Sonntag, 24. Juli 2022

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Spielzeit 1999 / 00 (Autor: Hans-Martin Lippold)


Einige Feststellungen

Irgendwann sollte die Achterbahnfahrt der Elstern zu Ende sein. Lassen wir die letzten Jahre Revue passieren.

Fast drei Jahrzehnte in der Verbandsliga Hamburg mit vergeblichen Aufstiegsbemühungen. Zwei Spielzeiten in der AOL HH / SH endeten 1996 mit dem Abstieg in die Verbandsliga Hamburg. Am Ende der Saison 1996 / 97 Wiederaufstieg in die AOL HH / SH. Erneuter Abstieg in die VL Hamburg nach einer desaströsen Saison. Die Spielzeit 1998 / 99 in der Verbandsliga wurde mit dem 10. Tabellenplatz abgeschlossen.

Nach der Vorrunde übernahm Rüdiger Schwarz die Position des Cheftrainers. Die Zuschauerzahlen waren in den letzten Jahren rückläufig, vierstellige Besucherzahlen gehören längst der Vergangenheit an, aktuelle Zahlen pendeln so um die 300. Viele Skandale und Unregelmäßigkeiten haben Spuren hinterlassen.

Finanzielle Probleme und Wechsel in der Führung der Fußballabteilung sind an der Mannschaft nicht spurlos vorübergegangen. Ein Konzept zur Kaderplanung / Kaderzusammenstellung wurde entwickelt und stand fortwährend auf dem Prüfstand.

Nach dem Abschied von Werner Gorski war die Position des Obmannes vakant. Ursprünglich wollte der erste Vorsitzende Manfred Braasch diese Funktion mit übernehmen. Es kam anders. Hinter den Kulissen wurde daran gearbeitet, Rainer Wysotzki wieder ins Boot zu holen. So kam es auch, Rüdiger Schwarz hatte einen Mitstreiter an seiner Seite, mit dem er sich fußballerisch auf einer Wellenlänge bewegte.

Der Verlauf der Spielzeit 1998 / 99 konnte nicht zufrieden stellen, Tabellenplatz zehn entsprach nicht der Erwartung auch wenn im Laufe der Saison die Ziele herabgestuft wurden ( ... es war klar, dass es nur um den Klassenerhalt gehen konnte, so Trainer Rüdiger Schwarz ). Zwischen dem 22. und 24. Spieltag kam die Mannschaft in die Nähe der Abstiegsränge, aber mit elf Punkten aus den letzten sechs Spielen konnte sich die Mannschaft aus der kritischen Situation befreien. Mehr als ein Mittelfeldplatz in der Verbandsliga war mit der Mannschaft nicht zu erreichen.

Zusammenstellung des Spieleraufgebotes

 Sportliches Ziel ist es, die Mannschaft dauerhaft in der AOL zu etablieren. Zur Erreichung dieses Zieles ist erforderlich; die Mannschaft zu verstärken. Ein Spieleraufgebot bestehend aus jungen Spielern aus der Region – das war die Wunschvorstellung der Verantwortlichen. Identifikation mit dem Standort Bergedorf und finanzielle Machbarkeit, unter diesem Gesichtspunkt sollte idealerweise der Kader zusammengestellt werden. Da aber der Verlauf der vorigen Saison ( 98/99 ) deutlich gezeigt hat, daß unter diesen Bedingungen Oberliga - Fußball nicht machbar ist müssen die bis dato geltenden Planungsgrundsätze auf den Prüfstand gestellt werden.

Aus dem achtundzwanzig Spieler umfassenden Spielerkader der Saison 98 / 99 haben elf Spieler den ASV verlassen. Bahram Bahrami und Dirk Tietje zog es nach Barsbüttel, Sascha Huremovic und Gordon Wilkens schlugen ihre Zelte in Dassendorf auf. Der SV Börnsen war die neue sportliche Heimat von Christian Leverenz und Sven Pinz; während sich die TSV Reinbek auf den Torjäger Carsten Müller freuen konnte. Karstedt zog es zum SC Concordia, Thorsten Puder schloß sich dem USC Paloma an und Carsten Schuldt ging zu seinem früheren Verein Harburger TB zurück. Das neue Ziel von Norman Rusche war nicht bekannt.

Die neuen Elstern

Mit zweiundzwanzig Akteuren sollte nun ein neuer Anlauf in Richtung AOL unternommen werden.Hier nun die Namen der „Neuelstern“ und deren vorige Vereine. Sven Bagemiel stieß von Erzgebirge Aue zu den Elstern, TuS Güldenstern Stade war der vorige Verein von Stefan Gahr, Dennis Hagendorf wechselte vom TSV Auetal an die Bille. Der Weg von Torben Heide führte über den Lüneburger SK und den HSV an die Sander Tannen. Sein Gastspiel beim SC Concordia beendete Mathias Heidrich und kehrte zu den Elstern zurück. Auch Lukasz Kleinowski kehrte nach einem Zwischenspiel in Billstedt nach Bergedorf zurück. Im Spieleraufgebot des ASV war er ( Geburtsjahrgang 1981) der Jüngste. Mit Mike Kudling vom SC Willinghusen kam ein Spieler aus der näheren Umgebung nach Bergedorf. Einen längeren Weg zu den Elstern hatte Andreas Kunze hinter sich. Seine bisherigen Stationen waren der Lüneburger SK, SC Norderstedt, Altona 93, Hannover 96 und der SV / MTV Winsen. Mit vierunddreißig Jahren war er der älteste Neuzugang. Auch Paul Deron und Alexander Neubauer kamen aus der näheren Umgebung, Paul Deron trat zuletzt für den SV Nettelburg - Allermöhe gegen das Leder, Alexander Neubauer stand zuvor in den Diensten von V/W Billstedt. Vom Millerntor an die Sander Tannen zog es Ilja Pehar ebenso wie Philip Rebohl vom VfL Lohbrügge.

