlisten.
Nach gut 10 Minuten folgerichtig die erste Großchance für die Hausherren, aber 85-Keeper Björn-Alexander Garvs zeigte nach einem Kopfball aus kurzer Distanz seine Klasse.
Der ASV mit größerer Spielkultur kam dann immer besser ins Spiel. Durch frühes Anrennen der gegnerischen Abwehr wurde ein geordneter Spielaufbau besser verhindert und Fehler provoziert. Entsprechend fiel die Elstern-Führung: Ein krasser Abspielfehler Eilbeks wurde konsequent und gradlinig abgeschlossen. Der heute äußerst agile Justin Gauger bediente von rechts den in Position gelaufenden Felix Rehr, der trocken ins kurze Eck vollendete.
Bergedorf jetzt auf ein weiteres Tor aus. Dies ließ auch nicht lange warten. Gregor Krahn, dynamisch wie eh und jäh, hämmerte von der Strafraumgrenze die Pille unhaltbar ins linke Eck.
„85“ nun dicht vor dem 3:0 doch nach einem Gewühl kurz vor der Pause der Anschlusstreffer durch Sevkan Aba.
Kurz nach dem Wiederbeginn quasi ein Plädoyer der Elsternspieler, zukünftig nicht mehr in die Kabine zur Pause zu müssen. Anders ist der wiederholte Tiefschlaf in den ersten Minuten nach dem Anpfiff zum zweiten Spielabschnitt nicht zu deuten.
Eilbeks Andreas Daniel Jerchel sagte jedenfalls nach gefüllt 25 Sekunden Danke, als er auf der rechten Bergedorfer Abwehrseite ungehidert mutterseelenallein auf Björn-Alexander Garvs zurennen durfte und locker einschob.
Sollte das Match gänzlich kippen?
Als noch 85-Torwart Garvs verletzt ausgewechselt wurde, sah es so aus.
Aber dank einer sensationellen Parade des ihn ersetzenden Lukas Stradins blieb Bergedorf im Spiel und fing sich wieder bzw. wurde die ab nun klar beherrschende Mannschaft.
Manch ein Fan – der Autor dieser Zeilen eingeschlossen – wäre mit dem 2:2 zufrieden, doch Trainer Patrick Paap setzte mit der Einwechslung von Florian Heinze ein anders Zeichen. Dies sollte belohnt werden: Chance um Chance für Bergedorf. In der 80. Minute erlöste Timo Schwenke die Fans, als er platziert ins linke lange Eck zielte.
Kurz vor dem Ende stocherte Benjamin Vermehren den Ball zum 4:2 und zur Entscheidung ins Gehäuse der Heimelf.
Unter den Zuschauern an der Fichtestraße auch Hafo-Legende „Eilbek-Andi“, der für das nach wie vor stark frequentierte Amateurportal berichtete (siehe rechts).
Andis Spieleinschätzung ist nichts entgegenzusetzen.
So verließen die Elsternfans zufrieden um nicht einmal 12 Uhr (die Partie wurde wegen des Stadtderbys schon um 10 Uhr vom Schiedsrichter Thomas Kuschnereit angepfiffen) die Anlage.
Fans, die anschließend ins Volksparkstadion weiterzogen haben wenigstens EIN gutes Spiel heute gesehen.
Die billigste Karte für die Partie HSV- St. Pauli kostete übrigens für Erwachsene das Siebenfache, als in Eilbek...

Dienstag, 18. September 2018

„Es gab nur Fußball für uns - nach der Schule wurde "gebolzt" - Interview mit dem ehemaligen Mittelfeldspieler des ASV Bergedorf 85 Reiner „Ernie“ Schmidt


Nach den „Elster-Wunderjahren“ in den 1950igern sind die 70iger Jahre des letzten Jahrhunderts die mit Abstand erfolgreichsten. „85“ spielte eigentlich immer um den Aufstieg in die Dritte Deutsche Liga mit.

Flankierend zu der Elstern-Chronik von Hans-Martin Lippold führen wir gerne Interviews mit ehemaligen Spielern dieser Zeit.
Klaus Vogel, „Buffi“ Muruszach und Udo Niels gaben unserem Blog schon bereitwillig Auskunft.

Heute freuen wir uns auf das Interview mit Reiner „Ernie“ Schmidt!

85live: Hallo Reiner,  an den Sander Tannen kennt man Dich eigentlich nur als „Ernie“ Schmidt. Sag mal bitte,  wie bist Du zu Deinem  Spitznamen gekommen?
Reiner Schmidt: Den Spitznamen Ernie gab es nicht aus der Sesamstraße,  sondern von einem Ligaspieler Ernie Jordan. Dieser hatte einen "Mecki" Haarschnitt, den ich mir als Knabenspieler zulegte, der mich ein Leben lang begleitet hat.

85live: Du wirst Dich sicherlich nicht nur wegen der Roten Karte, die Du in der letzten Spielminute gesehen hast, an das Aufstiegsspiel gegen den Lüneburger SK erinnern. Was ist von dem Spiel bei Dir noch hängen geblieben?
Reiner Schmidt: Das Spiel der Spiele war natürlich Lüneburg. 10.000 Zuschauer wollten uns aufsteigen sehen. Wir waren auf gutem Wege und gingen durch ein reguläres Tor in Führung aber Herr Osmers aus Bremen hatte etwas dagegen. Nach der Führung durch den LSK nach der Halbzeit lief das Spiel etwas aus dem Ruder und es kam zu drei Platzverweisen. Meier Schmidt und Petersen durften
gehen. Dabei soll Norbert Meier dem Schiri nach Befragung einen anderen Namen genannt haben aber Herr Osmers aus Bremen wusste ja, dass Norbert Meier zu Bremen wechseln würde. Danach gab es Rot. Nach dem Schlusspfiff folgte dann der Regenschirm-Auftritt von Papa Meier. 

85live: Welche weiteren Spiele waren die Highlights im Elsterntrikot ?
Reiner Schmidt: Es gab sehr viele Spiele vor allem die Aufstiegsrunden ich glaube sechsmal war ich dabei. Zwei Meisterschaften und vier  Vizemeisterschaften waren meine Erfolge in acht Jahren Bergedorf. Ein Highlight war ein DFB Pokalspiel in der ersten Runde gegen Fortuna Köln, leider auswärts. Wir fuhren also nach Köln in die damalige Radrennbahn von Fortuna. Es war ein sehr heißer Tag und als wir beim Stadion ankamen, freute sich unser Kassierer. Es standen hunderte von Autos vor dem Stadion. Leider stellte sich aber heraus, dass die Leute nicht im Stadion waren, sondern in dem daneben liegenden Freibad. 
Ich glaube wir fuhren ohne Überschuss nach Hause.

85live: Du hast ja auch mit einem späteren Nationalspieler zusammengespielt – Norbert Meier – hättest Du gedacht, dass er so eine Entwicklung nehmen würde?
Reiner Schmidt: So eine Entwicklung haben wir Ihm nicht zugetraut, sind allerdings der Meinung, dass der Abstieg von Bremen in die zweite Liga Norbert sehr entgegen gekommen ist. Er wurde Stammspieler und Torschützenkönig von Werder. Nach dem Aufstieg dann auch Nationalspieler.

85live: Wenn Du nach nun vielen Jahren Abstand Deine Zeit als Fußballer Revue passieren lässt, war es der Aufwand und die Aufregung wert?
Reiner Schmidt: Natürlich war es das wert. Ich würde alles wieder so machen. 

85live: Beschreibe doch bitte mal Deine Sozialisation als Fußballer? Warum Fußball und nicht Schwimmen, Handball oder Schach?
Reiner Schmidt: Mit dem Fußball in Nettelnburg groß geworden. Es gab nur Fußball für uns - nach der Schule wurde "gebolzt". Natürlich standen auch die Eltern dahinter und haben alles dafür getan. 


85live: Bei Fußballprofies befürchtet man, dass sie nach dem Fußball in ein Loch fallen, wie ging es bei Dir nachdem Du die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hast weiter? Man hat Dir eine große Zukunft im Tanzgeschäft nachgesagt (wenigstens nach den Eindrücken von der Rückfahrt aus Celle mit dem Mannschaftsbus (siehe Zeitungsausschnitt)
Reiner Schmidt: Die Fußballschuhe an den Nagel gehängt habe ich ja endgültig erst vor ein paar Jahren nachdem ich noch in Ochsenwerder Alte Herren , Senioren und Supersenioren sehr erfolgreich gespielt habe. In ein Loch bin ich bis heute nicht gefallen. Fahrradfahren und Joggen halten mich noch fit.

