Samstag, 22. August 2020

Die Elstern – Fussball im Amateurbereich Saison 1989 / 90 (Autor: Hans-Martin Lippold)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Rückblick

Die sportliche Zielsetzung, mit der die Elstern in die Saison 88/89 gestartet waren, wurde verfehlt. Zu sehr klafften Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Mit 31:29 Zählern und dem neunten Tabellenplatz wurde die Teilnahme an der AOL – Aufstiegsrunde deutlich verfehlt, der Abstand zum Tabellenzweiten betrug am Ende der Saison elf Punkte. So kam es, wie es kommen mußte, der Vertrag mit Trainer Manfred Junke wurde nicht verlängert.


Die Trainersuche 

Die Verantwortlichen der Elstern begaben sich auf Trainersuche und wurden fündig. Die Wahl fiel auf einen früheren ASV – Spieler der schon zu Zeiten von Heinz Werner das ASV – Trikot getragen hatte, auf Werner Jaschik. Werner Jaschik kam 1968 vom SV Eintracht Lüneburg an die Sander Tannen. Zwei Jahre spielte er in der Regionalliga Nord, denen folgten nach dem Abstieg zwei weitere Spielzeiten in

Zwei spätere Elstern-Trainer hier noch selber aktiv
der ( heutigen ) Verbandsliga. Das Foto zeigt eine Spielszene vom 13.9.71 als der ASV den SC Concordia an den Sander Tannen empfing. Danach zog es ihn in die Regionalliga Süd, zum KSV Hessen Kassel. Im Anschluß daran spielte er für die TSR Olympia Wilhelmshaven in der Spielzeit 74/75 in der 2. Bundesliga. Seine letzte Trainerstation vor Amtsantritt bei den Elstern war der Lüneburger SK.


Zusammensetzung des Spieleraufgebotes 

Aus dem siebzehn Spielern umfassenden Aufgebot der Saison 1988 / 89 haben sich sieben Spieler verabschiedet. Achim Spreckelsen und Frank Hense zog es in die nähere Nachbarschaft zur TSV Reinbek. In geografischer Nähe blieben auch Thomas Brudler und Michael Dettmann, beide werden für den SV Börnsen die Stiefel schnüren. Hauke Müller fand beim Wandsbeker FC ein neues sportliches Betätigungsfeld und Thorsten Bettin kehrte zur Wilhelmsburger Viktoria zurück. Das neue Wirkungsfeld von Thomas Koopmann ist nicht bekannt. Allen Spielern darf man in neuer Umgebung viel Erfolg wünschen.
Ein neues Betätigungsfeld an den Sander Tannen fanden die beiden Neuzugänge Michael Feye und Andre Kassat. Bede kamen vom Lüneburger SK und haben dort schon unter Werner Jaschik trainiert. Die beiden Norderstedter Detlev Burmester und Oliver Hardekopf fanden ebenfalls den Weg an die

Sander Tannen und trafen dort auf alte Bekannte. Christian Sekulic wechselte von der Wilhelmsburger Landesgrenze nach Bergedorf ebenso wie Ulf Schmücker vom FC Süderelbe. Ein alter Bekannter, nämlich Sven Marr fand vom SV Börnsen den Weg zurück an die Sander Tannen. Ergänzt wird die Liste der Neuzugänge durch Dirk Tietje, einem jungen Angriffspieler vom MSV Hamburg. Zum Start in die Saison 1989 / 90 konnte der neue Trainer Werner Jaschik achtzehn Spieler begrüßen.


Vorbereitung auf die neue Saison
 

Die vorrangige Aufgabe von Trainer Jaschik bestand zunächst darin, aus den zehn Spielern der Vorsaison und den acht Neuzugängen eine schlagkräftige, spielstarke Mannschaft zu formen. Der erste Arbeitstag von Trainer Jaschik war Sonnabend, 1. Juli 1989, das erste Punktspiel in der Verbandsliga Hamburg war für das erste Augustwochenende vorgesehen. Es standen also knapp fünf Wochen für die Vorbereitung zur Verfügung. Dieser zeitliche Rahmen wurde mit Testspielen gegen zumeist unterklassige Mannschaften ausgefüllt. Hier die Spielergebnisse:

10.7.89 TSV Radbruch – ASV 0 : 14 / 13.7.89 TSV Mölln - ASV 1:8 / 17.7.89 Bremer SV - ASV 1:1 / 18.7.89 FC Mahndorf - ASV 3:4 / 19.7.89 ASV - Wandsbeker FC 9:1 / 24.7.89 Eintracht Lüneburg - ASV 1:2 SV/ 27.7.89 MTV Winsen - ASV 3:7 

Ein weiteres Testspiel fand zum Jubiläum des SV Barmbek statt. Eine Kombination von Spielern der Ligamannschaft und er zweiten Mannschaft unterlag den Gastgebern mit 3:5. Klassenhöhere Gegner in dieser Reihe von Testspielen waren der Bremer SV und der FC Mahndorf. In diesen Spielen konnten die Elstern unter Beweis stellen, daß sie auch mit höherklassigen Mannschaften Schritt halten können. Die Testspiele gaben Trainer Jaschik auch Auskunft über die Fitness der einzelnen Spieler – alle waren fit. Zudem boten sich taktische Varianten an, so wurden „gelernte“ Stürmer mit Defensivaufgaben betraut um im Bedarfsfall weitere Angriffsoptionen aufbieten zu können. Auch schien sich Michael Feye als „Chef im Mittelfeld“ anzubieten.


Vorstellung der Aufsteiger 

Aus der Verbandsliga Hamburg konnten sich die Amateure des HSV für die Amateuroberliga Nord qualifizieren und so einen weiteren Platz in der Hamburger Eliteliga frei machen. So konnten also aus den beiden Landesligen vier Teams in die Verbandsliga aufrücken. Dies waren aus der Hansastaffel die Ochsenwerder Spvg als Meister und der Zweitplatzierte HSV Barmbek – Uhlenhorst. Aus der Hammoniastaffel qualifizierten sich der Meister Komet Blankenese und der Zweitplatzierte, der SV Lurup.
Die Spvg. Ochsenwerder taucht in der Literatur erstmals 1924 als eigenständiger Verein auf. Inwieweit Fusionen mit den benachbarten Vereinen TV Howe, TV Zollenspieker und dem TV Kirchwärder zur Fortentwicklung zur Spvg. Ochsenwerder beigetragen haben konnte vom Verfasser nicht ermittelt werden. Jahrzehnte später ( 1994 ) kam es zu einer Fusion der Spvg. Ochsenwerder und dem Moorfleeter SV zum SV Ocsenwerder - Moorfleet 1924, der 1999 im SC Vier- und Marschlande aufging. Dies ist jedoch nicht mehr Gegenstand dieses Berichtes.

 

Als am 10.7.09 der Barmbeck-Uhlenhorster TV v. 1876 und der MTV 1888 Barmbeck-Uhlenhorst zur Hamburger Turnerschaft Barmbeck-Uhlenhorst fusionierten war der Grundstein für den HSV Barmbeck – Uhlenhorst gelegt.. 1911 wurde in diesem Verein eine Fussballabteilung eingerichtet. Diese spaltete sich 1923 ab und firmierte fortan als HSV Barmbek – Uhlenhorst. Von 1943 bis 1945 in eine Kriegssportgemeinschaft eingebunden nahmen die BU – Männer 1946 am HFV – Spielbetrieb teil. Auf lange Sicht mußten die Anhänger von BU über eine ausgeprägte Leidensfähigkeit verfügen. Von 1981 bis 1984 ging es von der AOL herunter bis in die Bezirksliga. Der sportliche Werdegang ist in der entsprechenden Anlage nachgezeichnet.



Als TSV 1923 Lurup gegründet fusionierte dieser Verein mit der FSV 1922 Schenefeld zur TSV Lurup – Schenefeld. Umgruppierungen, Abspaltungen und Auflösungen begleiteten den Verein bis zur Neugründung als TSV 1923 Lurup im Jahre 1946. Die Umbenennung zum SV 1923 Lurup erfolgte 1949. Zu Beginn der Serie 1946 / 47 startete der SV Lurup in der untersten Spielklasse.

 

des HFV, die nach zwei Jahren verlassen wurde. Auch hier der Hinweis auf die entsprechende Anlage.
Auf die Vorstellung des FTSV Komet Blankenese wird an diese Selle verzichtet. Eine kurze Vorstellung ist im Vorspann zum Bericht zur Saison 1984 / 85 erfolgt.

Die Spielzeit 1989 / 90 

In Fachkreisen des Hamburger Amateurfußballs wurde den Elstern ein Platz ganz oben in der Tabelle zugetraut. Sowohl der sehr gute Ruf von Trainer Werner Jaschik als auch die Qualität des Spielerkaders untermauerten diese Prognose. Auch der FC Süderelbe wird ganz hoch eingestuft. Siege ( auch gegen höherklassige Mannschaften ) in der Vorbereitung sollte man aber auf keinen Fall überschätzen. Eine Saisonvorbereitung ist immer nur so gut wie der Saisonstart. Wenn in der Lokalpresse die Überschrift Das kleine Bergedorfer Wunder zu lesen ist setzt man den Erwartungshorizont sehr hoch und auch Trainer und Mannschaft unnötig unter Druck. Zurückhaltung könnte da ein besserer Ratgeber sein. Aber, wie sagt man so schön: maßgeblich ist auf dem Platz. Unter diesem Motto startete am 6.8 89 die Verbandsliga Hamburg in die 45. Spielzeit.


Wie in alten Zeiten 

Applaus beim Gang in die Halbzeitpause, Jubel am Ende der neunzig Minuten. Siebenhundert Besucher sahen an den Sander Tannen eine Klassepartie der Elstern gegen den SC Victoria. Beide Mannschaften legten eine offensive Grundeinstellung an den Tag und erspielten sich eine Reihe von Torgelegenheiten die jedoch bei beiden Torleuten in guten Händen waren. Die Victoria erwies sich als starker Gegner und hätte durchaus in Führung gehen können. Durch die Herreinnahme von Andre Kassat wurde das Sturmspiel der Elstern zusätzlich belebt und die Victoria kam unter Druck, dann mußten die Gäste auch noch eine Zeitstrafe hinnehmen. Nachdem Victoria wieder vollzählig auf dem Platz stand zelebrierten Mathias Rauls und Dirk Klenke mustergültiges Doppelpasspiel welches in der 83. Minute mit dem 1:0 durch Klenke vollendet wurde. Nach einem so guten Auftaktspiel einzelne Spieler hervorzuheben verbietet sich. Nur soviel: Die Elstern starteten mit einer sehr guten Leistung in die neue Saison.


Gelungenes Geschäft 

Achthundertsechsundsiebzig Besucher bescherten der Spvg. Ochsenwerder die höchste Einnahme in der Vereinsgeschichte, dafür nahmen die Elstern dann die Punkte mit. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften und die Elstern gingen als Favorit in diese Begegnung. Das Spiel konnte den hohen Erwartungen nach dem Victoria – Spiel nicht standhalten. Nach einem guten Start und einer 2 : 0 – Pausenführung ( 0: 1 Hardekopf, 27. Min. ) und dem 0 : 2 durch ein Eigentor von Raffenberg ( 31. ) verloren die Elstern im zweiten Durchgang ihre Linie und mußten in der 60. Minute das 1:2 durch Herbrechter hinnehmen. Die Ochsenwerder Spieler konnten aber beste Torgelegenheiten nicht verwerten und mußten sich nach neunzig Minute mir 1:2 geschlagen geben. Ihr
hoher kämpferischer Einsatz wurde nicht belohnt. Beim den Platzherrn stand mit Rainer Kokartis der Sohn des früheren Elsterntorwarts zwischen den Pfosten.


Hitzeschlacht im Spitzenspiel 

Einer der Favoriten war Gast an den Sander Tannen – der FC Süderelbe zu Besuch bei den Elstern. Sommerliche Gluthitze lähmte die Akteure und so waren beide Mannschaften nicht in der Lage an ihre Leistungsgrenze zu gehen. In der 15. Minute fiel durch Andre Kassat das 1:0 für die Elstern als dieser ein Mißverständnis in der Gästeabwehr ausnutzen konnte. Als Elsterntorwart Sven Marr in der 46. Minute sich bei einem Ball verschätzte holte er einen Gästespieler im Strafraum von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marinus Bester zum Ausgleich. Angesichts der hohen Temperaturen suchte keine der beiden Mannschaften die Entscheidung und so trennten sich die Mannschaften vor 528 Zuschauern mit einem 1 : 1 – Unentschieden.


Sprachloser Trainer 

Auf die Frage, was ihm im Spiel seiner Mannschaft gegen TuRa Harksheide am besten gefallen habe, blieb Werner Jaschik die Antwort schuldig. Zu wenig war von dem zu sehen was die Elstern ihrem Publikum in der Saisonvorbereitung gezeigt hatten. Der ASV stellte achtzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft auf dem Harksheider Exerzierplatz aber als Schiedsrichter Bandt (ETV) Sven Pinz und Ulf Schmüker in der 61. und 63. Minute für zehn Minuten vom Feld schickte, nutzten die Harksheider die Gelegenheit und gingen in der 69. Minute in Führung. Wieder vollständig auf dem Platz übernahmen die Elstern wieder das Kommando auf dem Platz. Es dauerte aber bis zur 89. Minute ehe Mathias Rauls ein feines Zuspiel von Andre Kassat zum 1:1 – Ausgleich vollendete.


Wende durch Mathias Rauls
 

Es war ein Spiel so ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Vierhundert Zuschauer fanden sich an den Sander Tannen ein um das Spiel der Elstern gegen die Rasensportler aus Elmshorn zu verfolgen. Auch wenn die Torfolge etwas Anderes andeutet, es war eine hochklassige Begegnung zweier gleichwertiger Mannschaften. Hardekopf und Rauls brachten die Rasensportler in der 40. und 42. Minute mit 0:2 in Rückstand und als Stefan Schraub in der 48. Minute das 3:0 für den ASV erzielte schien die Partie gelaufen zu sein. Weit gefehlt! Rainer Liedtke brachte die Rasensportler in der 60. und 67. Minute auf 2:3 heran und leitete eine intensive Schlußphase ein. In den letzten dreißig Spielsekunden schlug Mathias Raul zwei Mal zu – aus einem knappen 3:2 – Vorsprung machte er einen deutlichen 5:2 – Sieg. Mit diesem Ergebnis endete ein sehenswertes Verbandsligaspiel. Die Freude der Elstern wurde durch eine schwere Verletzung ( Bänderriss ) von Torhüter Sven Marr getrübt.


Nichts für Feinschmecker 

Nach sieben Jahren Abwesenheit ist BU wieder in der Verbandsliga angekommen und war Gastgeber für die Elstern aus Bergedorf. Sechshundert Besucher auf der „Anfield Road“ sahen ein Spiel in dem die Barmbeker ihre spielerischen Defizite durch Einsatzfreude zu kompensieren versuchten. Die Elstern hielten dagegen und es entwickelte sich ein intensives Fußballspiel. Beispielgebend an diesem Tag war Oliver Hardekopf, seine Dynamik und Einsatzfreude machte ihn zur steten Gefahr für die Barmbeker Hintermannschaft.
So war es auch kein Zufall daß ihm in der 77. Minute der Treffer zum 1:0 – Auswärtserfolg der Elstern gelang. Ungeschlagen mit 10:2 Punkten waren die Elstern auf dem zweiten Tabellenplatz angekommen.