Weiterhin wurde die „Niedersachsenfraktion“ durch Andre Roth verstärkt, seine vorherigen Vereine waren der SV/MTV Winsen und der Lüneburger SK. Vervollständigt wird die Liste der Neuzugänge durch Florian Völker, vorher bei TuS Berne, Concordia und dem SC Langenhorn aktiv. Mit Oliver Grabolle steht nur ein Torhüter im Kader, im Bedarfsfall muß man dann auf den Kollegen aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen.

Blick in die Nachbarschaft

Die TSV Reinbek konnte die Spieler aus der Vorsaison nahezu komplett in die Saison 99 / 00 mitnehmen, nur drei Spieler haben den Verein verlassen. Verstärkt wurde das Aufgebot durch zehn Neuzugänge von denen Carsten Müller, vorher beim ASV, einen Ruf als Torjäger genießt.

Dem Barsbütteler SV muß man eine ganz schwere Saison voraussagen. Vom Kader der Vorsaison sind nur vier Spieler in Barsbüttel geblieben. Die meisten abgehenden Spieler haben sich dem SC Concordia angeschlossen. Dafür konnte Trainer Günther Rohrbach achtzehn Neuzugänge zum Trainingsauftakt begrüßen. Wie ein Trainer in dieser Situation eine homogene Mannschaft entwickeln soll ist nahezu undenkbar. Mit Friedhelm Mienert steht ein alter Bekannter im Kader der Barsbütteler.

Leider können in diesem Bericht nicht alle Spiele der Elstern kommentiert werden, fehlende Exemplare der BZ machten eine vollständige Berichterstattung nicht möglich.

Start in die neue Saison

Am 14/15.8.99 startete die Hamburger Fußball – Verbandsliga in die Spielzeit 1999/00. Diese begann für die Elstern mit einer großen Enttäuschung. In der ersten Pokalrunde unterlagen die Elstern auf dem Silberberg dem Düneberger SV mit 0:1. Fortan konnte sich die Mannschaft auf die Punktspiele konzentrieren.


Gelungener Auftakt

Wenn eine Mannschaft das Saison – Auftaktspiel beim Gegner gewinnt kann man durchaus von einem gelungenem Auftakt sprechen. Dies umso mehr wenn die eigenen Tore von den Neuzugängen erzielt worden sind. Der erste Durchgang verlief torlos, nach fünfzig Minuten zog Mathias Heidrich aus zwanzig Metern ab und ließ dem Torhüter des ETSV Altona keine Chance – es stand 1:0 für den ASV. Zwei Minuten später konnte die Mannschaft des ETSV ausgleichen. Höhepunkt aus Sicht des ASV war die 78. Spielminute. Alexander Neubauer ,Neuzugang aus Billstedt, ließ fünf Gegenspieler stehen und sorgte für den Führungstreffer zum 2:1. Auch für das 3:1 zeichnete eine Minute später ein Neuzugang verantwortlich, Mike Kudling nahm ein maßgerechtes Zuspiel von Joachim Daube auf und trug sich in die Torschützenliste ein. Die Elstern zeigten eine überzeugende Leistung, insbesondere die Neuzugänge wußten zu gefallen.

Der Nachbar hatte keine Chance


Der Nachbar, das war die Mannschaft des Barsbütteler SV, stand an den Sander Tannen auf verlorenem Posten. Das erste Tor der Elstern fiel in der 5. Minute der Abseitsregel zum Opfer, als aber Mathias Heidrich in der 20. Minute von Friedhelm Mienert im Strafraum zu Fall gebracht wurde, verwandelt Bernd Reinke den fälligen Strafstoß zum Führungstreffer. Ein sauberes Zuspiel von Mike Kudling verwandelte Markus Burmester in der 27. Minute zum 2:0. Einer der seltenen Patzer von Oliver Grabolle hatte Auswirkungen auf den Spielstand – ein Foul an Hülsmann ( Barsbüttel ) hatte einen Strafstoß zur Folge und der führte zum Anschlußtreffer zum 1:2. Danach folgte eine spielerische Flaute des ASV die jedoch in der 60. Minute ihr Ende fand. Einen Pfostenschuß von Sven Bagemiel nahm Heidrich auf und erhöhte auf 3:1, danach landete ein Freistoß von Bernd Reinke im Torwinkel des Gästetores und es stand 4:1 für den ASV. Mit diesem Resultat ging eine von den Elstern überlegen geführte Partie zu Ende. Bedingt durch zwei Gelb / Rote Karten verließen nach dem Abpfiff nur noch neun Gästespieler des Spielfeld. Gästetrainer Günter Rohrbach hatte einen Blick für die Realität: Meine Mannschaft ist über den Status eines Sparringspartners nicht hinausgekommen.


Erlösung nach dem Schlußpfiff

Das Derby in Hamburgs Osten zog dreihundertfünfzig Besucher an die Anlage am Reinbeker Mühlenredder. Die TSV Reinbek hatte die Elstern zu Gast. Nach neunzig Minuten war die Erleichterung auf Bergedorfer Seite groß. Die Reinbeker kamen nur schwer ins Spiel und mußten in der19. Minute das 0:1 hinnehmen, Markus Burmester spielte Mathias Heidrich frei und der konnte problemlos den TSV - Torhüter überwinden. Mit zunehmender Spieldauer legten die Reinbeker den Respekt vor den Gästen ab und machten der Hintermannschaft der Elstern das Leben schwer. Die Elstern wiederum verlegten sich aufs Kontern, scheiterten aber immer wieder an Markus Pukall, dem Reinbeker Torwart. Es blieb beim 1:0 für den ASV. Vor Allem die stabile Hintermannschaft hatte an diesem Erfolg ganz erheblichen Anteil. Aus drei Spielen neun Punkte sind eine makellose Ausbeute – ein gelungener Start in die neue Saison!