85live: Auf dem Platz warst Du der klassische „8er“: Offensiv, trickreich, torgefährlich und mit genialen Pässen. In welcher heutigen Liga würde der „Ernie“ Schmidt von damals spielen?
Reiner Schmidt: Bei Bergedorf begann ich klassisch auf Rechtsausen mit der Nr. 7. Wendig und Trickreich. Ein Trainer bei Bergedorf, ich glaube Knubbe, hat mich dann ins Mittelfeld beordert, wo ich dann auch später die „10“ tragen durfte. Ich glaube ich war einer der torgefährlichsten Mittelfeldstrategen in der Liga.
Mit dem Talent und Können von damals sicher zumindest in der zweiten Liga mit etwas Glück vielleicht sogar etwas mehr.

85live: Der Kontakt zu den „Elstern“ ist nie ganz abgerissen, oder? Man sieht Dich ab und zu bei den Spielen der 1. Herren an den Sander Tannen. Wie hast Du als Zuschauer und ehemalige „Elstern-Legende“ die letzten Jahrzehnte erlebt? Manchmal blutete das Herz?
v.l.: Schmidt, Schlottmann, Niels, Muruszach
Reiner Schmidt: Ja das ist genauso wie beschrieben. Mir taten die letzten Jahre - und ich glaube nicht nur mir - in der Seele weh. Habe aber immer gehofft, dass es einmal besser werden würde und der Name Bergedorf 85 sorgt, wie früher, für positive Schlagzeilen. Das scheint ja jetzt der Fall zu sein.

85live: Seit letzten Monat bist Du Mitglied im Freundeskreis der Fußballer des ASV Bergedorf 85. Das ist großartig. Wie kommt es dazu?
Reiner Schmidt: So etwas muss  unterstützt werden. Das dachten wir uns. Detlef Schlottmann , Klaus Muruszach, Udo Niels und ich fanden die Idee sehr gut und wurden spontan Mitglied im Freundeskreis. Uns verbindet übrigens eine jahrelange Freundschaft und wir treffen uns mindesten zweimal im Jahr zum Kartenspielen und unregelmäßig bei Spielen von unseren "Elstern".
Das soll aber regelmäßiger werden, doch wie Du sicher weist haben Rentner ja wenig Zeit.

85live: Vielen Dank für das Interview !!!

Foto: Werner Heitmann




Sonntag, 16. September 2018

Auswärts weiterhin nichts zu holen – Elstern verlieren auch in Glinde 2:4



Wer kennt nicht auch solche Spielertypen, die auch bei haushoher Führung der eigenen Mannschaft sich bei den kleinsten Fehler des Mitspielers noch aufregen und die Mitspieler immer weiter anspornen, doch bloß nicht nachzulassen.
Diese über ehrgeizigen Gesellen werden für das Team umso wichtiger, je enger das Match ist.
In Glinde hätte der ASV Bergedorf 85 gut solche Spezies gebrauchen können...

Auch wenn die erste Halbzeit torlos blieb, war es stark, was beide Mannschaften den vielen Zuschauern boten. Die Anfangsviertelstunde gehörte den Gastgebern. Animiert von ihrem Trainer Sören Deutsch, die Abwehrspieler des ASV immer wieder anzurennen und „zu jagen“, verhinderten sie einen geordneten Spielaufbau von Bergedorf. Im Mittelfeld wurde um jeden Ball gekämpft und immer im sportlich fairem Rahmen. Zweimal konnte 85 noch im letzten Moment hinten klären.
Doch je länger die Partie lief, gewann der ASV mehr und mehr die Oberhand und konnte sich ihrerseits mehrere Halbchancen herausspielen.
Als der sehr junge Schiedsrichter Miles Taylor Tardieu zur Halbzeit pfiff gab es Applaus – zu recht.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten blieb Bergedorf 85 souverän. Hinten spielte Pascal Asante- Sefa einen ausgezeichneten Abwehrchef. Eine Augenweide, wie er antizipiert und auch durch das gute Timing die meisten Kopfballduelle gewann.
Nach vorne wurde variabel über die Außen gespielt. Sah gut aus.
Doch dann in der 54. Minute verschätzte sich der wieder genesende Malte Golinske sich . Sein Gegenspieler Jannik Gehrke konnte so mutterseelenallein auf das 85 Tor zu laufen und ließ Lukas Stradins im Tor keine Chance.
85 steckte das Gegentor sehr locker weg. Es wurde weiter versucht mit spielerischen Mitteln zu agieren. So auch in der 59. Minute: Gregor Kahn in bester Manfred-Kalz.-Manier marschierte die rechte Außenbahn entlang, flankte aus dem Lauf bananenmäßig in den Strafraum und Mirko Dell (?) machte den Hrubesch . Ein wunderschön herausgespieltes Tor!

Dann vielleicht ein entscheidender Wechsel:
85-Trainer Patrick Paap nahm Mikel Jason Ehmke vom Feld . Für ihn kam Ugur Naci Karakas.
Mikel Ehmke erfüllt auf Bergedorfer Seite am ehesten den oben erwähnten Spielertyp Marke „Kampfschwein“.

Doch es ging aus Elstern-Sicht gut weiter. Stefan Funk wurde an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß versenkte Timo Schwenke gewohnt sicher.
Der ASV Bergedorf 85 hat das Spiel gedreht und spielt weiter nach vorne und läuft in ein Konter hinein. Das 0:1 könnte als Blaupause gedient haben. Wieder ein langer Ball auf die linke Angriffs seite, der die Abseitsfalle aushebelt. Diesmal passt der Linksaußen sehr schön in die Mitte , wo Sturmkollege Christian Albus direkt abschloss. Lukas Stradins war noch mit den Fingern dran, aber zu spät.

Nun waren noch 20 Minuten zu spielen. Eigentlich könnte man mit einem Remis leben. Aber 85 spielte weiter gut und unverdrossen nach vorne. Hätte Stefan Funk aus 5 Metern nicht in dem sensationell parierenden Glinder Keeper Mirko Brandt seinen Meister gefunden, wäre das Spiel wohl zugunsten Bergedorfs ausgegangen.
So verloren die Elstern mehr und mehr die Ordnung im Mittelfeld. Es wurde wieder ein Schlagabtausch. Dann wohl eine Konsessions-Entscheidung. Ein Glinder rennt eher auf Gregor Kahn im Strafraum auf, doch der Schiedsrichter zeigte auf den ominösen Punkt.
Unhaltbar jagte Christopher Scheele den Ball unter die Latte.
Nun hatte der TSV das Spiel seinerseits gedreht.
85 fehlte jetzt der Leader und die Kondition, um noch einmal zurückzukommen. Das 4:2 für die Hausherren war nur noch Ergebniskosmetik.

Am Ende gingen die Elstern nach einem sehr unterhaltsamen Spiel mit leeren Händen vom Platz und müssen nun – vor schweren Aufgaben stehend – sich nach unten orientieren.


Mittwoch, 12. September 2018

Die Elstern – Fussball im Amateurbereich Saison 1979 / 80 von Hans-Martin Lippold



Rückblick auf die Vorsaison
Eine Tatsache kann man nicht mehr verleugnen: eingefleischte Elsternfans müssen über gewisse Erbanlagen verfügen, die es ihnen ermöglichen, immer wieder die Sander Tannen aufzusuchen. Jahr für Jahr wird die Leidensfähigkeit auf eine ganz harte Probe gestellt. Die Probe, das sind die Aufstiegsspiele zur Amateuroberliga Nord. In der Endphase der Aufstiegsrunde konnten die Elstern nichts mehr zusetzen und brachten sich regelmäßig um den verdienten Lohn der Arbeit einer gesamten Saison. So mussten die Elstern ein Jahr zuvor dem MTV Gifhorn den Vortritt lassen, die letzten Hoffnungen machte ( mal wieder ) der SV Meppen zunichte. Dem ASV blieb ein weiteres Jahr in der Verbandsliga Hamburg nicht erspart.

Es war für den Verfasser leider nicht möglich, die den ASV betreffenden Spielerwechsel darzustellen. Entgegen früheren Zeiten wurde im HAB nur sehr unvollständig darüber berichtet. Soweit bekannt, hier einige wenige Fakten. Die Dienste von Frank Priegnitz sicherte sich der SC Concordia in der AOL Nord. In den Kurzberichten des HAB tauchen im ASV – Kader neue Namen auf, dies sind Andreas Vick, ein Neuzugang aus dem „Talentschuppen“ des Düneberger SV,
Ingo Pinnau,
Dieter Kommorowski,
Andreas Roloff,
Volker Spill,
Elefterios Railidis
und der Spieler Buttgereit.
Über die sportliche Vergangenheit der genannten Spieler konnte nichts in Erfahrung gebracht werden.