Siegtor kurz vor Schluß 

Es war keine Offenbarung die die Elstern den 548 Besuchern gegen Viktoria Wilhelmsburg - Veddel geboten haben. Zu engmaschig war das Sturmspiel angelegt, da sich alle Stürmer zur Mitte orientiert hatten, waren sie leicht auszurechnen und kamen zu keinen klaren Torchancen. Trotzdem fiel in der 15. Minute das 1:0 durch Mathias Rauls. Der Ausgleich durch Thomas Block, dem gefährlichsten Stürmer der Viktoria ließ nur zehn Minuten auf sich warten. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Nahezu ohne Höhepunkte verlief der zweite Spielabschnitt. Das sollte sich ändern. In den letzten Minuten ergriff Stefan Schraub die Initiative und wich auf den rechten Flügel aus. Von dort brachte er in der Schlußminute eine Flanke in den Torraum die vom Torhüter nur an den Pfosten gelenkt werden konnte. Mathias Rauls war zur rechten Zeit am rechten Ort und drückte das Leder über die Torlinie. Es stand 2:1 für den ASV und mit nun 12:2 Punkten wurde der zweite Tabellenplatz gefestigt.


Spiel der späten Tore 

Irgendwann mußte es ja passieren – die erste Niederlage der Saison. Und die war nicht einmal unverdient. Trotz ständiger Überlegenheit mußten sich die Elstern gefährlicher Angriffe der Hausherrn erwehren, Torhüter Wunder hatte alle Hände voll zu tun. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff ging Komet Blankenese durch Jäger in Führung. Als Komet durch eine Zeitstrafe dezimiert war konnte Christian Sekulic in der 63. Minute ausgleichen. Ein Freistoß von Wiechmann( Komet ) führte in der 82. Minute zur erneuten Führung der Kometen. Als Hartmut Harlapp eine Minute vor dem Abpfiff der 2:2 – Ausgleich gelang schien für den ASV die Welt in Ordnung zu sein. Daß aber ein Spiel erst mit dem Schlußpfiff beendet ist mußten die Elstern dann schmerzlich erfahren: Andreas Klobedanz schickte die Elstern mit seinem Tor in der Nachspielzeit auf die Verliererstraße. Die erste Saisonniederlage war damit perfekt.


Für gute Leistung nicht belohnt 

Spitzenspiel in Pinneberg: die Elstern waren zu Gast beim VfL Pinneberg. Das Spiel fand an einem Sonntagvormittag statt und so mancher Besucher fand darin die Erklärung für die sehr zurückhaltende Gangart der Elstern. Der VfL war im ersten Durchgang die überlegene Mannschaft, konnte aber nichts Zählbares vorweisen. In der Halbzeitpause fand Trainer Jaschik offensichtlich die passenden Worte für seine Spieler. Die Abwehr kaufte den Pinneberger Stürmern den Schneid ab und die Elstern erspielten sich hochkarätige Torgelegenheiten, fanden aber im Pinneberger Torhüter Wroblewski ihren Meister. Als in der 85. Minute eine Großchance durch Harlapp nicht verwertet werden konnte schwante den mitgereisten Elsternfans Schlimmes. So kam es dann auch! Grünwald (VfL ) entschied in der 88. Minute mit seinem Tor das Spiel für den VfL. In einem guten Spiel wurden die Elstern unter Wert geschlagen.


Der besseren Mannschaft unterlegen 

Der ungeschlagene Tabellenführer VfL Stade lockte 841 Besucher ( bester Besuch seit November 1984 ) bei strömenden Regen an die Sander Tannen.
Auch wenn die Elstern dem Gegner mit 0:3 unterlegen waren, brauchten die Zuschauer ihren Besuch nicht zu bereuen. Nach zehn Minuten gingen die Gäste durch Jörg Havemann in Führung. Den Ausgleich verhinderte der Stader Torwart Seifert als er in der 32. Minute einen von Dirk Klenke geschossenen Strafstoß abwehrte. Mit dem 1:0 ging es in die Halbzeitpause. Nach der Pause bekamen die Elstern das Spiel besser in den Griff, scheiterten mit ihren Angriffen aber immer wieder an dem Stader Torhüter. Eine zehnminütige Zeitstrafe von Stefan Schraub beendete zunächst die Drangperiode der Elstern und Stade bekam das Übergewicht auf dem Platz. In der Schlußphase der Begegnung schlug sich das im Ergebnis nieder. Durch zwei Tore in der 84. und 87. Minute erhöhten Havemann und Steenbock auf 3:0 für den VfL. Die bessere Mannschaft nahm die Punkte mit, auch wenn die Elstern lange Zeit dem VfL ebenbürtig waren. Die erste Heimniederlage schlug sich auf den Tabellenplatz nieder. Verfolger VfL Pinneberg siegte gegen Sperber und die Elstern fanden sich auf dem fünften Tabellenplatz wieder. Nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen betrug der Abstand zum Tabellenzweiten vier Punkte.


Enttäuschung gegen Sperber 

Nur in den ersten Viertelstunde zeigten die Elstern die gewohnte Leistung und hätten mit etwas Glück in Führung gehen können. Mit zunehmender Spieldauer zeigten sich Schwächen im Mittelfeld und die Offensivabteilung konnte keine Akzente setzen. Auch die Einwechselung von Kassat und Hardekopf zum zweiten Durchgang brachte keine Besserung. Im Gegenteil: dem SC Sperber gelang in der 78. Minute durch Michael Richter die 1:0-Führung . Einen umstrittenen Elfmeter verwandelte Mathias Rauls in der 85. Minute zum 1:1-Unentschieden. Für die Elstern ein glücklicher Punktgewinn. Ich dachte, wir wären schon weiter, so der Kommentar von Werner Jaschik nach dem Spiel.


Steigerung in Meiendorf 

Zwei Drittel der Spielzeit waren die Elstern die dominierende Mannschaft auf dem Platz, als aber Sekulic und Hardekopf verletzt vom Platz gingen, wendete sich das Blatt zu Gunsten der Meiendorfer. Bis zu diesem Zeitpunkt stand es nach Toren von Rauls ( 42. ) und Gerth ( MSV ) aus der 44. Minute 1:1. Das vermeintliche 2:1 für die Elstern fand wegen einer Abseitsposition keine Anerkennung. Der massive Protest ob dieser Entscheidung brachte Rauls eine Zeitstrafe ein! Gegenüber den letzten Spielen war bei den Elstern eine Leistungssteigerung erkennbar, aber 2:8 Punkte aus den letzten fünf Spielen stehen der sportlichen Zielsetzung im Wege.


Angekommen im Mittelmaß 

Das Ziel, die Aufstiegsrunde zur AOL zu erreichen ist in weite Ferne gerückt. Das torlose Unentschieden beim Tabellenzehnten SV Lurup legte die momentanen Schwächen deutlich offen. Mißverständnisse, Hektik, Abspielfehler waren die Merkmale des Elsternspiels. Ein enormer Druck lastete auf Spielern und dem Trainer und vielleicht könnten sich alle Beteiligten im Umfeld der Mannschaft mit Äußerungen und Kommentaren zur Situation der Elstern etwas zurücknehmen.


Ein Tiefpunkt 

So ein Spielergebnis wirft Fragen auf. Vor 337 Zuschauern empfingen die Elstern den HEBC zum letzten Heimspiel der Vorrunde. Ein Sieg mußte her um die Hoffnungen in Richtung Aufstiegsrunde aufrecht zu halten. Mit bisher sieben Punkten war der HEBC tief im Tabellenkeller angesiedelt. Der Start der Elstern machte Hoffnung, in der 4. Minute sorgte Dirk Klenke mit dem 1:0 für Entspannung auf den Ränge und hätte Michael Feye seine Nerven besser unter Kontrolle, hätte es in der 22. Minute 2:0 stehen können. Hätte, hätte... Die Strafe folgte auf dem Fuß, in der 25. Minute fiel durch May ( HEBC ) der 1:1 – Ausgleich. Der alte Abstand wurde durch Mathias Rauls wieder hergestellt aber noch vor der Pause glich der HEBC erneut aus. Eklatante Abstimmungsfehler gingen diesem Treffer voraus. Mit einem 2:2 ging es in die Halbzeitpause. Konfusion bestimmte weiterhin das Spiel der Elstern und hatte in der 65. Minute Folgen, eine Unsicherheit in der Hintermannschaft führte dann zum 3:2 für die Gäste. In der 86. Minute brachte Torhüter Wunder den Eimsbütteler Paulick außerhalb des Strafraumes zu Fall und wurde des Feldes verwiesen. Lars Lange nahm den Platz zwischen den Pfosten ein und mußte in der Nachspielzeit auch noch das 2:4 hinnehmen. Unfaßbare Fehler in der Hintermannschaft führten letztendlich zu drei vermeidbaren Gegentoren und einer ganz bitteren Niederlage. Bei Tabellenplatz acht braucht man über höhere Ziel nicht mehr nachzudenken.


Enttäuschendes Derby 

Den 300 Besuchern wurde am Reinbeker Mühlenredder ein nur mittelmäßuges Derby geboten. Die erste Halbzeit bot keine Höhepukte und blieb torlos auch wenn die TSV die tonangebende Mannschaft war. In der 62. Minute brachte Andre Kassat die Elstern in Führung aber die Reinbeker Spieler krempelten die Ärmel hoch und machten durch Reinke und Vonau innerhalb von zehn Minuten aus dem 0 : 1 ein 2 : 1. Hartmut Harlapp hatte erkennbar nicht seinen besten Tag und wurde gegen Oliver Hardekopf ausgewechselt – dem gelang in der 85. Minute das glückliche 2:2. Gute Noten in diesem Spiel verdienten sich Jan Schulz, der Torwart der zweiten Mannschaft, der Achim Wunder gut vertreten hat sowie auch Frank Jacobsen.


Rückblick auf die Vorrunde
 

Der Start in die Vorrunde verlief verheißungsvoll und erinnerte an alte Zeiten. Tabellenplatz zwei nach sieben Spielen schien die positiven Prognosen zu bestätigen. Mit der Niederlage bei Komet Blankenese wurde eine Serie mit acht sieglosen Spielen eingeleitet und die Chancen auf den zweiten Tabellenplatz deutlich gemindert. Die Gründe sind vielfältig, aber man darf als gesichert ansehen, daß einige Spieler unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Hat man die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele überschätzt? Hat man die Qualität des Kaders richtig eingeschätzt ? Sind in Presse und Öffentlichkeit zu hohe Erwartungen geweckt worden ? Unabhängig von der aktuellen Situation scheint es eine Überlegung wert zu sein, ob ein Trainer, der mit einem Einjahresvertrag ausgestattet ist in der Lage sein kann, eine Mannschaft systematisch aufzubauen und zu formrn. Aber wenn der schnelle Erfolg gesucht wird steigt der Druck auf alle Beteiligten. Dafür gibt es Beispiele. Ob Überschriften in der Lokalpresse mit dem kleinen Bergedorfer Wunder der Zielsetzung dienlich waren lassen wir mal dahingestellt. Einigen Spielern haben mit Sicherheit auch die Nerven einen Streich gespielt, anders ist das Auslassen hochkarätiger Torgelegenheiten nicht zu erklären. Und – das ist schwerwiegend, man muß bezweifeln ob alle Spieler noch hundertprozentig hinter der sportlichen Zielsetzung stehen. Noch kann das sportliche Ziel erreicht werden. aber bei vierzehn Minuspunkten und noch fünfzehn ausstehenden Spielen darf sich die Mannschaft keinen Ausrutscher mehr leisten. Trainer Werner Jaschik hat noch viel Arbeit.


Magerkost gegen den Neuling 

Das Spiel der Elstern gegen den Neuling Ochsenwerder war keine Offenbarung. Die Elstern vermochten aus einer Vielzahl von Torgelegenheiten kein Kapital zu schlagen und der Neuling konnte nur durch Einsatzfreude und Kampfgeist überzeugen. Es war in erster Linie dem überragenden Torhüter Rainer Kokartis zu verdanken daß den Vierländern ein Debakel erspart blieb. Kaum auf dem Platz

gingen die Elstern durch Michael Feye in Führung. Ähnlich begann die zweite Halbzeit – in der 46. Minute erhöhte Mathias Rauls auf 2:0. Die Sturmreihe der Gäste trat kaum in Erscheinung, so fiel das Anschlußtor zum 1:2 in der 80. Minute durch einen Foulelfmeter. Für den Endstand von 3:1 für den ASV sorgte Burmester in der 86. Minute. Neue Hoffnung kam bei den Elstern auf, denn der Tabellenzweite war nun nur noch zwei Punkte vor den Elstern. Das nächste Spiel ( gegen den FC Süderelbe ) könnte die Weichen Richtung AOL stellen.


Gravierende Entscheidung 

Die Winterpause, die Zeit zwischen dem 11. Dezember 89 und dem 12. Februar 90 ließ bei Sponsor Günter Wunder Überlegungen zur Saison 90/91 heranreifen. Die sportliche Zielsetzung wurde nicht angetastet aber die konnte mit dem vorhandenem Personal kaum noch erreicht werden. Wie so oft ist in solchen Situationen der Trainer das schwächste Glied in der Kette und so wurde der Einjahresvertrag von Werner Jaschik nicht verlängert. Als Nachfolger wurde Bernd Enge, noch in Diensten des FC Süderelbe, auserwählt. Ihm wird ein Manager – Kay Gosebeck – an die Seite getellt. Es ist absehbar, daß auch einige Spieler dem Gespann Enge/Gosebeck folgen werden. Davon in einem späteren Bericht.


Starke Elstern ohne Glück 

Der FC Süderelbe war Gastgeber für die Elstern, in der Tabelle hatte der FCS einen Punkt Vorsprung vor den Elstern. Bei einem Sieg auf dem Opferberg wären die Elstern wieder voll im Geschäft. Allerdings ging der FCS schon früh in Führung, ein Mißverständnis zwischen Sekulic und Klenke nutzte Torjäger Marinus Bester schon in der 1. Minute zum 1:0 für den FCS. Auch das 2:0 ging in der 35. Minute auf das Konto von Bester. Ein von Rauls verwandelter Strafstoß führte noch vor der Pause zum 1:2 – Anschlußtreffer. Der zweite Durchgang stand eindeutig im Zeichen des ASV. Mit einer Vielzahl von Angriffen wurde die Hintermannschaft des FCS beschäftigt, da sich die Angreifer aber zu sehr in die Mitte orientiert hatten konnte sie das FCS – Tor nicht ernsthaft gefährden. Die Elstern zeigten die beste Leistung der letzten Woche, mußten aber geschlagen den Heimweg antreten.


Unverdiente Niederlage 

Wie mag sich wohl ein Spieler fühlen der in der Schlußminute einen Strafstoß vergibt und der Gegner im Gegenzug das Siegtor erzielt? Frank Jacobsen könnte darüber Auskunft geben. Die Elstern waren vor vierhundert Zuschauern beim SC Victoria die bessere Mannschaft und beherrschten das Geschehen auf dem Platz . Ein Sieg war zum greifen nahe. In der 86. Minute wurde der ungemein dynamische Stefan Schraub gefoult und Schiedsrichter Hell aus Seestermühe entschied zu Recht auf Elfmeter. Anstelle des als Schützen vorgesehenen Detlev Burmester griff sich Frank Jacobsen den Ball und schritt zur Exekution. Sein Schuß war zwar platziert aber zu schwach geschossen und wurde abgewehrt. Aus dem anschließenden Abschlag entwickelte sich der Gegenangriff den Muroni ( SCV ) mit dem 1 : 0 für den SC Victoria beendete. Die bessere Mannschaft war geschlagen und rutschte mit 18:18 Punkten auf den siebten Tabellenplatz.


Eugen Igels wahre Worte 

In dieser Form haben beide Mannschaften oben nichts zu suchen. Das war der Kommentar von Raspo – Trainer Eugen Igel nach dem Spiel der Elstern bei Rasensport Elmshorn. Zu Beginn der Saison äußerte sich Eugen Igel anders. Fast alle Neuzugänge, angefangen bei Trainer Werner Jaschik, liegen über dem Verbandsligadurchschnitt. Zwischen diesen Aussagen liegen neunzehn Spiele und die Elstern standen nun auf dem siebten Tabellenplatz, fünf Punkte hinter dem Tabellenzweiten, dem FC Süderelbe. Die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt. In den ersten zehn Minuten der ersten und den ersten zwanzig Minuten der zweiten Spielhälfte ließen die Rasensportler Siegeswillen erkennen und brachten Sven Marr erstmals in der 65. Minute in Verlegenheit. Die Entscheidung in diesem Spiel führte in der 78. Minute Mathias Rauls mit seinem Treffer zum 1 : 0 für den ASV herbei.