Sieg nach Anlaufzeit

Die Elstern lieferten gegen BW 96 Schenefeld eine ganz starke Leistung ab auch wenn es nach dem 1:0 durch Burmester aus der 21. Minute auf dem Rasen einigermaßen ruhig blieb. Das sollte sich ändern. Ein Tritt gegen Ball und Rasen ergab einen Querschläger gegen den der Schenefelder Torhüter kein Mittel fand, das war das 2:0 in der 65. Minute. Es folgten in kurzen Abständen das 3:0 durch Bagemiel und das 4:0 durch Burmester. Hätten Burmester, Heidrich & Co ihre Chancen besser genutzt wäre ein höherer Sieg möglich gewesen, so blieb es beim 4: 0 – Sieg der Elstern über BW 96.


Eine neue Liga ??

Gegen den Glashütter SV passierte bei sengender Hitze im ersten Durchgang herzlich wenig, für dieses moderate Geschehen prägte Oliver Grabolle den Begriff „Grabsteinliga“. Im zweiten Durchgang kam Leben auf den Platz. Eine Flanke von Heidrich zu Kudling faustete der Glashütter Torhüter vor die Füße von Bernd Reinke, der fackelte nicht lange und machte das 1:0. Unmittelbar danach gelang Mathias Heidrich das 2:0. Mit fünfzehn Zählern aus fünf Spielen war den Elstern der erste Tabellenplatz nicht streitig zu machen. Dahinter mit zwölf Punkten Este 06 / 70.

Die TSV Reinbek hatte einen Punkt auf der Habenseite, betrüblich die Situation in Barsbüttel, die Mannschaft stand mit null Punkten am Tabellenende.


Fehlentscheidung mit Folgen

Den treffenden Kommentar lieferte nach neunzig Minuten Elsternstürmer Bernd Reinke ab: Wenn ich


Blankeneser Spieler wäre, wäre ich jetzt tierisch sauer! Nach Toren von Burmester und Albers stand es nach 20 Minuten 2:0 für den ASV. Der Anschlußtreffer zum 1:2 fiel in der 39. Spielminute durch Maik Weber. In der 70. Minute foulte Ilja Petar den Blankeneser Stürmer Tobias Dehne im Strafraum. Alle Anwesenden rechneten mit einem Strafstoß für Blankenese, nur der Schiedsrichter sah die Sache anders. Es gab Freistoß für die Elstern und Dehne wurde mit G / R vom Platz geschickt. So sehr sich die Gäste vom Elbufer auch bemühten, der Ausgleich wollte nicht fallen. Ein weiterer Gästespieler wurde in der 87. Minute wegen Meckerns mit G / R in die Kabine geschickt. Recht hat Rüdiger Schwarz mit seinem Schlußkommentar:

Wahrscheinlich gewinnt man solche Spiele nur wenn man vorne steht.


Das Hoch an den Sander Tannen

Aus sechs Spielen achtzehn Punkte untermauern überzeugend den Anspruch der Elstern auf einen Spitzenplatz. Dies taten die Elstern auch gegen den SC Langenhorn. Der 1:0 – Pausenführung ging eine mustergültige Kombination voraus die Markus Burmester mit dem 1:0 abschloß. Die Führung entsprach nicht dem Spielverlauf da von den Elstern zu viele Chancen vergeben wurden. In der 55.Minute kam Langenhorn durch Henrik Krause zum Ausgleich. Die Langenhorner witterten danach Morgenluft und erhöhten den Druck auf das Tor der Elstern. Dies schuf für die Elstern Platz für Konter – und die waren erfolgreich. Zunächst traf Mike Kudling in der 74. Minute zum 2:1, dem eingewechselten Alexander Neubauer gelang das 3:1. Nach sieben Spielen sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten ETSV Altona waren mehr als man zu Saisonbeginn erwarten durfte.


Der erste Punktverlust

Irgendwann ist es soweit – die Elstern gehen nicht als Sieger vom Platz. Das 1:1 gegen den SC Condor war ein leistungsgerechtes Ergebnis. Dreihundertsiebzig Besucher sahen in der 15. Minute einen mißglückten Flankenball von Alexander Neubauer, der Ball geriet zur „Bogenlampe“ und fand den Weg ins Tornetz. Weitere gute Gelegenheiten blieben ungenutzt. Nach und nach entglitt den Elstern die Partie und Condor drängte mit Macht auf den Ausgleich. In der 85. Minute hatten die Bemühungen Erfolg: Mathias Bub überwand mit einem Weitschuß Oliver Grabolle und es stand 1:1.Mit diesem Ergebnis endete ein gutes Verbandsligaspiel.