Nicht nur die Spieleraufgebote der einzelnen Vereine, sondern auch die Zusammensetzung der Verbandsliga war verändert. Zum Ende der Vorsaison mussten die Amateure des FC St. Pauli, der SC Norderstedt und der SV Curslack – Neuengamme die Verbandsliga verlassen. Bitter für den SVCN – nach fünf Spielzeiten mit Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte kam am Ende der Vorsaison nach einundzwanzig Niederlagen der Absturz in die fünfte Liga. Nach fünfzehn Jahren in Hamburgs höchster Spielklasse mussten die Amateure des HSV 1972 diese Klasse verlassen. Zu Beginn der Spielzeit 79 / 80 traten die „Rothosen“ wieder in der Verbandsliga an. Absolute Neulinge in Hamburgs Eliteliga waren der TuS Holstein Quickborn und der SV Börnsen. Mit dem ASV, Vorwärts Billstedt und eben dem SV Börnsen war Hamburgs Osten mit drei Mannschaften in der Verbandsliga vertreten. Die Fans konnten sich auf spannende Lokalderbies freuen. Es war auch klar, dass sich vor Saisonbeginn die Fachleute des Hamburger Amateurfußballs, die Trainer der Verbandsligamannschaften, ihre Meinung über den vermuteten Verlauf der Spielzeit bildeten. Als Kandidaten für Meister und Vizemeister wurden in erster Linie vier Mannschaften angesehen, dies waren nach Auffassung der Fachleute der
Hummelsbüttler SV,
SC Victoria Hamburg,
der VfL Stade
 und der ASV.

Der Hummelsbüttler SV war jahrelang in den unteren Amateurklassen beheimatet. Dank des finanzstarken Gönners und Ligaobmannes Peter Bartels wurde der HuSV zum „gelobten Land“ für viele gute Amateurfußballer und so konnte es Niemanden verwundern daß der HuSV zu Beginn der Saison auf den Favoritenschild gehoben wurde.

Der SC Victoria stand immer für anspruchsvollen Amateurfußball, bis dato konnten fünf Meistertitel an die Hoheluft geholt werden, aber ( zu ) oft wurden ganz entscheidende Spiele nicht gewonnen.

Den VfL Stade einzuschätzen war nicht leicht, von der Meistermannschaft der Vorsaison sind Spieler zu höherklassigen Vereinen ( Bremerhaven ) abgewandert. Es bleibt abzuwarten wie diese Verluste verkraftet werden.  

Das erklärte Ziel der Elstern war die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur AOL Nord. Trainer Peter Rohrschneider hatte die Schwächen seiner Mannschaft erkannt und wußte, wo der Hebel anzusetzen ist. Zitat: Die Mannschaft darf nicht ausgerechnet dann ausgelaugt und kraftlos spielen wenn sie die wichtigsten Aufgaben der Saison bewältigen muss. Die sportliche Zielsetzung war also ganz klar definiert und diesem Ziel hatten sich alle unterzuordnen.
Wenden wir uns der Gegenwart der Verbandsliga Hamburg zu. Die acht Auftaktbegegnungen wurden von 3350 Zuschauern gesehen, dies sind im Schnitt 418 Zuschauer pro Spiel. Von den „großen Vier“- HuSV, ASV, Victoria und dem VfL Stade konnten alle – bis auf Hummelsbüttel – ihre Spiele gewinnen.

Gelungener Auftakt
Axel Emmerich und Volker Spill sorgten mit ihren Toren zum 2 : 0 für den Auftaktsieg über die Amateure des HSV. Für dieses Spiel interessierten sich 400 Zuschauer. Victoria siegte mit 3 : 0 über den HTB während der VfL Stade dem Namensvetter aus Pinneberg mit 5 : 2 das Nachsehen gab. Der HuSV ließ bei DuWo 08 mit dem 1 : 1 einen Punkt liegen. Neuling Börnsen unterlag beim SC Sperber mit 3 : 4, wieder waren es die Ex – Elstern Krause und Krüger, die mit ihren Toren die Gäste auf die Verliererstraße schickten.

Sprung an die Spitze
 Der Ex – Düneberger Andreas Vick avancierte gegen den SV Buxtehude zum Mann des Tages. Am 7 : 1 Schützenfest war er mit drei Treffern beteiligt. Zwei Tore gingen auf das Konto von Norbert Meier, die weiteren Tore schossen Klaus Vogel und Axel Emmerich. Siebenhundert Zuschauer hatten an diesem Spiel ihre helle Freude.

Zwei rote Karten
 Spiele gegen den SC Urania waren bislang immer kampfbetonte Begegnungen, so auch diese Partie am dritten Spieltag vor 900 Besuchern. Buttgereit und Schmidt sorgten in der 49. und 72. Minute für einen 2 : 0 Vorsprung des ASV. Hektik kam auf als Axel Emmerich und der Urane Zepernik in der 73. und 78. Minute des Feldes verwiesen wurden. Das Spitzenspiel des dritten Spieltages fand in Stade statt, der VfL besiegte Victoria mit 4 : 1 Toren, der HuSV kehrte aus Billstedt mit einem 3 : 2 Erfolg zurück. Der SV Börnsen feierte mit einem 1 : 0 über Holstein Quickborn den ersten Sieg in neuer Umgebung.

Der ASV war stärker
 Von den bisherigen sechszehn Begegnungen der Elstern mit dem VfL ging der VfL acht Mal als Sieger vom Platz, für die Elstern Grund genug Vorsicht walten zu lassen. Andreas Vick (30.) und Norbert Meier (60.) beseitigten alle Zweifel am Ausgang dieser Partie. Ein Elfmetertor (80.) von Bytomski (VfL) konnte den Auswärtserfolg des ASV nicht mehr verhindern. Mit 8 : 0 Punkten bei 13 : 2 Toren bestiegen die Elstern den ersten Tabellenplatz. Der VfL Stade machte mit einem 4 : 1 Sieg in Hummelbüttel nachhaltig auf sich aufmerksam, Victoria büßte durch ein 2 : 2 gegen Lurup einen Punkt ein. Auf dem 6. Tabellenplatz fand sich der SV Börnsen nach dem 3 : 2 Sieg über Vorwärts Billstedt wieder.

Altona war ohne Chance
Vom Ergebnis her und von der Leistung meiner Mannschaft bin ich vollauf zufrieden. So wurde Trainer Rohrschneider nach dem Spiel gegen Altona 93 im HAB zitiert. Die knapp 2000 Zuschauer an den Sander Tannen kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der ASV zeigte eine beeindruckende Leistung und diktierte von Beginn an das Geschehen auf dem Platz. Schnelles, direktes und schnörkelloses Angriffsspiel stellte die Abwehr der Gäste immer wieder vor Probleme, die nicht immer gelöst werden konnten. So in der 25. Minute als Andreas Vick und in der45. Minute als Norbert Meier ins Schwarze trafen. Mit dem 2 : 0 für den ASV ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn knüpften die Elstern an die Leistung aus der ersten Halbzeit an. Erneut Andreas Vick und Kay Petersen erhöhten bis zur 55. Minute auf 4 : 0. Nach harten Wochen im Polizeidienst wurde Andreas Vick in der 80. Minute unter dem Applaus der Zuschauer ausgewechselt. Für ihn kam Volker Spill – der führte sich prächtig ein und erhöhte in der Schlußminute auf 5 : 0. Die Elstern gingen als verdienter Sieger vom Platz und kein Altonaer hätte sich beklagen können wenn das Ergebnis noch höher ausgefallen wäre. Mit 10:2 Punkten waren die Elstern unangefochtener Tabellenführer vor Stade und Sperber ( je 8:2 Punkte ) und dem HuSV mit 7 : 3 Zählern.  

Der VfL Stade spielte gegen Börnsen 1 : 1, Hummelsbüttel siegte in Lurup mit 1 : 0 und Victoria nahm aus Quickborn nach einem 3 : 2 Erfolg beide Punkte mit.

Verdienter Sieg für Victoria
Am 6. Spieltag beendete der SC Victoria die Siegesserie der Elstern. 1700 Besucher umsäumten den Rasen an der Hoheluft und sahen eine sehr disziplinierte, von Ex – Elsterntrainer Manfred Juhnke taktisch sehr gut eingestellte Victoria – Mannschaft. Die Führung für die Victoria besorgte Christen in der 28. Minute. Dabei blieb es bis zur 80. Minute – dann war Schwekendiek zur Stelle und traf zum 2 : 0. Hoffnungen kamen nach dem 1 : 2 durch Spill auf ( 85.) aber kurz vor dem Abpfiff stellte Schwarz (SCV) den alten Abstand wieder her. Der SC Victoria war an diesem Tag die bessere Mannschaft und siegte verdient mit 3 : 1. Da sowohl Hummelsbüttel als auch Stade ihre Spiel gewinnen konnten (HuSV vs. Quickborn 3 : 0, HSV(A) vs Stade 0 : 5) übernahm Stade mit 10 : 2 Punkten die Tabellenführung vor dem ASV. 9 : 3 Punkte standen für den Drittplatzierten Hummelsbüttel zu Buche. Überschattet wurde der Spieltag von einem schweren Foul an dem Börnsener Spieler Tettner, dem von einem Luruper Gegenspieler die Beine weggeschlagen wurden. Bänderrisse und ein Wadenbeinbruch waren die Folge, der Luruper Spieler erhielt eine Zeitstrafe.