Ein Sieg der Hoffnung macht 

Auf dem ungewohnte Grandplatz, an der Landesgrenze in Wilhelmsburg, lieferten die Elstern eine gute Leistung ab und gewannen verdient mit 2:1. Den Grundstein zum Erfolg legte Mathias Rauls in der 8. Minute mit dem Führungstreffer. Dieses 1:0 war gleichzeitig der Pausenstand. Kurz nach Wiederbeginn, in der 47. Minute gestaltete Torsten Bettin mit dem Ausgleichstor das Spiel wieder offen doch in der 62. Minute wurde das gute Spiel der Elstern mit dem Tor zum 2:1 belohnt. Torschütze war Detlev Burmester. Durch diesen Erfolg konnten die Elstern an die Spitzengruppe dichter heranrücken und auf den vierten Tabellenplatz klettern.


Ende aller Hoffnungen 

Nach zuletzt zwei Siegen und dem Erreichen des vierten Tabellenplatzes sind die Spitzenplätze wieder in Sichtweite gekommen. Ein Sieg gegen den Aufsteiger Komet Blankenese könnte den „Miniaufschwung“ untermauern. Das spielerische Vermögen der Elstern reichte an diesem aber Tag nicht aus um den Gästen Einhalt zu gebieten. Auch zwei Zeitstrafen der Gäste ließen die Elstern ungenutzt verstreichen. Es kam, wie es kommen mußte: wer seine Chancen nicht nutzt, lädt den Gegner ein. Komet nahm die Einladung dankend an – Gmeinhardt brachte seine Mannschaft in der 78. Spielminute mit 1:0 in Führung . Vor 416 enttäuschten Besuchern gingen die Elstern als Verlierer vom Platz und legten die Hoffnungen in Richtung Aufstiegsrunde zu den Akten.


Sieg trotz Frust 

Die Niederlage gegen Komet hat Spuren hinterlassen, nicht nur bei der Mannschaft sondern auch bei den Elsternfans. Gegen den VfL Pinneberg fanden nur noch 161 Unentwegte den Weg an die Sander Tannen. Beide Mannschaften hatten ihre sportlichen Ziel verfehlt und so mußte auch Trainer Jaschik feststellen daß die Motivation in der Mannschaft nicht der ursprünglichen Zielsetzung entsprach. Es wurde Fußball gespielt. Ein herrliches Kopfballtor von Hartmut Harlapp in der 30. Minute wirkte auf die Mannschaft wie ein Weckruf und schon vier Minuten später erhöhte Mathias Rauls auf 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Ein weiteres Tor von Rauls führte in der 72. Minute zum Endstand von 3:0. Für beide Mannschaften war der Zug in Richtung Tabellenspitze abgefahren aber immerhin konnten die Elstern andeuten zu was sie fähig sein können.


Eine Katasptrophe 

Mit diesen Worten kommentierte Trainer Jaschik die Leistung seiner Mannschaft nach dem Heimspiel gegen das Tabellenschlußlicht TuRa Harksheide. Nach sechs Minuten brachte Mathias Rauls die ASV – Mannschaft in Führung. Eine unglückliche Aktion von Stefan Schraub führte nach zehn Minuten zum Ballverlust und dem anschließenden Ausgleichstor. Danach verloren die Elstern vollkommen den Faden und ließen jegliche klare Linie vermissen. Die Angriffsspieler drängten viel zu sehr in die Mitte und kamen zu keinen wirklich gefährlichen Torchancen. Besser machten es die Gäste aus Harksheide. In der 86. und 90. Minute erteilten Kreuz und Neupert den Elstern vor 193 Besuchern eine ganz bittere Lektion und drehten die Partie von einem 1 : 1 zu einem 3 : 1 – Erfolg.


Der VfL war die bessere Mannschaft
 

Der VfL Stade ist die Auisnahmemannschaft der Saison. Ungeschlagen, mit vierzehn Punkten Vorsprung eilte die Mannschaft ungefährdet der Meisterschaft entgegen. Daran sollte sich auch nach dem Spiel gegen den ASV nichts ändern. Nahezu programmgemäß ging der VfL in der siebten Minute mit 1:0 in Führung, aber dann mußte der VfL das erste Gegentor auf eigenem Platz hinnehmen, aus achtundzwanzig Meter schlug ein Schuß von Feye im Torgebälk ein – es stand 1:1. In der 40. Minute brachte Dirk Dammann den VfL wieder in Führung und sorgte für den 2:1 - Halbzeitstand. Zwei Minuten nach Wiederbeginn sorgte derselbe Spieler für das 3:1 für die Hausherrn. Nach dem 2:3 in der 52. Spielminute durch Burmester wurde die Überlegenheit des VfL stärker und als Sven Marr nach einem Fehler in der Hintermannschaft die Notbremse zog, gab es einen Strafstoß für den VfL. Klockmann (VfL) ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erhöhte in der 66. Minute auf 4:2. Die Elstern konnten durch Einsatzfreude überzeugen, mußten aber den verdienten Sieg des VfL anerkennen.


Keine Offenbarung 

Vierundzwanzig Punkte aus vierundzwanzig Spielen sind für einen Aufstiegsaspiranten deutlich zu wenig, die Luft war raus bei den Elstern. BU, am Ende der Saison 81 / 82 von die Elstern in die Landesliga geschickt war nun wieder da, mußte aber den Blick in Richtung Abstiegszone richten. Die erste Halbzeit blieb torlos. Das änderte sich als Mathias Rauls in der 63. Minute einen Foulelfmeter verwandelte. Vier Minuten später kam die Ernüchterung, Michael Hartz, der beste Barmbeker erzielte den Ausgleich zum 1:1. Durch diesen Punktgewinn an den Sander Tannen konnten sich die Barmbeker etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, aus Sicht der 153 Zuschauer war es aber ein mäßiges Spiel.

Spiel für die Bahnsteigkante 

Die Spielstätte des SC Sperber liegt nahe der U – Bahnhaltestelle Heubergredder und wäre jemand auf die Idee gekommen, das Spiel vom Bahnsteig aus zu beobachten hätte er wenigstens das Eintrittsgeld eingespart. Die Saison war für beide Mannschaften gelaufen und bei den Elstern spielten - diesen Eindruck mußte man in den letzten Wochen gewinnen – einige mit angezogener Handbremse. Natürlich kann man das beklagen, aber was will man von einer Mannschaft noch erwarten wenn für einige Positionen die Nachfolger bereitstehen und der Trainer ( und das soll auf keinen Fall als Kritik an Jaschik verstanden werden ! ) Abschiedsvorstellungen gibt? Zurück zur Realität. Der Auftakt verlief für die Elstern nach Maß denn nach zwei Minuten gelang Lars Lange der Führungstreffer. Die Freude hielt nur zwei Minuten an, Peter Richter egalisierte die Führung.. Noch vor der Pause ging der SC Sperber durch Holtorf in Führung. Nach dem Seitenwechsel gewann der SC Sperber zunehmend die Oberhand und sorgte für einen arbeitsreichen Nachmittag von Torhüter Sven Marr. Lediglich Stefan Schraub lieferte mit einem strammen Schuß an die Torlatte einen Arbeitsnachweis ab. Mit diesem 1 : 2 nahmen die Elstern die zehnte Saisonniederlage hin und fanden sich bei einem Punktestand von 25 : 27 auf dem achten Tabellenplatz wieder.


Mittelmaß trifft Mittelmaß 

Für beide Mannschaften, für den ASV und den Gast aus Meiendorf war die Saison gelaufen und es wurde nur noch der Spielplan abgearbeitet. In einem Spiel das nur noch statistische Bedeutung hatte brachte Stefan Schraub in der 5. Minute seine Mannschaft in Führung. Die Meiendorfer hielten dagegen und schaffte in der 27. Minute durch Torjäger Axel Radtke den 1:1 – Ausgleich. Es entwickelte sich nun eine muntere Partie mit Torchancen auf beiden Seiten wobei sich der Meiendorfer Torwart Holger Sander mehrfach auszeichnen konnte. In der 76. Minute erhöhte Stefan Schraub sein Torkonto und schoß zum 2:1 für die Elstern ein. Den Schlußpunkt setzte in der 87. Minute Mathias Rauls mit seinem Tor zum 3:1. Aufgrund der Steigerung in der zweiten Halbzeit gingen die Elstern als verdienter Sieger vom Platz.


Spiel ohne Bedeutung 

Nach zwei Spielzeiten in der Landesliga fand der SV Lurup den Weg zurück in die Verbandsliga. Frei von Abstiegssorgenkonnten auch die Luruper frei aufspielen. Sommerliche Temperaturen und 106 Besucher ( der Verfasser kann sich an ähnlich niedrige Besucherzahlen nicht erinnern ) bildeten den Rahmen für dieses Spiel. Nach einer vorsichtigen Anfangsphase gelang den Elstern in der 14. Minute durch Feye der Führungstreffer, Sekulic erhöhte in der 26. Minute auf 2:0. Der Anschlußtreffer durch Wolf ( SVL ) fiel noch vor der Halbzeitpause. Nachdem Mathias Rauls in der 52. Minute auf 3:1 erhöhen konnte verkürzte Lurup zwei Minute später auf 2:3. Für den erneuten Zweitorevorsprung der Elstern sorgte der SV Lurup selbst – Wagner unterlief ein Eigentor. Es spricht für die Moral der Luruper Mannschaft daß ihnen in der 83. Minute eine nochmalige Ergebnisverbesserung gelang. In einem abwechslungsreichen Spiel welches ganz im Zeichen der Sturmreihen stand siegten die Elstern mit 4:3.

Sieg auf dem Reinmüllerplatz 

Die Spielstätte des HEBC war Austragungsort für das letzte Auswärtsspiel der Elstern in der Saison 89 / 90. Der HEBC stand schon länger als Absteiger fest und wollte sich von seinen Anhängern mit Anstand verabschieden. Die heimischen Zuschauer wurden enttäuscht. Nach sieben Minute sorgten Mathias Rauls und Stefan Schraub für die 2:0 - Führung des ASV. In der 81. Minute war Rauls erneut erfolgreich – es stand 3:0. Danach wurde es lebhaft auf dem Reinmüllerplatz: 85. Minute 1:3 durch Giesemann, 87. Minute 1:4 durch Feye und in der 90. Minute das 2:4 durch May. Die Revanche für die peinliche 1:3-Heimniederlage war damit gelungen.


Punkteteilung im Nachbarschaftsderby 

Für einige Spieler war es eine Abschiedsvorstellung. Der scheidende Trainer der TSV Reinbek, Dr. Andreas Matthiesen ging mit fünf Spielern der TSV zu seinem neuen Verein, dem Meiendorfer SV. Auch so kann man einem Verein den Garaus machen. Ein großes Spiel war nicht zu erwarten denn etliche Spieler sehnten das Ende der Saison herbei. Es wurde aber Fußball gespielt. DerASV startete gut in die Partie und ging nach zwei Minuten durch Kassat in Führung. In der 26. Minute gelang der TSV durch Kleinert der Ausgleich. Mit seinem zweiten Tor brachte derselbe Spieler die TSV in der 43. Minute in Führung. Als im zweiten Durchgang Sven Pinz und Hartmut Harlapp eingewechselt wurden bestimmten die Elstern das Geschehen auf dem Platz und erzielten in der 69. Minute durch Rauls den 2:2-Ausgleich. Ein unterhaltsames Spiel endete vor 195 Besuchern an den Sander Tannen mit einem leistungsgerechten Unentschieden.


Eine Schlußbetrachtung 

Mit einem Punktverhältnis von 32:28 und einem Torverhältnis von 49:45 Treffern belegten die Elstern in der Abschlußtabelle den 6. Rang. Mathias Rauls war mit 22 Toren, Michael Feye, Oliver Hardekopf und Stefan Schraub je viermal erfolgreich. Dreimal trafen Andre Kassat und Detlev Burmester in das gegnerische Tor ergänzt durch Hartmut Harlapp, Dirk Klenke und Christian Sekulic mit zwei Toren. Vervollständigt wird diese Austellung durch einen Treffer von Lars Lange sowie zwei gegnerische Eigentore. Siebzehn Spieler wurden aus dem Aufgebot eingesetzt, dazu kam mit Torwart Jan Schulz ein Spieler aus der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Dirk Tietje kam zu keinem Spieleinsatz.
Gemessen an den eigenen Ansprüchen und den Prognosen vor der Saison kann dies nicht befriedigen. Zu Beginn der Saison konnte die Mannschaft die positiven Einschätzungen bestätigen. Tabellenplatz zwei nach sieben Spielen deuteten in Richtung AOL. Eine Serie von acht Spielen ohne Sieg brachte die Mannschaft ins Mittelfeld der Tabelle. Einen ähnlichen Verlauf nahm die Rückrunde. Kamen in der Hinrunde noch durchschnittlich 530 Besucher zu den Heimspielen fanden in der Rückrunde nur noch 200 Besucher den Weg an die Sander Tannen – eine gesicherte Relation zwischen Tabellenstand und Zuschauerresonanz.

Zuschauermagnet war mit durchschnittlich 781 Besuchern der VfL Stade. Seit Bestehen der eingleisigen Verbandsliga, der höchsten Hamburger Spielklasse ist es zum zweiten Mal -nach dem Hummelsbüttler SV(1981/82) - einer Mannschaft gelungen, ungeschlagen den Meistertitel zu erobern. Herzlichen Glückwunsch an den VfL Stade. Auch in der Aufstiegsrunde zur AOL konnte sich der VfL durchsetzen. Der HEBC,TuRa Harksheide und die Spvg. Ochsenwerder müssen den Weg in die Landesliga antreten. Hochachtung gegenüber der Spvg. Ochsenwerder: von vornherein als Absteiger abgestempelt überzeugte die Mannschaft durch sportliches Auftreten und nimmermüden Kampfgeist!

 

Statistik (Bitte auf die Abbildung klicken, um zu vergrößern)

 



 


Nachweis der Informationsquellen
Die Vorstellung der Aufsteiger hat sich an den passenden Passagen des Buches Fußball – Lexikon Hamburg, Verlag die Werkstatt orientiert.
Die Urdaten für die Tabellen bezüglich des sportlichen Werdeganges der Aufsteiger wurden aus dem Buch 100 Jahre Fußball in Hamburg herausgezogen.
Die Tabellen und Ergebnisdarstellungen aus dem HAB - Archiv der Verbandsligasaison 89/90 waren Grundlage der Ergebnisdarstellung der Spielzeit und der farblichen Darstellung des Saisonverlaufes.
Die Berichterstattung der Bergedorfer Zeitung wurde für die Erstellung der Kurzberichte über die Ligaspiele herangezogen. Der Dank des Verfassers für die Zusendung der Zeitungsseiten der BZ geht an Werner Heitmann. Die begleitenden Fotos wurden ebenfalls der BZ entnommen, lediglich das Bild mit M. Junke und w. Jaschik stammt aus dem HAB vom 13.9.71.
Die Saisonabschlußtabelle entstammt dem Deutschen Fußballarchiv aus dem Internet.
Fehlende Ergebnisse / Zuschauerzahlen in der Ergebniszusammenfassung sind auf eine unsichere Datenlage im HAB – Archiv zurückzuführen, das Archiv wird nur noch unvollständig bedient. Der Verfasser hat in dieser Angelegenheit umfangreich mit dem HAB korrespondiert.