Alle Achtung

Zwischen zwei Punktspielen, an einem Mittwochabend fanden dreitausend Fußballfreunde den Weg zu den Sander Tannen um sich das Freundschaftsspiel der Elstern gegen den HSV anzusehen. Keiner der Besucher wurde enttäuscht.Natürlich war der Erstligist, der HSV, die überlegene Mannschaft aber das Team aus der fünften Liga, der ASV, verkaufte sich prächtig. Sven Bagemiel inszenierte etliche Konter und sorgte für Unruhe in der HSV – Abwehr, Mittelstürmer Grubac wurde trotz seines Tores von Paul Deron fast vollständig aus dem Spiel genommen. Die Führung des HSV erzielte Rodolfo Cardoso in der 29. Spielminute. Oliver Grabolle hatte alle Hände voll zu tun und hielt was zu halten war, aber ab der 60. Minute mußte er dem Ansturm des HSV Tribut zollen. Jacek Dembinski, Thomas Doll und Vanja Grubac schraubten das Ergebnis auf 4:0 ehe Sven Bagemiel auf 1:4 verkürzen konnte. Cardoso stellte den alten Abstand wieder her. In der 73. Minute wurde Mathias Heidrich vom Platz geholt und gegen Stefan Gahr eingewechselt. Der machte mit Nachdruck auf sich aufmerksam. Durch Tore in der 84. und 86. Minuite verbesserte er das Ergebnis auf 3:5.

Die Elstern haben sich sehr gut verkauft und eine Leistung abgeliefert die für den Rest der Saison einiges versprach.


Im alten Land gescheitert

Über das Spiel der Elstern bei Este 06/70 kann an dieser Stelle leider nicht berichtet werden. Die BZ vom 11.10.99 lag dem Verfasser nicht vor und im HAB wurde die entsprechende Seite nicht archiviert. Este 06 / 70 besiegte die Elstern mit 2:0, dies war die erste Niederlage in der laufenden Spielzeit.

Frühe Entscheidung

Die Mannschaft von BU, vom früheren Elsternspieler Roy Witte trainiert. war kaum auf dem Platz und mußte das 0:1 hinnehmen als Mike Kudling ein Zuspiel von Burmester aufnahm und für die Führung sorgte. Chancen für weitere Torerfolge wurden vergeben. BU kam in der Folgezeit besser ins Spiel, auch begünstigt durch G / R für Andreas Kunze. Kampf und Einsatz sorgten letztendlich für den 1:0 – Erfolg der Elstern über BU.

Fünfundzwanzig Punkte auf der Habenseite bedeuteten Platz eins in der Tabelle bei vier Punkten Vorsprung auf den SC Condor und den ETSV Altona. Für die TSV Reinbek standen sieben Punkte (vorletzter Platz) und mit einem Zähler stand Barsbüttel auf dem letzten Tabellenplatz.


Schwache Vorstellung

Das waren nicht die Elstern die man im Laufe der Saison schon gesehen hat. In der 10. und 30. Minute brachte Frank Ockers seine Mannschaft, den SV Halstenbek – Rellingen mit 2:0 in Front. Ein Oliver Grabolle in Bestform hätte allerdings beide Treffer verhindert. Als Steinmetz ( HR ) in der 44. Minute mit G / R vom Platz gestellt wurde machten sich die Elstern Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd. Mehr als des 1:2 durch Burmester aus der 47. Minute kam nicht zustande. Das änderte sich auch nicht als in der 82. Minute ein weiterer Spieler der Heimmannschaft mit G / R vom Platz ging. So blieb es beim 2:1 für H/R in einem Spiel das die Elstern nicht hätten verlieren dürfen.


Ein unverdienter Punkt

Der SC Victoria lieferte an den Sander Tannen eine bärenstarke Partie ab und hätte das Spiel eigentlich gewinnen müssen. Die Gäste von der Hoheluft gingen in der 23. Minute durch Mesele Zevikow in Führung und waren den Elstern in allen Belangen überlegen. Nur die mangelnde Chancenverwertung stand einer höheren Führung im Wege. Angetrieben von Michael Albers machte sich Bergedorfer Offensivgeist bemerkbar – Burmester und Albers machten innerhalb von drei Minuten aus einem 0:1 – Rückstand einen 2:1 Vorsprung. Daß dieses Spiel nicht gewonnen wurde hatten sich die Elstern selbst zuzuschreiben – Alexander Neubauer holte seinen Gegenspieler von den Beinen, den Freistoß verwandelte Chr. Müller zum 2:2 – Ausgleichstor. Trainer Rüdiger Schwarz konnte das Ergebnis richtig einordnen: Dieses Unentschieden ist für uns nicht verdient


Vom Thron gestoßen

Bis zu dem Spiel in Wedel waren die Elstern Dauergast an der Tabellenspitze, das hat sich geändert. Nach einem Fehlpaß in der ASV – Abwehr gingen die Hausherrn in der 3. Minute in Führung. Die Elstern stecken den Rückstand locker weg und kamen in der 15. Minute durch Mathias Heidrich zum Ausgleich. Auch das 2:1 ging auf seine Kappe. Als kurz nach Wiederanpfiff durch Markus Burmester das 3:1 fiel schien die Partie gelaufen zu sein. Als der Wedeler TSV auf 2:3 heran kam riss bei den Elstern der Faden und die Mannschaft mußte innerhalb von zehn Minuten noch zwei weitere Gegentore hinnehmen. Mit einer 3:4 – Niederlage mußten die Elstern die Heimfahrt antreten.


Schneller Rückstand in Schnelsen

Auf Konter lauern, das war die Marschroute von Trainer Schwarz, doch diese taktische Vorgabe war nach dreißig Sekunden hinfällig.

Gruttke ( Germ. Schnelsen ) traf per Freistoß zum 1:0. Die erste Spielhälfte gehörte den Germanen doch im zweiten Durchgang kamen die Elstern besser ins Spiel. In der 50. Minute gelang ihnen durch Burmester das 1:1. Weitere gute Gelegenheiten wurden vergeben. Durch Benjamin Collins ( Germania ) wurde in der 73. Minute die Drangperiode der Elstern beendet, nach einer mißglückten Abwehraktion fiel das Tor zum 2:1 für Schnelsen und leitete die vierte Saisonniederlage des ASV ein.