Punkteteilung im Spitzenspiel
 Sowohl der ASV als auch der Gast aus Hummelsbüttel wußten um die Bedeutung dieses Spiels. Der ASV mit 10:2 Punkten wie auch der HuSV ( 9 : 3 Punkte ) konnten sich im Falle eines Sieges ganz oben festsetzen. Die Tabellensituation versprach ein spannendes Spiel. Das Spiel wurde aber nicht der Erwartung der 800 Besucher gerecht. Zwar brachte Andreas Vick seine Mannschaft in der 13. Minute in Front doch Jürgen Domzalski ( HuSV ) glich die Partie in der 75. Minute aus. So mußte sich der ASV nach einer verkrampften Partie mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die vier Mannschaften, die man vor Saisonbeginn vorne vermutet hatte belegten nach dem 7. Spieltag die ersten vier Tabellenplätze, angeführt vom VfL Stade mit 12 : 2 Punkten gefolgt vom ASV mit 11 : 3 Zählern. Victoria und Hummelsbüttel belegten mit 10 : 4 die nachfolgende Tabellenplätze. Beachtlich der Tabellenplatz des SV Börnsen – mit 9 : 3 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz.

Rekordbesuch in Börnsen
 Das erste Punktspiel in der Geschichte der beiden Vereine lockte 2500 Besucher an, gemessen an der Größe des Ortes eine eindrucksvolle Kulisse. Der SV Börnsen hatte bisher durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, nach sechs Partien nur eine Niederlage, aber nun das Spiel gegen den großen Nachbarn Bergedorf 85. Ein Klassenunterschied wurde deutlich erkennbar. Der Halbzeitstand von 0 : 2 ( Vick, 7. und Meier, 24.) deutete noch kein Debakel an aber im zweiten Durchgang nahm das Unheil seinen Lauf. Für das 0 : 3 war Andreas Vick (47.)verantwortlich, Gomoluch (SVB) konnte noch auf 1 : 3 verkürzen, aber zwei weitere Tore von Norbert Meier sowie Treffer von Vick und Petersen schraubten das Resultat aut 7 : 1 für die Elstern. An der Tabellenspitze zog der VfL Stade seine Kreise ( 3 : 1 beim SC Urania ) während Victoria ( 1 : 2 gegen DuWo ) und Hummelsbüttel - 0 : 1 gegen Sperber- ihre Spiele verloren.

Tag des offenen Tores
1300 Besucher, vollkommen egal welcher Mannschaft sie zugetan waren, gingen hoch zufrieden nach Hause. Sie hatten ein Spiel zwischen dem SC Sperber und den Elstern gesehen in dem bedingungslos gestürmt wurde. Entsprechend war auch die Torausbeute. Hier die Torfolge
 0:1 Axel Emmerich (6.)
1:1 Tranum / SVB (10.)
1:2 Kay Petersen (12.)
2:2 Norbert Jürgens / Eigentor (46.)
3:2 Wolfgang Krause (50.)
3:3 Norbert Meier (52.)
4:3 Ronald Krüger (55.)
4:4 Torsten Worm (70,)

Den Zuschauern wurde ein Riesenspiel geboten und die Daheimgebliebenen werden neidisch auf die 1300 Anwesenden gewesen sein !


Ohne Kommentar
Das Hamburger Abendblatt von Montag, 29. Oktober 1979 wurde nicht archiviert. Aus diesem Grunde liegen vom 10. Spieltag der Verbandsliga keine Spielberichte bzw. Ergebnisse vor. Das Spiel des ASV gegen den SV Lurup endete 4 : 0 für den ASV. Das Ergebnis wurde rechnerisch aus den Tabellen des 9. und 11. Spieltages ermittelt.

Ein hartes Stück Arbeit
Der TuS Holstein Quickborn gastierte erstmals an den Sander Tannen und hinterließ einen starken Eindruck. Die Mittelfeldspieler der Elstern konnten ihre Angriffsreihe nicht wie gewohnt in Szene setzen, zudem raubte die enge Manndeckung der Sturmreihe jegliche Wirkung. Durch einen Handelfmetern gingen die Gäste in der 16. Minute in Führung, Kay Petersen sorgte in der 35. Minute für das Ausgleichstor. Die Elstern taten sich gegen die sehr diszipliniert auftretenden Gäste sehr schwer und waren am Schluß über den Gewinn eines Punktes zufrieden. Der VfL Stade besiegte DuWo mit 2 : 0, Altona nahm von der Hoheluft beide Punkte mit und Hummelsbüttel spielte 2:2 beim VfL Pinneberg.

Klarer Sieg in Billstedt
 Dem Elsternsturm genügten zehn Minuten um in Billstedt “den Sack zuzumachen“- und das kam so zustande: in der 36. Minute versenkte Norbert Meier einen Freistoß in den Billstedter Maschen, das war gleichzeitig das Halbzeitergebnis.
Zwischen der 53. und 63. Minute trafen Emmerich, Schmidt und Glogowski zum Spielstand von 4 : 0 bevor Peter Danjus, einst in Diensten des ASV in der 82. Minute eine Ergebnisverbesserung zum 1 : 4 gelang .Der ASV war über die gesamte Spielzeit die dominierende Mannschaft und geriet zu keiner Zeit in Gefahr Punkte zu verlieren. Der Sieg stand vor den 800 Besuchern zu keiner Zeit in Zweifel. Am Ende des Tages fanden sich die Elstern auf dem ersten Tabellenplatz wieder – Hummelsbüttel kam gegen Urania über ein 0 : 0 nicht hinaus, Stade spielte beim SC Sperber auch nur 1 : 1, nur Victoria konnte sich mit 4:1 in Buxtehude behaupten.

Spitzenspiel an den Sander Tannen
 Wenn der ungeschlagene Tabellenzweite, der VfL Stade beim Tabellenführer Bergedorf 85 antritt deutet dies auf ein Spitzenspiel hin. Was dann die 2000 Zuschauer zu sehen bekamen wurde allen Erwartungen gerecht! Beide Trainer, Peter Rohrschneider und sein Kollege Gerd Mewes auf der Stader Trainerbank hatten ihre Mannschaften auf Angriffsfußball eingestellt. So entwickelte sich ein packendes und abwechslungsreiches Spiel mit Torraumszenen auf beiden Seiten. Die Zuschauer waren begeistert und geizten nicht mit Beifall auf offener Szene. Die Führung des ASV in der 10. Minute ging ( mal wieder ) auf das Konto von Norbert Meier, doch eine Minute später konnte der Gast durch Johannsen ausgleichen. Noch vor der Pause brachte Axel Emmerich in der 35. Minute die Elstern erneut in Führung. Nach dem Seitenwechsel konnte sich der VfL aus der Umklammerung befreien und kam in der 59. Minute durch Schieker zum Ausgleich. Nach einer Zeitstrafe ( Norbert Meier ) kamen die Elstern in Bedrängnis ohne daß sich am Resultat etwas änderte. Dieses hochklassige Verbandsligaspiel endete 2 : 2 wobei es keine Mannschaft verdient hätte, als Verlierer vom Platz zu gehen. Die weiteren Spitzenmannschafte mußten an diesem Spieltag Federn lassen. Victoria spielte bei Urania 1:1 und Hummelbüttel unterlag beim Tabellenvorletzten Buxtehude mit 0:1. Mit 20 : 6 Punkten belegten der ASV und Stade die beiden ersten Tabellenplätze gefolgt vom SC Sperber (18 : 8) sowie Victoria und Hummelsbüttel mit jeweils 15 : 11 Zählern.

Lob für DuWo 08
 Ein Sieger stand vor Beginn des Spieles schon fest – die auf einen Rollstuhl angewiesenen Fussballfreunde. Vom Vorsitzenden des TSV DuWo 08 wurde vor Spielbeginn eine entsprechende Tribüne der Bestimmung übergeben. Eine vorbildliche und beispielhafte Aktion! Der Spielverlauf brachte weniger Freude bei den DuWo – Anhängern. Norbert Meier und Andreas Vick sorgten in der 16. und 27. Minute für deinen 2:0 Vorsprung des ASV. Hasenpusch (DuWo) verkürzte in der 30. Minute auf 1:2. Den Schlußpunkt setzte Norbert Meier mit seinem Tor zum 3:1 für den ASV. Hummelsbüttel / 1:1gegen HSV(A )und auch Stade ( 1:1 gegen Quickborn ) mußten Punkte abgeben. Nur Victoria blieb gegen Börnsen mit 3:1 erfolgreich.  