Freitag, 17. Juli 2020

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1988 / 89 (von Hans-Martin Lippold)

Rückblick auf die jüngere Vergangenheit
Die Spielzeit 1988 / 89 endete für den ASV mit einem zufriedenstellenden Ergebnis – auch wenn die Erwartungen ganz andere waren. Nach drei Spielzeiten mit einem negativen Punktekonto am Ende der Saison und der vergangenen Saison mit einem ausgeglichenem Konto konnte die „Talfahrt“ in der Tabelle zumindest gestoppt werden. Klammert man die „Konsolidierungssituation“ 70 / 71 nach dem Abstieg aus der Regionalliga aus, waren die Elstern bis zur Saison 79 / 80 stets in der Spitzengruppe zu finden. Fünf Mal wurde um den Aufstieg in die Regionalliga / Amateuroberliga gespielt, der FC Bayern München wurde in der ersten DFB - Pokalrunde an den Rand einer Niederlage gebracht. Bis zum Ende der Saison waren die Elstern stets im vorderen Drittel der Tabelle anzutreffen, die drei Ausnahmen lassen sich erklären.
Ein mißglückter Start in die Saison 80 / 81 mit 4 : 10 Punkten raubte der Mannschaft schon früh die Chancen auf einen vorderen Tabellenplatz. Der Verlauf der Saison 81 / 82 deutete eine Rückkehr zu alten Zeiten an, unter Trainer Gerhard Mewes landete die Mannschaft des ASV auf dem dritten Tabellenplatz.
Turbulent verlief die Spielzeit 82 / 83. Die Elstern starteten gut in die Punkterunde und wurden Hamburger Pokalsieger. Der FC Bayern wurde den Elstern als Gegner zugelost. Trainer Mewes verließ nach Kompetenzstreitigkeiten den ASV, die Trainingsleitung übernahmen die Spieler Klaus Vogel und Lutz Bendler. Im Pokalspiel bahnte sich eine Sensation an; denn bis fünf Sekunden vor Spielende führten die Elstern 1 : 0. In der Verlängerung siegte der FC Bayern dann mit 5 : 1. Die Spielzeit 82 / 83 beendeten die Elstern auf dem elften Tabellenplatz. Danach kehrte Peter Rohrschneider auf die ASV – Trainerbank zurück und führte die Mannschaft in der Endabrechnung auf den vierten Tabellenplatz. Interne Unruhen beeinträchtigten das sportliche Geschehen und es dominierte das Mittelmaß. Der Start in die Saison 84 / 85 verlief holprig aber achtzehn Punkte am Ende der Vorrunde brachten die Elstern in die Nähe der Spitzenplätze. Nur zwei Punkte aus den ersten acht Begegnungen der Rückrunde, am Ende der Saison landeten die Elstern auf dem zehnten Tabellenplatz, die sportlichen Ziele wurden wieder verfehlt. Trainer Willi Kern mußte seinen Platz räumen.
In den ersten Jahren nach dem Abstieg aus der Regionalliga standen dominierende Spielerpersönlichkeiten auf dem Platz, die die Spielweise der Mannschaft prägten. Gemeint sind Klaus Vogel, Klaus Muruszach und Norbert Meier um hier nur einige zu nennen. Die konnten die Mannschaft „mitnehmen“ und auch ein fast schon verlorenes Spiel umdrehen, dem Verfasser fällt spontan das Ausscheidungsspiel gegen Victoria am Ende der Saison 78 / 79 ein, als Klaus Vogel in der Schlußminute das Tor zum 3 : 2 für den ASV erzielte. Solche Spielertypen wurden auf den Sander Tannen vermißt und man kommt an der Erkenntnis nicht vorbei, daß die Tabellensituation die sportliche Qualität der ASV – Mannschaft korrekt wiedergibt.

Die Zeichen der Zeit wurden wahrgenommen und die Mannschaft wurde mit zwei Neuzugängen aus höherklassigen Vereinen ergänzt. Mathias Rauls – kam von Tennis – Borussia Berlin – und bestätigte seinen Ruf als torgefährlicher Stürmer und der Ex – Norderstedter Dirk Klenke konnte der Hintermannschaft Halt und Stabilität geben. Beide Spieler sollte man aber nicht zu „Heilsbringern“ hochstilisieren, aber der so eingeschlagene Weg kann dann zu besseren Zeiten führen.

Vorstellung der Aussteiger
TuRa Harksheide 1945
„Urahn“ der TuRa Harksheide ist der am 15.8.45 gegründete SC Harksheide. 1946 wechselte der SC in den Bereich des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. Die Umbenennung in TuRa Harksheide erfolgte 1948, im gleichen Jahr wurde der SV Friedrichsgabe abgespalten. Die Rückkehr in den Bereich des HFV erfolgte 1949, eine Umbenennung in TuRa Harksheide 1945 fand 1970 statt. Die erste Punktspielsaison der TuRa endete 1950 mit dem Titelgewinn in der untersten Spielklasse, der damaligen A – Klasse Hamburg / 5. Liga. Von 1950 bis 1970 war TuRa überwiegend in der dritthöchsten Hamburger Spielklasse ( Kreisklasse, Bezirksklasse, Bezirksliga ) unterwegs. In diese Zeit fiel 1958 ein Abstieg in die unterste Spielklasse und ein zweijähriges Gastspiel (65 – 67 ) in der zweithöchsten Spielklasse. Endgültig festsetzen in dieser Liga konnte sich TuRa im Jahre 1970. Nach drei Jahren spielte TuRa zwei Serien (73 - 75) in der höchsten Hamburger Spielklasse und kehrte 1975 in die Landesliga zurück. 1985 erfolgte der Abstieg in die Bezirksliga die aber 1987 nach dem Titelgewinn in Richtung Landesliga / Hammoniastaffel wieder verlassen wurde. Im Jahre 1988 wurde auch hier der Titel errungen und der Aufstieg in die Hamburger Verbandsliga perfekt gemacht.

Hamburg –Eimsbütteler Ballspielclub
Dem HEBC von 1911 ging die Gründung des SC Elbe 1911 Hamburg und1912 die Gründung des Harvestehuder FC 1912 voraus. 1913 vereinigten sich diese beiden Vereine zum Hamburger BC, genannt HBC. Zeitgleich erfolgte die Gründung des Harvestehuder FC 1913, dieser ging 1920 im Großborsteler TV 1848 auf. Eine Fusion vom Hamburger BC SC 1920 und dem Eimsbütteler SC 1920 führte dann zum HEBC. Mit Sport 01 bildete der HEBC von 1943 bis 1945 zusammen mit dem SV 1901 Hamburg die KSG HEBC / Sport 01. Aus dem SV 0901 Hamburg ging der Eimsbütteler SV Grün – Weiß v. 1901 hervor.
Ab 1949 nahm der HEBC am Spielbetrieb des HFV in der höchsten Hamburger Spielklasse teil. Die Anzahl der Abstiege und Wiederaufstiege rechtfertigen die Bezeichnung Fahrstuhlmannschaft. In den bisherigen dreiundvierzig Spielzeiten traf man den HEBC 13 Jahre in der höchsten Hamburger Spielklasse an, 22 Landesligaspielzeiten wurden unterbrochen durch acht Spielzeiten in der Bezirksliga. Der Vizemeisterschaft in der Hammoniastaffel und dem Aufstieg am Ende der Saison 87 / 88 gingen fünf Jahre Landesliga voraus. Verbunden wird der Name HEBC stets mit der sportlichen Herkunft des ersten Oberligatorhüters der Elstern, Heinrich Kokartis

TSV Ahrensburg
Die Ursprünge des TSV Ahrensburg gehen bis in das Jahr 1875 zurück – Gründung des Ahrensburger MTV. Nach Fusionen, Abspaltungen und Umbenennungen kam es zwischen 1932 bis 1934 zur Bildung der Fußballgemeinschaft SK Ahrensburg und dem FC Bargteheide. 1943 gab es einen Zusammenschluß von Ahrensburger FB ( aus dem MTV hervorgegangen ), dem SK Ahrensburg und dem Ahrensburger THC zum Ahrensburger TSV 1874. Im Jahre 1945 erfolgte die Wiedergründung nach der Zwangsauflösung im Jahr 1943. Eine Abspaltung von Teilen des Vereins führte 1952 über den VfL Ahrensburg zum FC Ahrensburg.
Der Start in den Punktspielbetrieb des HFV erfolgte zur Saison 1947 / 48 und führte den TSV nach drei Aufstiegen in die höchste Hamburger Fußballklasse. Mit einer Unterbrechung ( 58 / 59 ) hielt sich der TSV bis 1962 in dieser Spielklasse. Es folgten fünf Jahre Landesliga und elf Jahre Bezirksliga. Die Rückkehr in die Landesliga erfolgte zur Saison 79/79. Nach zwei weiteren Jahren in der Bezirksliga ( 81 – 83 ) kehrte der TSV in die Landesliga zurück. Zum Ende der Spielzeit 1987/88 wurde in der Hansastaffel der Titel gewonnen und der Aufstieg in das Hamburger Oberhaus sichergestellt.

Der sportliche Werdegang der drei Aufsteiger ist in einer tabellarischen Übersicht im Anhang zu diesem Bericht abgebildet. Für die Benennung der Spielklassen wurden die 1989 gültigen Bezeichnungen gewählt.

Änderungen im Spieleraufgebot
Viele Wechsel bahnen sich im Laufe der Rückrunde an und manche Gedanken werden in dieser Zeit auch wieder ad acta gelegt. So stellte Stefan Schraub seine Überlegungen hinsichtlich eines Wechsels nach Wilhelmsburg nach einem Gespräch mit Sponsor Günther Wunder zurück. Dieter Kawohl beendete sein Gastspiel beim ASV und kehrte zu Altona 93 zurück, Uwihs und Jaenisch zog es an den Mühlenredder zur TSV Reinbek und Jens Muruszach folgte vielen früheren Elstern zum SV Börnsen. Diesen vier Spielerabgängen folgten eine vergleichbare Zahl von Neuzugängen wobei ganz offenkundig der SC Norderstedt ein gutes Sprungbrett Richtung Sander Tannen ist – Lars Lange und Fleming Nielsen schlugen ihre Zelte in Bergedorf auf und verstärkten die „Norderstedt – Fraktion“ an den Sander Tannen. Auch Thorsten Bettin von der Wilhelmsburger Viktoria muß man als Verstärkung ansehen. Ergänzt wird der Kader durch Thomas Koopmann ( West – Eimsbüttel ) und Ahrens (Winsen ). Den abgewanderten Spielern darf man in der neuen Umgebung viel Erfolg wünschen wie auch den Neuzugängen im Kader der Elstern.
Einen Wechsel gab es auch auf der Trainerbank des ASV. Der Platz von Rainer Wysotzki wurde zur neuen Saison von Manfred Junke eingenommen, einem alten Bekannten der von 1977 bis 1979 die Geschicke der Elstern lenkte. Rainer Wysotzki blieb dem ASV in anderer Funktion erhalten.

Die neue Saison
Am 13. / 14.8.88 startete die Hamburger Verbandsliga in ihre 44. Saison

Punkteteilung gegen Süderelbe
486 Besucher fanden den Weg an die Sander Tannen um den Start der Elstern in die neue Saison zu
begleiten. Erster Gegner war der FC Süderelbe. Wie immer waren die Erwartungen an Mannschaft und Trainer sehr hochgesteckt und wurden von einer kritischen Öffentlichkeit begleitet. Nach torloser erster Halbzeit machte sich auf den Rängen Ernüchterung breit denn Warbende ( FCS ) brachte in der 74. Minute seine Mannschaft mit 1 : 0 in Führung. Zwei Minuten vor Spielende schlug die Stimmung um denn Neuzugang Thorsten Bettin gab seinen Einstand und erzielte den Ausgleichstreffer. Immerhin wurde Trainer Manfred Junke ein Wunsch erfüllt: Ernst Kruck, Herausgeber und Verleger der Fussballvorschau wurde neuer Ligaobmann bei den Elstern.

Kein gutes Pflaster für die Elstern
In den letzten Jahren hat sich der SC Sperber stets als unbequemer und hartnäckiger Gegner erwiesen und so manches Mal haben sich die Elstern an diesem Gegner die Zähne ausgebissen. Dabei begann es in Alsterdorf gut für den ASV denn Mathias Rauls brachte die Elstern nach vierzehn Minuten in Führung. Zu einem psychologisch sehr ungünstigem Zeitpunkt, nämlich in der 44. Minute glich der SC Sperber durch Richter aus. Es kam noch schlimmer, denn in der 88. Minute waren die Elstern geschlagen als Schützenberg ( SCS ) den Elsterntorwart zum 2 : 1 überwinden konnte. Niederlagen so kurz vor Schluß sind natürlich ganz bitter – aber so ist der Fußball!

Der Nachbar ließ die Punkte liegen
Am dritten Spieltag der noch neuen Saison kam der Barsbüttler SV an die Sander Tannen. Die 434 Zuschauer sahen zunächst eine Halbzeit ohne Höhepunkte, dann war Mathias Rauls erfolgreich, sein Treffer in der 64. Minute bedeutete das 1 : 0 für den ASV. In der 84. Minute stellte Achim Spreckelsen den Endstand von 2 : 0 her. Nach drei Spielen ein Punktestand von 3:3 führten die Elstern auf Tabellenplatz sieben.

Die Grenzen aufgezeigt
Nur wenig Erfreuliches gab es vom Spiel der Elstern bei Rasensport Elmshorn zu berichten. Früh gingen die Rasensportler in Führung ( Brandt, 5. ). Kurz vor der Halbzeitpause gelang Thorsten Bettin der Ausgleichstreffer. Nach dem Seitenwechsel wurde Torschütze Brandt zum Mann des Spiels. Nachdem Liedtke ( Raspo ) auf 2 : 1 in der 52. Minute erhöht hatte traf Brandt in der 57. und 76. Minute zum Endstand von 4 : 1 für die Platzherrn. Insbesondere im Abwehrverhalten offenbarten die Elstern große Schwächen und so hatten die gut aufgelegten Rasensportler keine Mühen den Elstern ihre Grenzen deutlich aufzuzeigen.

Torlos gegen Glashütte 
Über das Gastspiel der Glashütter an den Sander Tannen wurde im HAB nichts berichtet, nur soviel: 286 Besucher sahen ein Fußballspiel ohne Tore


Sieg auf dem Reinmüllerplatz 
Die Torfolge in diesem Spiel deutet auf eine abwechslungsreiche Partie hin. Die Elstern erwischten einen guten Start und gingen durch Rauls bereits in der 4. Minute in Führung aber an diesem Spielstand konnten sich die Elstern nicht lange freuen, denn in der 8. Minute gelang Spannoyannis der Gleichstand. Zehn Minuten später, in der 18. Minute gingen die „Vierbuchstabenmänner“ durch May in Führung, mußten aber kurz vor dem Pausenpfiff durch Thorsten Bettin den Ausgleich hinnehmen. Alles deutete darauf hin, daß der 2 : 2 – Halbzeitstand auch das Endergebnis ist aber in der Schlußminute war Hartmut Harlapp zur rechten Zeit am rechten Ort und traf zum 3 : 2 für den ASV.

Punkteteilung im Derby
Das Derby im Osten der Hansestadt war dem HAB keinen Bericht wert. Das Spiel erweckte immerhin das Interesse von 520 Zuschauern. Diese sahen in der 22. Minute die 1 : 0 – Führung durch Achim Spreckelsen, der Ausgleichstreffer durch Frieber fiel unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Im zweiten Durchgang warteten die Besucher vergeblich auf weitere Tore, so daß dieses Spiel 1 : 1 endete.