Mit sechsundzwanzig Punkten lagen die Elstern zusammen mit dem ETSV Altona zwei Punkte hinter Tabellenführe Este 06 / 70.


Abschluß der Hinrunde


Die erste Halbzeit zwischen den Elstern und Altona 93 verlief an den Sander Tannen torlos. Ein alter Bekannter von Trainer Schwarz aus frühen Winsener Zeiten, Björn Hartmann, nun in Diensten des ACF, sorgte in der 55. Minute für das 1:0 für die Gäste aus Altona. Mit dem Treffer zum 1:1 zwei Minute später trug sich Stefan Gahr in die Torschützenliste ein. Das Spiel der Elstern wirkte zerfahren und man trauerte den vergebenen Chancen aus der ersten Halbzeit nach. Nach neunzig Minuten wurde das Spiel beim Stande von 1:1 beendet.


Die Hinrunde beendete der ASV auf dem dritten Tabellenplatz mit siebenundzwanzig Punkten. An der Spitze standen Germania Schnelsen und Este 06/ 70 mit achtundzwanzig Punkten. Der TSV Reinbek (zehn Punkte aus fünfzehn Spielen) fehlten fünf Punkte bis zum rettenden Ufer, die Plätze 14 und 15 wurden vom SC Langenhorn und BU belegt ( beide mit jeweils fünfzehn Zählern ). Nahezu aussichtslos war die Lage in Barsbüttel – noch kein Sieg, lediglich zwei Unentschieden geben wenig Anlaß an den Klassenerhalt zu glauben.


Die Elstern wieder da

Nach fünf Spielen ohne Sieg fanden die Elstern in die Erfolgsspur zurück. Gegen den ETSV Altona hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen aber Unsicherheiten im Abschluß verhinderten zunächst die Führung. Es dauerte bis zur 33. Minute, dann traf Sven Bagemiel zum 1:0. Der ETSV hielt gut mit und blieb gefährlich aber mit zunehmender Spieldauer bekamen die Elstern Oberwasser. Markus Burmester in der 72. und Bernd Reinke in der 78. Minute sorgten für einen verdienten 3:0 – Erfolg über den ETSV Altona. Da die ersten vier Mannschaften ihre Spiele auch gewinnen konnten blieb die Lage an der Tabellenspitze unverändert.


Spiel der verpassten Chancen

Es hätte gegen den Barsbütteler SV ein Schützenfest werden können aber die ASV – Stürmer überboten sich im Auslassen ihrer Torgelegenheiten. Zwei Ausnahmen gab es dennoch. Die erste gab es in der 37. Minute, da traf Markus Burmester zum 1:0. Die Zuschauer mußten dann bis zur 86. Minute warten bis Mathias Heidrich für die zweite Ausnahme sorgte und zum hochverdienten 2:0 traf. Die Chancen hätten problemlos für ein zweistelliges Resultat gereicht, aber auch dafür hätte es nur drei Punkte gegeben. Ein neuer Spieler im Trikot der Elstern machte einen Schritt ins Rampenlicht des Hamburger Amateurfußballs. Habimani Shabani kam ursprünglich aus Bujumbura, der Hauptstadt des ostafrikanischen Burundi. Über den Walddörfer SV und den SC Norderstedt stieß er zu den Elstern .

Habimani Shabani ist ein ganz exzellenter Techniker der am Ball alles kann und über viel Spielverständnis verfügt. Er allein ist schon das Eintrittsgeld wert, ihn spielen zu sehen ist eine Augenweide.


Glanzloser Sieg

Das Spiel der Elstern gegen die TSV Reinbek hat keinen der leider nur zweihundertfünfzig Besucher zufriedengestellt. Das lag unter Anderem daran, daß der Reinbeker Trainer Jörn Wilkens eine „Elsternvergangenheit“ hat und die Bergedorfer Mannschaft sehr gut kannte. Die Reinbeker Mannschaft war auf ihren Gegner gut eingestellt und so waren Torgelegenheiten Mangelware. Nur ein Kopfball von Shabani fand in der 7. Minute den Weg ins Reinbeker Tor. Bis zur 80. Minute herrschte Langeweile auf dem Rasen bis Markus Burmester einen Flankenball von Shabani zum 2:0 verarbeitete. Als in der 88. Minute Shabani gegen Dennis Hegendorf ausgewechselt wurde gab es für den Mann aus Burundi standing ovations!

Da sich Este 06 / 70 und der SC Condor 1.1 trennten kehrten die Elstern auf den ersten Tabellenplatz zurück.


Gelungene Rückkehr

Dreimal wurde Mathias Heidrich in den letzten Spielen eingewechselt, gegen den Glashütter SV kehrte er in die Startformation zurück. Und das mit Bravour! In der 44. brachte er die Elstern mit 1:0 in Führung und in der 52. Minute nickte er eine Flanke von Publikumsliebling Shabani zum 2:0 ins Netz. Das Spiel schien gelaufen aber die Gäste gaben sich noch längst nicht geschlagen und da die „Kreativabteilung“ des ASV nicht den besten Tag erwischt hatte zogen die Glashütter das Spiel an sich. Treibende Kraft war Andreas Steinberg, der einst mit Bernd Enge vom FC Süderelbe zu den Elstern stieß. Mit seinen Toren in der 70. und 87. Minute schien die Partie zu kippen. Frust und Unmut machte sich auf den Rängen breit, aber in der Schlußminute war es wiederum Heidrich der eine Flanke von Shabani im Tor der Gäste unterbrachte. Der ASV konnte einen glücklichen 3:2 – Sieg feiern und Mathias Heidrich die Dankesworte von Rüdiger Schwarz entgegen nehmen.