Das Schlußlicht überraschte
Für den Gast aus Harburg, den HTB, standen vor Beginn der Partie lediglich zwei Pluspunkte auf der Habenseite und so war es kein Wunder, daß die Elstern als klarer Favorit in dieses Spiel gingen. Aber so ist Fußball – die Gäste nahmen mit einem torlosen Unentschieden einen Punkt von den Sander Tannen mit. Nach einem Platzverweis in der 63. Minute beschränkten sich die Gäste darauf, den Ball möglichst weit weg aus der Gefahrenzone zu schlagen. Auch nach diesem Punktverlust blieben die Elstern alleiniger Tabellenführer denn der VfL Stade unterlag mit 1:3 dem SV Lurup, Sperber und Victoria blieben den beiden führenden Mannschaften dicht auf den Fersen. Die Mannschaften, die man vor Saisonbeginn vorne vermutet hatte entsprachen der Erwartung wobei man den SC Sperber nicht so weit vorne vermutet hatte. Die drei Aufsteiger HSV (A), TuS Holstein Quickborn und SV Börnsen eroberten aus den bisherigen fünfzehn Spielen jeweils vierzehn Pluspunkte, eine Bilanz, die Hoffnungen auf den Klassenerhalt realistisch erscheinen läßt. Abgeschlagen und nicht wettbewerbsfähig war der HTB – drei Unentschieden und noch kein Sieg. Der Abstieg scheint unabwendbar. Mit nur acht Pluspunkten sieht auch der SV Buxtehude sehr schweren Zeiten entgegen.
Nach einer vierwöchigen Winterpause nahm die Verbandsliga Hamburg den Spielbetrieb wieder auf.

Schützenfest in Buxtehude
 Die Gastgeber konnten einem leid tun – der SV Buxtehude wurde von den Elstern nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Die Spielhälfte des ASV wurde zu einer verkehrsberuhigten Zone, zu groß war die Überlegenheit der Elstern. Zweimal Vick sowie Petersen, Jürgens und Glogowski und ein Eigentor von Behring (Bux.) stellten den Halbzeitstand auf 6:0. Nach dem Seitenwechsel ließen es die Elstern etwas ruhiger angehen, das hinderte sie aber nicht daran, das Ergebnis auf 9:0 hochzuschrauben, Vogel, Jürgens und Petersen waren dafür verantwortlich. Für den SV Buxtehude ein ganz schwarzer Tag, für die Elstern ein deutlicher Auswärtssieg. Die Verfolger ruhten nicht. Stade besiegte Altona mit 3:1 und Hummelsbüttel schlug den HTB mit 5:1. Victoria und Sperber büßten Punkte ein, Victoria vs. Billstedt 1:1 und der SC Sperber trennte sich von den HSV – Amateuren ebenfalls 1:1.

Vier minus für die Abwehr
 So lautete das Urteil von Trainer Peter Rohrschneider zur Leistung seiner Hintermannschaft. Vorausgegangen war ein abwechslungsreiches Fußballspiel auf dem Schützenhof zwischen dem SC Urania und Bergedorf 85. Das Spiel wogte hin und her und am Ende reklamierten die Verantwortlichen des SC Urania den Sieg für die eigenen Farben – sie fühlten sich vom Schiedsrichter betrogen. Aber der Reihe nach: Kaum auf dem Platzstand es 1:0 für die Hausherrn, Gigar (Urania) traf in der 3. Minute. Von Trainer Eugen Igel taktisch sehr gut auf den Gegner eingestellt machten die Uranen mit schnellem, direkten Angriffsspiel den Elstern das Leben schwer, über einen höheren Rückstand hätte sich kein Bergedorfer beklagen dürfen. Nach der Pause ein ganz anderes Bild. Trainer Rohrschneider forderte bedingungslose Offensive an der auch die Abwehrspieler Vogel, Pinnau und Glogowski beteiligt wurden. Der Erfolg blieb nicht aus, denn in der 60. Minute fiel der Ausgleich durch Norbert Meier. Damit nicht genug, zehn Minuten später brachte Andreas Vick den ASV in Führung. Die 77. Minute veranlaßte dann Trainer Rohrschneider zur Zensurenvergabe – Urania schoß den Ausgleich zum 2:2, dies war auch der Endstand. 2600 Besuchern wurde am Schützenhof eine Klassepartie geboten in der es zu Recht keinen Sieger gab.

Kein Tag für Torhüter
Es war nicht der Tag der Männer zwischen den Pfosten. Wären beide – Michael Sprang im Elsterntor und Klose im Tor des HuSV in Normalform gewesen – das Spiel wäre 0:0 ausgegangen. So aber kam das Ergebnis nach zwei Doppelschlägen zustande. Johannsen (26.) und Hagemann (28.) sorgten mit ihren Toren zum 2:0 - Halbzeitstand für den HuSV. Im zweiten Durchgang fielen die Tore in ähnlich kurzen Abständen, nur diesmal für den ASV. Zunächst traf Norbert Jürgens in der 62. Minute zum 1:2, Peter Hartwig tat es ihm in der 64. Minute gleich und brachte den Ball zum 2:2 über die Torlinie. Da Victoria gegen Sperber auch nur unentschieden spielte (0:0) konnten die Elstern den Platz an der Sonne verteidigen.

Niederlage kurz vor Spielende
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, genauso wenig soll man ein Fußballspiel vor dem Schlußpfiff loben. Hätten die 800 Besucher an den Sander Tannen diese alte Regel verinnerlicht wäre ihnen die 0:1 - Niederlage gegen den SV Börnsen nicht so sauer aufgestoßen. So aber nahm der SV Börnsen durch ein Tor von Wohlers aus der 88. Minuten beide  

Punkte mit in den Sachsenwald. Die Tabelle hatte nach zwei Dritteln der Saison folgendes Aussehen:
1. ASV 27 : 11 
2. HuSV 26 : 14 
3. Sperber 26 :16 
4. VfL Stade 25 : 9 
5. SV Lurup 24 : 16 
6. Victoria 21 : 15 Punkte 
Der SV Börnsen konnte sich durch den Sieg in Bergedorf mit 19 : 19 Zählern auf den neunten Tabellenplatz verbessern.

Magerkost gegen SC Sperber
Wie schon in den drei vorangegangenen Spielen blieben die Elstern auch gegen den SC Sperber ohne Sieg. 500 Besucher an den Sander Tannen sahen keine Tore, wohl aber die fünfte rote Karte ( Tranum ) in der laufenden Saison für den SC Sperber. Da der HuSV in Altona mit 0 : 2 unterlag und auch die anderen Spitzenmannschaften nur unentschieden spielten gab es keine Änderungen an der Tabellenführung.

Entscheidung in der Schlußminute
1400 Besucher sahen an der Flurstraße ein ganz hochklassiges Fußballspiel in dem der Gastgeber, der SV Lurup, die bessere Mannschaft war. Mit langen Bällen und nachrückenden Abwehrspielern wurde die ASV – Hintermannschaft unter Druck gesetzt. Das verdiente 1 : 0 für Lurup durch Puls fiel in der 40. Minute. Das 1 : 1 erledigte Norbert Meier in der 64.
Spielminute. Auch das 2 : 1 der Gastgeber durch Kulka(75.) muß man in die Rubrik verdient einordnen aber wieder gelang den Elstern der Ausgleich ( Vogel,80. ) In der 89. Minute – der Ball war außerhalb des Spielfeldes - gab es im Strafraum Körperkontakt zwischen Vogel und seinem Gegenspieler Petersen. Zum großen Erstaunen auch der Luruper Zuschauer gab der Schiedsrichter Strafstoß für den SV Lurup. Der SV ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß durch Krebs zum vielumjubelten 3 : 2. Auch wenn diese Entscheidung sehr unglücklich war, hat die bessere Mannschaft das Spiel gewonnen.

Sieg nach Durststrecke
Am 16. Spieltag ( 9 : 0 in Buxtehude ) gab es den letzten Sieg für die Elstern, danach folgten drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Da auch die benachbarten Mitkonkurrenten um die vorderen Plätze Punkte einbüßten konnte der Platz an der Spitze behauptet werden. In Quickborn, beim TuS Holstein sollten bessere Zeiten eingeläutet werden. Die Mannschaft war im Vergleich zu den letzten Wochen wie umgewandelt und gab den Gastgebern so manche Rätsel auf, ganz besonders durch sehr variantenreiches Spiel ohne Ball. Die Tore für den ASV fielen zum denkbar günstigsten Zeitpunkt, nach vier Minuten trug Kay Petersen zur allgemeinen Beruhigung mit seinem Tor um 1 : 0 bei und kurz nach dem Seitenwechsel tat Andreas Vick das Gleiche und erhöhte auf 2 : 0. Dieses Ergebnis markierte den Endstand der Partie. Dieses Resultat sicherte dem ASV bei 30 : 14 Punkten den ersten Tabellenplatz vor dem Hummelsbüttler SV mit 30 : 16 Punkten

Weiter in der Erfolgsspur
Das 2 : 0 in Quickborn war Balsam für die Elsternseelen und gleichzeitig Anschub für die kommenden Aufgaben. Diesen Anschub sollte Vorwärts Billstedt zu spüren bekommen. Das Vorhaben gelang. Den Anfang machte einmal mehr Norbert Meier, der in der 16. Minute den Billstedter Torhüter überwinden konnte. Andreas Roloff folgte diesem Beispiel und erhöhte in der 57. Minute auf 2 : 0. In der 74. Minute konnte sich Norbert Meier nochmal in die Torschützenliste eintragen, er traf zum Endstand von 3 : 0. Die Verfolger blieben den Elstern auf den Fersen. Victoria besiegte Buxtehude mit 5 : 0, der VfL Stade schlug Sperber mit 3 : 0 während sich der HuSV und Urania die Punkte teilten ( 2 : 2 ).