Umschwung nach der Pause
Als die Amateure des HSV in der 31. Minute durch Hirsch 1 : 0 in Führung gingen schienen die Weichen für den HSV in Richtung Sieg gestellt aber Trainer Junke hatte ein glückliches Händchen und nahm in der Mannschaft Wechsel vor. Mit Lars Lange und Stefan Schraub schickte er zwei weitere Stürmer auf den Platz und intensivierte das Sturmspiel seiner Mannschaft. Die Partie kippte. In der 57. Minute wußte sich der HSV – Torwart nur noch durch eine Regelwidrigkeit gegen Mathias Rauls zu helfen – den fälligen Strafstoß setzte Thorsten Bettin zum 1 : 1 – Ausgleich in die Maschen des HSV – Tores. Dem folgte in der 70. Minute das 2 : 1 durch Mathias Rauls. Drei Minuten später meldeten sich die Rothosen in die Partie zurück, Marcus Marin traf zum 2 : 2 – Ausgleich. Der Torhunger von Rauls war aber noch nicht gestillt, sein zweiter Treffer in diesem Spiel führte in der 79. Minute zum 3 : 2 für den ASV. Damit nicht genug, zwei Minuten vor Spielende war Fleming Nielsen zum 4 : 2 erfolgreich.

Mit nunmehr 7:7 Punkten belegten die Elstern den 7. Tabellenplatz. Im Mittelfeld der Tabelle herrschte großes Gedränge. Zwischen dem zweiten und dem zwölften Tabellenplatz waren nur drei Zähler Differenz. Abgeschlagen waren die Nachbarn aus Barsbüttel, bei 1 : 13 Punkten kommt keine Freude auf.

Negativerlebnis an der Hoheluft 
Thorsten Bettin hat ganz bestimmt schon schönere Tage in seiner Laufbahn erlebt. In der 16. Minute scheiterte er mit einem Strafstoß an Victoriatorhüter Wolfgang Kayser und in der 29. Minute unterlief ihm ein Eigentor. Mit diesem 1 : 0 für den SC Victoria ging es in die Halbzeitpause. Mit frischem Elan kamen die Mannschaften aus der Kabine und in der 50. Minute fiel der Ausgleichstreffer – Dirk Klenke war mit einem Strafstoß erfolgreich. In der Schlußphase der Begegnung hatte Victoria die Nase vorn. In der 77. und 89. Minute machten Muroni und Thießen aus dem 1:1 ein 3:1 und schickten die Elstern mit der dritten Saisonniederlage geschlagen nach Hause. Am Ende des Tages standen 9:9 Punkte und der achte Tabellenplatz zu Buche.

Der Neuling mußte Federn lassen
Nach einer Abwesenheit von sechsundzwanzig Jahren war der TSV Ahrensburg, beheimatet im Kreis Stormarn, in das Hamburger Oberhaus zurückgekehrt. Vor 330 Besuchern an den Sander Tannen gingen die Gäste in der 15. Minute durch einen von Siegel verwandelten Handelfmeter in Führung, damit war auch das Halbzeitergebnis markiert. Nach der Pause schien eine andere ASV – Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Es begann mit dem Ausgleichstor in der 49. Minute durch Thorsten Bettin. In der 66. Minute gingen die Elstern nach einem Tor von Dirk Klenke mit 2:1 in Führung. Danach schlug die Stunde von Mathias Rauls, seine Tore in der 70. – 80. und 88.Minute sicherten dem ASV einen ungefährdeten 5:1 – Erfolg. Auf Grund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war der Sieg auch in dieser Höhe verdient.

Fußball wie er nicht sein soll 
Es deutete alles auf einen harmonischen Verlauf des Nachmittages hin als Mannschaftskapitän Dirk Klenke vor dem Spie gegen den VfL Pinneberg dem Mannschaftsbetreuer Hein Häring für seine zwanzigjährige Tätigkeit im Dienste der Mannschaft einen Blumenstrauß überreichte. In der achten Spielminute überwand Stefan Schraub den Pinneberger Torhüter mit einem strammen Schuß aus spitzem Winkel - es stand 1:0 für den ASV. Zwei Minuten später dann der Bruch im Spiel als Neuzugang Henry Stöver ( kam aus der DDR zu den Elstern ) mit einem bitterbösen Foul aus dem Spiel getreten wurde. Knöchelbruch und Bänderriß waren für Stöver die Folge, der Pinneberger Spieler sah für diese Aktion die gelbe Karte. Ob der Schiedsrichter seinen besten Tag hatte lassen wir an dieser Stelle dahingestellt. In der Folgezeit gab es vier gelbe Karten, Zeitstrafen für Stefan Schraub und VfL – Spieler Koll und in der 48. Minute Feldverweise nach einer Rangelei für Mathias Rauls und Ingo Kock (VfL ) Vom ASV – Förderkreis und auch von der Mannschaft gab es eine Spende für Henry Stöber. Im HAB war ein einfühlsamer Artikel von Trainerlegende Herbert Kühl nachzulesen, dieser ist dem Bericht beigefügt. Die 257 Zuschauer werden dieses Spiel nicht in guter Erinnerung behalten.


Ein Punkt an der Landesgrenze 
Insider wissen es natürlich, die Landesgrenze ist Spielstätte der Viktoria Wilhelmsburg – Veddel. Hier erwarteten 600 Besucher das Spiel der Viktoria gegen die Elstern. Mit einer 1:0-Führung für die Viktoria ( Thießen in der 39. Minute ) ging es in die Pause und es dauerte bis zur 71. Minute ehe Stefan Schraub zum 1:1 traf.

Die Elstern rutschten vom fünften auf den sechsten Tabellenplatz, die Viktoria konnte die Tabellenführung verteidigen. Einen Punkt und zwei Tabellenplätze hinter den Elstern rangierte die TSV Reinbek, düster hingegen die Situation in Barsbüttel: 3:19 Punkte verheißen nichts Gutes.

Keine Info 
Die HAB – Ausgabe vom 31.10.89 wurde nicht archiviert, somit kann über das Spiel der Elstern gegen TuRa Harksheide nichts berichtet werden. Das Ergebnis wurde aus den Tabellen vor und nach dem Spieltag ermittelt. Die Gäste aus Harksheide nahmen nach einem 1:0 – Erfolg an den Sander Tannen die Punkte mit.

Klassespiel am Deepenhorn 
Den 308 Besuchern am Deepenhorn wurde von beiden Mannschaften eine Klassepartie geboten. Auch der Meiendorfer Trainer Horst Kracht fand für die Elstern lobende Worte nach dem 2:1 – Erfolg der Elstern. In der 17. Minute konnte Stefan Schraub einen Konter erfolgreich zum 1:0 abschließen doch schon in der 25. Minute folgte durch Wienholtz ( MSV ) der Ausgleichstreffer. Mit
fortschreitender Spieldauer intensivierten die Meiendorfer ihr Angriffsspiel und drückten auf den Ausgleich. Das schuf für die Elstern Platz zum kontern und in der 73. Minute war es dann soweit: Spielmacher Thorsten Bettin schickte Lars Lange mit einem langen Paß auf die Reise und der überwand MSV – Torhüter Wroblewski zum 2:1 für den ASV. Beide Mannschaften konnten spielerisch und kämpferisch überzeugen. Beste Spieler in Reihen der Elstern waren Dirk Klenke, Stefan Schraub und Fleming Nielsen.

Punkteteilung gegen Stade 
Zum Ende der Hinrunde waren die Elstern Gastgeber für den VfL Stade. Mit einem Sieg hätten sich die Elstern an die vorderen Tabellenplätze heranarbeiten können, aber da war ja noch der Gegner auf dem Platz. In der 29. Minute untermauerte Dirk Klenke die Hoffnungen auf zwei Punkte, er traf mit einem Foulelfmeter zum 1:0 für den ASV. Dieses Ergebnis hatte bis zum Pausenpfiff Bestand. Auch im zweiten Durchgang änderte sich lange Zeit nichts. Bis zur 85. Spielminute als Steenboock (VfL ) einen indirekten Freistoß ins Tor der Elstern verlängerte. Das Spiel hatte nur durchschnittliches Niveau, so daß man das Unentschieden als gerecht ansehen kann.

Zum Ende der Hinrunde hatten die Elstern 16:14 Punkte auf dem Konto und standen auf dem sechsten Tabellenplatz. Da die meisten Mannschaften weniger Spiele als die Elstern ausgetragen ist die Tabelle nur begrenzt aussagefähig. Relativ am besten stand die Viktoria aus Wilhelmsburg da mit 18:6 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz hinter den Amateuren des HSV mit 21:7 Zählern. Die TSV Reinbek kam nach 14 Spielen auf eine ausgeglichene Bilanz von 14:14 Punkten. Ganz finster sah es in Barsbüttel aus. Bei 3:25 Punkten kann man für die Landesliga planen.

Niederlage in Unterzahl 
Wer beim Tabellenzweiten antritt, muß sich auf einen anspruchsvollen Gegner einrichten und die volle Konzentration auf das sportliche Geschehen richten, aber wenn man eine Halbzeit nur zehn Spieler auf dem Feld hat kann die Sache dann schiefgehen. Der Gastgeber, der FC Süderelbe, ging in der 25. Minute durch Kreso Kovacec in Führung doch in der 40. Minute konnte Mathias Rauls ausgleichen. Ein Foulspiel von Stefan Schraub ahndete Schiedsrichter Beckmann in der 44. Minute mit einem Platzverweis. Die so geschwächte Bergedorfer Mannschaft konnte in der 53. Minute das 1 : 2 durch Marinus Bester nicht verhindern. Als auch noch Thomas Kooppmann drei Minuten vor Spielende vom Feld gewiesen wurde war es um die Elstern geschehen und die Mannschaft verließ geschlagen das Feld.

Zwei Punkte gegen Sperber 
Der SC Sperber, mit fünfunddreißig „Dienstjahren“ Stammgast in Hamburgs Eliteliga war Gast an den Sander Tannen. Die 221 Besucher erlebten einen gut aufgelegten Mathias Rauls der mit zwei Toren in der 38. und 61. Minute für eine Vorentscheidung sorgte. Der Anschlußtreffer in der 73. Minute durch Neu konnte dem Spiel keine Wendung geben.

Pflichtsieg beim Tabellenschlußlicht 
Zu diesem Spiel liegen dem Verfasser keine Informationen vor. Die Elstern siegten in Barsbüttel mit 2:0. Nach diesem Sieg kletterten die Elstern auf den vierten Tabellenplatz. Um Punktestand und Tabellenplatz einordnen zu können hier ein Ausschnitt aus der Tabelle

1. HSV 18 Spiele 26:10 Punkte
2. Süderelbe 17 Spiele 24:10 Punkte
3. VfL Pinneberg 18 Spiele 22:14 Punkte
4. ASV 19 Spiele 22:16 Punkte
16. Barsbüttel 19 Spiele 8:30 Punkte

Vorsprung nicht gehalten 
Die schnelle 2:0 – Führung beim Glashütter SV nach zwei Toren von Mathias Rauls in der 5. und 19. Minute konnten die Elstern nicht über die Zeit bringen. Unmittelbar nach Wiederanpfiff , in der 46.
Minute gelang Pape der 1:2-Anschlußtreffer. Nach weiteren zehn Minuten beendete Skaritsch die Hoffnung der Elstern auf einen doppelten Punktgewinn durch sein Tor zum 2:2. Da der HSV und der VfLPinneberg ihre Spiele gewinnen konnten war der Vormarsch der Elstern in Richtung Tabellenspitze gestoppt.

Ein herber Rückschlag 
Noch waren die Chancen der Elstern auf einen vorderen Tabellenplatz vorhanden, um diese aufrechtzuhalten mußte das Spiel gegen den HEBC gewonnen werden. Es fing auch gut an für den ASV denn nach zwölf Minuten brachte Hartmut Harlapp seine Mannschaft in Führung. Die Freude hielt nicht lange an, in der 16. Minute gelang May das Ausgleichstor. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. In der 54. Minute gelang den Gästen aus Eimsbüttel durch Spannoyannis die 2 : 1- Führung. Die hatte bis zehn Minuten vor dem Abpfiff Bestand, dann gelang Rauls der Treffer zum 2:2. Mußte man ein 2:2 schon als Enttäuschung ansehen, kam es in der 87. Minute noch schlimmer, Stamer brachte den HEBC mit 3:2 in Führung. Mit diesem Resultat wurde das Spiel nach neunzig Minuten beendet, für die Elstern eine bittere Enttäuschung.

Ausgleichende Gerechtigkeit? 
Derbies haben angeblich ihre eigenen Gesetze und die wurden am Reinbeker Mühlenreder im Paul-Luckow Stadion auf den Prüfstand gestellt. Das Derby gegen den ASV wollten 350 Zuschauer verfolgen und die hatten – sofern sie TSV - Anhänger waren – allen Grund zur Freude denn Frieber brachte die TSV mit Toren in der 12. und 60. Minute mit 2:0 in Führung. In der 51. Minute wurde der Reinbeker Felix van der Steen nach einem Zweikampf mit Sven Pinz des Feldes verwiesen – eine zu harte Entscheidung. Die geschwächten Reinbeker mußten dann das 1:2 durch Torsten Bettin hinnehmen. Sieben Tage zuvor mußten die Elstern kurz vor dem Abpfiff das 2:3 gegen den HEBC hinnehmen, diesmal der umgekehrte Fall – eine Minute vor Spielende gelang Mathias Rauls der Ausgleichstreffer. Mit 2:2 trennten sich die TSV Reinbek und der ASV.

Erneut ein spätes Tor
Bei Spielen der Elstern vorzeitig nach Hause zu gehen birgt das Risiko, daß man das Endergebnis erst am nächsten Tag in der Zeitung lesen kann. Dies wäre auch nach dem Gastspiel der HSV – Amateure an den Sander Tannen der Fall. Sehr lange konnten die Elstern den Favoriten vom Rothenbaum Paroli bieten und bis kurz vor dem Abpfiff sah es nach einer Punkteteilung aus aber in der 87. Minute kam es zu einem Handspiel im Bergedorfer Strafraum. Ex-Profi Jürgen Milewski ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und überwand den Elstern-Torhüter zum 0:1. Zu diesem Zeitpunkt standen nur noch zehn Elstern auf dem Platz denn Hartmut Harlapp ließ sich zu einer sehr häßlichen Aktion hinreißen – er spukte seinem Gegenspieler in der 79. Minute ins Gesicht.
Das HFV-Sportgericht sperrte ihn für sechs Spiele. Am Ende dieses Spieltages fanden sich die Elstern mit 24:22 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz wieder.

Duell mit späten Toren 
An die großen Duelle früherer Jahre erinnerte nur noch die Farbe der Spieltrachten- Blau/Gelb gegen Schwarz/Weiß. Zum Spiel des ASV gegen Victoria verloren sich gerade noch 207 Besucher an den Sander Tannen auf den Rängen. Beide Mannschaften, auch die Victoria waren im Mittelmaß angekommen. Der ASV, mit 23:21 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz traf auf die Victoria, mit 17:27 auf Platz 13 nicht frei von Abstiegssorgen. Die erste Halbzeit verlief torlos und als Dirk Klenke in der 79. Minute einen Foulelfmeter verwandelte rechneten die meisten der Besucher mit einem Sieg des ASV aber drei Minuten später zeigte der Schiedsrichter im ASV-Strafraum auf den ominösen Punkt und Pohlmann (SCV) verwandelte zum 1:1. Mit diesem Ergebnis ging diese Partie zu Ende.