Leistungssteigerung ?

Wie soll man mit so einem Spiel umgehen ? Beim SV Blankenese lieferten die Elstern eine gute Partie ab, im Gegensatz zum Vorsonntag als die Elstern zwar phasenweise enttäuschten, aber immerhin die Punkte an den Sander Tannen behielten. Nach sechs Minuten ging die Heimmannschaft in Führung, Philip Rebohl gelang in der 15. Minute der Ausgleich. Die Umstellung im Abwehrblock der Elstern ( Andreas Kunze war erkrankt ) machte sich negativ bemerkbar und in der 20. und30. Minute brachte Oliver Wolf ( SVB ) seine Mannschaft mit 3:1 in Führung. Danach bestimmten die Bergedorfer das Geschehen auf dem Platz, aber hätten die Stürmer nicht kollektive Ladehemmung gehabt wäre mehr als nur der Anschlußtreffer zum 2:3 in der 87. Minute durch Burmester herausgekommen. Nach einem guten Spiel traten die Elstern die Heimfahrt mit leeren Händen an.

Mit neununddreißig Punkten aus zwanzig Spielen führten die Elstern vor Germania Schnelsen ( 38 ) und Este ( 36 ) die Tabelle an. Mit sechzehn Punkten konnten die Reinbeker den Abstand zur gesicherten Zone zwar verringern, schwebten aber immer noch in akuter Abstiegsgefahr. Mit fünf Punkten aus zwanzig Spielen ist die Lage für Barsbüttel hoffnungslos.


Wenn die Abwehr wackelt...

und wenn dann noch ein Spieler mit G / R vom Platz geschickt wird dann bahnt sich ein Mißerfolg an. Aber der Reihe nach. An den Sander Tannen war am 21. Spieltag der SC Langenhorn – tief in den Tabellenkeller gerutscht - zu Gast. In der 12. Minute gerieten die Gäste durch einen Strafstoß von Burmester ins Hintertreffen. In der Hintermannschaft der Elstern wurde Andreas Kunze vermißt und die Manndecker hatten ihre liebe Not mit ihren Gegenspielern. In dieser Phase ( 29. Minute ) fiel der Ausgleich durch Henrik Krause.

In der 58. Minute holte Philip Rebohl seinen Gegenspieler von den Beinen und wurde mit G / R aus dem Verkehr gezogen. Ein 1:1 wäre für die Elstern sicherlich ein enttäuschendes Ergebnis. Als sich aber zwei Langenhorner Abwehrspieler kurz vor dem Abpfiff gegenseitig behinderten stand Mathias Heidrich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und traf zur 2:1 – Führung des ASV 

Spannend beim SC Condor

 Diese Begegnung versprach ein hochklassiges Verbandsligaspiel zum werden und hielt was es versprach. Hätte Condor – Torhüter Olik nicht einen so guten Tag erwischt wären die Elstern als Sieger vom Platz gegangen, so blieb es beim torlosen Unentschieden. Die Rückkehr von Andreas Kunze ins Abwehrzentrum hat wesentlich zur Stabilisierung der Abwehr beigetragen. Die Sturmkollegen konnten sich nicht wie gewünscht in Szene setzen, daran hatte Olik großen Anteil. Da die direkten Verfolger des ASV, Este und Schnelsen auch nur unentschieden spielten blieb die Situation an der Tabellenspitze unverändert.


Erster gegen Zweiten

Das waren die Tabellenplätze der beiden Kontrahenten vor dem 23. Spieltag. Mit anderen Worten: der ASV hatte die Mannschaft von Este 06 / 70 zu Gast. Das erwartete Spitzenspiel wurde es nicht, dafür war die Überlegenheit des ASV zu groß. Die Gäste aus Neuenfelde waren dem ASV in allen Belangen unterlegen und waren mit dem Ergebnis von 0:2 noch gut bedient. Den vierhundert Besuchern wurde


eine Klasseleistung von Habimani Shabani und Sven Bagemiel geboten. Eine der hochkarätigen Gelegenheiten führte in der 32. Minute durch Shabani zum 1:0, dem folgte kurz vor dem Pausenpfiff das 2:0 durch Markus Burmester. Auch im zweiten Durchgang waren die Elstern die überlegene Mannschaft, scheiterten aber immer wieder an der unzureichenden Chancenausnutzung. Ein höherer Sieg wäre durchaus möglich gewesen. Bernd Reinke wollte eigentlich nicht mehr für den ASV auflaufen sondern zum SSV Güster wechseln, dort wäre er von seinem Bruder trainiert worden. Da aber Andreas Kunze erneut ausfiel stellte Reinke seine Wechselabsichten zurück und lieferte eine tadellose Leistung ab.


Klarer Sieg in Barmbek

Leider kann über dieses Spiel des ASV nichts berichtet werden. Der ASV gewann dieses Spiel mit 4:1 und blieb an der Tabellenspitze mit neunundvierzig Punkten aus vierundzwanzig. Mit fünf Punkten Rückstand folgte der SV Blankenese auf dem zweiten Tabellenplatz.