Klarer Sieg in Pinneberg
 Wenig Mühe hatten die Elstern im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg. Vor 850 Besuchern gelang es dem ASV, die durchaus verbesserungsfähige Bilanz gegen den VfL aufzupolieren. Nach torloser erster Spielhälfte erhöhten die Elstern den Druck auf den Gegner und und gingen in der 55. Minute durch Kay Petersen in Führung. In der 74. Minute erhöhte Rainer Schmidt auf 2 : 0. Fast mit dem Schlußpfiff gelang Klaus Vogel noch das Tor zum 3 : 0 – Endstand. Ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg für Bergedorf 85. Mit diesem Ergebnis blieben die Elstern unangefochtener Tabellenführer. Den 34 : 14 Punkten des ASV standen die 33 : 17  

Punkte des HuSV gegenüber, dahinter der SC Sperber mit 30 : 20 Punkten. Das Spitzenspiel des Spieltages fand in Stade statt. Der heimische VfL unterlag vor 1200 Zuschauern durch ein Eigentor in der 58. Minute dem Hummelsbüttler SV mit 0 : 1. Auch in Lurup gab es lange Gesichter, der SC Victoria entführte durch ein Tor von Schwekendiek in der 83. Minute beide Punkte aus der Flurstraße. Ungemütlich war es in der unteren Tabellenhälfte und zwar wie folgt 
11. Vorw. Billstedt 20 : 24 
12. SV Börnsen 20 : 26 
13. Altona 93 20 : 28 
14. VfL Pinneberg 18 : 26 
15. SV Buxtehude 16 : 34 
16. Harburger TB 4 : 46 Punkte 
Am Ende der Saison müssen drei Vereine absteigen.

Sieg beim alten Rivalen
Was waren das schon für Spiele zwischen dem ASV und Altona 93. Einst in der ersten Liga , der Oberliga Nord und nun der vierten Liga – oft brannte die Luft und die Grenzen des Erlaubten wurden ausgelotet. Der AFC, in akuter Abstiegsgefahr, empfing auf der Adolf – Jäger Kampfbahn den aktuellen Tabellenführer Bergedorf 85. Im ersten Durchgang wurde den 850 Besuchern ein zerfahrenes und verkrampftes Spiel gezeigt wobei die Elstern die überlegene Mannschaft waren. Die Schlüsselszene fand in der 72. Minute statt als Abwehrspieler Elefterios Ralidis im Strafraum einen Altonaer Spieler zu Fall brachte. Schiedsrichter Wenck / Paloma entschied auf Strafstoß. Michael Sprang konnte diesen abwehren und seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahren. Geschockt durch diese vergebene Gelegenheit gab es einem Bruch im Spiel der Platzherrn. Die Elstern wußten dies zu nutzen. Zwei Tore von Petersen (75.) und Meier (77.) besiegelten das Schicksal des AFC und bescherten den Elstern zwei ganz wichtige Punkte.

Stade nutzt die letzte Chance
Das Heimspiel des VfL Stade war für den Gastgeber die letzte Möglichkeit im Kampf um die Spitzenplätze noch ein Wörtchen mitzureden. Das taten sie dann auch. Vor 1800 Besuchern ( Saisonrekord ) lieferte der VfL das beste Spiel der letzten Wochen ab und war dem ASV überlegen. Da zudem Norbert Meier von seinem Gegenspieler intensiv „betreut“ wurde kam die Sturmreihe nicht wie gewohnt zur Geltung. Der VfL ging in der 19. Minute durch Koschnick in Führung, weitere Treffer durch Rudolph (66.) und Schlicker (74.) führten zum vorübergehenden 3 : 0 für die Gastgeber ehe Norbert Meier in der 88. Minute das Ehrentor gelang. Das Spitzenspiel hatte einen verdienten Sieger, und das war der VfL Stade. Überraschungen sind an diesem Spieltag nicht ausgeblieben, so spielte Hummelsbüttel nur 0 : 0 gegen Buxtehude und Victoria unterlag auf eigenem Platz dem SC Urania mit 0 : 2. Der ASV blieb Tabellenführer vor dem HuSV und Stade. ASV 36 : 16, HuSV 36 : 18 und Stade 30 : 18 Punkte.

Endphase der Meisterschaft
 Die Verbandsliga Hamburg bog in die Zielgerade ein und Ausrutscher können kaum noch korrigiert werden, die Spiele haben praktisch Pokalcharakter. Am 27. Spieltag war der TSV DuWo 08 zu Gast an den Sander Tannen. Wer erinnert sich nicht an frühere Spiele, als Duwo die Elstern und deren Zuschauer zur Verzweiflung brachte und entscheidende Punkte mitnahm. Das war damals nichts für schwache Nerven. Diesmal wurden die Nerven nicht über Gebühr strapaziert. Es dauerte zwar bis zur 75. Minute, aber dann war es Norbert Meier der mit dem 1 : 0 für zwei weitere Punkte auf dem Elsternkonto sorgte. Die Verfolger ließen nicht locker. Victoria siegte in Börnsen mit 4 : 1 und Hummelsbüttel siegte bei den HSV – Amateuren mit 2 : 1. Nur der VfL Stade leistete sich einen Ausrutscher – in Quickborn gab es eine 1 : 2 Niederlage. In der Meisterschaftsfrage schien alles auf einen Zweikampf Bergedorf / Hummelbüttel hinauszulaufen. Hier ein Auszug aus der Tabelle – Anzahl ausgetragener Spiel in Klammern gesetzt.
1. ASV (27) 38 : 16
2. Hummelsbüttel (28) 38 : 18
3. Victoria (26) 32 : 20
4. VfL Stade (25) 32 : 20
5. Urania (27) 31 : 23 8

Entscheidung vertagt
ASV gegen SC Victoria, einer der Höhepunkte jeder Verbandsligasaison, das hieß am 28. Spieltag Tabellenführer gegen den Tabelledritten, für die Elstern gleichzeitig das letzte Heimspiel in der laufenden Saison. Die Victoria lieferte im ersten Durchgang, vom früheren Elsterntrainer Manfred Juhnke perfekt eingestellt, eine blitzsaubere Partie ab und ging in der 16. Minute durch v. Mach in Führung. Entsprechend der Spielanteile wäre auch eine höhere Führung möglich gewesen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Elstern ihre bis dahin verborgenen Offensivqualitäten und setzten ihre Gäste gehörig unter Druck. Ein erster Erfolg stellte sich nach vierundfünfzig Minuten ein aber es bedurfte zunächst eines
Handelfmeters ( Handspiel von Peinemann / Victoria ). Norbert Meier ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und schoß den Ausgleichstreffer. Vier Minuten später, in der 59. Minute landete ein abgefälschter Schuß von Kommorowski unhaltbar für Gästetorwart Behlau zum 2 : 1 für den ASV im Netz. Als alles auf einen Sieg des ASV hindeutete unterlief in der 88. Minute dem Unglücksraben Ingo Pinnau ein Eigentor. Es stand 2 : 2 und die Entscheidung über die Meisterschaft wurde vertagt. Da der HuSV in Quickborn mit einem 2 : 0 siegreich blieb wurden die Elstern vom ersten Tabellenplatz verdrängt. Der VfL Stade verspielte durch ein 0 : 1 gegen die Amateure des HSV die letzte Chance auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde. In der Abstiegszone bahnte sich ein „Herzschlagfinale“ an. Buxtehude siegte 3 : 1 in Billstedt, Altona unterlag beim SC Sperber mit 3 : 5 und der SV Börnsen spielte in Lurup 0 : 0. Der HTB stand schon seit Wochen als Absteiger fest, diese Mannschaft war nicht konkurrenzfähig. Die Mannschaften von Vorwärts Billstedt ( 24 Punkte ), Börnsen, Altona und Buxtehude (21 P. ) waren durch jeweils einen Pluspunkt voneinander getrennt.