Späte Tore zum zweiten  
Der Spielverlauf des Spieles der Elstern beim TSV Ahrensburg hatte Ähnlichkeit mit dem zeitlichen Ablauf der Begegnung des Vorwochenendes. In der 82. Minute gelang den Ahrensburgern durch Schmidt die Führung, mußten aber zwei Minuten später durch Lars Lange den Ausgleich hinnehmen. So endete auch diese Begegnung unentschieden 1:1

Teilerfolg in Pinneberg
Die Hoffnungen des VfL Pinneberg auf einen der vorderen Tabellenplätze waren nur noch theoretischer Natur. Zu groß war der Abstand zu Süderelbe und dem HSV und daß die ihre restlichen Spiele verlieren war nicht zu erwarten. Ungeachtet dessen ging der VfL durch Becker in der 43. Minute in Führung. Die Siegeshoffnungen des VfL bestanden bis zur 79. Minute, dann gelang Hauke Müller der Ausgleichstreffer. Die Elstern spielten zum dritten Mal in Folge 1:1, Ergebnisse, die den ASV in der Tabelle nicht voranbringen konnten. Mehr noch – von den letzten sieben Spielen konnte keines gewonnen werden. Zwei Niederlagen und fünf unentschiedene Spiele führten die Elstern vom vierten auf den achten Tabellenplatz.

Niederlage gegen Wilhelmsburg 
Die Gäste aus Wilhelmsburg, die Viktoria, richteten ihren Blick auf die vorderen Tabellenplätze. Der Abstand zum Tabellenzweiten, den Amateuren des HSV , betrug bei noch fünf ausstehenden Spielen vier Minuspunkte. Die Viktoria brauchte also noch jeden Punkt um die letzten Chancen aufrecht zu erhalten, für die Elstern war der Zug nach oben schon abgefahren. Die Viktoria war sich der Lage absolut bewußt und ging nach torlosem ersten Durchgang durch zwei Tore von Block in der 59. und 65. Minute 2:0 in Führung. In der 74. Minute gelang Stefan Schraub mit dem Tor zum 1:2 eine Ergebnisverbesserung, zu mehr reichte es aber nicht.

Das Punkteverhältnis von 27:27 reichte nur noch zum neunten Tabellenplatz, die Viktoria erhielt sich die Minimalchance auf den zweiten Tabellenplatz da der HSV in Elmshorn einen Punkt liegen ließ.

Sieg in Harksheide 
Für Dienstag, 4.5.89 war das Spiel der Elstern bei TuRa Harksheide angesetzt. Das Spiel fiel aus und über die Neuansetzung konnte nichts in Erfahrung gebracht werden. Die Rückrechnung in den Tabellen vor und nach dem Spiel führte zu einem 2:1-Erfolg des ASV bei TuRa Harksheide.

Der höchste Saisonsieg 
Die Fronten waren geklärt, die Plätze an der Sonne waren an den HSV und den FC Süderelbe vergeben. Der Begriff “Goldene Ananas“ soll hier nicht strapaziert werden. aber für die beiden Kontrahenten, den ASV und den Meiendorfer SV ging es um nichts mehr. Das letzte Heimspiel hatten die Elstern gegen den MSV auszutragen. Es sollte das Spiel eines Mannes werden, nämlich Thorsten Bettin. Thorsten Bettin wird die Elstern am Ende der Saison wieder verlassen und nach Wilhelmsburg zurückkehren. Durch seine Leistung im letzten Heimspiel wird man ihn mit Sicherheit in bester Erinnerung behalten. Der ehemalige Meister, der Meiendorfer SV wurde an den Sander Tannen auseinandergenommen. Es begann in der 11. Minute mit einem Tor von Achim Spreckelsen. Dem ließ Bettin in der 18. Minute das 2:0 folgen. Den Pausenstand von 3:0 führte Hartmut Harlapp in der 29. Minute herbei. Zwei weitere Tore von Torsten Bettin in der 54. und 86. Minute sorgten für den 5:0 – Erfolg der Elstern über den alten Rivalen aus Meiendorf. Dies war gleichzeitig der höchste Saisonsieg der Elstern und ein standesgemäßer Ausstand von Thorsten Bettin.

Saisonausklang in Stade 
Das letzte Spiel der Saison 88/89 hatten die Elstern beim VfL Stade auszutragen. Der VfL hatte sich durch lediglich vier Punkte aus den letzten fünf Spielen um alle Hoffnungen auf einen der beiden ersten Tabellenplätze gebracht. Die Elstern standen im Mittelfeld der Tabelle, für beide Mannschaften hatte das Spiel nur noch statistische Bedeutung. Entsprechend war auch die Zuschauerresonanz – es kamen nur 100 Besucher. Spielerische und kämpferische Höhepunkte waren von diesem Spiel nicht zu erwarten. Über den Spielverlauf wußte das HAB nichts zu berichten. Nach torloser erster Halbzeit gelangen dem VfL Stade durch Havelmann und Burfeind zwei Tore, die zum 2:0 - Sieg des Vfl über die Elstern ausreichten.

Ein Rückblick 
Mit dieser Niederlage beendeten die Elstern die Saison 1988 / 89. Ein Punktverhältnis von 31 : 29 wies den Elstern den neunten Tabellenplatz zu, gegenüber der Vorsaison eine nur unwesentliche Verbesserung. Die sportliche Zielsetzung – Erreichung der Aufstiegsrunde zur Amateuroberliga wurde erneut verfehlt. Eines sollte trotzdem positiv hervorgehoben werden. die achtundvierzig erzielten Tore liegen über der Torquote der letzten Jahre. Folgende Akteure waren an dieser Ausbeute beteiligt: Mathias Rauls mit 16 Toren, Thorsten Bettin war mit 9 Treffern erfolgreich gefolgt von Hartmut Harlapp mit 6 Toren. Stefan Schraub überwand 5 Mal gegnerische Torhüter. Achim Spreckelsen und Dirk Klenke waren mit je 4 Toren erfolgreich, zweimal traf Lars Lange und Fleming Nielsen sowie Hauke Müller schossen je einTor. Der führende Platz in der Zuschauerstatistik gehört der Vergangenheit an, 324 Besucher im Schnitt weisen dem ASV den fünften Rang in dieser Aufzählung zu.
Meister der Verbandsliga wurden die Amateure des HSV vor dem FC Süderelbe, an beide Mannschaften herzliche Glückwünsche. In der Aufstiegsrunde zur AOL konnten sich die HSV-Amateure gegen den VfB Kiel, den Blumenthaler SV und den VfR Osterode durchsetzen. Der FC Süderelbe scheiterte in der Aufstiegsrunde an TuS Esens und dem VfB Lübeck.

Der TSV Ahrensburg, der Glashütter SV und der Barsbütteler SV haben sich Richtung Landesliga verabschiedet.

Statistik (Zum Vergrößernbitte die Abbildungen anklicken)





Sportlicher Werdegang der Aufsteiger:








Angabe der Informationsquellen Der Text der Kurzberichte orientiert sich an der Berichterstattung im HAB wie auch die Informationen hinsichtlich der Spielerwechsel und die Saison – Abschlußtabelle. Ebenso stammt das Foto mit Stefan Schraub und Sven Pinz aus dem HAB. Aus der Bergedorfer Zeitung wurden die beiden Fotos von Sven Pinz und Mathias Rauls entnommen. Die Daten der Aufsteiger in die Verbandsliga entstammen dem Buch 100 Jahre Fussball in Hamburg, herausgegeben vom Präsidium des Hamburger Fußballverbandes.

Mittwoch, 8. Juli 2020

Nachruf Bernd Enge

Die Nachricht macht betroffen!
In der Nacht zum Sonnabend, dem 5. Juli, ist Bernd Enge im Alter von zweiundsiebzig Jahren einem Herzleiden erlegen.Der studierte Betriebswirt entdeckte seine Leidenschaft für den Fussballsport in den Jugendjahren beim HEBC.
Ins Rampenlicht trat er als treibende Kraft beim FC Süderelbe, den er bis in die oberste Hamburger Spielklasse führte.
Danach lenkte er über zwei Jahre - 1990 bis 1992 - die sportlichen Geschicke der Fußballer der ASV - Ligamannschaft. Höhepunkt seiner Tätigkeit bei den Elstern war der Pokalsieg gegen die Amateure des FC St. Pauli im Mai 1992 in einem mitreißenden Spiel. 
Neben seinen Tätigkeiten beim SC Concordia und später beim Hamburger Sportverein widmete er sich erfolgreich seinen Aufgaben als Geschäftsführer eines Lebensmittelkonzerns. 

Eine Devise hat ihn geprägt: Es gibt kein Eigentum sondern nur eine zeitlich begrenzte Nutzung.Diesem Motto folgend engagierte sich Bernd Enge bei Projekten von Schauspieler Karl Heinz Böhm für die Ätlhiopiemhilfe und für Hilfsmaßnahmen in der dritten Welt.Bernd Enge stand im Kreise seiner Kollegen in hohem Ansehen.In seiner Familie sowie im Freundes - und Bekanntenkreis hinterläßt er einenicht zu schließende Lücke

Samstag, 16. Mai 2020

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1987 / 88 (von Hans-Martin Lippold)


Rückblick auf die Vorsaison
Ein Rückblick auf die vergangene Saison 1986 / 87 soll den nun vorliegenden Bericht einleiten. Für den ASV war die Rückrunde der Serie 86 / 87 absolut unerfreulich. Sieben aufeinanderfolgende Niederlagen führten den ASV von einem aussichtsreichen vierten Tabellenplatz auf Rang dreizehn. Dreimal nacheinander wurde eine Saison mit einem negativen Punkteverhältnis abgeschlossen, damit konnte man die Elstern nicht mehr in den Kreis der Hamburger Spitzenmannschaften einreihen. Die Ursachen konnten in den vorangegangenen Berichten nicht eindeutig dargestellt werden auch wenn Hinweise auf eine Schwächung der Mannschaft durch den Einsatz von Ersatzspielern im Einzelfall plausibel erscheinen mögen. Bei anderen Vereinen wurde in solchen Fällen der Trainer zur Disposition gestellt. Nicht so bei den Elstern – Rainer Wysotzki wurde nicht in Frage gestellt.
Die Amateure des HSV verspielten am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde zur AOL den schon sicher geglaubten Aufstieg. Besser machte es der SC Norderstedt. Denen gelang am letzten Spieltag der Aufstiegsrunde der Sprung in die Amateuroberliga. Bei den beiden Tabellenzweiten der Landesligen – Holsatia Elmshorn in der Hammoniastaffel und dem Bramfelder SV in der Hansastaffel kam Freude auf denn beide zweite Plätze berechtigten beide Vereine zum Aufstieg in die Verbandsliga Hamburg. Sie begleiteten die Titelträger, den VfL Stade aus der Hammoniastaffel sowie den Glashütter SV aus der Hansastaffel in das Hamburger Oberhaus.

Vorstellung der Aufsteiger
Glashütter SV
1929 schlossen sich die Fußballer des 1924 gegründeten TSV Glashütte und der TSV Eintracht 1925 Friedrichsgabe einhergehend mit der Umbenennung in TG Eintracht Ochsenzoll 1925 zusammen. Vermutlich 1931 fusionierten dann der „Rest“ TSV Glashütte mit der TG Eintracht zur TG Eintracht Glashütte - Ochsenzoll. Diese Fusion wurde 1933 wieder aufgelöst. Bis zur Einstellung des Spielbetriebes im Jahre 1939 gab es mehrere Fusionen aus denen aus denen u.A. auch die TuS Alstertal-Langenhorn hervorging. Die Wiedergründung des SV Glashütte erfolgte am 11.4.1946 Nach Aufnahme des Spielbetriebs im HFV war der Glashütter SV Stammgast in den unteren Ligen. Insgesamt siebzehn Spielzeiten in der untersten Spiellasse wurden erstmals 1954 unterbrochen von in Summe vierzehn Spielzeiten in Hamburgs dritthöchster Klasse, damals Bezirksklasse / Bezirksliga / Verbandsliga genannt. 1972 erfolgte Rückkehr in die unterste Liga, diese wurde dauerhaft 1982 in Richtung Bezirksliga – dritte Hamburger Klasse – verlassen. 1984 erfolgte der Aufstieg in die Landesliga/Hansastaffel. Nach zwei Jahren Landesliga wurde 1987 der Titel errungen. Nach insgesamt sieben Aufstiegen und vier Abstiegen endete der Weg der Glashütter in der Verbandsliga Hamburg.

Holsatia Elmshorn
Die beiden nicht organisierten Fußballmannschaften FC Möwe und FC Zimbria taten sich 1907 zusammen und hoben den FC Holsatia aus der Taufe . Ein Jahr später wurde der SuSV1908 Elmshorn gegründet, im Jahr darauf schloß sich der FC Holsatia mit der SuSV v. 1908 zusammen, es entstand die “ Fußballabteilung Holsatia“ im Elmshorner MTV. 1921 kehrte die Holsatia dem Fusionsgebilde den Rücken und vereinigte sich mit dem SuSV 1909 Elmshorn zum SuSV Holsatia 1907 Elmshorn. In diesen Verein wurde 1926 die Elmshorner SpV 1921 integriert. Unübersichtliche Konfigurationen herrschten in der Zeit von 1927 bis 1945. Die“Fussballabteilung Holsatia“ im Elmshorner MTV entstand 1946 durch Anschluß des SuSV Holsatia an den Elmshorner TSV 1860 ( vormals MTV 1860 ) Unter dieser Bezeichnung nahm die Holsatia zu Beginn dr Spielzeit 1946 / 47 den Spielbetrieb in der zweiten Liga, damals 1. Klasse Hamburg genannt auf. 1950 erfolgte der Abstieg in Liga drei / Bezirksklasse / Verbandsliga wobei dieser Aufenthalt von 1958 bis 1960 unterbrochen wurde durch zwei Jahre in Liga vier / Bezirksklasse. 1960 gelang die Rückkehr in Hamburgs dritte Liga, Verbandsliga genannt. 1965 gelang der Aufstieg in Hamburgs Eliteliga. Diese mußte Holsatia im Jahre1971 wieder verlassen - die Rückkehr gelang 1974. Ein erneuter Abstieg verfrachtete die Holsatia für sechs Jahre in die Landesliga. Von dort stieg die Holsatia 1982 in die Bezirksliga / dritthöchste Spielklasse der Hansestadt ab. Nach zwei Jahren Bezirksliga ging es 1985 zurück in die Landesliga, nach weiteren zwei Jahren kam der Aufstieg in die Verbandsliga.

VfL Stade
Der VfL Stade ist einer der ältesten norddeutschen Fußballvereine, seine Existenz geht auf das Jahr 1850 zurück. Nach sieben Neugründungen bzw. Wiedergründungen und zwischenzeitlichen Abspaltungen vereinigten sich am 10.9.45 der TB 1850 Stade und der Stader SC 1923 zum VfL Stade.
Als im Jahre1946 die damalige zweigeteilte 1. Klasse Hamburg / höchste Hamburger Spielklasse um niedersächsische Vereine aus dem Hamburger Umland erweitert wurde, kam es zur Einrichtung einer dritten Staffel, der Südstaffel bestehend aus sieben Mannschaften In der Saison 1946 / 47 spielte Hamburgs höchste Spielklasse dann in drei Staffeln (Alsterstaffel, 12 Vereine – Elbestaffel, 10 Vereine und Südstaffel mit 7 Vereinen ). Fünfzehn Jahre, bis zur Saison 1959 / 60 hielt sich der VfL in dieser Liga, dann folgten drei Jahre in der Landesliga. Zur Saison 63 / 64 kehrte der VfL für ein Jahr in die oberste Spielklasse zurück. Es folgte der sofortige Abstieg und anschließend vierzehn Jahre Landesliga / zweithöchste Spielklasse im HFV. 1975 ging es für acht Jahre ( 1975 bis 1983 ) in die Hamburger Eliteliga zurück . Dem erneuten Abstieg folgte 1987 die Rückkehr in die Hamburger Verbandsliga.

Bramfelder SV

Der Bramfelder SV wurde im Vorspann zum Bericht über die Saison 1980 / 81 kurz vorgestellt. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga zum Ende der Saison 80 / 81 fand sich der BSV für die nächsten sechs Jahre, bis zum Ende der Saison 86 / 87 in der Landesliga / Hansastaffel wieder. Nach Tabellenplätzen zwischen 9 und 13 reichte am Ende der Spielzeit 86 / 87 der zweite Tabellenplatz zum Wiederaufstieg in die Verbandsliga.