Punkteteilung in Schenefeld

Die Mannschaft von BW 96 hat sich wiederholt als sehr hartnäckiger und unbequemer Gegner erwiesen. Die erste Halbzeit ging ganz klar auf das Konto der Elstern wie es auch in einem deutlichen Chancenplus zum Ausdruck kam. Torhüter Marco Petersen ( BW 96 ) hatte alle Hände voll zu tun, allerdings war er in der 38. Minute bei einem Kopfball von Burmester machtlos. Mit einem 1:0 – Vorsprung für den ASV ging es in die Halbzeitpause. Ein von Dittmer ( BW ) getretener Eckball wurde in der 48. Minute von Jan Hildebrand an Grabolle vorbei zum 1:1 ins Elsterntor befördert. In der 75. Minute konnte Oliver Grabolle einen selbstverschuldeten Strafstoß abwehren und seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahren. Das 1:1 nach Ablauf der neunzig Minuten war ein gerechtes Ergebnis und entsprach dem Spielverlauf.


Nach fünfundzwanzig Spielen rangierten die Elstern nach wie vor auf dem ersten Tabellenplatz mit fünf Punkten Vorsprung auf den SV Blankenese und sechs Zählern vor Altona 93. Groß war das Gedränge im Tabellenkeller. Mit fünf Punkten war der Barsbütteler SV praktisch abgestiegen. Stark gefährdet waren BW 96 ( 29 ), TSV Reinbek ( 28 ), SC Langenhorn ( 27 ) sowie der Wedeler TSV mit 25 Punkten. Von den genannten Mannschaften müssen zwei Teams den Weg in die Landesliga antreten.


Keine Informationen vorhanden

Aus den schon mehrfach erwähnten Gründen kann über die Spiele der Elstern gegen den SV Halstenbek – Rellingen ( 4:1 ) und das Spiel beim SC Victoria ( 3:1 ) nichts berichtet werden. Bei drei noch ausstehenden Spielen betrug der Vorsprung gegenüber dem Tabellenzweiten Blankenese sieben Punkte, acht Punkte zurück lag Altona 93.

Die Meisterschaft ist greifbar nahe !


Meisterstück gegen Wedel

Im vorletzten Heimspiel der Saison hatten die Elstern den Wedeler TSV zu Gast. Die Gäste, von erhebliche Abstiegssorgen geplagt, gingen in der 8. Minute durch Heiko Barthel in Führung. Sonderlich beeindruckt waren die Elstern durch diesen Rückstand nicht, nachdem einige Chancen ungenutzt blieben gelang dem ASV nach einer halben Stunde der Ausgleich. Zwei weitere Tore von Andreas Kunze in der 42. und 74. Minute stellten den 3:1 – Erfolg der Elstern sicher.

Die Sorgen der Wedeler wurden noch größer und bei den Elstern knallten die Sektkorken. Nach zweiundzwanzig Jahren, letztmals am Ende der Saison 77 / 78, wurde der Titel an die SanderTannen geholt.

Glückwunsch an Mannschaft und Trainer !!


Seit Bestehen der Oberliga Hamburg / Schleswig-Holstein hatten die Meister der jeweiligen Verbandsligen das direkte Aufstiegsrecht, von dieser Regelung wurde zum Ende der Saison 1999 / 00 abgewichen.

Durch die Zusammenlegung von Regionalligastaffeln erhöhte sich zwangsläufig die Zahl der Absteiger in die Oberligen, d.h. Holstein Kiel, SC Norderstedt sowie die Amateurmannschaften des HSV und des FC St. Pauli wurden für die Saison 2000 / 01 in die Oberliga HH / SH zurückgestuft. Statt der bisherigen sechzehn traten nun achtzehn Mannschaften in der Oberliga an.

Der Aufsteiger in die Oberliga HH / SH wurde in zwei Entscheidungsspielen zwischen den Meistern der beiden Verbandsligen ermittelt.

Ein Meister der nicht aufsteigen kann, da wird die Arbeit einer ganzen Saison zunichte gemacht. Konnte man da nicht eine bessere Lösung finden ??


Die Spannung ist raus

Der Titel war unter Dach und Fach und im Spiel gegen Germania Schnelsen ging es um nichts mehr. Man konnte es ruhig angehen lassen. Experimente in der Mannschaftsaufstellung waren nicht mehr vorgesehen. Durch Sven Bagemiel fiel in der 20. Minute das 1:0; von den Germanen war bis dahin nicht viel zu sehen und so kam das 2:0 in der 32. durch Mathias Heidrich nicht überraschend. Ein Ergebnisverbesserung gelang den Germanen kurz nach Wiederbeginn. An dem Ergebnis von 2:1 für den ASV änderte sich nichts mehr. 

Schiedsrichter dieser Begegnung war Carsten Byernetzki der mit diesem Spiel sein letztes Verbandsligaspiel leitete. Zum Abschluß seiner Laufbahn wurde ihm die Leitung des Pokalendspieles übertragen.


Zum Abschluß eine Punkteteilung

Zum Saisonausklang empfingen die Elstern die Mannschaft von Altona 93. Es hätte ein Spitzenspiel werden können denn für Altona war der zweite Platz noch erreichbar – aber der war aus bekannten Gründen vollkommen bedeutungslos. Im Hinblick auf die Qualifikationsspiele war es für die Elstern ein „Härtetest“. Der Test wurde bestanden denn durch zwei Treffer von Heidrich stand es zur Halbzeit 2:0 für die Elstern. Durch Tore in der 55. und 58. Minute kam Altona noch zum 2:2 – Ausgleich. Bitter für den ASV waren die Verletzungen von Andreas Kunze und Markus Burmester. Angaben über die Schwere der Verletzungen konnten nicht gemacht werden. Da zwei Spieler mit G / R vom Platz geschickt wurden mußte Altona 93 das Spiel mit neun Mann beenden.















Erklärtes Ziel des ASV ist der Aufstieg in die Oberliga HH / SH. Der Gegner in den beiden Entscheidungsspielen ist der VfR Neumünster, Meister der Verbandsliga Schleswig / Holstein mit deutlichem Vorsprung vor Kilia Kiel.