Paukenschlag durch die HSV – Amateure
Am 29. Spieltag traten die Elstern bei den HSV – Amateuren an und erlebten ein Desaster. Wie schon gegen den VfL Stade erwiesen sich die Amateure des HSV als echter Favoritenschreck und sorgten für eine handfeste Sensation! Mit dem Pausenpfiff gingen die Rothosen durch Schott in Führung. In der zweiten Halbzeit gelang es den Elstern nicht, diesen Rückstand aufzuholen, vielmehr mußten sie in der 59. Minute noch das 0 : 2 durch Steffen hinnehmen. Für die Elstern war es ein ganz bitterer Nachmittag. Seit dem 13. Spieltag ununterbrochen Tabellenführer und dann der Absturz am vorletzten Spieltag. Da Hummelsbüttel zur gleichen Zeit den VfL Stade besiegte konnten die Elstern aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden. Die Suche nach dem dritten Absteiger wird zwischen Altona 93 und dem SV Börnsen entschieden. 24 : 34 Punktee standen beim SVB auf dem Konto während für Altona 23 : 35 Zähler zu Buche standen. Am letzten Spieltag mußte also die Entscheidung fallen.

Die Luft ist raus 
Ob die Elstern wohl noch an ihre ( wenn auch sehr geringe ) Chance auf die Meisterschaft geglaubt haben ? Aus eigener Kraft konnten sie nicht mehr Meister werden und den zweiten Platz konnte man ihnen nicht mehr nehmen. Mit dem Spiel gegen den HTB, den designierten Absteiger ging die Punktspielsaison 1979 / 80 zuende. In der 48. Minute erzielte der HTB durch Schlicht sein vorerst letztes Tor in der Verbandsliga. Es dauerte bis zur Schlußminute bis Raylidis zum 1 : 1 ausgleichen konnte. Ob irgendjemand an diesem Ergebnis Freude hatte ist nicht überliefert. In der Endabrechnung bedeuteten dis 40 Pluspunkte Platz zwei in der Tabelle mit einem Punkt Rückstand auf den Hummelsbüttler SV.
Auch in der Abstiegsfrage gab es eine Klärung. Der SV Börnsen mußte am letzten Spieltag eine folgenschwere Niederlage hinnehmen – die Mannschaft unterlag in Hummelsbüttel mit 1 : 2. Für den SV Börnsen war dies eine ganz bittere Niederlage, denn Altona 93 siegte zeitgleich mit 2 : 1 über den SV Buxtehude und zog in der Tabelle am SVB vorbei. Das bedeutete für den SV Börnsen den Abstieg. Durch den Sieg über Börnsen war dem HuSV die Meisterschaft nicht mehr streitig zu machen.

Belegte der ASV zur Halbzeit der Spielzeit 79 / 80 noch den ersten Tabellenplatz mit nur einer Niederlage so verlief die Rückrunde nicht so erfolgreich. Ein Blick auf die „Rückrundentabelle“ gibt Auskunft.
1. Hummelsbüttel 25 P
2. Victoria 19 P. punktgleich mit Urania 19 P.
4. SV Lurup 17 P. ebenso wie der ASV 17 P.
6. SC Sperber und VfL Stade mit 14 P.



Sieben Niederlagen in der Rückrunde kosteten den VfL Stade eine deutlich bessere Platzierung in der Endabrechnung. Zu den Heimspielen des ASV kamen durchschnittlich 871 Besucher, das ist der Spitzenwert der abgelaufenen Saison. Die meisten Tore gingen mit 21 Treffern auf das Konto von Norbert Meier.
Das sportliche Teilziel – Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur AOL – wurde mit dem zweiten Tabellenplatz erreicht, das Bestehen in der Aufstiegsrunde ist die deutlich schwerere Aufgabe. Um dieses Ziel zu erreichen mußten sich die Elstern mit folgenden Gegnern auseinandersetzen VfR Neumünster, Meister der Verbandsliga Schleswig – Holstein, ein alter Bekannter aus Oberliga – und Regionalligazeiten und vor zwei Jahren auch Gegner in der Aufstiegsrunde. TuS Celle, Meister der Verbandsliga Niedersachsen, spielte mit den Elstern gemeinsam in der Regionalliga Nord in den Spielzeiten 69/70 und 70/71. 1973 stiegen die Celler aus dieser Liga in die höchste niedersächsische Amateurklasse ab. Nach Platzierungen zwischen drei und zwölf klopfen die Niedersachsen an das Tor zur Oberliga. Der Lüneburger SK wurde von allen Experten als Aufstiegsfavorit angesehen. Allein der Blick auf den Mannschaftskader bestätigt diese Einschätzung. Rainer Zobel, einst beim FC Bayern München war zwischen 1970 bis 1976 180 Mal in der Bundesliga aktiv, Hans – Jürgen Ripp , nach 177 Bundesligaspielen für der HSV reich an Erfahrung und Nachwuchstalent Ralf Sievers trug später das Trikot der DFB – Jugendauswahl. Ein hochkarätig besetzter Kader !

Gelungener Start
Die ersten Spiele der Aufstiegsrunde zur AOL fanden über Pfingsten statt, das bedeutete für den ASV Start mit einem Heimspiel am Pfingstsonnabend gegen TuS Celle. Vor 1600 Besuchern ( bei Aufstiegsspielen war man eigentlich höhere Besucherzahlen gewöhnt ) sorgte Axel Emmerich in der 6. Minute für das Führungstor, zwei Minuten vor dem Abpfiff erhöhte Ingo Pinnau auf 2 : 0. Weitere Informationen zu diesem Spiel waren dem HAB nicht zu entnehmen. Für den ASV ein gelungener Start in das Unternehmen Oberliga. Das zweite Spiel in dieser Gruppe gewann der VfR Neumünster gegen den favorisierten Lüneburger SK mit 2 : 0. In der Paralellgruppe trennten sich der Hummelsbüttler SV und SFL Bremerhaven mit 2 : 2, torlos blieb die Begegnung zwischen TuS Lingen und Eutin 08.

Ein herber Dämpfer
 Achtundvierzig Stunden nach der Auftaktpartie gegen Celle hatten die Elstern das Spiel beim Lüneburger SK vor der Brust. Am traditionsreichen Wilschenbruch, der Spielstätte des LSK hatten sich 6200 Zuschauer eingefunden um ihre Mannschaft zu unterstützen. Diese blieben zunächst stumm. Den druckvollen Angriffen des LSK stand eine kompakt stehende Abwehr des ASV gegenüber. Zwar erzielten die Hausherrn eine Vielzahl von Eckbällen, aber Axel Emmerich schoß das Tor zum 1 : 0 für den ASV. Im weiteren Verlauf des Spiels bekam der LSK Oberwasser und ging durch Ulbrich (28.) und Warsitzka (44.) mit 2 : 1 in Führung. Dem aufmerksamen Beobachter blieb in der zweiten Halbzeit nicht verborgen daß die Elstern kräftemäßig und konditionell nichts mehr zusetzen konnten Das nutzte der LSK natürlich aus und folgerichtig fielen die Tore zum 3 : 1 durch Wagner (54.), Körtge (69.) zum 4 : 1 und Stäcker (79. )zum 5 : 1. Für den LSK ein verdienter Sieg und für die Elstern eine Niederlage, die in dieser Höhe nicht einkalkuliert wurde. TuS Celle und der VfR Neumünster trennten sich 1 : 1. In der Paralellgruppe spielten Eutin 08 gegen SFL Bremerhaven 2 : 2 während Hummelsbüttel dem TuS Lingen mit 4 : 0 das Nachsehen gab.

Elstern wieder im Spiel
 Die Mannschaft wieder aufzurichten und das Selbstvertrauen wiederzugeben – das war die Hauptaufgabe von Trainer Rohrschneider nach dem Spiel in Lüneburg. Das ist ihm gelungen. 3500 Besucher ließen sich trotz der 1 : 5 Niederlage in Lüneburg nicht von einem Besuch an den Sander Tannen abhalten und erlebten gegen den VfR Neumünster ein Spiel auf hohem Niveau. Die Elstern zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung und traten den robusten und gradlinigen
Gästen wirkungsvoll entgegen. Trotzdem trafen die Gäste in der 6. Minute zum 1 : 0. Es dauerte bis zur 26. Minute, dann gelang Rainer Schmidt der Ausgleich. Das 2 : 1 für den ASV fiel dann drei Minuten später, ein artistischer Schuß von Norbert Meier ließ Bublitz im VfR - Tor keine Chance. Michael Sprang im Tor des ASV sowie Klaus Vogel und Norbert Jürgens waren die überragenden Akteure 10

im Dreß des ASV und in der 90. Minute zeigte Norbert Meier ein weiteres Mal, was für ein überragender Fußballspieler er ist – sein zweites Tor in diesem Spiel markierte gleichzeitig den Endstand von 3 : 1. Durch diesen Sieg blieben die Elstern weiter “im Geschäft“ und konnten ein ernstes Wort bei der Vergabe der Oberligaplätze mitreden. Der LSK wies den TuS Celle mit einem 3 : 0 – Erfolg in die Schranken. Der ASV und der LSK hatten nun beide 4 : 2 Punkte. Eutin 08 besiegte in der Paralellgruppe Hummelsbüttel mit 2 : 0 ebenso wie TuS Lingen gegen SFL Bremerhaven mit 4 : 1 erfolgreich blieb.