Ausblick auf die kommende Saison
Am zweiten Augustwochenende startete die Verbandsliga Hamburg in ihre 43. Spielzeit. Eine erste Orientierung zur neuen Spielzeit lieferte das HAB - stellvertretend für die Verbandsligatrainer - durch Bernd Enge, dem Trainer und Vorsitzenden des FC Süderelbe. Fast einstimmig wurden den Amateuren des HSV und dem VfL Pinneberg die Favoritenrolle zuerkannt, allerdings werden auch leise Bedenken erhoben. Beim HSV wurde ein früherer Spieler – Lars Hauser – zum Trainer befördert mit der Zielsetzung , nach zehn Spielerabgängen und dreizehn Neuzugängen eine neue Mannschaft zu formen. Für den VfL Pinneberg gab man zu bedenken daß in dem Aufgebot von dreiundzwanzig Spielern acht Spieler die dreißig Jahre überschritten haben. Ebenso wie auch dem SC Sperber werden auch dem FC Süderelbe und auch dem Barsbüttler SV eine gute Rolle zugetraut. Düstere Zeiten werden für Holsatia Elmshorn, den Bramfelder SV und Komet Blankenese vorausgesagt. Komet mußte den Abgang von zwölf Akteuren verkraften wobei der neue Trainer Hubert Stapelfeld – kam für Bernd Kleingarn – aus vierzehn Neuzugängen nun eine neue Mannschaft bilden mußte. Auch in anderen Mannschaftsaufgeboten hat es zum Teil gravierende Änderungen gegeben. Komet Blankenese mit 14, der HSV mit 11, Süderelbe mit 13 und Meiendorf mit 11 Neuzugängen schickten zu Saisonbeginn praktisch neue Mannschaften aufs Feld, dagegen waren der VfL Stade und auch der SC Sperber mit jeweils einer Abwanderung und vier Neuzugängen wahre Muster an Zurückhaltung und Konstanz.

Änderungen beim ASV
Änderungen hat es natürlich auch beim ASV gegeben. Aus dem Aufgebot der vergangenen Saison verabschiedete sich Sven Meyer mit unbekanntem Ziel. Thomas Stoppel kam nach einer Rotsperre – die er auch auf die Trainingsbeteiligung ausdehnte - nicht mehr „in die Spur“ und verabschiedete sich in Richtung VfL Geesthacht. Andre Kassat, mit dreizehn Treffern der erfolgreichste Torschütze der Vorsaison, machte einen Sprung in die Amateuroberliga und wechselte zum SC Concordia. Zum Nachbarn SV Börnsen zog es Barth, Petersen und Rikkelmann. Wechsel nach Börnsen waren keine Einbahnstrasse, den umgekehrten Weg gingen Bozkurt, Strebel und Achim Wunder. Jenisch und Spreckelsen zog es vom VfL Lohbrügge an die Sander Tannen. Auch Hartmut Harlapp fand an den Sander Tannen eine neue sportliche Heimat, vorher spielte er für den ETSV Hamburg am Mittleren Landweg. Aus dem Elstern-Nachwuchs stießen Brudler und Schraub in das Aufgebot der Ligamannschaft. Einziger Neuzugang aus einer höheren Spielklasse war Mathias Rauls. 1984 kam er als Achtzehnjähriger aus dem Nachwuchs des SC Concordia in der Ligamannschaft zum Einsatz und erzielte in der Saison 84/85 achtzehn Treffer. Ähnlich erfolgreich war er in der Folgesaison, für den SV Lurup traf er fünfzehn Mal. in der darauf folgenden Saison war er für den Oberligisten Tennis Borussia Berlin zehnmal erfolgreich. Die Bergedorfer Fußballfreunde durften sich auf einen erfolgreichen Stürmer freuen.

Die neue Saison

Punkteteilung zum Auftakt

Erster Gegner in der neuen Saison war an den Sander Tannen der SC Sperber. Die dreihundert Besucher sahen zunächst ein zerfahrenes Spiel mit Feldüberlegenheit der Gäste. Denen gelang in der 34. Minute die Führung als Richter einen Foulelfmeter verwandeln konnte. Nach der Pause waren die Elstern die überlegene Mannschaft. In der 74. Minute fiel durch Sven Pinz der verdiente Ausgleich. Hätte ein Schuß aus aussichtsreicher Position kurz vor Spielende den Weg ins Sperber - Gehäuse gefunden wären die Elstern als Sieger vom Platz gegangen, so aber blieb es beim letztlich verdienten 1:1 – Unentschieden.

Am Stader Torwart gescheitert 
Sechshundertfünfzig Besucher wollten in Stade das erste Heimspiel “ihres“ Vfl nach dem Wiederaufstieg miterleben. An einem Dienstagabend konnten sie sich über den Führungstreffer in der 13. Minute freuen. Im ersten Spielabschnitt waren die Hausherrn den Elstern überlegen. Nicht so im zweiten Durchgang, den gestalteten die Elstern überlegen und drängten auf den Ausgleich. Immer wieder scheiterten die Elstern am glänzend aufgelegten Torhüter Jörg Seifert. In der 72. Minute vergab der VfL einen Handelfmeter, aber in der 89. Minute kam das endgültige Aus für den ASV durch Klinkmann – es stand 2:0 für den VfL Stade und die Elstern standen mit leeren Händen da.

Später Ausgleich
Als Nils Meyer die Elstern in der 84. Minute gegen den Meiendorfer SV in Führung brachte waren die dreihundert Besucher an den Sander Tannen von einem Sieg der Elstern überzeugt. Es kam aber anders, denn der Meiendorfer Torjäger Axel Radtke konnte zwei Minuten nach der Führung der Elstern ausgleichen. Den Besuchern wurde an diesem Nachmittag ein intensives Fußballspiel zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften geboten. Das Ergebnis gibt den Spielverlauf exakt wieder. In den Reihen der Elstern war Abwehrspieler Olaf Poschmann der beste Mann.

Desolate Abwehr
Das HAB machte sich Sorgen um Rainer Wysotzki und äußerte die Befürchtung, er könne von der Trainerbank fallen – so brüchig war die Abwehr der Elstern gegen den FC Süderelbe an diesem Tag. Die beiden Ex – Luruper Jäger und Ströh hatten keine Mühe in der 31. und 47. Minute den FCS mit 2:0 in Führung zu bringen. Das zwischenzeitliche 1:2 ging auf das Konto von Mathias Rauls. Vorübergehende Hoffnungen auf einen Punktgewinn beendete Kavocec (? ) mit dem 3:1 in der 81. Minute. Durch eine rote Karte wurde der Arbeitstag von Mathias Rauls vorzeitig beendet.

Pleite kurz vor Spielende
In der 45. Minute war die Welt noch in Ordnung, denn Nils Meyer verwandelte vor 220 Zuschauern einen Strafstoß zum 1:0 für den ASV. Der Gegner aus Wilhelmsburg, die Viktoria, ließ sich dadurch nicht sonderlich beeindrucken und stellte in der 55. Minute durch Torsten Bettin den Ausgleich her. In der 88. Minute machte die Viktoria den Fehlstart der Elstern perfekt, Klein brachte die Viktoria erneut in Führung und sorgte für den 2:1 – Auswärtserfolg der Viktoria.

Kein Erfolg beim Neuling
Beim Gastspiel bei der Holsatia in Elmshorn erlitten die Elstern Schiffbruch. Zweihundertfünfzig Zuschauer sahen in der 42. Minute die Führung der Heimmannschaft durch Brandt. Als die durch zwei Zeitstrafen dezimierte Holsatia die Tore zum 3:0 durch Sievert ( 51. ) und Knaak ( 58. ) erzielten war es um die Elstern geschehen. Sowohl die Höhe als auch die Umstände unter denen diese Niederlage zustande gekommen ist sollten doch zu denken geben.

Blinder Eifer
Nur noch zweihundert Besucher wollten an den Sander Tannen das Spiel der Elstern gegen den SC Victoria sehen. Man kann getrost davon ausgehen, daß die schon angenehmere Nachmittage verbracht haben denn das Spiel bot aus Bergedorfer Sicht keinen Anlaß zur Freude. Die Gäste von der Hoheluft gingen in der 22. Minute durch Thiessen in Führung. In der zweiten Halbzeit setzten die Elstern alles daran diesen Rückstand auszugleichen. Ungestüm und planlos wurden die Angriffe vorgetragen. und so wurde der Victoria Raum zum kontern geboten. Der wurde ausgenutzt. Rickert (60.), Wiecorek (72.) und Polmann in der 80. Minute zerlegten die Elstern vor eigenem Publikum. Sieben Spiele nacheinander ohne Sieg, 2:12 Punkte und der letzte Tabellenplatz, das ist nicht das was sich die Bergedorfer Fußballfreunde von der neuen Saison erwartet hatten.

Wende in Reinbek?
2:12 Punkte gehen an der Mannschaft und dem nahen Umfeld nicht spurlos vorbei – am Ende trat der langjährige Ligaobmann Detlev Schlottmann von seinem Amt zurück. Nun stand das Punktspiel bei der TSV Reinbek vor der Tür. Erinnern wir uns kurz an den März 1983 – sieben Spieler kehrten damals nach internen Querele dem ASV den Rücken und eine Rumpfmannschaft stand gegen eben diese TSV auf dem Platz. Damals gelang einer bis dahin orientierungslosen Mannschaft, die aber gestützt durch Nachwuchsspieler Charakter zeigte, einen ganz wertvollen Punkt zu gewinnen. Vielleicht weniger für die Tabelle, auf alle Fälle aber wertvoll für das Selbstbewußtsein! Vierhundert
Besucher säumten das Spielfeld am Mühlenredder und mußten in der 19. Minute den Führungstreffer des ASV zur Kenntnis nehmen. Der Torschütze war Dirk Sauerland, der einen abgewehrten Freistoß im Reinbeker Tor unterbringen konnte. Unmittelbar nach Wiederbeginn überwand Andreas Krienke Elstern -Torhüter Achim Wunder mit einem Schuß der von der Unterkante der Latte im Tor landete. Mit einer Schrecksekunde für Hans-Jörg Uwihs endete die Partie. Nach einem Foulspiel in der 82. Minute zeigte der Schiedsrichter ihm die rote Karte, als aber der Schiedsrichter das entsetzte Gesicht des „Rotsündrs“ sah, bemerkte er seinen Irrrtum, entschuldigte sich und zeigte Gelb anstelle von Rot. Mit dem Spielstand von 1:1 endete diese Partie. Die TSV war die überlegene Mannschaf aber der gewonnene Auswärtspunkt war ungemein wichtig für Moral und Selbstbewußtsein der Bergedorfer Mannschaft.

Niederlage kurz vor Toresschluß
Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Diese immerwährende Erfahrung traf für die Elstern im Heimspiel gegen den VfL Pinneberg in aller Klarheit zu. Das 0:1 durch Fricke fiel erst zwei Minuten vor dem Abpfiff und als Jürgen Stars im Tor des VfL im Gegenzug einen Kopfball von Olaf Poschmann unschädlich machte war es um die Elstern geschehen. Die alte Weisheit ( s.o. ) wurde bestätigt. Der VfL nahm die Punkte mit und die Elstern fristeten mit 3:15 Punkten ein trübes Dasein auf dem letzten Tabellenplatz.

Tristesse in Barsbüttel
Früh nahm das Unheil seinen Lauf, die Platzherrn, der Barsbüttler SV ging in der 3. Minute durch Meyer in Führung. Rüsch erhöhte in der 62. und 65. Minute auf 3:0. Mit dieser 0:3 – Schlappe wurden die Elstern auf die Heimfahrt geschickt. 3:17 Punkte nach zehn Spielen weisen den Weg in die Landesliga.

Endlich der erste Sieg
Jubelgesänge in der Kabine nach dem Schlußpfiff deuten unabweisbar auf ein erfolgreiches Spiel hin. Über den letzten Sieg der Elstern ( 4:0 über Meiendorf ) konnte am 13.4.87 berichtet werden, nun schrieb man den 12.10.87. Was war geschehen? Zehn Tage zuvor wurde Dirk Klenke verpflichtet. Unstimmigkeiten zwischen dem Norderstedter Trainer Gerhard Mewes – in Bergedorf kein Unbekannter – führten zur Trennung von einigen Spielern. Dirk Klenke und Hauke Müller waren dabei und schlossen sich den Elstern an. Gegen den Gegner Rasensport Elmshorn stand Klenke als Libero in der Startelf. Klenke erwies sich als stabilisierender Faktor in der Bergedorfer Mannschaft. Wo bislang Hektik und Nervosität vorherrschten wurde mit Umsicht die Abwehrarbeit organisiert. Das erlösende Tor erzielte Hartmut Harlapp in der 48. Minute. Das war der erste Sieg nach sechs Monaten. Die Verbesserung des Punktekontos auf 5:17 Zähler konnte den ASV in der Tabelle nicht voran bringen, aber die positiven Ansätze machten Hoffnung auf bessere Zeiten.

Die Elstern hielten lange mit
Man mußte beim Gastgeber der nächsten Partie, den Amateuren des HSV, eine Niederlage einkalkulieren. Nur ein Sieg in den letzten elf Spielen berechtigt nicht zu einer optimistischen Einschätzung. Der Aufrtritt der Elstern überraschte aber die dreihundert Besucher. Bis zur 39. Minute lagen die Elstern nach Toren von Harlapp (9. ) und Jacobsen (39.) und dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Fricke ( 15. ) mit 2:1 in Führung. Der Ausgleich kam durch einen von Pape verwandelten Foulelfmeter in der 40. Minute zustande. In der zweiten Halbzeit setzte sich die technische Überlegenheit des HSV durch und die Rothosen gingen durch Bub ( 68. ) und Marin ( 81. ) mit 4:2 in Führung. Trotz der Niederlage zeigten sich die Elstern im Vergleich zu den letzten Wochen stark verbessert und konnten beweisen daß sie mit den „Schwergewichten“ der Liga mithalten können.

Die Talfahrt gestoppt
Das nächste Heimspiel bot Gelegenheit den Formanstieg unter Beweis zu stellen. Dies sollte gegen Komet Blankenese, den Tabellendreizehnten eigentlich gelingen. Vor dreihundertdreißig Zuschauern brachten Stefan Schraub (15. ) und Hartmut Harlapp ( 38. ) den ASV mit 2:0 in Führung und hätten die Elstern nicht versäumt im zweiten Durchgang ihre Chancen zu nutzen, wäre der Sieg deutlicher ausgefallen. So konnte der ASV aber immerhin den Abstand zu den Tabellennachbarn verringern.

Zwei Punkte beim Aufsteiger
Die Elstern sind mit der Verpflichtung von Dirk Klenke stabiler geworden. Dies war auch beim Neuling Bramfeld erkennbar. Ein Tor von Stefan Schraub aus der 16. Minute reichte aus um die Punkte mit nach Bergedorf zu nehmen. Der Weg aus dem Tabellenkeller ist lang und beschwerlich aber immerhin waren die Elstern nun punktgleich mit Komet Blankenese und konnten den letzten Tabellenplatz verlassen.

Versöhnlicher Abschluß
Zum Abschluß der Vorrunde gastierte der Glashütter SV an den Sander Tannen. Die vom Ex – HSV er Erwin Piechowiak trainierten Glashütter haben bisher eine sehr gute Runde gespielt und belegten mit 17:11 Punkten den fünften Tabellenplatz. Den dreihundert Zuschauern wurde zunächst eine torlose erste Halbzeit präsentiert. Das änderte sich in der 51. Minute als Mathias Rauls zum 1:0 für den ASV traf. Vier Minuten später konnten die Gäste durch Grewe ausgleichen. Als Stefan Schraub in der 60. Minute elfmeterreif gefoult wurde ließ sich Hauke Müller, Neuzugang aus Norderstedt, die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte zum 2:1. Dieses Resultat hatte bis zum Schlußpfiff Bestand. Da die Tabellennachbarn der Elstern ihre Spiele verloren hatten verbesserten sich die Elstern auf den 14. Tabellenplatz.