Das erste Spiel um den Aufstieg fand in der Anlage an der Geerdtstraße in Neumünster statt.


Ein Dämpfer

Einhundertfünfzig Elstern – Anhänger fanden den Weg nach Neumünster und trugen zur beachtlichen Kulisse von Eintausenddreihundert Zuschauern bei. Die Bergedorfer Mannschaft startete mit Offensivfussball und erarbeitete sich eine Vielzahl zwingender Torgelegenheiten. Die VfR – Spitzen Lamce und Tufina waren von der Bergedorfer Hintermannschaft vollkommen abgemeldet. Die Elstern waren auf dem Platz die bessere Mannschaft auch wenn Shabani und Burmester angeschlagen in die Partie gegangen sind. Der erste Durchgang endete torlos.


Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Elstern die spielbestimmende Mannschaft und es war nur eine Frage der Zeit wann der Führungstreffer fällt. Es kam aber anders.

In der 71. Minute verlor Mathias Heidrich bei einem Zweikampf den Ball, Laas ( VfR ) kam in Ballbesitz und überwand Oliver Grabolle zum 1:0 für den VfR Neumünster. Die Schlußoffensive der Elstern blieb erfolglos, immer wieder scheiterten die Stürmer am VfR – Schlußmann Friedrichs und seinen Vorderleuten.

Nach neunzig Minuten mußte die bessere Mannschaft den Platz als Verlierer verlassen. Ein 0:1 ist ein Ergebnis welches man im Rückspiel noch korrigieren kann, darauf ruhten nun alle Hoffnungen. Treffende Worte fand Libero Bernd Reinke: Das 0:1 ist ein Scheißergebis.


Ein weiteres Jahr Verbandsliga

Bestürzung, Frust, Enttäuschung – das waren die Reaktionen im Lager der Elstern nach dem zweiten Qualifikationsspiel gegen den VfR Neumünster. Zweitausendzweihundert Zuschauer bildeten eine beeindruckende Kulisse für ein Fußballfest. Lange Zeit war die Partie ein Spiegelbild des Hinspiels. Die Bergedorfer Mannschaft beherrschte Ball und Gegner und ging nach zwei Toren von Mathias Heidrich in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung. das Tor zur Oberliga war weit geöffnet, die Mannschaft mußte nur noch hindurchgehen.

Dann kam die verhängnisvolle 60. Spielminute. Ein Mißverständnis in der Hintermannschaft an dem Torhüter Oliver Grabolle mit beteiligt war führte zum Ballverlust und Traore (VfR ) brachte per Kopf den VfR Iin Führung.


Da auswärts erzielte Tore höher bewertet wurden stand nun der VfR in der Oberliga. Die Elstern waren wie gelähmt und die spielerische Linie war dahin. Alle Bemühungen um eine Ergebniskorrektur blieben vergeblich. Neumünster hatte bedingt durch totale Offensive der Elstern Raum für Konter und einer dieser Angriffe führte in der Schlußminute zum 2:2 – Ausgleichstreffer.


Der VfR Neumünster war damit Aufsteiger in die Oberliga HH / SH. Da TuS Felde ( Meister der Oberliga HH / SH ) in der Qualifikationsrunde zur Regionalliga zur Regionalliga an Kickers Emden scheiterte mußten sich die Elstern auf ein weiteres Jahr Verbandsliga einrichten.

Die herzlichen Glückwünsche gehen nach Neumünster.


Die Elstern waren in beiden Qualifikationsspielen die bessere Mannschaft, konnten aber im entscheidenden Moment nicht reagieren, die Mannschaft war wie erstarrt. Neumünster wußte dies auszunutzen und ging in der Summe der Ergebnisse als Sieger vom Platz.


Rückblick auf die abgelaufene Spielzeit

Die Mannschaft von Rüdiger Schwarz hat eine Klassesaison gespielt und ist zu Recht Meister der Verbandsliga geworden. An vierundzwanzig Spieltagen stand die Mannschaft auf dem ersten Tabellenplatz, es wurde kein Heimspiel verloren.

Im Laufe der Spielzeit wurden zweiundzwanzig Spieler eingesetzt. Dauerbrenner waren mit jeweils dreißig Einsätzen Sven Bagemiel, Oliver Grabolle und Mathias Heidrich. Zehn Spieler erzielten insgesamt vierundsechzig Tore. An dieser Ausbeute waren Markus Burmester mit achtzehn, Mathias Heidrich mit sechzehn und Bernd Reinke mit sechs Toren beteiligt. Weiterhin trafen Sven Bagemiel, Mike Kudling und Habimani Shabani je viermal. Dreimal war Alexander Neubauer erfolgreich, jeweils zwei Tore gingen auf das Konto von Andreas Kunze und Christian Albers. Komplettiert wird die Liste durch ein Tor von Philip Rebohl.

Absteigen müssen der Barsbütteler SV, der SC Langenhorn und der Wedeler TSV. Die TSV Reinbek konnte sich am letzten Spieltag durch ein sensationelles 7:4 über den SV Halstenbek – Rellingen in Sicherheit bringen.

Statistik (Bitte Schaubild zum Vergrößern anklicken)




























Angabe der Informationsquellen Sowohl die Fotos als auch die Kurzkommentare zu den Verbandsligaspielen lehnen sich an die Berichterstattung der entsprechenden Ausgaben der Bergedorfer Zeitung an. Die NORDCHRONIK / VERBANDSLIGA HAMBURG des DSFS war Ursprung der Abschlußtabelle der Spielzeit 1999 / 2000. Herzlichen Dank für die Genehmigung.

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