Fortsetzung folgt
Eine Woche später trafen die beiden Kontrahenten erneut aufeinander – diesmal in Neumünster. Das Spiel knüpfte nahtlos an das Niveau des Hinspiels an und so lieferten beide Teams ein ausgezeichnetes Spiel ab. Auch ein 0 : 2 Rückstand brachte die Elstern nicht aus dem Konzept, in der Endphase hätte der ASV dieses Spiel auch für sich entscheiden können. Aber der Reihe nach: Der VfR ging durch Hamannn früh (3.) in Führung, derselbe Spieler legte in der 25.Minute nach und es stand 2 : 0 für den VfR. Noch vor der Halbzeitpause verkürzte Norbert Meier per Handelfmeter zum 1: 2. Nach Wiederanpfiff, in der 47. Minute war es Axel Emmeeich, der das Spiel wieder offener gestaltete – er traf zum 2 : 2. Hamann (VfR) hatte einen Glanztag erwischt, er traf erneut (68.) und brachte „seinen“ VfR in Führung. An dieser 3 : 2 Führung hatten die 3100 Besucher nicht lange Freude denn nur fünf Minuten später war Norbert Meier zum zweitenmal erfolgreich und glich die Führung der Platzherrn aus. Mit diesem 3 : 3 endete das Aufstiegsspiel zwischen dem VfR Neumünster und Bergedorf 85, ein Spiel mit absolutem Oberligaformat. Ebenfalls unentschieden ( 1 : 1 ) trennten sich TuS Celle und der Lüneburger SK. Mit 5 : 3 Punkten führten der LSK und die Elstern ihre Spielgruppe an. Am letzten Spieltag sollten beide Mannschaften an den Sander Tannen aufeinander treffen. Mit 4 : 4 Punkten rangierte der VfR Neumünster auf Platz drei gefolgt von Eutin 08 mit 2 : 6 Zählern. Eine ähnliche Situation in der Paralellgruppe – Hummelsbüttel besiegte Eutin mit 2 : 0, SFL Bremerhaven kam gegen TuS Lingen mit 2 : 6 unter die Räder. Der HuSV und TuS Lingen führten ihre Gruppe mit 5 : 3 Punkten gefolgt von Eutin 08 (4:4) und TuS Celle mit 2:6 Punkten an.

Die Chance gewahrt
 Es läuft alles auf einen Zweikampf zwischen dem ASV und dem Lüneburger SK hinaus. In Celle durfte nicht verloren werden. Unter diesem Motto stand das Wirken des ASV. Es begann gut für den ASV, in der 8. Minute gelang Rainer Schmidt das 1:0. In der 45. Minute, kurz vor dem Pausenpfiff mußte der ASV durch Grewe (TuS) den Ausgleich hinnehmen.

Aus Lüneburg drang während der laufenden Partie eine Information nach Celle wonach im Paralellspiel Neumünster gegen den LSK in Front lag. Die Celler witterten darauf hin Morgenluft und setzten den ASV ganz massiv unter Druck.
Trainer Rohrschneider reagierte und ersetzte Peter Hartwig durch Andreas Vick und Ingo Pinnau durch Dieter Kommorowski Die Elstern blieben so am Drücker und in der 73. Minute wurden die Bemühungen vom Erfolg gekrönt – Andreas Vick brachte seine Mannschaft wieder in Führung. Konditionsprobleme ziehen stets auch Konzentrationsschwächen mit sich, so kann man den Ausgleich der Celler drei Minuten vor Spielende erklären. Das Spiel zwischen TuS Celle und dem ASV endete 2 : 2. An der Ausgangslage hatte sich nichts geändert, im letzten Spiel der Aufstiegsrunde gab es in Bergedorf ein „Endspiel“ zwischen den Elstern und dem LSK. Der Lüneburger SK schlug den VfR Neumünster mit 4 : 3 und übernahm mit nun 7 : 3 Punkten die Tabellenführung vor dem ASV mit 6 : 4 Punkten. In der Paralellgruppe trennten sich Hummelsbüttel und Bremerhaven 2 : 2, zeitgleich Schlug Eutin 08 den TuS Lingen mit 4 : 2. Der HuSV und Eutin 08 führten gleichauf mit 6 : 4 Punkten ihre Gruppe an vor Lingen mit 5 : 5 Zählern.

Das jähe Ende eines Traumes
 Ganz Fußball – Bergedorf fieberte dem letzten Aufstiegsspiel der Elstern entgegen. Die Chancen auf den Aufstieg waren noch nie so günstig: ein Sieg und man wäre am Ziel aller Träume. Zehntausend Besucher, darunter etwa dreitausend Zuschauer aus Lüneburg umsäumten das Spielfeld an den Sander Tannen, eine Zuschauerzahl, die man zuletzt vor achtzehn Jahren in der Oberliga Nord begrüßen durfte. 11

Die Berichterstattung zu diesem Spiel war weniger vom Spielgeschehen als von der Regelauslegung durch den Unparteiischen geprägt. Zwischen diesen beiden norddeutschen Amateur – Spitzenmannschaften entwickelte sich ein intensives Fußballspiel dessen Ergebnis zu wesentlichen Teilen von der Leistung des Schiedsrichters beeinflußt wurde. In der 62. Minute wurde einem Bergedorfer Treffer die Anerkennung versagt. Die Partie stand auf des Messers Schneide, bis kurz vor dem Abpfiff stand es 0 : 0. Dann erhielt Norbert Meier eine Zeitstrafe wegen eines Foulspiels. Auf die Frage nach seinem Namen gab Norbert Meier eine Antwort die der Schiedsrichter als Beleidigung auffaßte und wandelte die Zeitstrafe in einen Feldverweis um. Nur wenig später erhielt auch Kay Petersen einen Feldverweis. Kurz danach brachte Wagner (LSK) in der 89. Minute seine Mannschaft mit 1 : 0 in Führung. Als das Spiel schon zu Gunsten des Lüneburger SK entschieden war, schickte der Schiedsrichter auch noch Rainer Schmidt vom Feld. Durch diesen Sieg in Bergedorf sicherte sich der Lüneburger SK den Aufstieg in die Amateuroberliga Nord. Herzlicher Glückwunsch nach Lüneburg !! Nach einen 4 : 1 – Erfolg in Lingen gelang auch dem Hummelsbüttler SV der Aufstieg in die
Amateuroberliga Nord. Der LSK zeigte sich in Bergedorf als nervenstarke Mannschaft. Ob der LSK auch die bessere Manschaft wäre läßt sich nicht beantworten, dazu hätte es eines unvoreingenommenen Spielleiters bedurft, diesem Anspruch wurde Schiedsrichter Osmers nicht gerecht. Natürlich kann ein Schiedsrichter auch mal einen schlechten Tag haben, natürlich können einem Schiedsrichter Fehlentscheidungen unterlaufen. Es kann aber nicht sein daß ein Schiedsrichter seinen Ermessensspielraum einseitig zu Lasten einer Mannschaft ausschöpft. Ähnliches Gebaren legte Herr Osmers zwei Jahre zuvor beim Aufstiegsspiel der Elstern in Neumünster an den Tag. Ein Kommentar von Trainer Peter Rohrschneider soll den Lesern nicht vorenthalten werden: Das Spiel stand auf des Messers Schneide und Schiedsrichter Osmers aus Bremen hat uns die Klinge bis an das Heft in den Leib gerammt.
Nicht das geringste Verständnis kann für die Ausschreitungen gegen Schiedsrichter Osmers nach dem Spiel aufgebracht werden. Gegen den Vater eines Spielers wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Eine Stunde nach Spielende konnte der Schiedsrichter den Platz unter Polizeischutz verlassen. Ich bin nach dem Spiel tätlich angegriffen worden, der Ordnungsdienst hat nicht funktioniert. Mit diesen Worten formulierte Schiedsrichter Osmers seinen Bericht an den NFV
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In den letzten Jahren gab es wiederholt Vorkommnisse der beschriebenen Art. Daß der Ordnungsdienst erneut seiner Aufgabe nicht gerecht wurde, stellt dem ASV ein Armutszeugnis aus. Der NFV belegte den ASV mit einer Geldstrafe von 3000 DM, von einer Platzsperre wurde abgesehen.

Quellennachweis Die Kommentare zu den Spielen lehnen sich an die Berichterstattung des Hamburger Abendblattes an. Der Kommentar zum letzten Spiel gegen den LSK wurde erhärtet durch das Buch von Hardy Grüne LEGENDÄRE FUSSBALLVEREINE / Norddeutschland, Seite 89, rechte Spalte ab Zeile 6. Die Fotos sind dem Hamburger Abendblatt entnommen. Die Abschlußtabelle der Spielzeit 1979 / 1980 entstammt dem deutschen Fußballarchiv.

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