Rückschau auf die Vorrunde
An der Tabellenspitze der Verbandsliga machte der Meiendorfer SV Anstalten, der Konkurrenz zu enteilen. Vier Punkte Vorsprung vor dem VfL Pinneberg, fünf Zähler vor dem Tabellendritten, dem FC Süderelbe bei bisher nur einer Niederlage nähren die Hoffnung auf den Titelgewinn. Die hoch gehandelten Amateure des HSV haben bereits fünf Niederlagen hinnehmen müssen, das macht die Titelverteidigung fraglich. Unterschiedlich ist die Situation bei den vier Aufsteigern. Stade und Glashütte sind im Mittelfeld der Tabelle beheimatet, für Holsatia und Bramfeld scheinen sich die zu Anfang der Saison erstellten Prognosen zu bestätigen, gleiches gilt für Komet Blankenese. Auch der ASV fand sich nach einem deftigen Fehlstart tief im Tabellenkeller wieder, aber nach personellen Verstärkungen war ein Formanstieg unverkennbar. Auch die TSV Reinbek blieb in den Startblöcken sitzen, 0:6 Punkte waren für den Rest der Vorrunde eine schwere Bürde. Am 19.11.87 begann für den ASV die Rückrunde der Saison 1987 / 88

Gelungener Rückrundenstart

Zu Beginn der Rückrunde durften die Elstern den VfL Stade vor dreihundertundzwanzig Zuschauern an den Sander Tannen begrüßen. Die erlebten einen Auftakt nach Maß, denn Achim Spreckelsen brachte den ASV in der 10. Minute in Führung. Das 1:0 war gleichzeitig der Pausenstand. Hauke Müller blieb es vorbehalten in der 81. und 85. Minute den Spielstand auf 3:0 zu erhöhen. Nach weiteren zwei Minutensorgte Frank Jacobsen mit dem Tor zum 4:0 für einen gelungenen Start in die Rückrunde. Mit nun 13:19 Punkten konnten die Elstern die Abstiegsplätze verlassen.

Ohne Chance in Meiendorf 

Insgeheim hatten die Elstern gehofft aus Meiendorf etwas Zählbares mitzunehmen aber auf dem Platz hatten sie keine Chance. Die Meiendorfer zeigten ihr bis dato bestes Saisonspiel und Torjäger Axel Radtke hatte zudem einen Glanztag. Nach der Meiendorfer Führung durch Fisera ( 7. ) traf er in der 27. und 32. Minute zum 3:0, in der 38. Minute verwandelte er noch einen Strafstoß zum Pausenstand von 4:0. Das 5:0 ging auf das Konto von Stefan Schraub, ihm unterlief in der 56. Minute ein Eigentor. Die Einkaufspolitik der Elstern – Verantwortlichen fand nicht die ungeteilte Zustimmung. Detlef Wulff-Holdt war damit nicht einverstanden und kehrte den Elstern den Rücken.

Das Spiel von Frank Jacobsen
Zur prägenden Figur des Spieles gegen den FC Süderelbe wurde Abwehrspieler Frank Jacobsen. Nicht nur das 1:0 ( Foulelfmeter ) aus der 24. Minute konnte er sich gutschreiben, sondern auch das 2:0 aus der 72. Minute ging auf sein Konto. Dazwischen lag der vorübergehend Ausgleich durch Pohl in der 70. Minute. Dreihundertzwanzig Besucher konnten sich nach dem Schlußpfiff zufrieden auf den Heimweg machen.

Keine Offenbarung
Der Kommentar im HAB war denkbar kurz. Beide Teams boten nur enttäuschende Leistungen. Gemeint waren der Gastgeber Bergedorfer 85 und der Gast, die Holsatia aus Elmshorn. Zweihundertsiebenundvierzig Zuschauer sahen in der 14.Minute die Elsternführung durch Harlapp und in der 70. Minute den Ausgleich durch Sievert. Ein Spiel welches keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Siegreich gegen Reinbek
Der nächste Gegner an den Sander Tannen war die TSV Reinbek. Vierhundertfünfzig Besucher ( man ist ja bescheiden geworden ) freuten sich in der 25. Minute über das 1:0 durch Spreckelsen. Die Freude war nur von kurzer Dauer denn drei Minute später konnte Winzer für die TSV ausgleichen. Neuzugang Dieter Kawohl – kam von Altona 93 – meldete sich in der 53. Minute mit dem Führungstreffer zu Worte. Mit dem 3:1 in der 85. Minute beseitigte Harlapp alle Zweifel am Spielausgang. Mit 18:22 Punkten war der Kontakt zum Tabellenmittelfeld hergestellt.

Sieg in Alsterdorf
Der Karfreitag wird in Teilen der Republik als stiller Feiertag begangen und der Fußball ist kein Thema. An eben diesem Karfreitag stand in Alsterdorf das Spiel gegen Bergedorf 85 auf dem Programm. Der SC Sperber wurde vor Saisonbeginn hoch eingeschätzt, konnte aber den hohen Erwartungen nicht standhalten. Die mit vier Mann Ersatz angetretenen Alsterdorfer mußten eine Minute vor dem Pausenpfiff das 0:1 hinnehmen als Jacobsen einen Strafstoß verwandelte. In der 55. Minute kam beim SC Sperber Hoffnung auf einen günstigen Spielausgang auf als Block den Ausgleichstreffer erzielte. Das Tor zum 2:1 in der 85. Minute durch Dirk Sauerland beendete die Hoffnungen des SC Sperber.

Auch an der Hoheluft siegreich
Ostern wurde den Elstern das volle Programm zuteil. Karfreitag beim SC Sperber, für Ostermontag war das Gastspiel bei der Victoria angesagt. Im Hinspiel an den Sander Tannen gingen die Elstern mit 0:4 unter, nun war die Gelegenheit zur Wiedergutmachung gegeben. Die Elstern nutzten diese Gelegenheit und siegten nach torloser erster Halbzeit vor vierhundertfünfzig Besuchern mit 2:0. Beide Tore waren das Werk von Stefan Schraub. Bühnenreif war der zweite Treffer in der 85. Minute. Von der Mittellinie schlug er den Ball hoch in den Strafraum, dort sprang der Ball auf und segelte über Torwart Wolfgang Kayser hinweg ins Victoria – Tor. Ein Tor des Monats! Nach zweiundzwanzig Spielen hatten die Elstern erstmals in dieser Saison ein ausgeglichenes Punktverhältnis.

Pinneberg war zu stark
Schon allein der Tabellensituation konnte man entnehmen daß der VfL Pinneberg auf eigenem Geläuf den Elstern das Leben schwer machen würde. So kam es auch. Udo Goldenstein – in der Vorsaison noch in Quickborn tätig – traf in der 20. Minute zum 1:0 für den VfL, den Endstand von 2:0 erledigte Kock fünf Minuten vor dem Schlußpfiff. Mathias Rauls wurde mit einer roten Karte vorzeitig in die Kabine geschickt. An der Tabellenspitze zogen die Meiendorfer einsam ihre Kreise mit sieben Punkten Vorsprung vor den Pinnebergern und dem FC Süderelbe.

Dämpfer gegen Barsbüttel 
Das HAB fand vermutlich nichts Berichtenswertes zum Heimspiel der Elstern gegen den Barsbüttler SV. Nur soviel: Dreihundertzwanzig Zuschauer verteilten sich auf den Rängen der Sander Tannen und mußten in der 30. Minute mit ansehen wie Hennings die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. An diesem Ergebnis änderte sich nichts mehr und die Elstern mußten geschlagen den Platz verlassen.

Rasensport blieb Sieger
Die Elmshorner Rasensportler erwischten einen Blitzstart und gingen durch Krupski in der 3. Minute in Führung. Derselbe Spieler erhöhte in der 30. Spielminute auf 2:0. Nach der Pause gelang Neuzugang Dieter Kawohl der Anschlußtreffer zum 1:2. Da aber Hartmut Harlapp und Frank Jacobsen klarste Torchancen nicht verwerten konnten, blieb es beim 1:2 und den Elstern wurden zwei Minuspunkte gutgeschrieben. Das Punktekonto betrug nun 22:28 Zähler, gleichbedeutend mit dem 11. Tabellenplatz.

Zwei Punkte an der Landesgrenze
Eine abwechslungsreiche Partie wurde den zweihundertundsechzig Zuschauern an der Landesgrenze, der Spielstätte der Viktoria Wilhelmsburg – Veddel geboten. Den Anfang machte Torsten Bettin mit dem 1:0 in der 15. Minute. Die Reaktion der Elstern ließ nicht lange auf sich warten, in der 18.
Minute machten Harlapp und Rauls aus dem 0:1 ein 2:1. Damit nicht genug: nach weiteren zehn Minuten erhöhte Harlapp auf 3:1. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeitpause. Nach der Pause, in der 75. Minute erhöhte Stefan Schraub auf 4:1 für den ASV. In der 80. Minute gelang Torsten Bettin eine Ergebniskorrektur zum 2:4.

Teilerfolg am Rothenbaum

Auch wenn die Amateure des HSV gegen den FC Süderelbe beide Punkte eingebüßt hatten durfte man den HSV im Rennen um den zweiten Tabellenplatz nicht abschreiben. Die Elstern mußten also mit einem hochmotivierten Gegner rechnen. Nach torloser erster Halbzeit wurde beim HSV Jens Fischer eingewechselt und der bedankte sich dafür mit dem Tor zum 1:0 für den HSV. Drei Minuten später gelag Dirk Klenke das Ausgleichstor. Es blieb bei diesem Ergebnis, aber die Elstern konnten zeigen, daß sie besser sind als Tabellenplatz 11 mit 25:29 Punkten aussagt.

Harte Arbeit bei Komet

Der designierte Absteiger Komet Blankenese, erst drei Siege in den bisherigen sechsundzwanzig Spielen bereitete den Elstern einen arbeitsreichen Nachmittag. Die erste Halbzeit verlief torlos, aber kaum wieder auf dem Platz nahm die Partie Fahrt auf. Zunächst war es Habicht ( Komet ) der mit seinen Toren in der 50. und 63. Minute seine Mannschaft mit 2:0 in Führung brachte. Die Elstern konnten aber dagegenhalten, denn in der 68. und 73. Minute stellte Frank Jacobsen den Gleichstand her. Für einen versöhnlichen Abschluß aus Sicht des ASV sorgte in der Schlußminute Hartmut Harlapp mit dem Tor zum 3:2. Über eine Punkteteilung hätte sich vermutlich niemand beklagt, aber späte Siege sind die schönsten.

Spiel ohne Höhepunkte
Im letzten Heimspiel der Saison kamen nur noch einhundertfünfzig Besucher an die Sander Tannen um das Spiel gegen Neuling und Absteiger Bramfelder SV zu verfolgen. Das HAB gab zu diesem Spiel nur das Resultat bekannt – das Spiel zwischen Bergedorf 85 und dem Bramfelder SV endete 0:0.

Versöhnlicher Saisonabschluß
Die Gelegenheit zu einem versöhnlichen Saisonabschluß nahmen die Elstern in Glashütte wahr. Olaf Poschmann machte in der 6. Minute mit dem 1:0 den Anfang, die Fortsetzung lieferte Dieter Kawohl mit dem Tor zum 2:0 in der 18. Minute. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeitpause. Die Glashütter hatten sich aber noch nicht aufgegeben, denn Beginski verkürzte auf 1:2 in der 65. Minute. Als dann noch in der 85. Minute durch Lüdemann der Ausgleich fiel. deutete alles auf eine Punkteteilung hin. aber eine Minute vor Spielende schlug Mathias Rauls zu und sorgte mit seinem Tor zum 3:2 für ein ausgeglichenes Punkteverhältnis.


Zusammenfassung und Rückschau

Der ASV Mit dem Sieg in Glashütte beendeten die Elstern die Saison 1987 / 88 mit einem ausgeglichenen Punktverhältnis auf dem 6. Tabellenplatz. Der Verlauf des ersten Saisondrittels ließ Schlimmes erahnen noch kein Sieg 3:17 Punkte letzter Tabellenplatz Saisonübergreifend mußten Mannschaft und Fans eine Leidenszeit von sechs Monaten bzw. siebzehn aufeinanderfolgenden Spielen ohne Sieg über sich ergehen lassen.
Die Verstärkung der Mannschaft durch die Neuzugänge Dirk Klenke, Hauke Müller und Dieter Kawohl hat sich als wirkungsvolle Maßnahme herausgestellt. Die Mannschaft hat deutlich an Stabilität gewonnen und konnte den Kontakt zum Tabellenmittelfeld wieder herstellen. In einer „Rückrundentabelle“ wäre der ASV hinter Pinneberg(21 Punkte) und Meiendorf (20 Punkte) zusammen mit dem FC Süderelbe und den HSV-Amateuren mit 19 Punkten auf dem dritten Platz eingelaufen.
Die neununddreißig Tore des ASV gingen auf das Konto von Harlapp (8), Jacobsen (7), Rauls (4), Schraub (4), Müller (3). Kawohl (3). Klenke, Spreckelsen, Meyer und Sauerland trafen je zweimal,jeweils einen Treffer steuerten Olaf Poschmann und Sven Pinz bei. Nicht nur in der Punktetabelle, sondern in der Zuschauergunst haben die Elstern ihren Spitzenplatz eingebüßt. Im Durchschnitt kamen 288 Zuschauer zu den Heimspielen an den Sander Tannen, dies entspricht nahezu dem Verbandsligadurchschnitt. Zuschauerkrösus wurden die Rasensportler aus Elmshorn mit einem Schnitt von 484 Besuchern, es folgten Meiendorf mit 437 und der VfL Stade mit 407 Besuchern.


Meisterschaft und Abstieg
Meister der Verbandsliga wurde der Meiendorfer SV mit drei Punkten Vorsprung vor dem VfL Pinneberg. Zwei Niederlagen in den beiden letzten Spielen verhinderten einen größeren Vorsprung. Die favorisierten Amateure des HSV mußten während der Runde neun Niederlagen hinnehmen und konnten in den Kampf um die „Plätze an der Sonne“ nicht eingreifen. Auch ein Trainerwechsel – Gerd Volker Schock löste während der Runde seinen Nachfolger ab – brachte nicht den erhofften Umschwung. Ein herzlicher Glückwunsch geht nach Meiendorf! In der Aufstiegsrunde konnten weder Meiendorf noch Pinneberg überzeugen. Die Meiendorfer gewannen nur das letzte Spiel, der VfL Pinneberg vergab im letzten Spiel die Möglichkeit, sich über den zweiten Platz in der Spielgruppe für das Ausscheidungsspiel der beiden Tabellenzweiten zu qualifizieren. Sowohl Komet Blankenese als auch der Bramfelder SV standen vor dem letzten Spieltag als Absteiger fest, der dritte Absteiger wurde am letzten Spieltag zwischen Vikt. Wb.-Veddel und Holsatia Elmshorn in Wihelmsburg ermittelt. Mit einem 2:0 – Erfolg vor fünfhundertdreißig Zuschauern schickte die Viktoria den Gast aus Elmshorn in die Landesliga.

Statistik: (Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken)










Quellenmachweis Die Kurzkommentare zu den Spielen lehnen sich – wie schon in den vorangegangenen Berichten – an die Berichterstattung im HAB an. Entsprechendes gilt für die Fotos und die Saisonabschlußtabelle. Die Vorstellung der Aufsteiger VfL Stade, Glashütter SV und Holsatia Elmshorn hat sich an entsprechenden Passagen des Buches Fussball – Lexikon Hamburg / Verlag Die Werkstatt orientiert.